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DE1214701B - Anordnung einer Dampfkraftanlage - Google Patents

Anordnung einer Dampfkraftanlage

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Publication number
DE1214701B
DE1214701B DEM56596A DEM0056596A DE1214701B DE 1214701 B DE1214701 B DE 1214701B DE M56596 A DEM56596 A DE M56596A DE M0056596 A DEM0056596 A DE M0056596A DE 1214701 B DE1214701 B DE 1214701B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
storage
steam
hot water
turbine
power plant
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM56596A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl Friedrich Marguerre
Dr-Ing Ferdinand Marguerre
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FERDINAND MARGUERRE DR ING
KARL FRIEDRICH MARGUERRE DR
Original Assignee
FERDINAND MARGUERRE DR ING
KARL FRIEDRICH MARGUERRE DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FERDINAND MARGUERRE DR ING, KARL FRIEDRICH MARGUERRE DR filed Critical FERDINAND MARGUERRE DR ING
Priority to DEM56596A priority Critical patent/DE1214701B/de
Publication of DE1214701B publication Critical patent/DE1214701B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K3/00Plants characterised by the use of steam or heat accumulators, or intermediate steam heaters, therein
    • F01K3/004Accumulation in the liquid branch of the circuit
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K17/00Using steam or condensate extracted or exhausted from steam engine plant
    • F01K17/02Using steam or condensate extracted or exhausted from steam engine plant for heating purposes, e.g. industrial, domestic

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • Anordnung einer Dampfkraftanlage Es ist bekannt, ein Warmwasserheizungssystem, das durch Anzapfung einer Kraftmaschine, beispielsweise einer Dampfturbine erwärmt wird, mit einem Speicher zu versehen, der, zur Zeit geringer Kraftabgabe durch erhöhte Entnahmen aufgeladen, zur Zeit hohen Kraftbedarfs die Wärmeabgabe an das Heizungssystem ganz oder teilweise unter Verminderung oder Aufhebung der Entnahme aus der Kraftmaschine übernimmt. Die Kraftmaschine bzw. Turbine vermag dadurch unabhängig von dem Heizbedarf die volle Leistung, die sich aus der Kesselleistung bei Kondensationsbetrieb ergibt, abzugeben. Die erforderliche Speicherkapazität ergibt sich aus der Verschiedenheit der zeitlichen Verläufe von Wärme- und Kraftbedarf; der Preis der Speicher wird wesentlich von dem Druck des Wassers bestimmt und ist besonders;günstig, wenn kein Überdruck vorhanden ist. So vorteilhaft diese Anordnung auch sei, so ist .die gegenseitige Abhängigkeit von Wärme und Kraft ein Nachteil, und es ist keine Leistungssteigerung über die maximale Leistung des Kessels hinaus möglich, sondern es wird nur die schwankende, vom jahreszeitlichen Wärmebedarf bedingte Verminderung der Leistung infolge Anzapfung bei dieser bekannten Anordnung zu Zeiten hohen Kraftbedarfs beseitigt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dampfkraftanlage der in Rede stehenden Art zu schaffen, die bei verhältnismäßig niedrigen Anlage-und Betriebskosten eine prinzipiell nicht beschränkte Erhöhung der Leistungsabgabe gestattet.
  • Gemäß der Erfindung wird zu diesem Zweck bei einer Dampfkraftanlage mit einer Dampfturbine mit einem Regenerativsystem und einer Anzapfung zur Versorgung eines Warmwasserheizungssystems. über einen im Umwälzverfahren betriebenen, zur Zeit verminderten Kraftbedarfs aufzuladenden Warmwasserspeicher, dem zur Spitzenzeit des Kraftbedarfs unter Verminderung bzw. Aufhebung .der Entnahme aus der Turbine zur Versorgung des Warmwasserheizungssystems Heißwasser entnehmbar ist, eine Kombination des Warmwasserspeichers mit weiteren an sich bekannten Speichersystemen (Speisewasserspeicherung, Entspannung von Speicherwasser zur Dampferzeugung), die eine prinzipiell nicht beschränkte Erhöhung der Leistungsabgabe über die Kesselleistung hinaus gestatten, vorgesehen, wobei für mindestens zwei der genannten Systeme der Wärmeentnahme aus den Speichern die Wärmeentnahme aus einem Speichergefäß erfolgt und der Entspannungsdampf geeigneten Niederdruckstufen der Turbine zugeführt wird. Bei der erfindungsgemäßen Anlage brauchen somit trotz der Möglichkeit, drei Speichersysteme anzuwenden, nur zwei Speicher installiert werden. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Speicherkombination liegt darin, daß außerdem de Wärmekapazität des Wärmeverteilungsnetzes des Heizungssystems zur Überbrückung von Belastungsspitzen mit herangezogen werden kann.
  • Eine erste Leistungserhöhung kann man in bekannter, sehr wirtschaftlicher Weise erreichen, indem man die Speisewasserspeicherung anwendet; sie besteht darin, daß zur Zeit kleiner Belastung durch das übliche Regenerativsystem zusätzlich Speisewasser erwärmt und gespeichert wird, um dann zur Spitzenzeit zur Kesselspeisung, unter Umleitung des Regenerativdampfes in den Kondensator, verwendet zu werden, wobei die volle Temperaturspanne bis zu derjenigen des Kondensats ausgenutzt wird.
  • Der Speicher wird im Umwälzverfahren als Verdrängungsspeicher ge- und entladen.
  • Bei diesem Verfahren ist die Leistungssteigerung auf 10 bis 11% beschränkt (bei hohen Dampfdrücken und Temperaturen), so daß auch bei gleichzeitiger Anwendung beider Verfahren - nämlich Wärmeabgabe an das Heizungssystem aus dem zugehörigen Warmwasserspeicher und Entladung des Speisewasserspeichers zur Kesselspeisung - für die Leistungssteigerung eine Grenze gezogen bleibt.
  • Die genannte Beschränkung fällt bei der erfindungsgemäßen Speicherkombination fort, da bei entsprechend hohen Kraftspitzen eine Entspannung von Speicherwasser über ein oder mehrere in Reihe geschaltete Entspannungsgefäße vorgenommen werden kann, wobei der entstehendd Dampf zur Arbeitsleistung in geeignete Stufen der Turbine geführt wird. Dabei kann das Wasser sowohl dem Speisewasserspeicher als auch dem Warmwasserspeicher entnommen werden. .
  • Bei letzterem gilt folgendes: da das Speicherwasser zweckmäßig kaum unter 80° C durch Entspannung abgekühlt werden -kann - da ein äüsräichendes Gefälle in der Turbine verbleiben muß -, kann man das in den Entspannungsgefäßen zurückbleibende Wasser direkt dem Heiznetz während der kurzen Spitzenzeit zuführen; die sich dabei ergebende etwas geringere Vorlauftemperatur für die Warmwasserheizung kann infolge der großen Wärmekapazität des Wärmeverteilungsnetzes und der Abnehmeranlagen ohne Nachteile zugelassen werden. Die Temperaturdifferenz im Speiche"wasser, die für eine wirtschaftliche Bemessung der Speichergefäße entscheidend ist, bleibt auch für diesen aus dem Speicher gespeisten Krafterzeugungsprözeß noch ausreichend. Beträgt z. B. bei einer reinen Wärmespeicherung d t zwischen Vor- und Rücklauf 100 bis 50° C, so wird während der kurzen Kraftspitzenzeit eine Abkühlung, von 100° C auf 80° C durch die Entspannung und von 80° C auf 50° C = öder vorübergehend weniger -durch Wärmeabgabe erfolgen.
  • Dies ist im Hinblick auf die erwähnte große Wärmekapazität des Wärmeverteilungsnetzes und der Abnehmeranlagen und im Hinblick auf die verhältnis= mäßig kurze Dauer der Kraftbedarfsspitzen noch durchaus zulässig.
  • In der prinzipiell gleichen Weise kann man auch den Speisewasserspeicher zusätzlich durch Umwälzen über eine Entspannerkette und Zuführung des entstehenden Dampfes zu geeigneten Turbinenstufen entladen und das abgekühlte Wasser, ebenso wie oben dargelegt, im Heiznetz verwenden. In allen Fällen braucht man für drei Speicherarten nur zwei Speicher unj kühlt dabei ihren Inhalt im Durchschnitt weitergehend ab, als es ohne die erfindungsgemäße Kombination möglich wäre.
  • Die Speicherung im Warmwasserspeicher bzw. die Deckung. des Wärmebedarfs des Heizungssystems aus diesem Speicher, .die die Ausnutzung der vollen Kesselleistung für die Kraftabgabe ermöglicht, ist mit verhältnismäßig sehr geringen thermischen Verlusten verbunden. Die Verluste bei der Speisewasserspeicherung (Entnahme von gespeichertem Heißwasser zur Kesselspeisung) sind wegen der Verschiebung in der Turbinendurchströmung etwas höher. Thermodynamisch wesentlich ungünstiger ist die Entspannungsentladung der Speicher.
  • Die Abwärme wird aber in allen Fällen ausgenutzt; die Verschiedenheit der Verluste wirkt sich entsprechend auf die Speicherkosten je Kilowattstunde aus. Die Speicherwirkungsgrade werden in ihrer Größenordnung über 90 und 80 bzw: 50 % liegen.
  • Beim Betrieb der erfindungsgemäßen Dampfkraftanlage ist es daher, stets vorteilhaft, so zu verfahren, daß bei der Deckung von Kraftbedarfsspitzen eine Entspannung. von Speicherwasser zur Dampferzeugung erst dann vorgenommen wird, wenn der Leistungsbedarf den Wert überschreitet; der durch die anderen Systeme der Wärmeentnahme aus den Speichern (Entnähme von Heißwässer zur Kesselspeisung bzw. zur Versorgung der Warmwasserheizung) noch gedeckt werden kann. Ein weiterer Voi-leil der erfindungsgemäßen Speicherkombination ist der; däß, wenn jahreszeitlich der Wärmebedarf für die-Wärirlwasserheizung ausfällt, der entsprechende Wärmespeicher für längere Stunden zur Entladung durch Entspannung zur Verfügung steht, was z. $. zur Zeit de?' Mäschinenübdfhölüngen und/oder der Vormittagskochspitzen von Vorteil sein kann.
  • Zum Laden der Speicher muß natürlich der Druck an den Anzapfstellen der Turbine trotz eventuell niedriger Turbinenlast so hoch sein, daß die erforderliche Wassertemperatur für jeden Speicher erreicht wird. Dies kann in bekannter Weise durch Entnahme aus einer höheren Anzapfstufe oder - insbesondere für den Niederdruckwärinespeicher - durch Aufstauen des Druckes mittels Drosselklappen erfolgen; wirtschaftlicher ist es bei mehrfiutigen Niederdruckenden, einzelne Flüsse abzuschalten, was gegebenenfalls mit der vorerwähnten Drosselung kombiniert werden kann.
  • In der F i g. 1 der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Dampfkraftanlage schematisch dargestellt.
  • Es bedeutet darin 1 den Mittel- und Niederdruckteil einer Turbine, die ihren Dampf durch die Leiteng 2 erhält und ihn durch die Leitung 3 an den Kondensator 4 abgibt. Von diesem aus geht das Kondensat durch die Leitung 5, eine Pumpe 6, an einem Ausgleichsgefäß 7 vorbei zu einer Gabelung 22, von wo das Kondensat im Normalbetrieb durch die Regenerativvorwärmer 8 - die Dampf durch die Leitungen 10 von der Turbine erhalten - zum Entgäser 11 und von dort zum Kessel 23 geht.
  • Der Inhalt des Speisewasserspeichers 9 befindet sich dabei in Ruhe. Dabei ist das zwischen Gabelung 22 und dem ersten Regenerativvorwärmer 8 liegende Ventil 24 so weit geöffnet, daß die vor diesem Ventil angeordnete Pumpe 25 genau so viel Wasser weiterfördert, als ihr die Pumpe 6 anbietet. Zur Ladung des Speichers 9 wird in an sich bekannter Weise das Ventil 24 weiter geöffnet, so daß die Pumpe 25 zusätzlich Wasser von unten aus dem Speicher ansaugt, das dann erwärmt dem oberen Speicherende wieder zufließt. Beim Entladevorgang des Speichers 9 wird durch Schließen des Ventils 24 der Durchfluß durch die Regenerativvorwärmer 8 in an sich bekannter Weise vermindert, im Grenzfall zu Null gemacht, wodurch der Dampfstrom zum Kondensator 4 wächst und die Leistung der Turbine erhöht wird. Das Kondensat geht dann von der Gabelung 22 durch den Verdrängungsspeicher 9 zum Entgaser 11.
  • Mit 12 ist der Warmwasserspeicher für das Heizungssystem bezeichnet, dessen im allgemeinen niedriger Druck von der Warmwassertemperatur bestimmt ist. Dieser Speicher ist einerseits mit den nicht dargestellten Verbrauchern durch die Leitungen 15, 16 und andererseits über Leitungen 13, 14 mit einem Vorwärmer 17 verbunden.
  • Letzterer erhält seinen Dampf aus einer der Dampfleitungen 10 (Abzweigung bei 26) eventuell in umschaltbarer Weise. Das im Vorwärmer 17 anfallende Kondensat kann über eine Leitung 27 dem Speisewassersystem der Dampfkraftanlage wieder zugeführt werden. Nicht dargestellte Pumpen und Ventile erlauben in an sich bekannter Weise die Speisung der Wärmeverbraucher direkt vom Vorwärmer 17 aus oder die Ladung und -Entladung des Speichers 12, der als Verdrängungsspeicher entweder Kaltwasser von unten oder Warmwasser von öberi zugeführt erhält.
  • Schließlich wird nach dem dritten System der Wärmeentnahme - hier dargestellt als über einen Entspanner 20 an den Warmwasserspeicher 12 vermittels der Leitungen 18 und 19 angeschlossen -dadurch entladen und die Leistung erhöht, daß der im Entspanner aus dem umgewälzten Speicherwasser entstehende Dampf über die Leitung 21 einer der Leitungen 10 - vorwiegend der unteren - und dadurch der Turbine zugeführt wird. Es ist ebenso möglich, diese Art der Speicherentladung an den Speicher 9 anzuschließen, wobei dann - entsprechend der größeren Abkühlung des umgewälzten Speicherwassers - an Stelle eines Entspanners mehrere in Reihe geschaltete Entspanner treten, die dann sinngemäß jeder an eine der Leitungen 10 angeschlossen werden. Dies ist in F i g. 1 gestrichelt links vom Speicher 9 angedeutet.
  • Das Verfahren zum Betrieb der erfindungsgemäßen Dampfkraftanlage wird im folgenden an Hand eines in der F i g. 2 veranschaulichten Belastungsdiagramms erläutert, in dem die von der Dampfkraftanlage angegebene Leistung über der Zeit aufgetragen ist. Es bedeutet darin die Linie A den je nach der Tageszeit schwankenden Kraftbedarf. Die volle Kesselleistung ist durch die horizontale Linie K angegeben. Die Differenz zwischen dieser Linie K und einer weiteren Linie H bedeutet die für den Betrieb des Warmwasserheizungssystems erforderliche Leistung. Die zu deckenden Belastungsspitzen sind in dem Diagramm in horizontale Streifen aufgeteilt. Im Fall der in den Vormittagsstunden liegenden, verhältnismäßig lang dauernden Belastungsspitze für den Kraftbedarf sind für deren Deckung drei Streifen I, II, III vorgesehen.
  • Der untere, längste Streifen I wird durch Unterbrechung der Entnahme für die Heizung, also vermittels eines drucklosen oder fast drucklosen und daher billigen Speichers (Position 12 in F i g. 1) gedeckt und hat praktisch keine thermodynamischen Verluste; er ist in seiner Höhe von der Wärmeabgabe abhängig.
  • Der nächste Streifen II wird durch die Speisewasserspeicherung (Speicher 9) gedeckt, die einen Wirkungsgrad zwischen 80 und 901/o und noch günstige Speicherpreise hat, aber bei modernen Dampfverhältnissen, wie schon erwähnt, auf 10 bis 111/o Leistungssteigerung beschränkt ist.
  • Schließlich wird der oberste Teil (Streifen III) durch das Entspannungssystem gedeckt, dessen relativ ungünstige Speicherkosten und Wirkungsgrad bei der kurzen Benutzungsdauer ohne nennenswerten wirtschaftlichen Nachteil sind. Die Höhe der Leistungssteigerung ist dabei prinzipiell nicht beschränkt; die bereits beschriebene Mitbenutzung der Speicherkapazität des Netzes vermindert die Speicherkosten und verwendet die Abwärme unmittelbar.
  • Durch die bei dem .erfindungsgemäßen Verfahren vorgesehene Aufteilung der Belastungsspitzen nach F i g. 2, bei der somit stets der zeitkürzeste Streifen III des in Horizontalstreifen unterteilten Spitzendiagramms dem Entspannungsverfahren zugewiesen wird, wird die Möglichkeit geschaffen, auch relativ lang andauernde Kraft- bzw. Leistungsspitzen, die sonst für die Wärmespeicherung wirtschaftlich nicht mehr in Frage kommen, decken zu können. Es sei in diesem Zusammenhang zur Illustration erwähnt; daß die Kilowattstunde Sp.eicherkapäzität für den unteren Streifen I bei drucklosem Speicher etwa DM 10.-, für den mittleren Streifen II bei etwa 20 atü DM 25.- kostet; während der Preis im Fall des obersten Streifens I11, der nur kurzzeitig angesetzt wird, entsprechend höher liegt.
  • Im Sinne des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Betrieb der neuartigen Dampfkraftanlage wird sinngemäß im Fall der im rechten Teil der F i g. 2 erkennbaren, in den Nachmittagsstunden liegenden weniger hohen Belastungsspitzen die Deckung nur durch Heranziehung von zwei der genannten Systeme der Wärmeentnahme vorgenommen, und zwar entsprechend der dort dargestellten Streifen I, II durch Entnahme von Speicherwasser zur Versorgung des Warmwasserheizungssystems und durch Entnahme von Speicherwasser zur Kesselspeisung, da im Fall dieses gewählten Beispiels die beiden vorstehend genannten Maßnahmen zur Deckung dieser Belastungsspitze gerade noch ausreichen.
  • Die erfindungsgemäße Speicherkombination erweist sich, wie aus vorstehenden Darlegungen hervorgeht, im Hinblick auf die Anlage- und Betriebskosten der Dampfkraftanlage vorteilhaft, wobei aber die günstige Gesamtwirkung dieser Kombination noch wesentlich über eine bloße Summierung der einzelnen aufgezählten Vorteile hinausgeht.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Anordnung einer Dampfkraftanlage mit einer Dampfturbine mit einem Regenerativsystem und einer Anzapfung zur Versorgung eines Warmwasserheizungssystems über einen im Umwälzverfahren betriebenen, zur Zeit verminderten Kraftbedarfs aufzuladenden Warmwasserspeicher, dem zur Spitzenzeit des Kraftbedarfs unter Verminderung bzw. Aufhebung der Entnahme aus der Turbine zur Versorgung des Warmwasserheizungssystems Heißwasser entnehmbar ist, gekennzeichnet durch eine Kombination des Warmwasserspeichers mit weiteren an sich bekannten Speichersystemen (Speisewasserspeicherung, Entspannung 1 von Speicherwasser zur Dampferzeugung), die eine prinzipiell nicht beschränkte Erhöhung der Leistungsabgabe über die Kesselleistung hinaus gestatten, wobei für mindestens zwei der genannten Systeme der Wärmeentnahme aus den Speichern die Wärmeentnahme aus einem Speichergefäß erfolgt und der Entspannungsdampf geeigneten Niederdruckstufen der Turbine zugeführt wird.
  2. 2. Verfahren zum Betrieb einer Dampfkraftanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Deckung von Kraftbedarfsspitzen eine Entspannung von Speicherwasser zur Dampferzeugung erst dann vorgenommen wird, wenn der Leistungsbedarf den Wert überschreitet, der durch die anderen Systeme der Wärmeentnahme aus den Speichern (Entnahme von Heißwasser zur Kesselspeisung bzw. zur Versorgung der Warmwasserheizung) noch gedeckt werden kann.
  3. 3. Verfahren zum Betrieb einer Dampfkraftanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Dampfabgabe in die Turbine während der Kraftspitzenzeit entspannte Wasser dem Heizungssystem oder dessen Speicher zugeführt wird.
  4. 4. Verfahren zum Betrieb einer Dampfkraftanlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß während des Ladens der Speicher zur Erhöhung des Druckes an den Anzapfstellen der Turbine eine Aufstauung des Druckes durch Betätigung von in den Dampfleitungen hinter den Anzapfstellen liegenden Drosselklappen vorgenommen wird oder daß bei mehrflutigen Turbinen einzelne Flüsse abgeschaltet werden, gegebenenfalls in Kombination mit der Betätigung von Drosselklappen.
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