DE3123124C2 - Kohlenhobel - Google Patents
KohlenhobelInfo
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- E21C—MINING OR QUARRYING
- E21C27/00—Machines which completely free the mineral from the seam
- E21C27/20—Mineral freed by means not involving slitting
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Abstract
Bei einem Hobel zum Hereingewinnen von Kohle oder sonstigen Mineralien mit einem Hobelkörper und Hobelwerkzeugen, wobei der Hobelkörper an einer Hobelführung geführt ist und an dem Hobelkörper Hobelwerkzeuge angebracht sind, sind die Hobelwerkzeuge federnd nachgiebig an dem Hobelkörper angeordnet. Hierbei ist als federnde Lagerung für die Hobelwerkzeuge ein Energiespeicher zwischen dem Hobelkörper und den Hobelwerkzeugen vorgesehen. Als Energiespeicher kann ein mechanischer, ein hydraulischer oder ein pneumatischer Energiespeicher vorgesehen sein.
Description
50
|| Die Erfindung betrifft einen Kohlenhobel mit einem
U Hobelkörper, der entlang eines Strebförderers gezogen
>| und an einer Hobelführung geführt ist, und mit
;ίί Hobelwerkzeugen am Hobelkörper zum Hereingewin-
;ϊ nen des Kohlenstoßes in Verhiebsrichtung.
[U Ein bekannter Hobel dieser Art ist als Schwerthobel
'!■: ausgebildet und entlang eines Strebförderers kohlen-
i% stoßseitig geführt und versatzseitig gezogen. Bei
''■ derartigen Hobelanlagen ohne Laderampe wird beim
Rücken der Förderer so nahe wie möglich an den Kohlenstoß herangeführt, so daß keine oder nur eine
sehr schmale Hobelgasse übrig bleibt. Das bedeutet, daß der Hobel bei jeder Gewinnungsfahrt aus dem <"
Kohlenstoß sowohl entsprechend der Schnitttiefe Kohle hereingewinnt, außerdem aber auch den Förderer
ein bestimmtes Stück in Richtung auf den Versatz zurückschieben muß. Dieses Ausweichen des Förderers
führt zu entsprechenden Reibungsverlusten, so daß die installierte Leistung für den Hobelantrieb höher sein
muß, als es der eigentlichen Gewinnungsarbeit und den übrigen unvermeidbaren Verlusten entsprechen würde.
Das gleiche trifft für die Hobelkette und die übrigen Einrichtungen am Hobel zu, die ebenfalls entsprechend
höher dimensioniert sein müssen. Das Ausweichen des Förderers verursacht auch eine frühzeitige Zerstörung
von Rinnenverbindungen und Rückeinrichtungen. Hinzu kommt das Hängkettenproblem, das durch die
dauernde Lagenänderung von Rinne und Hobelführung verursacht bzw. wesentlich verschärft wird.
Auch bei Hobelanlagen mit definierter Schnittvorgabe,
wie sie beispielsweise beim dosierten Rücken und beim kohlenstoßseitig gezogenen und geführten Hobel
vorliegt kann das nachteilige Ausweichen des Förderers nicht völlig verhindert werden, insbesondere dann
nicht wenn das Flöz bzw. der Kohlenstoß mit störenden Einlagerungen aus hartem Gestein durchzogen ist.
Bei den herkömmlichen Hobelanlagen ist weiterhin von Nachteil, daß είπε Änderung der Schnittiefe nur
durch Auswechseln der einzelnen Hobelwerkzeuge oder ganzer Werkzeugträger erreicht werden kann,
wodurch eine stufenlose Schnittiefenverstellung wegen dieses Aufwandes zwangsläufig entfällt. Darüber hinaus
weisen die Werkzeuge in ihrer Lage zum Kohlenstoß eine konstante Winkelstellung auf und können nicht in
eine sich den veränderlichen Gegebenheiten des Kohlenstoßes anpassende günstigere Abtrennstellung
gebracht werden. Bei den bisher üblichen Hobelanlagen ist es auch nicht möglich, beim Durchfahren von
Störungen die gesamte Schnittkraft auf das im Zugmittelpunkt und in der Momentenlage zur Hobelführung
am günstigsten liegende Bodenmesser zu konzentrieren.
Aus der DE-PS 8 62 433 ist ein Kohlenhobel bekannt, bei dem zusätzlich zu den in den Kohlenstoß
einschneidenden Hauptmessern ein Hangendmesser vorgesehen ist. Das HangendrrKsssr ist durch Federkraft
gegen das Hangende gedrückt und durch zwei Schwingen so gehalten, daß das Hangendmesser auch
bei wechselnder Flözmächtigkeit gegen das Hangende anliegt und parallel geführt ist. Mit dem Hangendmesser
wird die noch am Hangenden verbliebene Kohle vom Hangenden abgeschält. Das Hangendmesser wird
hierbei entsprechend dem Härtesprung zwischen der am Hangenden hängengebliebenen Kohle und dem
Hangenden geführt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kohlenhobel der einleitend genannten Art so auszubilden,
daß das Ausweichen des Förderers beim Durchgang des Kohlenhobels nicht über die Andruckeinrichtungen
sondern innerhalb des Kohlenhobels selbst aufgefangen wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zum Vermeiden des Ausweichens der Hobelanlage
beim Durchgang des Hobels die Werkzeugträger federnd im Hobelkörper gelagert sind.
Auf diese Weise gelangt man zu einem Kohlenhobel, bei dem in Abhängigkeit von den gerade vorliegenden
Gegebenheiten des Kohlenstoßes die Werkzeugträger sich gegenüber dem Hobelkörper bewegen können, also
mehr oder weniger tief in den Kohlenstoß einschneiden, ohne daß das ein Ausweichen des Förderers zur Folge
hätte. In weicheren Partien des Kohlenstoßes ist die Schnittiefe dieses Kohlenhobels größer als in härteren
Partien des Kohlenstoßes. Das bedeutet gleichzeitig.
daß der Kohlenhobel an harten Stellen des Kohlenstoßes
zurückweichen kann, ohne daß es durch diese geologischen Gegebenheiten zum Blockieren des
Hobels kommt Des weiteren kann der Hobel in weicheren Partien des Kohlenstoßes wesentlich tiefer
einschneiden und hier Gewinnungsarbeit leisten, die bei einer konstant vorgegebenen Schnittiefe nicht möglich
wäre.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß zwischen dem Werkzeugträger und dem Hobelkörper eine Feder angeordnet ist Das bedeutet,
daß die einzelnen an dem Werkzeugträger angeo-dneten Hobelwerkzeuge ihre Lage relativ zueinander
unabhängig von der Härte des Kohlenstoßes beibehalten.
Die Feder kann als mechanischer, hydraulischer oder pneumatischer Energiespeicher ausgeführt sein. Ein
derartiger Energiespeicher nimmt an härteren Partien des Kohlenstoßes durch weniger tiefes Einschneiden
der Hobelwerkzeuge in den Kohlenstoß bzw. durch Zusammendrücken dieses federnden Energiespeichers
Energie auf und gibt sie an weicheren Sollen des
Kohlenstoßes in Form von erhöhter Gewinnungsarbeit wieder ab.
Es ist auch möglich, das Bodenmesser für sich an dem Hobelkörper federnd zu lagern. Hierbei kann das
Bodenmesser in horizontaler und/oder vertikaler Richtung an dem Hobelkörper federnd gelagert sein.
Um sich auch bezüglich des Schneidwinkels den veränderlichen Gegebenheiten des Kohlenstoßes an- ■»
passen zu können, kann der Werkzeugträger in horizontaler Ebene schwenkbar gelagert sein, wobei es
möglich ist, daß die Hobelwerkzeuge einzeln oder insgesamt auf dem Werkzeugträger gegenüber diesem
schwenkbar gelagert sind. ü
Es ist auch möglich, daß der Werkzeugträger gegenüber dem Kohlenhobel schwenkbar gelagert ist.
Zweckmäßig sind die Hobelwerkzeuge auf dem Werkzeugträger bzw. der Werkzeugträger am Hobelkörper
automatisch in Abhängigkeit von den veränder- 4()
liehen Gegebenheiten des Kohlenstoßes oder manuell einstellbar gelagert.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Hobelanlage mit 4>
Schwerthobel längs eier Linie I-1 der F i g. 4,
F i g. 2 einen ähnlichen Schnitt wie F i g. 1,
Fig.3 einen Schnitt durch eine kohlenstoflseitig
geführte und gezogene Hobelanlage,
F i g. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV der F i g. 1, '"'
Fig.5 eine von Fig.4 etwas abweichende Schnittdarstellung
Jes Hobels und
Fig.6 und 7 Hobelwerkzeuge in unterschiedlicher
Schwenkstellung zum Werkzeugträger.
Der in Fi g. 1 dargestellten Kohlenhobel 10 dient zum Hereingewinnen von Kohle aus dem Kohlenstoß 11. Er
hat einen Hobelkörper 12, der an einer Hobelführung 13 über ein Hobelschwert 14 entlang eines Förderers 15
geführt ist Auf einem Werkzeugträger 16 sind mehrere Reißmesser 17 und Firstmesser 18 sowie ein Bodenmesser
19 angeordnet Zwischen dem Hobelkörper 12 und dem Werkzeugträger 16 ist eine Kegelfeder 20 in
Richtung des Doppelpfeiles 21 um das Maß 22 federnd nachgiebig.
Die Ausführung des Kohlenhobels gemäß Fig.2 unterscheidet sich von derjenigen nach F i g. 1 hauptsächlich
dadurch, daß mit Hilfe des zwischen dem Förderer 15 und dem Hobelkörper 12 angeordneten
Distanzbleches 23 ein dosiertes Rücken möglich ist Der Förderer 15 kann beim Rücken nur so weit vorgerückt
werden, bis das kohlenstoßseitige Ende 24 des Distanzbleches 23 gegen den Kohleritoß 11 anliegt In
diesem Ausführungsbeispie! ist das Bcd^nmesser 25 in
Richtung des Doppelpfeiles 26 federnd nachgiebig verstellbar. 22 gibt auch hier die Schnittiefe des Hobels
10 an. Zwischen dem Hobelschwert 14 und dem Förderer 15 ist ein Abdeckblech 27 angeordnet.
In F'ig.3 ist ein kohlenstoßseitig geführter und
gezogener Hobel dargestellt wobei eine Hobelführung 28 mit Kettenkanäien 29 und 30 an der Kohlenstoßseite
des Förderers 15 befestigt ist Ein an dieser Führung 28 geführter Hobelkörper 31 gleitet auf einer Gleitschaufel
32. Auf der Kohlenstoßseite des Hobelkörpers 31 ist ein Werkzeugträger 33 mit Reißmessern 17, Firstmessern
18 und einem Bodenmesser 34 angeordnet Das Bodenmesser 34 ist in Richtung des Doppelpfeiles 35
federnd nachgiebig verstellbar. Auch in diesem Ausführungsbeispiel ist die Mindestschnittiefe des Hobels 10
durch die Breite 36 angegeben.
Gemäß der Darstellung in Fig.4 ist zwischen dem
Hobelkörper 12 und dem Werkzeugträger 16 die Kegelfeder 20 angeordnet, wobei auf dem Werkzeugträger
16 die Reißmesser 17 befestigt sind.
Gemäß der in Fig.5 dargestellten Ausführungsform
sind die einzelnen Reißmesser 17 unmittelbar am Hobelkörper 12 angeordnet und auf einer Feder 37
gelagert.
In den Fig. 6 und 7 ist die unterschiedliche Schwenkstellung der Hobelwerkzeuge 38 gegenüber
dem Werkzeugträger 39 dargestellt. Bei entspannter Feder 40 gemäß Fig.6 hat der Freiwinkel 41 einen
größeren Betrag als bei gespannter Feder 40 gemäß Fig.7.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Kohlenhobel mit einem Hobelkörper, der entlang eines Strebförderers gezogen und an einer
Hobelführung geführt ist, und mit Hobelwerkzeugen am Hobelkörper zum Hereingewinnen des Kohlenstoßes
in Verhiebsrichtung, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Vermeiden des Ausweichens der Hobelanlage beim Durchgang des Hobels (10)
die Werkzeugträger (16, 11) federnd im Hobelkörper (12,31) gelagert sind.
2. Hobel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß zwischen dem Werkzeugträger (16,33) und
dem Hobelkörper (12,31) eine Feder (20) angeordnet ist ;5
3. Hobel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß die Feder (20) als mechanischer,
hydraulischer oder pneumatischer Energiespeicher ausgeführt ist
4. Hobel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet daß das
Bodenmesser (19, 25, 34) für sich an dem Hobelkörper(12,31) federnd gelagert ist
5. Hobel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Bodenmesser (19,25,34) in horizontaler
und/oder vertikaler Richtung an dem Hobelkörper (12,31) federnd gelagert ist.
6. Hobel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Werkzeugträger (16, 33) in horizontaler Ebene schwenkbar gelagert ist.
7. Hobel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die HobeJwerkze»ge (17, 18, 19, 25, 34)
einzeln oder insgesamt auf dem Werkzeugträger (16, 33) gegenüber diesem (26, 3P. schwenkbar gelagert
sind.
8. Hobel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet daß der
Werkzeugträger (16,33) gegenüber dem Hobelkörper(12,31)schwenkbar gelagert ist. «
9. Hobel nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hobelwerkzeuge (17, 18, 19, 25, 34) auf dem Werkzeugträger (16, 33) bzw. der Werkzeugträger
(16, 33) am Hobelkörper (12, 31) automatisch in *i
Abhängigkeit von den veränderlichen Gegebenheiten des Kohlenstoßes oder manuell einstellbar
gelagert s'rnd.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813123124 DE3123124C2 (de) | 1981-06-11 | 1981-06-11 | Kohlenhobel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813123124 DE3123124C2 (de) | 1981-06-11 | 1981-06-11 | Kohlenhobel |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3123124A1 DE3123124A1 (de) | 1983-01-05 |
| DE3123124C2 true DE3123124C2 (de) | 1983-08-18 |
Family
ID=6134426
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| DE862433C (de) * | 1944-04-12 | 1953-01-12 | Gelsenkirchener Bergwerks Akti | Kohlenhobel mit zusaetzlichem Hangendmesser |
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| DE1238418B (de) * | 1964-08-12 | 1967-04-13 | Gewerk Eisenhuette Westfalia | Kohlenhobel, der zur Anpassung an eine wechselnde Floezmaechtigkeit aus einem Grundkoerper und aus einer wechselnden Zahl von uebereinander angeordneten Meissel tragenden Einzelelementen besteht |
| DE1208270B (de) * | 1964-12-05 | 1966-01-05 | Gewerk Eisenhuette Westfalia | Kohlenhobel mit schwenkbaren oder ausfahrbaren Meisseltraegern |
| DE1263654B (de) * | 1966-07-28 | 1968-03-21 | Gewerk Eisenhuette Westfalia | Kohlenhobel mit Loesewerkzeugen fuer die Oberkohle |
| DE1290503B (de) * | 1967-08-23 | 1969-03-13 | Beien Maschfab | Hobelartige Gewinnungsmaschine |
-
1981
- 1981-06-11 DE DE19813123124 patent/DE3123124C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE3123124A1 (de) | 1983-01-05 |
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