-
-
Haltebock zum Aufstellen von Baustützen
-
Die Erfindung betrifft einen Haltebock zum Aufstellen von Baustützen
mit mindestens drei auswärts und abwärts gerichteten Beinen und einer die Baustütze
umfassenden, gegenüber der Baustütze verspannbaren Fassung, zu welcher die Beine
um parallel zur Erstreckung der Baustütze liegende Achsen klappbar sind.
-
Ein derartiger Haltebook ist auf dem Markt bekannt, wobei die Beine
um relativ schwache Bolzen lagern. Die Gebrauchsstabilität solcher Halteböcke ist
daher gemindert.
-
Dem Gegenstand der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Haltebock
der vorausgesetzten Art so auszugestalten, daß neben einer herstellungstechnisch
einfachen Bauform eine hoch beanspruchbare Lagerung der Beine und eine stabile Abstützung
verwirklicht ist.
-
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß die Klappachsen von zwei übereinanderliegende
Fassungen verbindenden Stäben gebildet sind, von deren Mittelbereich die Beine ausgehen.
-
Zufolge derartiger Ausgestaltung ist ein gattungsgemäßer Haltebock
von erhöhtem Gebrauchswert angegeben. Die zwei durch die Stäbe mit Abstand zueinander
gehaltenen Fassungen erlauben ein genaues - Ausrichten der Baustützen, die ein Verkanten
derselben ausschließen. Ferner führt diese Ausgestaltung zu einer Materialeinsparung,
da auf lange durchgehende, das Gewicht des Haltebocks erhöhende Fassungen verzichtet
werden
kann. Die etwa vorri Mittelbereich der Stäbe ausgehenden Beine führen dabei zu einer
optimalen Abstützung der Baustrebe. Es können daher auch erhebliche auf die Bau
stütze wirkende Querkräfte schadfrei aufgenommen werden. Im übrigen können die Beine
mit den Stäben untereinander gleich ausgestaltet sein. Lediglich der eine Stab ist
fest mit den Fassungen verbunden, während die anderen beiden Stäbe klappbar zu diesen
angeordnet sind. So können die Beine bspw. zum Transport in eine deckende, wenig
Raum beanspruchte Lage geschwenkt werden. Auch begünstigt diese Ausbildung das Aufstellen
des Haltebocks nahe einer Wand oder einer Ecke.
-
Eine vorteilhafte Weiterbildung ist darin zu sehen, daß die Stäbe
als Rohre ausgebildet sind, die in Augen der Fassungen lagern. Einerseits erhält
man hierdurch Gewichtseinsparungen und andererseits eine stabile Lagerung der Stäbe.
-
Die Handhabung des Haltebocks ist dadurch erleichtert, daß die Mantelfläche
der Stäbe Anschlagsegmente trägt, deren Enden wechselweise gegen die Lageraugen-Befestigungsstellen
stoßen. Insbesondere erweist sich dieses beim Aufstellen des Haltebocks als vorteilhaft,
da mit Erreichen der Anschlagstellung die Beine die bestimmungsgerechte Abstützstellung
einnehmen.
-
Ferner wirkt sich stabilitätserhöhend aus, daß die Beine, Stäbe und
je eine von den Stäben zu den Beinen führende Stützstrebe einen starren Dreieckrahmen
bilden.
-
Ein weiteres günstiges Merkmal ist darin zu sehen, daß zwei benachbarte
Beine-dur-ch ein- die Anklappbewegung begrenzendes- Zugglied miteinander gekuppelt
sind, welches im Bereich einer zwischen den Fassungen iiegenden Ebene zwischen den
Beinen befestigt ist. Damit ist die Gefahr beseitigt, daß bei einer frei im Raum
stehenden Baustütze mit Haltebock jemand gegen ein Bein stößt, dieses zurückschwenkt
und die ganze Kon--struktion--zum Einsturz bringt. Diese Gefahr- ist beim Aufstellen
des Haltebocks an einer Wand oder in einer Ecke nicht so groß.
-
Verspannungstechnisch ist es günstig, daß die U-förmigen Fassungen
mit die U-Schenkel kreuzenden Verspannungskeilen ausgestattet sind, wobei der Steg
der U-förmigen Fassungen prismenförmig gestaltet ist und die Lageraugen-Befestigungsstellen
im Bereich der Prismenaußenecken sitzen.
-
Beim Einschlagen eines Keils in die Keildurchtrittsöffnung der U-Schenkel
erhält die Baustütze eine gleichmäßige dreikantartige Abstützung, die einen sicheren
Halt und eine zwingende Ausrichtung gewährleistet. Es können daher sowohl querschnittskleinere
als auch querschnittsgrößere Baustützen mit dem gleichen Haltbock gut aufgestellt
werden. Vorzugsweise ist der Abstand zwischen den beiden U-Schenkeln so groß gewählt,
daß handelsübliche Bau streben unterschiedlichen Durchmessers von einem Haltebock
erfaßt werden können. Die Anordnung der Lageraugen-Befestigungsstellen im Bereich
der Prismenaußenecken gestattet es, die abklappbaren Beine raumsparend in parallele
Lage zu dem dritten, die Fassungen tragenden Bein zu bringen.
-
Vorhandene Bauteile werden dadurch ausgenutzt, daß die axiale Lagensicherung
der Stäbe durch die Anschlagsegmente einerseits und die Stützstreben andererseits
gebildet ist.
-
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der
Fig. 1 bis 5 erläutert. Es zeigt: Fig. 1 eine Ansicht eines in Gebrauchsstellung
befindlichen Haltebocks bei strichpunktiert angedeuteter Baustütze, Fig. 2 eine
Ansicht gemäß Pfeilrichtung II in Fig. 1, Fig. 3 eine Draufsicht auf den Haltebock,
Fig. 4 eine Ausschnittsdarstellung im Bereich der unteren Fassung mit zugeordneten
Lageraugen und Fig. 5 einen Querschnitt durch den Haltebock oberhalb der unteren
Fassung.
-
Der Haltebock besitzt drei auswärts und schräg abwärts gerichtete
Beine 1, 2, 3. Diese gehen vom Mittelbereich von parallel zur Erstreckung einer
strichpunktiert dargestellten Baustütze 4 angeordneten Stäben 5, 6 und 7 aus. Die
Übergangsstellen sind verstärkt durch Muffen 8. Sowohl die Stäbe 5, 6, 7 als auch
die Beine 1, 2, 3 sind als Rohre kreisförmigen Querschnitts ausgebildet. Zwecks
Stabilitätserhöhung bilden die Beine 1, 2, 3 Stäbe 5, 6, 7 und je eine von den Stäben
zu den Beinen führende
Stützstrebe 9 einen starren Dreieckrahmen.
Diese Stützstreben 9 erstrecken sich in der Horizontalen und greifen nahe des unteren
Endes der Stäbe 5, 6, 7 an. Befestigt sind die Stützstreben 9 an den Stäben und
den Beinen durch Schweißnähte.
-
Der am Bein 1 festgelegte Stab 6 trägt endseitig zwei fluchtend übereinanderliegende
Fassungen 10, 11. Jede Fassung besteht aus zwei U-Schenkeln 12, 13 und einem U-Steg
14. Die U-Schenkel 12, 13 verlaufen parallel zueinander und enthalten je eine Keildurchtrittsöffnung
15 und 16, die sich in einer gemeinsamen horizontalen Ebene erstrecken. Von den
beiden Keildurchtrittsöffnungen ist die in dem U-Schenkel 13 befindliche Keildurchtrittsöffnung
15 die größere. Demgemäß ist der U-Schenkel 13 länger als der andere U-Schenkel
2 ausgebildet. Insbesondere ist aus Fig. 5 ersichtlich, daß sich die Keildurchtrittsöffnungen
15, 16 randseitig der U-Schenkel 12, 13 erstrecken.
-
Der die U-Schenkel 12, 13 verbindende U-Steg 14 ist prismenförmig
gestaltet und setzt sich zusammen aus den beiden dachförmig zueinander ausgerichteten
Prismenabschnitten 17, 18 gleicher Länge, welche Prismenabschnitte 17, 18 über einen
gerundeten Abschnitt 19 miteinander verbunden sind. Die Befestigung der Fassungen
10, 11 geschieht dabei auf Höhe dieses gerundeten Abschnitts derart, daß der Stab
6 außenseitig des gerundeten Abschnitts 19 veriäuft.
-
Die Prismenaußenecken E tragen Lageraugen 20, 21, in welche die Enden
der Stäbe 5 bzw. 7 drehbar eingreifen. Das untere Ende der Stäbe 5, 7 überragt die
Lageraugen 20 bzw. 21 um ein gewisses Maß. Auf
diesen überragenden
Abschnitten sind Anschlagsegmente 22 bzw. 23 festgelegt. Diese stellen in Verbindung
mit den Stützstreben 9 eine Lagensicherung der Stäbe 5, 7 dar, vergl. insbesondere
Fig. 4. Die Anschlagsegmente 22, 23 sind an den Stäben 5, 7 so angebracht, daß deren
Enden 22', 22" bzw. 23', 23" gegen die Lageraugen-Befestigungsstellen -beim Ausführungsbeispiel
Schweißnähte- stoßen. In der in Fig. 5 veranschaulichten Stellung, welche der Stützstellung
gemäß Fig. 3 entspricht, ist angedeutet, daß die Enden 22', 23' das Ausklappen der
Beine begrenzen. Werden die Beine 2, 3 in Parallellage zum Bein 1 geschwenkt, so
treten die anderen Enden 22", 23" der Anschlagsegmente 22, 23 in Funktion.
-
Um die Beine 2, 3, ausgehend von der Stützstellung gemäß Fig. 3, gegen
Anklappen zu sichern, sind beide Beine 2, 3 durch ein Zugglied 24 miteinander gekuppelt.
Letzteres ist in Form einer Kette ausgebildet und erstreckt sich im Bereich einer
zwischen den Fassungen 10, 11 liegenden Ebene zwischen den Beinen 2, 3. Das eine
Ende 24' dieses Zuggliedes 24 ist lösbar. Das Entkuppeln wird vorgenommen, wenn
die Beine 2, 3 angeklappt werden sollen.
-
ist eine Baustütze 4 mittels des Haltebocks zu fixieren, so sind vorerst
die Beine 2, 3 in die Stellung gemäß Fig. 3 zu schwenken, welche Schwenkbewegung
durch die Anschlagsegmente 22, 23 begrenzt wird.
-
Dann ist die Baustütze 4 in den Bereich der Fassungen 10, 11 zu bringen.
-
Danach sind in die Keildurchtrittsöffnungen 15, 16 der Fassungen 10,
11 Spannkeile 25 einzuschlagen, und zwar von den größeren Keildurchtritts-
öffnungen
15 her. Das Einschlagen geschieht in der Weise, daß die Keilschräge 26 der Baustütze
4 abgekehrt ist. Daher drückt die der Keilschräge 26- gegenüberliegende Keilfläche
27 gegen die Umfangsfläche der Baustütze 4. Sind die beiden in unterschiedlichen
horizontalen Ebenen zueinander liegenden Keile 25 eingetrieben, stützt sich die
Baustütze in den Bereichen P 1 und P 2 an den prismatischen Flächen 7, 8 sowie im
Bereich P 3 an den Keilen 25 ab. Die von diesen ausgeübten Belastungskräfte führen
demgemäß zu einer gleichmäßigen Kräfteverteilung unter zwangsläufiger genauer Ausrichtung
der Baustütze 4.
-
Soll die Baustütze 4 nahe einer Wand oder in einer Ecke untergebracht
werden, so können bei gelöstem Zugglied 24 die Beine 2, 3 entsprechend um die Lageraugen
20, 21 verschwenkt werden.
-
Alle in der Beschreibung erwähnten und in der Zeichnung dargestellten
neuen Merkmale sind erfindungswesentlich, auch soweit sie in den Ansprüchen nicht
ausdrücklich beansprucht sind.
-
Leerseite