Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial mit einer photoleitfähigen
Schicht aus amorphem Silizium, die etwa 10 bis 40 Atom-% Wasserstoff sowie eine Dotierung von etwa
10—20 000 ppm eines Elements der Gruppe IHb des Periodensystems enthält.
Aufzeichne ngsmaterialien auf der Basis von amorphem
Silizium (im nachfolgenden als "a-Si" abgekürzt) können in einfacher Weise durch Verfahren wie z. B.
Glimmentladung oder Zerstäuben, die aus der Halbleiterherstellung bekannt sind, hergestellt werden und sind
bezüglich wichtiger Eigenschaften, wie Wärmebeständigkeit. Abriebwiderstand und Lichtempfindlichkeit, sowie
auch vorn Standpukt der Umweltverträglichkeit anderen herkömmlichen /-iufzeiciinungsmaterialien &zgr;. &Bgr;.
aus Selen oder CdS deutlicVi überlegen.
Es wurde jedoch gefunden, daL bei der Anwendung des üblichen Glimmentladungs- oder Zerstäubungsprozesses
für die Herstellung von a-Si die resultierende photoleitfähige Schicht normalerweise nur einen Dunkelwiderstand
unterhalb von 10"'&OHgr;-cm aufweist, und deshalb nicht auf den Mindestwert des Oberflächenpotentials
aufgeladen werden kann, der für den Carlson-Abbildungs-Prozeß
mit den den Arbeitsschritten Laden, Abbilden de«. Originalbildes, Entwickeln, Übertragen,
Reinigen und Ladungslöschen, erforderlich ist. Solches a-Si ist daher als Aufzeichnungsmaterial unbrauchbar.
Wie in der Zeitschrift "Philosophical Magazine, Vol. 33, Nr. 6. Seite 935-949, 1976" in dem Artikel
"Electronic Properties of Substitutionally Doped Amorphous Si and Ge" beschrieben, wird als Halbleiter
verwendetes a-Si, wenn es in reiner Form frei von Fremdatomen vorliegt, üblicherweise als ein Halbleiter vom
N-Typ wirken, wobei seine Strukturfehler ein Donatorniveau bilden; wenn es Fremdatome aus der Gruppe Vb
des periodischen Systems, üblicherweise Phosphor (P) enthält, als ein Halbleiter vom verstärkten N-Typ wirken,
während a-Si als ein Halbleiter vom P-Typ wirkt, wenn es Fremdatome der Gruppe IUb1 üblicherweise
Bor. enthält. Der Dunkelwiderstand von a-Si verändert sich in Übereinstimmung mit dem Frendatomgehalt.
Tatsächlich zeigt der Artikel, daß ein Zusatz von B_>Hh
zu SiH4, dem Ausgangsmaterial für a-Si, in einem Molverhältnis
von &Igr;&Ogr;-« bis 10~5 (200 — 20 ppm) zu einer
Erhöhung des Dunkel Widerstandes auf ungefähr 10" &OHgr;-cm führt. Die Verwendung einer noch größeren Menge
Bor führt jedoch zu einer merklichen Verminderung des Dunkelwiderstandes, da der durch den Zusatz von
Fremdatomen zu a-Si erzielte Effekt im allgemeinen niedriger als bei kristallinem Silizium ist.
Ein Aufzeichnungsmaterial der eingangs genannten Art ist bekannt aus GB-PS 20 13 725; hierbei beträgt die
bevorzugte Menge von Fremdatomen aus der Gruppe IHb 10-3 bis 10-" Atom-% (entsprechend 5 &khgr; 10~6 bis
5 &khgr; &Igr;&Ogr;-"1 im Molverhältnis B2HaZSiH4 oder 0,01 bis
10 ppm), was wesentlich niedriger als die in dem vorstehend
erwähnten Artikel für Halbleiterzwecke vorgeschlagene Menge ist. Dies bedeutet, daß bsi a-Si für die
Verwendung als elektrophotographisches ,-•aufzeichnungsmaterial
der Zusatz von Fremdatomen aus der Gruppe HIb sich nicht für eine signifikante Beeinflussung
der elektrischen Leitfähigkeit (Dunkelwiderstand) eignet und keine ausreichende Erhöhung des Dunkelwiderstandes
bewirken kann. Ähnliches gilt für Aufzeichnungsmaterialien
der eingangs genannten Art, die aus DE-OS 29 015123 sowie aus DE-OS 28 55 718 bekannt
sind und photoleitfähige Schichten aus a-Si mit Dotierung von Wasserstoffatomen und Atomen des Gruppe
IHb des Periodensystems der Elemente aufweisen.
Derartige a-Si-Schichten haben einen Dunkelwiderstand von maximal 10 HIO&OHgr;-cm und sind daher nicht
für den Carlson-Abbildung-Prozeß verwendbar.
Eine photoleitfähige Schicht aus a-Si sollte für den elektrophotographischen Abbildeprozeß einen Dunkelwiderstand
von wenigstens 1013 &OHgr;-cm aufweisen. Um
diese Anforderung zu erfüllen, wird in der JP-PA SHO 54-145 539 vorgeschlagen, der Schicht aus a-Si eine
Menge von 0,1 bis 30 Atom-% Sauerstoff zuzusetzen, um den Dunkelwiderstand zu verbessern. Es wurde jedoch
gefunden, daß bei einem Sauerstoffgehalt von wenigstens 0,1 Atom-% die Schicht zwar einen verbesserten
Dunkelwiderstand hat, der gut oberhalb des für den elektropholographischen Prozeß erforderlichen Wertes
liegt, daß aber die Lichtempfindlichkeit im Bereich des sichtbaren Lichtes bereits bei dem niedrigsten Sauerstoffgehalt
von 0,1 Atom-% wesentlich niedriger als bei herkömmlichen elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien
ist und bei höheren Sauerstoffgehalten noch wei ter abfällt.
Demgemäß ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein elekirophotographischcs Aufzeichnungsmaterial
mit einer photoleitfähigen Schicht aus amorphem Silizium mit hohem Dunkelwiderstand und hoher Empfindlichkeit
;iu schaffen, die durch einen Glimrr.entladungsprozeCi
hergestellt werden kann, die bezüglich verschmutzungsfreier Eigenschaften, Hitzewiderstand,
Oberflächenhärte und Abriebwiderstand ausgezeichnete Eigenschaften aufweist, Fremdatome in sehr kleiner
bis großer Menge enthalten kann und eine in einem weiten Bereich leicht steuerbare elektrische Leitfähigkeit
besitzt.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Maßnahmen gelöst.
Dabei kommt es nicht auf die exakte Einhaltung der Bereichsgrenzen an. Die Grenzen definieren den Bereich,
in welchem die Zusätze eine merkliche vorteilhafte Wirkung entfalten, wobei diese Wirkung aber mit
dem Überschreiten der Bereichsgrenzen nicht schlagartig aufhört.
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden anhand der folgenden Figuren im einzelnen beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 ein Schaltbild zur schematischen Darstellung des Aufbaus eines Glimmentladungsgerätes zum Ausbilden
von photoleitfähigen Schichten aus amorphem
hi Silizium mit Sauerstoff und Wasserstoffgehalt, gemäß
der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 eine grafische Darstellung der Veränderungen des Dunkelwiderstandes von sauerstoffenthaltendem,
amorphem Silizium und sauerstofffreiem, amorphem Silizium,
die mit verschiedenen Mengen Bor oder Phosphor dotiert sind;
Fig. 3 eine grafische Darstellung der Veränderungen der spektralen Empfindlichkeit bei 600 nm und Ladungsaufnahmefähigkeit
von photoleilfähigen Schichten aus amorphem Silizium mit verschiedenen Sauersioffgehalten;
Fig. 4 eine grafische Darstellung der spektraien Empfindlichkeitscharakteristiken
von photoleitfähigen Schichten aus amorphem Silizium mit verschiedenen Sauerstoffgehalten.
Wie bereits beschrieben, wird a-Si, wenn es durch den Glimmentladungsprozeß oder den Zerstäubungsprozeß
hergestellt wird, ein Halbleiter vom P-Typ oder N-Typ, wenn es Dotierungen der Gruppe IHb (bevorzugt Bor)
oder der Gruppe Vb (bevorzugt Phosphor) des Periodensystems enthält Schichten aus a-Si werden durch
die Verwendung von S1H4-, S12H6-, SijHn-Gas als Ausgangsmaterial
in Verbindung mit Diborangas (B2H6-GaS) für die Dotierung mit Bor oder mit PH rGas
für die Dotierung mit Phosphor erzeugt. Für oiese Gase
wird Wasserstoff, Argon oder Helium als Trägergas verwendet Demgemäß enthält die a-Si-Schicht in ihrer
reinen Form und auch, wenn sie Bor- oder Phosphor-Dotierungen enthält, wenigstens Wasserstoff. Wie aus
den später beschriebenen Versuchsbeispielen hervorgeht, haben jedoch aus derartigen Materialien hergestellte
a-Si-Schichten einen Dunkelwiders?and, der höchstens unterhalb von 1010 &OHgr;-cm liegt, und sind daher
nicht für den Carlson-Abbildeprozeß verwendbar, der im allgemeinen einen Dunkelwiderstand von wenigstens
etwa 10u &OHgr;-cm erfordert.
Der sehr niedrige Dunkelwiderstand erscheint der Anwesenheit von vielen nicht-paarigen Bindungen in
a-Si, weiches eine amorphe Struktur aufweist, zugeordnet.
Der Ausdruck "nicht-paarige Bindungen" bezieht sich auf den Zustand, in dem Siliziumatome freie Elektronen
ohne Bindung oder unterbrochene Valenzbindungen auiweisen. Bei derartigen photoleitfähigen
Schichten aus a-Si ist es so, daß viele Siliziumatome ohne Bindung im Zustand der nicht-paarigeit Bindungen
in der Nähe der Oberfläche und auch im Inneren der Schicht hängen.
Genauer gesagt wird amorphes S'lizium sehr viel weniger
als kristallines Silizium durch Dotierungen aus der Gruppe IHb oder der Gruppe Vb des Periodensystems,
wie bereits beschrieben, beeinflußt, so daß es schwierig ist, die elektrische Leitfähigkeit von amorphem Silizium
durch die Steuerung der Valenz zum P-Typ oder N-Typ zu steuern. Es ist so, daß diese Schwierigkeit teilweise
aus der Anwesenheit von örtlichem Niveau im Bandabstand (oder Beweglichkeitsabstand) infolge der vorstehend
bereits erwähnten nicht-paarigen Bindungen resultiert; die vom Donator oder Akzeptor zugeführten
Elektronen oder Löcher werden durch das örtliche Niveau aufgefangen, so daß das Fermi-Niveau nur wenig
bewegt werden kann, was zu extremen Schwierigkeiten bei der Steuerung der elektrischen Leitfähigkeit durch
die Steuerung der Valenz führt. Da jedoch zur Herstellung einer a-Si-Schicht durch den Glimmentladungsprozeß
Gase wie SiH4 und B2H6 verwendet werden, enthält
die Schicht Wasserstoffatome, die sich verbinden und die nicht-paarigen Bindungen eliminieren, um das örtliche
Niveau zu reduzieren, was dazu führt, daß die elektrische Leitfähigkeit bis zu einem gewissen Maß durch
die Steuerung der Valenz durch den Zusatz von Fremdatomen steuerbar ist.
Es wurde herausgefunden, daß der Einbau von etwa 10 bis 40Atom-% Wasserstoff in die phololeitfähige
Schicht aus a-Si bewirkt, daß sich die Wasserstoffatome mit einer ziemlich großen Menge der nicht-paarigen
Bindungen verbinden, um eine zufriedenstellend gesteuerte Leitfähigkeit zu erzeugen, aber der Dunkelwiderstand
der a-Si-Schichl liegt immer noch wesentlich unterhalb des gewünschten Wertes, weil davon auszugehen
ist, daß noch viele verbleibende nicht-paarige Bindüngen oder schwache und unstabile Bindungen zwischen
Wasserstoffatomen und Siliziumatomen vorhanden sind. Insbesondere die Wasserstoff-Silizium-Bindung
ist leicht aufzubrechen, um das Wasserstoffatom freizugeben, da bei dem Herstellprozeß der a-Si-Schicht
selbst der Träger auf eine hohe Temperatur erhitzt werden muß.
Um das Problem des niederen Dunkelwiderstandes zu lösen, wurde herausgefunden, daß der Dunkelwiderstand
weitgehend verbessert werden kann, indem zusätzlich zu dem Wasserstoff?' iialt von etwa
10—40 Atorn-% in die photolcitfähigi Schicht aus a-Si
eine geeignete Menge Sauerstoff eingebaut wird. Der Zusatz von Sauerstoff eliminiert weitgehend alle nichtpaarigen
Bindungen, wobei die Sauerstoffatome von dem Silizium mit den nicht-paarigen Bindungen stark
angezogen werden. Dies erscheint für die Verbesserung des Dunkelwiderstandes nützlich. Wie aus einigen der
später beschriebenen Versuchsbeispielen hervorgehe, hat die photoleitfähige Schicht aus a-S\ mit einem Wasserstoff-
und Sauerstoffgehalt einen Dunkelwiderstand von wenigstens lO'^-cm, was das in etwa 10-- bis
10'fache des Wertes von Schichten ohne Sauerstoff darstellt.
Es wurde jedoch herausgefunden, daß die Lichtempfindlichkeit der a-Si-Schicht mit dem Ansteigen des
Sauerstoffgehaltes abfäll·, und daß die Schicht keine gute
Photoleitfähigkeit erzeugt, wenn sie einen Sauerstoff-Überschuß
enthält. Wie im Detail später beschrieben, muß der Sauerstoffgehalt einer photoleitfähigen Schicht
aus a-Si daher etwa &Igr;&Ogr;-5 bis 5 &khgr; 10~2 Atom-% und
insbesondere etwa 0,01 bis 0,04 Atom-% betragen. Bei Ar.ivendung des Glimmentladungsprozesses wird für
den Zusatz von Sauerstoff dem Ghmmentladungsreaktor gleichzeitig, jedoch unabhängig vom SiH4-GaS, Sauerstoff
zugeführt. Da Sauerstoff sehr effizient eingebaut werden kann, wird Sauerstoff in einer Menge, die in
etwa dem 1,2- bis 2fachen der eingebauten Menge entspricht, beispielsweise in einem Oj/SiH« -Molverhältnis
von 0,55 &khgr; 10-" bis 1 &khgr; 10-" zugeführt, wenn 10-*
Atom-% Sauerstoff enthalten sein sollen. Insoweit als das gewünschte (VSiH-i-Verhältnis aufrechterhalten
wird, kann Sauerstoff mit Hilfe von Luft oder H2, Ar. He oder einem ähnlichen Inertgas als Trägergas zugeführt
wer^c-n.
Sauerstoffatome mit ihren großen elektrischen negativen Eigenschaft &mgr; teilen leicht die Elektronen der
nicht-paarigen Bindungen mit Siliziumatomen, um wirksam die Bindungen zu eliminieren, so daß der Sauerstoff
eine außerordentlich große Wirkung selbst dann er zeugt, wenn er in einer relativ kleinen Menge von unge-
fähr 1O-5 bis 5 &khgr; 10~2 Atom-%, wie vorstehend bereits
erwähnt, eingebaut wird. Weiterhin verbessern die resultierenden starken Bindungen den Hkzewiderstand,
andere Stabilitäten und Festigkeiten der photoleitfähigen Schicht. Wie bereits erwähnt sollte der Sauerstoffgehalt
mit 5 &khgr; 10-* Atom-% als Maximalwert begrenzt
sein. Sonst würde eine stark reduzierte Lichtempfindlichkeit entstehen, da ein Überschuß an Sauerstoff außer
der Eliminierung von nicht-paarigen Bindungen sich
mit Silizium zur Bildung von SiOrKristallen verbinden
würde, welche einen Bandabstand von ungefähr 7 eV aufweisen und im Bereich des sichtbaren Lichts nicht
photoleitfähig sind. Wenn umgekehrt der Sauerstoffgehalt niedriger als I0~5 Atom-% ist, kann er nicht vollständig
die nicht-paarigen Bindungen eliminieren, die Anstrengung eine photoleitfähige Schicht aus a-Si mit
einem Dunkelwiderstand von 1O13Q-Cm zu schaffen,
würde fehlschlagen.
Mit ewa 10 bis 40 Atom-% Wasserstoff und etwa 10-5 bis 5 &khgr; 10-2 Atom-% Sauerstoff in der a-Si-Schicht
sind die nicht-paarigen Bindungen in der Schicht weitgehend eliminiert, wobei das örtliche Niveau im Beweglichkeitsabstand
extrem reduziert ist, so daß das Fermi-Niveau durch die Steuerung der Valenz leichter
als bisher steuerbar ist, obwohl die Schicht ein amorpher Halbleiter ist. Anders gesagt erzeugt die Dotierung
mit dreiwertigen oder fünfwertigen Fremdatomen einen irierkiich verbesserten Effekt, insbesondere ein dreiwertiges
Fremdatom wie beispielweise Bor, welches als Akzeptor dienen kann, kann in einer Menge im Bereich von
10 ppm bis maximal 20 000 ppm eingebaut werden, obwohl die Menge teilweise von dem Sauerstoffgehalt abhängt,
und somit einen großen Anteil an der Versorgung mit a-Si mit einem Dunkelwiderstand von wenigstens
1013 &OHgr;-cm hat.
Obwohl die photoleitfähige Schicht aus a-Si mit Sauerstoff, Wasserstoff und einer Dotierung aus der Gruppe
11Ib gemäß der vorliegenden Erfindung in zahlreichen Formen verwendbar ist, ist die Schicht bevorzugt
als Oberflächenschicht zur Ausbildung von Bildern elektrischer Ladungen auf ihrer Oberfläche zu verwenden,
da sie überragende Eigenschaften bezüglich verschmutzungsfreier Eigenschaften. Hitzewiderstand und Oberflächenhärte
besitzt. Für eine derartige Verwendung weist die Schicht eine Dicke von 5 bis &Igr;&Ogr;&Ogr;&mgr;&iacgr;&eegr;, bevorzugt
10—50 &mgr;;&tgr;&idigr; auf. Statt dessen kann die photoleitfähige
Schicht aus a-Si auch in einem elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterial mit zwei Schichten verwendet
werden. Beispielsweise wird auf dem Träger eine a-Si-Schicht von 0,2—3&mgr;&pgr;&igr; Dicke ausgebildet und
auf dieser wird eine lichtdurchlässige organische Halbleiterschicht aus Polyvinylcarbazol oder Pyrazolin mit
einer Dicke von 10·40&mgr;&pgr;&igr; ausgebildet. Die a-Si-Schicht
kann auch in zahlreichen anderen Formen verwendet werden und sollte solange als Gegenstand der
vorliegenden Erfindung betrachtet werden, als sie als eine photoleitfähige Schicht wirkt.
Wie bereits beschrieben weist die photoleitfähige Schicht aus a-Si gemäß der vorliegenden Erfindung eine
Dotierung aus tier Gruppe HIb von etwa 10—20 000 ppm, bevorzugt Bor, zusätzlich zu Sauerstoff und Wasserstoff
auf. Mit weniger als 10 ppm Fremdatomen hat die Schicht einen Dunkelwiderstand von wenigstens etwa
1013 &OHgr;-cm, der erforderlich ist, wenn die Schicht als
eine bildausbildende Oberflächenschicht verwendet wird, während die Anwesenheit von mehr als 20 000
ppm des Fremdatomes zu einer merklichen Reduzierung des Dunkelwiderstandes führt. Das Fremdatom
der Gruppe HIb, beispielsweise Bor, wird durch gemeinsames Zuführen von B2H6-GaS und SiHi-Gas in den
Glimmentladungsreaktor in a-Si dotiert Da das Fremdatom weniger effizient als Sauerstoff eingebaut werden
kann, muß B2He, mit einer Menge zugeführt werden, die etwa das 5- bis ISfache der enthaltenen Menge beträgt.
Die photoleitfähige Schicht aus a-Si gemäß der vorliegenden Erfindung, erzeugt spektrale Empfindlichkeitscharakteristiken
über einen Bereich, der das sichtbare Spektrum vollständig einschließlich des Infrarotbereiches
am Ende der längeren Wellenlängen des Spektrums abdeckt. Insoweit als der Sauerstoffgehalt
innerhalb des vorstehend genannten Bereiches liegt, insbesondere nicht die obere Grenze von 5 &khgr; 10-2
Atom-% überschreitet, hat die Schicht sehr zufriedenstellende Dunkelabfall- und Lichtabfall-Charakteristiken
und eine vergleichsweise höhere Empfindlichkeit als herkömmliche elektrophotographische Aufzeichnungsmaterialien
vom Se-Typ und solche aus Polyvinylcarbyzol mitTrinitrofluorenon bestehen.
Weiterhin hat die a-Si-Schicht gemäß der vorliegenden Erfindung eine Oberflächenhärte (Vickers-Härte)
is von ungefähr 1800—2300 kg/mm2, was in etwa das 30-bis
40fache der Härte von photoleitfähigen Schichten aus Se-As (As 5%) und etwa das 18- bis 23fache der
Härte von Aluminium bedeutet. Somit ist die Schicht so hari wie Saphir. Demgemäß ist u!e Schicht gut fur die
Druckübertragung des Tonerbildes geeignet und durch eine Metallklinge zu reinigen. Da das amorphe Silizium
eine Kristallisationstemperatur von etwa 7000C aufweist,
ist die Schicht auch für die Wärmeübertragung geeignet und weist eine überragende Gesamtlebensdauer
auf.
Fig. 1 zeigt ein Glimmentladungsgerät zum Ausbilden der photoleitfähigen Schicht. Mit Bezug auf die Figur
siilJ in dem ersten, zweiten, dritten und vierten Tank
1,2,3,4 SiH4-, PH4-, B2H6-, und O2-Gase eingeschlossen.
Wasserstoff wird für SiH4-, PH3 und B2He-GaSe als Trägergas
verwende!. Diese Gase «erden dann freigegeben, wenn die ersten, zweiten, dritten und vierten Regelventile
5, 6, 7,8 entsprechend geöffnet werden und die Fließgeschwindigkeit der Gase werden durch Mengenstrom-Steuereinrichtungen
9, 10, 11, 12 gesteuert Die Gase aus dem ersten bis dritten Tank 1 bis 3 werden in
ckinA Afcta t-laiintlcMtiina 13 crplpitpt linH Hnc SiUlf»rStnff-.......
........ ..--,-..... o — o
gas aus dem vierten Tank 4 wird in eine zweite Hauptleitung 14 getrennt von diesen Gasen geleitet Die Be-
zugsziffern 15,16,17 und 18 bezeichnen Durchflußmesser
und die Bezugsziffern 19 und 20 Abschaltventile. Die durch die erste und zweite Hauptleitung 13 und 14 strömenden
Gase werden einer Reaktorröhre 21 zugeführt, die von einer Resonanzschwingungsspule 22 umgeben
ist, welche auf geeignete Art und Weise eine Hochfrequenzleistung von 100 Watt bis zu mehreren Kilowatt
bei einer Frequenz von 1 MHz bis zu mehreren 10 MHz erzeugt Innerhalb der Reaktorröhre 21 ist ein elektrisch
leitender Träger 23, beispielweise aus Aluminium oder mit Zinnoxid beschichtetem Glas auf einem Drehtisch
25, der durch einen Motor 24 drehbar ist, angeordnet, um auf diesem eine a-Si-Schicht auszubilden. Der Träger
23 an sich wird auf 50—3000C, insbesondere
150—2500C durch geeignete Heizeinrichtungen gleichförmig
aufgeheizt Das Innere der Reaktorröhre 21, muß bis zu einem Hochvakuum (Entladungsdruck
(60—260 Pa) für die Ausbildung der a-Si-Schicht evakuiert sein und steht mit einer Rotationspumpe 26 und
einer Diffusionspumpe 27 in Verbindung.
Die photoleitfähige Schicht aus a-Si kann direkt auf dem Träger 23 wie bereits beschrieben ausgebildet werden,
aber es kann auch zuerst eine Trennschicht aus a-Si ausgebildet werden, wobei das gleiche Glimmentladungsgerät
wie für die photoleitfähige Schicht verwendbar ist. Der Einfachheil halber wird im folgenden zuerst
die Ausbildung der Trennschicht aus a-Si und dann die Ausbildung der photoleilfähigen Schicht aus a-Si beschrieben.
Um mit dem Glimmentladungsgerät mit dem beschriebenen Aufbau eine Trennschicht aus a-Si auszubilden,
wird zuerst das Innere der Reaktorröhre 21 durch die Diffusionspumpe 27 auf ein Vakuum von 1,3
10~2—10—' Pa evakuiert und danach die Rotationspumpe
26 abwechselnd betätigt, um ein Vakuum von 1,3—1,3 10-2 Pa zu erhalten. Aus dem vierten Tank 4
wird in i&e Röhre 21 Sauerstoff zugeführt und auf einem
vorbestimmten Druckwert durch Justieren der Mengenstrom-Steuereinrichtung 12 aufrechterhalten. Danach
wird SiH4-GaS aus dem ersten Tank &iacgr; und, falls
erwünscht, B2Ht,-Gas aus dem zweiten Tank 2 zugeführt.
Mit dem auf einem Vakuum von etwa 60—260 Pa gehaltenen Inneren der Reaktorröhre 21, dem auf eine
Temperatur von 50 bis 3000C aufgeheizten Träger und der Spule 22, die auf eine Hochfrequenzleistung von
100 Watt bis zu mehreren KW bei einer Frequenz von 1 bis zu mehreren 10 MHz eingestellt ist, tritt eine Glimmentladung
auf, um die Gase cu verlegen und auf dem
Träger mit einer Geschwindigkeit von etwa 0,5—2 &mgr;&pgr;&igr;/60 Minuten eine Trennschicht aus a-Si auszubilden,
welche einen vorbestimmten Sauerstoffgehalt, mit oder ohne eine geeignete Menge Bor, aufweist.
Nachdem die a-Si-Trennschicht ausgebildet worden ist, wird die Glimmentladung zeitweilig unterbrochen.
Das Gerät wird danach für die Ausbildung einer photoleitfähigen Schicht a-Si gestartet. Für diese Operation
wird aus dem ersten und vierten Tank 1 und 4 gleichzeitig SiH4-Gas und OrGas und aus dem zweiten Tank
BjHs-Gas oder aus dem dritten Tank 3 PHj-Gas zugeführt.
Jie Glimmentladung wird im wesentlichen unter den gleichen Bedingungen wie bei der Ausbildung der
Trennschicht erzeugt, wobei die gewünschte photoleitfähige Schicht aus a-Si mit Sauerstoff, Wasserstoff und
einer geeigneten Menge von Phosphor oder Bor auf der Trennschicht aus a-Si ausgebildet wird.
Die vorliegende Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die folgenden Versuchsbeispiele beschrieben. In
den Versuchsbeispielen 1 bis 4 wird der Dunkelwiderstand, die Ladungsannahme-Fähigkeit und spektralen
Empfindlichkekscharakteristiken der photoleitfähigen Schichten aus a-Si.
Versuchsbeispiel 1
wendeten Molverhältnisse 62HiZSiH4 ungefähr das
lOfache der dotierten Borgehalte. Die Borgehalte wurden
durch einen Ionenmikroanalysator gemessen.
Auf ähnliche Art und Weise wurde der Reaktorröhre für die Glimmentladung eine Mischung aus S1H4- und
PH j-Gasen zugeführt, um 20 &mgr;&igr;&tgr;&igr; dicke photoleitfähige
Schichten aus a-Si mit 10, 100 und 1000 ppm Phosphor auszubilden.
Die Dunkelwiderstände dieser photoleitfähigen
&iacgr;&ogr; Schichten aus a-Si wurden dann gemessen und das Ergebnis
ist durch die durchgezogene Linie A in der Fig. 2 dargestellt, in der die Bor- und Phosphorgehalte in ppm,
und die B2HVSiH4- und PHySiRrMolverhältnisse in
Klammern angegeben sind. Diese Molverhältnisse sind unter der Voraussetzung angegeben, daß der Dotierungswirkungsgrad
der Fremdatome 100% beträgt.
Die durchgezogene Linie A in der Fig. 2 zeigt an, daß die photoleitfähige Schicht aus reinem a-Si einen Dun-
KctWiiicrStSnu VGn Weniger HtS &igr; &ngr; ae-Ciu aüi'A'CiSt, uCr
selbst bei der Anwesenheit von 10 ppm Phosphor nicht
ansteigt. Wenn die Schicht größere Mengen Phosphor enthält wird der Dunkelwiderstand merklich verringert;
beispielsweise etwa 4 &khgr; 107 &OHgr;-cm bei 100 ppm Phosphor, und etwa 8 &khgr; 106Q-Cm bei 1000 ppm
Phosphor. Auf der anderen Seite erzielt die a-Si-Schicht bei einem Borgehalt von etwa 200 ppm den höchsten
Widerstand von etwa 6 &khgr; 10s &OHgr;-cm, der jedoch bei einem
weiteren Ansteigen des Borgehaltes abrupt abfällt. Der Dunkelwiderstand beträgt bei 2000 ppm Bor weniger
als &Igr;&thgr;&OHacgr;-cm. Hieraus folgt daher, daß die a-Si-Schicht
die Wasserstoff, jedoch keinen Sauerstoff enthält, ungeachtet des Zusatzes von Bor oder Phosphor
einen maximalen Dunkelwiderstand aufweist, der unterhalb von 1010Q-cm liegt und nicht als eine elektrophotographische,
photoleitfähige Schicht verwendet werden kann, die üblicherweise einen Dunkelwiderstand
von wenigstens etwa 101JQ-cm aufweisen muß. Tatsächlich
betrug bei Aufladen einer photoleitfähigen Schicht aus a-Si mit einem Borgehalt von 200 ppm
durch eine Corona-Entladung das Oberflächenpotential weder bei positiver oder negativer Polarität mehr als
mehrere 10 V.
45
Es wurden photoleitfähige Schichten aus a-Si mit Wasserstoffgehalt jedoch ohne Sauerstoff hergestellt
und dann bezüglich ihres Dunkelwiderstandes überprüft
Unter Verwendung des Glimmentladungsgerätes gemaß der Fig. 1, wurde SiH4-GaS aus dem ersten Tank 1
freigegeben, welches durch Wasserstoff getragen wird (10% SiH4 relativ zu Wasserstoff) und in Form einer
20 &mgr;&pgr;&igr; dicken photoleitfähigen Schicht aus reinem a-Si
auf einem Aluminiumträger zersetzt. Die verwendeten Produktionsbedingungen waren:
Entladungsdruck 200 Pa Temperatur des Aluminiumträgers 2000C, Hochfrequenzleistung 30Ow, Frequenz
4 MHz und Abscheidungsgeschwindigkeit der Schicht 1 &mgr;&pgr;&igr;/Stunde.
Als nächstes wurden unter den gleichen Bedingungen wie vorstehend, auf Aluminiumträgern 20 &mgr;&pgr;&igr; dicke
photoleitfähige Schichten aus a-Si mit 20, 200 und 2000 ppm Bor ausgebildet Diese Gehalte entsprechen
&Igr;&Ogr;-5, &Igr;&Ogr;"4 und &Igr;&Ogr;-3 ausgedrückt im Molverhältnis
B2H5/S1H4. Da der Wirkungsgrad, mit dem Bor in die
photoleitfähige Schicht aus a-Si eingebaut werden kann, wie bereits erwähnt 1A bis 1As beträgt, betrugen die ver-Versuchsbeispiel
2
Es wurden photoleitfähige Schichten aus a-Si die sowohl Wasserstoff als auch Sauerstoff enthielten, hergestellt
und bezüglich ihres Dunkelwiderstandes überprüft.
Es wurde unter den gleichen Bedingungen wie beim Versuchsbeispiel 1, mit Ausnahme daß aus dem vierten
Tank 4 der Reaktorröhre Sauerstoff in einem Molverhältnis 02/SiH4 von etwa 0,75 &khgr; 10~7 zugeführt wurde,
um in der Schicht einen Sauerstoffgehalt von etwa 10~5 Atom-% zu erzeugen, eine photoleitfähige Schicht aus
a-Si von 20 &mgr;&pgr;&igr; Dicke hergestellt Auf ähnliche Art und
Weise wurden photoleitfähige Schichten aus a-Si, die weiterhin 20, 200,2000 und 20 000 ppm Bor und solche
die 10, 100 und 1000 ppm Phosphor enthielten, hergestellt. Diese sieben 20 &mgr;&pgr;&igr; dicken photoleitfähigen
Schichten aus a-Si wurden jeweils mit einem Sauerstoffgehalt von 10-5 Atom-% hergestellt Jede dieser Schichten
enthielt etwa 18 bis 22 Atom-% Wasserstoff. Die Sauerstoffgehalte wurden durch ein Funkenquelle-Massenspektrometer
bestimmt
Die Dunkelwiderstände der a-Si-Schichten wurden gemessen und die erhaltenen Ergebnisse sind durch die
durchgezogene Linie Bin der Fig. 2 dargestellt
Die durchgezogene Linie B in der Fig. 2 gibt an, daß
die photoleitfahige Schicht aus a-Si die weder mit Bor noch mit Phosphor dotiert ist, jedoch Sauerstoff und
Wasserstoff enthält, nur einen Dunkelwiderstand von etwa 5 &khgr; 10" &OHgr;-cm aufweist, was ungefähr das lOOOfache
des Dunkelwiderstandes ist, den die sauerstofffreie und nur wasserstoffenthaltende Schicht aufweist. Bei
Anwesenheit · on Phosphor wird der Dunkelwiderstand leicht verringert und wird mit einem Ansteigen des
Phosphorgehaltes weiter verringert. Selbst wenn jedoch 1000 ppm Phosphor enthalten sind, weist die a-Si-Schicht
immer noch einen Dunkelwiderstand größer als 10" &OHgr;-cm auf. Dies offenbart, daß der Zusatz von Sauerstoff
den Dunkelwiderstand merklich verbessert. Auf der anderen Seite weist die a-Si-Schicht, wenn sie zusätzlich
zu Wasserstoff und Sauerstoff Bor enthält, einen Dunkelwiderstand von etwa 2 &khgr; 10 n &OHgr;-cm bei einem
Borgehalt von 20 ppm auf, bei einem Borgehalt von 200 ppm 8 * !Q'^fi-cm. was nahe hei 1011Q-Cm liegt
und bei 2000 und 20 000 ppm Borgehalt eine Dunkelwiderstand von 13 x 10l3£}-cm auf. Somit ist die a-Si-Schicht
mit einem Sauerstoffgehalt von 10~5 Atom-% und mehr als 200 ppm Borgehalt zufriedenstellend als
eine elektrophotographische, photoleitfahige Schicht zu
verwenden, um ein Bild durch den Carlson-Prozeß auszubilden. Verglichen mit der sauerstofffreien, jedoch
borenthaltenden a-Si-Schicht aus dem Versuchsbeispiel 1 beträgt der Dunkelwiderstand der Schicht dieses
Beispieles bei gleichen Borgehalten mehr als das lOOOfache
des Dunkelwiderstandes der erstgenannten Schichten bei Borgehalten von 20 ppm und 200 ppm und mehr
als das lOHache bei Borgehalten von 2000 ppm.
Wenn der Borgehalt etwa 2000 ppm überschreitet pendelt sich der Dunkelwiderstand der photoleitfähigen
Schicht aus a-Si ein und verbleibt im wesentlichen unverändert bis etwa 20 000 ppm Bor, fällt jedoch abrupt
ab, wenn der Borgehalt weiter ansteigt.
Es wurden auf die gleiche Art und Weise wie vorstehend beschrieben, mit Ausnahme daß etwa 10 2
Atom-% Sauerstoff in jede Schicht eingebaut wurden, acht 20 &mgr;&pgr;&igr; dicke photoleitfahige Schichten aus a-Si hergestellt,
wobei eine Schicht weder Bor noch Phosphor enthielt vier Schichten 20,200 2000 und 20 000 ppm Bor
und drei Schichten 10,100 und 1000 ppm Phosphor enthielten. Die Dunkelwiderstände dieser Schichten wurden
gemessen und das Meßergebnis wird durch die durchgezogene Linie Cin der Fig. 2 angegeben.
Die erhaltenen Dunkelwiderstände betragen im allgemeinen das 1Of ache der durch die durchgezongene Linie
B repräsentierten Werte, bei der der Sauerstoffgehalt ungefähr das 'Aooofache des Gehaltes wie im vorliegenden
Fall beträgt; bei einem Borgehalt von 20 ppm steigt der Widerstand von 2 &khgr; 10"&OHgr;-&agr;&eegr; auf 3 &khgr; &Igr;&Ogr;13 &OHgr;-cm,
bei einem Borgehalt von 200 ppm von 8 &khgr; 1012 &OHgr;-cm
auf 8 &khgr; 1013&OHgr;-&udiagr;&idiagr;&eegr; und bei einem Borgehalt von
2000 ppm und 20 000 ppm von 1,5 x 10&Igr;3&OHgr;-&agr;&eegr; auf
1,5 &khgr; 10'" &OHgr;-cm.
Die vorstehenden Ergebnisse geben an, daß die photoleitfahige
Schicht aus a-Si, die einen Dunkelwiderstand von wenigstens etwa 10&Igr;3&OHgr;-&agr;&eegr; für die Verwendung
als eine bilderzeugende Oberflächenschicht aufweisen muß, etwa 20 ppm bis maximal 20 000 ppm Bor
enthalten kann, wenn sie 10-3 bis 10~2 Atom-% Sauerstoff
enthält Wie jedoch aus einigen der folgenden Versuchsbeispiele hervorgeht, können bis zu 5 &khgr; 102
Atom-% Sauerstoff in die Schicht gemäß der vorliegenden Erfindung eingebaut werden, wobei die resultierenden
Dunkelwiderstände etwas höher als die durch die Linie C angegebenen sind, so daß mit einem Borgehalt
von etwa 10pf<m ein Dunkelwiderstand von etwa
10IJ &OHgr;-cm zur Verfügung steht. Demgemäß kann der
Borgehalt etwa 10 bis 20 000 ppm betragen.
Versuchsbeispiel 3
Es wurden unter den gleichen Bedingungen wie beim Versuchsbeispiel 2 mit Ausnahme, daß Sauerstoff mit
verschiedenen Mengen von 0,07, 0,06, 0,05, 0,04, 0,03, 0,02, 0,01, 10-', 10-4 und 10~5 Atom-% zugesetzt werden,
zehn a-Si-Schichten jeweils mit 20 &mgr;&iacgr;&tgr;&igr; Dicke und
200 ppm Borgehalt hergestellt. Es wurden die spektralen Empfindlichkeiten bei der Wellenlänge von 600 nm
und die Ladungsannahmefähigkeiten pro 1 &mgr;&igr;&eegr; Schichtdicke
gemessen und die Ergebnisse in der Fig. 3 dargestellt.
In der Fig. 3 ist eine Sauerstoffkonzentration (Atom-%) an der Abszisse, die spektralen Empfindlichkeiten S
(m2/J) auf der linken Ordinate und die Ladungsannahmefähigkeiten
Vo (Volt/&mgr;&idiagr;&tgr;&igr;) auf einer rechten Ordinate
aufgetragen. Die Ladungsannahmefähigkeiten Vo wurden durch positives und negatives Aufladen einer jeden
der Schichten durch Corona-Ladeeinrichtungen, die an ±5,6 KV Spannungsquellen angeschlossen sind, und
nachfolgendes Messen der Oberflächenpotentiale, die dann durch 20 &mgr;&igr;&tgr;&igr; geteilt wurden ermittelt, um in der
Fig. 3 als Oberflächenpotential pro 1 &mgr;&igr;&tgr;&igr; aufgetragen zu
werden. Für die Bestimmung der spektralen Empfindlichkeiten wurde jede der Schichten positiv und negativ
aufgeladen und mit einem Licht von 600 nm Wellenlänge belichtet, um die Lichtenergiemenge zu messen, die
zur Reduzierung des Oberflächenpotentials auf eine Häifte benötigt wird. Die für den Fall der positiven Aufladungen
erzielten Meßwerte der spektralen Empfindlichkeiten und Ladungsannahmefähigkeiten wurden
durch Kreise markiert und durch die Kurven D und F entsprechend miteinander verbunden, während die
Punkte Meßwerte der spektralen Empfindlichkeiten und Ladungsannahmefähigkeiten für den Fall der negativen
Aufladungen bezeichnen und ebenfalls durch die entsprechenden Kurven E und G miteinander verbunden
sind.
Bei der Untersuchung der spektralen Empfindlichkeiten und Ladungsannahmefähigkeiten der a-Si-Schichten,
die 0,01, bis 0,07 Atom-% Sauerstoff enthalten, ist ersichtlich, daß die Lichtempfindlichkeit 5 einer a-Si-Schicht
mit 0,01 Atom-% Sauerstoff 620 mVJ beträgt, und daß die Ladungsannahmefähigkeiten Vo 28 V/&mgr;&idiagr;&tgr;&igr;
so für den Fall der positiven Ladung beträgt Für den Fall der negativen Ladung ist andererseits die spektrale
Empfindlichkeit S merklich größer als 900 m2/] obwohl
die Ladungsannahmefähigkeit etwas niedriger als —17 V ist. Bei einem Sauerstoffgehalt von 0,02 Atom-%
betragen die Lichtempfindlichkeiten S für positive und negative Ladungen immer noch entsprechend 520 m2/]
und 800 m2/J. Die Ladungsannahmefähigkeiten Vo steigen
und betragen für den Fall der positiven Ladung 33 V und für den Fall der negativen Ladung —23 V.
Mit dem Ansteigen des Sauerstoffgehaltes sinkt die Lichtempfindlichkeit während die Ladungsannahmefähigkeit
ansteigt Die a-Si-Schicht mit 0,03 Atom-% Sauerstoff erzeugt eine spektrale Empfindlichkeit S von
180m2/J bei positiver Ladung und 320 m2/J bei negativer
*- Ladung. Diese Werte sind sehr viel höher als die spektralen
Empfindlichkeiten herkömmlicher photolettfähiger Schichten aus Se und Polyvinylcarbazol mit Trinitrofmorenen.
Die Ladungsannahmefähigkeuan Vo sind
31 U
ebenfalls hoch und betragen entsprechend für positive
und negative Ladungen 40 V bzw. —30 V. Das heißt, daß eine a-Si-Schicht mit 20 &mgr;&eegr;&igr; Dicke auf Oberflächenpotcntialc
bis zu +800 V und —600 V aufgeladen werden kann. .Sowohl für den Fall der positiven als au Jh der
negativen Ladung werden relativ scharfe Abfälle in der spektralen Empfindlichkeit 5 bei einer a-Si-Schicht mit
0,04 Atom-% Sauerstoff erhalten, obwohl die Ladungsannahmefähigkeiten auf 45 V bzw. —42 V angestiegen
sind. Mit einem Sauerstoffgehalt von 0,04 Atom-% ist die spektrale Empfindlichkeit S bei positiver Ladung
etwas weniger als 50 mV] und etwa 100 m2/J für negative
Ladung. Diese Empfindlichkeitscharakteristiken sind höher oder im wesentlichen gleich denen von herkömmlichen
elehtrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien und für die Reproduktion von Bildern mit gutem
Kontrast ausreichend.
Selbst bei dem Sauerstoffgehalt von 0,05 Atom-% beiragen die Empfindlichkeiten S bei positiver Ladung
30 mVj und &lgr;0 mVj bei negativer Ladung. Die durch
eine a-Si-Schicht mit 0,05 Atom-% Sauerstoffgehalt erzielten Empfindlichkeiten sind immer noch für die Bildreproduktion
ausreichend, begrenzen jedoch die gute Reproduktion von Bildern. Dies geht daraus hervor, daß
die a-Si-Schicht mit 0,06 Atom-% Sauerstoff, die Empfindlichkeilen
von 21 mV] und 27 mV] für positive und negative Ladungen entsprechend aufweist, bei der Reproduktion
etwas kontrastarmer Bilder erzielt, obwohl die Ladungsannahmefähigkeiten VO 70 V und —82 V
betragen. Mit dem auf 0,07 A*.om-% erhöhten Sauerstoffgehalt sinken die Empfindlichkeiten 5 auf 16 m2/]
und 2OmVJ ab, obwohl Vo 86 V und -105V beträgt.
Derartige spektrale Empfindlichkeiten sind für den sichtbaren Strahlenbereich von 600 nm zu niedrig und
tatsächlich zeigen die reproduzierten Bilder Schlieren und wenig Kontrast. Demgemäß sollte der Sauerstoffgehalt
weniger als etwa 0,05 Atom-%, insbesondere weniger als 0,04 Ato~i-% betragen.
Mit einem Sauerstoffgehalt von weniger als 0,01 Atom-%, beispielsweise mit 10~5 Atom-%, werden die
spektralen Empfindlichkeiten 5 größer als die bei einem Sauerstoffgehalt von 0,01 Atom-% und betragen bei
positiver Ladung 700 mVJ und mehr ais 1000 m2 1] bei
negativer Ladung. Die Ladungsannahmefähigkeiten Vo sinken jedoch ab und betragen 21 V und —13 V. Insbesondere
wenn die Schicht für negative Ladung verwendet werden soll, ist die Dicke der Schicht auf wenigstens
etwa 5 &mgr;&eegr;&igr; bevorzugt zu erhöhen. Stattdessen kann eine
Trennschicht aus a-Si zwischen dem Träger und der photoleitfähigen Schicht aus a-Si vorgesehen werden.
Mit einem Sauerstoffgehalt von 10-4 Atom-% steigen die Empfindlichkeiten S sogar auf 760 mV] und
1200 mVJ jeweils für positive und negative Ladung an.
Die Ladungsannahmefähigkeiten Vo sind relativ niedrig und liegen entsprechend bei 17 V und —11 V. Dementsprechend
beträgt Vo einer a-Si-Schicht mit 10~5 Atom-% Sauerstoff 15 V und —9 V und wird am besten
durch eine Vergrößerung der Dicke der photoleitfähigen Schicht aus a-Si um 5 bis 10 &mgr;&pgr;&igr; oder Ausbilden der
besagten a-Si-Trennschicht erhöht, da für eine gute Bildreproduktion ein Minimum von ± 300 V an Oberflächenpotential
im allgemeinen erforderlich ist.
Tatsächlich wurde, nach dem jede der zehn photoleitfähigen Schichten aus a-Si einem Ladevorgang, Belichtungsvorgang,
Entwicklungsvorgang mit Magnetbürste und Bildübertragungsvorgang auf ein Bildempfangsmaterial
aus Papier entsprechend unterzogen worden ist, bei den Schichten gute Bilder mit gutem Kontrast erhalten,
die 0,01 bis 0,05 Atom-% Sauerstoff aufwiesen. Von den Schichten die 0,06 bis 0,07 Atom-% Sauerstoff enthielten,
wurden jedoch Bilder mit wenig Kontrast erhallen. Die 10-' Atom-% Sauerstoff enthaltende a-Si-
r) Schicht erzeugte ein Bild mit guter Qualität bei positiver
Ladung, jedoch ein niehl so scharfes und e'wes schlieriges
Bild bei negativer Ladung. Dementsprechend wurden mit a-Si-Schichten mit &Igr;&Ogr;-4 und 10~5 Atom-% Sauerstoff
schlierige Bilder mit wenig Kontrast erhalten.
&iacgr;&ogr; Aus diesem Grund wurden drei a-Si-Schichten jeweils
mit einer Dicke von 32 &mgr;&pgr;&igr; und etwa 1O3, \0A und 10 5
Atom-% Sauerstoff hergestellt. Unter Verwendung dieser Schichten wurden die gleichen Versuche durchgeführt
und die Ergebnisse zeigten für jede der a-Si-Schichten die Reproduktion von guten Bildern. Somit
sollte ein minimaler Sauerstoffgehalt von etwa 10~5
Atom-% und ein maximaler Sauerstoffgehalt von etwa 5 &khgr; 10~2 Atom-%, wie bereits vorstehend erwähnt,
vorhanden sein. Bezüglich der spektralen Empfindlichkeit und der Ladungsannahmecharakteristiken ist ein
Sauerstoffgehalt von etwa 10-2 bis 4 &khgr; 10~2 Atom-%
zu bevorzugen. Mit einem Sauerstoffgehalt von weniger als 10-5 Atom-% sinkt der Dunkelwiderstand ab und die
Ladungsannahmefähigkeit wird zu niedrig.
Versuchsbeispiel 4
Unter der gleichen Bedingung wie beim Versuchsbeispiel 3 wurde eine photoleitfähige Schicht aus a-Si mit
einer Dicke von 20 &mgr;&idiagr;&eegr; und 200 ppm Borgehalt und 0,01
Atom-% Sauerstoffgehalt hergestellt. Weiterhin wurden drei photoleitfähige Schichten aus a-Si, die jeweils
200 ppm Bor und 0,05 Atom-%, 0,04 Atom-% und 0,01 Atom-% Sauerstoff enthielten, welche beim Beispiel 3
hergestellt worden sind verwendet, und diese Schichten wurden bezüglich ihrer spektralen Empfindlichkeitseigenschaften
untersucht. Für die Bestimmung der spek-
einer Corona-Ladeeirfrichtung, die an eine Spannungs··
quelle von —5,6 KV angeschlossen ist, negativ aufgeladen und mit einem Licht von 400 bis 900 nm Wellenlänge
belichtet, um die Lichtenergiemengen zu messen, die zur Reduzierung des Oberflärhenpotentials auf die
Hälfte erforderlich sind. Die Ergebnisse sir<' in der
Fig. 4 dargestellt, in der die Kurven H, I, J und K die spektralen Empfindlichkeitscharakteristiken der a-Si-Schichten
mit den Sauerstoffgehalten von 0,1, 0,05, 0,04 und 0,01 Atom-% entsprechend darstellen. Als Bezug
zeigen Kurven L und M die spektralen Empfindlichkeitseigenschaften
herkömmlicher photoleitfähiger Schichten, beispielsweise vom Se-Typ und organischen
Typ aus Polyvinylcarbazol mit Trinitrafluorenen (im Molverhältnis von 1:1).
Aus der Fig. 4 ist ersichtlich, daß je niedriger der Sauerstoffgehalt
ist, um so höher sind die spektralen Empfindlichkeiten. Im einzelnen weist eine a-Si-Schicht mit
einem Sauerstoffgehalt von 0,1 Atom-% Empfindlichkeiten (Kurve H) auf, die ein Maximum von 0,018 selbst
bei einer Spitzenwellenlänge von 650 nm aufweist, und die vergleichsweise niedriger als jene der vorstehend
erwähnten organischen photoleitfähigen Schicht im Wellenlängenbereich von 400 bis 600 nm ist, und somit
keinerlei Verbesserung gegenüber dem Stand der Technik erzielt Im Gegensatz hierzu weist die Schicht mit
0,05 Atom-% Sauerstoff spektrale Empfindlichkeiten (Kurve I) auf, die etwa das 2- bis 3fache der Empfindlichkeiten
betragen, die durch die Kurve //dargestellt sind und die insbesondere im Bereich der längeren Wellen-
13
längen gleich oder größer als jene der herkömmlichen
photoleitfähigen Schichten (Kurven L und M) sind Die Schicht ist daher vollständig zu verwenden. Diese Ergebnisse
erfüllen auch die vorstehende Anforderung der Erfindung, daß der Sauerstoffgehalt der photoleitfähigen
Schicht aus a-£i oberhalb von 0,05 Atom-% liegen sollte. Die Kurve / stellt die spektralen Empfindlichkeitscharakteristiken
der a-Si-Schicht mit 0,0-J Atom-% Sauerstoff dar, und wie zu ersehen ist, betragen die
Empfindlichkeiten etwa das 2fache wie bei dem Sauerstoffgehalt
von 0,05 Atom-% und sind insbesondere im Bereich der längeren Wellenlängen höher als bei herkömmlichen
photoleitfähigen Schichten vom organisrhen Typ (Kurve M). Wenn der Sauerstoffgehalt weiter
auf 0.01 Atom-% absinkt betragen die spektralen Empfindlichkeiten (Kurve K) etwa das 9- bis lOfache der
Empfindlichkeiten, die bei einem Sauerstoffgehalt von 0,04 Atom-% (Kurve J) erhalten werden. Eine derartige
a-Si-Schicht erzeugt ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial,
welches empfindlicher als jedes andere herkömmliche derartige Aufzeichnungsmaterial
ist
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
25
30
35
40
45
50
55
60