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Beschlag zur Bildung von Eckwinkeln für die Verbindung von
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Hohlprofilen, insbesondere Abstandshaltern Die Erfindung bezieht sich
auf einen Beschlag zur Bildung von Eckwinkeln für die Verbindung von Hohiprofilen,
insbesondere Abstandshaltern, bestehend aus zwei in den Hohlraum der Profile eingreifenden,
mit Klemmelementen versehenen Beschlagteilen, die über einen eine Wandschwächung
aufweisenden Steg miteinander verbunden sind und die Arretierelemente aufweisen,
welche beim relativen Abwinkeln der Beschlagteile um die Wandschwöchung ineinandergreifen
und die Beschlagteile in der gewUnschten Winkelstellung gegeneinander fixieren.
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Für die Bildung von Abstandshalter-Rahmen werden üblicherweise Eckwinkel
aus Stahlblech, das auch federnde Eigenschaften besitzen kann, verwendet (DE-GM
76 08 213, CM 80 17 644 und DE-Pat.Anm.
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Die Anfertigung erfolgt unter Verwendung eines Bandstahles, das in
mehreren Arbeitsschritten nacheinander durch Stanzen und Biegen in die gewünschte
Form gebracht wird. Der letzte Arbeitsschritt ist die Abwinkelung der Eckwinkelschenkel.
Derartige Eckwinkel werden in fertiger Form ausgeliefert.
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Es ist aber auch schon bekannt, Beschläge aus Kunststoff zur Bildung
von Eckwinkeln herzustellen, welche die eingangs erwähnten Merkmale aufweisen. Die
einzelnen, zum Einschieben in die Hohlprofile bestimmten Beschlagteile erstrecken
sich bei diesen Beschlägen in gleicher Richtung hintereinander liegend. Sie sind
durch einen Steg miteinander verbunden, der eine Wandschwächung aufweist. Ifenn
man die einzelnen Hohlprofile auf die Beschlagteile aufschiebt, ist die Möglichkeit
gegeben, die Hohlprofile manuell gegeneinander zu schwenken, so daß sich die Beschlagteile
um die Wandschwöchung biegen.
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Die einen Schnappverschluß bildenden Arretierelemente, welche federnde
Zungen aufweisen, greifen rastenartig ineinander und fixieren dann die Beschlagteile
und damit auch die damit verbundenen Hohlprofile in der gewünschten Eckwinkelstellung.
Eine solche Gestaltung der Eckwinkel-Beschläge hat den Vorteil, daß sie ohne Nachbearbeitung
so, wie sie in einer Form hergestellt werden, ausgeliefert werden können, was zur
Verringerung des Versandvolumens führt. Nachteilig ist die komplizierte Form zur
Herstellung solcher Beschläge und die damit verbundenen Kosten, ganz abgesehen davon,
daß der Kunststoff nicht die erwünschte Stabilität vermittelt, wie sie bei Verwendung
von Eckwinkeln aus Stahlblech üblich ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einm Beschlag zur Bildung
von Eckwinkeln aus Stahlblech zu entwickeln, der die gleiche Biegsamkeit wie der
erwähnte Beschlag aus Kunststoff besitzen soll, jedoch einfacher und billiger herstellbar
ist, geringere Kosten verursacht und eine größere Steifigkeit im abgewinkelten Zustand
vermittelt.
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Ausgehend von dem bekannten Beschlag aus Kunststoff besteht die Erfindung
darin, daß der Beschlag aus Stahlblech besteht und die Beschlagteile als U-Profil
gestaltet sind, deren abgewinkelte Schenkel in Verlängerung der als Sollbiegelinie
ausgebildeten Wandschwöchung schlitzartig durchtrennt sind, wobei die Schenkel des
einen Beschlagteiles in einem dem Trennschlitz benachbarten Bereich um das Maß ihrer
Wandstärke stufenartig in ausgeprägt sind und diesem Bereich die Arretierelemente
aufweisen, die mit passenden Arretierelementen in den entsprechenden Schenkelbereichen
des anderen Beschlagteiles in abgebogener Stellung zusammenwirken.
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Ein derartiger Beschlag zeichnet sich durch hohe Steifigkeit und geringe
Kosten aus, obwohl der Beschlag um eine im Steg vorhandene Wandschwächung manuell
unter Zuhilfenahme der auf die Beschlagteile aufgesetzten Hohlprofile abbiegbar
ist. Gegenüber dem bekannten Eckwinkel aus Kunststoff bietet der erfindungsgemäße
Beschlag darüberhinaus den Vorteil der besseren Verkrallung im hohlprofil und der
besseren Haftung des Dichtungsmittels (Butyl), das in die Eckverbindung der Dichtung
wegen eingeführt w
Die geringen Kosten beruhen darauf, daß der erfindungsgemäße
Beschlag mit wenigen Arbeitsschritten aus einem Bandstahl herstellbar ist. Dadurch,
daß die Arretierelemente im Schenkel der Beschlagteile sich befinden, ergibt sich
beim Abbiegen der Beschlagteile automatisch eine gegenseitige Verhakung mit hoher
Formbeständigkeit und Steifigkeit, welche sich versteifend auf die Eckverbindung
der Hohlprofile auswirkt.
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Vorzugsweise sind die Arretierelemente des einen Beschlugteiles s
als durch Ausstanzung gebildete Federzungen und die Arretierelemente des anderen
Beschlagteiles als fensterartige Durchbrüche, in welche die Federzungen einrasten,
gestaltet. Demgemäß lassen sich die/5t'rretierelemente mit einfachen Stanz- und
Prögemaßnahmen ausbilden.
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Zufolge der stufenartigen Ausprägung einzelner Wandabschnitte an den
Schenkeln der Beschlagteile werden Anschläge gebildet, welche die Strangpreß-Hohlprofile
beim Aufschieben auf die Beschlagteile begrenzen.
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Um das Abbiegen der Beschlagteile zu erleichtern, ist im Rahmen eines
Ausführungsbeispieles der zwischen dem Trennschlitz und dem fensterartigen Durchbruch
befindliche Schenkelbereich in einer vom ausgeprögten Schenkelbereich wegstrebenden
Richtung geringfügig abgewinkelt. Die in Überlappung kommenden Schenkelbereiche
führen sich demgemäß beim Abwinkeln aneinander.
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Wenn am Übergang von der Sollbiegelinie in den einzelnen Trennschlitz
je eine lochartige Ausstanzung vorgesehen ist, wird vermieden, daß der Steg entlang
der Sollbiegelinie beim Abwinkeln der Beschlagteile einreißt.
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Im Rahmen einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Schenkel der Beschlagteile mit dem sie verbindenden Steg ein (im Querschnitt
gesehen) Trapez bilden, wobei die Innenwandflöchen der Schen kel und des Steges
einen Winkel kleiner als 900 bilden.
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Mit dieser Maßnahme wird erreicht, daß die Beschlagteile beim Abwinkeln
ihre U-Form bewahren und daß die Strangpreß-Hohlprofile ohne Schwierigkeit auf die
Beschlagteile aufgeschoben werden können.
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Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, wenn die ausgeprägten Schenkelbereiche
einander diagonal, bezogen au#die Sollbiegelinie gegenüber liegen.
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Auf diese Weise wird die Verspannung der sich überlappten Schenkelbereiche
verbessert.
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Man kann anstelle eines Trennschlitzes auch eine Einstanzung vornehmlich
keilförmiger Fläche vorsehen.
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Einzelheitxaer Erfindung sind in der Zeichnung schematisch und beispielsweise
dargestellt. Es zeigen: Figur 1: einen Längsschnitt durch eine Eckverbindung zwischen
zwei Hohlprofilen mit Hilfe eines Eckwinkels, Figur 2: eine Seitenanscht auf einen
Beschlag zur Bildung des Eckwinkels gemäß Fig. 1 in vergrößerter Darstellung, Figur
3: eine Draufsicht auf den Beschlag gemäß Fig. 2, Figur 4: eine Seitenansicht eines
aus dem Beschlag gebildeten Eckwinkels, etwa in natürlicher Größe, Figur 5: einen
Querschnitt durch ein Beschlagteil entlang der Linie V-V gemäß Fig. 4, Figur 6:
eine Unteransicht auf den Beschlag gemäß Fig.3 und Figur 7: eine Teilseitenansicht
des Beschlages mit einer keilförmigen Ausstanzung.
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Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist ein Eckwinkel 3 im Einbauzustand
mit zwei Hohlprofilen 1,2 im Längsschnitt gezeigt. Die Hohiprofile 1,2 können beispielsweise
Abstandshalter für den Fensterbau sein und aus Leichtmetall bestehen. Es wird von
gerollten Profilen aus gewalzten Stahlböndern ausgegangen, wenngleich auch Strangpreß-Hohlprofile
verwendet werden können. Der Eckwinkel 3 wird hingegen aus Stahlblech angefertigt.
Mit seinen beiden Beschlagteilen 5,6 ragt der Eckwinkel 3 in den Hohlraum der einzelnen
Hohlprofile 1,2 hinein, wobei Klemmelemente 7 vorgesehen sind, die sich widerhakenartig
an den Innenflächen der Hohlprofile 1,2 festkrallen. Diese Klemmelemente 7 sind
in übliches Weise durch Ausstanzungen 8 gebildet. Im Eckbereich 9 sind in den Schenkeln
der einzelnen Beschlagteile 5,6 Arretierelemente 10,11 in Form von Federzungen 10
und Durchbrüchen 11 vorgesehen, in welcher die Federzungen 10 einrasten.
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Die endgültige Form des Eckwinkels 3 gem. Fig. 1 wird aber erst an
der Montagestelle herbeigeführt. Ursprünglich weisen die Eckwinkel 3 die Form von
Beschlägen 4 gem. Fig. 2 und 3 auf, bei denen sich also die Beschlagteile 5,6 in
gleicher Richtung erstrecken. Die Winkelbildung der Beschlagteile 5,6 wird dadurch
herbeigeführt, daß die Hohlprofile 1,2 auf die Beschlagteile 5,6 aufgesetzt und
dann die Hohlprofile 1,2 manuell gegeneinander verschwenkt werden, was zur Abbiegung
der Beschlag teile 5,6 entlang einer vorgegebenen Sollbiegelinie 12 (vgl.Fig.2 und
3) führt.
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Wie den Fig. 2 und 3 zu entnehmen ist, sind die beiden Beschlagteile
5,6 voneinander durch einen Trennschlitz 13 getrennt, wobei davon ausgegangen wird,
daß der Beschlag 4 im Querschnitt U-förmig gestaltet ist und die Trennschlitze 13
sich in den Schenkeln 17 (vgl. Fig. 5) des Beschlages 4 befinden. Die Trennschlitze
13 bilden eine Verlängerung der Sollbiegelinie 12, die im Steg 18 des Beschlages
4 (vgl. Fig. 5) nach Art einer Sicke vorgesehen ist. Es handelt sich hierbei um
eine geringfügige Wandschwächung, die durch Einprägung linienförmiger Art entstanden
ist und die erzwingen soll, daß beim Abbiegen der Beschlagteile 5,6
eine
Knickung genau um die Sollbiegelinie 12 stattfindet. Am Ende der Sollbiegelinie
12 befindet sich jeweils eine lochartige Ausstanzung 16, welche verhindern soll,
daß der Steg 18 beim Abwinkeln einreißt.
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Jeweils ein an den Trennschlitz 13 angrenzender Bereich der Schenkel
17 weist eine stufenartige Ausprägung 14 entsprechend der Wandstärke der Schenkel
17 auf. Der andere, dem Trennschlitz 13 benachbarte Schenkelbereich besitzt eine
geringfügige Abwinkelung 15 (vgl. Fig. 6), die von der stufenartigen Ausprägung
14 wegstrebt. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß die zur Überlappung kommenden
Schenkelbereiche 14, 15 sich beim Abbiegen nicht gegeneinander behindern.
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Im vsführungsbeispiel befindet sich in jeder stufenartigen Ausprägung
14 den die Federzunge 10, wohingegen inider Ausprägung 14 zugeordneten Schenkelbereichen
der fensterartige Durchbruch 11 vorgesehen ist. Wie Fig. 3 und 6 zeigen, empfiehlt
es sich, die stufenartigen Ausprägungen 14 einander diagonal, bezogen auf die Sollbiegelinie
12, anzuordnen.
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Es versteht sich von selbst, daß die Lage der Federzungen 10 und Durchbrüche
11 so gewählt ist, daß beim Abbiegen der Beschlagteile 5, 6 um die Sollbiegelinie
12 ein Ineinandergreifen dieser Arretierelemente bei der gewollten Winkelstellung
stattfindet.
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Im übrigen ist in Fig. 4 dargestellt, daß der Eckwinkel 3 nach der
Erfindung an den Stirnseiten der Beschlagteile 5, 6 Verjungungen 20 und sonsiige
Formgebungen aufweisen kann, wie sie bei vorbekannten Eckwinkeln üblich sind.
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Stückliste 1 Hohlprofil 2 Hohlprofil 3 Eckwinkel 4 Beschlag 5 Beschlogteil
6 Beschlagteil 7 Klemmelement 8 Ausstanzung 9 Eckbereich 10 Arretierelement (Federzunge)
11 Arretierelement (Durchbruch) 12 Sollbiegelinie (Sicke) 13 Trennschlitz 14 stufenartige
ausprägung 15 Abwinkelung 16 lochartige Ausstanzung 17 Schenkel 18 Steg 19 keilförmige
Ausstanzung 20 Verjüngung