DE3121899C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Rohr- oder
Schlauchleitungskupplung, die einen Steckerteil,
einen Hülsenteil und einen Verriegelungsteil, vor
zugsweise eine den Hülsenteil übergreifende Überwurf
mutter, sowie einen zwischen an dem Stecker- und dem
Verriegelungsteil vorgesehene Sperrflächen einlegbaren
Sperring und vorzugsweise mindestens einen Dichtungs
ring zwischen Stecker- und Hülsenteil aufweist.
Es sind bereits Leitungskupplungen mit Steckerteil und Hül
senteil bekannt, bei denen der Steckerteil in den Hülsenteil
eingesteckt und beide Teile im zusammengesteckten Zustand
gegeneinander abgedichtet werden können. Es ist auch bekannt,
eine Verriegelungsmutter zu verwenden, die auf ein Außen
gewinde des Hülsenteiles aufgeschraubt werden kann, um
die beiden Teile aneinander zu verriegeln, so daß sie nicht
auseinandergezogen werden können. Diese Verriegelungsmutter
kann als Sicherung für einen Sperring oder Verriegelungs
draht dienen, der in eine Nut am Außenumfang des Stecker
teiles eingelegt ist. Der Sperring oder Sperrdraht steht
über die Rille radial nach außen vor, und die Verriege
lungsmutter wirkt mit dem vorstehenden Teil in seiner
gegenüber dem Hülsenteil eingenommenen Relativlage zu
sammen (US-PS 42 78 276/DE-PS 8 10 903).
Die bekannte Kupplung weist auch eine Abdichtung zwischen Stec
kerteil und Hülsenteil auf, die aus einem oder zwei Dich
tungsringen, beispielsweise in Form von O-Ringen, besteht.
Beim Vorhandensein zweier Dichtungsringe werden
diese in einem Abstand voneinander angeordnet,
so daß eine Doppelaufhängung zwischen Stecker
teil und Hülsenteil erhalten wird, welche eine
Übertragung etwaiger im Betriebe auftretender
Schwingungen verhindert oder dämpft. Bei einer
bekannten Kupplung ist der Hülsenteil auf der
Innenseite mit zwei Ringnuten versehen, von
denen zwei Dichtungsringe aufgenommen werden.
Außerdem ist bei der bekannten Kupplung der
Steckerteil an seinem vorderen Ende axial-symme
trisch verjüngt, so daß dadurch zusammen mit
der Ringnut an dem Hülsenteil ein gemeinsamer
Raum für den Dichtungsring gebildet wird. Die
axiale symmetrische Verjüngung ist so ausge
führt, daß sie am vorderen Ende des Steckers eine
schräge Seitenwand bildet. Im zusammengesteckten
Zustand von Steckerteil und Hülsenteil steht
die vordere Endfläche des Steckerteiles an ei
ner entsprechenden Fläche am Hülsenteil mit
einem Abstand gegenüber, der die schwingungs
freie Aufhängung des Steckerteils in dem Hül
senteil gewährleisten soll.
In manchen Fällen ist es erwünscht, bei einer
diesen Merkmalen weitgehend entsprechenden Lei
tungskupplung eine starre Verbindung zwischen
Steckerteil und Hülsenteil herzustellen, bei der
das vordere Ende des Steckerteils und die ent
sprechende Fläche an dem Hülsenteil als Sitz
fläche unmittelbar aufeinanderliegen.
Bei einer anderen bekannten Rohrkupplung ist wahlweise
eine bewegliche oder starre Verbindung vorgesehen, wobei
bei einer Ausführungsform ein elastischer Dichtungsring
für die Abdichtung der beweglichen und das harte Anliegen
der Dichtungsflächen zur Abdichtung der starren Verbin
dung bestimmt sind. Doch schafft hier die bewegliche Ver
bindung die Möglichkeit, die Rohrverbindung einzustellen,
d. h. zu justieren, ohne die Dichtfunktion zu beeinträch
tigen, während anschließend das Festziehen der Überwurf
mutter, und damit das Herstellen der starren Verbindung
erfolgt. Das Verbleiben im beweglichen Zustand ist
jedoch nicht vorgesehen, da der Überwurfmutter dabei
ein Anschlag fehlt, gegen den sie hinreichend fest ange
zogen werden könnte.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Leitungskupplung der eingangs genannten Art zu schaffen,
die es gestattet, bei Bedarf eine bewegliche (schwin
gungsabsorbierende) Verbindung, bei der elastische
Dichtungen die Dichtheit sicherstellen, ohne weitere Maß
nahmen in eine starre Verbindung, wobei nun die elastischen
Dichtungen zur Herstellung der Dichtigkeit nicht mehr
erforderlich sind, umzuwandeln.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Patent
anspruchs 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst.
Möglichkeiten zur vorteilhaften weiteren Ausgestaltung
einer solchen Leitungskupplung sind in den Ansprüchen
2 bis 9 angegeben.
Durch die Erfindung wird es möglich, auf sehr einfache Weise
nach Wahl entweder eine bewegliche Aufhängung des Stecker
teiles in dem Hülsenteil oder eine starre Verbindung beider
Teile herzustellen. Ebenso wie bei den bekannten Leitungs
kupplungen kann, wenn es erwünscht ist, der Steckerteil in
der ersten Einstecktiefenlage weitgehend schwingungsfrei in
dem Hülsenteil verwendet werden. Diese Verwendungsart kann
erwünscht sein, wenn es darauf ankommt, eine Schwingungsüber
tragung zwischen den Kupplungsteilen zu vermeiden oder zu
dämpfen, sowie dann, wenn ein Medium, das nicht aggressiv auf
den oder die Dichtungsringe wirkt, durch die Leitung gefördert
werden soll. Andererseits kann der Steckerteil in der zweiten
Einstecktiefenlage starr mit dem Hülsenteil verbunden werden,
insbesondere dann, wenn das Fördermedium aggressive Eigen
schaften hat oder wenn der oder die Dichtungsringe undicht zu
werden beginnen.
Im folgenden ist die Erfindung anhand der Zeichnungen beispiels
weise näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 den Längsschnitt einer Leitungskupplung
gemäß der Erfindung bei der ersten Ein
stecktiefenlage des Steckerteiles in dem
Hülsenteil;
Fig. 2 einen Längsschnitt der gleichen Kupplung
in einer weiteren Einstecktiefenlage;
Fig. 3 (ausschnittsweise) die Verbindungs
stelle zwischen Verriegelungsteil und
Hülsenteil gemäß Fig. 1;
Fig. 4 dieselbe Verbindungsstelle, während das
Verriegelungsteil in die zweite Einsteck
tiefenlage übergeht;
Fig. 5 die entsprechende Verbindungsstelle bei
einer anderen Ausführungsform des Anschlages
für das Verriegelungsteil an dem Hülsenteil;
Fig. 6 die gleiche Verbindungsstelle in der zweiten
Einstecktiefenlage;
Fig. 7 die Verbindungsstelle bei noch einer anderen
Ausführungsform des Anschlages und
Fig. 8 die Verbindungsstelle bei wiederum einer an
deren Ausführungsform des Anschlages.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 sind 1 der Stecker
teil und 2 der Hülsenteil der Kupplung. Die Teile 1 und 2 sind
in axialer Richtung mit Hilfe eines Verriegelungsteiles gegen
seitig verriegelbar, zu dem eine Überwurfmutter 3 und ein Ver
riegelungsdraht oder -ring 4 gehören. Das Innengewinde 3 a der
Verriegelungsmutter 3 kann auf den mit einem entsprechenden
Außengewinde 2 a versehenen Steckerhülsenteil 2 aufgeschraubt
werden. Die Überwurfmutter ist auf ihrer Innenseite mit einer
konkaven Abstützfläche 3 b versehen, die mit dem Sperring 4 zu
sammenwirken kann. Der Steckerteil 1 weist eine Ringnut 1 a
in seiner Außenwand auf, die zur Aufnahme des Sperringes 4
dient. Die Ringnut hat eine vordere Begrenzungsfläche 1 a′
und eine zylindrische Bodenfläche 1 a′′. Teile dieser beiden
Flächen bilden eine Abstützung für den Sperring 4, die der
Abstützfläche 3 b an der Überwurfmutter 3 gegenüberliegt, wenn
diese ihre Verriegelungslage einnimmt. Der Hülsenteil ist mit
einer radialen Vorderfläche 2 b versehen, die zusammen mit
einer Innenfläche 3 c′ an der Überwurfmutter und einer äußeren
Teilfläche 1 b an dem Steckerteil einen Innenraum 5 zwischen
diesen Teilen begrenzt.
Der Steckerteil weist zwei Ringnuten 2 c und 2 d auf, die in
einem axialen Abstand voneinander angeordnet sind. Diese Nuten
bilden zusammen mit dem Steckerteil, wenn dieses in den Hülsen
teil eingesteckt ist, zwei Ringräume für Dichtungsringe 6 bzw. 7.
Der Steckerteil hat an seinem vorderen Ende eine axial-symme
trische Verjüngung, die in der Einstecklage der ringförmigen
Nut 2 g an dem Hülsenteil gegegenüberliegt. Die axial-symmetrische
Verjüngung ist so ausgebildet, daß eine Seitenfläche 1 c ge
schaffen wird, die vorzugsweise gegenüber der Längsachse 8
der Kupplungsteile geneigt ist. Am vorderen Ende geht die
Fläche 1 c in eine radiale Endfläche 1 d über. Am hinteren Ende
geht die Fläche 1 d über einen Radius 1 e in eine gerade Zylinder
fläche 1 f über. An der hinteren radialen Grenzfläche 2 c′ der
Ringnut 2 c ist der Hülsenteil mit einer Abschrägung 2 e versehen,
die das Einführen des Steckerteils in den Hülsenteil beim
Zusammenstecken erleichtert. An der tiefsten Stelle des
Innenraums des Hülsenteils befindet sich eine Stirn- oder
Sitzfläche 2 g für die Endfläche 1 d des Steckerteils.
Der Hülsenteil ist mit einem radial vorstehenden Flansch 9
versehen, der sich teilweise oder ganz um den Umfang des
Hülsenteiles herum erstreckt. Der Flansch besteht aus einem
äußeren Teil von gleichmäßiger Dicke, dessen obere Wand in
Fig. 3 mit 9 a bezeichnet ist. Der Flansch hat ferner einen
verbreiterten Basisteil mit einer geneigten Grenzfläche 9 b.
Der Neigungswinkel α kann bis zu 45° betragen. Vorzugsweise
liegt er in dem Bereich zwischen 10 und 30°. Die untere Grenz
fläche 9 c verläuft in einer radialen Ebene. Die Verriegelungs-
oder Überwurfmutter ist an ihrem vorderen Ende auf der Innen
seite mit einer Ausnehmung 3 c versehen, deren radiale Grenz
fläche mit 3 d und deren axiale Grenzfläche mit 3 e bezeichnet
ist. Der Flansch 9 ist an dem Hülsenteil so angeordnet, daß
er in einem ersten Abstand a von der radialen Fläche 2 b ent
fernt verläuft.
Die Verriegelungs- oder Überwurfmutter 3 kann gegenüber dem
Einsteckhülsenteil 2 entweder die eine oder die andere Ein
stecktiefenlage einnehmen. In der ersten Einstecktiefenlage,
die in Fig. 1 dargestellt ist, wird der Steckerteil 1 in dem
Hülsenteil 2 so gehalten, daß ein zweiter Abstand b zwischen
der vorderen Endfläche 1 d des Steckerteiles und dem Sitz 2 g
in dem Hülsenteil größer als Null ist. Der innere Dichtungs
ring 2 drückt dann auf den Steckerteil über dessen radialen
Krümmungsradius 1 e so in axialer Richtung, daß eine gewisse
Gegenkraft in dem Steckerteil auf den Sperring 4 und die Über
wurfmutter 3 wirkt. In dieser Einstecktiefenlage legt sich die
Überwurfmutter 3 mittels ihrer radialen Endfläche 3 d in der
Ausnehmung 3 c gegen den vorstehenden Flansch 9 an. Der Flansch
dient als Anschlag, der eine bestimmte Einstecktiefenlage be
grenzt. Die axiale Höhe H des äußeren Teiles des Flansches 9
liegt innerhalb der Höhe des Ausnehmung 3 c. Die Überwurfmutter 3
liegt mit ihrer Fläche 3 d gegen die Oberseite 9 a des äußeren
Teils des Flansches 9 an, während die geneigte Fläche 9 b an
der Basis des Flansches 9 freiliegt. In dieser ersten Einsteck
tiefenlage ist der Steckerteil zwischen den Dichtungsringen 6
und 7 vibrationsfrei in dem Hülsenteil 2 aufgehängt.
Die Verriegelungsmutter bzw. das Steckerteil können auch in
eine tiefere Einstecklage in dem Hülsenteil gebracht werden
wie dies in Fig. 2 gezeigt ist. Hierzu wird die Überwurfmutter 3
mit zusätzlicher Kraft auf den Hülsenteil aufgeschraubt, wobei
sie den vorstehenden Flansch 9 abschert. Die zweite Einsteck
tiefenlage ist auch insofern eine andere als die Endfläche 1 d
an dem Steckerteil nunmehr gegen den Sitz 2 g des Hülsenteiles
abdichtend anliegt. In dieser Lage befindet sich die vordere
Endfläche 3 f der Überwurfmutter 3 in einem vorbestimmten Abstand
oberhalb der radialen Fläche 2 h an dem Hülsenteil (siehe Fig. 4).
Die zusätzliche Schraubkraft oder das zusätzliche Drehmoment,
das hierzu auf die Verriegelungsmutter ausgeübt werden muß,
ist von solcher Größe, daß eine wirksame Abdichtung zwischen
der Endfläche 1 d und dem Sitz 2 g erhalten wird. Grundsätzlich
können die Dichtungsringe 6 und 7 in ihren Ringnuten 2 c und 2 d
verbleiben, aber sie können auch entfernt bzw. weggelassen
werden, wenn von vornherein beabsichtigt ist, die Überwurfmutter
bis in die zweite Einstecktiefenlage zu schrauben.
Die äußere Zone des Flansches 9 hat eine Dicke, die 0,6 bis 2,0
mm, vorzugsweise 0,7 bis 1,5 mm, betragen kann. Bei dem Ausfüh
rungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 mag z. B. der Innendurchmesser D
des Muttergewindes = 11,0 mm und die Höhe der Bruchkante 0,8 mm
betragen. Wenn die Überwurf- oder Verriegelungsmutter die der
ersten Einstecktiefenlage entsprechende Stellung einnimmt, ist
der erste Abstand a etwa 2/10 bis 3/10 größer als der zweite
Abstand b. Ein dritter Abstand c zwischen der Vorderkante 1 a′
der Ringnut 1 a und der radialen vorderen Stirnwand 2 b des
Hülsenteiles 2 ist so gewählt, daß er selbst in der zweiten
Einstecktiefenlage größer als Null bleibt. Der vorstehende
Flansch 9 besteht bei dieser Ausführungsform aus dem gleichen
Material wie der Steckerhülsenteil und zwar beispielsweise aus
Messung od. dgl. Der Steckerteil und der Verriegelungsteil, d. h.
die Mutter, können gleichfalls aus Messing od. dgl. bestehen,
wogegen der Sperring oder -draht beispielsweise aus Klaviersaiten
draht (Stahldraht) bestehen kann. Die Gewinde 2 a und 3 a
werden mit einer solchen Länge und Steigung ausgeführt, daß
die verschiedenen Einstecktiefenlagen erreicht werden können,
und in jeder dieser Lagen die Verriegelungsmutter zuverlässig
festgehalten werden kann. Bei einer solchen Bauweise wird er
reicht, daß der abgescherte vorspringende Flansch 9 (siehe Fig. 4)
in dem Raum 10 zwischen der Ausnehmung 3 c der Mutter und dem
Hülsenteil 2 liegenbleibt.
Der Anschlag, der bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2
die Form eines abscherbaren vorspringenden Flansches 9 hat,
kann grundsätzlich auch durch ein anderes, besonderes Teil ge
bildet werden, z. B. eine Federscheibe, wie in Fig. 5 und 6 dar
gestellt. Die Gestaltung und Wirkungsweise solcher Federscheiben
ist bekannt und braucht daher nicht näher beschrieben zu werden.
Es sei lediglich erwähnt, daß eine solche Federscheibe mehrere
Abschnitte 11 aufweisen kann, die bei entspannter Lage der
Federscheibe zu der radialen Fläche 2 h der Hülse 2 geneigt sind.
Die Federscheibe hat einen Innendurchmesser, der etwas größer
ist als der Außendurchmesser d der Seitenwand 2 i des Hülsen
teils, auf die er aufgesteckt ist, so daß er gegen die radiale
ebene Fläche 2 h anliegt. Die Mutter 3′ (Fig. 5) weist bei einer
solchen Ausführungsform an ihrer Vorderkante eine gerade radiale
Fläche 3 f′ auf und die vorher erwähnte Ausnehmung auf ihrer
Innenseite entfällt. Die ebene Stirnwand 3f′ wirkt mit den sektor
ähnlichen Abschnitten 11 der Federscheibe zusammen, so daß diese
in einer ersten Einstecktiefenlage des Steckerteils in dem
Hülsenteil den Anschlag für die Überwurfmutter bildet. Wird
die letztere mit erhöhter Kraft bzw. erhöhtem Drehmoment noch
weiter festgeschraubt, so wird die Federscheibe zusammengedrückt,
so daß ihre sektorartigen Abschnitte 11 die in Fig. 6 gezeigte
Lage einnnehmen. Die Federscheibe ergibt einen zusätzlichen Ver
riegelungseffekt für die Überwurfmutter, was bedeutet, daß diese
bei der starren Verbindung von Steckerteil und Hülsenteil diese
beiden Teile in ihrer Endlage besonders fest verriegelt und der
Steckerteil über den Verriegelungsdraht 1a mit hoher Kraft ge
sichert gegen den Hülsenteil gepreßt wird.
Es lassen sich also verschiedene Ausführungsformen mit Abwand
lungen der Aufhängung des Steckerteils in dem Hülsenteil auf
grund der Erfindung entwickeln. Der Steckerteil kann vergleichs
weise lose in dem Hülsenteil vermittels eines oder zweier Dich
tungsringe aufgehängt sein. Es ist auch eine Ausführungsform
möglich, bei der nur der innere Dichtungsring 7 als einziger
Dichtungsring der Kupplung vorhanden ist. Außerdem ist es auch
möglich, daß Steckerteil und Hülsenteil in einen festen Aufbau
eintreten, in welchem ein oder zwei Dichtungsringe zusammen mit
der durch das Aufeinanderliegen gleichartiger Werkstoffe wirken.
Auch können die Dichtungsringe (O-Ringe) ggf. vollständig fort
gelassen werden.
Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform (Fig. 7) kann
eine Ringscheibe 12 mit Winkelprofilquerschnitt in ähnlicher
Weise wie die Scheibe 11 bei Fig. 5 und 6 auf die Einteck
hülse 2 aufgesteckt sein. Bei einer solchen Ringscheibe kann
der radiale Querschnittsprofilschenkel 9′ einen abscherbaren
oder abbrechbaren Rand bilden, der mit dem übrigen Teil der
Scheibe 12 aus einem Stück, ebenfalls aus Messung oder einem
entsprechenden Material, besteht. Wenn der Steckerteil mittels
der Verriegelungsmutter 3 in seine zweite Einstecktiefenlage
gebracht wird, wird der durch den Querschnittsprofilschenkel 9′
gebildete Rand der Scheibe in ähnlicher Weise abgeschert wie
der Vorsprung 9 bei Fig. 1 und 2.
Fig. 8 zeigt wiederum eine andere Ausführungsform, bei der der
nachgiebige Anschlag 9′′ durch einen auf dem Hülsenteil 2 sitzen
den, ggf. mit einer Unterbrechung versehenen Ring mit Profil
querschnitt gebildet ist. Der Anschlag 9′′ ist auf dem Ring 12′
angeordnet, der auf der Tragfläche 2 h des Hülsenteils aufliegt.
Der Ring hat eine äußere Ringnut 13 und eine innere Ringnut 14.
Die Grundflächen 13 a und 14 a der Ringnuten liegen annähernd
übereinander, so daß eine Schwachstelle 15 gebildet wird, die
durch Abscheren oder Abbrechen bei erhöhtem axialen Druck zur
Wirkung gebracht werden kann. Beide Ringnuten können, müssen
aber nicht unbedingt waagerecht in radialer Richtung verlaufen.
Die Breiten- und sonstigen Abmessungen der Ringnuten sind so
gewählt, daß die Verriegelungsmutter 3 bei dem erhöhten Dreh
moment den Steckerteil aus der ersten in die zweite Einsteck
tiefenlage bewegen kann, wobei der Durchbruch der Schwach
stelle erfolgt.
Bei allen Ausführungsformen gemäß der Erfindung ist der An
schlag so bemessen, daß er die Bewegung der Verriegelungs
mutter 3 in axialer Richtung bei Anwendung normaler Anzugs
kraft derart begrenzt, daß der Steckerteil in die erste Ein
stecktiefenlage geführt und dort sicher festgehalten werden
kann. Vorzugsweise übernimmt der Anschlag eine Auslösefunktion,
wenn eine größere Kraft bzw. ein größeres Moment auf die
Mutter angewendet wird, um den Steckerteil in die zweite Ein
stecklage zu führen. Infolge seiner Auslösefunktion wirkt der
Anschlag nicht als unüberwindbares Hindernis für die Mutter,
wenn diese sich in die zweite axiale Endstellung bewegt. Dadurch
ergibt sich eine zuverlässige Anzeige für den starren Kontakt
der gleichartigen Materialien von Steckerteil und Hülsenteil
in der zweiten Einstecktiefenlage, d. h. daß der Anschlag nicht
etwa eine Fehlanzeige des letztgenannten starren Dichtungs
kontakts bewirkt.
Claims (9)
1. Rohr- oder Schlauchleitungskupplung, die einen Stecker
teil, einen Hülsenteil und einen Verriegelungsteil, vorzugs
weise in Form einer den Hülsenteil übergreifenden Überwurf
mutter, sowie einen zwischen an Stecker- und Verriegelungsteil
umlaufend vorgesehenen Sperrflächen einlegbaren Sperring und
vorzugsweise mindestens einen Dichtungsring zwischen Stecker-
und Hülsenteil aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß an dem
Hülsenteil (2) ein Anschlag (9 bzw. 11) für den Verriegelungs
teil (3) vorgesehen ist, der bei einer bestimmten Andruck
kraft in einer ersten Einstecktiefenlage die Bewegung des Ver
riegelungsteils (3) gegen den Hülsenteil (2) begrenzt und bei
einer erhöhten Andruckkraft nachgebend dessen Weiterbewegung
bis in eine zweite Einstecktiefenlage gestattet, bei der der
Steckerteil (1) mit seiner vorderen Endfläche (1 d) an einem
Sitz (2 g) des Hülsenteils (2) zur starren Anlage kommt.
2. Leitungskupplung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Anschlag durch einen radial vorspringen
den, sich über mindestens einen Teil des Außenumfangs an
dem Steckerhülsenteil (2) erstreckenden Flansch (9) gebildet
ist.
3. Leitungskupplung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Verriegelungsteil (3) eine Ausneh
mung (3 c) mit einer radialen Grenzfläche (3 d) aufweist, mit
welcher der Verriegelungsteil gegen den Anschlag (9) an dem
Hülsenteil (2) in der ersten Einstecktiefenlage anliegen
kann, so daß er den Anschlag, wenn er als Flansch (9) aus
gebildet ist, bei seiner Weiterbewegung in die zweite Ein
stecktiefenlage abschert.
4. Leitungskupplung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der vorspringende Flansch (9) eine Dicke
von 0,6 bis 2,0 mm, vorzugsweise 0,7 bis 1,5 mm, aufweist.
5. Leitungskupplung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der vorspringende Flansch (9) an dem Hülsen
teil (2) in einem axialen Abstand vor einer radialen Grenz
fläche (2 h) an diesem angeordnet ist, der größer ist als
der von dem Steckerteil (1) in seiner ersten Einstecktiefenlage
eingenommene Abstand (b) oberhalb des Sitzes (2 g) in dem
Hülsenteil (2).
6. Leitungskupplung nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der vorspringende Flansch (9)
im Bereich seiner Basis eine Verdickung aufweist, die dadurch
gebildet ist, daß die radiale obere Flachseite (9 a) in eine
Schrägfläche (9 b) übergeht, die ihr gegenüber einen Neigungs
winkel (α) aufweist, der zwischen Null und 45°, vorzugs
weise zwischen 10 und 30°, beträgt.
7. Leitungskupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Anschlag an dem Hülsenteil (2) durch eine auf
dessen radiale Fläche (2 h) aufgelegte Federscheibe (11) ge
bildet ist, gegen welche der Verriegelungsteil (3) in der
ersten Einstecktiefenlage mit seiner Stirnfläche (3 f) anlie
gen kann, ohne die Federscheibe erheblich zusammenzudrücken,
und welche bei der zweiten Einstecktiefenlage durch den Ver
riegelungsteil zusammengedrückt ist.
8. Leitungskupplung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Steckerteil (1)
eine Ringnut (1 a) aufweist, deren vordere Grenzschulter (1 a′)
eine erste Sperrfläche für den Sperring (4) bildet, daß der
Verriegelungsteil (3) eine zweite Sperrfläche (3 b) für den
Sperring aufweist und daß der vordere Grenzschalter (1 a′)
an dem Steckerteil eine Lage zugeordnet ist, bei der
sie sich sowohl in der ersten als auch in der zweiten
Einstecktiefenlage des Steckerteiles hinter einer
radialen Schulter (2 b) an dem Hülsenteil (2) befindet.
9. Leitungskupplung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Hülsenteil
(2) auf seiner Innenseite mit zwei Ringnuten zur Aufnahme
zweier Ringdichtungen (6 und 7) versehen ist und der
Steckerteil (1) zwei rotationssymmetrische Absätze mit
abgestuft kleineren Durchmessern (1 c, 1 f) aufweist,
von denen der vordere (1 c) vorzugsweise in Richtung
der Längsachse (8) der Kupplung verjüngt ist.
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