DE3214059A1 - Kraftstoffzumesssystem fuer eine brennkraftmaschine - Google Patents
Kraftstoffzumesssystem fuer eine brennkraftmaschineInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
32U059
κ. 7005 i
6.U.1982 Mü/Pi
ROBERT BOSCH GMBH, ?0O0 STUTTGART 1
Kraftstoffzmae.ß system für eine Brennkraftmaschine
Stand der Technik ·,
Die Erfindung geht *us von einem Kraftstoffzumeßsystem mit
einer Einrichtung zum Regeln der Zusammensetzung des in die Brennräume einer Brennkraftmaschine gelangenden Kraftstoff-Luft-Gemisches
durch eine im Abgasstrom der Brennkraftmaschine angeordneten Sonde nach der Gattung des
Hauptanspruchs. Aus der DE-PS 2k 1+2 229 ist bereits ein derartiges Kraftstoffzumeßsystem bekannt, bei dem im Anschluß
an erreichte Umschaltpuakte eines der Regelung dienenden Integrators Ver&ögerungszeiten für dieses Umschalten vorgesehen
sind, damit eine gewisse Verschiebung des Gemisches in Richtung Fett in den optimalen Arbeitspunkt des nachfolgenden
Abgaskatalysators erreicht wird. Diese Verzögerungszeiten führen jedoch bei hc-her-frequenten Schaltspielen der
Abgassonde durch wiederholtes "Setzea. der Verzögerungszeit" zu
einer unerwünschten und unkontrollierten Pettverschiebung des Gemisches. Dies wiederum bringt eine erhebliche Verschlechterung
der Abgasergebnisse mit sieh, Verursacht werden die höher-frequenten Schaltvorgänge von einzelnen fetten oder
mageren Zylindern, vobei für die Gemischstreuung sowohl die Kraftstoffzumessung, als auch eine Pulsation der angesaugten
Luftmenge verantwortlicht sein kann* Durch geeignete Auswahl der Sondeneinbaustelle kann dieser Effekt in Folge einer
besseren Homogenisierua® des.'.Abgases weitgehend vermieden
--fc
--:-::":-:» 32Η059
werden. Wegen-anderer für den Einbau der Sonde maßgebenden
Randbedingungen (z. B. Temperatur, Einbauraum, Ansprechszeit)
ist dies jedoch nicht in allen Fällen zu vervirklichen.
Vorteile der Erfindung
Das erfindungsgemäße Kraftstoffzumeßsystem mit den Merkmalen
des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß auch bei höher-frequenten Spannungssprüngen der
Sonde eine zu starke Fettverschiebung des Gemisches vermie"den werden kann.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich in Verbindung mit den Unteransprüchen aus der nachfolgenden Beschreibung
ν.- der Ausführungsbeispiele.
Zeichnung
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung naher
erläutert. Es zeigen Fig. 1 ein grobes Blockschaltbild eines Einapritz-Regelsystems, Fig. 2 verschiedene Diagramme
zur Erläuterung der Erfindung, Fig. 3 ein Schaltbild für eine Realisierungsmöglichkeit eines Zeitgliedes
zum Bilden der Verzögerungszeit, Fig. h Diagramme zum Erläutern des Gegenstandes von Fig. 3 und Fig. 5 eine
prinzipielle Darstellung des erfindungswesentlichen Teils 1^" des Kraftstoffzumeßsystems bei digitaler Ausführung.
In Figur β ist ein veiteres Ausführungsbeispiel einer
Figur 3 entsprechenden Anordnung gezeigt; und die Figuren 7 und 8 stellen Impulsbilder zum Verdeutlichen
der Wirkungsweise des in Figur 6 gezeigten Gegenstandes
dar.
"' 32U059
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
Fig. 1 zeigt im Blockschaltbild die Grundstruktur eines
Kraftstoffzumeßsysteas, wobei der Kraftstoff drehzahlsynchron
intermittierend in das Saugrohr eingespritzt wird. Es sei
vorgehoben, daß die Art der Kraftstoffzumessung, ob Einspritzung
oder mittels einer Vergaseranlage, keinerlei Beschränkung für das erfindungsgemaße Kraftstoffzumeßsystem
bedeutet. Beim Gegenstand von Fig. 1 ist mit 10 ein Luftmengenmesser und mit 11 ein Drehzahlmesser bezeichnet.
Sie geben ihre Ausgangssignale an ein nachfolgendes Zeitgliedl 12 ab, dem wiederum eine Korrekturstufe
13 und schließlich wenigstens ein Einspritzventil 1U folgt. Eingangsgrößen der Korrekturetufe sind verschiedene
Betriebskenngrößen wie z.B. Temperatur, Beschleunigung und vor allem das aier wesentliche Korrektursignal für die
7^- -Regelung. Es gelangt über einen Eingang 15 in die
Signalverarbeitung innerhalb der Korrekturstufe 13. Zur
Realisierung der Λ-Regelung dienen eine Sonde 16 im Abgasrohr
der Brennkraftmaschine, sowie ein nachfolgender
Schwellwertschalter 17 und ein Integrator 18. Dabei erfaßt der Schwellwertschalter 17 die Sprünge im Ausgangssignal
der Sonde 16 und der nachfolgende Integrator 18 ändert
seine Integrationsrichtung in Folge einer Änderung im Ausgangssignal des Schwellwertschalters 17.
Für die erforderliche Fettversohiebung des Gemisches dient
noch ein Zeitglied 1$. Es beeinflußt das Ausgangssignal des Schwellwertschalter bzv. das Eingangssignal des nachfolgenden
Integrators in signalverlängerndem Sinne bei wenigstens einer Umschaltrichtung des Schwellwertschalters
17.
Die in Fig. 1 dargestellte Grundstruktur eines Einspritzsystems für eine Brennkraftmaschine ist z.B. aus der
DE-PS 2k k2 229 bekannt. Zum Verständnis der Erfindung ist
es angebracht, anhand der Signalve^rläufe von Fig. 2 die
Unterschiede von bekanntem und neuem aufzuzeigen.
^8 '·'" : ""*·:·" 32U1559
Fig, 2a zeigt das Ausgangssignal des der Sonde 16 nachgeschalteten
Schwellwertschalters 17. Die einzelnen Schaltschwellen geben den jeweiligen Übergang von einem fetten
zu einem mageren Gemisch und umgekehrt an.
In Fig. 2b ist das Ausgangssignal des Integrators 18 . dargestellt. Man erkennt eine jeweilige Verlängerung
der Aufwärtsintegration im Anschluß an einen Signalwechsel ins Positive des Signalverlaufs von Fig. 2a.
Diese Zeitverlängerung wird im folgenden auch Verzögerungszeit genannt, da sie einen Wechsel in der Integrationsrichtuag
verzögert. Zur besonderen Darstellung der Problematik ist in Fig. 2b die Verzögerungszeit tv als
sehr groß angenommen. Der gleiche Effekt ergibt sich jedoch bei höher-frequenten Schaltspielen der ^.-Sonde
in Folge von Unsymetrieen des Abgases. So ist es beispielsweise möglich, daß ein oder mehrere Zylinder ein ungleich
fetteres Gemisch erhalten als die anderen und dann tritt u.U. bei jedem Auspufftakt des oder der betreffenden
Zylinder ein entsprechendes Fett-Signal der Abgassonde auf, während zu Zeiten der Auspufftakte der übrigen
Zylinder ein mageres Gemisch signalisiert wird.
Erkennbar wird aus einem Vergleich der beiden Darstellungen von Fig. 2a und 2b der besondere Effekt einer konstanten
Verzögerungazeit tv. Bei einem ungünstigen Verhältnis von
Schaltfrequenz der Sonde und Größe der Verzögerungszeit tv
ergibt sich die aus Fig. 2b immer stärker werdende Anfettung des Gemisches. Sie währt so lange, bis die Verbrennungsrückstände
auch des letzten. Zylinders ein fettes Gemisch erkennen lassen und die Sonde kein zylinderspezifisches mageres
Signal mehr anzeigt.
Die aus Fig. 2b ersichtliche übermäßige Anfettung des Gemisches ist aus Abgasgründen nicht erwünscht. Sie läßt sich
vermeiden, wenn die Verzögerungszeit nicht konstant, sondern nach Ablauf einer ersten Verzögerungszeit mehr oder weniger
zurückgenommen oder auf 0 gesetzt wird. Erkennbar ist dies
* ν ν ν
aus dem Diagramm nach Fig. 2α. Dort läuft die erste
Verzögerungszeit tv1 normal ab, und anschließend wird für eine bestimmte Einflußzeitdauer (Fig. 2d) diese
Verzögerungszeit auf O reduziert» d.h. vollständig unterbunden.
Dabei kaan die Einflußzeitdauer entsprechend der Darstellung nach Fig. 2d variabel» insbesondere abhängig
von Betriebskenngrößen gehalten werden.
Gestrichelt gezeichnet ist im Diagramm der Fig. 2c als
Alternativlösung noch eine nicht auf O zurückgenommene auf die erste folgende Verzögerungsze'it tv2 sowie eine
entsprechende dritte Verzögerungszeit tv3.
Nach Ablauf der aus Fig. 2d ersichtlichen Einflußzeit
ist wieder der Ausgaagszustand erreicht. Dies bedeutet eine neuerliche Verzögerungszeit beim Auftreten eines
neuen Schaltspiels des Schwellwertschalters.
Ziel der Erfindung ist somit eine Reduzierung der Anfettung gemäß Fig. 2c im Vergleich, zur Darstellung von Fig. 2b.
Während im Zusammenhang mit Fig. 2d von einer Einflußzeit gesprochen wurde, kann Grundlage für diese Einflußzeit
selbstverständlich auch eine gewisse Anzahl von Schaltspielen sein. Deeweiteren kommt die Auszählung einer bestimmten
Anzahl von Umdrehungen der Brennkraftmaschine in Betracht. Schließlich verspricht auch eine schaltfreq.uenz
abhängige Verzögerungszeit tv gute Ergebnisse, da sich
der Grad der Anfettung beim Beispiel nach Fig. 2b nach der Schalthäufigkeit des !Comparators 17 von Fig. 1 richtet.
Ein Beispiel für das Zeitglied des Gegenstandes von Fig.
für die Reduzierung von Verzögerungszeiten im Anschluß an das Auftreten einer ersten Verzögerungszeit zeigt Fig.
~~<0 ■"■ : ■'" 32U059
Ihr Hauptbestandteil ist ein RC-Glied mit einem
Kondensator 22 und einem Widerstand 23. Diese RC-Kombination liegt unmittelbar von der Verbindung- .·...
stelle des !Comparators 17 Φ it dem Integrator 13 an Masse.
Das der Masseleitung abgewandte Ende des Widerstandes ist darüber hinaus über einen veränderbaren Widerstand 2U
mit dem Plus-Eingang eines Differenzverstärkers 25 und
dem Ausgang eines weiteren Differenzverstärkers 26 gekoppelt.
Vom Ausgang des ersten Differenzverstärkers 25 führt je ein Widerstand 27 und 28 zu einer Plus-Leitung
sowie zur Masse und ein Kondensator 30 zum Plus-Eingang des zweiten Differenzverstärkers 26. Dieser Plus-Eingang
ist über eine Parallelschaltung von Diode 31 und Widerstand 32 am Ausgang eines zwei-stufigen Spannungsteilers
aus drei Widerständen 33» 3^ und 35 angeschlossen, der
ebenfalls zwischen den Betriebsspannungsanschlüssen liegt und dessen zweiter Ausgang zum Minus-Eingang des Differenzverstärkers
26 geführt ist. Grundgedanke des Gegenstandes von Fig. 3 ist es, nach dem Auftreten der durch
den Kondensator 22 und den Widerstand 23 bestimmten ersten Verzögerungszeit einen zweiten Widerstand 2k dem Widerstand
23 parallel zu schalten und somit die nachfolgenden Verzögerungszeiten zu verkleinern. Dies entsprechen der
gestrichelt gezeichneten Darstellung der Verzögerungszeiten tv2 und tv3 bei Fig. 2c.
Erläutert wird der Gegenstand von Fig. 3 zweckmäßig anhand der beiden Impulsbilder von Fig. h. Figur ka. zeigt dabei
das Potential auf der Verbindungsleitung von Schwellwertschalter 17 und Integrator 18. Schaltet der Schwellwertschalter
17 sein Ausgangspotential auf einen niedrigeren Wert, dann bewirkt der Kondensator 22 als Energiespeicher
einer Verschleifung der Abfallflanke mit einer durch die
. . -λ f) a
"· "- 3-21Λ059
Werte des RC-Gliedes bestimmten Zeitkonstante. Das Signal
auf der Verbindungsleitung von Schwellwertschalter .17 und Integrator 18 wird mittels des Differenzverstärkers
auf einen Schwellwert hin abgefragt und wird dieser Schwel: wert unterschritten, dann geht sein Ausgangspotential auf
einen niedrigen Wert zurück. Dieser Spannungssprung wird über den Kondensator 30 auf den Plus-Eingang des nachfolgenden
Differenzverstärkers 26 übertragen,, worauf
hin auch dieser schaltet und sein Ausgangspotential absenkt. Eine Absenkung des Ausgangspotentials des
zweiten Differenzverstärkers 26 bewirkt im Endeffekt
jedoch eine Parallelschaltung des Widerstandes 2k zum Widerstand 23 und damit eine verkleinerte Zeitkonstante
dieses RC-Gliedes.
Gleichzeitig wirkt ein niedriges Atisgangspotential des
Differenzverstärkers 26 im Sinne einer Halteschaltung
auf dem ersten Differenzverstärker 25 und zwar solange,
bis sich der Kondensator 30 wieder in entsprechender Richtung aufgeladen und 3omit das Potential am Plus-Eingang
des Verstärkers 26 auf einen bestimmte.n Schwellwert wieder angehoben hat. Dieser Umladevorgang läuft
ab mit einer Zeitkonstante gemäß der Kapazität des Kondensators
30 und dem Widerstandswert wenigstens des Widerstandes 32. Während dieser Umladezeit liegt der
Widerstand 2k dem Widerstand 23 parallel und somit ergibt sich eine aus Pig. k&>
Ub ersichtliche kleinere Verzögerungszeit tv2.
Der Widerstand 2k des Gegenstandes von Fig. 3 ist variabel
eingezeichnet. Mit ihm läßt sich die Dauer der zweiten und nachfolgend Verzögerungszeit im Vergleich zur ersten Verzögerungszeit
einstellen. Die ges&ate Beeinflussungsdauer
hingegen (siehe Fig. 2d) richtet sieh z.B. nach dem Wert des Widerstandes 32 von Fig. 3.
ν ν *ί
Bei einem Wert des Widerstandes 2U gegen O läßt sich die
Verzögerungsdauer der zweiten und jeweils weiteren Verzögerungszeit
gegen O reduzieren. Voraussetzung ist dann jedoch, daß zwischen Verbindungsleitung von Schwellwertschalter
17 und Integrator 18 sowie der übrigen Beschaltung ein Widerstand eingesetzt wird, damit nicht während der
gesamten Beeinflussungsdauer das Ausgangssignal des Schwellwertschalters 17 kurzgeschlossen ist.
Das Ausmaß der Verringerung der einzelnen Verzögerungszeiten sowie die gesamte Beeinflussungsdauer sind brennkraftmaschinen-spezifisch
und müssen auf die einzelnen Gegebenheiten abgestimmt werden. Ihre Steuerung, abhängig
von Betriebskenngrößen, ist insofern möglich, als z.3. ihr Einfluß bei niedrigen Drehzahlen verstärkt wirken
soll. Dort nämlich wurde auch der im Zusammenhang mit J7Ig. 2 beschriebene Effek/b der Ungleichverteilung der
einzelnen Gemische bei einer mehrzylindrigen Brennkraftmaschine beobachtet.
Während die bisherigen Angaben zur Realisierung der Erfindung der analogen Schaltungstechnik zuzurechnen
sind, läßt sich die Erfindung selbstverständlich auch auf digitale Signalverarbeitungsanlage anwenden. Ein Beispiel
für den entsprechenden Teil eines elektronisch gesteuerten Kraftstoffzumeßsystems zeigt Fig. 5.
Hauptmerkmal des Gegenstandes von Fig. 5 ist ein Vor-Rückwärtszähler
kO, der die Punktion des Integrators 18
von Fig. 1 wahrnimmt. Der Ausgang des Schwellwertschalters 17 führt zu einem Eingang eines ODER-Gatters kl, das ausgangsseitig
mit dem Zählrichtungs-Bingang des Zählers UO gekoppelt
ist. Desweiteren schließt sich an den Ausgang des Schwellwertschalters 17 eine Reihenschaltung von Differenzierstufe k2,
32U059
Gatter U3, Zeitglied UU, Differenzierstufe U5 und weiteres
Zeitglied U6 an, wobei dieses weitere Zeitglied U6 ausgangsseitig über einen Inverter U? zum zweiten Eingang des UND-Gatters
U3 geschaltet ist. Der zweite Eingang des ODER-Gatters
Ul liegt schließlich noch am Ausgang des ersten Zeitgliedes UU. Dieses erste Zeitglied UU bestimmt die Dauer der ersten
Verzögerungszeit tv1, während das zweite Zeitglied U6 die Gesamfbeeinflussungsdauer entsprechend Fig. 2d
bestimmt. Eingriffsmöglichkeiten in beide Zeitglieder
kh und k6 deuten ihre Steuerbarkeit abhängig von Betriebskenngrößen
an.
Weist das Ausgangssignal des Schwellwertschalter*17 einen hohen Wert auf, soll definitionsgemäß
der Zähler UO in positiver Richtung zählen. Nach dem Auftreten einer negativen Signalflanke im Ausgangssignal
des Schwellwertschalter 17 schaltet das Differenzierglied
U2 und triggert das nachfolgende Zeitglied UU5 so daß für die Zeitdauer tv1 über das ODER-Gatter
Ui die Zählrichtung des Zählers U0 beibehalten wird. Nach Ablauf der Zeitdauer des Zeitgliedes kk
schaltet sich die Zählrichtung des Wählers um, sofern das Ausgangssignal des Schwellwertschalters 17 noch
einen hohen Wert aufweist.
Der Ablauf der ersten Zeitdauer im Zeitglied UU hat wiederum ein Triggern des zweiten Zeitgliedes k6 zur
Folge, so daß das UND-Gatter U3 aufgrund der Signalumkehr
im Inverter U7 sperrt und dadurch jedes weitere Triggern des ersten Zeitgliedes UU während der durch
das zweite Zeitglied U6 bestimmbaren Einflußdauer unterbleibt. Das sich ergebende Signalverhalten der Gesamtschaltung
von Fig. 5 entspricht demnach der Darstellung von Fig. 2c.
OO
AH
Die obengenannte Steuerung der Beeinflussungsdauer (Fig. 2d) läßt sich Z.B. auf die Häufigkeit der Schaltspiele des
Schwellwertschalters 17 dadurch umändern, indem das Zeitglied k6 durch einen Zähler mit nachfolgender Dekodierstufe
ersetzt wird und der Zähler vom Ausgangssignal des Schwellwertschalters 17 jeweils getriggert wird.
Die frequenzznäßige Abhängigkeit der Steuerung der Verzögerungszeit
wird dadurch erreicht, daß das Differenzierglied
h3 vor dem Zeitglied U6 durch eine Frequenzerkennungsschaltung
ersetzt wird und das Eingangssignal für diese Frequenzerkennungsschaltung z.B. unmittelbar vom
Ausgang des Schwellwertschalters 17 abgenommen wird.
Figur 6 zeigt im Schaltbild eine weitere Realisierungsmöglichkeit eines Zeitgliedes zum Bilden der Verzögerungszeit".
Mit 50 und 51 sind zwei Operationsverstärker
bezeichnet. Am Plus-Eingang des Operationsverstärkers 50 liegt ein konstantes Potential entsprechend
dem einer Klemme 52 an. Zwischen dieser Klemme 52 und der Masseleitung liegt ein Spannungsteiler aus zwei
Widerständen 53 und 5^. Die Verbindungsstelle der beiden
Widerstände 53 und 5^ ist über einen Widerstand 55 zum Minus-Eingang des Operationsverstärkers 50 geführt.
Die bereits aus Figur 3 bekannte Parallelschaltung von Widerstand 23 und Kondensator 22 liegt über
einen Kondensator 56 an der Verbindungsstelle der beiden
Widerstände 53 und 5^ und über eine Reihenschal11-tung
von Widerstand 57 und Diode 58 am Minus-Eingang
des Verstärkers 50. Vom Ausgang dieses Verstärkers 50 führt je eine Reihenschaltung von Diode 60 bzw. 6l
und Widerstand 62 bzw. 63 zum Plus- und Minus-Eingang des nachfolgenden Operationsverstärkers 51. Zusatz-
-' '■■■ " 32U059
AS
-W-
lich steht dieser Minus-Eingang über je einen Widerstand
65 und 66 mit der Plusleitung 29 bzw. der Masseleitung
in Verbindung. Sein Plus-Anschluß ist einmal über einen Widerstand 67 mit der Plusleitung 29 gekoppelt
und parallel zu diesem Widerstand 67 liegt eine Reihenschaltung von Diode 68 und Widerstand 69>
von deren Verbindungsstelle eine Diode 70 zu einer Anschlußklemme 71 für ein tp-Signal führt. Dieses
tp-Signal entspricht dem Ausgangssignal des Zeitgliedes 12 von Figur 1. Schließlich liegt noch vom
Plus-Eingang des Operationsverstärkers 51 ein Kondensator
72 gegen Masse. Ausgangsseitig steht der Operationsverstärker 51 mit der Koppelstelle des Widerstandes
51 mit der Diode 58 in Verbindung.
Erläutert wird die in Figur 6 dargestellte Schaltungsanordnung zweckmäßiger WejLjie anhand der Impulsbilder
von Figur 7 und 8.
Figur 7a zeigt das Ausgangssignal der Lambda-Sonde. Tiefes Potential dieses Signals bedeutet dabei mageres
und hohes Potential ein fettes Gemisch. Den Spannungsverlauf über dem Kondensator 22 zeigt Figur 7b. Bei
fettem Gemisch nimmt die Spannung über dem Kondensator 22 entsprechend der Zeitkonstante des RC-Gliedes
22, 23 ab und liegt bei magerem Gemisch auf hohem Potential. Der aus den Impulsbildern von Figur 7a
und b ersichtliche inverse Signalverlauf wird mittels eines Inverters lh nach dem Schwellwertschalter 17 erreicht.
Ferner zeigt Figur 7 unterschiedliche Abfall- und Anstiegsflanken, was mit der Dimensionierung der
Ausgangsstufe des Inverters 7^ zusammenhängt. Entsprechend
der Darstellung in Figur 7b ist eine verschleifte Abfallflanke und eine möglichst steile An-
stiegsflanke erwünscht.
Im Normalfäll besitzt der Ausgangspegel des Operationsverstärkers 50 einen hohen Wert. Mit der Anstiegsflanke
des Signals nach Figur 7b wird dessen Minus-Eingang kurzzeitig positiv gesteuert, so daß das Ausgangspotential
für eine kurze Zeitdauer entsprechend der Darstellung von Figur 7c zusammenbricht. Dieser Signalabfall
wird auf den nachfolgenden Operationsverstärker
51 übertragen. Infolgedessen bricht sein Ausgangssignal
zusammen und der Operationsverstärker 51 schaltet erst dann wieder, wenn aufgrund des Aufladevorganges
des Kondensators 72 die Spannung am Plus-Eingang des Verstärkers 51 einen bestimmten Schwellwert wieder
erreicht hat. Diese Verhältnisse sind in den Figuren 7d und e dargestellt.
Solange'am Ausgang des Operationsverstärkers 13 ein
Null-Signal anliegt, solange liegt schaltungsmäßig der Widerstand 57 dem Widerstand 23 parallel, so daß
die Abfallflanke im Signal von Figur 7b wesentlich steiler -wird. Aufgrund dieser Versteilerung verringert
sich auch die nachfolgende Verzögerungszeit tv2, die im Extremfall auf unendlich kleine Werte heruntergedrückt
werden kann. Nach Ablauf der aus Figur 7e ersichtlichen Zeitdauer wirkt für den Entladevorgang
des Kondensators 22 lediglich der Widerstand 23, so daß die ursprüngliche Zeitkonstante wieder zum Tragen
kommt.
Die Darstellung nach Figur 7 zeigt noch keinen Einfluß einer Lastabhängigkeit auf die Zeitdauer T von
Figur ?e. Werden über die Anschlußklemme 71 tp-Impulse
eingespeist, dann ergibt sich ein Signalver-
halten entsprechend Fi.^ur 8. Mit jedem t ρ- Impuls innerhalb
der Zeitdauer T wird der Kondensator 72 der Schaltungsanordnung von Fi ^ur 6 verstärkt aufgeladen, so'
daß sich die Gesamtdaier bis zu dem Erreichen des Schwell
wertes verkürzt, der r'ür das Schalten des Operationsverstärkers
51 maßgebend ist. Erkennbar ist dies aus" Figur 8e.
3eim AusführungsbeispL el von Figur 6 werden der Schaltungsanordnung
tp-Imp'.lse zugeführt. Sie entstammen dem
Zeitglied 12 von Figur 1 und entsprechen wertmäßig dem Quotienten Luftdurchsatz im Ansaugrohr geteilt durch die
Drehzahl. Es sind diet: Grundeinspritzimpulse. An ihrer
Stelle kann es «je nach Einzelfall auch zweckmäßig sein,
reine Drehzahlimpulse oder reine Tat timpulse zu verarbeiten
und außerdem Mischformen, die zusätzlich auch z.B. die Temperatur berücksichtigen.
Ferner ist möglich, den Operationverstärker 51 nicht als
Schalter, sondern als analog wirkenden Verstärker zu beschälten mit dem Ergebenes, daß die Verzögerungszeiten
*v nicht sprunghaft von kleinen Werten ausgehend wieder
erhöht werden, sondern nach stetiger Funktion. Möglich ist dies durch eine variable und steuerbare Ausgestaltung
z.B. der Widerstände 65 und 6f, die abhängig von
Betriebskenngrößen gewählt werden können.
Claims (1)
- «4 «ι32U059R 7 — -. —ι A Ό6.U.1982 Mü/PiROBERT BOSCH GMBH, 7OOO STUTTGART 1Ansprüche1J Kraftstoffzuaeßsy3tem mit einer Einrichtung zum Regeln der Zusammensetzung des in die Brennräume einer Brennkraftmaschine gelangenden Kraftstoff-Luft-Gemisches durch eine im Abgasstrom der Brennkraftmaschine angeordnete Sonde, wobei die Einrichtung einen Schwellwertschalter enthält, dem die Steuerspannung der Sonde zugeführt wird und dessen Ausgang mit dem Eingang eines je nach Ausgangssignal des Schwellwertschalter in wechselnden Richtungen integrierenden Integrators verbunden ist, dessen Ausgangssignal über den Eingang einer elektronischen Steuereinrichtung das Kraftstoff-Luft-Gemisch beeinflußt, wobei mit dem Ausgang des Schwellwertschalters eine Verzögerungseinrichtung verbunden ist, die bei einem wechselnden Signal am Ausgang des Schwellwertschalters für eine bestimmte einstellbare)32H059Λ t*. τ' 1 I ' . *f W wZeitdauer (Verzögerungszeit tv) die Umschaltung des Integrators von der einen Integrierrichtung zuwanderen Integrierrichtung verzögert, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei aufeinanderfolgende Verzögerungszeiten unterschiedliche Werte aufweisen.2. Kraftstoffzumeßsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach Ablauf einer ersten Verzögerungszeit nachfolgende Verzögerungszeiten kleiner sind.3. Kraftstoffzumeßsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach Ablauf der ersten Verzögerungszeit weitere für eine bestimmte Beeinflussungsdauer verkleinert oder unterbunden werden.k. Kraftstoffzumeßsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach Ablauf einer ersten Verzögerungszeit tv1 weitere für eine bestimmte Gesamtzahl von möglichen Verzögerungszeiten verkleinert oder unterbunden werden.5. Kraftstoffzumeßsystem nach Anspruch 3 oder k, dadurch gekennzeichnet, daß Verzögerungszeiten, Beeinflussungsdauer und Gesamtzahl Betriebskenngrößen abhängig ist.32U0596. Kraftstoff zumeßsysteai mit einer Lambda-Regelung ausgehend von der Abgaszusammensetzung, die integrationsvorgänge wechselnder Richtung mit umfaßt und der Richtungswechsel einer Art verzögerbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Anschluß an eine bestimmte Verzögerung folgende wenigstens verringerbar sind.7. Kraftstoffzumeßsystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß für eine bestimmte Zeitdauer (T)-im Anschluß an die erste Verzögerung (tv1) die folgenden wenigstens verringerbar sind.8. Kraftstoffzumeßsysten nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß für eine bestimmte Zeitdauer (T) im Anschluß an die erste Verzögerung die folgenden unterdrückt werden können.9. Kraftstoffzumeßsystem nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitdauer (T) betriebskenngrößenabhängig ist.10. Kraftstoff zumeßsystem nach Anspruch S9 dadurch, gekennzeichnet, daß als Betriebskenngröße die nicht korrigierte Einspritzzeit (tp) verarbeitet wird.11. Kraftstoffzumeßsystem nach. Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß als BetriebskenngrößTe ein Lastsignal Vervendung findet.12. Kraf tstof f ajumeßsystem nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitdauer fT) drehzahlabhängig13. Kraftstoffzumeßsystem nach venigstens einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitdauer wenigstens temperaturabhängig ist.14. Kraftstoffzumeßsystem nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Verringern der Verzögerungen variabel ist.15. Kraftstoffzumeßsystem nach Anspruch Ik, dadurch gekennzeichnet, daß das Verringern der Verzögerungen betriebskenngrößenabhängig ist.
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