DE3227189A1 - Egoutteureinrichtung zum entwaessern einer faserstoffbahn auf einer langsiebmaschine - Google Patents
Egoutteureinrichtung zum entwaessern einer faserstoffbahn auf einer langsiebmaschineInfo
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Description
HOEGER, 3"TeLL-FSECHT-A PARTNER
P A T U Ij τ A ι-. W A L T E J t Z. / I Ow
UHLANDSTRASSR 14 <·. [j ;oüo Stuttgart ι
A 4 5 26 2 b Anmelder: Hermann Finckh
b-201 Maschinenfabrik GmbH & Co.
15. Juli 1982 Marktstrasse 185
.. 4" - 7417 Pfullingen
Egoutteure inrichtung
zum Entwässern einer Faserstoffbahn auf
einer Langsiebmaschine
Die Erfindung betrifft eine Egoutteureinrichtung zum Entwässern einer auf einem Siebband einer Langsiebmaschine befindlichen
Faserstoffbahn, mit einem auf die-Faserstoffbahn
auflegbaren, drehbar gelagerten Siebzylinder (Egoutteurwalze)
und einem an diesem angeordneten Saugkasten zum Entwässern der Faserstoffbahn nach oben.
Vor allem bei der Herstellung von Papieren, die beidseitig beschreib- oder bedruckbar sein sollen, kann man die Faserstoffbahn
in einer Papiermaschine nicht nur nach einer Seite hin entwässern, da dann die Feinstoffe der der Papiermaschine
zugeführten faserhaltigen Aufschwemmung im wesentlichen auf
die eine Seite der Papierbahn hin gezogen werden und sich deshalb die andere Seite des hergestellten Papiers nicht
oder nur schlecht beschreiben oder bedrucken lässt. In neuerer Zeit sind deshalb sogenannte Doppe Is ieb former bekannt geworden,
bei denen es sich im wesentlichen um eine Langsiebmaschine handelt, gegen deren Langsieb-von oben ein endloses,
über mehrere Walzen laufendes Obersiebband gepresst wird, in dem ein Saugkasten angeordnet ist, der das in das Obersiebband
eintretende Wasser- absaugt. Eine derartige Obersiebband-Einrichtung macht jedoch die zweiseitige Entwässerung
der Faserstoffbahn verhältnismässig kostspielig, auch wenn
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sie eine Reihe von Vorteilen aufweist wie z.B. die Möglichkeit, das Langsieb mit relativ hohen Geschwindigkeiten zu
betreiben und dennoch wirksam zu entwässern.
Es ist auch schon bekannt, in einer als Siebzylinder ausgebildeten
Egoutteurwalze einen Saugkasten anzuordnen, um das von der zu entwässernden Faserstoffbahn in die Egoutteurwalze
eintretende Wasser abzusaugen. Wenn man in einer Langsiebmaschine die auf deren Siebband liegende Faserstoffbahn jedoch
mit einerfeolchen bekannten Egoutteureinrichtung nach oben entwässert, kann man das Langsieb nur mit verhältnismässig
niederen Geschwindigkeiten betreiben, da sich das im Innern der Egoutteurwalze angelegte Vakuum nicht beliebig
erhöhen lässt, weil sonst die Faserstoffbahn vom Langsieb abgehoben wird; eine mit der Erhöhung der Langsieb-Geschwindigkeit
einhergehende Drehzahlerhöhung der Egoutteurwalze führt jedoch zu grösseren, auf das in die Egoutteurwalze eintretende
Wasser wirkenden Zentrifugalkräften, so dass ein Abschleudern des Wassers nur durch eine Erhöhung des Vakuums
verhindert werden kann - das Abschleudern von Wassertropfen von der Egoutteurwalze ist aber unbedingt zu vermeiden, da
solche W&~sertropfen sonst zu Markierungen auf der Faserstoffbahn
führen -
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, in einer schnell laufenden Langsiebmaschine die Faserstoffbahn auch nach oben
entwässern zu können, ohne einen Aufwand treiben zu müssen, wie er bei den erwähnten Doppelsiebformern erforderlich ist.
Ausgehend von einer Egoutteureinrichtung der eingangs erwähnten Art lässt sich diese Aufgabe erfindungsgemäss dadurch
lösen, dass der Saugkasten an dem sich nach oben drehenden Umfangsbereich des Siebzylinders an dessen Aussenumfang angeordnet
ist und dass der Siebzylinder ein seinen Aussenumfang
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bildendes Siebgewebe und einen dieses tragenden, am Umfang geschlossenen Innenzylinder sowie zwischen diesem, und dem
Siebgewebe mindestens einen, sich in Umfangsrichtung erstreckenden
Kanal aufweist. Bei einem derartigen Siebzylinder kann das zwischen dem geschlossenen Innenumfang des Innenzylinders
und dem Siebgewebe vorgesehene Siebgewebe-Tragwerk in einfacher Weise z.B. aus über Querbrücken miteinander
verbundenen, hochkant-stehenden Blechstreifen hergestellt werden, so dass sich der Siebzylinder kostengünstig herstellen
lässt. Grundgedanke der Erfindung ist es also, von dem Umstand Gebrauch zu machen, dass die Adhäsion das von der
Faserstoffbahn auf den Siebgewebemantel des Siebzylinders übertragene Wasser in den Öffnungen des äusserst feinmaschigen,
äusseren Siebgewebes entgegen der Wirkung der Zentrifugalkräfte zurückhält, bis die Stelle erreicht ist,
an der der Saugkasten gegen den Aussenumfang des Siebzylinders anliegt und dort dieses Wasser aus dem Siebgewebe
heraussaugt. Wenn man den Siebzylinder mit einem am Umfang geschlossenen Innenzylin,der versieht und für mindestens
einen, in Umfangsrichtung des Siebzylinders verlaufenden Kanal oder mehrere, sich zumindest auch in Umfangsrichtung
erstreckende Kanäle zwischen Siebgewebe und Innenzylinder sorgt, kann sich das durch den Saugkasten an diese Kanäle
angelegte Vakuum längs eines Teils des Siebzylinderumfangs
bis zu demjenigen Bereich fortpflanzen, in dem der Siebzylinder
auf der zu entwässernden Faserstoffbahn aufliegt. Bei Verwendung einer erfindungsgemässen Egoutteureinrichtung
benötigt man auch nur ein relativ geringes Vakuum, da der Saugkasten schon unmittelbar über der Faserstoffbahn beginnen
kann, so dass das aus der Faserstoffbahn in den Siebzylinder eingetretene Wasser nur über eine geringe Höhendifferenz
angehoben und lediglich längs eines in Drehrichtung kurzen Umfangsbereichs des Siebzylinders in diesem gehalten
werden muss, ehe es durch den Saugkasten aus dem Siebzylinder entfernt wird.
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Gegenüber den vorstehend beschriebenen Doppelsiebformern
weist die erfindungsgemässe Egoutteureinrichtung ausser
einem wesentlich geringeren Investitionsaufwand noch den Vorteil geringerer Betriebskosten auf, denn während bei
einem Doppelsiebformer für den im Obersiebband angeordneten Saugkasten ein relativ hohes Vakuum benötigt wird, um das
Wasser aus der Faserstoffbahn nach oben abzusaugen, sorgt
bei der erfindungsgemässen Egoutteureinrichtung einfach der Druck, mit dem der Siebzylinder auf der Faserstoffbahn aufliegt,
dafür, dass Wasser aus der Faserstoffbahn in den Siebzylinder eintritt, und wie bereits erwähnt wurde, benötigt
man nur ein relativ geringes Vakuum, um einmal im Siebzylinder befindliches Wasser in den Saugkasten zu bringen.
Schliesslich muss bei der erfindungsgemässen Egoutteureinrichtung nicht der ganze oder ein grosser Teil des Siebzylinders
evakuiert werden, sondern nur der in radialer Richtung verhältnismässig schmale Ringbereich zwischen Siebgewebemantel
und Innenzylinder.
Zur Bildung mehrerer, sich in Umfangsrichtung erstreckender
Kanäle zwischen Siebgewebe und Innenzylinder empfehlen sich auf dem letzteren angeordnete und in Umfangsrichtung des
Siebzylinders verlaufende Stege, die das Siebgewebe unmittelbar oder mittelbar über andere Stützelemente tragen und
zwischen sich die Kanäle bilden. Diese Stege können an den Innenzylinder angeformt sein, z.B. intern in den Aussenumfang
des Innenzylinders in Umfangsrichtung verlaufende Nuten
gefräst oder gesägt werden. Sehr viel einfacher und billiger ist es jedoch, wenn die Stege von hochkant-stehenden,
gestreckten Blechringen gebildet werden, die auf dem Innenzylinder befestigt, z.B. angeschweisst sind.
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Um eine gute und gleichmässige Abstützung des Siebgewebes
zu erzielen, empfiehlt es sich ferner, einander benachbarte Stege über Brücken miteinander zu verbinden, die, um die
in Umfangsrichtung verlaufenden Kanäle nicht zu unterbrechen, einen radialen Abstand vom Innenzylinder aufweisen und das
Siebgewebe tragen. Diese Stege können in an sich bekannter Weise aus hochkant-stehenden, mäanderförmig abgebogenen
Blechringen bestehen, wodurch sich besonders günstige Herstellungskosten ergeben. Von Vorteil ist es ausserdem,
wenn die Brücken bzw. die mäanderförmig abgebogenen Blechringe
in radialer Richtung über die in Umfangsrichtung verlaufenden Stege geringfügig überstehen, so dass das Siebgewebe
nur auf den erwähnten Brücken aufliegt; auf diese Weise lässt sich die Gefahr des Auftretens von Markierungen
auf der Oberseite der Faserstoffbahn vermeiden, die sonst dadurch hervorgerufen werden können, dass infolge der
Zentrifugalkräfte an den Seitenwänden der in Umfangsrichtung
verlaufenden Stege in radialer Richtung nach aussen getriebenes Wasser direkt an das Siebgewebe gelangt.
Damit das über den Saugkasten an den Siebzylindermantel angelegte Vakuum längs des Siebzylinders möglichst gleichmassig
ist, wird empfohlen, die Kanäle in axialer Richtung über in den Stegen vorgesehene Öffnungen miteinander zu verbinden,
wobei man beim Einbau hochkant-stehender, mäanderförmig abgebogener Blechringe die Stegöffnungen am besten an
den Innenzylinder angrenzen lässt, damit sie das Anbringen der mäanderfÖrmigen Blechringe an den Stegen nicht behindern
- diese mäanderförmig ausgebildeten Blechringe sollen ja in radialer Richtung einen Abstand vom Innenzylinder aufweisen.
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Eine einfache Ablaufmöglichkeit für das aus dem Siebzylinder
abgesaugte Wasser sowie eine einfache Abdichtung des Saugkastens ergibt sich dann, wenn der letztere unten einen
Ablauf besitzt, der in einen Siphon hineinragt, welcher einen Überlauf aufweist, dessen Überlaufkante höher liegt als die
Unterkante des Saugkastehablaufs. Das Vakuum kann dann seitlich
an den Saugkasten angelegt werden, während das nach unten aus dem Saugkasten abfliessende Wasser den letzteren
abdichtet.
Bei der Herstellung des,Siebzylinders für die erfindungsgemässe
Egoutteureinrichtung empfiehlt es sich, die in radialer Richtung gemessene Höhe der Kanäle zwischen Siebgewebemantel
und Innenzylinder an die in der Langsiebmaschine pro Umdrehung des Siebzylinders abzusaugende Wassermenge
anzupassen.
Schliesslich ist es von Vorteil, wenn zur Reinigung des Siebzylinders in Drehrichtung des Siebzylinders, hinter
dem Saugkasten eine Wasserspritzvorrichtung, insbesondere in Form eines Spritzrohrs, angeordnet ist.
Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten Ansprüchen und/oder aus
derihachfolgenden Beschreibung sowie der beigefügten
zeichnerischen Darstellung einer besonders vorteilhaften
Ausführungsform einer erfindungsgemässen Egoutteureinrichtung;
in der Zeichnung zeigen:
Fig. 1: einen Teil eines Längsvertikalschnitts durch eine
Langsiebmaschine mit aufgesetzter Egoutteureinrichtung;
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Fig. 2: einen Schnitt durch den einen Endbereich des Siebzylinders
dieser Egoutteureinrichtung nach der Linie 2-2 in Fig. 1;
Fig. 3: den Ausschnitt "A" in Fig. 1 in grösserem Maßstab;
Fig. 4: einen Schnitt nach der Linie 4-4 in Fig. 3 und
Fig. 5: eine Draufsicht auf die in Fig. 4 gezeigten Teile, gesehen in Richtung des Pfeils B, jedoch ohne
den Siebgewebemantel des Siebzylinders.
Die Fig. 1 zeigt ein Maschinenbett 10 einer Langsiebmaschine, das über nicht dargestellte Stützen einen Tisch 12 mit Längsträgern
14 trägt.
Zwischen zwei im Querabstand voneinander angeordneten derartigen
Längsträgern sind eine Vielzahl von drehbar gelagerten Stützwalzen 16 angeordnet, über die das Langsieb
der Maschine verläuft. Wie üblich handelt es sich dabei um ein endloses Siebgewebeband, das durch nicht dargestellte
Mittel in Pfeilrichtung angetrieben wird. Unter' dem Langsieb sind längs des Tischs 12 mehrere, an den Längsträgern 14
befestigte Saugkästen 20 angeordnet, um eirie auf das Langsieb
18 aufgebrachte Faserstoffbahn 22 nach unten zu entwässern.
Da insoweit die Langsiebmaschine einen völlig herkömmlichen Aufbau besitzt, erübrigt es sich, weitere Details der Langsiebmaschine
zu beschreiben.
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Um die.Faserstoffbahn. 22,auch nach oben zu entwässern, ist
eine als Ganzes mit 26. bezeichnete Egoutteureinrichtung vorgesehen/ die einen Siebzylinder 28 besitzt, dessen Welle
30 parallel zum Tisch 12 und senkrecht zur Laufrichtung des Langsiebs 18 verläuft. Wie die Fig. 2 erkennen lässt, ist
die Siebzylinderwelle 3 0 geteilt und trägt einen Innenzylinder 34 des. Sieb Zylinders, über.. Trag- und Stirnscheiben
36 bzw. 38. Der metallische Innenzylinder 34 besitzt eine geschlossene Wand und trägt im Abstand voneinander-angeordnete,
in Umfangsrichtung verlauf ende.. Stege.. 40.., bei denen es sich
um hochkant-, stehende-, gestreckte .Blechringe handelt, die
auf dem Innenzylinder 34 festgeschweisst sind. Zwischen den Stegen 4 0 verlaufen Brücken 42, die von an den Stegen angeschweissten
Mäanderringen 44, gebildet werden, bei denen es
sich um hochkant-stehende, mäanderförmig.abgebogene-Blechringe
handelt. Auf den Brücken 4 2 und den Stegen 40 liegt ein Siebgewebe; 46_ auf, das als einlagiger Sieb.gewebemantel
gezeichnet wurde, jedoch aus mindestens, zwei.Siebgewebelagen
bestehen soll, nämlich.: eine.m; äusseren,.. äusserst feinmaschigen
Metall- oderv.K-unststoffdraht-Gewebe- und -einem inneren,
gröberen Stützgewebe. ■ - ...
Der Lagerung deS-.Siebzylinders. 28 dienen auf den Längsträgern
14 befestigte Lagerböc.ke 48,.an denen, zwei den Siebzylinder
zwischen sich, aufnehmende La^erhebel 50 angelenkt sind.
In diesen Lagerhebeln, ist die.,. Sieb zylinderwelle .3 0.. gelagert,
und der Einstellung des Abs.tands. des Siebzylinders 3.0 vom
Langsieb 18 dienen zwischen den Längsträgern 14 und.den
Lagerhebeln 50 verlaufende Stützschrauben 52, die eine Feineinstellung des Drucks zulassen, mit dem der Siebzylinder
gegen die Faserstoffbahn 22 gepresst wird. Zu diesem Zweck sind die Stützschrauben 52 mit zwei gegenläufigen Gewinden
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versehen (sh. Fig. I)1(He in entsprechende Gewindebohrungen
der Längsträger und der Lagerhebel 50 eingreifen. Das eine Ende der Siebzylinderwelle 30 ist durch den zugehörigen
Lagerhebel 50 hindurchgeführt und mit der Welle eines Antriebsmotors 54 verbunden.
Anhand der Figuren 3 bis 5 soll nun der Aufbau des Sieb-Zylinders
28 noch näher erläutert werden.
Zwischen der Wand des Innenzylinders 34, den Stegen 40 und den Mäanderringen 44 ergeben sich in Umfangsrichtung des
Siebzylinders 28 verlaufende Kanäle 60, die über an den Innenzylinder
34 angrenzende Öffnungen 62 in den Stegen 40 miteinander kommunizieren. Die im Abstand vom Innenzylinder 34
an den Stegen 40 befestigten Mäanderringe 44 weisen in ihren parallel zu diesen Stegen verlaufenden Abschnitten Ausnehmungen
64 auf, was den Vorteil mit sich bringt, dass auch dort, wo die Mäanderringe an den Stegen 40 befestigt sind,
die Dicke des das Siebgewebe 46 tragenden Gitterwerks nicht grosser als an anderen Stellen ist.
Auf den Längsträgern 14 ist ein als Ganzes mit 70 bezeichneter Saugkasten befestigt, der den sich nach oben bewegenden
Umfangsbereich des vom Antriebsmotor 54 in Pfeilrichtung
angetriebenen Siebzylinders 28 umfasst und über ein an einer Seitenwand angesetztes Saugrohr 72 mit einem Ventilator 74
verbunden ist, welcher im Saugkasten ein gewisses Vakuum aufrecht erhält. Zu diesem Zweck ist der Saugkasten gegenüber
dem Siebzylinder 28 abgedichtet, und zwar mittels zusammen mit dem Siebzylinder 28 sogenannte Spaltdichtungen
bildenden Leisten 78.
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Die erwähnten Spaltdichtungen sind bekannt und stellen nichts anderes als einen engen Spalt dar, der durch laufend
in den Spalt gelangendes Wasser abgedichtet wird.
In Laufrichtung des Siebzylinders hinter dem Saugkasten liegt ein weiterer Kasten 80, in dem ein sich längs des
Siebzylinders 28 erstreckendes Spritzrohr 82 angeordnet ist, mit dem Wasser gegen die Aussenseite des Siebzylinders 28
gespritzt wird, um das Siebgewebe 46 und das darunter liegende Tragwerk zu.reinigen. Der Abdichtung des Kastens
dient noch eine auf dem Siebzylinder 28 schleifende Filz-Abdichtlippe 84.
Am unteren Ende des Saugkastens 70 mündet in diesen ein Ablaufrohr 86, das bis in einen Siphon 88 hineinreicht,
dessen Überlaufkante 90 höher liegt als das untere Ende des Ablaufrohrs 86. Ein Ablaufrohr des Siphons 88 wurde mit
bezeichnet. Auf diese Weise wird erreicht, dass auch über das Ablaufrohr 86 keine Vakuumverluste eintreten können.
Wenn der Siebzylinder 28 auf die Faserstoffbahn 22 aufgepresst
wii^, tritt Wasser aus der Faserstoffbahn durch das
Siebgewebe 4.6 hindurch in den Raum zwischen Innenzylinder 34 und Siebgewebe 46 ein und wird durch das an diesen Raum
angelegte Vakuum auch bei schneilaufendem Siebzylinder daran gehindert, infolge der Zentrifugalkräfte wieder auf
die Faserstoffbahn 22 geschleudert zu werden. Bei Erreichen des Saugkastens 70 wird dieses Wasser durch
das Siebgewebe 46 hindurch gerissen und läuft dann ab.
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Das Maß der Entwässerung der Faserstoffbahn 22 nach oben
lässt sich durch das Vakuum im Saugkasten 70 und mittels der
Stützschrauben 52 durch Einstellung des vom Siebzylinder 28 auf die Faserstoffbahn ausgeübten Drucks regulieren.
Natürlich darf die erfindungsgemässe Egoutteureinrichtung
nicht gerade im Bereich eines der unter dem Langsieb 18 befindlichen Entwässerungselemente wie eines der Saugkasten
20 angeordnet, werden. . .. ' \
Aus dem Vorstehenden ergibt sich als wesentliches Merkmal der Erfindung, dass der Siebzylinder zwischen Siebgewebe
und Innenumfang des Innenzylinders mindestens eine sich längs des Siebzylinderumfangs erstreckende Vakuumkammer aufweist.
Diese wird nach aussen durch das Siebgewebe abgedichtet, in dessen Öffnungen die Adhäsion Wasser entgegen der Differenz
aus Zentrifugal- und Vakuumkräften zurückhält, ausgenommen an derjenigen Stelle, an der das Vakuum an den Siebzylinder
angelegt wird und das Wasser aus dem Siebgewebe herausreisst.
Claims (12)
1.1Egoutteureinrichtung zum Entwässern einer auf einem
Siebband einer Langsiebmaschine befindlichen Faserstoffbahn, mit einem auf die Faserstoffbahn auflegbaren,
drehbar gelagerten Siebzylinder (Egoutteurwalze) und einem
an diesem angeordneten Saugkasten zum Entwässern der Faserstoffbahn nach oben, da.durch gekennzeichnet,
dass der Saugkasten (70) an dem sich nach oben drehenden Umfangsbereich des SiebZylinders
(28) an dessen Aussenumfang angeordnet ist und dass er Siebzylinder ein seinen Aussenumfang bildendes Siebgewebe (46) und einen dieses tragenden, am Umfang geschlossenen
Innenzylinder (34) sowie zwischen diesem und dem Siebgewebe mindestens einen sich in Umfangsrichtung
erstreckenden Kanal (60) aufweist.
2. Egoutteureinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass auf dem Innenzylinder (34) in Umfangsrichtung des letzteren verlaufende Stege (40) angeordnet
sind, die das Siebgewebe (4 6) tragen und zwischen sich die Kanäle (60) bilden.
3. Egoutteureinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass einander benachbarte Stege (40) über
Brücken (42) miteinander verbunden sind, die einen radialen Abstand vom Innenzylinder (34) aufweisen und
das Siebgewebe (46) tragen.
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4. Egoutteureinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (40) von hochkant-stehenden,
gestreckten Blechringen gebildet sind.
5. Egoutteureinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Brücken (4 2) von hochkant-stehenden, mäanderförmig abgebogenen Blechringen (44) gebildet sind.
6. Egoutteureinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 7, dadurch- gekennzeichnet, dass die
Kanäle (60) in axialer Richtung über in den Stegen (40) vorgesehene Öffnungen (62) miteinander kommunizieren.
7. Egoutteureinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stegöffnungen (62) an. den Innenzylinder
(34) angrenzen.
8. Egoutteureinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die in radialer
Richtung gemessene Höhe der Kanäle (60) entsprechend der pro Umdrehung des Siebzylinders abzusaugenden Wassermenge
gewählt ist.
9. Egoutteureinrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Saugkasten (70) unten einen Ablauf (86) besitzt, der in einen Siphon (88) hineinragt, welcher einen Überlauf (90)
aufweist, dessen Überlaufkante höher als die Unterkante
des Saugkastenablaufs (86) liegt.
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10. Egoutteureinrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an eine Seitenwand des Saugkastens (70) ein zu einem
Ventilator (74) führendes Rohr (72) angeschlossen ist.
11. Egoutteureinrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Reinigung des Siebzylinders (28) in Drehrichtung des
Siebzylinders, hinter dem Saugkasten eine Wasserspritzvorrichtung (82) angeordnet ist.
12. Egoutteureinrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in Drehrichtung des Siebzylinders (28) vordere Begrenzung
des Saugkastens (70) nur geringfügig über dem unteren Scheitel des Siebzylinderumfangs liegt.
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