DE3202888A1 - Verfahren und vorrichtung zum fadenschneiden beim automatischen abziehen der spulen auf einer spindeltextilmaschine - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum fadenschneiden beim automatischen abziehen der spulen auf einer spindeltextilmaschineInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Fadenschneiden
beim automatischen Abziehen der Spulen auf einer Spindeltextilmaschine.
Die Erfindung betrifft die Textilindustrie und insbesondere Spindelmaschinen, wie Spinnmaschinen oder
Zwirnmaschinen, Flyer usw..
Bei solchen Maschinen ist es bekannt, das gleichzeitige Abziehen aller vollen Spulen außer den sich drehenden
Spindeln der Maschine automatisch vorzunehmen, um sie durch leere Spulenträger zu ersetzen. Deshalb wurde eine
Spulenträger-Greifvorrichtung zum automatischen Abziehen der Spulenträger beispielsweise in der französischen
Patentanmeldung No. 79 24186 der Anmelderin vom 28.9.1979 beschrieben.
Beim Betrieb der bekannten automatischen Abzugvorrichtungen gibt es Fadenbruch, bevor die Spulen der Spindeln
zurückgezogen werden, am Austritt des Vorrats, der am unteren Teil der Spindel beim Unterwinden gebildet wird.
Dieser Fadenbruch geschieht gewöhnlich mit Hilfe eines Fadenschneiders, der mit der Spindel fest verbunden ist
und oberhalb des Pfeils angeordnet ist, auf dem das Unterwinden geschieht. Dieser Fadenschneider hat die Form
einer zur Spindel konzentrischen Spindelspitze, die eine gewisse Anzahl scharfkantiger Teile aufweist, welche sich
an ihrem Außenumfang in Abstand voneinander befinden.
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Wenn die Spindel zum Stillstand kommt, kommt der Faden mit dem Fadenschneider in Berührung, und in dem Maße,
mit welchem die volle Spule nach oben gezogen wird, werden einige Fadenwindungen abgewickelt. Zu einem gegebenen
Zeitpunkt trifft der Faden auf einen schneidenden Teil, an welchem er abgetrennt wird.
Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung ist jedoch nicht absolut zuverlässig. Durch den Umstand, daß der Fadenschneider und der Faden unbeweglich sind mit bezug auf
die Drehung um die Achse der Spindel, ist es möglich, daß der Faden nicht auf einen schneidenden Teil des Fadenschneiders
trifft. Es wird daher viel Faden abgewickelt, bevor er in dem Augenblick zum Bruch kommt, in welchem
er sich nicht mehr abwickeln kann, da die folgenden Windungen von dem Greiforgan der Spulen erfaßt werden. Diese
Längen des abgewickelten Fadens wirken in dem Augenblick störend, in welchem die Textilmaschine wieder in Betrieb
gesetzt wird.
Es wurde bereits versucht, diesen Nachteil dadurch auf
ein Mindestmaß herabzusetzen, daß die Zahl der schneidenden Teile um den Fadenschneider herum (beispielsweise 12 oder
mehr als 12 schneidende Abschnitte) vervielfacht wird und daß sie schärfer gemacht werden, jedoch ist dieser Teil
schwieriger herzustellen und außerdem gefährlicher für die Bedienungsperson, wenn diese versehentlich mit ihrer
Hand damit in Berührung kommt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil zu beseitigen und einen sicheren und raschen Schnitt des
Fadens mit Hilfe eines Fadenschneideringes, der wirtschaftlich und leicht herzustellen ist und gleichzeitig für
die Bedienungsperson weniger gefährlich ist, zu ermöglichen .
Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zum Schneiden des Fadens beim automatischen Abziehen der
Spulen auf einer Spindeltextilmaschine, das sich dadurch unterscheidet, daß die Spule für einen kurzen Augenblick
in dem einen oder anderen Sinn wieder in Drehung versetzt wird, nachdem die volle Spule, die von dem Greiforgan
der automatischen Abzugvorrichtung erfaßt worden ist, leicht angehoben worden ist und die drehfeste Verbindung
mit der Spindel gelöst worden ist, so daß der Fadenschneidering, der von der Spindel getragen wird, sich vor dem
unbeweglichen Faden dreht und diesen durchschneidet.
Gegenstand der Erfindung ist außerdem ein Fadenschneidering zur Durchführung des vorangehend beschriebenen Verfahrens,
der sich dadurch unterscheidet, daß er nur an seinem Umfang eine kleine Anzahl von Schneidezonen, beispielsweise
vier, aufweist, welche Schneidezonen in Aussparungen vorgesehen sind, die in gleichen Abständen am
Umfang des Ringes angeordnet sind, so daß der Ring keinen vorspringenden Schneidenden Teil besitzt, der gefährlich
werden könnte.
Im Folgenden wird die Erfindung beispielsweise in Verbindung mit der beiliegenden Zeichnung näher erläutert und
zwar zeigens
Fig. 1 in schematischer Darstellung einen Spulenträger auf einem Ringspinner;
Fig. 2, 3 und 4 verschiedene Ausführungsformen des
Fadenschneiders.
Wie üblich und wie in Fig. 1 dargestellt, besitzt ein Spulenträger im wesentlichen eine Spindel 1, die durch be-
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liebige, an sich bekannte/ Mittel zur Drehung angetrieben
werden kann, beispielsweise durch einen eine Riemenscheibe 3 tangierenden Riemen 2, welche Riemenscheibe
mit der Spindel 1 fest verbunden ist. Diese Spindel 1 ist durch ein Lager 4 gelagert. Auf die Spindel 1 wird
ein Spulenständer 5 aufgesetzt. Konzentrisch zur Spindel 1 ist ein fester oder drehbarer Ring 6 angeordnet, der eine
Gleitbahn 7 trägt, auf welcher ein Läufer 8 gleitet. Der Ring wird von einem Plattband 9 getragen, dem eine Auf-
und Abwärtsbewegung längs der Spindel 1 mitgeteilt wird. Der aus der Auszugvorrichtung (nicht dargestellt) austretende
Faden 10 tritt in den Läufer 8 ein und wird auf den Spulenständer 5 infolge der Drehung der Spindel 1
aufgewickelt, welche den Faden mitnimmt, so daß der Läufer 8 auf der Bahn 7 des Ringes 6 gleitet. Hauptsächlich
wegen der Fliehkraft bleibt der Faden 10 gespannt und kann er sich regelmäßig auf den Spulenständer 5 aufwickeln, um
eine Spule 51 zu bilden.
Wenn die Spule voll ist, bewegt sich die Ringbank 9, welche das obere Ende ihres Hubes erreicht hat, abwärts, bis die
Bahn 7 des Ringes 6 einige Millimeter unter die Basis des Spulenständers 5 gebracht worden ist für den Vorgang der
Unterwindung, die auf dem Teil 11 der Spindel 1 stattfindet. Wenn die Unterwindung beendet ist, werden die Spindeln
1 stillgesetzt.
Zum Schneiden des Fadens ist die Spindel 1 mit einem Fadenschneidering 12 versehen, der mit der Spindel fest
verbunden ist und von dem verschiedene Draufsichten in Fig. 2, 3 und 4 dargestellt sind.
Wenn die Spindel 1 zum Stillstand kommt, wie vorangehend angegeben, kommt der Faden 10 in Kontakt mit dem Faden-
schneidering 12 und der Vorgang des automatischen Abzugs der vollen Spindel beginnt.
Bei diesem Verfahren erfaßt ein Greiforgan 13 der automatischen Abzugvorrichtung (beispielsweise das Greiforgan,
das in der vorgenannten französischen Patentanmeldung beschrieben ist) die volle Spule und beginnt, sie
nach oben zu ziehen.
Erfindungsgemäß wird, wenn sich die Spule um einige Millimeter aufwärts bewegt hat und dadurch die drehfeste Verbindung
mit der Spindel 1 gelöst worden ist, die Spindel 1 wieder in Drehung versetzt. Der Fadenschneider 12, der
mit der Spindel 1 fest verbunden ist, dreht sich dann ebenfalls und der Faden 10 wird rasch durch einen der
schneidenden Teile 14 erfaßt und geschnitten. Hierauf wird die Spindel 1 von neuem zum Stillstand gebracht und das
Abziehen der Spindel nimmt seinen normalen Fortgang.
Diese Arbeitsweise ermöglicht die Verwendung von Fadenschneidern von der in Fig. 2, 3 und 4 dargestellten Art.
Sie besitzen nur eine kleine Anzahl schneidender Teile, welche durch Einkerbungen 14 gebildet werden, die vorzugsweise
in gleichen Abständen längs des Außenumfangs des Fadenschneiders 12 vorgesehen sind. Im allgemeinen
genügt eine Zahl von vier Einkerbungen 14.
Fig. 2 zeigt erweiterte Einkerbungen, deren Grund 15 schräg geschliffen ist, damit er Schneidwirkung hat.
In Fig. 3 sind die Einkerbungen rechteckig und es sind
die Ränder 16, welche die Schneidwirkung haben.
In Fig. 4 sind dreieckige Einkerbungen mit geschliffenen
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Rändern 16 dargestellt. Diese Lösung ist die zuverlässigste/ da sie die Vorteile der beiden vorangehend beschriebenen
Vorrichtungen kombiniert.
Alle diese Ausführungsformen sind für die Bedienungsperson
ungefährlich.
Solche Fadenschneider können au s einer Mdallscheibe
hergestellt werden, jedoch kann aus Gründen der Einfachheit der Herstellung und der Wirtschaftlichkeit der metallische
Fadenschneider durch einen Kunststoff-Preßformteil ersetzt werden. Dieser erfordert keine Bearbeitung/
da die Einkerbungen und die abgeschrägten Teile durch Formpressen hergestellt werden, welche abgeschrägten Teile
infolge des Umstandes nicht sehr scharf zu sein brauchen,
daß der Fadenschneider im Augenblick des Schnittes sich in Rotation befindet und nicht unbeweglich ist, wie es
bisher der Fall war,
Natürlich kann wegen der Symmetrie der Einkerbungen, die am Fadenschneider vorgesehen sind, die Spindel im Augenblick
des Fadenschnittes in dem einen oder in dem entgegengesetzten Sinn in Drehung versetzt werden.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens bei einer Textilmaschine genügt es, das Programm zu modifizieren,
welches die automatische Folge der Abziehvorgänge der
vollen Spulen dadurch steuert, daß in dem Programm eine Zwischenstufe vorgesehen wird, welche eine Drehung von
kurzer Dauer der Spindel nach einem teilweisen Abziehen der vollen Spulen umfaßt. Die Erfindung ist daher auch
bei Textilmaschinen verwendbar, bei welchen das Abziehprogramm eine solche Zwischenstufe umfaßt.
Die Erfindung ist natürlich nicht auf die dargestellte und beschriebene Ausführungsform beschränkt, sondern
kann innerhalb ihres Rahmens Abänderungen erfahren.
Der Patentanwalt
Claims (9)
1. Verfahren zum Fadenschneiden beim automatischen Abziehen
der vollen Spule bei einer Spindeltextilmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Stillstand der Spindel (1),
welcher dem automatischen Abziehvorgang vorausgeht, die Spindel (1) vorübergehend wieder in Drehung versetzt wird,
wenn die volle Spule (51), die durch das Greiforgan (13)
der automatischen Abziehvorrichtung erfaßt worden ist, einen Anfangsteil seines Abziehhubes durchlaufen hat,
der ausreicht, die drehfeste Verbindung des Spulenständers
(5) mit der Spindel (1) aufzuheben und den Faden (10) zu schneiden, während dieser Periode der Versetzung der Spindel
in eine vorübergehende Drehung durch einen mit der Spindel
(1) fest verbundenen Fadenschneider (12).
2. Vorrichtung zum Fadenschneiden auf einer Spindeltextilmaschine
zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenschneider die Form
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eines kreisförmigen Ringes (12) hat, der mit der Spindel fest verbunden ist und an seinem Außenumfang eine Anzahl
Einkerbungen (14) in gleichen Abständen voneinander aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zahl der Einkerbungen (14) etwa vier beträgt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Padenschneider aus einer Metallscheibe
erarbeitet worden ist.
5, Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Padenschneider aus einem Teil besteht, der nach einem Kunststoffpreßgußverfahren hergestellt
worden ist. , ,...,„.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 5^1 dadurch gekennzeichnet, daß die Einkerbungen erweitert
sind, wobei sich der schneidende Teil (15) am Grund der
erwähnten Einkerbung befindet.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis
5,,dadurch gekennzeichnet, daß die Einkerbungen eine rechteckige
Form haben, deren Seiten (16) geschärft sind.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis
tiL, dadurch gekennzeichnet, daßJdie Einkerbungen die Form
eines Dreiecks haben, dessen Seiten (16) schneidend gemacht worden sind.
9. Spindeltextilmaschine mit einem automatischen Abziehsystem für die vollen Spulen, bei welcher das Fadenschneiden
nach dem im Anspruch 1 gekennzeichneten Verfahren erfolgt, welche Maschine dadurch gekennzeichnet ist, daß
das Programm, welches das Abwickeln der Arbeitsfolge beim Abziehen der Spulen eine Phase umfaßt, während welcher
die Spindel zeitweilig wieder in Drehung versetzt wird mit Rücksicht auf das Schneiden des Fadens, nach dem anfänglichen
Stillstand der Spindel und nach einem teilweisen Abheben der vollen Spule.
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