DE3250069C2 - Nitroaniline und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
Nitroaniline und Verfahren zu deren HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Nitroaniline sowie ein Verfahren zu
deren Herstellung. Die erfindungsgemäßen Nitroaniline
dienen zur Verwendung in Färbemitteln für keratinische
Fasern; letztere werden in der Stammanmeldung P 32 37 004
beansprucht.
Es ist bekannt, unter Verwendung von Nitroderivaten der Benzolreihe
den Haaren eine Direktfärung oder einen zusätzlichen
Schimmer im Falle einer Oxidationsfärbung zu verleihen (vgl. z. B.
US-A-3446568).
Die Anmelderin hat nun gefunden, daß es mit Hilfe einer besonderen
Gruppe von Nitroanilinen möglich ist, Kapillarfärbungen
mit einer sehr guten Stabilität gegenüber Witterungsunbilden
und Waschungen sowie einer guten Haltbarkeit gegenüber Licht
zu erzielen.
Diese Verbindungen ermöglichen es insbesondere, den Formulierungen
für die Kapillarfärbung einen Gelb- oder Orange-rot-Ton
zu verleihen.
Außer ihrem bemerkenswerten Färbevermögen, sind die Farbstoffe
gemäß der Erfindung unschädlich.
Diese Farbstoffe können auch in Mitteln zur Oxidationsfärbung
verwendet werden, um stark schimmernde Färbungen zu verleihen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist
die Zurverfügungstellung neuer Nitroaniline
sowie ein Verfahren zu deren Herstellung.
Weitere Ziele der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
und den folgenden Beispielen.
Diese Aufgabe wird mit der vorliegenden Erfindung gelöst.
Gegenstand der Erfindung sind Nitroaniline der allgemeinen
Formel:
worin bedeuten:
A eine unsubstituierte Alkylengruppe, eine mit einer oder mehreren OH-Gruppen substituierte Alkylengruppe oder eine Alkylengruppe, welche durch Sauerstoff oder durch eine Gruppe -NH- unterbrochen ist, und worin Alkylen 2 bis 6 Kohlenstoffatome besitzt,
R₁ und R₂, die identisch oder verschieden sein können, Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, mono- oder polyhydroxyliertes C₁-C₄-Alkyl, oder R₁ und R₂ mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen heterocyclischen Ring aus der Gruppe Piperidino oder Morpholino bilden können,
R ein Wasserstoffatom oder C₁-C₄-Alkyl,
Y C₁-C₄-Alkoxy oder
NO₂, wobei
A eine unsubstituierte Alkylengruppe, eine mit einer oder mehreren OH-Gruppen substituierte Alkylengruppe oder eine Alkylengruppe, welche durch Sauerstoff oder durch eine Gruppe -NH- unterbrochen ist, und worin Alkylen 2 bis 6 Kohlenstoffatome besitzt,
R₁ und R₂, die identisch oder verschieden sein können, Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, mono- oder polyhydroxyliertes C₁-C₄-Alkyl, oder R₁ und R₂ mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen heterocyclischen Ring aus der Gruppe Piperidino oder Morpholino bilden können,
R ein Wasserstoffatom oder C₁-C₄-Alkyl,
Y C₁-C₄-Alkoxy oder
NO₂, wobei
- - wenn Y Alkoxy bedeutet, Z NO₂ darstellt und sich in para-Stellung zur Amingruppe befindet, wobei, wenn Y Methoxy darstellt und A eine Ethylengruppe darstellt, R₁ und R₂ nicht gleichzeitig Wasserstoff bedeuten,
- - wenn Y NO₂ darstellt:
- (a) Z C₁-C₄-Alkoxy oder OH bedeutet und sich in para-Stellung zu NO₂ befindet, wobei, wenn Z Methoxy darstellt und A die Ethylengruppe darstellt, R₁ und R₂ nicht gleichzeitig Wasserstoff, Methyl oder Ethyl bedeuten können, und
- (b) wenn Z OH darstellt und sich in para-Stellung zur Amingruppe befindet, R₁ und R₂ die vorstehend angegebene Bedeutung haben.
Unter die Verbindungen der allgemeinen Formel (I) fallen
die Verbindungen der folgenden allgemeinen
Formeln:
Unter den vorstehend genannten Verbindungen sind besonders
solche bevorzugt, in welchen A eine Ethylengruppe, Propylengruppe,
Hydroxypropylengruppe darstellt, R Methyl bedeutet und
Y oder Z Methoxy darstellen.
Weitere bevorzugte Verbindungen entsprechen den Formeln:
Die bevorzugten neuen Verbindungen entsprechen der vorstehenden
Formel (I), worin bedeutet:
A eine Alkylengruppe, eine durch ein oder mehrere OH-Gruppen
substituierte Alkylengruppe oder eine Alkylengruppe, welche
durch ein Heteroatom, wie Sauerstoff, unterbrochen ist, R₁
und R₂, die identisch oder verschieden sind, Wasserstoff,
Alkyl, mono- oder polyhydroxiliertes Alkyl, oder R₁ und R₂
können einen heterocyclischen Ring aus der Gruppe Piperidino
oder Morpholino bilden,
R Wasserstoff oder Niedrigalkyl,
Y Alkoxy oder NO₂; wobei gilt:
R Wasserstoff oder Niedrigalkyl,
Y Alkoxy oder NO₂; wobei gilt:
- - wenn Y NO₂ darstellt, bedeutet A Alkylen, Z Alkoxy und befindet sich in para-Stellung zu NO₂, R₁ und R₂ sind nicht Wasserstoff und Alkyl,
- - wenn Y NO₂ darstellt und Z OH darstellt und sich in para-Stellung zu NO₂ befindet, sowie, wenn Z OH bedeutet und sich in para-Stellung zur Amingruppe befindet, haben A, R₁ und R₂ die vorstehend angegebenen Bedeutungen.
Insbesondere sind zu nennen:
3-[β-(N,N-Diethyl)amino-ethylamino]-4-nitro-anisol,
3-[γ-(N,N-Diethyl)aminopropylamino]-4-nitro-anisol,
2-[β-(N,N-Diethyl)aminoethylamino]-5-nitro-anisol,
3-[β-Aminoethylamino)-4-nitro-phenol,
2-[β-(N,N-di-β′-Hydroxyethyl)aminoethylamino]-5-nitro-anisol,
2-[γ-(N,N-Dimethyl)aminopropylamino]-5-nitro-anisol,
3-Nitro-4-N,N-dimethylaminoethylamino)-phenol,
3-Nitro-4-N,N-di-β-hydroxyethylaminoethylamino)-phenol,
3-[β-(N,N-Diethyl)aminoethylamino]-4-nitro-6-methyl-anisol,
5-Nitro-2-[N-(amino-3′-hydroxy-2′-propyl)amino]-anisol,
4-Nitro-3-[N-(amino-3′-hydroxy-2′-propyl)amino]-anisol,
2-(β-Hydroxy, γ-aminopropylamino)-5-nitro-anisol,
3-(β-Hydroxy, γ-aminopropylamino)-4-nitro-anisol,
3-[γ-(N,N-Diethyl)aminopropylamino]-4-nitro-anisol,
2-[β-(N,N-Diethyl)aminoethylamino]-5-nitro-anisol,
3-[β-Aminoethylamino)-4-nitro-phenol,
2-[β-(N,N-di-β′-Hydroxyethyl)aminoethylamino]-5-nitro-anisol,
2-[γ-(N,N-Dimethyl)aminopropylamino]-5-nitro-anisol,
3-Nitro-4-N,N-dimethylaminoethylamino)-phenol,
3-Nitro-4-N,N-di-β-hydroxyethylaminoethylamino)-phenol,
3-[β-(N,N-Diethyl)aminoethylamino]-4-nitro-6-methyl-anisol,
5-Nitro-2-[N-(amino-3′-hydroxy-2′-propyl)amino]-anisol,
4-Nitro-3-[N-(amino-3′-hydroxy-2′-propyl)amino]-anisol,
2-(β-Hydroxy, γ-aminopropylamino)-5-nitro-anisol,
3-(β-Hydroxy, γ-aminopropylamino)-4-nitro-anisol,
wobei diese Aufstellung nicht begrenzend sein soll.
Die gemäß der Erfindung besonders bevorzugten Verbindungen
stellen Verbindungen der Formel (IB) dar, welche eine ausgezeichnete
Stabilität gegenüber Witterungseinflüssen und Waschungen
sowie eine sehr gute Haltbarkeit gegenüber Licht
besitzen und die Färbung gelber Nuancen ermöglichen. Außerdem
sind auch die Verbindungen der Formel (IC) insofern sehr
interessant, als sie orange-rote Färbungen erlauben, wobei
diese gegenüber Lichteinflüssen, Witterungseinflüssen sowie
gegenüber Shampoonierungen sehr beständig sind.
Diese Verbindungen besitzen außerdem den Vorteil, daß sie
weitgehend unschädlich sind.
Die Verbindungen der Formel (IA) werden erhalten durch
Umsetzung von Aminen der Formel
mit 3-Alcoxy-4-methoxy-nitrobenzol oder mit 3-Alcoxy-4-chlor-nitrobenzol.
Sie können auch erhalten werden durch Kondensation
eines Halogenderivates der Formel
mit Benzol- oder para-Toluolsulfonamid, welches erhalten
wird durch Reaktion von Benzol- oder para-Toluolsulfochlorid
mit 2-Amino-5-nitro-1-alcoxy-benzol, worauf eine Säurehydrolyse
des substituierten Sulfonamids folgt.
Die Verbindungen der Formel (IB) werden erhalten durch
Umsetzung von Aminen der folgenden Formel:
mit 2-Methoxy-4-alcoxy-nitrobenzol oder mit 2-Chlor-4-alcoxy-nitrobenzol.
Wenn R₁ und R₂ Alkyl bedeuten, so können die Verbindungen
der Formel (IB) auch erhalten werden durch Kondensation von
Halogenderivaten
mit 2-Arylsulfonylamino-4-alcoxy-nitrobenzol, worauf eine
Säurehydrolyse der dabei erhaltenen substituierten Sulfonamide
folgt.
Die Verbindungen der Formel (IC) können hergestellt werden
aus Halogenderivaten der allgemeinen Formel
worin X ein Halogenatom, wie Chlor oder Brom darstellt, entweder
durch Umsetzung des Halogenderivates der Formel (III)
mit einem Amin
wobei R₁ und R₂ die vorstehend angegebenen Bedeutungen haben,
oder wenn der Aminoalkylsubstituent der aromatischen Aminogruppe in
ortho-Stellung zur NO₂-Gruppe ein primäres Amin aufweist (R₁ und
R₂ sind Wasserstoff), durch Umsetzung von Kaliumphthalimid
mit einer Halogenverbindung der Formel (III) und anschließender
Behandlung des auf diese Weise erhaltenen substituierten
Phthalimids mit Hydrazin (Gabriel-Reaktion).
Die Verbindungen der Formel (III), worin A Ethylen bedeutet,
und X Brom darstellt, können auf einfache Weise durch Umsetzung
von Bromwasserstoffsäure mit N-2-Nitro-4-hydroxy-phenyl)oxazolidin-1,3-on-2
erhalten werden, wobei letzteres
hergestellt wird durch Einwirkung von verdünnter Natronlauge
bei Raumtemperatur auf β-Chlorethyl-N-(2-nitro-4-hydroxy-phenyl)carbamat,
welches im dritten Schritt von
Beispiel 1 in der FR-PS 2,348,911 beschrieben wird.
Die Verbindungen der Formel (ID) und (IE) werden insbesondere
erhalten durch Umsetzung eines Amins der Formel NH₂CH₂-CHOH-CH₂NH₂
mit Alcoxy-3-methoxy-4-nitrobenzol oder mit Methoxy-2-alcoxy-4-nitrobenzol.
Die unter Verwendung der erfindungsgemäßen Nitroaniline hergestellten
Mittel
enthalten in einem kosmetisch annehmbaren Lösungsmittel mindestens
eine Verbindung entsprechend der Formel (I)
und können zur Direktfärbung keratinischer Fasern oder zur Oxidationsfärbung
dieser Fasern verwendet werden, wobei
im letzteren Falle die Verbindungen der Formel (I) der Grundfärbung,
welche durch oxidative Entwicklung eines Prekursors
eines Oxidationsfarbstoffes erhalten worden ist, einen zusätzlichen
Schimmer verleihen.
Diese Mittel enthalten die erfindungsgemäßen Verbindungen
in Anteilen zwischen 0,001 und 5 Gew.-%, vorzugsweise zwischen
0,01 und 3 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des
Färbemittels.
Sie können anionische, kationische, nicht-ionische, amphotere
oberflächenaktive Mittel oder deren Gemische, vorzugsweise
kationische und/oder nicht-ionische oberflächenaktive Mittel
enthalten. Diese oberflächenaktiven Produkte liegen in den
Mitteln gemäß der Erfindung in Anteilen zwischen 0,5 und
55 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 2 und 40 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht des Mittels, vor.
In den Färbemitteln wird das Vehikel im allgemeinen
von Wasser gebildet und es können auch organische
Lösungsmittel zugegeben werden, um Verbindungen zu solubilisieren,
die in Wasser nicht in ausreichendem Maße löslich
sind. Unter den Lösungsmitteln sind zu nennen: Niedrigalkanole,
wie Ethanol und Isopropanol, Polyole, wie Glycerin, Glycole
oder Glycolether, wie Butoxy-2-ethanol, Ethylenglycol,
Ethylenglycolmonoethylether, Propylenglycol, Diethylenglycolmonoethylether
und -monomethylether, sowie analoge Produkte
und deren Gemische. Diese Lösungsmittel liegen vorzugsweise
in Anteilen von 1 bis 75 Gew.-%, insbesondere von 5 bis
50 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels, vor.
Die Mittel können verdickt werden, vorzugsweise
mit Verbindungen aus der Gruppe Natriumalginat,
Gummi arabicum, Cellulosederivate, wie Methylcellulose,
Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose, Carboxymethylcellulose
und verschiedene Polymere, welche eine verdickende
Funktion haben, wie insbesondere Acrylsäurederivate.
Es ist auch möglich, mineralische Verdickungsmittel zu verwenden,
wie Bentonit. Diese Verdickungsmittel liegen vorzugsweise
in Anteilen zwischen 0,5 und 10 Gew.-%, insbesondere
zwischen 0,5 und 3 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
des Mittels, vor.
Die Mittel können auch verschiedene
Hilfsstoffe enthalten, wie sie gewöhnlich in Färbemitteln
für Haare verwendet werden, insbesondere Penetrationsmittel,
Sequestrierungsmittel, filmbildende Mittel, Puffer,
Parfüme, alkalisierende und ansäuernde Mittel. Diese Mittel
können in verschiedenen Formen vorliegen, z. B. als
Flüssigkeit, Creme, Gel oder jeder anderen geeigneten Form,
um die Färbung der Haare durchzuführen. Sie können außerdem
in Aerosolflaschen in Gegenwart eines Treibmittels konditioniert
sein.
Der pH dieser Färbemittel kann zwischen 3 und 11,5 liegen,
vorzugsweise zwischen 5 und 11,5. Man stellt den gewünschten
pH-Wert mit Hilfe eines Alkalisierungsmittels ein, wie
z. B. Ammoniak, Natrium-, Kalium- oder Ammoniumcarbonat, Natrium-
oder Kaliumhydroxid, Alkanolaminen, wie Mono-, Di-
oder Triethanolamin, Amino-2-methyl-2-propanol oder Amino-2-methyl-2-propandiol-1,3,
Alkylaminen, wie Ethylamin, Diethylamin
oder Triethylamin, oder mit Hilfe eines Ansäuerungsmittels,
wie Phosphorsäure, Salzsäure, Weinsäure, Essigsäure,
Milchsäure oder Zitronensäure.
Wenn die Mittel zur Direktfärbung
der Haare bestimmt sind, können sie außer den Verbindungen entsprechend
der Erfindung weitere Direktfarbstoffe enthalten,
wie Azofarbstoffe, Anthrachinonfarbstoffe, wie z. B. Tetraaminoanthrachinon,
Aminochinone, Nitrofarbstoffe der Benzolreihe,
welche sich von den Verbindungen der Formel (I) unterscheiden;
insbesondere die folgenden Verbindungen:
3-Nitro-4-amino-6-chloro-N-β-aminoethylanilin,
3-Nitro-4-N′-methylamino-N-β-aminoethylanilin,
3-Nitro-4-amino-n-β-hydroxyethylanilin,
4-(3-Nitro-4-n-β-hydroxyethylamino-phenoxyethanol,
3-Nitro-4-N′-β-aminoethylamino-N-(di-β-hydroxyethyl)anilin,
3-Nitro-4-N-β-hydroxyethylamino-6-chlor-anilin,
3-Nitro-4-amino-6-methyl-N-β-hydroxyethylanilin,
N,N′-di-β-Hydroxyethyl-4-nitro-orthophenylendiamin,
2-Nitro-N-β-aminoethylanilin,
2-Methyl-6-nitro-anilin
3-Nitro-4-amino-phenol,
3-Nitro-4-β-hydroxyethylamino-phenol,
3-Nitro-4-amino-6-methyl-phenol,
3-Amino-4-nitro-phenol,
2-Amino-3-nitro-phenol,
3-Nitro-6-N-β-hydroxyethylamino-anisol,
3-(N-β,γ-Dihydroxypropylamino)-4-nitro-4-anisol,
3-N-Methylamino-4-nitro-phenyl-β,γ-dihydroxypropylether,
N,N′-Di(β-hydroxyethyl)-paraphenylendiamin,
3-Nitro-4-N′-Methylamino-N,N-(di-β-hydroxyethyl)anilin.
3-Nitro-4-N′-methylamino-N-β-aminoethylanilin,
3-Nitro-4-amino-n-β-hydroxyethylanilin,
4-(3-Nitro-4-n-β-hydroxyethylamino-phenoxyethanol,
3-Nitro-4-N′-β-aminoethylamino-N-(di-β-hydroxyethyl)anilin,
3-Nitro-4-N-β-hydroxyethylamino-6-chlor-anilin,
3-Nitro-4-amino-6-methyl-N-β-hydroxyethylanilin,
N,N′-di-β-Hydroxyethyl-4-nitro-orthophenylendiamin,
2-Nitro-N-β-aminoethylanilin,
2-Methyl-6-nitro-anilin
3-Nitro-4-amino-phenol,
3-Nitro-4-β-hydroxyethylamino-phenol,
3-Nitro-4-amino-6-methyl-phenol,
3-Amino-4-nitro-phenol,
2-Amino-3-nitro-phenol,
3-Nitro-6-N-β-hydroxyethylamino-anisol,
3-(N-β,γ-Dihydroxypropylamino)-4-nitro-4-anisol,
3-N-Methylamino-4-nitro-phenyl-β,γ-dihydroxypropylether,
N,N′-Di(β-hydroxyethyl)-paraphenylendiamin,
3-Nitro-4-N′-Methylamino-N,N-(di-β-hydroxyethyl)anilin.
Die Konzentrationen dieser Direktfarbstoffe, die sich von
den Farbstoffen entsprechend der Formel (I) unterscheiden,
können zwischen 0,001 und 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
des Mittels betragen.
Diese Mittel werden auf die keratinischen Fasern für einen
Zeitraum von 5 bis 70 Minuten aufgetragen, dann werden die
Fasern gespült, eventuell gewaschen, von neuem gespült und
getrocknet.
Die Mittel können auch als Kapillarlotion
zum Einlegen der Haare bzw. zur Wasserwelle verwendet werden,
um einerseits den Haaren eine leichte Färbung zu verleihen,
und andererseits der Wasserwelle einen verbesserten Halt zu
geben. In diesem Falle liegen sie in Form wäßriger, alkoholischer
oder wäßrig-alkoholischer Lösung vor und enthalten mindestens
ein kosmetisches Harz. Ihre Anwendung erfolgt auf die
feuchten, vorher gewaschenen und gespülten Haare, welche gegebenenfalls
eingelegt und dann getrocknet werden.
Die in den Wasserwellotionen verwendeten kosmmetischen Harze
können insbesondere darstellen: Polyvinylpyrrolidon, Copolymere
von Crotonsäure-Vinylacetat, Vinylpyrrolidon-Vinylacetat,
Copolymer-Monoester von Maleinsäureanhydrid-Butylvinylether,
Maleinsäureanhydrid-methylvinylether sowie sämtliche andere
kationische, anionische, nicht-ionische oder amphotere
Polymere, welche gewöhnlich in diesem Typ von Mitteln verwendet
werden. Die kosmetischen Harze liegen in den Mitteln
gemäß der Erfindung in Anteilen von 1 bis 3 Gew.-%, vorzugsweise
von 1 bis 2 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des
Mittels vor.
Wenn die Mittel Oxidationsfarbstoffe bilden, so werden die
Verbindungen der Formel (I) entsprechend der Erfindung im
wesentlichen dazu eingesetzt, um der Endfärbung einen Schimmer
zu verleihen.
Diese Mittel enthalten dann in Kombination mit mindestens
einem Nitrofarbstoff der Formel (I) Prekursoren von Oxidationsfarbstoffen.
Sie können z. B. enthalten: Paraphenylendiamine, wie Paraphenylendiamin,
Partoluylendiamin, 2,6-Dimethyl-paraphenylendiamin,
6-Dimethyl-3-methoxy-paraphenylendiamin, N-(β-Methoxyethyl)-paraphenylendiamin,
4-(N,N-Di-β-hydroxyethylamino)-anilin,
4-(N,N-Ethyl-carbamylmethylamino)-anilin, sowie deren
Salze.
Sie können auch Paraaminophenole enthalten, wie z. B.:
Paraaminophenol, N-Methyl-paraaminophenol, 2-Chlor-4-amino-phenol,
3-Chlor-4-amino-phenol, 2-Methyl-4-amino-phenol und
deren Salze.
Sie können auch heterocyclische Derivate enthalten, z. B.
2,5-Diaminopyridin, 7-Aminobenzomorpholin.
Die Mittel können in Kombination mit
Prekursoren von Oxidationsfarbstoffen Kopplungsstoffe enthalten,
wie sie nach dem Stand der Technik bekannt sind.
Als Kopplungsstoffe sind insbesondere zu nennen: Metadiphenole,
wie Resorcin, 2-Methyl-resorcin, Metaaminophenole, wie
Metaaminophenol, 2-Methyl-5-amino-phenol, 2-Methyl-N-β-hydroxyethyl-5-amino-phenol, 6-Hydroxybenzomorpholin und
deren Salze, Metaphenylendiamine, wie 2,4-Diaminophenoxyethanol,
2,4-Diaminophenyl-β-hydroxypropylether, 6-Aminobenzomorpholin,
2-(N-β-Hydroxyethylamino)-4-aminophenoxyethanol,
2,4-Diaminophenyl-β,γ-dihydroxypropylether und deren Salze,
Metaacylaminophenole, Metaureidophenole, Metacarbalocoxyaminophenole,
wie 2-Methyl-5-acetylamino-phenol, 2-Methyl-5-ureido-phenol,
2-Methyl-5-carbethoxyamino-phenol.
Als weitere, in den Mitteln einzusetzende
Kopplungsstoffe sind zu nennen: α-Naphthol, Kopplungsstoffe,
welche eine aktive Methylengruppe besitzen, wie Diketonverbindungen,
Pyrazolone und heterocyclische Kopplungsstoffe,
wie 2,4-Diaminopyridin, sowie deren Salze.
Diese Mittel enthalten außer den Prekursoren der Oxidationsfarbstoffe
reduzierende Agentien und/oder Antioxidantien,
wie insbesondere Natriumsulfit, Thioglycolsäure, Thiomilchsäure,
Natriumbisulfit, Ascorbinsäure und Hydrochinon. Diese
Mittel liegen in Anteilen zwischen 0,05 und 1,5 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht des Mittels, vor. Die Prekursoren der
Oxidationsfarbstoffe können in den Mitteln gemäß der Erfindung
in Konzentrationen zwischen 0,001 und 5 Gew.-% und vorzugsweise
zwischen 0,03 und 2 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
des Mittels verwendet werden. Die Kopplungsstoffe
können ebenfalls in Anteilen zwischen 0,001 und 5 Gew.-%,
vorzugsweise zwischen 0,015 und 2 Gew.-%, bezogen auf das
Gesamtgewicht des Mittels vorliegen. Ihr pH-Wert liegt
vorzugsweise zwischen 7 und 11,5 und wird mit Hilfe der
vorstehend genannten Alkalisierungsmittel eingestellt.
Das Verfahren zum Färben keratinischer Fasern, insbesondere
menschlicher Haare, unter Entwicklung mit Hilfe eines Oxidationsmittels,
besteht im Auftragen des Färbemittels auf die
Haare, wobei das Mittel einerseits einen erfindungsgemäßen Farbstoff
und Farbstoffprekursoren umfaßt, und in der Entwicklung
der Färbung mit Hilfe eines oxidierenden Agens,
welches in dem Färbemittel vorliegt, oder welches in einem
zweiten Schritt auf die Haare aufgebracht wird.
Das oxidierende Agens wird bevorzugt aus der Gruppe Wasserstoffperoxid,
Harnstoffperoxide und Persalze ausgewählt.
Man verwendet insbesondere eine Wasserstoffperoxidlösung
mit 20 Volumen.
Sobald man das Mittel mit dem oxidierenden Agens auf die
keratinischen Fasern aufgebracht hat, läßt man 10 bis 50
Minuten lang, vorzugsweise 15 bis 30 Minuten, einwirken,
spült dann die keratinischen Fasern, wäscht sie gegebenenfalls
mit einem Shampoonierungsmittel, spült sie von neuem
und trocknet sie.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern,
ohne diese zu beschränken.
Man gibt 0,25 Mol (46 g) 2,4-Dimethoxy-nitrobenzol in 140 ml
N,N-Diethylethylendiamin und erwärmt dann das Reaktionsgemisch
4 h lang auf 110°C. Nach dem Abkühlen gießt man dieses
in 1,500 kg Eiswasser. Man extrahiert das gewünschte
Produkt mit Hilfe von Ethylacetat. Zu der mit Hilfe von
Natriumsulfat getrockneten Ethylacetatlösung, die dann auf
0°C abgekühlt wird, gibt man unter Rühren 50 ml mit Chlorwasserstoffgas
gesättigtes Ethanol. Dabei fällt das 3-β-N,N-diethylaminoethylamino-4-nitro-anisol-hydrochlorid
aus.
Dieses wird abzentrifugiert, mit Ethanol gewaschen und aus
Ethanol umkristallisiert. Nach dem Trocknen im Vakuum
schmilzt es bei 157°C.
Man gibt 0,05 Mol (9,15 g) 3,4-Dimethoxy-nitrobenzol zu 30 ml
N,N-Dimethylpropylendiamin und erwärmt dann das Reaktionsgemisch
4 h lang auf 110°C.
Nach dem Abkühlen gießt man dieses in 300 g Eiswasser und
extrahiert mit Ethylacetat das ausgefallene Öl. Nach dem
Trocknen über Natriumsulfat werden zur Ethylacetatphase, die
auf 0°C abgekühlt ist, 10 ml mit Chlorwasserstoffgas gesättigtes
Ethanol zugegeben.
3-(γ-N,N-Dimethylaminopropylamino-4-nitro-anisol-hydrochlorid
fällt dabei aus. Dieses wird abzentrifugiert, mit
Ethanol gewaschen und aus Ethanol umkristallisiert. Nach dem
Trocknen im Vakuum schmilzt es unter Zersetzung bei 204°C.
Man gibt 0,05 Mol (9,15 g) 3,4-Dimethoxy-nitrobenzol in
30 ml N,N-Diethylethylendiamin und erwärmt die Lösung
15 h lang auf 110°C. Das abgekühlte Reaktionsgemisch wird
dann in 300 g Eiswasser gegossen. Das in Form der freien
Base gewünschte Produkt fällt als Öl aus, welches man mit
Ethylacetat extrahiert. Das Ethylacetat wird im Vakuum
abgedampft. Das restliche Öl wird in 15 ml absolutem Ethanol
aufgelöst. Nach Zugabe von 10 ml absolutem Ethanol,
welches mit Chlorwasserstoffgas gesättigt ist, erhält man
einen Niederschlag von 2-(β-N,N-Diethylaminoethylamino-5-nitro-anisol-hydrochlorid,
welches nach Umkristallisation
aus Ethanol bei 85°C und beim Trocknen im Vakuum bei 60°C
unter Zersetzung bei 230°C schmilzt.
Man gibt 0,432 Mol (75 g) 3-Chlor-4-nitro-phenol in
282 ml Ethylendiamin und erwärmt dann das Reaktionsgemisch
13 h lang auf dem kochenden Wasserbad. Die abgekühlte
Lösung wird dann in 2,6 l Eiswasser, welchem 1,09 l Salzsäure
(d=1,18) zugegeben wurden, gegossen. Nach dem Abkühlen auf
-10°C während einiger Stunden kristallisiert das 3-(β-Aminoethyl-amino-4-nitro-phenol-hydrochlorid.
Dieses wird abzentrifugiert,
mit einer 2N eisgekühlten Salzsäurelösung und dann
mit Ethanol gewaschen. Nach Umkristallisieren aus Wasser
schmilzt das getrocknete Produkt unter Zersetzung bei einer
Temperatur über 260°C.
Diese Verbindung wird erhalten, indem man in Dimethylformamid
bei ca. 80°C Dibromo-1,2-ethan mit dem Calciumsalz von 2-N-Benzolsulfonylamino-5-nitro-anisol
gemäß dem in FR-PS
1 491 617 beschriebenen Verfahren umsetzt. Dieses Produkt
schmilzt bei 122°C.
169 g (0,407 Mol) substituiertes Benzolsulfonamid, welches
nach dem vorstehenden Schritt erhalten wurde, werden nach und
nach unter Rühren in 500 ml 96%ige Schwefelsäure gegeben, wobei
man während des ganzen Vorganges die Temperatur zwischen
15 bis 20°C hält. Im weiteren hält man das Reaktionsgemisch
1 h lang auf dieser Temperatur und gießt dieses dann über
3 kg zerkleinertes Eis. Das ausfallende kristallisierte Produkt
wird abzentrifugiert, mit Wasser gewaschen und im Vakuum
bei 60°C getrocknet. Es schmilzt bei 118°C.
Zu 110,4 g (1,05 Mol) Diethanolamin, welches vorher auf ca.
100°C erwärmt worden war, gibt man nach und nach, innerhalb
von 25 Minuten und unter Rühren, 41,3 g (0,15 Mol) 2-(N-β-Bromoethylamino)-5-nitro-5-anisol.
Nach 1½-stündiger Erwärmung
auf ca. 100°C gießt man das Reaktionsgemisch in 400 g eisgekühlte
1N Natriumhydroxid, und extrahiert dann das
gewünschte Produkt mit Ethylacetat. Man verdampft das Ethylacetat
im Vakuum. Das restliche orangefarbene Öl wird in
120 ml absolutem Alkohol aufgelöst. Nach Zugabe von 50 ml
absolutem Ethanol, welches mit Chlorwasserstoffgas gesättigt
ist, erhält man einen Niederschlag von 2-(β-N,N-Di-β-hydroxyethylaminoethylamino)-5-nitro-anisol-hydrochlorid,
welches
nach Umkristallisation aus Alkohol bei 90°C und Trocknen
im Vakuum bei 60°C über Kaliumhydroxid unter Zersetzung
zwischen 168 und 170°C schmilzt.
Man gibt 0,4 Mol (73,2 g) 3,4-Dimethoxy-nitrobenzol in 220 ml
N,N-Dimethylpropylendiamin und erwärmt die Lösung 12 h auf
115°C. Das abgekühlte Gemisch wird dann in 2,2 kg Eiswasser
gegossen. Das im Zustand einer freien Base gewünschte Produkt
fällt in Form eines Öles aus, welches man mit Ethylacetat
extrahiert. Daraufhin wird das Ethylacetat im Vakuum abgedampft.
Das verbleibende rote Öl wird in 100 ml absolutem Ethanol
aufgelöst. Nach Zugabe von 100 ml absolutem Ethanol, welches
mit Chlorwasserstoffgas gesättigt ist, erhält man einen Niederschlag
von 2-(γ-N,N-Dimethylaminopropylamino-5-nitro-anisol-hydrochlorid,
welches nach Umkristallisation aus absolutem
Ethanol und Trocknen im Vakuum bei 80°C unter Zersetzung
bei 181°C schmilzt.
Man gibt unter Rühren 0,02 Mol (5,2 g) β-Chlorethyl-N-(2-nitro-
4-hydroxy-phenyl)carbamat (erhalten gemäß dem in Beispiel 1
von FR-PS 2 348 911 beschriebenen Verfahren) in 17 ml 2,36 N
Natriumhydroxidlösung von 20°C. Nach Beendigung
der Zugabe hält man das Reaktionsgemisch 30 Minuten
lang auf 20°C, verdünnt es dann mit 20 ml Wasser und neutralisiert
es bei 0°C mit Hilfe einer Salzsäurelösung. Das gewünschte
Produkt fällt dabei aus. Dieses wird abzentrifugiert, mit Wasser
gewaschen und aus Ethanol umkristallisiert. Es schmilzt bei
170°C.
Zu 375 ml 48%iger Salzsäure, welche vorher auf 90°C erwärmt
worden ist, gibt man innerhalb von 10 Minuten unter Rühren
0,55 Mol (125 g) N-(2-Nitro-4-hydroxy-phenyl)oxazolidin-1,3-on-2.
Man hält das Reaktionsgemisch 30 Minuten lang auf
90°C und filtriert es dann warm. Nach Abkühlen des Filtrates
fällt das gewünschte Produkt in Form des Hydrobromids aus.
Das Hydrobromid wird abzentrifugiert, unter Rühren in 500 ml
Wasser aufgenommen, um das 3-Nitro-4-β-bromoethylamino-phenol
freizusetzen, welches abzentrifugiert, mit Wasser gewaschen
und im Vakuum getrocknet wird. Nach Umkristallisieren aus
Benzol schmilzt das Produkt bei 122°C.
Man erwärmt 20 Minuten lang bei 60°C 0,0766 Mol (20 g) 3-Nitro-
4-β-bromoethylamino-phenol in 60 ml einer wäßrigen 40%igen
Dimethylaminlösung. Dann gießt man das Reaktionsgemisch in
300 ml Eiswasser und neutralisiert es mit Essigsäure. Das
gewünschte Produkt fällt dabei aus. Es wird abzentrifugiert,
mit Wasser gewaschen und aus Ethanol umkristallisiert. Nach
dem Trocknen im Vakuum schmilzt es bei 151°C.
Man hält 1 h lang 5,2 g (0,02 Mol) 3-Nitro-4-N-β-bromoethyl-amino-phenol
in 20 ml Diethanolamin auf 60°C. Dann gießt
man das Reaktionsgemisch in 100 g Eiswasser und neutralisiert
die Lösung mit Essigsäure. Nach dem Stehenlassen für eine
Nacht bei 0°C zentrifugiert man das gewünschte Produkt, welches
ausgefallen ist, ab. Nach dem Waschen mit wenig Eiswasser
und Trocknen im Vakuum wird das Produkt aus Ethylacetat
umkristallisiert. Es schmilzt bei 115°C.
Zu einer Lösung von 0,058 Mol (10,6 g) 3-Amino-4-nitro-6-methyl-anisol
in 60 ml Pyridin gibt man nach und nach unter Rühren
bei einer Temperatur zwischen 50 und 55°C 0,096 Mol (18,3 g)
Paratoluolsulfochlorid. Nach dreistündigem Erwärmen bei einer
Temperatur zwischen 50 und 55°C gießt man das Reaktionsgemisch
in 300 ml Eiswasser. Das gewünschte Produkt, welches
ausfällt, wird abzentrifugiert, mit Wasser gewaschen und
aus Dimethylformamid umkristallisiert. Es schmilzt bei 211°C.
Man erwärmt unter Rühren auf dem kochenden Wasserbad 0,0353 Mol
(11,9 g) 3-(N-p-Toluolsulfonylamino)-4-nitro-6-methyl-anisol
in 50 ml Dimethylformamid, welchem 2,8 g Ätzkalk zugegeben
sind. Dann gibt man nach und nach 0,075 Mol (10,2 g) 2-N,N-Di
ethylamino-1-chlor-ethan zu. Nach 3stündigem Erwärmen
wird das Reaktionsgemisch in 200 ml Eiswasser gegossen. Das
gewünschte Produkt kristallisiert langsam. Es wird abzentrifugiert,
mit Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen wird es
aus Ethanol umkristallisiert. Es schmilzt bei 114°C.
0,021 Mol (9,3 g) substituiertes Paratoluolsulfonamid,
welches gemäß dem vorstehenden Schritt erhalten worden ist,
werden nach und nach unter Rühren zu 25 ml 96%iger Schwefelsäure
zugegeben, wobei man das ganze auf einer Temperatur
zwischen 7 und 10°C hält. Nach Beendigung der Zugabe rührt
man weiter 5 h bei Raumtemperatur und gießt dann das Reaktionsgemisch
in 200 ml Eiswasser.
Unter Kühlung wird das Reaktionsgemisch mit 10 N Natriumhydroxidlösung
alkalisiert; das gewünschte Produkt fällt
in Form eines Öles aus, welches schnell kristallisiert.
Das Produkt wird abzentrifugiert, mit Wasser gewaschen,
getrocknet und in Hexan umkristallisiert. Es schmilzt bei
70°C.
Man gibt 0,0164 Mol (3 g) 3,4-Dimethoxy-nitrobenzol zu
0,177 Mol (16 g) 1,3-Diamino-2-propanol und erwärmt das Gemisch
4 h lang auf 100 bis 110°C. Nach dem Abkühlen gießt
man das Reaktionsgemisch in 90 ml Wasser; dann zentrifugiert
(essore) und wäscht man das gewünschte Produkt, welches als
freie Base ausfällt, mit Wasser. Dieses Produkt wird zu 40 ml
2 N Salzsäurelösung gegeben. Nach 30minütigem Rühren zentrifugiert
man das 2-β-Hydroxy-γ-aminopropylamino-5-nitro-anisol-hydrochlorid
ab und wäscht es mit Alkohol. Nach Umkristallisation
aus Wasser schmilzt es bei 227°C.
Man gibt 0,0218 Mol (4 g) 2,4-Dimethoxy-nitrobenzol in
0,177 Mol (16 g) 1,3-Diamino-2-propanol und erwärmt das
Gemisch 3 h lang auf eine Temperatur zwischen 100 und
110°C. Nach dem Abkühlen gießt man das Reaktionsgemisch
in 60 ml Wasser. Das gewünschte Produkt fällt dabei aus.
Man zentrifugiert dieses ab, wäscht es mit Wasser und behandelt
es unter Rühren mit 40 ml 2 N Salzsäure. Das 3-(β-Hydroxy-
γ-amino-propylamino)-4-nitro-anisol-hydrochlorid wird abzentrifugiert
und mit absolutem Alkohol gewaschen.
3 g des vorstehend genannten Hydrochlorids werden in 90 ml
kochendem Wasser aufgelöst. Man filtriert in der Wärme, um
einen leichten unlöslichen Niederschlag zu entfernen, alkalisiert
dann das Filtrat mit konzentriertem Ammoniak.
Das 3-(β-Hydroxy-γ-aminopropylamino)-4-nitro-anisol, welches
ausfällt, wird abzentrifugiert, mit Wasser gewaschen und im
Vakuum getrocknet. Es schmilzt bei 178°C.
Es wird folgendes Färbemittel hergestellt:
| 3-γ-Dimethylaminopropylamino-4-nitro-anisol-HCl|2 g | |
| 3-Nitro-4-amino-6-chlor-N-β-aminoethylanilin-hydrochlorid | 0,6 g |
| 3-Nitro-4-N′-methylamino-N-β-aminoethylanilin-dihydrobromid | 0,515 g |
| Cellosize WP 03 | 2 g |
| Cetyldimethylhydroxyethylammonium-chlorid | 2 g |
| Ammoniak, D = 1,18 (22°B) | 2,5 g |
| Wasser bis auf | 100 g |
| pH 8,5 |
Dieses Gemisch ergibt bei 25minütiger Einwirkung bei 30°C
auf natürlich hellkastanienbraunen Haaren nach dem Spülen
und Shampoonieren derselben eine dunkelkastanienbraune
Färbung mit kupferfarbenem Schimmer.
Es wird folgendes Färbemittel hergestellt:
| 2-(N-γ-Dimethylaminopropylamino)-5-nitro-anisol-hydrochlorid|0,6 g | |
| 3-Nitro-4-N-β-hydroxyethylamino-phenol | 0,25 g |
| 3-Nitro-4-amino-N-β-hydroxyethylanilin | 0,26 g |
| 2-N-β-Hydroxyethylamino-5-(4-N,N-di-β-hydroxyethylamino-anilino)-benzochinon-1,4 | 0,3 g |
| 2-Butoxy-ethanol | 10 g |
| Cemulsol NP 4 | 12 g |
| Cemulsol NP 9 | 15 g |
| Oleinalkohol, oxyethyliert mit 2 Mol Ethylenoxid | 1,5 g |
| Oleinalkohol, oxyethyliert mit 4 Mol Ethylenoxid | 1,5 g |
| wäßrige Lösung von Triethanolamin (20%ig) | 1 g |
| Wasser bis auf | 100 g |
| pH 8,7 |
Dieses Gemisch ergibt bei 30minütigem Einwirken bei 30°C
auf zu 90% natürlich weißem Haar nach dem Spülen und
Shampoonieren desselben eine hellrote Färbung.
Es wird folgendes Mittel hergestellt:
| 3-(N-β-Aminoethylamino)-4-nitro-anisol-HCl|0,4 g | |
| 3-Nitro-4-N-β-hydroxyethylamino-phenoxy-ethanol | 0,5 g |
| 3-Nitro-4-N′-methylamino-N-β-aminoethyl-amino-dihydrobromid | 0,63 g |
| 2-Butoxy-ethanol | 6 g |
| Lauramid | 1,5 g |
| Laurinsäure | 1 g |
| Hydroxyethylcellulose | 5 g |
| Monoethanolamin | 2 g |
| Wasser bis auf | 100 g |
| pH 10 |
Dieses Gemisch ergibt bei 20minütigem Einwirken bei 25°C
auf bis zur Weißfärbung entfärbten Haaren nach dem Spülen
und Shampoonieren desselben eine rot-kupferfarbene kastanienbraune
Färbung.
Es wird folgendes Färbemittel hergestellt:
| 3-β-Diethylaminoethylamino-4-nitro-anisol-hydrochlorid|0,26 g | |
| Tetraaminoanthrachinon | 0,3 g |
| 3-Nitro-4-amino-6-methyl-N-β-hydroxyethyl-anilin | 0,15 g |
| Propylenglycol | 10 g |
| Carbopol 934 | 2 g |
| Ammoniak, D=1,18 (22°B) | 4 g |
| Wasser bis auf | 100 g |
| pH 5,8 |
Dieses Gemisch ergibt bei 30minütigem Einwirken bei 28°C
auf bis zur Weißfärbung entfärbten Haaren nach dem Spülen
und Shampoonieren derselben eine goldblonde Färbung.
| Anwendungsbeispiel 5 | |
| 3-β-Diethylaminoethylamino-4-nitro-anisol-hydrochlorid|1 g | |
| Ethanol mit 96° | 10 g |
| Alfol C₁₆/₁₈ | 8 g |
| Lanettewachs E | 0,5 g |
| Cemulsol B | 1 g |
| Oleindiethanolamid | 1,5 g |
| wäßrige Lösung von Monoethanolamin mit 20% | 0,5 g |
| Wasser bis auf | 100 g |
| pH 7,7 |
Auf entfärbten Haaren: 7 Y 8/9
Auf zu 90% natürlich weißen Haaren: 7 Y 6,5/6
Auf zu 90% natürlich weißen Haaren: 7 Y 6,5/6
| Anwendungsbeispiel 6 | |
| 2-(β-N,N-di-β′-Hydroxyethylaminoethylamino)-5-nitro-anisol-hydrochlorid|2 g | |
| 2-Butoxyethanol | 10 g |
| Hydroxyethylcellulose | 2 g |
| Cetyldimethylhydroxyethylammoniumchlorid | 2 g |
| wäßrige Lösung von Monoethanolamin mit 20% | 2,5 g |
| Wasser bis auf | 100 g |
| pH 9 |
Auf entfärbten Haaren: 7,5 Y 8/13
Auf bis zu 90% natürlich weißen Haaren: 7,5 Y 6/8
Auf bis zu 90% natürlich weißen Haaren: 7,5 Y 6/8
Es wird folgendes Färbemittel hergestellt:
| 3-Nitro-4-N,N-di-β-hydroxyethylaminoethylamino-phenol|0,41 g | |
| 3-N,N-Dimethylaminoethylamino-4-nitro-anisol, Monohydrochlorid | 1,34 g |
| 3-Nitro-4-N′-β-aminoethylamino-N,N-di-β-hydroxyethylanilin-dichlorhydrat | 0,26 g |
| 3-Nitro-3-4-amino-6-methyl-N-β-hydroxy-ethyl-anilin | 0,1 g |
| Cellosize WPO3 | 2 g |
| Cetyldimethyl-hydroxyethylammoniumchlorid | 2 g |
| 5% ammonialkalische Lösung | 5 g |
| Wasser bis auf | 100 g |
| pH 8 |
Dieses Gemisch verleiht beim 15minütigen Einwirken bei
30°C auf zu 90% natürlich weißem Haar nach dem Spülen
und Shampoonieren eine kupferfarbene mittelkastanienbraune
Färbung.
Es wird folgendes Färbemittel hergestellt:
| 3-β-N,N-Diethylaminoethylamino-4-nitro-6-methyl-anisol|0,15 g | |
| 3-(Nitro-4-N-β-hydroxyethylamino)phenyl-β-hydroxypropylether | 0,10 g |
| 3-Nitro-4-N′-β′-aminoethylamino-N,N-di-β-hydroxyethylanilin-dihydrochlorid | 0,135 g |
| Butoxy-2-ethanol | 10 g |
| Diethanolamide von Coprah-Fettsäuren | 2,2 g |
| Laurinsäure | 0,8 g |
| Ethylenglycolmonoethylether | 2 g |
| Monoethanolamin | 1 g |
| Wasser bis auf | 100 g |
| pH 7 |
Dieses Gemisch ergibt bei 30minütigem Einwirken bei
30°C auf entfärbte Haare diesen nach dem Spülen und
Shampoonieren eine haselnußbraune Färbung.
Es wird folgendes Färbemittel hergestellt:
| 2-(β-Hydroxy-γ-aminopropylamino)-5-nitro-anisol-hydrochlorid|0,3 g | |
| 3-Nitro-4-N-β-hydroxyethylamino-phenol | 0,2 g |
| 3-Nitro-4-N′-methylamino-N,N-di-β-hydroxyethylenanilin | 0,5 g |
| Propylenglycol | 10 g |
| Hydroxyethylcellulose | 2 g |
| Cetyldimethylhydroxyethylammoniumchlorid | 2 g |
| Triethanolaminlösung mit 20% | 1 g |
| Wasser bis auf | 100g |
| pH 7,6 |
Dieses Gemisch verleiht bei 30minütigem Einwirken bei
30°C auf zu 90% natürlich weißen Haaren denselben nach
dem Spülen und Shampoonieren eine kupferfarbene Blondfärbung.
Die in den Beispielen verwendeten Handelsnamen bezeichnen
die folgenden Produkte:
| Cemulsol NP 4 | |
| Nonylphenol mit 4 Mol Ethylenoxid, erhältlich durch die Firma Rhôhe Poulenc | |
| Cemulsol NP 9 | Nonylphenol mit 9 Mol Ethylenoxid, erhältlich durch die Firma Poulenc |
| Cellosize WPO 3 | Hydroxyethylcellulose, erhältlich durch die Firma Union Carbide |
| Lauramid | Monoethanolamid der Laurinsäure, erhältlich durch die Firma Witco |
| Alfol C₁₆/₁₈ | Cetylstearylalkohol, erhältlich durch die Firma Cond´a |
| Lanettewachs E | teilweise sulfatierter Cetylstearylalkohol, erhältlich durch die Firma Henkel |
| Cemulsol B | ethoxyliertes Rizinusöl, erhältlich durch die Firma Rhône Poulenc |
| Carbopol 934 | Acrylsäurepolymer mit einem Molekulargewicht von 2 bis 3 Millionen, erhältlich durch die Firma Goodrich Chemical Company |
Claims (5)
1. Nitroaniline der allgemeinen Formel:
in der bedeuten:
A eine unsubstituierte Alkylengruppe, eine mit einer oder mehreren OH-Gruppen substituierte Alkylengruppe oder eine Alkylengruppe, welche durch Sauerstoff oder durch eine Gruppe -NH- unterbrochen ist, und worin Alkylen 2 bis 6 Kohlenstoffatome besitzt,
R₁ und R₂, die identisch oder verschieden sein können, Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, mono- oder polyhydrozyliertes C₁-C₄-Alkyl, oder R₁ und R₂ mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen heterocyclischen Ring aus der Gruppe Piperidino oder Morpholino bilden können,
R ein Wasserstoffatom oder C₁-C₄-Alkyl,
Y C₁-C₄-Alkoxy oder
NO₂, wobei
A eine unsubstituierte Alkylengruppe, eine mit einer oder mehreren OH-Gruppen substituierte Alkylengruppe oder eine Alkylengruppe, welche durch Sauerstoff oder durch eine Gruppe -NH- unterbrochen ist, und worin Alkylen 2 bis 6 Kohlenstoffatome besitzt,
R₁ und R₂, die identisch oder verschieden sein können, Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, mono- oder polyhydrozyliertes C₁-C₄-Alkyl, oder R₁ und R₂ mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen heterocyclischen Ring aus der Gruppe Piperidino oder Morpholino bilden können,
R ein Wasserstoffatom oder C₁-C₄-Alkyl,
Y C₁-C₄-Alkoxy oder
NO₂, wobei
- - wenn Y Alkoxy bedeutet, Z NO₂ darstellt und sich in para-Stellung zur Amingruppe befindet, wobei, wenn Y Methoxy darstellt und A eine Ethylengruppe darstellt, R₁ und R₂ nicht gleichzeitig Wasserstoff bedeuten,
- - wenn Y NO₂ darstellt:
- (a) Z C₁-C₄-Alkoxy oder OH bedeutet und sich in para-Stellung zu NO₂ befindet, wobei, wenn Z Methoxy darstellt und A die Ethylengruppe darstellt, R₁ und R₂ nicht gleichzeitig Wasserstoff, Methyl oder Ethyl bedeuten können, und
- (b) wenn Z OH darstellt und sich in para-Stellung zur Amingruppe befindet, R₁ und R₂ die vorstehend angegebene Bedeutung haben.
2. Verfahren zur Herstellung von Verbindung gemäß
Anspruch 1, worin Y OCH₃ bedeutet, Z NO₂ darstellt und
sich in para-Stellung zur Amingruppe befindet, dadurch
gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise ein Amin
der Formel:
mit Alkoxy-3-methoxy-4-nitrobenzol oder mit
Alkoxy-3-chloro-4-nitrobenzol umsetzt, oder eine
Kondensation eines Halogenderivates der Formel:
worin X ein Halogenatom darstellt, mit Benzol- oder
para-Toluolsulfonamid und anschließend eine Säurehydrolyse
durchführt.
3. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen gemäß
Anspruch 1, worin Y NO₂ bedeutet, Z Alkoxy oder OH
darstellt und sich in para-Stellung zu NO₂ befindet,
dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise
ein Amin der Formel
mit Methoxy-2-alkoxy-4-nitrobenzol oder mit Chlor-2-alkoxy-4-nitrobenzol
umsetzt, oder wenn R₁ und R₂ Alkyl
darstellen, eine Kondensation eines Halogenderivates der
Formel
mit Arylsulfonylamino-2-alkoxy-4-nitrobenzolen und
anschließend eine Säurehydrolyse der erhaltenen
substituierten Sulfonamide durchführt.
4. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen gemäß
Anspruch 1, worin Z OH darstellt und sich in para-Stellung
zur Amingruppe befindet, dadurch gekennzeichnet, daß man von
Halogenderivaten der Formel (III) ausgeht:
worin X ein Halogenatom darstellt, und diese in an sich
bekannter Weise mit einer der folgenden Verbindungen umsetzt:
- (1) einem Amin der Formel oder
- (2) wenn R₁ und R₂ Wasserstoff bedeuten, mit Kalium-phthalimid worauf man das substituierte Phthalimid mit Hydrazin behandelt.
5. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen
dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise
ein Amin der Formel N₂N-CH₂CHOH-NH₂ mit
Alkoxy-3-methoxy-4-nitrobenzol oder mit
Methoxy-2-alkoxy-4-nitrobenzol umsetzt.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| LU83685A LU83685A1 (fr) | 1981-10-08 | 1981-10-08 | Composition tinctoriale pour fibres keratinique a base de nitro-anilines,nouvelles nitro-anilines et leur procede de preparation |
| LU83730A LU83730A7 (fr) | 1981-11-04 | 1981-11-04 | Composition tinctoriale pour fibres keratiniques a base de nitro-anilines,nouvelles nitro-anilines et leur procede de preparation |
| DE19823237004 DE3237004A1 (de) | 1981-10-08 | 1982-10-06 | Faerbemittel fuer keratinische fasern auf der basis von nitroanilinen, neue nitroaniline, verfahren zur herstellung derselben und anwendungsverfahren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3250069C2 true DE3250069C2 (de) | 1994-07-28 |
Family
ID=27190411
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823250069 Expired - Lifetime DE3250069C2 (de) | 1981-10-08 | 1982-10-06 | Nitroaniline und Verfahren zu deren Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3250069C2 (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1945451A1 (de) * | 1968-09-09 | 1970-04-23 | Oreal | Neue Farbstoffbasen,Verfahren zu deren Herstellung und ihre Verwendung als Faerbemittel fuer Keratinfasern |
-
1982
- 1982-10-06 DE DE19823250069 patent/DE3250069C2/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1945451A1 (de) * | 1968-09-09 | 1970-04-23 | Oreal | Neue Farbstoffbasen,Verfahren zu deren Herstellung und ihre Verwendung als Faerbemittel fuer Keratinfasern |
Non-Patent Citations (2)
| Title |
|---|
| Foster Ing., in ICS(1957)1671-4 * |
| Foster u. Manson, in Recueil 82.(1963), S. 583-6 * |
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