DE3211890C2 - Beschlag zur Bildung von Eckwinkeln für die Verbindung von Hohlprofilen, insbesondere für Abstandshalterahmen - Google Patents
Beschlag zur Bildung von Eckwinkeln für die Verbindung von Hohlprofilen, insbesondere für AbstandshalterahmenInfo
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Abstract
Die Erfindung befaßt sich mit einem aus Stahlblech profilierten Beschlag (4) zur Bildung von Eckwinkeln (3) für Rahmen. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Eckwinkeln wird der erfindungsgemäße Beschlag (4) lediglich zu einem U-Profil geformt, in dessen Schenkeln (17) ein Trennschlitz (13) und daran anschließend im Steg (18) eine Sollbiegelinie (12) sich befindet. Ein dem Trennschlitz (13) benachbarter Bereich der Schenkel (17) ist um das Maß der Wandstärke stufenartig ausgeprägt (14). In diesem ausgeprägten Bereich (14) und in dem gegenüberliegenden Schenkelbereich jenseits des Trennschlitzes (13) befinden sich Arretierelemente (10, 11) die beim Biegen des U-Profil-Beschlages (4) um die Sollbiegelinie (12) ineinander rasten und die Winkelstellung fixieren. Dieses Biegen wird bei der Montage der Rahmen vorgenommen, wobei die auf den Beschlag (4) aufschiebbaren Hohlprofile als Hebelarm dienlich sind.
Description
Darstellung,
Fig.3 eine Draufsicht auf den Beschlag gemäß
Fig. 2,
F i g. 4 eine Seitenansicht eines aus dem Beschlag gebildeten Eckwinkels,
F i g. 5 einen Querschnitt durch ein Beschlagteil entlang der Linie V-V gemäß F i g. 4,
Fig.6 eine Unteransicht auf den Beschlag gemäß
F i g. 3 und
F i g. 7 eine Teilseitenansicht eines Beschlages mit einer keilförmigen Ausstanzung.
Im Ausführungsbeispiel der F i g. 1 ist ein Eckwinkel 3
im Einbauzustand mit zwei Hohlprofilen 1,2 im Längsschnitt gezeigt Die Hohlprofile 1, 2 können beispielsweise
Abstandhalter für den Fensterbau sein und aus Leichtmetall bestehen. Es wird von gerollten Profilen
aus gewalzten Stahlbänden ausgegangen, wenngleich auch Strangpreß-Hohlprofile verwendet werden können.
Der Eckwinkel 3 wird hingegen aus Stahlblech angefertigt Mit seinen beiden Schenkeln 5, 6 ragt der
Eckwinkel 3 in den Hohlraum der einzelnen Hohlprofile I9 2 hinein, wobei Klemmelemente 7 vorgesehen sind,
die sich widerhakenartig an den Innenflächen der Hohlprofile 1, 2 festkrallen. Diese Klemmelemente 7 sind in
üblicher Weise durch Ausstanzungen 8 gebildet Im Eckbereich 9 sind in den Schenkeln 5,6 Arretierelemente
in Form von Federzungen 10 und Durchbrüchen 11 vorgesehen, in weichen die Federzungen 10 einrasten.
Die endgültige Form des Eckwinkels 3 gemäß F i g. 1 wird aber erst an der Montagestelle herbeigeführt Ursprünglich
weisen die Eckwinkel 3 die Form von Beschlägen 4 gemäß F i g. 2 und 3 auf, bei denen sich also
die Schenkel 5, 6 in gleicher Richtung erstrecken. Die Winkelbildung der Schenkel 5,6 wird dadurch herbeigeführt,
daß die Hohlprofile 1, 2 auf die Schenkel 5, 6 aufgesetzt und dann die Hohlprofile 1,2 manuell gegeneinander
verschwenkt werden, was zur Abbiegung der Schenkel 5,6 entlang einer vorgegebenen als Sollbiegelinie
dienenden Wandschwächung 12 (vgl. Fi g. 2 und 3) führt.
Wie den F i g. 2 und 3 zu entnehmen ist, sind die beiden Schenkel 5,6 voneinander durch Ausstanzungen 13
getrennt, wobei davon ausgegangen wird, daß der Beschlag 4 im Querschnitt U-förmig gestaltet ist und die
Ausstanzungen 13 sich in den U-Schenkeln 17 (vgl. F i g. 5) des Beschlages 4 befinden. Die Ausstanzungen
13 bilden eine Verlängerung der Sollbiegelinie 12, die im Steg 18 des Beschlages 4 (vgl. Fig.5) nach Art einer
Sicke vorgesehen ist. Es handelt sich herbei um eine geringfügige Wandschwächung, die durch Einprägung
linienförmiger Art entstanden ist und die erzwingen soll, daß beim Abbiegen der Beschlagteile 5,6 eine Knickung
genau um die Sollbiegelinie 12 stattfindet. Am Ende der Sollbiegelinie 12 befindet sich jeweils eine lochartige
Ausstanzung 16, welche verhindern soll, daß der Steg 18 beim Abwinkein einreißt.
Jeweils ein an die Ausstanzung 13 angrenzender Schenkelbereich 14 der Schenkel 5,6 weist eine stufenartige
Ausprägung entsprechend der Wandstärke der U-Schenkel 17 auf. Der Rand des anderen, den fensterartigen
Durchbruch 11 aufweisenden Schenkelbereichs besitzt eine geringfügige Abwinkelung 15 (vgl. Fig.6),
die von der stufenartigen Ausprägung wegstrebt. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß die zur Überlappung
kommenden Schenkelbereiche 14, 15, sich beim Abbiegen nicht gegeneinander behindern.
Im Ausführungsbeispiel befindet sich in jeder stufenartigen
Ausprägung 14 die Federzunge 10, wohingegen in den der Ausprägung 14 zugeordneten Schenkelbereichen
der fensterartige Durchbruch 11 vorgesehen ist Wie F i g. 3 und 6 zeigen, empfiehlt es sich, die stufenartigen
Ausprägungen 14 einander diagonal, bezogen auf die Sollbiegelinie 12, anzuordnen.
Es versteht sich von selbst, daß die Lage der Federzunge
10 und Durchbrüche 11 so gewählt ist, daß beim Abbiegen der Schenkel 5,6 um die Sollbiegelinie 12 ein
Ineinandergreifen dieser Arretierelemtnte bei der gewollten Winkelstellung stattfindet
Im übrigen ist in F i g. 4 dargestellt, daß der Eckwinkel
3 an den Stirnseiten der Schenkel 5,6 Verjüngungen 20
und sonstige Formgebungen aufweisen kann, wie sie bei vorbekannten Eckwinkeln üblich sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Beschlag zur Bildung von Eckwinkeln für die durch eine bereits geringe Auslenkung der Federzunge
Verbindung von Hohlprofilen, insbesondere für Ab- 5 die Verbindung wieder gelöst wird. Außerdem würde
Standhalterrahmen, bestehend aus einem in den das Abbiegen der Beschläge mit Hilfe der zu verbinden-Hohlraumi
der Hohlprofile einschiebbaren U-Profil, den und auf die Beschläge aufgeschobenen Hohlprofile
dessen Steg im Bereich der zu bildenden Eckkante deshalb erschwert sein, weil keine Begrenzung für die
des Eckwinkels eine innenseitige, als Sollbiegestelle Aufschiebebewegung vorhanden ist Ein zu weit auf den
dienende Wandschwächung und dessen Schenkel in io Schenkel des Beschlages aufgeschobenes Hohlprofil
Fortsetzung der Wandschwächung jeweils eine Aus- würde das Abbiegen blockieren und könnte nur unter
stanzung aufweisen, wobei in den an die Ausstan- Gefahr der Verbiegung des Eckwinkels wieder in die
zungen angrenzenden Schenkelbereichen als Feder- Sollstellung zurückgebracht werden, weil bei Stahlzunge
und! Durchbruch ausgebildete, beim Abbiegen blech-Beschlägen widerhakenartige Kiemmittel für die
des U-Profils um die Wandschwächung ineinander- 15 reibschlüssige Verbindung mit den Hohlprofilen üblich
einrastende Arretierelemente angeordnet sind, d a - sind.
durch gekennzeichnet, daß der mit Klemm- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Be-
elementen (7) versehene Beschlag aus Stahlblech ge- schlag entsprechend dem Oberbegriff des Patentan-
bildet ist, daß jeweils ein Schenkelbereich (14) eines Spruches 1 zu schaffen, der aus Stahlblech hergestellt
Schenkels (5,6) um das Maß seiner Wandstärke stu- 20 und mit KJemmittel für die reibschlüssige Verbindung
fenartig ausgeprägt ist, daß die Federzungen (10) im mit den Hohlprofilen versehen werden kann und mit
ausgeprägten Schenkelbereich (14) angeordnet und dem dennoch ein stabiler formtreuer Eckwinkel gebil-
die zugeordneten Durchbrüche (11) fensterartig aus- det werden kann,
gebildet sind. Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die
2. Beschlag nach Anspruch 1, dadurch gekenn- 25 im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 angezeichnet,
daß die ausgeprägten Schenkelbereiche gebenen Merkmale gelöst
(14) einander diagonal, bezogen auf die Wandschwä- Der erfindungsgemäße Beschlag zeichnet sich durch
chung (12) gegenüberliegen. hohe Steifigkeit und geringe Kosten aus, obwohl der
3. Beschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge- Beschlag um eine im Steg vorhandene Wandschwäkennzeichnet,
daß der Rand (15) des den fensterarti- 30 chung manuell unter Zuhilfenahme der auf die Begen
Durchbruch (11) aufweisenden Schenkelberei- schlagteile aufgesetzten Hohlprofile abbiegbar ist. Geches
in einer vom ausgeprägten Schenkelbereich genüber dem bekannten Eckwinkel aus Kunststoff bie-(14)
wegstrebenden Richtung geringfügig abgewin- tet der erfindungsgemäße Beschlag darüber hinaus den
kelt ist. Vorteil der besseren Verkrallung im Hohlprofil und der
4. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da- 35 besseren Haftung des Dichtungsmittels (Butyl), das in
durch gekennzeichnet, daß die Wandschwächung die Eckverbindung der Dichtung wegen eingeführt wird.
(12) an ihren Enden in eine lochartige Ausstanzung Die geringen Kosten beruhen darauf, daß der erfinde)
übergeht, dungsgemäße Beschlag mit wenigen Arbeitsschritten
5. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 4, ge- aus einem Bandstahl herstellbar ist. Dadurch, daß die
kennzeichnet durch eine schlitz- oder keilförmige 40 Arretierelemente im Schenkel der Beschlagteile sich be-Ausstanzung
(13,19). finden, ergibt sich beim Abbiegen der Beschlagteile automatisch
eine gegenseitige Verhakung mit hoher
Formbeständigkeit und Steifigkeit, welche sich versteifend auf die Eckverbindung der Hohlprofile auswirkt
45 Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, wenn die ausge-
45 Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, wenn die ausge-
Die Erfindung bezieht sich auf einen Beschlag zur prägten Schenkelbereiche einander diagonal, bezogen
Bildung von Eckwinkeln für die Verbindung von Hohl- auf die Wandschwächung gegenüber liegen. Auf diese
profilen, insbesondere für Abstandhalterrahmen, ent- Weise wird die Verspannung der sich überlappenden
sprechend dem Oberbegriff von Patentanspruch 1. Schenkelbereiche verbessert.
Ein solcher Beschlag ist aus der DE-OS 21 16 743 be- 50 Um das Abbiegen der Beschlagteile zu erleichtern,
kanntgeworden. Er besteht aus Kunststoff. Seine Sehen- kann der Rand des den fensterartigen Durchbruch auf-
kel sind auf Gehrung bis in den Steg ausgestanzt. Am weisenden Schenkelbereichs in einer vom ausgeprägten
Rand der in einem Winkel von 90° zueinander stehen- Schenkelbereich wegstrebenden Richtung geringfügig
den Stanzränder sind einerseits ein kreisförmiger abgewinkelt sein. Die in Überlappung kommenden
Durchbruch und andererseits eine kreisförmige Scheibe 55 Schenkelbereiche führen sich demgemäß beim Abwin-
gebildet, derart, daß beim Abbiegen des U-Profils um kein aneinander.
die Wandschwächung die Scheibe in den Durchbruch Wenn die Wandschwächung an ihren Enden in eine
eingreifen und somit die abgebogene Stellung arretie- lochartige Ausstanzung übergeht, wird vermieden, daß
ren kann. der Steg entlang der als Sollbiegelinie dienenden Wand-Derartige Beschläge lassen sich zwar im gestreckten 60 Schwächung beim Abwinkein der Beschlagteile einreißt.
Ziittanri versenden und manuell abbiegen. Sie weisen Die Ausstanzung kann schlitz-oder keilförmig ausgeaber
wegen der Herstellung aus Kunststoff nicht die bildet sein.
erwünschte Stabilität auf und bedingen außerdem eine Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der
teure Herstellungsweise, weil die Gehrung und die Ar- Zeichnung schematisch dargestellt. Es zeigt
retierelemente an den bereits zum U-Profil gepreßten 65 Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Eckverbindung
oder gespritzten Beschlagen durch Ausstanzen gebildet zwischen zwei Hohlprofilen mit Hilfe eines Eckwinkeis,
werden müssen. F i g. 2 eine Seitenansicht auf einen Beschlag zur BiI-
Würde man diesen vorbekannten Beschlag aus Stahl- dung des Eckwinkels gemäß Fig. 1 in vergrößerter
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