DE1509557A1 - Anordnung zum klemmenden Verbinden von Glasscheiben od.dgl. mit den Profilrahmen von Fenstern und Tueren - Google Patents
Anordnung zum klemmenden Verbinden von Glasscheiben od.dgl. mit den Profilrahmen von Fenstern und TuerenInfo
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Description
Um bei Türen und Fenstern mit Profilrahmen aus Leichtmetall undurchsichtige Einsätze und Glasscheiben auf einfache Weise mit den Rahmenprofilen zu verbinden, werden vielfach Glashalteleisten verwendet, die mittels Klemmklipsen an die Fenster- oder Türrahmen angedrückt werden. Auch sind sogenannte Glasleisten mit Knopfschraubenbefestigung bekannt, bei denen der Glasstärke entsprechende Knopfklemmschrauben am Fensterrahmen angebracht werden.
Diese bekannten Anordnungen haben den Nachteil, dass die Halteteile der Leisten an die vorbestimmten Punkte der Rahmenteile gebunden sind, und dass zur Erzeugung der verschiedenen Falzbreiten eine große Zahl verschieden breiter Glasleisten notwendig sind. Heute finden sehr unterschiedliche Glasstärken, insbesondere einfache oder doppelte Isolierglassorten Verwendung. Die Art und Dicke des verwendeten Glases hängt von den jeweiligen Umständen und sehr weitgehend von der gesamten Fläche des Glases ab. So können für kleine Fensterflächen beispielsweise Isolierglasscheiben von 18 mm Stärke benutzt werden, während bei entsprechend großen Fensterflächen die Scheiben eine Stärke von beispielsweise 24 mm aufweisen müssen.
Zur Anpassung an die verschiedenen Scheibenstärken musste man bisher, und zwar häufig erst beim Einbau, entweder die Knopfschrauben um den entsprechenden Unterschied der Scheibendicke vor- oder zurücksetzen, oder man musste durch Verwendung von Glasleisten verschiedener Breite einen Ausgleich vornehmen.
Diesen Schwierigkeiten zu begegnen, ist das Ziel der Erfindung. Sie besteht darin, dass zur Anpassung an unterschiedliche Arten und Stärken der Glasscheiben einige Glasleisten unterschiedlicher Bauhöhe mit übereinstimmenden Klemm- und Haltevorsprüngen und eine größere Zahl von Klemmhaltern mit übereinstimmenden Stütz- und Klemmvorsprüngen mit gleicher Anschlusslänge, bezogen auf die Anschlussstelle der Profilrahmen, jedoch mit unterschiedlicher Gesamtbaulänge dienen.
Da hierbei nur eine kleine Zahl von Glasleistenprofilen benötigt wird und die Anpassung an Ort und Stelle durch Einsetzen verschieden langer Klemmhalter erfolgen kann, wird das Einsetzen der Scheiben bei der Montage wesentlich erleichtert.
Von Bedeutung ist hierbei auch, dass die Klemmteile an Ort und Stelle von entsprechenden Profilstangen abgeschnitten werden können. Selbst dann, wenn die fertigen Klemmteile mitgeführt werden, ist es wenig zeitraubend, an Ort und Stelle die jeweils passenden Klemmteile herauszusuchen und ggf. bei Änderung der Glasdicke andere Klemmteile zu benutzen. Dieses Anpassen wird häufig dadurch verursacht, dass das Glas von einer fremden Firma geliefert wird und die Dicke
des angelieferten Glases nicht von vornherein bekannt ist.
In Weiterbildung der Erfindung wird die Anordnung so getroffen, dass die Klemmhalter, die in beiderseits am Rande abgedeckte Nuten der Profilrahmen einschieb- und festklemmbar sind, an der den Scheiben zugewandten Seite einen ein- oder zweiarmigen Klemmansatz mit je einer Längsnut je Arm aufweisen, auf den die Glasleiste aufklemmbar und mittels in die Nuten eingreifender Vorsprünge verrastbar ist.
Auf diese Weise wird die Montage der Scheiben in allen nur denkbaren Fällen außerordentlich erleichtert. Vorzugsweise weisen die Klemmhalter unterschiedliche Baulänge an die in die Nuten der Rahmenprofile einschiebbaren Teile anschließende abgekröpfte Vorsprünge verschiedener Länge auf. Diese Vorsprünge tragen ein- oder zweiarmige Klemmansätze.
Die verschiedene Länge der abgekröpften Vorsprünge der Klemmhalter ist von ausschlaggebender Bedeutung für die Anpassung an unterschiedliche Scheibendicken. Der leichten Montage und der weiteren Anpassung an die verschiedenen Arten von Scheiben dient es, dass erfindungsgemäß die Glasleisten ein U-förmiges, die Klemmansätze umgreifendes Profil aufweisen und entweder unmittelbar oder mittels unterschiedlich langer Ansatzteile in Ausnehmungen untergebrachte Dichtstreifen zum Halten der Glasscheiben tragen.
Sehr häufig, beispielsweise bei zweiflügeligen Türen, ist es erwünscht, dass die Scheiben der aneinander vorbei schwingenden Türflügel mittig angeordnet sind. Um das zu erreichen, dienen
erfindungsgemäß zur Halterung von mittigen Scheiben zwei Glasleisten und zwei miteinander abwechselnd und einander entgegengesetzt gerichtet in die Nut eingesetzte Klemmteile, von denen der eine einen zweiarmigen und der andere einen einarmigen Klemmansatz aufweisen, wobei eine der beiden Glasleisten den zweiarmigen Klammansatz umgreift, während die andere Glasleiste den einarmigen Klemmansatz umfasst und sich an einer Verlängerung des Rahmenprofils abstützt.
Nachstehend werden einige Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. In dieser zeigen die Fig. 1 bis 6 Querschnitte von Rahmenprofilen mit verschiedenen Glasstärken angepassten Glasleisten und Klemmteilen,
Fig. 7einen Querschnitt eines Rahmenprofils mit der mittigen Halterung einer Glasscheibe angepassten Glasleisten und mit einteiligen Klemmteilen,
Fig. 8 eine räumliche, teilweise geschnitten gezeichnete Darstellung der Anordnung nach Fig. 7.
Fig. 9 u. 10 räumliche Darstellungen der Klemmteile mit einarmigem bzw. zweiarmigem Klemmansatz.
Die in der Zeichnung in Verbindung mit den erfindungsgemäßen Halteteilen dargestellten Fenster- und Türprofilrahmen sind an den, mit weiteren Profilen zu verbindenden Seiten je nach der Art dieser Profile sehr unterschiedlich gestaltet. An ihren, den Fensterscheiben zugewandten Seiten sind sie dagegen grundsätzlich gleichartig gestaltet und weichen voneinander nur bezüglich der Abmessungen ab, die von Art und Stärke der einzusetzenden Scheiben bzw. Füllungen abhängen.
Das in Fig. 1 dargestellte kastenförmige Profil 1 weist eine Außenwand 2, eine Innenwand 3 und eine Querwand 4 auf. Die Außenwand 2 ist in geringem Abstand von der Querwand 4 mit einem Längssteg 5 versehen und verlängert sich zu einem flanschartigen Fortsatz 6, der eine Ausnehmung für einen elastischen Dichtstreifen 7 bildet.
Die Innenwand 3 weist einen Vorsprung 8 mit einem Längssteg 9 auf, der dem Längssteg 5 der Außenwand 2 gegenüberliegt und mit diesem die Ränder einer breiten Nut 10 der Querwand 4 abdeckt.
In diese Nutz 10 sind in bestimmten Abständen Klemmhalter 11 einsetzbar, die je ein abgeschrägtes Ende 12, einen schräg zur Querwand 4 gerichteten Vorsprung 13, einen nach der gleichen Seite gerichteten Winkelvorsprung 14, halbrunde Nuten 15 und zwei nach der anderen Seite gerichtete, einen Klemmansatz bildende federnde Arme 16 aufweisen.
Der Klemmhalter 11 wird mit seinem abgeschrägten Ende 12 oben hinter den oberen Längssteg 5 geschoben, mit seinem unteren Ende über den unteren Längssteg 9 in die Nut 10 eingeführt und zurückgeschoben. Er wird in dieser Lage durch zwei vorher oben und unten in die Nut 10 eingelegte elastische Dichtstreifen 17, 18 elastisch gegen die beiden Längsstege 5 und 9 gedrückt und auf diese Weise sicher gehalten.
Auf die beiden Arme des Klemmansatzes 16 ist eine im Querschnitt U-förmige Glasleiste 19 aufgeklemmt, deren freie U-Schenkel mittels halbrunder Vorsprünge 20 elastisch in die Nuten 15 einschnappen. Der obere Schenkel der Glasleiste 19 bildet eine Ausnehmung, in die ein elastischer
Dichtstreifen 21 eingelegt werden kann. Die nur strichpunktiert angedeutete Isolierglasscheibe 22 wird zwischen den beiden gegenüberliebenden Dichtstreifen 7 und 21 elastisch und dicht gehalten.
Gemäß Fig. 2 soll bei dem gleichen Profilrahmen 1 und mittels der gleichen Klemmhalter 11 eine starke Einfachscheibe 23 gehalten werden. Um das zu ermöglichen, wird eine Glasleiste 24 verwendet, die weitgehend mit der Glasleiste 19 übereinstimmt, sich von dieser jedoch dadurch unterscheidet, dass sie einen nach innen vorspringenden, rechtwinkligen Ansatz 25 aufweist, und dass dieser Ansatz die Ausnehmung zur Aufnahme des Dichtstreifens 21 bildet.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 hat das Rahmenprofil 26 eine geringere Stärke als das Profil 1 gemäß den Fig. 1 und 2. Außerdem hat auch die einzusetzende Isolierglasscheibe 27 eine geringere Dicke als in Fig. 1. Bei Verwendung der gleichen Glasleiste 19 wie in Fig. 1 werden die eben erwähnten Unterschiede dadurch ausgeglichen, dass andere Klemmhalter 28 eingesetzt werden. Bei diesen ist die der Breite der Nut 10 der Querwand 29 des Profils 26 entsprechende Länge die gleiche wie vorher, jedoch hat der, den Klemmansatz 16 tragende Teil des Klemmhalters 28 eine geringere Länge.
Anders bei dem in Fig. 4 dargestellten, sehr starken Profilrahmen 29, der eine Doppel-Isolierscheibe oder eine Doppelfüllung 30 aufnimmt. Hier werden bei Verwendung der gleichen Glasleiste 19 Klemmhalter 31 eingesetzt, bei denen die, die
federnden Arme 16 tragenden Teile eine erheblich größere Länge besitzen.
Sollen bei dem gleichen Profilrahmen 29 schwächere Scheiben 32 bzw. 33 eingesetzt werden, dann können, vgl. Fig. 5 und 6, die gleichen Klemmhalter 31 wie vorher benützt werden. Der Dickenausgleich erfolgt hier durch Verwendung von unterschiedlichen Glasleisten 34, 35, die ähnlich wie bei der Anordnung nach Fig. 2 entsprechend verlängerte Ansätze 36, 37 aufweisen, die dann wiederum die Ausnehmungen zur Aufnahme der Dichtstreifen 7 und 21 bilden.
Die in den Fig. 7 bis 10 dargestellte Ausführungsform der Erfindung bezieht sich auf den Zusammenbau von Profilen für zweiflügelige Türen, bei denen die Scheiben genau mittig angebracht sein müssen. Hier ist ein kastenförmiges Rahmenprofil 38 vorhanden, das an der einer Verbundscheibe 39 zugewandten Seite genauso ausgebildet ist wie die in den Fig. 1 bis 6 dargestellten Rahmenprofile. Hier sind in die Nut 10 des Rahmenprofils 38 miteinander abwechselnd und einander entgegengerichtet zwei Arten von Klemmhaltern eingesetzt, nämlich einerseits die vorstehend geschilderten, zweiarmige Klemmansätze 16 aufweisende Klemmhalter 11 und andererseits Klemmhalter 40 mit einarmigen Klemmansätzen 41. Diese Klemmhalter 40 weisen nach innen gerichtete halbrunde Nuten 42 und nach außen gerichtete ausgekehlte Stützstege 43 auf.
Mit Hilfe der Klemmhalter 11 wird eine Glasleiste 34 festgeklemmt, die mittels ihres Ansatzes 36 und dem in diesem untergebrachten Dichtstreifen 21 die Verbundscheibe 39 von der einen Seite her abstützt.
Mit Hilfe der Klemmhalter 40 und einer Verlängerung 44 der Außenwand des Rahmenprofils 38 wird eine Glasleiste 45 festgeklemmt, die mit einem Ansatz 46 mit den ausgekehlten Stütztstegen 43 der Klemmhalter 40 zusammenwirkt und mit einem halbrunden Vorsprung 47 in die Nuten 42 der Klemmhalter 40 eingreift. Die Glasleiste 45 stützt mit ihrem Dichtstreifen 7 die Verbundscheibe 39 von der anderen Seite her ab.
Die Fig. 8 bis 10 zeigen die Anordnung nach Fig. 7 sowie die Klemmhalter 16 und 40 in räumlicher Darstellung.
Claims (5)
1. Anordnung zum klemmenden Verbinden von Glasscheiben o. dgl. mit den Profilrahmen von Fenstern und Türen mittels Glasleisten und Klemmteilen, dadurch gekennzeichnet, dass zur Anpassung an unterschiedliche Arten und Stärken der Glasscheiben einige Glasleisten (19, 24, 34, 35, 45) unterschiedlicher Bauhöhe mit übereinstimmenden Klemm- und Haltevorsprüngen (20, 46, 47) und eine größere Zahl von Klemmhaltern (11, 28, 31, 40) mit übereinstimmenden Stütz- und Klemmvorsprüngen (13, 14, 16, 41) mit gleicher Anschlußlänge bezogen auf die Anschlussstelle (10) der Profilrahmen (1, 26, 29, 38), jedoch mit unterschiedlicher Gesamtbaulänge dienen.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmhalter, die in beiderseits am Rande abgedeckte Nuten (10) der Profilrahmen (1, 26, 29, 38) einschieb- und festklemmbar sind, an der den Scheiben (22, 23, 27, 30, 32, 33, 39) zugewandten Seite einen ein- oder zweiarmigen Klemmansatz (16, 41) mit je einer Längsnut (15, 42) je Arm aufweisen, auf den die Glasleiste (19, 24, 34, 35, 45) aufklemmbar und mittels in die Nuten (15, 42) eingreifender Vorsprünge (20, 46, 47) verrastbar ist.
3. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmhalter (11, 28, 31, 40) an die in die Nuten (10) der Rahmenprofile (1, 26, 29, 38) einschiebbaren Teile anschließende abgekröpfte Vorsprünge verschiedener Länge aufweisen, und dass diese Vorsprünge die ein- oder zweiarmigen Klemmansätze (16, 41) tragen.
4. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasleisten (19, 24, 34, 35, 45) ein U-förmiges, die Klemmansätze (16, 41) umgreifendes Profil aufweisen, und entweder unmittelbar oder mittels unterschiedlich langer Ansatzteile (25, 36, 37) in Ausnehmungen untergebrachte Dichtstreifen (7, 21) zum Halten der Glasscheiben (22, 23, 27, 30, 32, 33, 38) tragen.
5. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Halterung von mittigen Scheiben zwei Glasleisten (34, 35) und zwei miteinander abwechselnd und einander entgegengesetzt gerichtet in die Nut (10) eingesetzte Klemmteile (11, 40) dienen, von denen der eine (11) einen zweiarmigen (16) und der andere einen einarmigen (41) Klemmansatz aufweisen, wobei eine (34) der beiden Glasleisten (34, 45) den zweiarmigen Klemmansatz (16) umgreift, während die andere Glasleiste (45) den einarmigen Klemmansatz (41) umfasst und sich an einer Verlängerung (44) des Rahmenprofils (38) abstützt.
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