DE3118504C2 - Transport- und Haltevorrichtung für ein Fahrzeugersatzrad - Google Patents
Transport- und Haltevorrichtung für ein FahrzeugersatzradInfo
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Abstract
Aufgabe der Erfindung will es sein, mittels Vorrichtung ein Ersatzrad mit dem Nutzfahrzeug sicher zu transportieren und mit Hilfe dieser Vorrichtung den Radwechsel zu erleichtern. Gelöst wird dieses Problem durch die Gestaltung der Vorrichtung als einhängbarer und mittels eigenen Rädern (4) oder Rollen verfahrbarer Radkorb (1), dessen Seitenteile aus Gabelzinken (3) zum Aufnehmen des senkrecht stehenden Rades nach dem Sackkarrenprinzip, aus einem schwenkbaren Bügel (5), wechselwirksam als Korbwand oder Handgriff dienend und aus einem Paar Aufhängemitteln (2) bestehen, dessen Haken (6) an Bügelkonsolen (7) des Nutzfahrzeugs gehängt werden. Durch die Anordnung der Haken (6) der Aufhängemittel (2) pendelt der Radkorb (1) in die Waagerechte, um in dieser Stellung mit dem unverlierbar gewordenen Rad mittels Klinken (9), Bolzen oder Schrauben mit dem Nutzfahrzeug fest verbunden zu werden. Das Verfahren, Aufnehmen und Absetzen des Rades nach dem Sackkarrenprinzip erleichtert den Radtransport um das Nutzfahrzeug und gestattet das Anfahren des Rades in Achsrichtung gegen die Radnabe und das Anheben des Rades auf Achsmitte.
Description
Seitenteil gegenüberliegende Seitenteil des anderen Seitenteilpaares als Bügel ausgebildet ist.
Damit dieser Bügel seine Aufgabe sowohl als Seitenteil zur Radsicherung beim Transport des Rades
mittels Fahrzeug erfüllen und beim Radwechsel als Handgriff des von Hand zu verfahrenden Radkorbes
mit dem in ihm lagernden Ersatzrad dienen kann, ist der Bügel schwenkbar und in verschiedenen Stellungen
feststellbar mit dem Boden des Radkorbes verbunden.
Um unterschiedlichen Bedarfsfällen gerecht werden zu können, kann der Bügel ein- oder zweiteilig
ausgebildet sein.
Aus gleichen oder ähnlichen Gründen ist der oder sind die Bügel vertikal oder horizontal schwenkbar mit
dem Boden des Radkorbes verbunden.
Im Interesse einer vielseitigen Verwendbarkeit für Räder unterschiedlicher Größe sind die als Aufhängemittel
ausgebildeten Seitenteile des Radkorbes am Tragholm verschiebbar und festklemmbar befestigt.
Um unterschiedliche Fahrzeugkarosserie,°usführungen,
beengte Raumverhähnisse, differierende Rahmenbreiten und Fahrgestellhöhen zu berücksichtigen und
die Unverlierbarkeit des Ersatzrades zu gewährleisten, ist vorgesehen, daß die unterhalb der Fahrzeugkarosserie
angeordnete Aufnahme für die Haken der als Aufhängemittel ausgebildeten Seitenteile des Radkorbes
als ein den Radkorb überspannender Langbügel ausgebildet ist und daß Mittel in Form von Klinken,
Bolzen oder Schrauben zur Verriegelung des Radkorbes mit dem an der Fahrzeugkarosserie befestigten
Langbügel vorgesehen sind.
Dieser Langbügel kann so ausgestaltet sein, daß er gleichzeitig seine Aufgabe als Unterfahrschutz erfüllt.
Eine einfache Befestigungsmöglichkeit an bestehende Fahrzeugkarosserieteile wie Längs- oder Querträger
oder vorhandenen Unterfahrschutz kann dadurch erreicht werden, daß die unterhalb der Fahrzeugkarosserie
angeordnete Aufnahme für die Haken der als Aufhängemittel ausgebildeten Seitenteile des Radkorbes
als zwei, den Radkorb seitlich überkragende Bügelkonsolen ausgebildet ist und daß Mittel in Form
von Klinken, Bolzen oder Schrauben zur Verriegelung des Radkorbes mit den an der Fahrzeugkarosserie
befestigten Bügelkonsolen vorgesehen sind.
Ein nachfolgend beschriebenes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht des in waagerechter Straßentransportstellung allseitig geschlossenen Radkorbes
mit dem Ersatzrad (gestrichelt angedeutet),
F i g. 2 eine Draufsicht von Fig. 1,
F i g. 3 eine Front- oder Heckansicht eines Teiles der Transport- und Haltevorrichtung im eingehängten und
mit dem Fahrzeug fest verbundenen Zustand, in einem gleichzeitig als Unterfahrschutz oder Frontstoßfänger
ausgestalteten Langbügel 7,
Fig.4 eine Frontansicht eines Teiles der Transport-
und Haltevorrichtung im eingehängten und mit dem Fahrzeug fest verbundenen Zustand mittels Bügelkonsolen
8,
Fig. 5 eine Seitenansicht der schräg-senkrecht auf dem Boden stehenden, vom Langbügel 7 gelösten
Transport- und Haltevorrichtung, im Rollzu^tand. Das
als Bügel 5 ausgebildete Seitenteil des Radkorbes ist, zum Verfahren des Radkorbes mit dem Rad von Hand,
ausgeschwenkt Die seitliche Heckansicht des Fahrzeuges ist gestrichelt angedeutet.
Gemäß F i g. 1 und 2 wird der Boden des Radkorbes von einem Tragholm 12 und zwei diesen kreuzenden, in
diesem Beispiel parallel liegenden Nebenholmen mit als to Gabelzinken 3 geformten Enden, gebildet Der Bügel 5
ist als Seitenteil des Radkorbes hochgeschwenkt. Im Übergangsbereich der Nebenholme zur Gabelzinkenform
ist eine Achse mit Rädern 4 oder Rollen 4' zum Verfahren des Radkorbes von Hand auf der Straße
vorgesehen. Auf die beiden Enden des Tragholmes 12 sind zwei Aufhängemittel 2 und 2' geschoben, die, im
Zeichaungsbeispiel an ihren nach oben weisenden Enden zu Haken 6 geformt, ein Seitenteilpaar des
Radkorbes bilden.
Zur Aufnahme eines Fahrzeugrades, sei es zum Straßentransport mittels Fahrzeug oder zum Verfahren
von Hand zum Zwecke der Radmontage, sei es zur Abnahme des Fahrzeugrades von der Radnabe oder des
Radlagers der Fahrzeugachse, wird die gemäß F i g. 5 nahezu senkrecht stehende Transportvorrichtung in
senkrechter Stellung unter die Lauffläche des senkrecht oder fast senkrecht stehenden Rades gefahren. Mit den
Gabelzinken 3 kann auch ein schweres Fahrzeugrad nach dem bekannten Sackkarrenprinzip angehoben und
anschließend in Achsrichtung bewegt werden, zumal der ausgeschwenkte Bügel 5 das Hebelverhältnis a (Abstand
Kraftangriff Bügel 5 — Radschwerpunkt S) zu c (Radschwerpunkt 5 — Achsmitte Rolle 4) günstig
gestaltet. Zum Anhängen des Radkorbes an das Fahrzeug werden gemäß F i g. 5 die beiden Haken 6 der
Aufhängemittel 2 in eine Position oberhalb des am Fahrzeug befestigten Langbügels 7 geschoben und im
Absenken eingehängt. Bei einem etwa mittig liegenden Tragholm 12 pendelt der Radkorb in die Waagerechte
in den Bügel 7, um hier mittels in der Bewegungsbahn liegender Elemente fixiert zu werden.
Eine sogenannte narrensichere Aufhängung und Fixierung macht das Rad mit der Vorrichtung praktisch
unverlierbar und bietet mit den Vorteilen eines Radkorbes, der von Schraub- oder Klemmbefestigungen
der Radschüssel oder Radfelge befreit, erhöhten Unfallschutz.
Die durch die Erfindung zusätzlich gebotene Möglichkeit, das auszuwechselnde Fahrzeugrad in Längsrichtung
zur Achse gegen die Radnabe zu fahren und durch die gebotene Hebelkraftnutzung auf die benötigte Höhe
der Radbolzenmittel zu heben, erhält ihren besonderen Wert bei beengten Platzverhältnissen, die bei Nutzfahrzeugen
und Omnibussen, verursacht durch Kotflügel, Kraftstofftanks, Luftbehälter u. a. m., angetroffen werden.
Die in der Beschreibung und den Patentansprüchen gewählte Bezeichnung — Fahrzeugkarosserie —
beinhaltet alle Fahrzeugteile wie Fahrgestell, Verstärkungsträger, Unterfahrschutz, Frontabweiser u. a.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Transport- und Haltevorrichtung für ein Fahrzeugersatzrad, bestehend aus einem unterhalb
der Fahrzeugkarosserie befestigbaren und von der Fahrzeugkarosserie lösbaren, das Ersatzrad aufnehmenden
Radkorb, der zwei Paare von jeweils zwei im Abstand des Ersatzraddurchmessers angeordneten
Seitenteilen aufweist, die jeweils mit, den Boden bzw. die Radauflage bildenden, kreuzförmig an- ι ο
geordneten Tragholmen verbunden sind, dadurch
gekennzeichnet, daß das eine Seitenteilpaar in Form von Aufhängemitteln (2 und 2') mit Haken
(6) oder dgl. zum Befestigen des Radkorbes an einer unterhalb der Fahrzeugkarosserie angeordneten
Aufnahme (7 bzw. 8) ausgebildet ist, daß das eine Seitenteil des anderen Seitenteilpaares als zwei im
Abstand voneinander angeordnete Gabelzinken (3) ausgebildet ist, an deren jeweils mit der Radauflage
(1) bzw. den Tragholmen verbundenem Ende ein Rad bzw. eine Rolle (4 bzw. 4') befestigt ist und daß
das andere, dem als Gabelzinken (3) ausgebildeten Seitenteil gegenüberliegende Seitenteil des anderen
Seitenteilpaares als Bügel (5) ausgebildet ist.
2. Transport- und Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (5)
schwenkbar und in verschiedenen Stellungen feststellbar mit dem Boden des Radkorbes verbunden
ist.
3. Transport- und Haltevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (5)
einteilig ausgebildet ist.
4. Transport- und Haltevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (5)
zweiteilig ausgebildet ist.
5. Transport- und Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Bügel (5) vertikal schwenkbar mit dem Boden des Radkorbes verbunden ist.
6. Transport- und Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Bügel (5) horizontal schwenkbar mit dem Boden des Radkorbes verbunden ist.
7. Transport- und Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die als Aufhängemittel (2 und 2') ausgebildeten Seitenteile des Radkorbes am Tragholm (12)
verschiebbar und festklemmbar befestigt sind.
8. Transport- und Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die unterhalb der Fahrzeugkarosserie angeordnete Aufnahme für die Haken (6) der als Aufhängemittel
(2 und 2') ausgebildeten Seitenteile des Radkorbes als ein den Radkorb überspannender Langbügel (7)
ausgebildet ist und daß Mittel (Klinken 9, Bolzen 10 oder Schrauben 11) zur Verriegelung des Radkorbes
mit dem an der Fahrzeugkarosserie befestigten Langbügel (7) vorgesehen sind.
9. Transport- und Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die unterhalb der Fahrzeugkarosserie angeordnete Aufnahme für die Haken (6) der als Aufhängemittel
(2 und 2') ausgebildeten Seitenteile des Radkorbes als zwei, den Radkorb seitlich überkragende
Bügelkonsolen (8) ausgebildet ist und daß Mittel (Klinken 9, Bolzen 10 oder Schrauben 11) zur
Verriegelung des Radkorbes mit den an der Fahrzeugkarosserie befestigten Bügelkonsolen (8)
Die Erfindung betrifft eine Transport- und Haltevorrichtung für ein Fahrzeugersatzrad, bestehend aus
einem unterhalb der Fahrzeugkarosserie befestigbarer, und von der Fahrzeugkarosserie lösbaren, das Ersatzrad
aufnehmenden Radkorb, der zwei Paare von jeweils zwei im Abstand des Ersatzraddurchmessers angeordneten
Seitenteilen aufweist, die jeweils mit, den Boden bzw. die Radauflage bildenden, kreuzförmig angeordneten
Tragholmen verbunden sind.
Es sind Ersatzrad-Vorrichtungen zum Aufnehmen und Befestigen eines Ersatzrades an die Fahrzeugkarosserie
bzw. das Fahrgestell des Fahrzeugs bekannt, welche mit Hilfe einer Seilwinde oder Zugspindel das
Ersatzrad aus der Waagerechtlage vom Boden aufnehmen und an eine mit dem Fahrzeug verbundene
Haltevorrichtung bringen. Es sind ferner Ersatzrad-Vorrichtungen bekannt, bei denen mit Hilfe einer als Hebel
dienenden Stange das Ersatzrad auf Haken einer Klemmvorrichtung gehoben wird, um in beiden Fällen
mittels Schrauben zusätzlich gesichert zu werden.
Ersatzrad-Vorrichtungen nach den DE-Patentschriften 28 00 806 und 27 25 611, der DE-AS 28 25 130 und
der US-PS 3912 099 nehmen Ersatzräder aus der senkt echten Rollstellung auf und schwenken diese
mittels Radträger in die waagerechte Transportlage, eine Methode, bei der das mühsame Aufrichten
schwerer Ersatzräder entfällt. (»Verkehrs-Rundschau«, Sonderdruck A-Ausgabe Nr. 4 — B-Ausgabe Nr. 1 vom
24. Januar 1981 der Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen, Abb. 18,19, 20.) Eine weitere Ersatzrad-Vorrichtung
nach der US-PS 40 93 088 berücksichtigt erschwerte Unterbringungsverhältnisse des Ersatzrades
bei Fahrzeugkarosserien mit geringer Bodenfreiheit. Hier wird ein Radkorb mit dem leichten Ersatzrad auf
einem Führungsgestänge von Hand verschoben und waagerecht ausgeschwenkt, zwecks erleichterter Radnahme
aus dem Radkorb.
Bei den vorstehend genannten, zum Stande der Technik gehörenden Ersatzrad-Vorrichtungen bleibt
ein wesentliches, den Radwechsel auf der Straße begleitendes Problem unberücksichtigt, die Montage
des Ersatzrades mit der Achse bzw. mit der Radnabe des Nutzfahrzeuges.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Transport- und Haltevorrichtung der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 angegebenen Art" zu schaffen, mit der
bei einem notwendigen Radwechsel auch die Montage des Ersatzrades an einer Radnabe eines Nutzfahrzeugs
ohne die Zuhilfenahme eines besonderen Gerätes, wie eines hydraulischen oder mechanischen Radmontagehebers
oder dgl. möglich ist.
Diese Aufgabe wird mit einer Transport- und Haltevorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1
angegebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das eine Seitenteilpaar in Form von Aufhängemitteln
mit Haken oder dgl. zum Befestigen des Radkorbes an einer unterhalb der Fahrzeugkarosserie angeordneten
Aufnahme ausgebildet ist, daß das eine Seitenteil des anderen Seitenteilpaares als zwei im Abstand voneinander
angeordnete Gabelzinken ausgebildet ist, an deren jeweils mit der Radauflage bzw. den Tragholmen
verbundenem Ende ein Rad bzw. eine Rolle befestigt ist und daß das andere, dem als Gabelzinken ausgebildeten
Priority Applications (1)
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| DE19813118504 DE3118504C2 (de) | 1981-05-09 | 1981-05-09 | Transport- und Haltevorrichtung für ein Fahrzeugersatzrad |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19813118504 DE3118504C2 (de) | 1981-05-09 | 1981-05-09 | Transport- und Haltevorrichtung für ein Fahrzeugersatzrad |
Publications (2)
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| DE3118504A1 DE3118504A1 (de) | 1982-11-25 |
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ID=6131928
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19813118504 Expired DE3118504C2 (de) | 1981-05-09 | 1981-05-09 | Transport- und Haltevorrichtung für ein Fahrzeugersatzrad |
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