DE3116603C2 - - Google Patents
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- Power Engineering (AREA)
- Stabilization Of Oscillater, Synchronisation, Frequency Synthesizers (AREA)
- Manipulation Of Pulses (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine digitale Phasenvergleichsschal
tung mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merk
malen.
Phasenverriegelungsschleifen (PLL-Schleifen) finden sich in
verschiedenen Anwendungen, etwa Frequenzsynthesizern, Phasen
modulatoren, FM-Modulatoren, FM-Demodulatoren, Hochfrequenz-
Verkehrseinrichtungen und Reglern für die Drehzahlregelung
elektrischer Motoren.
Die geregelte Variable in einer PLL-Schleife ist die Phasen
lage. Die Phasenlage eines ersten Signals wird mit der Pha
senlage eines zweiten Signals verglichen. Die Phasendifferenz
zwischen dem ersten und dem zweiten Signal wird in einem
Rückkopplungsregelsystem dazu benutzt, um das erste und zwei
te Signal in feste Phasenbeziehung miteinander zu bringen.
In einer typischen PLL-Schleife werden das erste Signal, ein
Bezugssignal von der Bezugsfrequenz f r, und das zweite Signal,
ein geregeltes Signal veränderbarer Frequenz f v, durch einen
digitalen Phasenvergleicher miteinander verglichen, der ein
Ausgangssignal liefert, welches dem Phasenfehler proportional
ist. Der digitale Phasenvergleicher hat zwei Ausgänge. Ein
Ausgang (U) liefert Ausgangsimpulse, wenn die Phase des ge
regelten Signals der Phase des Bezugssignals nacheilt. Im
aktiven Zustand ist die Dauer der U-Ausgangssignale proportio
nal der Größe der Phasennacheilung. Umgekehrt liefert der
andere Ausgang (D) Ausgangsimpulse, wenn die Phase des ge
regelten Signals der Phase des Bezugssignals vorauseilt, und
im aktiven Zustand ist die Dauer der D-Ausgangsimpulse pro
portional der Größe der Phasenvoreilung.
In einer PLL-Schleife werden die Ausgangssignale U und D des
Phasendetektors in eine Ternärlogikform gebracht und einem
Integrator zugeführt, welcher die Größe einer Ausgangsregel
spannung anhebt bzw. absenkt. Im einzelnen betätigen die Aus
gangsimpulse U eine erste Ladungs- oder Stromquelle für die
Stromzuführung zu einem Schaltungsknoten. Die Ausgangssignale
D betätigen eine zweite Ladungs- oder Stromquelle zur Strom
wegführung von demselben Schaltungsknoten. Der resultierende
Strom an diesem Schaltungsknoten wird mit Hilfe eines dort
angeschlossenen Kondensators zeitlich integriert, so daß eine
Ausgangsregelspannung entsteht, die proportional dem zeit
lichen Integral des festgestellten Phasenfehlers ist.
Bei dem soeben beschriebenen System bilden der Phasenver
gleicher, die beiden Ladungsquellen und der Integrator den
Phasenkorrekturteil der PLL-Schleife. Das Ausgangssignal die
ses Phasenkorrekturteils betätigt wiederum einen spannungs
steuerbaren Oszillator (VCO), dessen Ausgangssignal das ge
regelte Signal f v ist. Zwischen dem Bezugssignal und dem ge
regelten Signal besteht ein Phasenfehler, bis die PLL-Schlei
fe die Frequenz des geregelten Signals so weit verändert, bis
sie praktisch gleich der Frequenz des Bezugssignals ist.
Bisher waren Phasenkorrekturschaltungen in PLL-Schleifen
nicht in der Lage, kleine Phasendifferenzen zwischen Bezugs
signal und geregeltem Signal festzustellen. Damit besteht
zwischen der Phasenvoreilung und der Phasennacheilung eine
tote Zone, in welcher die Phasenkorrekturschaltung der
Schleife unempfindlich gegenüber kleinen Phasenfehlern ist.
Die tote Zone ist im allgemeinen unerwünscht, weil dann, wenn
die Schleife häufig Drifterscheinungen zeigt, der Schleifen
rückkopplungsmechanismus die Drift solange nicht korrigieren
kann, bis der Phasenfehler groß genug wird, um über die tote
Zone der Phasenkorrekturschaltung hinauszukommen. Damit er
möglicht die tote Zone eine zufällige Frequenzmodulation,
wenn die Schleifenfrequenz und -phase von einem Ende der
toten Zone zum anderen wandert, und diese Frequenzmodulation
beeinträchtigt die spektrale Reinheit des PLL-Schleifen
signals.
Die gesamte tote Zone eines PLL-Systems setzt sich aus mehre
ren Quellen zusammen. So kann der Phasenvergleicher selbst
eine tote Zone haben. Wenn der Phasenfehler sehr klein ist,
werden dann weder Impulse U oder D erzeugt. Jedoch geht der
Hauptanteil der toten Zone auf das Ansprechverhalten der
Ladungsquelle auf die Impulse U und D zurück. Selbst wenn
etwa der Phasendetektor eine ideale Kennlinie im Bereich um
den Phasenfehler Null herum hat, dann würde eine tote Zone
durch die minimale Einschaltzeit der Ladungsquelle allein
hervorgerufen. Wenn der Phasenfehler sehr klein ist, dann
können also die Impulse U und D so schmal sein, daß sie keine
nennenswerte Wirkung auf das Ladungsquellenausgangssignal
haben.
Zur Eliminierung solcher toter Zonen ist es aus der US-PS
36 10 954 und der GB 12 56 164 bekannt, bei einer digitalen
Phasenvergleichsschaltung Stromquellen an einen Phasendis
kriminator anzuschließen, der mit einer festen Verzögerung
arbeitet. Jedoch lassen sich auf diese Weise die toten Zonen
nur in begrenztem Ausmaß und nicht soweit verringern, wie es
wünschenswert wäre.
Eine weitere Lösung dieses Problems der toten Zone besteht
darin, dem Integrator absichtlich ein Leckverhalten zu geben.
Dadurch sinkt das Integrationsausgangssignal mit der Zeit
etwas, und dieses Absinken wird durch die Schleifenrückkopp
lung gegensymmetriert. Jedoch ist diese Technik nicht
empfehlenswert, weil dabei die Amplitude der Seitenbänder
bei der Bezugsfrequenz ansteigt.
Auch ist es zur Verkleinerung der toten Zone aus der US-
PS 40 23 116 bekannt, einen absichtlichen Fehlerimpuls in
das Signal D einzuführen, welcher in dem von der Phasenver
gleichsschaltung gelieferten Signal U einen kompensierenden
Phasenfehlerimpuls hervorruft. Die Phasenvergleichs- und
-korrekturschaltung wird somit praktisch außerhalb ihrer
toten Zone betrieben. Eine solche Betriebsweise führt aber
zu einem PLL-Ausgangssignal, das einen unerwünschten Phasen
fehler hinsichtlich der Bezugsfrequenz enthält. Außerdem
kann die Einführung von Fehlerimpulsen in eine PLL-Schleife
das Übergangsverhalten der Schleife beeinträchtigen und die
Empfindlichkeit des Systems gegen Zittererscheinungen ver
größern.
Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe
zugrunde, bei einer Phasenvergleichsschaltung die tote Zone
noch weiter zu verringern.
Gemäß einem Gesichtspunkt der Erfindung erzeugt die Phasen
vergleichsschaltung eines der Impulssignale U und D oder auch
beide mit einer genügenden Amplitude und -dauer, um die zuge
hörige Ladungs- oder Stromquelle in Betrieb zu halten, und
zwar unabhängig davon, wie klein der Eingangsphasenfehler ist.
Ein weiterer Gesichtspunkt liegt darin, für jeden Zyklus der
Bezugsfrequenz sowohl das Signal U als auch das Signal D zu
erzeugen, ohne Rücksicht darauf, wie klein der Phasenfehler
ist. Selbst bei in Phase liegenden Eingangssignalen werden
also Ausgangssignale U und D ausreichender Amplitude und
Dauer geliefert, um die jeweiligen Ladungs- oder Stromquellen
in Betrieb zu halten. Bei der dargestellten bevorzugten Aus
führungsform enthält die digitale Phasenvergleichsschaltung
eine Verzögerungseinrichtung, deren vorbestimmte Zeitver
zögerung die minimale Zeitdauer der Ausgangsimpulse U und D
bestimmt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeich
nungen im einzelnen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer PLL-Schleife mit einer
Phasenvergleichsschaltung gemäß der Erfindung,
Fig. 2 ein Schaltbild einer bevorzugten Ausführungsform einer
Phasenvergleichsschaltung gemäß der Erfindung,
Fig. 3a das Verhalten einer Phasenvergleichsschaltung und
einer Ladungsquelle nach dem Stande der Technik,
Fig. 3b das Verhalten einer Phasenvergleichsschaltung und einer Stromquelle gemäß
der Erfindung, und
Fig. 4a-4g Zeitdiagramme zur Veranschaulichung des Verhaltens einer Phasen
vergleichs- und Stromquellenschaltung gemäß Fig. 2 für jeweils verschiedene
Zustände der Phasennacheilung, Phasenverriegelung und Phasenvoreilung zwi
schen Bezugssignal und veränderlichem Eingangssignal.
Fig. 1 zeigt eine PLL-Schleife in Verwendung bei einem
Frequenzsynthesizer für die Erzeugung genauer Vielfacher einer Bezugsfrequenz
f r. Ein solcher Frequenzsynthesizer eignet sich zur Regelung eines abstimm
baren Geräteoszillators in einem Rundfunkempfänger. Das Ausgangssignal am
Anschluß 24 hat eine Frequenz f₀, die das N-fache der Bezugsfrequenz f r be
trägt, wobei N eine vom Benutzer wählbare ganze Zahl ist.
Die PLL-Schleife besteht aus einen spannungssteuerbarem
Oszillator VCO 20, einem programmierbaren Teiler 26 mit dem Teilerfaktor N,
einer Bezugssignalquelle 10 und einer Phasenkorrekturschaltung 12. Letztere
wiederum enthält eine Phasenvergleichsschaltung 11, eine erste Stromquelle 14,
eine zweite Stromquelle 16 und einen Integrator 18. Der Oszillator 20 rea
giert auf die Eingangsspannung auf dem Leiter 22 mit der Erzeugung eines
Ausgangssignals am Anschluß 24, dessen Frequenz proportional zur Größe der
Eingangsspannung ist. Das Ausgangssignal des Oszillators 20 wird einem
programmierbaren Teiler 26 zugeführt, der die Frequenz des Oszillatorsignals
um einen Faktor N teilt. Der Divisionsfaktor N läßt sich durch eine geeignete
Einrichtung 28 wählen, wie etwa von Handschaltern zum programmierbaren Teiler
26 verlaufende parallele Eingänge.
Das frequenzgeteilte Ausgangssignal vom Teiler 26 wird dem Eingangsanschluß
V der Phasenvergleichsschaltung 11 zugeführt. Der andere Eingangsanschluß R der
Phasenvergleichsschaltung 11 erhält das Bezugssignal von der Quelle 10. Bei jedem
Zyklus des Bezugssignals tritt an den beiden Eingangsanschlüssen R und V
der Phasenvergleichsschaltung 11 ein Signalübergang auf, woraus Größe und Richtung
jegliches Phasenfehlers bestimmt werden. Wenn die Phase des Signals am An
schluß V der Signalphase am Anschluß R vorläuft, dann liefert die Phasen
vergleichsschaltung 11 am Anschluß D ein Ausgangssignal in Form eines digitalen
Impulssignals, dessen Dauer in proportionaler Beziehung zur Größe dieser
Phasenvoreilung ist. Wenn umgekehrt die Phase des Signals am Anschluß V
gegenüber der Phase des Signals am Anschluß R nacheilt, dann liefert die
Phasenvergleichsschaltung 11 am Anschluß U ein digitales Impulssignal, dessen Dauer
proportional der Größe dieser Phasennacheilung ist.
Die jeweiligen Ausgangssignale auf den Leitungen U und D werden entsprechenden
Stromquellen 14 bzw. 16 zugeführt. Die Stromquelle 14 ist eine geschaltete
Stromquelle, die unter Steuerung durch eine logische 0 am Anschluß U dem
Integrator 18 einen Strom I PU zuführt und unter Steuerung durch eine logische 1
dem Integrator 18 im wesentlichen keinen Strom zuführt. Entsprechend ist die
Stromquelle 16 eine geschaltete Stromquelle, die unter Steuerung durch eine
logische 0 am Anschluß D vom Integrator 18 einen Strom I PD wegführt und
unter Steuerung durch eine logische 1 keinen Strom vom Integrator 18 abzieht.
Die Ströme I PU und I PD haben im wesentlichen dieselbe Größe, aber die ent
gegengesetzte Polarität. Das Ausgangssignal des Integrators 18 ist eine
Spannung, welche das zeitliche Integral des Stromes darstellt, der von den
beiden Stromquellen 14 und 16 geliefert wird, und daher ist die Ausgangs
spannung proportional der dem Integrator 18 zugeführten resultierenden Gesamt
ladung. Da die geschalteten Stromquellen 14, 16 durch die Signale U bzw. D
gesteuert werden, verhält sich die Änderung der Ausgangsspannung des Inte
grators 18 proportional zu der Phasendifferenz oder den Phasenfehler zwischen
den Eingangssignalen des Vergleichers an den Anschlüssen V und R. Das Aus
gangssignal des Integrators 18 auf der Leitung 22 stellt das Regeleingangs
signal für den Oszillator 20 dar.
Im Betrieb bewirkt die Schleifenrückkopplung vom Ausgang des Oszillators 20
zum Eingang des Phasendetektors 11 eine Phasenverriegelung des Ausgangssignals
auf das Bezugssignal derart, daß die Frequenz des Ausgangssignals N mal so groß
wie die Bezugsfrequenz ist. Driftet die Frequenz des Ausgangssignals 24 des
Oszillators 20 derart, daß die Phase des geteilten Ausgangssignals am An
schluß V der Phasenvergleichsschaltung 11 der Phase des Bezugsfrequenzsignals an
seinem Eingang R vorauseilt, was einem Anwachsen der Oszillatorfrequenz
entspricht, dann will die Dauer des Impulssignals am Anschluß D zunehmen.
Das hat zur Folge, daß der Zeitraum, innerhalb dessen der Strom I PD fließt,
anwächst, was zu einem Absinken des Ausgangssignals des Integrators 18 auf
der Leitung 22 führt. Ein solches Absinken läßt die Frequenz des Ausgangs
signals des Oszillators 20 abnehmen, so daß die Frequenz dieses Ausgangs
signals in eine feste Phasenbeziehung zu dem Bezugssignal gebracht wird.
Driftet die Oszillatorausgangsfrequenz so, daß die Phasenlage am Anschluß V
derjenigen des Bezugssignals an seinem Anschluß R nacheilt, was einer Abnahme
der Oszillatorfrequenz entspricht, dann will die Dauer des Signalimpulses
am Anschluß U ansteigen, und das hat die Wirkung, daß die Zeitdauer, wo der
Strom I PU fließt, zunimmt, und damit steigt auch das Ausgangssignal des
Integrators 18 auf der Leitung 22 an. Dieses Ansteigen läßt die Frequenz des
Ausgangssignals des Oszillators 20 anwachsen, so daß das Oszillatorausgangs
signal in eine feste Phasen- und Frequenzbeziehung mit dem Bezugssignal kommt.
Die Phasenvergleichsschaltung 11 enthält ein NAND-Tor 30 mit zwei Eingängen und ein
NAND-Tor 32 mit drei Eingängen, die zur Bildung eines ersten Flipflops über
Kreuz gekoppelt sind; ein Paar NAND-Tore 34 und 36 mit je zwei Eingängen sind
zu einem zweiten Flipflop über Kreuz gekoppelt; ein NAND-Tor 46 mit zwei
Eingängen und ein NAND-Tor 48 mit drei Eingängen sind über Kreuz zu einem
dritten Flipflop gekoppelt; und zwei NAND-Tore 42 und 44 mit je zwei Eingängen
sind zu einem vierten Flipflop über Kreuz gekoppelt. Diese Flipflops sind mit
einem NAND-Tor 38 und einer Verzögerungseinrichtung 40 zusammengeschaltet und
arbeiten als Phasenvergleichsschaltung 11 gemäß der Erfindung. Im einzelnen wird das
erste Flipflop 30, 32 unter Steuerung des Signals am Anschluß R über die Ver
bindung vom Anschluß R mit einem Eingang des Tores 30 gesetzt. Das zweite
Flipflop 34, 36 wird gesetzt aufgrund des Rücksetzzustandes des ersten Flip
flops 30, 32 über eine Verbindung vom Ausgang des Tores 30 mit dem Eingang
des Tores 34. Das erste Flipflop 30, 32 wird rückgesetzt unter Steuerung durch
den Rücksetzzustand des zweiten Flipflops 34, 36 über eine Verbindung vom
Ausgang des Tores 34 zu einem Eingang des Tores 32. Entsprechend wird das
dritte Flipflop 46, 48 gesetzt unter Steuerung durch das Signal am Anschluß V
über eine Verbindung vom Anschluß V zu einem Eingang des Tores 46. Das vierte
Flipflop 42, 44 wird gesetzt aufgrund des Rücksetzzustandes des dritten
Flipflops 46, 48 über eine Verbindung vom Ausgang des Tores 46 zum Eingang
des Tores 44. Das dritte Flipflop 46, 48 wird rückgesetzt aufgrund des
Rücksetzzustandes des vierten Flipflops 42, 44 über eine Verbindung vom
Ausgang des Tores 44 zum Eingang des Tores 48.
Wenn alle vier Flipflops gesetzt sind, dann nimmt das Signal am Ausgang 40 b
des NAND-Tores 38, welches der Verzögerungseinrichtung 40 zugeführt wird,
einen niedrigen Wert an. Um einen vorbestimmten Zeitraum später nimmt das
Signal am Ausgang 40 a der Verzögerungseinrichtung 40 einen niedrigen Wert an,
so daß alle vier Flipflops über eine gemeinsame Verbindung vom Ausgang 40 a
der Verzögerungseinrichtung zu den jeweiligen Eingängen der NAND-Tore 32, 48,
36 und 42 zurückgesetzt werden.
Phasenvergleichsschaltungen mit vier Flipflops, die in gleicher Weise wie die vier
Flipflops des Phasenvergleichers 11 angeordnet sind, jedoch ohne die Ver
zögerungseinrichtung 40 sind im Stande der Technik bekannt und beispielsweise
im einzelnen in der Integrated Circuit Application Note, ICAN-601 der RCA
Corporation beschrieben. Die Phasenvergleichsschaltung mit vier Flipflops (in einer
Grundform und in Abwandlung gemäß einem Gesichtspunkt der hier beschriebenen
Erfindung, nämlich mit der Verzögerungseinrichtung 40) hat Vorteile, weil sie
einen großen Einfangbereich hat und keine Einschränkungen des Tastverhält
nisses der zugeführten Eingangssignale auferlegt. Wie
in der soeben erwähnten Application Note dargelegt ist, haben diese Phasen
vergleichsschaltungen zwölf interne Zustände. Bei vier internen Zuständen, aufgrund
der Eingangssignale an den Anschlüssen R und V, wird ein Ausgangssignal als
logische 1 am Anschluß U und ein Ausgangssignal als logische 0 am Anschluß D
geliefert. Vier andere interne Zustände ergeben bei entsprechenden Eingangs
signalen an den Anschlüssen R und V eine logische 0 am Ausgang U und eine
logische 1 am Ausgang D. Die restlichen vier internen Zustände führen zu
logischen Einsen als Ausgangssignale an beiden Anschlüssen U und D. Die in
der Publikation ICAN-601 beschriebene Phasenvergleichsschaltung hat keinen stabilen
Zustand, in welchem die Signale an den Anschlüssen U und D beide eine logische
0 sind. Es ist bereits gesagt worden, daß die jeweiligen Ausgangsimpulse an
den Anschlüssen U und D der Vergleichsschaltung entsprechende Stromquellen zur
Zuführung oder Abführung von Strom an einem Ausgangsknoten steuern. Bei den
bekannten Phasendetektoren kann eine tote Zone auftreten, weil bei kleinen
Phasendifferenzen zwischen den Eingangssignalen der Vergleichsschaltung die Impulse
U und D von so kurzer zeitlicher Dauer sind, daß sie kleiner als die Ein
schaltzeit der jeweiligen Ladungs- oder Stromquellen sind (definiert als Laufzeitverzöge
rung zuzüglich Anstiegszeit).
Die bekannte Phasenvergleichsschaltung wird gemäß der Erfindung so abgewandelt, daß
sie nunmehr eine Verzögerungsschaltung 40 enthält, welche eine Verzögerung
der Rücksetzzeit für die vier Flipflops bewirkt, so daß die Übergangszeit
zwischen bestimmten Zuständen verlängert wird. Demnach verlängert sich die
Zeitdauer zwischen stabilen Zuständen, während derer an den Anschlüssen U
und D gleichzeitig eine logische 0 auftritt. Natürlich weist auch das NAND-
Tor 38 von Haus aus eine Verzögerung auf, aufgrund deren eine endliche Über
gangszeit zwischen bestimmten stabilen Zuständen auftritt, während derer
die Signale an den Anschlüssen U und D beide eine logische 0 darstellen.
Jedoch dauert ein solcher Zeitraum gleichzeitig auftretender Signale mit
einer logischen 0, der durch die obenerwähnte normale Laufzeitverzögerung
verursacht wird, nicht über eine nennenswerte Länge, die ausreichen würde,
um das erörterte Totzonenproblem zu beseitigen. Ein weiterer Gesichtspunkt
der Erfindung besteht somit darin, daß die Verzögerungsschaltung 40 eine genügend lange
Verzögerungszeit ergibt, um einen Zeitraum eines Ausgangssignals entsprechend
einer logischen 0 den Impulssignalen an beiden Anschlüssen U und D während je
des Zyklus der Bezugsfrequenz genügend lange hinzu zu addieren, daß jede der
Stromquellen 14, 16 eingeschaltet wird. Die infolge der endlichen Einschalt
zeit der Stromquellen bedingte Totzeit wird eliminiert, weil die Verzöge
rungsschaltung 40 den Ausgangsimpulsen U sowie D genügend Zeitdauer hinzu
addiert, um die minimale Einschaltzeit jeder der Stromquellen auszugleichen,
gleichgültig wie klein der Phasenfehler der Eingangssignale der Vergleichsschaltung
ist. Während jedes Zyklus der Bezugsfrequenz wird daher jede Stromquelle
eingeschaltet und so betrieben, daß sie mindestens eine gewisse vorbestimmte
minimale Ladungsübertragung bewirkt. Die dem Integrator 18 zugeführte Gesamt
ladung, welche gleich dem Unterschied zwischen den Ladungen von den Ladungs- bzw.
Stromquellen 14 und 16 ist, ist gleich dem festgestellten Phasenfehler.
Gemäß Fig. 1 weist die Verzögerungsschaltung 40 mehrere in Reihe ge
schaltete Logikinverter 2, 4, 6 und 8 auf. Der Eingang 40 b zu den in Reihe
geschalteten Logikinvertern 2, 4, 6 und 8 ist so geschaltet, daß die vier
Flipflops zurückgesetzt werden. Wird mehr Verzögerung benötigt, dann können
der Reihenschaltung zusätzliche Inverter hinzugefügt werden.
Fig. 4d veranschaulicht die jeweiligen Ausgangssignale an den Anschlüssen U
und D für einen Zustand der Phasenverriegelung. Unter Steuerung durch die
negative Flanke des zum Zeitpunkt T 1 am Eingang R zugeführten Bezugssignals
nimmt das Ausgangssignal am Anschluß U kurze Zeit später, nämlich zum Zeit
punkt T 2, einen niedrigen Wert an. Die Verzögerung von T 1 bis T 2 ist gleich
der Laufzeitverzögerung der NAND-Tore 30 und 32 in Fig. 1. Unter Steuerung
durch die negative Flanke des geteilten Oszillatorsignals (Anschluß V),
ebenfalls zum Zeitpunkt T 1 in Fig. 4d, nimmt das Ausgangssignal D kurze
Zeit später zum Zeitpunkt T 3 einen niedrigen Wert an. Die Verzögerung von T 1
bis T 3 ist gleich der Laufzeitverzögerung der NAND-Tore 46 und 48 in Fig. 1.
Das Ausgangssignal am Anschluß U nimmt wiederum nach einer Verzögerung einen
hohen Wert an, welcher gleich der Summe der Laufzeitverzögerungen der NAND-
Tore 30, 38 und 32 zuzüglich der Verzögerung der Verzögerungsschaltung 40
ist. Gleichermaßen geht das Ausgangssignal am Anschluß D nach einer Verzöge
rung wieder auf einen hohen Wert, welcher gleich der Summe der Laufzeitver
zögerungen der NAND-Tore 46, 38 und 48 zuzüglich der Verzögerung der Ver
zögerungsschaltung 40 ist. Wenn man annehmen darf, daß die Verzögerungen
aller Tore etwa gleich sind, dann beginnen im Zustand der Phasenverriegelung
beide Impulse an den Anschlüssen U und D gleichzeitig, und beide haben die
gleiche Impulsbreite T D, wie Fig. 4d zeigt. Bei der bevorzugten Ausführungs
form wird die Verzögerungsdauer der Verzögerungsschaltung 40 so gewählt,
daß die minimale Impulsbreite T D der Signale U und D gleich oder größer als
die Impulsbreite ist, welche benötigt wird, um die Stromquellen 14 bzw. 16
einzuschalten.
Die Betriebsweise der Phasenvergleichsschaltung 11 für die verschiedenen Zustände
von Phasenverzögerungs- und Phasenvoreilungsfehlern sind aus den Fig. 4a-4c
bzw. 4e-4g ersichtlich. Man sieht, wie die Signalbreite am Anschluß U für
drei Zustände zunehmender Phasenverzögerung, also T G 1, T G 2 und T G 3 in den
Fig. 4c, 4b bzw. 4a zunimmt. Bei zunehmender Phasenvoreilung bleibt die
Signalbreite am Anschluß U bei T D, wie die Fig. 4e, 4f und 4g zeigen. Die
Signalbreite am Anschluß D wächst jedoch für drei Zustände zunehmender
Phasenvoreilung, also T L 1, T L 2 und T L 3 in den Fig. 4e, 4f bzw. 4g an. Bei
zunehmender Phasennacheilung bleibt die Signalbreite am Anschluß D bei T D,
wie Fig. 4c, 4b und 4a zeigen. Damit liefert also der Phasendetektor 11
sowohl im Zustand der Phasenverriegelung als auch bei Zuständen von Phasen
voreilungs- oder Phasennacheilungsfehlern Signale U und D mit einer Impuls
breite, die größer als ein vorbestimmtes Minimum ist, welches zum Einschalten
der Stromquellen 14 bzw. 16 notwendig ist. Der Gesamtwert oder resultierende Strom
wert, der von beiden Stromquellen 14, 16 für den jeweiligen Zustand der
Phasenvoreilung und -nacheilung geliefert wird, ist in den Fig. 4a-4g ver
anschaulicht. Gemäß den Fig. 4a-4c ist dieser resultierende Strom positiv, hat eine
vorbestimmte Größe und wird für eine Zeitdauer geliefert, die proportional
der Größe der Phasennacheilung T G 3, T G 2 bzw. T G 1 ist. In den Fig. 4e-4g ist
der resultierende Strom negativ, hat eine vorbestimmte Größe und wird für eine Zeit
dauer geliefert, die proportional der Phasenvoreilung T L 1, T L 2 bzw. T L 3 ist.
Bei Phasenverriegelung, also gemäß Fig. 4d, wird keine Nettoladung zum
Integrator 18 übertragen. Wenn auch anzunehmen ist, daß die jeweiligen
Ausgangsimpulse an den Anschlüssen U und D im Phasenverriegelungszustand
praktisch gleichzeitig auftreten, so ist auch in Betracht zu ziehen, daß
die Stromausgangsimpulse von den Stromquellen 14, 16 wegen ungleicher
Laufzeitverzögerungen in den Stromquellen 14, 16 zeitlich verschoben sein
können. Jedoch verändern solche ungleichen Verzögerungen nicht die Netto
ladung, welche dem Integrator 18 zugeführt bzw. von ihm weggeführt wird.
Fig. 3a veranschaulicht das Verhalten der Phasenvergleichsschaltung und der Strom
quellen ohne die Verzögerungsschaltung 40. Für den jetzigen Zweck sei ange
nommen, daß die Laufzeitverzögerung des NAND-Tores 38 genügend klein ist,
daß ihre Auswirkungen vernachlässigbar sind. Die Kurve 80 zeigt die Impuls
dauer über dem Phasenfehler für das Ausgangssignal U. Die durch eine ge
strichelte Linie 62 a dargestellte Kurve veranschaulicht die Reaktion der
Stromquelle 14 auf das Signal U. Für die Stromquellenkurve 62 a gibt die
Vertikalachse die Gesamtladung wieder, welche dem Integrator 18 pro Zyklus
der Bezugsfrequenz zugeführt oder von ihm weggeführt wird, und die Horizontal
achse stellt den Phasenfehler dar, wie er durch den Phasendetektorvergleich
der Signalübergänge während eines Zyklus der Bezugsfrequenz bestimmt wird.
Man sieht, daß unterhalb einer gewissen minimalen Impulsbreite des Signals U,
die kleiner als die Einschaltzeit für die Stromquelle 14 ist, die Strom
quelle 14 keine Ladung liefert, so daß im Gebiet 70 a um den Phasenfehler Null
herum keine Reaktion auftritt. Die Kurven 82 und 62 b veranschaulichen analoge
Reaktionen für das Signal D bzw. die Stromquelle 16. Die tote Zone setzt
sich aus den Bereichen 70 a und 70 b für kleine Werte der Phasenverzögerung
und Phasenvoreilung zusammen.
Die ideale Übertragungskennlinie für einen Phasendetektor und Stromquellen
gemäß der Erfindung ist in Fig. 3b gezeigt. Die Kurven 80 und 82 geben die
Reaktion auf die Signale U bzw. D über dem Phasenfehler aufgetragen wieder.
Die Kurve 64 zeigt das Verhalten der Stromquellen 14 auf das Signal U hin,
die Kurve 66 zeigt das Verhalten der Stromquellen 16 auf das Signal D hin.
Man beachte, daß die Stromquellen 14 und 16 so betrieben werden, daß sie
beim Phasenfehler Null nicht mehr als ein vorbestimmtes Minimum an Ladung
zuführen bzw. wegführen, wie durch die Punkte 65 bzw. 63 auf der Vertikal
achse angedeutet ist. Die dem Integrator 18 zugeführte Gesamtladung wird
durch die Summe der Kurven 64 und 66 als Kurve 62 dargestellt. Ein Anwachsen
der Verzögerungsdauer der Verzögerungsschaltung 40 verschiebt die Kurven
64 und 80 nach oben und die Kurven 66 und 82 nach unten, und zwar um gleiche,
entgegengesetzte Beträge, wobei jedoch die Gesamtübertragungskurve 62 im
wesentlichen unverändert bleibt. Daher kann die Größe der durch die Ver
zögerungsschaltung 40 eingeführten Verzögerung größer als die minimale
Verzögerung sein, die benötigt wird, um die Ausgangsimpulse minimaler Breite
zu liefern, welche zum Einschalten der Stromquellen 14 und 16 notwendig
sind. Jedoch erhöht eine zusätzliche Verzögerung den Leistungsverbrauch
der Schaltung und wirkt verstärkend auf Auswirkungen von Abweichungen
zwischen den Stromquellen 14 und 16. Es ist daher am besten, einen Ver
zögerungswert für die Verzögerungsschaltung 40 zu wählen, der nur wenig
größer als derjenige Verzögerungswert ist, welcher Ausgangsimpulse minimaler
Breite zum Einschalten der jeweiligen Stromquellen 14, 16 unter ungünstigsten
Bedingungen hinsichtlich Herstellung und Material und Umgebung liefert.
Eine spezielle Ausführungsform der Phasenkorrekturschaltung 12 gemäß
Fig. 1 ist in Fig. 2 gezeigt. Anschlüsse V CC 1, V CC 2 und V CC 3 sind an ent
sprechende Quellen geeigneter Bezugsspannungen angeschlossen. Als Beispiel sei
V CC 1 mit 5 V, V CC 2 mit 10 V und V CC 3 mit 0 V angegeben. Anschlüsse V₁ und V₂
sind so geschaltet, daß Strom von einer nicht dargestellten Konstantstrom
quelle zwischen ihnen fließt. Bei Zimmertemperatur betragen die Potentiale
an den Anschlüssen V₁ und V₂ etwa 4,1 bzw. 4,8 V.
Die Phasenvergleichsschaltung 11 mit Transistoren Q 1 bis Q 18 und Q 40 bis Q 49 ist
in bipolarer integrierter Injektionslogiktechnik (I²L-Technik) aufgebaut,
wie es im Stande der Technik bekannt ist. Über Kreuz gekoppelte Transistoren
Q 1 und Q 2 und ihre entsprechenden Strominjektionstransistoren Q 9, Q 10 bilden
ein erstes Flipflop. Über Kreuz gekoppelte Transistoren Q 3 und Q 4 bilden
mit ihren jeweiligen Strominjektionstransistoren Q 12 und Q 13 das zweite
Flipflop. Über Kreuz gekoppelte Transistoren Q 7 und Q 8 bilden mit ihren
jeweiligen Strominjektionstransistoren Q 16 und Q 17 das dritte Flipflop,
und über Kreuz gekoppelte Transistoren Q 5 und Q 6 bilden mit ihren jeweiligen
Strominjektionstransistoren Q 14 und Q 15 das vierte Flipflop.
Die vier Eingänge aufweisenden NAND-Tore 38 gemäß Fig. 1 umfassen nach
Fig. 2 den Transistor Q 45 und seinen Strominjektionstransistor Q 40. Bei
der I²L-Technik wird jeweils ein Eingang eines NAND-Tores dadurch gebildet,
daß am Ausgangstransistor der vorangehenden Stufe eine getrennte Kollektor
zone vorgesehen wird. Beispielsweise können die vier Eingänge des NAND-Tor-
Transistors Q 45 hergestellt werden durch Verbindung einer separaten Kollektor
zone (oder Kollektorbereich) von Q 1, Q 3, Q 6 und Q 7 zur Basis des Transistors
Q 45. Die Verzögerungsschaltung 40 gemäß Fig. 1 wird nach Fig. 2 realisiert
durch eine Reihenschaltung von vier invertierenden Pufferstufen, deren jede
einen der Transistoren Q 46 bis Q 49 in Verbindung mit einem entsprechenden
Strominjektionstransistor Q 41 bis Q 44 aufweist. Jeder Transistor Q 46 bis Q 49
ist mit vier separaten Kollektorzonen ausgebildet zur Verringerung seiner
Schaltzeit, so daß auf diese Weise eine größere Gesamtzeitverzögerung reali
siert wird. Als typisches Beispiel ergeben die vier Transistoren Q 46 bis Q 49
in Fig. 2 eine Signalverzögerung von 300 Nanosekunden bei 70 Mikroampere
Vorspannung (Vorstrom) an jedem Tor. Wünscht man eine größere Verzögerung,
dann können weitere Paare von Invertern in die Reihenschaltung eingefügt
werden. An den Ausgangsanschlüssen U und D des Phasenvergleichers sind
Strominjektionstransistoren Q 11 und Q 18 als aktive Pull-up-Elemente ange
schlossen, welche entsprechende Ausgangsströme an die Stromquellen 14 bzw.
16 liefern.
Die Stromquelle 14 weist eine Konstantstromquelle Q 26 und einen Emitter
widerstand 72 sowie einen Differenzverstärker Q 19, Q 20 und einen Konverter
Q 23 mit symmetrischen Eingang und unsymmetrischem Ausgang sowie eine Strom
spiegelverstärker-Ausgangsstufe Q 24, Q 25 auf. Die Basis von Q 26 ist an den
Anschluß V B 1 angeschlossen, der mit einer Vorspannungsquelle verbunden ist,
um den Transistor Q 26 so vorzuspannen, daß ein konstanter Strom durch seine
Kollektor-Emitter-Hauptstromstrecke fließt. Dieser konstante Strom wird
dem emittergekoppelten Differenzverstärkertransistorpaar Q 19, Q 20 zugeführt
und je nach der Potentialdifferenz zwischen den Basen der Transistoren Q 19
und Q 20 umgeschaltet. Die Basis des Transistors Q 20, am Anschluß V B 2, wird
auf einem festen Vorspannungspotential gehalten, welches zwischen den Po
tentialen an den Anschlüssen V₁ und V₂ liegt. Eine Vorspannungsquelle kann
realisiert werden durch einen Spannungsteiler mit Widerständen gleichen
Wertes, die in Reihe zwischen die Anschlüsse V₁ und V₂ geschaltet sind und
deren Verbindungspunkt am Anschluß V B 2 liegt.
Wenn im Betrieb die Spannung am Anschluß U beim Potential V₁ liegt (weil
der Transistor Q 2 leitet), entsprechend einem Logikausgangswert 0 am
Anschluß U, dann wird der Transistor Q 20 leitend und der Transistor Q 19 ge
sperrt, weil die Basisspannung des Transistors Q 20 wesentlich größer als
diejenige des Transistors Q 19 ist. Der Transistor Q 23 mit aufgeteiltem
Kollektor und der Widerstand 50 bilden einen Stromspiegelverstärker, dessen
Eingangsstromkreis so geschaltet ist, daß er den vom Kollektor des Tran
sistors Q 19 gelieferten Strom führt, und dessen Ausgangsstromkreis so ge
schaltet ist, daß er den Strom liefert, der durch den Kollektor des Tran
sistors Q 20 fließt, und dessen Bezugsanschluß an V CC 2 liegt. Da der Tran
sistor Q 19 gesperrt ist und der Transistor Q 20 leitet, wird der Transistor
Q 23 gesperrt und der Transistor Q 24 leitend. Die Transistoren Q 24 und Q 25
bilden einen weiteren Stromspiegelverstärker, der einen invertierten Aus
gangsstrom I PU liefert.
Wenn das Potential am Anschluß U bei V₂ liegt (weil der Pull-up-Transistor 11
leitet), entsprechend einem logischen Ausgangssignal 1 am Anschluß U, dann
wird der Transistor Q 19 leitend und der Transistor Q 20 wird gesperrt, da die
Basisspannung des Transistors Q 19 wesentlich größer als diejenige des Tran
sistors Q 20 ist. In diesem Falle wird der Transistor Q 23 leitend und der
Transistor Q 24 in den Sperrzustand vorgespannt. Somit arbeitet die Strom
quelle 14 als geschaltete Stromquelle unter Steuerung durch das Signal am
Anschluß U, um dem Integrator 18 einen Strom I PU konstanter Größe zuzuführen,
wenn das Signal am Anschluß U eine logische 0 darstellt, dagegen dann, wenn
das Signal am Anschluß U eine logische 1 darstellt, dem Integrator 18 prak
tisch keinen Strom zuzuführen.
Der Zweck des als Diode geschalteten Transistors 22 besteht im Schutz der
Transistoren Q 20 und Q 23 für den Fall, daß beim Einschalten die Stromquelle,
welche die Vorspannung an den Anschluß V B 2 an der Basis des Transistors Q 20
liefert, ihre Spannung aufbaut, ehe die Stromquelle, welche die Betriebs
spannung an den Anschluß V CC 2 liefert, ihre Spannung aufgebaut hat. In diesem
Falle würden nämlich die Kollektor-Basis-Übergänge der Transistoren Q 20 und
Q 23 in Reihe in Durchlaßrichtung vorgespannt werden und es könnte zur Be
schädigung eines oder beider dieser Transistoren kommen. Um solche Schäden
zu vermeiden, wird ein in einer Richtung leitendes Stromleitungselement Q 22
zur Verbindung der Kollektoren der Transistoren Q 23 und Q 20 benutzt. Aus
den gleichen Gründen wird zum Schutz einer Isolationsdiode, die als Teil
des Widerstandes 50 gebildet wird, ein als Diode geschalteter Transistor Q 21
benutzt, der den anderen Kollektor des Transistors Q 23 mit dem Kollektor des
Transistors Q 19 verbindet.
Die Stromquelle 16 weist einen Konstantstromquellentransistor Q 27 und einen
Emitterwiderstand 74 sowie einen Differenzverstärker Q 28, Q 29, einen Konver
ter Q 32 mit symmetrischem Eingang und unsymmetrischem Ausgang und eine
Stromspiegelverstärker-Ausgangsstufe Q 33, Q 34 auf. Die Funktionsweise der
Stromquelle 16 ist analog derjenigen der Stromquelle 14, wie oben be
schrieben, zur Erzeugung eines Ausgangsstromes durch die Kollektor-Emitter-
Strecke des Transistors Q 34. Jedoch hat die Stromquelle 16 einen zusätz
lichen Stromspiegelverstärker mit Transistoren Q 35, Q 36 und Q 37 und Wider
ständen 57, 58 und 59 zur Invertierung des dem Integrator 18 zugeführten
Ausgangsstromes I PD. Der zusätzliche Stromspiegelverstärker weist den
Transistor Q 36 als Eingangselement und den Transistor Q 37 als Ausgangs
element auf. Der Bezugsanschluß des Stromspiegelverstärkers Q 36, Q 37 ist
an den Anschluß V CC 3 angeschlossen. Der Transistor Q 35 und der Widerstand 58
bilden einen Basisstromnebenschluß zur Verkleinerung des Basisstromfehlers.
Emitter-Gegenkopplungs-Widerstände 57 und 59 verbessern die Anpassung der
Eingangs- und Ausgangscharakteristika.
Somit ist die Stromquelle 16 eine geschaltete Stromquelle, die durch das
Signal am Anschluß D gesteuert wird, um dem Integrator 18 einen Strom I PD
konstanter Größe zu entnehmen, wenn das Signal am Anschluß D eine logische 0
darstellt, dagegen dann, wenn das Signal am Anschluß D eine logische 1 dar
stellt, dem Integrator 18 praktisch keinen Strom zu entnehmen. Beide Strom
quellen 14 und 16 werden so gut wie möglich übereinstimmend ausgebildet, damit
sie Ausgangsströme gleicher Größe und entgegengesetzter Polarität liefern,
so daß bei Einschaltung beider Stromquellen dem Integrator 18 insgesamt
kein Strom zugeführt wird.
Eine Ausführungsform des Integrators 18 ist in Fig. 2 als Tiefpaßfilter
mit Widerständen 54 und 55 sowie Kondensatoren 56 und 57 dargestellt. Die
Ausgangsspannung am Anschluß 22 dieses Filters stellt unter der Annahme,
daß die Kondensatoren 56 und 57 keine Leckströme führen und daß am Anschluß
22 keine Belastung anliegt, das zeitliche Integral des dem Kondensator 56
zugeführten Stromes dar. Damit ist die Ausgangsspannung am Anschluß 22 pro
portional der gesamten von den Ladungspumpen 14 und 16 gelieferten Netto
ladung. Alternative Integratorausführungen können aktive Elemente wie
Operationsverstärker enthalten, damit die Ausgangsspannung proportional
dem zeitlichen Integral des Stromes I PU und I PD ist. Es können auch andere
Typen aktiver oder passiver Integratoren in Verbindung mit einem steuer
baren Oszillator verwendet werden, solange ein Ausgangsregelsignal an den
nachgeschalteten geregelten Oszillator geliefert wird, welches ein Maß für
die von den Stromquellen 14 und 16 gelieferte Gesamtladung
ist.
Claims (10)
1. Digitale Phasenvergleichsschaltung zur Lieferung eines
der Phasendifferenz zweier Eingangssignale entsprechenden
Ausgangssignals
mit vier Flipflops, die jeweils einen Setz- und einen Rück
setzeingang aufweisen und funktionsmäßig folgendermaßen zu
sammengeschaltet sind:
- - das erste Flipflop (30, 32) ist durch das erste Eingangs signal setzbar,
- - durch Rücksetzen des ersten Flipflops ist das zweite Flip flop (34, 36) setzbar und durch Rücksetzen des zweiten Flip flops ist auch das erste Flipflop rücksetzbar,
- - das dritte Flipflop (46, 48) ist durch das zweite Eingangs signal setzbar,
- - durch Rücksetzen des dritten Flipflops ist das vierte Flip flop (42, 44) setzbar und durch Rücksetzen des vierten Flip flops ist auch das dritte Flipflop setzbar,
- - in Abhängigkeit vom Zustand des ersten Flipflops (30, 32) wird ein erster digitaler Ausgangsimpuls erzeugt,
- - in Abhängigkeit vom Zustand des dritten Flipflops (46, 48) wird ein zweiter digitaler Ausgangsimpuls erzeugt,
mit einer Logikschaltung (38), welche die vier Flipflops beim
Vorliegen von deren Setzzuständen zurücksetzt, und
mit zwei schaltbaren Stromquellen, deren erste (14) in Ab
hängigkeit von dem ersten und deren zweite (16) in Abhängig
keit von dem zweiten digitalen Ausgangsimpuls einen vorbe
stimmten Strom an einen Schaltungspunkt liefert bzw. von ihm
wegführt, und deren Einschaltzeiten länger als die minimale
Dauer der digitalen Ausgangsimpulse bei kleinen Phasendiffe
renzen zwischen den Eingangssignalen sind, so daß im Bereich
zwischen Phasenvor- und -nacheilung eine tote Zone auftritt,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Vergrößerung der minimalen Dauer der digitalen Aus
gangsimpulse eine Verzögerungsschaltung (40) zum Verzögern
des Rücksetzens der vier Flipflops (30, 32; 34, 36; 46, 48; 42, 44)
durch die Logikschaltung (38) vorgesehen ist.
2. Phasenvergleichsschaltung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verzögerung der Verzögerungsschaltung
(40) mindestens gleich der zum Einschalten der beiden Strom
quellen (14, 16) erforderlichen minimalen Dauer der digitalen
Ausgangsimpulse ist.
3. Phasenvergleichsschaltung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verzögerung etwas größer als die
minimale Dauer der digitalen Ausgangsimpulse ist.
4. Phasenvergleichsschaltung nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Logikschaltung (38, 40) eine
Torschaltung (38) mit vier Eingangsanschlüssen enthält, die
mit jeweils einem Ausgangsanschluß der vier Flipflops (30,
32; 34, 36; 48; 42, 44) verbunden sind, derart, daß die Tor
schaltung dann ein Ausgangssignal liefert, wenn die vier
Flipflops in ihrem Setzzustand sind, und daß die Verzögerungs
schaltung (40) zwischen den Ausgang der Torschaltung (38) und
die Rücksetzanschlüsse der vier Flipflops geschaltet ist.
5. Phasenvergleichsschaltung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verzögerungsschaltung (40) mehrere
in Reihe geschaltete logische Inverter (2, 4, 6, 8) enthält.
6. Phasenvergleichsschaltung nach Anspruch 1, 2 oder 3,
gekennzeichnet durch einen am Schaltungsausgang vorgesehenen
Integrator (18) zur Lieferung einer Ausgangsregelspannung,
welche ein Maß für den an den Integrator (18) gelieferten
resultierenden Strom ist.
7. Phasenvergleichsschaltung nach Anspruch 6, gekenn
zeichnet durch einen regelbaren Oszillator (20), dessen Aus
gangssignal eine zu der Ausgangsregelspannung proportionale
Frequenz hat und das zweite Eingangssignal für die Phasen
vergleichsschaltung bildet.
8. Phasenvergleichsschaltung nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden geschalteten Strom
quellen (14, 16) jeweils einen Differenzverstärker mit folgen
dem Aufbau aufweisen:
- - ein erster und ein zweiter Transistor (Q 19, Q 20; Q 28, Q 29) sind mit jeweils einer ersten ihrer beiden, eine Haupt stromstrecke definierenden Hauptelektroden zusammen an eine Konstantstromquelle (Q 26; Q 27) angeschlossen, die ihrerseits mit einer Betriebsspannungsklemme (V CC 3) ver bunden ist,
- - die Steuerelektrode des ersten Transistors (Q 19, Q 28) ist mit einem Schaltsignaleingang (U; D) und die Steuerelektrode des zweiten Transistors (Q 20; Q 29) ist mit einer Vorspan nungsquelle (V B2) verbunden,
- - die zweite Hauptelektrode des ersten Transistors ist mit dem Eingang eines Stromspiegelverstärkers (Q 23; Q 32) ver bunden, der mit einem Bezugseingang an einer zweiten Be triebsspannungsquelle (V CC 2) liegt,
- - und die zweite Hauptelektrode des zweiten Transistors ist mit dem Ausgang des Stromspiegelverstärkers und mit dem Schaltungsausgang verbunden.
9. Phasenvergleichsschaltung nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Eingangs- bzw. Ausgangsanschluß des
Stromspiegelverstärkers (Q 23, Q 32) mit der zweiten Haupt
elektrode des ersten bzw. zweiten Transistors (Q 19; Q 28 bzw.
Q 20; Q 29) jeweils über ein in einer Richtung stromleitendes
Element (Q 21, Q 22; Q 30, Q 31) verbunden ist, welches in Durch
laßrichtung für den die Hauptstromstrecken der beiden Tran
sistoren (Q 19, Q 20; Q 28, Q 29) durchfließenden Strom gepolt ist.
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