DE3248552C2 - - Google Patents
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- DE3248552C2 DE3248552C2 DE3248552A DE3248552A DE3248552C2 DE 3248552 C2 DE3248552 C2 DE 3248552C2 DE 3248552 A DE3248552 A DE 3248552A DE 3248552 A DE3248552 A DE 3248552A DE 3248552 C2 DE3248552 C2 DE 3248552C2
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- H03G11/00—Limiting amplitude; Limiting rate of change of amplitude
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- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Herabsetzen
des Rauschens in einem rauschbehafteten Informationssignal nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine Schaltungsanordnung der genannten Art ist aus der
DE 23 21 686 C2 bekannt. Bei dieser bekannten Schaltungsanordnung
besteht die Filtereinrichtung aus einem abgestimmten
Bandpaßfilter, das durch einen Längswiderstand und
einen Querzweig gebildet ist, der eine Parallelschaltung aus
einer Spule und einem Kondensator enthält. Der Längswiderstand
ist durch eine Amplituden-Begrenzerschaltung in Form
von antiparallel geschalteten Dioden zur Verhinderung von
Überschwingen überbrückt. Ein im Sperrbereich des Filters
liegendes Signal wird von einem Differenzverstärker erfaßt,
der an den Längswiderstand und damit auch an die Begrenzerschalter
angeschlossen ist und von einer Steuerschaltung
gleichgerichtet und geglättet wird, um ein Steuersignal zu
bilden, das die Leitfähigkeit eines den Längswiderstand und
die Begrenzerschaltung überbrückenden und damit an dem Filter
anliegenden Feldeffekttransistors erhöht, wenn die Amplitude
des Signals in den Sperrbereich zunimmt. Bei hohem Widerstand
des Transistors hat das Filter einen relativ schmalen, bei
niedrigem Widerstand einen breiteren Durchlaßbereich.
Aus der US 42 20 875 geht eine Schaltungsanordnung zum Herabsetzen
des Rauschens in einem rauschbehafteten Informationssignal hervor, die zwei Stufen aufweist. Die
erste Stufe ist ein Spannungs/Stromwandler. Die zweite Stufe
ist ein Verstärker mit variabler Verstärkung. Das Ausgangssignal
der zweiten Stufe ist durch eine Rückkopplungsschleife
an einen Eingang der ersten Stufe zurückgeführt. Die Schaltungsanordnung
hat eine variable Impedanz, die durch ein
externes Signal gesteuert werden kann. Die Ausgangsimpedanz
der Schaltungsanordnung ist linear bezüglich des angelegten
Steuersignals.
Schaltungsanordnungen zum Herabsetzen des Rauschens in einem rauschbehafteten Informationssignal arbeiten
generell in der Weise, daß ein Signal zum Zeitpunkt der
Aufzeichnung oder Übertragung komprimiert wird und daß
das komprimierte Signal zum Zeitpunkt des Empfangs oder
der Wiedergabe gedehnt wird, wodurch der scheinbare Dynamikbereich
des Aufnahme- oder Übertragungsmediums ausgeweitet
ist. Eine Kompressionsschaltung ist demgemäß
am Signaleingabepunkt vorgesehen und eine Expansions-
bzw. Dehnungsschaltung ist am Signalabgabepunkt vorgesehen.
Die Kompressions- und Dehnungsschaltungen umfassen
veränderbare Übertragungsfunktionsschaltungen, welche
die Verstärkung der zugeführten Signale einstellen. Außerdem
sind Steuerschaltungen enthalten, um die Übertragungsfunktion
in Abhängigkeit von dem Signalpegel und der Frequenz
des Signals zu ändern. Die Übertragungsfunktionsschaltungen
und die Steuerschaltungen weisen jedoch bestimmte
Ansprechzeitkonstanten auf und zeigen gelegentlich
unerwünschte Übertragungskennlinien bzw. Übertragungsgänge,
wenn ein zugeführtes Eingangssignal sich sehr
plötzlich um einen großen Betrag ändert.
In einer Kompressionsschaltung wird beispielsweise die
Verstärkung auf einen sehr hohen Wert erhöht, wenn
der Eingangssignalpegel niedrig ist, und sie wird auf
einen geringeren Wert abgesenkt, wenn der Eingangssignalpegel
hoch ist. Wenn ein Eingangssignalpegel jedoch
plötzlich ansteigt, wird ein Signal hohen Pegels einer
Schaltung zugeführt, die einen vorübergehend hohen Verstärkungszustand
aufweist, und zwar aufgrund der Ansprechzeitkonstante,
so daß von der Schaltung ein Ausgangssignal
abgegeben wird, welches einen extrem hohen
Wert oder einen Überschwinger hat. Es dürfte einzusehen
sein, daß ein Aufzeichnungsträger einen maximal zulässigen
Pegel, als Sättigungspegel bekannt, aufweist, so
daß bei Überschreiten des maximal zulässigen Pegels
durch ein Eingangssignal das Ausgangssignal von der
Dehnungsschaltung keine genaue Kopie oder Wiedergabe
des ursprünglichen Eingangssignals darstellt. Die bisher
bekannten Schaltungsanordnungen zum Herabsetzen von
Rauschen umfassen demgemäß Amplitudenbegrenzungsschaltungen
in der Kompressionsschaltung, so daß die Signalamplitude
auf einen Wert abgesenkt wird, der niedriger
ist als der maximal zulässige Betrag, um einen Überschwingzustand
zu vermeiden.
Amplitudenbegrenzungsschaltungen bestehen üblicherweise
aus nicht-linearen Elementen unter Verwendung von Halbleiter-pn-Übergängen,
wie Dioden. Ein Diodenbegrenzer
ist beispielsweise in der US-PS 36 31 365 gezeigt.
Nicht-lineare Elemente, wie Dioden, weisen jedoch eine
begrenzte Anwendbarkeit auf, und zwar aufgrund ihrer
festliegenden Begrenzerpegel. So weist beispielsweise
ein Silicium-pn-Übergang einen Durchlaß-Schwellwertpegel
von etwa 0,6 V auf. Eine Amplitudenbegrenzungsschaltung,
die zwei mit entgegengesetzter Leitfähigkeit einander
parallelgeschaltete Siliciumdioden enthält (von denen
die Anoden und Kathoden wechselweise miteinander verbunden
sind) weist einen Begrenzerpegel und etwa 1,2 Vss
(Spitze-Spitze-Wert) auf. Der Begrenzerpegel zeigt die
Neigung, wesentlich größer zu sein als der Signalpegel
in der Nachbarschaft eines pn-Überganges in der Amplitudenbegrenzungsschaltung.
Der Begrenzerpegel ist jedoch
unpraktisch hoch, wenn der Silicium-Diodenbegrenzer unverändert
in der Kompressionsschaltung verwendet wird.
Gemäß dem Stand der Technik ist ein Verstärker an der
Eingangsseite des Silicium-Diodenbegrenzers angeschlossen
und legt einen angemessenen Begrenzerpegel in bezug
auf den Signalpegel in den benachbarten Schaltungsteil
durch Vorverstärkung des dem Begrenzer zugeführten Signals
fest. Es ist ferner notwendig, das Begrenzerausgangssignal
im selben Ausmaß zu dämpfen, wie das Eingangssignal
verstärkt wird, um das Ausgangssignal auf
seinen ursprünglichen Wert wieder herzustellen. Demgemäß
sind ein Verstärker und ein Dämpfer an den Eingangs-
bzw. Ausgangsanschlüssen der Begrenzungsschaltung angeschlossen,
um den Begrenzerpegel auf einen gewünschten
optimalen Pegel zwischen dem Eingangssignal und dem Ausgangssignal
der Schaltung einzustellen, die den Verstärker,
den Begrenzer und den Dämpfer umfaßt, und zwar unabhängig
von den Begrenzerpegeln der Elemente.
Einer derartigen Anordnung haften jedoch bedeutsame Nachteile
an. Zunächst ist ein Verstärker erforderlich,
um einen tatsächlichen Begrenzerpegel festzulegen,
der abweicht von dem Begrenzerpegel der Begrenzerelemente,
wodurch die Schaltungsanordnung kompliziert
wird. Zum zweiten muß eine gesonderte Dämpfungsoperation
bezüglich des Signals ausgeführt werden, was eine Verschlechterung
im Signal-Rausch-Verhältnis bzw. im Störabstand
der Schaltungsanordnung hervorruft und die Genauigkeit
der Kompressionsoperation herabsetzt. Wenn
ein Diodenbegrenzer mit der Kompressionsschaltung verbunden,
ist, dann ist dieser darüber hinaus im allgemeinen
zwischen dem Signalkanal und Erde bzw. Masse
angeschlossen. Durch den Begrenzer kann ein Verzerrungsstrom
fließen und die anderen Schaltungsteile über eine
gemeinsame Impedanz der geerdeten Schaltung beeinflussen.
Wenn eine Begrenzerschaltung in einer Aufnahme- bzw.
Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabeanordnung, wie in
einem Bandrecorder, enthalten ist, müssen die Begrenzerpegel
zwischen zwei oder mehr Amplituden ausgewählt sein,
da die Wiedergabecharakteristiken des Magnetbandes sich
von Band zu Band ändern. Außerdem muß der Begrenzerpegel
geändert werden, wenn eine Rauschherabsetzungsschaltungsanordnung
durch eine andere ausgetauscht wird. Demgemäß
muß ein Schaltkreis vorgesehen sein, um die Begrenzerwerte
der Begrenzerschaltung zu ändern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe
zugrunde, eine Schaltungsanordnung zum Herabsetzen von
Rauschen zu schaffen, die keinen Verstärker zwischen der
Eingangsseite und einer Amplituden-Begrenzungsschaltung
benötigt, um den Begrenzerpegel einzustellen, wobei
dennoch der Begrenzerpegel auf einen optimalen Wert einstellbar
ist und wobei eine unnötige Signalverstärkung und
Signaldämpfung vermieden werden kann, um die Genauigkeit
der Signalübertragung und der Aufnahme/Wiedergabeleistung
zu verbessern und eine Signalverzerrung zu vermeiden.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebenen
Merkmale.
Durch die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung lassen sich
die oben erwähnten Nachteile und Schwierigkeiten bekannter
oder vorgeschlagener Schaltungsanordnungen vermeiden und
dennoch ein relativ einfacher Aufbau und eine einfache und
preiswerte Herstellung erreichen.
Mit der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung läßt sich das
Rauschen in einem Informationssignal-Übertragungssystem
und/oder in einer Informationssignal-Aufnahme- und Wiedergabeanordnung
herabsetzen.
Darüber hinaus ist bei der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
gewährleistet, daß ein Verzerrungsstrom andere Schaltungsteile
durch Hindurchfließen durch die Schaltungsteile
nicht beeinflussen bzw. beeinträchtigen.
Schließlich kann bei der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
der Begrenzerpegel selektiv zwischen zwei oder mehr
Größen umgeschaltet werden, und zwar in Abhängigkeit von den
Charakteristiken eines Aufzeichnungsträgers.
Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung gehen aus den Ansprüchen 2 bis 13
hervor.
Anhand von Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend
an Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt in einem Schaltplan eine bekannte Kompressionsschaltung,
die in einer Schaltungsanordnung
zum Herabsetzen des Rauschens in einem rauschbehafteten Informationssignal verwendet ist.
Fig. 2 veranschaulicht in einem Diagramm die Übertragungsfunktions-Charakteristiken
der Schaltungsanordnung
gemäß Fig. 1, wobei die Signalverstärkung in der
Ordinate und die Frequenz in der Abszisse
aufgetragen sind.
Fig. 3A und 3B veranschaulichen in Zeitdiagrammen das
Eingangssignalverhalten bzw. das Ausgangssignalverhalten
der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1
auf ein zugeführtes Ton-Burst-Signal hin.
Fig. 4 veranschaulicht in einem Schaltplan Einzelheiten
der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1.
Fig. 5 zeigt in einem Schaltplan ein Ausführungsbeispiel
einer Kompressionsschaltung für die Verwendung in
einer Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung.
Fig. 6 veranschaulicht in einem Schaltplan einen Spannungs-Strom-Wandler,
der in der Schaltungsanordnung
gemäß Fig. 5 verwendet wird.
Fig. 7 veranschaulicht in einem Schaltplan die Ausführungsform
gemäß Fig. 5, die sowohl eine Kompression als
auch eine Dehnung eines Eingangssignals vornimmt.
Fig. 8 veranschaulicht in einem Schaltplan eine alternative
Ausführungsform einer Kompressionsschaltung
gemäß der vorliegenden Erfindung.
Fig. 9 veranschaulicht in einem Schaltplan die Ausführungsform
gemäß Fig. 8, die sowohl eine Kompression als
auch eine Dehnung eines Eingangssignals vornimmt.
Fig. 10 veranschaulicht in einem Schaltplan ein noch weiteres
Ausführungsbeispiel einer Kompressions- und
Dehnungsschaltung gemäß der vorliegenden Erfindung.
Fig. 1 veranschaulicht eine typische bekannte Kompressionsschaltung
10, die einen Begrenzer oder eine Amplitudenbegrenzungsschaltung
aufweist, welche ein Überschwingen aus
einem Eingangssignal vermeidet, welches einen plötzlichen
großen Amplitudenanstieg aufweist. Die Kompressionsschaltung
10 enthält eine Parallelschaltung aus einem
Hauptsignalkanal 3 und aus einem Hilfssignalkanal 4 zwischen
einem Eingangsanschluß 1 und einem Ausgangsanschluß
2. Die Ausgangssignale der Kanäle 3 und 4 werden an einem
Summierpunkt 5 summiert und an an einen Ausgangsanschluß
2 abgegeben. Der Hilfssignalkanal 4 enthält ein Hochpaßfilter
6 mit einer variablen bzw. veränderbaren Grenzfrequenz,
eine Steuerschaltung 7, welche die Grenzfrequenz
des Hochpaßfilters 6 steuert, und eine Amplitudenbegrenzungsschaltung
8.
Fig. 2 veranschaulicht den Frequenzgang der Kompressionsschaltung
10. Die Signalübertragungscharakteristiken des
Hauptsignalkanals 3 sind falsch, wobei eine Signalverstärkung
von eins vorliegt, wie dies durch die Frequenzgangkurve
A veranschaulicht ist. Die Signalübertragungscharakteristik
des Hilfssignalkanals 4 hängt in großem Ausmaß von
der Charakteristik des Hochpaßfilters 6 ab, das durch
die Frequenzgangkurve B veranschaulicht ist, bei der die
Grenzfrequenz sich in Abhängigkeit von dem Signalpegel
ändert. Die Grenzfrequenz ist bei einem Nullsignalpegel
am niedrigsten, wie dies durch die Kurve B1 veranschaulicht
ist, während sie mit zunehmendem Signalpegel ansteigt,
wie dies durch die Kurve B2 veranschaulicht ist.
Die Kurve C veranschaulicht die Signalübertragungscharakteristik
zwischen dem Eingangsanschluß 1 und dem Ausgangsanschluß
2 der Kompressionsschaltung 10; diese Kurve wird
durch Zusammenfassung der Kurven A, B von den Signalkanälen
3, 4 erhalten. Die Kurven C1 und C2 veranschaulichen
die Signalübertragungscharakteristiken entsprechend
einem Nullsignalpegel bzw. einem erhöhten Signalpegel.
Wie ersichtlich, komprimiert die Kompressionsschaltung
10 den Dynamikbereich eines Eingangssignals.
Eine Dehnungs- bzw. Expansionsschaltung (nicht dargestellt)
mit Signalübertragungscharakteristiken, die
komplementär zu jenen der Kompressionsschaltung 10 sind,
wird für die Signalaufnahme oder -Wiedergabe verwendet,
um den ursprünglichen Dynamikbereich des Eingangssignals
wiederherzustellen.
Im folgenden ist die Arbeitsweise der Amplitudenbegrenzungsschaltung
8 zu beschreiben. Wenn ein Ton-Burst-Signal
mit einer Dauer vom Zeitpunkt t1 bis zum Zeitpunkt t2
an die Kompressionsschaltung 10 abgegeben wird
und die Amplitudenbegrenzungsschaltung 8 daraus weggelassen
ist, wie dies Fig. 3A zeigt, dann
weist das entsprechende Ausgangssignal eine hohe
Anfangsgröße oder ein Überschwingen auf und sinkt dann
auf den richtigen Pegel ab, wie dies Fig. 3B veranschaulicht.
Da der Eingangssignalpegel vor dem Zeitpunkt t1
nahezu Null ist, weist das Hochpaßfilter 6 eine Signalübertragungscharakteristik
auf, so daß die Grenzfrequenz
Null ist, wie dies durch die Kurve B1 in Fig. 2 angedeutet
ist. Unmittelbar nach dem Zeitpunkt t1 kann die
Grenzfrequenz des Hochpaßfilters 6 nicht augenblicklich
auf einen höheren Wert geändert werden, und zwar aufgrund
der endlichen Anstiegszeitkonstante der Steuerschaltung
7. Demgemäß tritt ein Überschwingen in dem
Signalverlauf des Ausgangssignals auf. Das Überschwingen
kann den Beschneidungspegel oder den maximal zulässigen
Pegel des Übertragungsweges oder Aufzeichnungsträgers
überschreiten. Um ein derartiges Überschwingen zu
vermeiden, wird ein Grenz- bzw. Begrenzungspegel L, der
in der Höhe kleiner ist als der Beschneidungspegel, durch
die Amplitudenbegrenzungsschaltung 8 festgelegt, wie dies
in Fig. 3B veranschaulicht ist. Die maximale Spannung
wird demgemäß so gesteuert, daß sie niedriger ist als
der Grenzpegel L.
Es sei darauf hingewiesen, daß die Amplitudenbegrenzungsschaltung
8 üblicherweise aus nicht-linearen Elementen
mit pn-Übergängen besteht, wie dies weiter unten noch
im einzelnen erläutert werden wird.
Fig. 4 veranschaulicht die Kompressionsschaltung 10 gemäß
Fig. 1 in weiteren Einzelheiten, wobei die entsprechenden
Schaltungselemente durch dieselben Bezugszeichen
bezeichnet sind. Die Amplitudenbegrenzungsschaltung 8
besteht, wie in der betreffenden Zeichnung dargestellt,
aus der Antiparallelschaltung von pn-Übergängen, d. h.
aus der Parallelschaltung der Dioden 11 und 12, deren
Anoden und Kathoden wechselweise miteinander verbunden
sind.
Es ist ferner darauf hinzuweisen, daß nicht-lineare Elemente
eine begrenzte Anwendbarkeit aufgrund ihrer festliegenden
Begrenzerpegel haben. So weisen beispielsweise
Silicium-pn-Übergänge einen Schwellwert von etwa
0,6 V auf. Die Amplitudenbegrenzungsschaltung 8, die aus
einer Antiparallelschaltung von Silicium-pn-Übergängen
besteht, weist einen Begrenzerpegel von etwa 1,2 Vss auf.
Dieser Begrenzerpegel ist bemerkenswert groß im Vergleich
zu einem normalen Signalpegel in den benachbarten Schaltungsteilen,
und demgemäß kann die Amplitudenbegrenzungsschaltung
8 in der Schaltungsanordnung nicht ummodifiziert
verwendet werden. Es ist daher notwendig, einen
Operationsverstärker 13 auf der Eingangsseite der Amplitudenbegrenzungsschaltung
8 vorzusehen, um ein Ausgangssignal
des Hochpaßfilters 6 zu verstärken, wobei das betreffende
Signal dann der Begrenzerschaltung 8 zugeführt
wird, wodurch der Begrenzerpegel auf einen optimalen
Pegel in bezug auf den normalen Signalpegel eingestellt
wird, der in den benachbarten Schaltungsbereichen vorhanden
ist.
Bei der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 4 umfaßt der
Summierpunkt 5 einen Operationsverstärker 15 und Summierwiderstände
16, 17, die an einem invertierenden Anschluß
des Operationsverstärkers 15 angeschlossen sind.
Bei der dargestellten Schaltungsanordnung wird das Ausgangssignal
des Hilfssignalkanales 4 von dem Operationsverstärker
13 her mit dem Ausgangssignal aus dem Hauptsignalkanal
3 entsprechend einem Mischverhältnis (kleiner
als eins) summiert, bei dem es sich um das Verhältnis
des Ausgangssignals des Hilfssignalkanales zu dem
Ausgangssignal in dem Hauptsignalkanal handelt.
Der Operationsverstärker 13, der in dem Hilfssignalkanal
3 zur Einstellung des Begrenzerpegels in diesem Kanal
vorgesehen ist, kompliziert die Schaltungsanordnung
zur Herabsetzung des Rauschens unnötig. Darüber hinaus
senkt die unnötige Verstärkung und Dämpfung des Signalpegels
die Genauigkeit der Signalwiedergabe und den
Rausch- bzw. Störabstand herab. Darüber hinaus kann
der in der Begrenzungsschaltung 8 fließende Strom verzerrt
sein und andere Schaltungselemente durch eine gemeinsame
Impedanz beeinflussen, die in die geerdete Schaltung
eingefügt ist.
Wie bekannt, ändert sich die Aufzeichnungscharakteristik
eines Magnetbandes von Band zu Band. Wenn demgemäß eine
bekannte Rauschherabsetzungsschaltung in einer Aufnahme-
und Wiedergabeeinrichtung, wie in einem Bandrecorder,
verwendet wird, muß der Begrenzerpegel von der Rauschherabsetzungsschaltung
selektiv zwischen zwei oder mehreren
Werten umgeschaltet werden. Wenn ein Rausch-Herabsetzungssystem
durch ein anderes ausgetauscht wird, muß
auch der Begrenzerpegel geändert werden.
Fig. 5 veranschaulicht eine Kompressionsschaltung 20
in einer Schaltungsanordnung gemäß der vorliegenden
Erfindung zum Herabsetzen von Rauschen. Ein Hauptsignalkanal
23, ein Hilfssignalkanal 24 und eine Zusammenfassungseinrichtung in Form eines Operationsverstärkers
25 zum Summieren der Ausgangssignale in den
Kanälen 23, 24 sind zwischen einem Eingangsanschluß 21
und einem Ausgangsanschluß 22 vorgesehen. Der Hilfssignalkanal
24 enthält ein Hochpaßfilter 26 mit einer
variablen bzw. veränderbaren Grenzfrequenz, welches
als veränderbare Übertragungsfunktionsschaltung dient,
sowie eine Steuerschaltung 27, mit deren Hilfe die Grenzfrequenz
des Hochpaßfilters 26 verändert wird. Das Ausgangssignal
des Hochpaßfilters 26 wird mittels eines
Spannungs-Strom-Wandlers 33 in einen elektrischen Strom
umgesetzt. Der elektrische Strom von dem Spannungs-Strom-Wandler
33 wird über einen Widerstand 34 einem invertierenden
Eingangsanschluß des Operationsverstärkers 25 zugeführt.
Ein Rückkoppelungswiderstand 35 liegt zwischen
dem invertierenden Eingangsanschluß und dem Ausgangsanschluß
des Operationsverstärkers 25. Eine Amplitudenbegrenzungsschaltung
28 ist zwischen dem Ausgangsanschluß
des Spannungs-Strom-Umsetzers 33 und dem Ausgangsanschluß
des Operationsverstärkers 25 angeschlossen. Der Hauptsignalkanal
23 ist an einem nicht-invertierenden Eingangsanschluß
des Operationsverstärkers 25 angeschlossen.
Der Operationsverstärker 25 wirkt als Spannungsfolger
in bezug auf den Hauptsignalkanal 23 und als invertierender
Verstärker in bezug auf den Hilfskanal 24. Der Ausgangsstrom
von dem Spannungs-Strom-Umsetzer 33 her wird
über die Widerstände 34, 35 und den Operationsverstärker
25 an den Ausgangsanschluß 22 abgegeben. Der durch
den Widerstand 35 hervorgerufene Spannungsabfall trägt
zu dem Ausgangssignal bei, welches am Ausgangsanschluß
22 abgegeben wird. Demgemäß kann das Mischverhältnis
des Signals in dem Hilfssignalkanal 24 zu dem Signal
in dem Hauptsignalkanal 23 dadurch eingestellt werden,
daß der Umsetzindexkoeffizient des Spannungs-Strom-Umsetzers
33 und die Größe des Widerstandes 35 ausgewählt
werden. Der Umsetzindex des Spannungs-Strom-Umsetzers
33 ist ein negativer Wert, um das Signal des
Hilfssignalkanals 24 mit dem Signal des Hauptsignalkanales
23 zu summieren.
Der Ampitudenbegrenzer 28 umfaßt eine Antiparallelschaltung
aus pn-Übergangs-Elementen, bei denen
es sich im Falle der dargestellten Ausführungsform um
zwei Siliciumdioden 31, 32 handelt, die derart einander
parallelgeschaltet sind, daß ihre Anoden und Kathoden
wechselweise miteinander verbunden sind. Der Begrenzer
28 weist einen festliegenden Nenn-Begrenzerpegel
von etwa 1,2 Vss auf, der als Funktion
der Summe der Spannungsabfallwerte der Widerstände 34,
35 festgelegt ist. Der virtuelle Begrenzerpegel der Gesamtschaltung
kann dadurch frei festgelegt werden, daß
der Wert des Widerstandes 35 unabhängig vom Signalpegel
am Ausgangsanschluß 22 geeignet eingestellt wird.
Wenn die Widerstände 34, 35 Widerstandswerte von R1 bzw.
R2 aufweisen, dann ist der virtuelle oder scheinbare Begrenzerpegel
gleich
multipliziert mit dem Nenn-Begrenzerpegel (von beispielsweise
etwa 1,2 Vss) des Amplitudenbegrenzers
28. Wenn der Wert R1 des Widerstandes 34
zweimal dem Wert R2 des Widerstandes 35 ist, dann beträgt
der scheinbare Begrenzerpegel am Ausgangsanschluß
22 etwa 0,4 Vss. Es sei darauf hingewiesen, daß die Amplitudenbegrenzungsoperation
das Ausgangssignal im Hauptsignalkanal
23 nicht beeinflußt.
Fig. 6 veranschaulicht einen bevorzugten Aufbau des
Spannungs-Strom-Wandlers 33, bei dem ein Eingangsanschluß
41 mit einem Ausgangsanschluß des Hochpaßfilters 26 verbunden
ist, während ein Ausgangsanschluß 42 an einem
Verbindungspunkt P (siehe Fig. 5) zwischen dem Widerstand
34 und der Amplitudenbegrenzungsschaltung 28 angeschlossen
ist. Die Anschlüsse 43, 44 sind Plus- bzw.
Minusanschlüsse einer Spannungsquelle. Die Spannung
von dem Hochpaßfilter 26 her wird mittels einer Differenz-Transistorschaltung
46 in einen elektrischen
Strom umgesetzt. Stromspiegel- oder Strominvertierungsschaltungen
53, 54 sind an den Kollektoren der Transistoren
47, 48 angeschlossen, welche die Differenz-Transistorschaltung
46 bilden. Das Ausgangssignal der Stromspiegelschaltung
53 wird an den Ausgangsanschluß 42 abgegeben,
während das Ausgangssignal der Stromspiegelschaltung 54
in der Polarität durch die Stromspiegelschaltung 55 invertiert
und an den Ausgangsanschluß 42 abgegeben wird.
Der Expansions- bzw. Dehnungsschaltungsteil der Schaltungsanordnung
zur Rauschherabsetzung kann von dem Kompressionsschaltungsteil
gesondert aufgebaut sein, und
er ist im allgemeinen symmetrisch oder komplementär
zu der Kompressionsschaltung 20. Da in einer Aufnahme-
und Wiedergabeanordnung, wie in einem Bandrecorder, zu
irgendeinem Zeitpunkt nur eine Betriebsart des Aufnahmebetriebs
und des Wiedergabebetriebs ausgewählt
wird, kann jedoch eine Schalteinrichtung 29 vorgesehen sein, wie
die Fig. 7 veranschaulicht, um entweder den Kompressionsbetrieb
oder den Expansionsbetrieb auszuwählen.
Gemäß Fig. 7 weist die Schalteinrichtung 29 eionen Anschluß c
auf, der mit dem Eingangsanschluß 21 verbunden ist,
und außerdem weist der betreffende Schalter einen
zweiten Anschluß e mit auf, der mit einem Ausgangsanschluß
einer Invertierungseinrichtung in Form eines invertierenden Verstärkers 30 verbunden
ist, welcher ein ihm von dem Operationsverstärker 25
her zugeführtes Signal invertiert. Es sei darauf hingewiesen,
daß dann, wenn die Schalteinrichtung 29 zu dem Anschluß
c hin umgeschaltet ist, eine Kompressionsoperation
bezüglich eines Eingangssignals ausgeführt
wird. Wenn die Schalteinrichtung 29 zum Anschluß e umgeschaltet
ist, wird bezüglich eines Eingangssignals eine Dehnungsoperation
ausgeführt. Mit Ausnahme der Schalteinrichtung 29
und des invertierenden Verstärkers 30 sind die anderen
Schaltungselemente dieselben, wie sie in Fig. 5 veranschaulicht
sind, weshalb hier der Kürze halber eine
Beschreibung dieser Elemente nicht wiederholt wird.
Es sei ferner darauf hingewiesen, daß eine Schaltungsanordnung
gemäß der vorliegenden Erfindung einen
Operationsverstärker vermeidet, der lediglich zur Einstellung
des Begrenzerpegels verwendet wird. Der
Begrenzerpegel wird auf einem optimalen Wert dadurch
eingestellt, daß lediglich ein Operationsverstärker
25 verwendet wird, der die Ausgangssignale in dem
Hauptsignalkanal 23 und in dem Hilfssignalkanal 24
summiert. Die resultierende Schaltungsanordnung ist
vereinfacht, und solche unnötigen Operationen der
Verstärkung des Signalpegels, der Einstellung eines
Begrenzerpegels und der Dämpfung des Signalpegels sind
vermieden, was zu einer Verbesserung in der Genauigkeit
der Signalübertragung sowie in der Aufnahme- und
Wiedergabeleistung führt. Darüber hinaus wirkt der
Operationsverstärker 25 als Spannungsfolger in bezug
auf das Ausgangssignal des Hauptsignalkanals 23, so
daß dessen Verstärkung nicht von einem Widerstandswert
des Widerstandes 16 abhängt, wie dies bei der
bekannten Schaltung der Fall ist, wodurch eine verbesserte
Genauigkeit in der Signalübertragung und in
der Aufnahme- und Wiedergabeleistung hervorgerufen ist.
Darüber hinaus fließt der verzerrte Strom nicht durch
die Amplitudenbegrenzungsschaltung 8 nach Erde bzw.
Masse, so daß andere Schaltungskomponenten dadurch
nicht beeinflußt werden können.
Fig. 8 veranschaulicht eine zweite Ausführungsform
einer Schaltungsanordnung 70 gemäß der vorliegenden
Erfindung zur Rauschherabsetzung. Bei dieser Schaltungsanordnung
wird lediglich eine Kompressionsoperation
ausgeführt. Bei der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 8
arbeiten diejenigen Schaltungselemente, die in der Ausführungsform
gemäß Fig. 7 enthalten sind, wie der
Eingangsanschluß 21, der Ausgangsanschluß 22, der
Hauptsignalkanal 23, der Hilfssignalkanal 24, der
Operationsverstärker 25, das Hochpaßfilter 26, die
Steuerschaltung 27 und der Spannungs-Strom-Umsetzer 33,
in der zuvor beschriebenen Weise, weshalb der Kürze
halber Beschreibungen dieser Elemente hier weggelassen
werden.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 8 enthält eine Schalteinrichtung in Form eines Schalters
60, der an einem Ausgangsanschluß des Spannungs-Strom-Umsetzers
33 angeschlossen ist. Erste und zweite
Amplitudenbegrenzungseinrichtung in Form einer Amplitudenbegrenzungsschaltung 61, 62 sowie erste,
zweite und dritte Widerstände 71, 72, 73 sind ebenfalls
in der Schaltung 70 enthalten. Der Widerstand 71 liegt
zwischen dem invertierenden Eingangsanschluß und dem
Ausgangsanschluß des Operationsverstärkers 25; er
wirkt als Rückkopplungswiderstand. Der Widerstand 72
liegt zwischen dem invertierenden Eingangsanschluß des
Operationsverstärkers 25 und einem Verbindungspunkt
oder Anschluß A, der zwischen einem Anschluß der
Amplitudenbegrenzungsschaltung 71 und einem Ausgangsanschluß
a des Schalters 60 vorgesehen ist. Der Widerstand
73 ist mit dem Widerstand 72 und mit einem Verbindungspunkt
oder Schaltungspunkt B verbunden, der
zwischen der Amplitudenbegrenzungsschaltung 62 und
dem Ausgangsanschluß b des Schalters 60 liegt. Amplitudenbegrenzungsschaltungen
61, 62 sind ebenfalls an
dem Ausgangsanschluß des Operationsverstärkers 25 angeschlossen.
Wie oben bereits erwähnt, können antiparallel
zueinander geschaltete pn-Übergänge als
Amplitudenbegrenzungsschaltungen 61, 62 verwendet werden,
und zwar wie im Falle der Amplitudenbegrenzungsschaltung
28 gemäß Fig. 5.
In der Schaltungsanordnung 70 wird das Verhältnis
des Ausgangssignals in dem Hilfssignalkanal 24 zu
dem Ausgangssignal in dem Hauptsignalkanal 23 - dieses
Verhältnis ist als Mischverhältnis bekannt - durch den
Widerstand 71 eingestellt und hängt dabei nicht von
der Stellung des Schalters 60 ab. Wenn der Schalter
60 mit dem Anschluß a verbunden ist, so daß das Ausgangssignal
in dem Hilfssignalkanal 24 dem Anschluß-
oder Verbindungspunkt A zugeführt wird, ist der erste
scheinbare Begrenzerpegel durch die Summe der Spannungsabfallwerte
der Widerstände 71, 72 bestimmt. Der erste
Begrenzerpegel kann ohne weiteres dadurch eingestellt
werden bzw. festgelegt werden, daß der Widerstandswert
des Widerstandes 72 ausgewählt wird, und zwar
unabhängig vom Mischverhältnis zwischen den Signalkanälen
23, 24. Wenn der Schalter 60 mit dem Anschluß b
verbunden ist und wenn der Strom in dem Hilfssignalkanal
24 an den Verbindungs- oder Schaltpunkt B abgegeben
wird, ist der zweite scheinbare Begrenzerpegel
durch die Summe der Spannungsabfallwerte der Widerstände
71, 72, 73 bestimmt und kann ebenfalls unabhängig
vom Mischverhältnis und vom Wert des ersten Begrenzerpegels
festgelegt werden.
Wenn die Widerstände 71, 72, 73 Widerstandswerte von R1,
R2 und R3 aufweisen, dann beträgt der erste Begrenzerpegel
multipliziert mit dem Nenn-Begrenzerpegel, d. h. mit
dem Begrenzerpegel der Amplitudenbegrenzungsschaltungen
61, 62 (etwa 1,2 Vss). Der zweite Begrenzerpegel beträgt
multipliziert mit dem Nenn-Begrenzerpegel. Der Schalter
60 kann dazu verwendet werden, den Begrenzerpegel
auf den ersten oder zweiten Pegel festzulegen. Eine
Dehnungsschaltung für eine Schaltungsanordnung zur
Rauschherabsetzung kann als zweite Schaltung enthalten
und symmetrisch oder komplementär zur Schaltungsanordnung
70 ausgebildet sein. In einem Aufnahme- und
Wiedergabegerät, wie in einem Bandrecorder, wird jedoch
eine Betriebsart der Aufnahme- und Wiedergabebetriebsarten
zu irgendeinem vorgegebenen Zeitpunkt
ausgewählt. Demgemäß ist es bevorzugt, daß lediglich
eine Schaltung für die Kompressions- und Dehnungsoperationen
verwendet wird und daß die Funktionen
mittels eines Schalters ausgewählt werden. Der Umschalter
kann dabei in der Kompressions- und Dehnungsschaltung
angeordnet und mit dem Eingangsanschluß des
Hochpaßfilters 26 verbunden sein, so daß auf die Auswahl
des Dehnungsbetriebs hin das Ausgangssignal des
Operationsverstärkers 25 in der Polarität umgekehrt und
dem Hochpaßfilter 26 zugeführt wird.
Fig. 9 zeigt eine detaillierte Darstellung der Schaltungsanordnung
gemäß Fig. 8. Gemäß Fig. 9 wird den
positiven und negativen Speisespannungsanschlüssen
76, 77 ein Strom zugeführt. Die Schalteinrichtung in Form des Schalters 29 wird dazu
herangezogen, den Kompressionsbetrieb c oder den
Dehnungsbetrieb e auszuwählen, wie dies zuvor beschrieben
worden ist. Der Schalter 29 ist mit einem
Anschluß c an dem Eingangsanschluß 21 und mit dem
anderen Anschluß e am Ausgangsanschluß eines invertierenden
Verstärkers 30 angeschlossen. Der invertierende
Verstärker 30 invertiert ein von dem Operationsverstärker
25 her zugeführtes Ausgangssignal. Das
Ausgangssignal wird über den Schalter 29 an das Hochpaßfilter
26 mit einer variablen bzw. veränderbaren
Grenzfrequenz abgegeben. Das Ausgangssignal des Hochpaßfilters
26 wird in einen elektrischen Strom umgesetzt,
und zwar durch eine Differenz-Transistorschaltung
36, die Teil des Spannungs-Strom-Wandlers 33 ist. Erste
und zweite Stromschalter 63, 64, die dem Schalter 60
gemäß Fig. 8 entsprechen, sind mit den Kollektoren
von Transistoren 37, 38 in der Differenz-Transistorschaltung
36 verbunden. Stromspiegel- oder Strominvertierungsschaltungen
65, 66 sind als Last in bezug
auf die Stromschalter 63, 64 geschaltet, und die entsprechenden
Ausgangsströme werden davon an die Verbindungspunkte
A, B abgegeben. Der Ausgangsstrom der
Differenz-Transistorschaltung 36 wird selektiv an die
Anschlußpunkte A, B abgegeben, indem eine hohe Spannung
an den gewünschten einen Anschluß der Steueranschlüsse
67, 68 der Stromschalter 63, 64 abgegeben wird. Die
ersten und zweiten Begrenzerpegel können somit abhängig
von Spannungspegel an den Anschlüssen 67, 68
umgeschaltet werden. Die Kompressionsbetrieb- und
Expansionsbetrieb-Operationen können durch Umschalten
des Schalters 29 zum Anschluß c oder e ausgewählt werden.
Es dürfte einzusehen sein, daß der Kompressionsbetrieb
und der Dehnungsbetrieb bei der Ausführungsform gemäß
Fig. 9 komplementär zueinander sind.
Fig. 10 veranschaulicht eine dritte Ausführungsform
einer Schaltungsanordnung 90 gemäß der vorliegenden
Erfindung zur Rauschherabsetzung. Dabei werden Erläuterungen
bezüglich jener Schaltungsteile oder Elemente,
die bei den vorstehend erläuterten Ausführungsformen
vorgesehen sind, der Kürze halber nicht wiederholt.
Die Rauschherabsetzungsschaltungsanordnung 90
gemäß Fig. 10 enthält Widerstände 81, 82, 83, welche
den ersten, zweiten und dritten Widerständen 71, 72
bzw. 73 bei der Ausführungsform gemäß Fig. 8 und 9
entsprechen. Es sei darauf hingewiesen, daß ein Anschluß
des dritten Widerstandes 83 mit einem Anschluß
des zweiten Widerstandes 82 verbunden ist, d. h. mit
einem Verbindungspunkt Q zwischen dem invertierenden
Eingangsanschluß des Operationsverstärkers 25 und
dem ersten Widerstand 81. Wenn der Schalter 60 mit dem
Anschluß a verbunden ist, beträgt der scheinbare erste
Begrenzerpegel
multipliziert mit dem Begrenzerpegel der Amplitudenbegrenzungsschaltung
61. Wenn der Schalter 60 mit dem
Anschluß b des Schalters 60 verbunden ist, beträgt
der scheinbare zweite Begrenzerpegel
multipliziert mit dem Begrenzerpegel der Amplitudenbegrenzungsschaltung
62. Der erste Begrenzerpegel und
der zweite Begrenzerpegel können somit unabhängig voneinander
durch Festlegen der Widerstandswerte R2 und R3
für die Widerstände 82 bzw. 83 festgelegt werden.
Selbstverständlich kann die Stellung des Schalters 60
dazu ausgenutzt werden, die Widerstandswerte R2, R3
auszuwählen.
Wie aus der Erläuterung der zweiten Ausführungsform
und der dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
ersichtlich ist, ist die Verwendung eines
Operationsverstärkers vermieden, der sonst beim Stand
der Technik verwendet würde, um den Begrenzerpegel
festzulegen. Der scheinbare Begrenzerpegel wird auf
einen optimalen Wert dadurch festgelegt, daß ein
Operationsverstärker verwendet wird, der die Ausgangssignale
im Hauptsignalkanal und im Hilfssignalkanal
summiert. Die daraus resultierende Schaltungsstruktur
ist einfacher als bei den bekannten Einrichtungen
und die unnötigen Operationern, die bisher ausgeführt
worden sind, wie die Erhöhung des Signalpegels, die
Festlegung eines Begrenzerpegels und dann die Dämpfung
des Signalpegels, sind vermieden. Damit einher geht die
Verbesserung in der Signalübertragungsgenauigkeit
und in der Auszeichnungs- und Wiedergabeleistung. Da
der Operationsverstärker gemäß der vorliegenden Erfindung
als Spannungsfolger in bezug auf das Ausgangssignal
im Hauptsignalkanal wirkt, hängt dessen
Verstärkung nicht von dem Widerstandsverhältnis ab,
was weiter zu einer gesteigerten Genauigkeit im Vergleich
zu bisher bekannten Schaltungen beiträgt. Dabei
fließt kein verzerrter Strom zu den Amplitudenbegrenzungsschaltungen
und Erdungsschaltungen, der andere
Schaltungskomponenten beeinflussen könnte. Darüber hinaus
können zwei oder mehr Begrenzerpegel festgelegt bzw.
eingestellt und durch einen einfachen Schalter ausgewählt
werden. Die Begrenzerpegel des Hilfssignalkanals
können einfach als Funktion des Typs des Rauschherabsetzungssystems
und des Bandtyps des als Aufzeichnungsträger
verwendeten Bandes umgeschaltet werden.
Es dürfte einzusehen sein, daß drei oder mehr Amplitudenbegrenzungsschaltungen
sowie vier oder mehr Widerstände
verwendet werden können, um zwischen drei oder
mehr Begrenzerwerten auszuwählen, wobei die Erfindung
wie zuvor beschrieben, arbeiten wird.
Claims (11)
1. Schaltungsanordnung zum Herabsetzen des Rauschens in einem
rauschbehafteten Informationssignal, mit
- - einer Zusammenfassungseinrichtung (25) in Form eines Subtrahierers oder Summierers mit zwei Eingängen (+, -), die aus diesen Eingängen (+, -) zugeführten Signalen ein kombiniertes Signal erzeugt, mit
- - einem Hauptsignalkanal (23) für die Abgabe des weitgehend unveränderten Informationssignals an einem der beiden Eingänge (+, -), der Zusammenfassungseinrichtung (25), und mit
- - einem Hilfssignalkanal (24), der das Informationssignal aufnimmt und der ein modifiziertes Informationssignal an den anderen der beiden Eingänge (+, -) der Zusammenfassungseinrichtung (25) abgibt, die das modifizierte Informationssignal mit dem unveränderten Informationssignal zusammenfaßt, wobei
- - der Hilfssignalkanal (24) ein Filter (26) mit einer veränderlichen Grenzfrequenz zum Erzeugen eines gefilterten Ausgangssignals aus dem Informationssignal und einen Amplituden-Begrenzer (28, 61, 62) aufweist, der die Amplitude des an den anderen Eingang der Zusammenfassungseinrichtung (25) abgegebenen modifizierten Informationssignals begrenzt,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - das Filter (26) ein Hochpaßfilter mit einer veränderlichen Grenzfrequenz ist, die sich abhängig von einer Änderung des Pegels des aufgenommenen Informationssignals ändert, und daß
- - der Hilfssignalkanal (24) einen Spannungs-Strom-Umsetzer (33) für die Umsetzung des Spannungspegels des gefilterten Ausgangssignals in einen Strom und zur Abgabe dieses Stroms an den anderen Eingang der Zusammenfassungseinrichtung (25) aufweist, wobei der Amplituden-Begrenzer (28; 61, 62) die Amplitude des an die Zusammenfassungseinrichtung (25) abgegebenen Stroms begrenzt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zusammenfassungseinrichtung
(25) einen Verstärker (25) mit einem invertierenden
und einem nicht-invertierenden Eingangsanschluß ist, daß der
Hauptsignalkanal (23) das Informationssignal an den nicht-invertierenden
Eingangsanschluß des Verstärkers (25) abgibt,
und daß der Hilfssignalkanal (24) das modifizierte Informationssignal
an den invertierenden Eingangsanschluß (-) des
Verstärkers (25) abgibt.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Hilfssignalkanal (24)
einen Widerstand (34) enthält, der zwischen dem Spannungs-Strom-Umsetzer
(33) und der Zusammenfasungseinrichtung (25)
angeordnet ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zusammenfassungseinrichtung
(25) einen Ausgangsanschluß aufweist, der über einen
Rückkopplungs-Widerstand (35) mit dem Widerstand (34) verbunden
ist.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Hilfssignalkanal (24)
eine Steuerschaltung (27) enthält, welche die Grenzfrequenz
des Hochpaßfilters (26) steuert.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß an dem Ausgangsanschluß
der Zusammenfassungseinrichtung (25) eine Invertierungseinrichtung
(30) angeschlossen ist, über die auf das zugeführte
kombinierte Signal hin ein invertiertes Signal erzeugt wird,
und daß eine Schalteinrichtung (29) vorgesehen ist, welche
alternativ das Informationssignal und das invertierte Signal
an das Hochpaßfilter (26) abgibt.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Amplituden-Begrenzer
(28; 61, 62) durch zwei antiparallel geschaltete
pn-Halbleiterelemente gebildet ist.
8. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Amplituden-Begrenzer
(61, 62) eine erste (61) und eine zweite Amplituden-Begrenzungseinrichtung
(62) umfaßt, die am Ausgangsanschluß
der Zusammenfassungseinrichtung (25) angeschlossen
sind und die Amplitude des Stroms begrenzen, und daß ferner
eine weitere Schalteinrichtung (60) vorgesehen ist, die abwechselnd
die erste Amplituden-Begrenzungseinrichtung (61) und
die zweite Amplituden-Begrenzungseinrichtung (62) mit dem
Spannungs-Strom-Umsetzer (33) verbindet.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Hilfssignalkanal (24)
einen ersten (72; 82) und zweiten Widerstand (73; 83) umfaßt,
wobei der zweite Widerstand (73; 83) den ersten Widerstand
(72; 82) in dem Fall in Reihe geschaltet ist, daß die Schalteinrichtung
(60) den Spannungs-Strom-Umsetzer (33) mit der
zweiten Amplituden-Begrenzungseinrichtung (62) verbindet.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die erste
Amplituden-Begrenzungseinrichtung (61) und die zweite Amplituden-Begrenzungseinrichtung
(62) jeweils ein Paar antiparallel
geschaltete pn-Halbleiterelemente aufweist.
Applications Claiming Priority (2)
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