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DE3119372A1 - Anlage zur nutzung der fuehlbaren kokswaerme - Google Patents

Anlage zur nutzung der fuehlbaren kokswaerme

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Publication number
DE3119372A1
DE3119372A1 DE3119372A DE3119372A DE3119372A1 DE 3119372 A1 DE3119372 A1 DE 3119372A1 DE 3119372 A DE3119372 A DE 3119372A DE 3119372 A DE3119372 A DE 3119372A DE 3119372 A1 DE3119372 A1 DE 3119372A1
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DE
Germany
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coke
waste heat
heat
coal preheating
shut
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DE3119372A
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DE3119372C2 (de
DE3119372C3 (de
Inventor
Claus Dr. 4300 Essen Flockenhaus
Manfred Galow
Horst G. Joseph
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Didier Engineering GmbH
Original Assignee
Didier Engineering GmbH
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Publication date
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Publication of DE3119372C2 publication Critical patent/DE3119372C2/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B57/00Other carbonising or coking processes; Features of destructive distillation processes in general
    • C10B57/08Non-mechanical pretreatment of the charge, e.g. desulfurization
    • C10B57/10Drying
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B39/00Cooling or quenching coke
    • C10B39/02Dry cooling outside the oven
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
    • Y02P20/10Process efficiency
    • Y02P20/129Energy recovery, e.g. by cogeneration, H2recovery or pressure recovery turbines

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

- 3 - KXR/Ga/Sc
PA 3143 11.5.1981
DIDIER ENGINEERING GMBH Alfredstraße 28
4300 Essen 1
Anlage zur Nutzung der fühlbaren Kokswärme
Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Übertragung der fühlbaren Kokswärme einer Kokstrockenkühlkammer in einem Wärmeträgerkreis auf ein Kohlevore.rhitzungsaggregat und einen diesem zugeschalteten Abhitzekessel.
Eine derartige Anlage ist in der Literaturstelle "Wärme", Band 85, Heft 6, Seite 119 beschrieben. Bei dieser Anlage wird die bei der Kokstrockenkühlung rückgewonnene Wärme zur Kohlevorerhitzung eingesetzt. Zur Nutzung der für die Kohlevorerhitzung nicht benötigten Restwärme ist ein Abhitzekessel zur Dampferzeugung vorgesehen. Dieser ist dementsprechend nur so groß ausgelegt, daß er die Restwärme aufnehmen kann. Damit entfällt die Möglichkeit, die Kohlevorerhitzungsanlage abzuschalten und dennoch die gesamte in der Kokstrockenkühlkammer abfallende Abwärme zu nutzen.
Zur Übertragung der Wärme von der Kokstrockenkühlkammer auf die Kohlevorerhitzungsanlage ist bei dem Vorschlag der genannten Literaturstelle ein geschlossener Wärmeträgerkreis vorgesehen. In der DE-AS 27 38 442 ist eine Anlage
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zur Ausnutzung der fühlbaren Kokswärme zur Dampferzeugung und Kohlevorerhitzung beschrieben, bei der ein Dampferzeuger und eine Kohlevorerhitzungsanlage in Reihe geschaltet sind. Als Wärmeträgergas ist hier ein offener Rauchgasstrom eingesetzt. Die Abwärmenutzung verteilt sich auf die Dampferzeugung und die Kohleerhitzung. Steuermöglichkeiten sind nicht vorgesehen.
Bekanntermaßen führt die Kohlevorerhitzung neben der Verbesserung der Koksqualität auch zu einer erheblichen Steigerung des Durchsatzes an Kohle bzw. Koks. Gegenüber dem Naßkohleeinsatz lassen sich durch Kohlevorerhitzung Durchsatzsteigerungen bis zu mehr als 50 % erreichen.Im Prinzip ist dies günstig, jedoch ist es in der Praxis wünschenswert, bei wechselnden Marktlagen die Durchsatzmengen an die jeweilige Marktlage anzupassen. Unwirtschaftlich wäre es dabei, die Abwärme der Kokstrockenkühlkammer nicht zu nutzen.
Die Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage wird auch dann ge^ senkt, wenn in Wartungsfällen eine Betriebsunterbrechung notwendig ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anlage der eingangs genannten Art vorzuschlagen, die sich in der Art der Abwärmenutzung steuern läßt und deren Betrieb in Wartungsfallen nicht unterbrochen werden muß.
Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe bei einer Anlage der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß wenigstens je zwei in Wärmeträgerkreisen liegende Kokstrockenkühlkammern, Kohlevorerhitzungsaggregate und Abhitzekessel vorgesehen sind, daß die Wärmeträgerkreise verbunden sind und daß im
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verbundenen Wärmeträgerkreis für jedes Kohlevorerhitzungsaggregat und jeden Abhitzekessel ein Absperrorgan vorgesehen ist. Die Anlage kann damit so gesteuert werden, daß nach dem jeweiligen Bedarf die Kohlevorerhitzungsaggregate arbeiten und die Abhitzekessel abgeschaltet sind oder umgekehrt die Abhitzekessel arbeiten und die Kohlevorerhitzungsaggregate abgeschaltet sind. Es kann auch nur ein Kohlevorerhitzungsaggregat und ein Abhitzekessel arbeiten. In jedem Fall ist die gesamte in den Kokso'trockenkühlkammern zurückgewonnene Wärme genutzt. Im Bedarfsfall kann ein abgeschaltetes Kohlevorerhitzungsaggregat oder ein abgeschalteter Abhitzekessel ohne Betriebsunterbrechung gewartet werden. Ebenso kann eine der Kokstrockenkühlkammern abgeschaltet und gewartet werden, ohne daß hierzu der Betrieb unterbrochen werden muß.
Durch die Erfindung läßt sich somit die Kohle bzw. Koksdurchsatzmenge in weiten Grenzen der jeweiligen Marktlage anpassen, ohne den Wirkungsgrad der Anlage durch Nichtnutzen der in der Kokstrockenkühlkammer zur Verfügung stehenden Wärme zu verringern. Außerdem kann jeweils eines der Aggregate als Reserveeinheit eingesetzt werden.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung sind die Kohlevorerhitzungsaggregate insgesamt und die Abhitzekessel insgesamt jeweils so ausgelegt, daß sie die von den Kokstrockenkühlkammern abgebbare Wärmemenge aufnehmen.
Die Anlage läßt sich z.B. mit je zwei Kokstrockenkühlkammern, Kohleyorerhitzungsaggregaten und Abhitzekesseln aufbauen. Es können auch jeweils mehr Kokstrockenkühlkammern, oder Kohlevorerhitzungsaggregate, oder Abhitzekessel vorgesehen sein. Günstig ist außerdem, daß sich die Anlage auch nachträglich nach den jeweiligen Bedürfnissen auf einfache Weise erweitern läßt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels und den Unteransprüchen. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Verbundanlage mit je drei Kokstrockenkühlkammern, Kohlevorerhitzungsaggregaten und Abhitzekesseln,
Fig. 2 einen Wärmeträgerkreis der Verbundanlage zwischen einer Kokstrockenkühlkammern, einem Kohlevorerhitzungsaggregat und einem Abhitzekessel mit geschlossenem Gaskreislauf,
Fig. 3 einen weiteren Wärmeträgerkreis der Verbundanlage mit geschlossenem Gaskreislauf zwischen einer Kokstrockenkühlkammern, einem Kohlevorerhitzungsaggregat und einem Abhitzekessel, und
Fig. 4 einen Wärmeträgerkreis entsprechend Fig. 3 mit offenem Gaskreislauf.
Es sind drei Kokstrockenkühlkammern 1, 2 und 3, drei Kohlevorerhitzungsaggregate 4, 5 und 6 und drei Abhitzekessel 7, 8 und 9 vorgesehen. Den Kokstrockenkühlkammern 1, 2 und wird heißer Koks aus einem Koksofen 10 zugeführt und gekühlt aus ihnen abgeführt.
Die Kohlevorerhitzungsaggregate 4, 5 und 6 werden mit Naßkohle beschickt. Aus ihnen wird heiße Kohle dem Koksofen zugeführt.
Den Abhitzekesseln 7, 8 und 9 wird Wasser zugeführt. Dampf verläßt sie.
Die drei in Fig. 1 dargestellten Stufen sind bezüglich des Wärmeträgerkreises jeweils so aufgebaut, wie dies in Fig. 2, 3 oder 4 dargestellt ist.
In Fig. 2 wird mittels eines Gebläses 11 ein Wärmeträgergas dem Kokstrockenkühler 1, 2 bzw. 3 zugeführt. Das Wärmeträgergas verläßt den Kokstrockenkühler 1, 2 bzw. 3 durch Leitungen 12 oder 13. Die Leitung 12 führt zum Kohlevorerhitzungsaggregat 4, 5 bzw. 6. Dort gibt das Wärmeträgergas die im Kokstrockenkühler 1, 2 bzw. 3 aufgenommene Wärme an Naßkohle ab. Das Wärmeträgergas wird über einen Wasserdampfkondensator 14 zum Gebläse 11 zurückgeführt.
Die Leitung 13 führt zum Abhitzekessel 7, 8 bzw. 9. Dort verdampft das Wärmeträgergas Wasser. Das Wärmeträgergas wird aus dem Abhitzekessel 7, 8 bzw. 9 ebenfalls zum Gebläse 11 zurückgeführt.
Alle Leitungen 12 sind über eine Sammelleitung 15 und alle Leitungen 13 über eine Sammelleitung 16 miteinander verbunden. In Strömungsrichtung gesehen hinter den Verbindungspunkten liegen in den Leitungen 12 Absperrorgane 17. Entsprechend liegen in den Leitungen 13 Absperrorgane 18. Die Sammelleitungen 15 und 16 bilden die Vorlaufstrecke. Entsprechende Rücklauf-Sammelleitungen sind vorgesehen. Sie sind in Fig. 2 mit 15' und 161 bezeichnet.
Mittels der Absperrorgane 17 und 18 kann das Wärmeträgergas entweder zum Kohlevorerhitzungsaggregat 4, 5 bzw. 6 oder zum Abhitzekessel 7, 8 bzw. 9 geleitet oder diesen Anlageteilen teilweise zugeführt werden.
— 8 —
Mit der beschriebenen Anlage sind beispielsweise folgende Betriebsarten möglich:
Wird zunächst angenommen, daß alle drei Kokstrockenkühlkammern 1,2 und 3 in Betrieb sind, dann können sämtliche Absperrorgane 17 offen und sämtliche Absperrorgane 18 geschlossen sein. Es erfolgt dann mit Maximalleistung Kohlevorerhitzung. Ist eine verringerte Kohlevorerhitzung gewünscht, dann wird eines der Absperrventile 17 ganz oder teilweise geschlossen und eines der Absperrventile 18 ganz oder teilweise geöffnet. Damit gelangt über die Sammelleitung 16 ein Teil des Wärmeträgergases in den Abhitzekessel 7, 8 bzw. 9, dessen Absperrorgan 18 geöffnet wurde. Es erfolgt neben reduzierter Kohlevorerhitzung Dampferzeugung.
Zur weiteren Herabsetzung der Kohlevorerhitzung läßt sich ein zweites der Absperrorgane 17 schließen und ein weiteres der Absperrorgane 18 öffnen. Damit wird die Abwärme der Kokstrockenkühlkammern 1, 2 bzw. 3 in verstärktem Maße zur Dampferzeugung ausgenutzt.
Letztlich können, wenn keine Kohlevorerhitzung stattfinden soll, alle drei Abhitzekessel 7, 8 bzw. 9 an die Leitung angeschlossen sein. Die gesamte Abwärme der Kokstrockenkühlkammern 1, 2 bzw. 3 wird jetzt zur Dampferzeugung ausgenutzt,
Die drei Kohlevorerhitzungsaggregate 4, 5 bzw. 6 sind so ausgelegt, daß sie die gesamte Abwärme der drei Kokstrockenkühlkammern 1,2 bzw. 3 aufnehmen können. Gleiches gilt für die Abhitzekessel 7, 8 bzw. 9.
Die jeweils nicht eingeschalteten Kohlevorerhitzungsaggregate und Abhitzekessel können ohne Betriebsunterbrechnung gewartet werden.
Soll eine der Kokstrockenkühlkanunern 1,2 bzw. 3 gewartet werden, dann ist deren Wärmeträgerkreis abzuschalten. Es sind hierfür in der Leitung 12 Absperrschieber 19 und 20 und in der Leitung 13 Absperrschieber 21 und 22 vorgesehen» Die anderen Kokstrockenkühlkammern sowie alle Kohlevorerhitzungsaggregate 4, 5 bzw. 6 und Abhitzekessel 7, 8 bzw. 9 können weiterarbeiten.
Bei den Ausführungsbeispielen nach Fig. 3 und 4 sind die den Fig. 1 und 2 gleichen Anlagenteile mit den betreffenden Bezugszeichen gekennzeichnet. Bei dem Wärmeträgerkreis nach Fig. 3 und 4 ist ein Abhitzekessel 7, 8 bzw. 9 mit zwei Stufen 23 und 24 vorgesehen (Zweizonenkessel). Die erste Stufe 23 liegt zwischen der Letlung 13 und dem Absperrorgan 17. Die zweite Stufe 24 ist der ersten Stufe nachgeschaltet und über das Absperrorgan 18 an die Rücklauf-Sammelleitung 16' angeschlossen. Das Kohlevorerhitzungsaggregat 4, 5 bzw. 6 ist über das Absperrorgan 20 an die Rücklauf-Sammelleitung 16* angeschlossen.
In Fig. 3 ist die Verbindung der Aggregate bei geschlossenem Gaskreislauf dargestellt. Dabei sind die Kokstrockenkühlkammer und die erste Stufe des Abhitzekessels in Reihe mit den Kohlevorerhitzungsaggregaten parallel zwischen die Sammelleitungen 16 und 16' geschaltet. Die Leitung zwischen den Absperrorganen 20 und 18 dient hier für die Rückführung des Gases aus dem Kohlevorerhitzungsaggregat zur Kokstrockenkühlkammer bzw. der Rücklauf-Sammelleitung 16'.
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In Fig. 4 sind die Verbindungen der Aggregate bei offenem Gaskreislauf dargestellt. Dabei liegen die Kokstrockenkühlkammern 1, 2 bzw. 3, Abhitzekessel 7, 8 bzw. 9 und Kohlevorerhitzungsaggregate 4, 5 bzw. 6 je in Reihe geschaltet zwischen der Vorlauf-Sammelleitung 16 und der Rücklauf-Sammelleitung 16'. Die Leitung zwischen dem Absperrorgan 18 und dem Absperrorgan 20 dient dem Umfahren des Kohlevorerhitzungsaggregats 4, 5 bzw. 6, wenn dieses nicht betrieben wird.
Die Funktionsweise des Wärmeträgerkreises nach Fig. 3 bei geschlossenem Gaskreislauf ist etwa folgende:
Die Kokstrockenkühlkammer 1, 2 bzw. 3 erhält Wärmeträgergas über das Gebläse 11 aus der Rücklauf-Sammelleitung 16'. Ist das Absperrorgan 17 offen, dann tritt heißes Wärmeträgergas aus der Kokstrockenkühlkammer 1, 2 bzw. 3 bzw. der Vorlauf-Sammelleitung 16 mit einer Temperatur von ca. 8000C in die erste Stufe 23 des Abhitzekessels 7, 8 bzw. 9 ein und erzeugt dort Dampf. Mit einer Temperatur von ca. 600°C gelangt das Wärmeträgergas dann über das Absperrorgan 17 zum Kohlevorerhitzungsaggregat 4, 5 bzw. 6. Ober das Absperrorgan 20 wird das abgekühlte Wärmeträgergas der Rücklauf-Sammelleitung 16' zugeführt. Ein Teil des Wärmeträgergases kann über das Absperrorgan 18 unter Umgehung der Kohlevorerhitzungsaggregate 4, 5 bzw. 6 direkt der Rücklauf-Sammelleitung 16' bzw. dem Gebläse 11 zugeführt werden. Je nach der Einstellung der Absperrorgane 17 und 18 läßt sich ein mehr oder weniger großer Teil der Wärmeenergie für die Kohlevorerhitzung oder die Dampferzeugung ausnutzen. Beim Abschalten des Kohlevorerhitzungsaggregats 4, 5 bzw. 6 strömt das gesamte Wärmeträgergas durch die beiden Stufen 23 und 24 des Abhitzekessels 7, bzw. 9.
Die Funktionsweise des Wärmeträgerkreises nach Fig. 4 bei offenem Gaskreislauf ist etwa folgende:
- 11 -
Der Kokstrockenkühlkammer 1,2 bzw. 3 wird aus der mit durchgezogener Linie dargestellten Sammelleitung 16 Wärmeträgergas über das Gebläse 11 zugeführt. In der Kokstrockenkühlkammer 1, 2 bzw. 3 erwärmt sich dieses und gelangt über die Leitung 13 in den Abhitzekessel 7, 8 bzw. 9. In deren ersten Stufe 23 wird Dampf erzeugt. Die Restwärme des Wärmeträgergases wird in dem Kohlevorerhitzungsaggregat 4, 5 bzw. 6 ausgenutzt. Das dann abgekühlte Wärmeträgergas verläßt über die mit durchgezogener Linie dargestellte Sammelleitung 16' die Verbundanlage. Die Restwärme des Wärmeträgergases kann bei entsprechender Stellung der Absperrorgane 17 und 18 auch in der zweiten Stufe 24 des Abhitzekessels 7, 8 bzw. 9 ausgenutzt werden. Das Kohlevorerhitzungsaggregat 4, 5 bzw. 6 wird dann ganz oder teilweise umgangen.
Im Rahmen der Erfindung liegen zahlreiche weitere Ausführungsbeispiele. Diese können beispielsweise in einer Kombination der Wärmeträgerkreisenach den Fig. 2 und 3 oder 3 und 4 bestehen.

Claims (8)

KXR/Ga/Sc PA 3143 11.5.1981 DIDIER ENGINEERING GMBH Alfredstraße 28 4300 Essen 1 Anlage zur Nutzung der fühlbaren Kokswärme Patentansprüche
1. Anlage zur Übertragung der fühlbaren Kokswärme einer Kokstrockenkühlkammer in einem Wärmeträgerkreis auf ein Kohlevorerhitzungsaggregat und einen diesem zugeschalteten Abhitzekessel, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens je zwei in Wärmeträgerkreisen liegende Kokstrockenkühlkammern (1, 2, 3),Kohlevorerhitzungsaggregate (4, 5, 6) und Abhitzekessel (7, 8, 9) vorgesehen sind, daß die Wärmeträgerkreise verbunden (15, 16) sind und daß im verbundenen Wärmeträgerkreis für jedes Kohlevorerhitzungsaggregat (4, 5, 6) und jeden Abhitzekessel (7, 8, 9) ein Absperrorgan (17, 18) vorgesehen ist.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohlevorerhitzungsaggregate (4, 5, 6) insgesamt und die Abhitzekessel (7, 8, 9) insgesamt jeweils wenigstens so groß ausgelegt sind, daß sie die von den Kokstrockenkühlkammern (1, 2, 3) abgebbare Wärmemenge aufnehmen.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kokstrockenkühlkammern (1, 2, 3) über wenistens eine Vorlauf-Sammelleitung (15, 16) und wenigstens eine Rücklauf-Sammelleitung (T51, 16') verbunden sind.
4. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Absperrung der Kokstrockenkühlkammer (1, 2, 3) Absperrschieber (19, 20, 21, 22) vorgesehen sind.
5. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abhitzekessel (7, 8, 9) zwei Stufen (23, 24) aufweist, deren eine über das Absperrorgan (17) dem Kohlevorerhitzungsaggregat (4, 5, 6) vorgeschaltet ist und deren andere über das Absperrorgan (18) an die Kokstrockenkühlkammer (1, 2, 3) angeschlossen ist.
6. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmeträgerkreis zwischen der Kokstrockenkühlkammer (1, 2, 3),dem Abhitzekessel (7, 8, 9) und dem Kohlevorerhitzungsaggregat (4, 5, 6) geschlossen ist.
7. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmeträgerkreis zwischen der Kokstrockenkühlkammer (1, 2, 3), dem Abhitzekessel (7, 8 , 9) und dem Kohlevorerhitzungsaggregat (4, 5, 6) offen ist.
8. Anlage nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmeträgerkreis sowohl offen als auch geschlossen betreibbar ist.
DE19813119372 1981-05-15 1981-05-15 Anlage zur Übertragung der fühlbaren kokswärme Expired DE3119372C3 (de)

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