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DE3209469A1 - Verfahren zur herstellung von eisenoxidschwarz-pigmenten mit verbesserter saeurebestaendigkeit und deren verwendung - Google Patents

Verfahren zur herstellung von eisenoxidschwarz-pigmenten mit verbesserter saeurebestaendigkeit und deren verwendung

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DE3209469A1
DE3209469A1 DE19823209469 DE3209469A DE3209469A1 DE 3209469 A1 DE3209469 A1 DE 3209469A1 DE 19823209469 DE19823209469 DE 19823209469 DE 3209469 A DE3209469 A DE 3209469A DE 3209469 A1 DE3209469 A1 DE 3209469A1
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black pigments
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Knut Dipl.-Chem. Dr. 6720 Speyer Bittler
Dietmar Dipl.-Chem. Dr. 7145 Markgroeningen Buecher
Harald Dipl.-Chem. Dr. 7141 Schwieberdingen Gaedcke
Werner Dipl.-Chem. Dr. 6718 Gruenstadt Ostertag
Henning Dipl.-Chem. Dr. 6832 Hockenheim Wienand
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BASF SE
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Eisenoxidschwarz-Pigmenten
  • mit verbesserter Säurebeständigkeit und deren Verwendung Eisenoxidschwarzpigmente (Magnetit) mit einem Fe 2+ zu Fe3+-Gehalt im Bereich von 0,3 bis 0,6 : 1 werden häufig als Farbpigmente oder auch als Magnetpigment eingesetzt.
  • Sie haben den Nachteil, daß sie mit steigender Temperatur zunehmend oxidationsempfindlich werden, wodurch ihre Eigenschaften nachteilig beeinflußt werden. Diese Empfindlichkeit nimmt mit abnehmender Teilchengröße der Eisenoxidschwarzpigmente zu.
  • Nun sind in der Technik durchaus Methoden bekannt, wie die Temperatur- bzw. Oxidationsstabilität farbstarker, feinteiliger Eisenoxidschwarzpigmente, angehoben werden kann.
  • 9ei diesen Stabilisierungsmethoden spielen vor allem chemische Nachbehandlungen von Eisenoxidschwarzpigmenten eine Rolle. Im Zuge dieser Nachbehandlungen werden schwerlösliche anorganische Verbindüngen auf das in Suspension befindliche Pigment chemisch aufgefällt. Derart schützende Überzüge werden z.3. in der US-PS 4 053 325 und der DE-OS 26 25 106 beschrieben. Gemäß der zitierten US-Patentschrift bestehen diese Überzüge aus Metaphosphaten des Aluminiums, Bariums, Calciums, Magnesiums, Eisens oder Zinks während in der genannten DE-OS insbesondere Über züge aus Zinkhydroxid, Zinkphosphat, Zinkphosphit, Aluminiumphosphat Kieselsäure oder beliebige Gemische dieser Verbindungen aufgeführt werden.
  • Häufig erden Eisenoxidschwarzpigmente als Farbpigmente für die Einfärbung von Kosmetikartikeln, Nahrungs:nitteln sowie in Pharmabereich (Dragee-Nennzeichnung) eingesetzt.
  • 'Bei den Pigmenten, die in diesen Sektoren verwendet werden ' sollen, kommt es aber weniger auf eine Erhöhung ihrer Temperaturstabilität als vielmehr auf eine verminderte Säurelöslichkeit an, da mit solchen Pigmenten angefärbte Produkte mit dem Magensaft in Berührung kommen können. Als maximal tolerierbarer Wert ist hier bislang zwar noch kein Limit festgelegt worden, doch sollte die Löslichkeit des Pigments in 0,1 n HCl bei 370C (Magensaftsimulanz) und 4 Stunden Benandlungszeit die 1 % Grenze nach Möglichkeit unterschreiten. Bei einem überangebot an Eisen, bedingt durch zu starke Säurelöslichkeit des Pigmentes wird das vom Körper nicht benötigte Eisen in Depots (Leber usw.) gelagert und kann im Laufe der Zeit zu Hämosiderose führen.
  • Die oben genannten überzüge zur Stabilisierung von Eisen oxidschwarz-Pigmenten haben den Nachteil, daß sie zwar zur Temperatur- bzw. Oxidationsstabilisierung geeignet sein mögen, dagegen wird die Säurestabilität, die, wie oben ausgeführt, eine wesentliche Forderung bei Pigmenten, die im Kosmetik- bzw. Pharma-Bereich eingesetzt werden sollen, darstellt, nur in ungenügendem Maße erhönt, wenn man nicht stark erhöhte Mengen an überzugsmitteln auf die Pigmentoberfläche aufbringt. Ein solche Vorgehen verbietet sich aber schon alleine aus dem Grunde, daß hierdurch die Farbintensität der Pigmente zu stark beeinträchtigt wird.
  • Die oben genannten Überzüge zur Stabilisierung von Eisenoxidschwarz-Pigmenten haben zudem fast alle darüber hinaus den weiteren Nachteil, daß sie zur Einfärbung von Wiahrungsmitteln, Pharmazeutika und Kosmetika vor allem aus gesundheitlichen Gründen nicht in Betracht kommen. So der fen entsprechend den behördlichen Bestimmungen nisenoxidpigmente z.3. einen Zn-Gehalt von nur wenigen ppm aufweisen, der im Falle von zinkhaltigen Überzügen bei weitem über- schritten werden würde. Auch Oxychloride und Phosphate, 9 die zur Herstellung schUtzender Überzüge verwendet werden, zeigen wenngleich keine toxischen, so doch physiologische Wirkung. Aber selbst Zusätze mit physiologischer Wirkung sind bei Nahrungsmittelpigmenten unerwünscht.
  • Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Behandlung von Eisenoxidschwarz-Pigmenten bereitzustellen durch das die Säurebeständigkeit dieser Pigmente so weit erhöht wird, daß man ohne oder zumindest mit vergleichsweise geringen Mengen an Überzügen aus schwerlöslichen anorganischen Verbindungen auskommt.
  • Es wurde gefunden, daß diese Aufgabe dadurch gelöst werden kann, daß man die Pigmente in wäßriger Suspension 30 Minuten bis 200 Stunden lang bei pH-Werten von 0,5 bis 14 und Tenperaturen von 20 bis 100 0C behandelt.
  • Zeit und Temperatur, die bei der erfindungsgemäßen Behandlung einzuhalten sind, hängen stark von dem pH-Wert ab, bei dem diese Behandlung durchgeführt wird. Um jeweils ein gleiches Maß an Säurestabilität zu erzielen, kann mit fallendem pH-Wert die Reaktionszeit verkürzt werden. Neben dem pH-Wert spielt auch die während der Vorbehandlung herrschende Temperatur eine entscheidende Rolle. Während bei pH-Werten>7 die Temperatur >800C liegen sollte, kann sie bei pH-Werten <7 je nach Reaktionszeit auch im Bereich von 20 bis 80°C liegen. Bezüglich der Erzielung besonders hoher Raum-Zeit-Ausbeuten bei einem gegebenen Anlagevolumen ist es daher zweckmäßig, bei niederen pH-Werten innerhalb des oben angegebenen Bereiches zu arbeiten, d.h. bei pH-Werten von 0,5 bis 5,5, wobei je nach der Temperatur Behandlungszeiten von 30 Minuten bis 6 Stunden ausreichend sind.
  • Wie die Untersuchung der auf diese Art nachbehandelten Pigmente zeigt, nimmt während diesem Nachbehandlungsprozeß die BET-Oberfläche allmählich ab. Diese Abnahme ist nicht auf eine Kornvergröberung zurückzuführen, wie elektronenmikroskopische Aufnahmen und Farbstärkemessungen zeigen.
  • Mit einer Kornvergröberung ließe sich die zunehmende Säurestabilität des Pigmentes durchaus erklären; bekanntlich-sind grobkörnige Eisenschwarzpigmente stabiler als feinteilige.
  • Offensichtlich scheint bei diesem Prozeß nur ein "Ausheilen" der Pigmentoberfläche einzutreten, die sich in einer Reduktion der BET-Oberfläche ausdrückt, ohne daß hierbei eine sichtliche Teilchenvergrößerung resultiert. Des weiteren dürfte die Abnahme der BET-Oberfläche des Pigments auf eine Vergleichmäßigung der Kornoberfläche zurückzuführen sein.
  • Die so behandelten Eisenoxidschwarz-Pigmente zeigen eine deutliche Erhöhung ihrer Säurestabilität. Zu ihrer weiteren Steigerung können auf die Oberflächen der so behandelten Pigmente in an sich bekannter Weise Überzüge aus schwerlöslichen anorganischen Verbindungen aufgebracht werden., wobei man wegen der an sich schon erhöhten Säurestabilität der vorbehandelten Eisenoxidschwarz-Pigmente mit vergleichsweise geringen Überzugsmengen auskommt.
  • Als toxikologisch unbedenkliche Verbindungen im Sinne der Erfindung kommen für die Überzüge insbesondere z.B. Aluminiumoxid, Aluminium- oder Magnesiumsilikat in Betracht.
  • Die Pignentunhüllungen werden zweckmäßigerweise derart durchgeführt, daß der erfindungsgemäß nachbehandelten Eisenoxidschwarzsuspensionen unter Berücksichtigung des jeweiligen ph wertes Natriumaluninat oder Aluminium- oder Magnesiumsalze in Verbindung mit Wasserglas zugesetzt werden. Durch allmähliche pR-AnderunÕ wird dann die jeweils unlösliche Verbindung aut das Pigment aufgefällt.
  • So wird z.B, bei Zugabe von Aluminium- oder Magnesiumsalzen der pH-Wert der Eisenoxidschwarzsuspension von anfänglich pH 3 durch Zugabe von alkalisch reagierenden Substanzen wie Wasserglas evtl, in Verbindung mit Alkalihydroxiden oder Alkalicarbonaten auf pH 8 angehoben. Während der Fällung wird die Pigmentsuspension zweckmäßig bei Temperaturen zwischen 50 bis 90°C gerührte Verwendet man Natriumaluminate in Verbindung mit Natriumsilikaten als AusgangsmaterialienD so wird die alkalisch gestellte Pigmentsuspension von pH 10 bis 12 durch Zugabe von aciden Verbindungen allmählich auf pH 5 bis 8 angesäuert. Als acid reagierende Substanzen kommen sowohl Säuren wie HCl, H2S04 als auch Salze wie A12(S04)3 . 18 H20 oder AlCl3 . 6 H20 in Betracht.
  • Die durch das erfindungsgemäße Verfahren in ihrer Säurestabilität beträchlich verbesserten Eisenoxidschwarzpigmente können als farbstarke Schwarzpigmente zur Einfärbung von Lebensmitteln, Pharmazeutika und Kosmetika eingesetzt werden.
  • Beispiel 1 a) Herstellung des Eisenoxidschwarzpigmentes In 8 1 Wasser werden 976 g NaOH gelöst. Die auf 80°C erhitzte Lösung wird mit 200 U/min gerührt. über einen Zeitraum von 30 min werden 10 1 gereinigter FeS04-Lösung (68,3 g Fe2+/1) kontinuierlich zugegeben. Der pH-fert ändert sich in der Fällungsstufe von anfänglich >12 auf 7,1 nach beenaeter Fällung. Bereits während der Fällungsstufe werden 400 1 LuSt/h in das Reaktionsgefäß eingeleitet. Nach der Fe(OH)2-Fällung wird der pH-Wert durch Zugabe von NaOH auf 1C,5 eingestellt und während der gesamten Reaktionszeit konstant gehalten.
  • Die Rührgeschwindigkeit von 200 U/min als auch die Reaktionstemperatur von 80°C werden beibehalten. Die zur Oxidation erforderliche Luftmenge wird derart variiert, daß nach 6 Stunden ein konstanter Fe2+:Fe3+-Anteil von 0,35 : 1 erreicht ist.
  • b) Behandlung des Eisenoxidschwarzpigmentes bei einem pH-Wert von >10 Von der frisch hergestellten Eisenoxidschwarzsuspension werden 750 g Fe304 in 250 ml H20 in einem 4 l-Dreihalskolben unter Rühren (150 U/min) bei 100C und einem pH-Wert von 10 getempert. Der Suspension werden in Abständen von 40 Stunden Proben entnommen, die nach dem Absaugen und Trocknen bezüglich ihrer BET-Oberfläche und HCl-Löslichkeit analysiert werden.
  • Zur Ermittlung der HCl-Löslichkeit- werden in einem 100 ml-Glaskolben 0,5 g Fe304 eingewogen und mit 50 ml 0,1 n HCl versetzt. Das Glaskölbchen wird in einen auf 370c temperierten Trockenschrank gestellt und alle 10 min gut umgeschüttelt. Nach 4 Stunden wird der Kolbeninhalt über ein Weißband-Filter abgesaugt, bis eine klare Lösung entsteht, von der der lösliche Fe--Gehalt ermittelt wird. In der nachfolgenden Tabelle sind die BET-Oberflächen sowie die Löslichkeiten des Pignentes in 0,1 n HC1 angegeben.
  • Pigment Nachbehandlung BET-Oberfl. Löslichkeit bei 90°C über der Schwarz- des Pigments pigmente in 0,1 n Hcl Fe3O4-Ausgangs- - 14,4 m²/g 1 % pigment 40 40 h 13,2 m2/g 0,77 % 80 h 12,0 m²/g 0,66 % 120 h 11,2 m²/g 0,58 % 160 h 9,9 m2/g 0,48 % 200 h 9,1 m2/g 0,45 % c) Behandlung des Eisenoxidschwarzpigmentes bei einem pH-Wert von <5 Eine Eisenoxidschwarzsuspension vom pH-Wert 11,4 (Pigmentoberfläche 21,1 m2) wird durch Zugabe von HC1 (Konzentration und Menge siehe Tabelle) im pH-Bereich 1 bis 4 bei Temperaturen von 20 bis 80°C über einen Zeitraum von 60 bis 240 min lang gerührt.
  • Anschließend wird das Pigment gewaschen, getrocknet und auf seine HCl-Löslichkeit hin untersucht. Die einzelnen Versuchsparameter und die Verbesserung der Säurestabilität werden in folgender Tabelle auf geführt, Ausgangspigment pH-Wert Zugabe an HCl Temperatur HCl-Löslichkeit Fe3O4-Suspension 11,4 - - 1,1 % Fe " 1,0 140 ml 4 n HCl 20°C 0,60 % Fe " 2,0 48 ml 4 n HCl 40°C 0,57 % Fe " 3,0 30 ml 4 n HCl 60°C 0,52 % Fe " 4,0 24 ml 4 n HCl 80°C 0,44 % Fe Aus den Tabellen der beiden Beispiele 1b und 1c ist deutlich zu erkennen, daß die erfindungsgemäße Nachbehandlung der Eisenoxidschwarzpigmente zwecks Erhöhung ihrer Säurestabilität bei niedrigen pH-Werten bedeutend schneller verläuft.
  • beispiel 2 Vorbehandlung und Beschichtung von Eisenoxidschwarz mit Aluminiumsilikat 1000 ml einer Eisenoxidschwarzsuspension mit 100 g Fe304/l (Pigmentoberfläche 14,5 m2/g) werden auf 80°C erhitzt und durch Zugabe von 21 ml 4 n HCl auf pH 4 eingestellt. Die Suspension wird mit 500 U/min 4 Stunden lang gerührt, anschließend abgesaugt, gewaschen und getrocknet. Die Säurelöslichkeit des Pigments verringert sich von anfänglich 1,8 ß (Ausgangspigment) auf 0,66 %.
  • 100 g des so vorbehandelten Pigmentes werden in 1000 ml H20 aufgeschlämmt und durch Zugabe von 50 ml 10 gew.%iger NaOH auf pH 10 eingestellt. AnschlieRend werden 20,6 g Natronwasserglas (Gehalt an SiO2 15 Gew.%) sowie 4,86 g Natriumaluminat (Gehalt an Al203 54 Gew.%) zugegeben. Der pH-Wert der Suspension beträgt anschließend 10,5, die Temperatur der Suspension wird auf 80°C gehalten. Durch Zutropfen von 123 ml 5 gew.%iger H2S04 wird der pH-Wert allmählich (Zeitraum 60 nin) auf 7,5 gesenkt. Das Pigment wird noch 1 Stunde nachgerührt, anschließend abgesaugt, gewaschen und getrocknet.
  • Die ermittelte HCl-Löslichkeit liegt bei 0,33 %. Zum Vergleich wird das nicht vorbehandelte Pigment unter oben genannten Bedingungen mit Aluminiumsilikat beschichtet, was zu einer Säurestabilität von nur 0,87 f führt.
  • Beispiel 3 Vorbehandlung und Beschichtung von Eisenoxidschwarz mit Magnesiumsilikat 100 g Fe304 (Oberfläche 14,5 m2/g) werden wie in Beispiel 2 beschrieben bei pH 4 (80°C) vorbehandelt. Im Anschluß daran werden der Suspension 12,7 g MgS04 . 7 H20 (gelöst in 100 ml H20) zugegeben. Über einen Zeitraum von 30 min wird durch Zugabe von 20,6 g Natronwasserglas (Gehalt an SiO2 15 Gew.%) gelöst in 100 ml H20 das Magnesiumsilikat ausgefällt. Der End-pH liegt bei 7,4. Die Suspension wird eine weitere Stunde nachgerührt (500 U/min), anschließend abgesaugt, gewaschen und getrocknet.
  • Die ermittelte Eisenlöslichkeit liegt bei 0,18 S Fe. Zum Vergleich wird das nicht vorbehandelte Pigment unter oben genannten Bedingungen mit Magnesiumsilikat beschichtet, was zu einer Säure stabilität von nur 0,5 % führt.

Claims (5)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur Herstellung von Eisenoxidschwarz-Pigmenten mit verbesserter Säurebeständigkeit, dadurch ge kennzeichnet, daß man die Pigmente in wäßriger Suspension 30 Minuten bis 200 Stunden lang bei pH-Werten von 0,5 bis 14 und Temperaturen von 20 bis 1000C behandelt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Behandlung bei pH-Werten von 0,5 bis 5,5 über einen Zeitraum von 30 Minuten bis 6 Stunden durchführt.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß man auf die Pigmente nach der Behandlung einen Uberzug aus einer anorganischen schwerlöslichen Verbindung aufbringt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die anorganische schwerlösliche Verbindung Aluminiumoxid undloder Aluminium- und/oder Magnesiumsilikat ist.
  5. 5. Verwendung der nach Ansprüchen 1 bis 4 erhaltenen Eisenoxidschwarzpi0ente zum Einfärben von Kosmetika, harmazeutika und Nahrungsmitteln.
DE19823209469 1981-03-19 1982-03-16 Verfahren zur herstellung von eisenoxidschwarz-pigmenten mit verbesserter saeurebestaendigkeit und deren verwendung Granted DE3209469A1 (de)

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