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DE3130013A1 - "verfahren zur verfluessigung von biogas" - Google Patents

"verfahren zur verfluessigung von biogas"

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DE3130013A1
DE3130013A1 DE19813130013 DE3130013A DE3130013A1 DE 3130013 A1 DE3130013 A1 DE 3130013A1 DE 19813130013 DE19813130013 DE 19813130013 DE 3130013 A DE3130013 A DE 3130013A DE 3130013 A1 DE3130013 A1 DE 3130013A1
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DE
Germany
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biogas
synthesis gas
temperature
hydrogenation
methane
Prior art date
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Ceased
Application number
DE19813130013
Other languages
English (en)
Inventor
Rainer Dipl.-Chem. Dr. 6237 Liederbach Frische
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Battelle Institut eV
Original Assignee
Battelle Institut eV
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Publication date
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Priority to DE19813130013 priority Critical patent/DE3130013A1/de
Publication of DE3130013A1 publication Critical patent/DE3130013A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C1/00Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon
    • C07C1/02Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon from oxides of a carbon
    • C07C1/04Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon from oxides of a carbon from carbon monoxide with hydrogen
    • C07C1/0485Set-up of reactors or accessories; Multi-step processes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B3/00Hydrogen; Gaseous mixtures containing hydrogen; Separation of hydrogen from mixtures containing it; Purification of hydrogen
    • C01B3/02Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen
    • C01B3/32Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen by reaction of gaseous or liquid organic compounds with gasifying agents, e.g. water, carbon dioxide, air
    • C01B3/34Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen by reaction of gaseous or liquid organic compounds with gasifying agents, e.g. water, carbon dioxide, air by reaction of hydrocarbons with gasifying agents
    • C01B3/38Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen by reaction of gaseous or liquid organic compounds with gasifying agents, e.g. water, carbon dioxide, air by reaction of hydrocarbons with gasifying agents using catalysts

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verflüssigung von Biogas
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verflüssigung von Biogas durch katalytische Umsetzung.
  • Biogas entsteht bei der anaeroben mikrobiellen Zersetzung von organischem Material und besteht im wesentlichen aus Methan und Kohlendioxid. Das Verhältnis dieser beiden Komponenten schwankt in der Regel zwischen 7:3 bis 6:4 Methan/Kohlendioxid.
  • In Extremfällen kann der Methangehalt über 90 % steigen, z.B.
  • in Deposiegas, einem in Abfall-Deponien gebildeten Biogas.
  • Im allgemeinen wird das Biogas durch Verbrennen zur Wärmegewinnung oder durch Betreiben von Verbrennungsmotoren zur Erzeugung von mechanischer Energie und/oder elektrischem Strom direkt genutzt. I:erner kann es zu Reinmethan aufbereitet werden, das in das Gasnetz eingespeist wird. Diesen Nutzungen ist jedoch aus Kostengründen z.Z. nur ein verschwindend geringer Teil des Gesamtbiogaspotentials zugänglich. Eine weitergehende Nutzung wird in erster Linie dadurch erschwert, daß der Bedarf an Energie und das Biogasangebot sowohl örtlich wie auch zeitlich häufig nicht zusammenfällt. Das Biogas muß daher gespeichert und/oder transportiert werden. Beide Möglichkeiten stoßen jedoch auf erhebliche Schwierigkeiten, die sich aus den stofflichen und energetischen Eigenschaften des Biogases ergeben.
  • Ferner ist aufgrund des Kohlendioxidgehaltes der Energiegehalt pro Volumen- bzw. Gewichtseinheit gering. Die Bereitstellung kleinerer Biogasmengen wird daher wegen der nicht beliebig senkbaren Kosten für die Gewinnung und Nutzung unrentabel.
  • Biogas kann zur späteren Nutzung gespeichert werden. Eine direkte Speicherung in Gas speichern bei Normaldruck oder in Druckflaschen unter erhöhtem Druck ist möglich. Der Nachteil der Speicherung bei Normaldruck besteht darin, daß hoher Speicherraum pro Energieeinheit notwendig ist, da das Biogas eine niedrige Volumenenergiedichte besitzt. Ferner werden wegen der Korrosivität des Biogases hohe Anforderungen an das Material der Behälter gestellt. Der wesentliche Nachteil der direkten Speicherung unter erhöhtem Druck besteht darin, daß das Speichermaterial ebenfalls beständig gegen Biogas sein muß und eine wirtschaftliche Realisierung auch wegen der auftretenden Sicherheitsprobleme bisher kaum möglich ist.
  • Biogas kann auch nach der Aufbereitung, die chemisch oder physikalisch erfolgen kann, gespeichert werden. Bei der Aufbereitung wird das Kohlendioxid zwecks Erhöhung der Energievolumendichte entfernt. Zur Minderung der Korrosivität werden ferner die Anteile Schwefelwasserstoff und Wasser abgetrennt. Bei den chemischen Methoden kann das Kohlendioxid z.B. durch basische Adsorber eliminiert werden. Der Schwefelwasserstoff wird durch Metallsulfidbildung- und/oder durch Oxidation zu Elementarschwefel abgetrennt. Zur Entfernung des Wasseranteils werden übliche Trockenmittel verwendet. Durch chemische Methoden zur Aufbereitung von Biogas wird zwar die Energievolumendichte des Biogases erhöht und die Korrosivität erniedrigt, die Nachteile der Gas speicherung bleiben jedoch die Gleichen wie bei der direkten Speicherung. Hinzu kommt, daß zur Durchführung der chemischen Aufbereitung Betriebsstoffe bzw. Energie notwendig sind, so daß eine wirtschaftliche Realisierung kaum möglich ist.
  • Bei den physikalischen Aufbereitungsmethoden bieten sich die Tieftemperatur-Teil- bzw. -Vollverflüssigungsverfahren an.
  • Auch diese erfordern einen hohen Investitions- und Betriebsaufwand. Durch diese Verfahren kann das aufbereitete Biogas zwar bei Tieftemperatur als Flüssigkeit gespeichert werden, hierzu sind jedoch Spezialbehälter notwendig. Die Speicherdauer wird durch die Wärmedurchlässigkeit der Speichergeräte begrenzt.
  • Es ist bekannt, daß das Methan sich partiell mit Sauerstoff oxidieren läßt. Dabei entstehen Methanol, Formaldehyd und Ameisensäure. Der Energiegehalt der Produkte nimmt in dieser Reihenfolge ab. Die Prozeßenergie wird bei diesen Methoden durch die Oxidation geliefert, d.h. die partielle Oxidation mit Sauerstoff verläuft exotherm. Die bekannten Verfahren benutzen hierzu entweder reinen Sauerstoff oder Luft, die mit Methan am Katalysator umgesetzt werden. Der erste Fall ist wegen der Herstellung des reinen Sauerstoffs, z.B. Luftverflüssigung und fraktionierte Destillation, aufwendig. Dagegen ist jedoch die Kondensation der Endprodukte, z.B. Methanol, problemlos und verläuft ohne nennenswerte Zwangsverluste. Wird mit Luft oxidiert, tritt bei der Kondensation ein Zwangsverlust dadurch auf, daß der in der Luft enthaltene Stickstoff abgeführt werden muß. Nach dem Partialdampfdruckgesetz ist er jedoch mit dem Reaktionsprodukt gesättigt.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem das Biogas in wirtschaftlicher und einfacher Weise in eine speicherbare Form gebracht werden kann. Der ideale Weg, Biogas in speicherbare, transportable und jederzeit verfügbare Form zu bringen, ist dessen Umwandlung in bei Normaldruck und -temperatur flüssige Produkte hoher Energiedichte. Da der energetisch wertvolle Bestandteil des Biogases Methan ist, läuft dies letztlich darauf hinaus, Methan chemisch in flüssige, organische Produkte umzuwandeln. Dabei sollten jedoch die Nachteile der bekannten Oxidationsverfahren für Methan vermieden werden.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß sich diese Aufgabe in technisch fortschrittlicher Weise mit einem Verfahren lösen läßt, bei dem die Biogas-Bestandteile Methan, Kohlendioxid und Wasser ungetrennt, gegebenenfalls unter Zugabe von zusätzlichem Wasser, über einen Katalysator endotherm zum Synthesegas mit einem Kohlenmonoxid/Wasserstoff-Verhältnis zwischen 1:1 und 1:3 umgesetzt werden und das Synthesegas unter Verwendung von Hydrierungskatalysatoren bei geregelter Temperatur exotherm in flüssige, zum Teil sauerstoffhaltige Kohlenwasserstoffe überführt wird.
  • Die Umsetzung zum Synthesegas wird vorzugsweise unter Verwendung von Nickel-Katalysatoren bei erhöhten Temperaturen, vorzugsweise einer Temperatur von 800 bis 1000 °C, durchgeführt.
  • Diese Reaktion kann unter Normaldruck bis Mitteldruck von ca.
  • 50 atm. erfolgen. Durch Variation des Kohlenmonoxid/Wasserstoff- Verhältnisses im Synthesegas, des Drucks und der Temperatur sowie durch geeignete Auswahl der Hydrierungskatalysatoren kann die Art und Zusammensetzung der flüssigen Endprodukte gesteuert werden. Vorzugsweise werden die bei der Umsetzung des Synthesegases zu flüssigen Endprodukten resultierenden Restgase dem Biogas zugemischt oder dazu benutzt, die Umsetzung zum Synthesegas aufzuheizen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Verflüssigung von Biogas unterscheidet sich grundlegend von dem Verfahren zur partiellen Oxidation von Methan. Es werden beide Biogaskomponenten, Methan und Kohlendioxid, benutzt. Das eventuell fehlende Kohlendioxid wird durch Wasser ersetzt. Dabei wird das Biogas ungetrennt katalytisch bei höherer Temperatur in Synthesegas überführt.
  • Das Synthesegas wird dann katalytisch zu Flüssigprodukten umgesetzt.
  • Die Grundreaktionen der ersten Verfahrensstufe sind: CH4 + C02 2 CO + 2 H2 CH4 + H20 CO + 3 H2 Das erfindungsgemäße Verfahren beruht auf der Erkenntnis, daß die C02-Komponente im Biogas unter Zugrundelegung dieser Grundreaktionen genutzt werden kann. Die Synthesegas-Zusammensetzung läßt sich durch Temperatur und Wasserzusatz zum Biogas steuern.
  • Es können Kohlenmonoxid/Wasserstoff-Verhältnisse von 1:1 bis 1:3 gewählt werden.
  • Die Vorreinigung des Biogases, die insbesondere in der Entfernung des Schwefels liegt, ist problemlos, da der Schwefel als Schwefelwasserstoff vorliegt. hierzu können die bekannten Verfahren herangezogen werden.
  • In der zweiten Verfahrensstufe wird das Synthese gas katalytisch zu Flüssigprodukten umgesetzt. Hierzu werden an sich bekannte Verfahren, z.B. Fischer-Tropsch-Synthes^, angewandt.
  • Diese Verfahren unterscheiden sich in den Katalysatortypen, den Reaktionsdrücken, der Reaktionstemperatur und der Synthesegaszusammensetzung voneinander. Erfindungsgemäß wurde festgestellt, daß die Fischer-Tropsch-Synthese auch in kleintechnologischen Anlagen betrieben werden kann. Die Ausbeuteverluste sind selbst bei weniger optimaler Reaktionsführung hinnehmbar.
  • Als Hydrierungskatalysatoren können die bekannten Fischer-Tropsch-Katalys atoren verwendet werden. Darüberhinaus sind auch alle für die Hydrierung von Kohlenmonoxid vorgeschlagenen Katalysatoren geeignet. Vorzugsweise werden jedoch Eisen/Cobalt-Fischer-Tropsch-Katalysatoren-eingesetzt. Diese Katalysatoren haben hohe Standzeiten, große Variabilität in der Produktzusammensetzung und sind technisch erprobt.
  • Für die endotherme Spaltung des Biogases zum Synthesegas notwendige Energie wird durch eine Heizung zugeführt. Diese Heizung kann betrieben werden direkt mit Biogas unter Zusatz des nicht verflüssigten Teils des Biogases, d.h. des Restgases.
  • Damit brauchen die bei der exothermen Hydrierstufe freiwerdenden Mengen nicht dem verflüssigten Biogas selbst entzogen zu werden, sondern können durch Nutzung des Energieinhalts des nicht verflüssigten Biogasanteils vorher in das Synthesegas eingebracht werden.
  • Eine Anlage zur Verflüssigung von Biogas nach dem erfindungsgemäßen Verfahren besteht im wesentlichen aus einem Spaltreaktor mit nachgeschaltetem Hydrierreaktor. Zur Abtrennung des Schwefelwasserstoffs kann ein Schwefelwasserstoff-Adsorber verwendet werden, der sowohl drucklos als auch unter Druck an jeder Stelle vor dem llydrierreaktor eingesetzt werden kann. Als Vorratsbehälter für das Biogas wird entweder ein Normaldruck-Gasometer oder ein beheizbarer Autoklav verwendet. Er kann sich vor, in Kombination mit bzw. nach dem Schwefelwasserstoff-Adsorber befinden. Die Zuschaltung eines Kompressors zur Verdichtung des Synthesegases ist für sämtliche Hydriervariationen notwendig, die bei erhöhten Drücken arbeiten. Soweit keine extremen Drücke benötigt werden, kann der Kompressor direkt dem Biogasreaktor nachgeschaltet und vor das Vorratsgefäß gesetzt werden. Ebenso kann er nach der Spaltung des Biogases zu Synthesegas vor die Hydrierstufe eingeschaltet werden. Die Vorteile der Druckhydrierung liegen in der Möglichkeit, ein breiteres Spektrum an Hydrierprodukten zu erhalten, - und zwar von kurzkettigen und langkettigen Kohlenwasserstoffen bis zu Methanol - und in der Nutzung des Joule-Thomsen-Effektes zur Kondensation der Hydrierprodukte. Die Kompressionsarbeit kann durch Kraftmaschinen weitgehend zurückgewonnen werden.
  • Gemäß einer Ausführungsform besteht der Spaltreaktor zur Durchführung der ersten Verfahrensstufe aus einem Röhrenreaktor, der mit einem Nickel-Katalysator gefüllt ist. Das Material des Reaktors besteht aus hochfestem Stahl, der gegen Kohlenmonoxid und Wasserstoff bei erhöhtem Druck (800 bis 1000 OC bei 20 bis 50 atü) stabil ist. Die benötigte Katalysatormenge richtet sich nach dem angestrebten Biogasdurchsatz. Es hat 3 sich gezeigt, daß pro Stunde ca. das 103-fache der Katalysatorschüttvolumenmenge durchgesetzt werden kann. Bei einer Auslegung der Anlage auf 100 Nm3 Biogas/Tag entspricht dies einer Menge von rund 4 1.
  • H.s muß sichergestellt werden, daß der Austritt des Synthesegases aus der Nickel-Katalysatorzone mit der Maximaltemperatur geschieht. Die Abkühlung des Synthesegases auf Hydriertemperatur oder Kompressionstemperatur muß ohne Kontakt zum Nickel-Katalysator erfolgen.
  • Die Beheizung des Spaltreaktors wird vorzugsweise durch Gasheizung vorgenommen. Als Brennstoff wird entweder Restgas und/oder Biogas benutzt. Die Temperatursteuerung des Spaltreaktors erfolgt durch automatische, mechanisch-elektrische Regeleinheiten.
  • Der zur Durchführung der zweiten Verfahrensstufe verwendete Hydrierreaktor wird dem Spaltreaktor nachgeschaltet. Das Synthesegas wird vorher auf Hydriertemperatur abgekühlt. In diesem Beispiel wird der Hydrierreaktor ebenfalls als Röhrenbündelreaktor ausgelegt. Um die Abfuhr der freiwerdenden Reaktionswärme zu gewährleisten, sollte der Röhrendurchmesser 2 cm nicht überschreiten. Da die Hydrierreaktion stark exotherm verläuft und gegen Temperaturschwankungen sehr empfindlich ist, muß hier für eine gut wirksame und gut steuerbare Kühlung gesorgt werden. Die Steuerung der Kühlung geschieht mit automatischen, mechanischelektrischen Regeleinheiten. Als Kühlmittel wird vorzugsweise Luft benutzt. Die frei werdende Hydrierwärme kann zur Vorheizung des Biogases und zur Wasserdampferzeugung genutzt werden.
  • Der Reaktor wird zur Abführung der in der Hydrierstufe schon verflüssigten Produkte absteigend gefahren.
  • Dem Hydrierreaktor werden nachgeschaltet der Kondensator und die Vorlage. Der Kondensator kann je nach Anlagengröße sowohl als einfacher Kühler als auch bei Mitteldrucksynthese in Kombination mit einer Kraftmaschine zur Rückgewinnung der Kompressionsarbeit ausgelegt werden. Dem Kühler nachgeschaltet ist die Vorlage, die die Syntheseprodukte aufnimmt. Die Speicherung und handhabung der so gewonnenen flüssigen Produkte bercitet im Hinblick auf die Sicherheits-.und Gesundheitsgefährdung keine besonderen Schwierigkeiten.

Claims (5)

  1. Patentansprüche Verfahren zur Verflüssigung von Biogas durch katalytische Umsetzung, dadurch gekennzeichnet, daß die Biogas-Bestandteile Methan, Kohlendioxid und Wasser ungetrennt, gegebenenfalls unter Zugabe von zusätzlichem Wasser, über einen Katalysator endotherm zum Synthesegas mit einem Kohlenmonoxid/ Wasserstoff-Verhältnis zwischen 1:1 und 1:3 umgesetzt werden und das Synthesegas unter Verwendung von Hydrierungskatalysatoren bei geregelter Temperatur exotherm in flüssige, zum Teil sauerstoffhaltige Kohlenwasserstoffe überführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung zum Synthesegas unter Verwendung von Nickel-Kontakt bei erhöhten Temperaturen, vorzugsweise bei einer Temperatur von 800 bis 1000 C, durchgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung zum Synthesegas unter Normaldruck bis Mitteldruck von ca. 50 atm. durccrührt wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch Variation des Kohlenmonoxid/Wasserstoff-Verhältnisses im Synthesegas, des Drucks und der Temperatur sowie durch geeignete Auswahl der Hydrierungskatalysatoren die Art und Zusammensetzung der flüssigen Endprodukte gesteuert wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Umsetzung des Synthesegases resultierenden Restgase dem Biogas zugemischt oder zur Heizung der Umsetzung zum Synthesegas herangezogen werden.
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