DE1645845A1 - Wasserdampf-Reformierungsverfahren - Google Patents
Wasserdampf-ReformierungsverfahrenInfo
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- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B3/00—Hydrogen; Gaseous mixtures containing hydrogen; Separation of hydrogen from mixtures containing it; Purification of hydrogen
- C01B3/02—Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen
- C01B3/32—Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen by reaction of gaseous or liquid organic compounds with gasifying agents, e.g. water, carbon dioxide, air
- C01B3/34—Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen by reaction of gaseous or liquid organic compounds with gasifying agents, e.g. water, carbon dioxide, air by reaction of hydrocarbons with gasifying agents
- C01B3/38—Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen by reaction of gaseous or liquid organic compounds with gasifying agents, e.g. water, carbon dioxide, air by reaction of hydrocarbons with gasifying agents using catalysts
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Description
betreffend:
"Wasserdampf-Reformierungsverfahren"
Die Erfindung betrifft ein Wasserdampf-Reformierungsverfahren, bei welchem ein Kohlenwasserstoff-Ausgangsmaterial
mit Wasserdampf zur Erzeugung einer Oasmischung umgesetzt wird» die mit oder ohne Anreieherurg für eine Abgabe als
Stadtgas geeignet ist, und bezieht sich Inabesondere auf
eine Modifizierung eines derartiger Verfahrens, welche besonders dazu geeignet ist, einem zeitweilig auftretenden
Bedarf an Brenngas zu genügen*
Das erfindungagemäße Verfahren zur Herstellung eines Kohlencxyde, Wasserstoff und gasförmige Kohlenwasserstoffe
enthaltenden Brenngases durch Umsetzring eines Kohlenwasser«
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stoff-Auegangsmaterials mit Wasserdampf unter überataosphX-rendruok
umfaßt eine Stufe, in welcher eine kleine Menge des in diesem Gas enthaltenen Kohlenoxyds in katalytischer
Welse mit Wasserstoff zu Synthese-Methanol umgesetzt wird.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann ein verwertbarer Methanol-Ausstoß in einer einfachen Anlage hergestellt
werden, da die erzeugte Brenngasmenge sehr groß und das nicht zu Methanol umgewandelte Oas das Hauptprodukt des
Verfahrens 1st. Daher treten bei dem verschiedenen Formen der Erfindung nicht die Schwierigkeiten auf, die mit einer
Verfahrensweise unter hohem Druck, mit der Verwendung von Vielstufenkatalysatoren, mit Methanol-Extraktionsstufen
sowie Reoycllsierungsschleifen (reoyole loops) verbunden
sind; diese Maßnahmen und Vorrichtungen sind zur Gewährleistung hoher Umsätze in solchen Anlagen erforderlich,
die nur zur Methanolherstellung bestimmt sind. Das Verfahren ist dann besonders wertvoll, wenn die Brenngasanlage
derart ausgerüstet 1st, daß sie von allgemeinen Kohlen»
wasserstoff-Beschickungsmaterialien auf Methanol-Kohlenwasserstoff-Ausgangsmaterialien
zu:? Steigerung des Ausstosses
bei Spitzenbedarfszeiten umgeschaltet werden kann, da es diese Anlage auf diese Weise ermöglicht, auf billige
Welse während der länger andauernden Perioden normalen oder
herabgesetzten Bedarfs eine Methanol beschickung anzusammeln.
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Die Qasaenge, die In elnea derartigen Systea auf katalytlaohe Welse zur Erzeugung von Methanol umgesetzt werden soll»
kann daher !■ Hinblick auf die erwartete XJtage der Spitzenbelaetungeseltspanne bestimmt werden. Die Verwendung iron
Methanol al· Ausgangsmaterlal-Koaponente für eine Spitzenbelastungs-Betrlebswelse wird In der deutschen Patentschrift
(Patentanmeldung, die am gleichen Tag wie die
vorliegende Anmeldung unter dea Bearbeitungszelohen Case B Ιθ9β4/Ι9θ26/Ι9θ%6 eingereicht wurde) beschrieben.
Gegenstand der Erfindung 1st eine einfache Methanolsynthese-Einheit« die für eine Anzahl von gaserzeugenden Strumen
In deaselben Oaswerk Methanol liefert.
Die Umsetzung der kleinen Oasaenge zur Erzeugung von Methanol kann dadurch durchgeführt werden, daß ein Seltenstroa
des Oases durch ein Methanolsynthcsesystea, das eine entsprechend· Umwandlung bei der Durohleltung ermöglicht, abgezogen wird; man kann auch so verfahren· daß das ganze Oas
durch «In Methanolsynthesesystea geleitet wird· Bei der
letzteren Verfahrensweise 1st die Umwandlung normalerweise
betrlohtllch geringer als bei der zuerst genannten Methode.
Die Methanolsynthese kann gegebenenfalls bei hohem Druck
(beispielsweise 100 bis 400 Atmosphären) durchgeführt werden;
es 1st jedoch vorzuziehen» unter einem Druck von weniger
als 100 Atmosphären zu arbeiten, da auf diese Welse die Kom-
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prlmierungskosten des Oases herabgesetzt werden. Gemäß einer wichtigen Form des Verfahrens wird das Oas bei einem
Druck oberhalb ungefähr 7 Atmosphären erzeugt» wobei die Hethanoleynthese unter dem gleichen Druck durchgeführt wird«
so daß keine Kompression erforderlich ist. Für diese Verfahrensform wird vorzugsweise ein Katalysator verwendet»
der bei Temperaturen unterhalb 3000C aktiv 1st» beispielsweise ein Kupfer-enthaltender Katalysator. Gemäß einer
Modifizierung dieser Form des Verfahrens wird das Oas mässig komprimiert, beispielsweise um einen Faktor In der
Größenordnung von 3, um dl· bei der Durohleitung erfolgende Umwandlung zu Methanol zu steigern und den Druckabfall
in den Methanolsyntheseeinheiten zu kompensieren. Verfahren zur Herstellung von Methanol bei derartigen Temperaturen werden in der britischen Patentschrift 1 010 871 beschrieben.
Die Stufe bei der Brenngasherstellung« bei welcher die Methanolsynthese durchgeführt wird« sollte eich an die
Entfernung von Überschüssigem Wasserdampf anschließen; sie
hingt Jedoch andererseits von dem Katalysator-Typus ab«
der zur Methanolsynthese verwendet wird« Wird ein herkömmlicher Zinkchromitkatalysator verwendet» dann sollte die
Synthese vorzugsweise mit einem Gas durchgeführt werden» welches im wesentlichen von Kohlendioxyd befreit 1st» jedoch
noch etwas Kohlenmonoxyd enthält» da derartige Katalysatoren
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ihre höchste Aktivität in Abwesenheit von Kohlendioxyd entfalten. Wird ein Kupfer-enthaitender Katalysator verwendet, dann sollte die Synthese vorzugsweise mit einem
Gas durchgeführt werden« das Kohlendioxyd und Kohlenmonoxyd
enthält« da derartige Katalysatoren in Gegenwart von Kohlendioxyd aktiver sind; es 1st jedoch vorzuziehen« den
Kohlendioxyd-Gehalt gering zu halten (d.h. unter der Hälfte des Kohlenmonoxyd-Gehaltes)« da die Methanol-Produktion -aus Kohlendloxyd insofern weniger wirtschaftlich ist«
als dabei wertvoller Wasserstoff zu Wasser umgewandelt wird und dieses Wasser entweder abgetrennt oder zusammen mit
dem Methanol gelagert werden muß.
Das nach dem erfindungsgemäSen verfahren hergestellte
Methanol kann gegebenenfalls gereinigt werden; soll es jedoch als Ausgangsmaterial für eine Spitzenbelastungs-Betriebsweise in einer Stufe verwendet werden« in welcher
das normale Beschickungsmaterial ein Kohlenwasserstoff ist« dann ist es gewöhnlich nicht notwendig« eine Reinigung
vorzunehmen« da die Verunreinigungen« welche in der Hauptsache höhere oxygenlerte Kohlenwasserstoffe sind« in einfacher Welse zu Kohlenoxyden« Methan und Wasserstoff umgewandelt werden. Es fällt in den Rahmen der Erfindung«
die Methanolsynthese unter Gewinnung von etwas Methylformiat« welches nicht entfernt zu werden braucht, durchzuführen.
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Das erfindungsgemäße Verfahren ist auf jedes Brenngas-Herstellungsverfahren
anwendbar« bsi welchem Kohlenraonoxyd
und Wasserstoff Bestandteile des Gases bei einigen seiner Herstellungsstufen ist. Spezielle Beispiele sind folgende:
(l) Die Umsetzung eines Naturgases mit Wasserdampf oder
Sauerstoff;
ψ (2) die Umsetzung von Raffineriegasen oder verflüssigten
Erdölgasen mit Wasserdampf oder Sauerstoff;
(j5) die Umsetzung von flüssigen Kohlenwasserstoffen mit
Wasserdampf zur Erzeugung eines "Armgases" mit geringem bis mäßigem Methan-Gehalt« beispielsweise 5 bis 20Ji,
der sich eine Anreicherung duish Zugabe eines zugeführten
Naturgases* Raffineriegases« verflüssigten Erdöl» gases oder von Kohlenwasserstoff «reichen Gasen, die
durch Umsetzung von verflüssigten Kohlenwasserstoffen mit Wasserdampf bei Temperaturen von beispielsweise
unterhalb 600°C hergestellt wercien, anschließt;
Umsetzung flüssiger Kohlenwasserstoffe mit Wasserdampf zur Erzeugung eines Armgases, oter sich die Einspritzung
von weiterem flüssigen Kohlenwasserstoff anschließt»
der zur gleichen Zelt vergast #3. rd, bei welcher die
Kohlenoxyde und der Wasserstoff zur Umsetzung von Methan
reagieren (vgl. die deutschen Patentschriften
und (Patentanmeldungen I 24 298 IVl/20
bzw. I 27 182 IVd/26a). Bei derartigen Verfahren kann
das Methanol aus dem Endgas oder aus einem Seltenstrom
des Armgases abgezogen werden?
(5) Umsetzung flüssiger Kohlenwasserstoffe mit Wasserdampf zur Erzeugung eines Methan-reichsn Gases in einer Stufe
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(vgl· beispielsweise die deutsche Patentschrift
(I 23 787 IVd/26·))*
(6) Umsetzung flüssiger Kohlenwasserstoffe sät Wasserdampf
unterhalb 6OO*C, der sich die Umsetzung des erhaltenen
Oases sdt hohem Hethan-Oehalt mit Wasserdampf bei einer
Temperatur oberhalb 600*0 zur Herabsetzung seines Methan-Oehaltes ansohließt.
line Anlage, die 424 50Ow? (15 000 000 cubic feet) pro
Tag Stadtgas (4 445 kcal/·3 (500 B.Th.U. pro eubio foot))
diroh Umsetzung eines Naphtha-Ausgangsmaterials alt Wasserdampf bei einer Temperatur von 750*0 unter eine* Druck von
31,6 attt (450 peig). Abkühlen des Oases auf 400*C, Untersiehung des Oases einer Kohlenmonoxyd-Umwandlung und einer
partiellen Kohlendioxyd-Entfernung sowie Anreicherung des
Oases alt Methan« welches aus einer natürlichen Gasquelle zugeführt wird» erzeugt« wird dadurch Modifiziert« daß der
Oasetroai naoh de« Abkühlen auf 400*C, jedoch vor der
KohlensonoxTd-Uarandlung, in einen größeren 3troB iS2jt),
der In der vorstehend beschriebenen Welse behandelt wird«
und in einen kleineren Strom (8£)« der zur Auskondensierung
der Hauptsenge des waseerdajqpfs abgekühlt und mit Kaliueoarbonat zur Herabsetzung seines Kohlendioxyd-Oehalt· auf
1% gewaschen wird« aufgeteilt wird. Obwohl für diesen Zweck ein getrennter Kohlendioxyd-Absorber verwendet wird« wird
die verbrauchte Lttsung in dem gleichen Regenerator wie die Hauptlösung regeneriert. Das Qas wira dann über einen Wärme-
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austauscher einer Methanolsyntheseeinheit zugeführt«
in welcher es bei einer Einlaßtemperatur von 2400C einmal
durch einen Fellet-Katalysator geleitet wird, der aus dem
Produkt besteht, welches bei der Reduzierung zusammenausgefällter
Oxyde aus Kupfer» Zink und Chrom in einem Atomverhältnis 6:3:1 erhalten wird. Das Methanol wird
durch Abkühlen auskondensiert und einem Lagerungsbehälter W zugeführt. Nach dem Ansammeln von etwa 300 Tonnen Methanol
stellte es sich als erforderlich heraus, einen Stadtgas-Spitzenbedarf
zu befriedigen. Dies wi:*d dadureh durv
fahrt-. daß die der Anlage zugeführt : -aphtha-Bege^i' -durch
eine Mischung aus diesem Methan,?! mV: normale»
für eine Anreicherung verwendetem Hethan ersetzt-wir
Gleichzeitig wird während der
die Msthanolsynthese abgestoppt.
die Msthanolsynthese abgestoppt.
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Claims (4)
- Patentansprüche11 Verfahren zur Herstellung eines Brenngases, das Kohlenoxyde, V/asserstoff und gasförmige Kohlenwasserstoffe enthalt, durch Umsetzung eines Kohlenwasserstoff-Ausgangsmate-7'lals mit Wasserdampf unter Überatmosphärendruck, dadurch gekennzeichnet» daß eine Stufe eingeschaltet wird« in welcher eine kleine Menge des Kohlenoxyds in dem 6as in katalytischer Welse zu Synthesemethanol umgesetzt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch Ij dadurch gekennzeichnet, daS die Methanolsynthese bei einem Druck von weniger als 100 Atmosphären durchgeführt wird.
- 3· Verfahren nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Katalysator verwendet wird, der unterhalb 300*C aktiv ist.
- 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Methanolsynthese über einem Kupfer-enthaltenden Katalysator durchgeführt wird und das verwendete Oas Kohlenmonoxyd und Kohlendioxyd enthält·PATENTANWÄLTEOR.-ING H.flNCKt DWMN*. MOHR DIK.-IM6009823/0568
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| GB284066A GB1167493A (en) | 1966-01-21 | 1966-01-21 | Production of Fuel Gas by Reacting Hydrocarbon with Steam |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE1645845A1 true DE1645845A1 (de) | 1970-07-09 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (3)
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| FR (1) | FR1513634A (de) |
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-
1967
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