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DE3112761C2 - - Google Patents

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DE3112761C2
DE3112761C2 DE19813112761 DE3112761A DE3112761C2 DE 3112761 C2 DE3112761 C2 DE 3112761C2 DE 19813112761 DE19813112761 DE 19813112761 DE 3112761 A DE3112761 A DE 3112761A DE 3112761 C2 DE3112761 C2 DE 3112761C2
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DE
Germany
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gas
coke oven
partial oxidation
oven gas
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DE19813112761
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DE3112761A1 (de
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Peter Dipl.-Ing. Dr. 4300 Essen De Diemer
Franz Dipl.-Ing. 400 Duesseldorf De Thiel
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Krupp Koppers 4300 Essen De GmbH
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Krupp Koppers 4300 Essen De GmbH
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Publication date
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    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
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    • C01B3/02Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen
    • C01B3/22Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen by decomposition of gaseous or liquid organic compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
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    • C07C29/15Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of oxides of carbon exclusively
    • C07C29/151Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of oxides of carbon exclusively with hydrogen or hydrogen-containing gases
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    • C07C29/1518Multisteps one step being the formation of initial mixture of carbon oxides and hydrogen for synthesis
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C31/00Saturated compounds having hydroxy or O-metal groups bound to acyclic carbon atoms
    • C07C31/02Monohydroxylic acyclic alcohols
    • C07C31/04Methanol

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung eines Methanolsynthesegases, bei dem rohes Koksofengas unter weitgehender Teerabscheidung abgekühlt und dann in Gegenwart von reinem Sauerstoff einer Partialoxidation unterworfen wird.
Es ist bekannt, Koksofengas durch Partialoxidation in seiner Zusammensetzung so zu verändern, daß dabei ein Gas entsteht, welches nach entsprechender Gasbehandlung für unterschiedliche Verwendungszwecke, z. B. als Reduktionsgas oder als Synthesegas, verwendet werden kann. So wird beispielsweise in der DE-OS 26 38 348 ein Verfahren zur Weiterverarbeitung von Koksofengas durch Partialoxidation zu Reduktionsgas und in der FR-PS 13 67 720 ein Verfahren zur Weiterverarbeitung von Koksofengas durch Partialoxidation zu Synthesegas beschrieben. In beiden Fällen wird jedoch davon ausgegangen, daß es nicht zweckmäßig sei, die im rohen Koksofengas enthaltenen Nebenprodukte durch besondere Maßnahmen vor dem Eintritt des Gases in die Partialoxidation abzutrennen. Es wird deshalb jeweils vorgeschlagen, das von der Koksofenbatterie kommende heiße Koksofengas direkt, das heißt ohne vorherige Kühlung und Reinigung, der Partialoxidation zuzuführen. Zweck dieses Vorschlages soll es dabei sein, einerseits auf die Anlagen zur Abtrennung und Gewinnung der Nebenprodukte aus dem rohen Koksofengas zu verzichten und andererseits die fühlbare Wärme dieses Gases möglichst weitgehend bei der Partialoxidation zu nutzen. In der Praxis bereitet die Realisierung dieses Vorschlages jedoch Schwierigkeiten, weil es nicht ohne weiteres möglich ist, das von der Koksofenbatterie kommende heiße Koksofengas in den der Partialoxidation dienenden Vergaser zu überführen, ohne daß es hierbei zur Abscheidung von Kondensaten kommt. Außerdem stellt der im rohen Koksofengas als Nebenprodukt enthaltene Teer immer noch ein wertvolles und durchaus verkaufsfähiges Produkt dar, welches als Ausgangsmaterial für die Herstellung einer Vielzahl von chemischen Verbindungen dient. Die Abtrennung des Teeres aus dem rohen Koksofengas ist deshalb auch heute noch sinnvoll und von volkswirtschaftlichem Interesse.
In der Zeitschrift "Technische Mitteilungen", 73 (1980), Seite 835, wird in diesem Zusammenhang auf ein Verfahren zur Erzeugung von Wasserstoff, Synthesegas und/oder Reduktionsgas hingewiesen, bei dem Kokereirohgas bis auf 150°C abgekühlt und anschließend in einem Schwingrohrreaktor mit Sauerstoff partiell oxidiert wird. Daß dieses Verfahren speziell zur Erzeugung von Methanolsynthesegas geeignet sein soll, läßt sich aus dieser Entgegenhaltung nicht herleiten.
Der Verfahrensgang, den das rohe Koksofengas bei der Teerabscheidung und Gasbehandlung üblicherweise durchläuft, wird beispielsweise in Winnacker-Küchler, "Chemische Technologie", Bd. 3, Seite 63-64, beschrieben. Über die Weiterverwendung des Koksofengases, insbesondere dessen Umsetzung durch Partialoxidation, wird in dieser Literaturstelle jedoch nichts ausgesagt.
Aus der DE-AS 20 65 892 ist schließlich ein Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von zwei Synthesegasströmen mit unterschiedlicher Zusammensetzung bekannt, bei dem der eine für die Durchführung der Oxosynthese und der andere für die Durchführung der Methanolsynthese geeignet sein soll. Hierbei wird von einem durch Partialoxidation von Kohlenwasserstoffen, insbesondere von Raffineriegas, gewonnenen Einsatzprodukt ausgegangen. Dieses gasförmige Einsatzprodukt wird dabei in zwei voneinander getrennten Verfahrenssträngen weiterbehandelt. Soweit die weitere Umsetzung des Einsatzgases zu Methanolsynthesegases vorgesehen ist, wird das Gas zunächst in einen nichtkatalytischen Wassergaskonverter eingeleitet, in dem das Gas mit zusätzlichem Wasserdampf umgesetzt wird, so daß es anschließend ein niedrigeres CO/H₂-Molverhältnis aufweist als das Ausgangsgas. Anschließend wird dieses Gas nach entsprechender Abkühlung in einem Abhitzekessel einer Rußabscheidung mit einer CO₂-Wäsche unterworfen. Danach wird es seiner weiteren Verwendung in der Methanolsynthese zugeführt.
Soll das bei der Partialoxidation von Koksofengas anfallende Gas als Synthesegas für die Methanolsynthese verwendet werden, so ist nämlich zu berücksichtigen, daß bei der Herstellung von sogen. Methanolsynthesegas hinsichtlich des Verhältnisses von Wasserstoff zu Kohlenoxiden (CO+CO₂) im Synthesegas besondere Bedingungen einzuhalten sind. Hierbei soll bei einem CO₂-Gehalt im Synthesegas von mehr als 2 Vol.-% das Verhältnis
betragen.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, das Verfahren zur Gewinnung von sogen. Methanolsynthesegas durch Partialoxidation von Koksofengas weiter zu vereinfachen und kostengünstiger zu gestalten. Hierbei soll gleichzeitig auf eine Gewinnung des im rohen Koksofengas enthaltenen Teeres nicht verzichtet werden und die Umweltbelastung durch das Verfahren möglichst herabgesetzt werden.
Dies wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß man das bis auf eine Temperatur von 20 bis 70°C vorgekühlte Koksofengas bei einer Temperatur von 1100 bis 1600°C sowie einem Druck von 1 bis 2 bar der Partialoxidation unterwirft, wobei pro Nm³ Koksofengas bis 0,3 Nm³ Sauerstoff zugesetzt werden und daß das bei der Partialoxidation anfallende Gas von staubförmigen Verunreinigungen befreit sowie entschwefelt wird und anschließend nach Verdichtung ohne weitere Nachbehandlung der Methanolsyntheseanlage zugeführt wird.
Während bei einem Verfahren, bei dem das Koksofengas ohne vorgeschaltete Kühlung und Reinigung der Partialoxidation unterworfen wird, das für Methanolsynthesegas erforderliche, weiter oben angegebene Verhältnis von Wasserstoff zu Kohlenoxiden (CO+CO₂) nur durch eine nachgeschaltete CO-Konvertierung mit anschließender CO₂-Wäsche zu erreichen ist, hat sich bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in überraschender Weise gezeigt, daß damit ein Gas erzeugt werden kann, bei dem das weiter oben angegebene Verhältnis von Wasserstoff zu Kohlenoxiden (CO+CO₂) ohne CO-Konvertierung und CO₂-Wäsche erreicht werden kann. Deshalb wird beim erfindungsgemäßen Verfahren das bei der Partialoxidation anfallende Gas lediglich von seinen staubförmigen Verunreinigungen befreit sowie bis auf einen Schwefelgehalt von <1 ppm entschwefelt und kann danach ohne weiteres nach entsprechender Verdichtung in den Reaktor für die Methanolsynthese eingeleitet werden.
Dem Koksofengas kann während der Partialoxidation gegebenenfalls Teer in einer Menge bis zu 0,1 kg pro Nm³ Koksofengas zugesetzt werden. Diese Zugabe von Teer ist jedoch nur erforderlich, wenn der CO- und CO₂-Anteil im Partialoxidationsgas zu gering ist, um das weiter oben angegebene Verhältnis von Wasserstoff zu Kohlenoxiden zu erreichen. Die Menge des dem Koksofengas zugesetzten Teeres ist deshalb umso größer, je größer das Defizit an CO und CO₂ im Partialoxidationsgas ist. In jedem Falle hält sich die Teerzugabe jedoch innerhalb der weiter oben angegebenen Grenzen. Im Normalfall ist eine Teerzugabe allerdings nicht erforderlich.
Ferner kann dem Koksofengas während der Partialoxidation Wasserdampf in einer Menge bis zu 0,4 kg pro Nm³ Koksofengas zugesetzt werden.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens fallen in den verschiedenen Gasbehandlungsstufen Kondensate bzw. Abwässer an, die H₂S und/oder vor allem NH₃ enthalten. Würden diese Abwässer ohne weitere Nachbehandlung aus dem Verfahren entlassen werden, so würde dies zu einer erheblichen Umweltbelastung führen. Deshalb ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen, die in den einzelnen Gasbehandlungsstufen anfallenden Kondensate und/oder Abwässer zu sammeln und einem gemeinsamen H₂S- und/oder NH₃-Abtrieb zu unterwerfen, wobei die hierbei anfallenden H₂S- und/oder NH₃-haltigen Brüden dem Koksofengas vor der Partialoxidation zugesetzt werden. Nach dem Abtrieb der H₂S- und/oder NH₃-haltigen Bestandteile können die gesammelten Abwässer ohne Bedenken einer normalen Abwasserbehandlungsanlage zugeführt werden.
Weitere Einzelheiten des erfindungsgemäßen Verfahrens sollen nachfolgend an Hand der in den Abbildungen dargestellten Fließschemata erläutert werden, die gleichzeitig auch der Beschreibung der Verfahrensbeispiele dienen.
Es zeigen hierbei:
Fig. 1 das Fließ-Schema für das erfindungsgemäße Verfahren, wenn das anfallende Koksofengas in seiner Gesamtheit zu Methanolsynthesegas verarbeitet werden soll und
Fig. 2 das Fließ-Schema für das erfindungsgemäße Verfahren, wenn von dem anfallenden Koksofengas ein Teilstrom abgezweigt und als Unterfeuerungsgas für die Koksofenbatterie verwendet werden soll.
Die Fließ-Schemata zeigen dabei nur die für die Verfahrensbeschreibung unbedingt notwendigen Einrichtungen bzw. Anlagenteile, während alle anderen Nebeneinrichtungen, die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren unmittelbar nichts zu tun haben, insbesondere auch die Einrichtungen und Anlagenteile der Kokerei sowie der Methanolsyntheseanlage, nicht dargestellt sind.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Fließ-Schema soll das von den Koksöfen 1 kommende Koksofengas in seiner Gesamtheit zu Methanolsynthesegas verarbeitet werden, während für die Unterfeuerung der Koksöfen 1 ein anderes Gas, wie z. B. Schwachgas, verwendet wird. Der Abzug des rohen Koksofengases aus den Koksöfen 1 sowie dessen direkte Kühlung in der Vorlage entsprechen den in der Kokereitechnik üblichen Arbeitsweisen. Einzelheiten hierzu sind in dem Fließ- Schema nicht dargestellt. Das von den Koksöfen 1 kommende rohe Koksofengas gelangt über die Leitungen 2 und 3 in die Sammelleitung 4, durch die im vorliegenden Falle 75 000 Nm³/h Koksofengas der weiteren Behandlung zugeführt werden. DAs Koksofengas hat dabei im vorderen Teil der Sammelleitung 4 eine Temperatur von ca. 75-85°C. Im Verlaufe dieser Leitung ist der Kondensatabscheider 5 angeordnet, der der Abscheidung der teerhaltigen Kondensate aus dem Gasstrom dient. Diese Kondensate gelangen über die Leitung 6 zur Kondensatbehandlung 7, in der der Teer durch Phasenscheidung von den wässerigen Kondensatbestandteilen abgetrennt wird. Hierfür gelangen selbstverständlich die aus der Kokereitechnik bekannten Einrichtungen zur Anwendung.
Währenddessen gelangt das von den teerhaltigen Kondensaten befreite Koksofengas in den Vorkühler 8, in dem es bis auf eine Temperatur von ca. 20-70°C abgekühlt wird. Auch für die Vorkühlung des Koksofengases gelangen die für diesen Zweck aus der Kokereitechnik bekannten Kühlerkonstruktionen mit Flüssigkeitskühlung (Wasserkühlung) zur Anwendung. Gegebenenfalls kann aber auch hier mit Luftkühlern gearbeitet werden.
Bei der Vorkühlung fällt weiteres Kondensat an, welches aus dem Vorkühler 8 über die Leitung 11 abgezogen und ebenfalls in die Kondensatbehandlung 7 eingeleitet wird. Der dort anfallende Teer wird über die Leitung 12 in den Teersammelbehälter 13 transportiert, während die vom Teer befreiten wässerigen Kondensatbestandteile über die Leitung 14 in den Sammelbehälter 15 gelangen, in dem alle im Verfahren anfallenden wässerigen Kondensate und Abwässer gesammelt werden.
Wenn weiter oben gesagt wurde, daß das rohe Koksofengas vor der Durchführung der Partialoxidation weitgehend vom Teer befreit wird, so bedeutet dies, daß der Grad der Teerabscheidung in Abhängigkeit von der Gastemperatur bei der Vorkühlung dem in der Kokereitechnik allgemein üblichen Abscheidungsgrad entspricht. Das heißt, im gekühlten Koksofengas können im Mittel noch etwa 1-5 g Teer pro Nm³ Gas in Nebelform enthalten sein.
Nach dem Austritt aus dem Vorkühler 8 wird das Koksofengas vom Sauger 9 in den Vergaser 10 gedrückt, in dem seine Partialoxidation (Vergasung) stattfindet. Vor dem Eintritt in den Vergaser 10 weist das Koksofengas dabei folgende Zusammensetzung auf:
H₂
59,0 Vol.-%
CH₄ 23,6 Vol.-%
CnHm 3,4 Vol.-%
N₂ 4,7 Vol.-%
CO 5,5 Vol.-%
CO₂ 2,0 Vol.-%
O₂ 0,3 Vol.-%
Rest 1,5 Vol.-%
Die Partialoxidation (Vergasung) wird im vorliegenden Falle unter folgenden Bedingungen durchgeführt:
Druck:
1,04 bar
Temperatur: 1300°C
Zugabe von @ a) Sauerstoff: 0,3 Nm³/Nm³ Koksofengas
b) Teer: keine Teerzugabe
c) Wasserdampf: 0,03 kg/Nm³ Koksofengas
Bei dem Vergaser 10 handelt es sich um einen Koppers-Totzek- Vergaser, der sich für den genannten Zweck gut bewährt hat. Gegebenenfalls könnte hier aber auch eine andere Vergaserkonstruktion eingesetzt werden. Der für die Partialoxidation benötigte Sauerstoff wird in der Luftzerlegungsanlage 16 gewonnen und über die Leitung 17 in den Vergaser 10 geleitet. Der für die Partialoxidation gegebenenfalls erforderliche Teer wird aus dem Teersammelbehälter 13 entnommen und über die Leitung 18 dem Vergaser 10 zugeführt. Bezüglich der Systematik der Teerzugabe während der Partialoxidation wird auf die weiter oben gemachten Ausführungen verwiesen. Da im vorliegenden Falle kein Teer während der Partialoxidation zugegeben wird, kann der gesamte anfallende Teer in einer Menge von 6600 kg/H über die Leitung 41 zur im Fließ-Schema nicht dargestellten Teerdestillation geführt. Gegebenenfalls kann auch noch eine im Fließ-Schema nicht dargestellte Leitung vorgesehen sein, durch die der erforderliche Reaktionswasserdampf in den Vergaser 10 eingeleitet wird. Das bei der Kühlung des Gases nach der Partialoxidation anfallende Abwasser (Kondensat) wird über die Leitung 19 abgezogen und ebenfalls in den Sammelbehälter 15 überführt.
Das nach der Partialoxidation aus dem Vergaser 10 austretende Gas hat folgende Zusammensetzung:
CO₂
2,6 Vol.-%
CO 27,4 Vol.-%
H₂ 65,5 Vol.-%
N₂/Ar 4,1 Vol.-%
H₂S/COS 0,4 Vol.-%
Dieses Gas gelangt zunächst in den Gasbehälter 20 und daran anschließend in die elektrostatische Gasreinigung 21, in der es von seinen staubförmigen Verunreinigungen befreit wird. Sodann wird das Gas im Verdichter 22 bis auf einen Druck von 30 bar verdichtet und mit diesem Druck in die Entschwefelungseinrichtung 23 eingeleitet, in der eine Entschwefelung des Gases bis auf einen Schwefelgehalt von <1 ppm vorgesehen ist. Die Entschwefelung erfolgt hierbei in an sich bekannter Weise durch eine Wäsche mit Methanol bei einer Temperatur von -30 bis -40°C (sogen. Methanolkaltwäsche).
Das im wesentlichen mit H₂S beladene Methanol gelangt über die Leitung 24 von der Entschwefelungseinrichtung 23 in die dazugehörige Regenerierungseinrichtung 25, in der die vom Methanol aufgenommenen Schwefelverbindungen abgetrieben werden. Diese werden über die Leitung 26 der Claus-Anlage 27 zugeführt, in der sie nach dem sogen. Claus-Verfahren zu elementarem Schwefel aufgearbeitet werden. Dieser wird im vorliegenden Falle in einer Menge von ca. 14 t/d über die Leitung 28 aus dem Verfahren abgezogen. Das regenerierte Methanol wird durch die Leitung 29 wieder in die Entschwefelungseinrichtung 23 eingeleitet, während das bei der Methanolregenerierung anfallende Abwasser über die Leitung 30 in den Sammelbehälter 15 gelangt. Die bei der Methanolregenerierung anfallenden CO₂-haltigen Abgase werden gleichzeitig durch die Leitung 31 abgezogen und können über den nicht dargestellten Kamin in die Atmosphäre abgestoßen werden.
Selbstverständlich ist das erfindungsgemäße Verfahren nicht auf die Anwendung der vorstehend beschriebenen Methanolkaltwäsche beschränkt. Es können vielmehr auch andere Entschwefelungsverfahren eingesetzt werden, sofern diese den erforderlichen Entschwefelungsgrad erreichen. Außerdem ist es grundsätzlich auch möglich, anstelle der Erzeugung von elementarem Schwefel Schwefelsäure zu produzieren.
Nach dem Austritt aus der Entschwefelungseinrichtung 23 wird das entschwefelte und gereinigte Gas in dem Verdichter 32 bis auf den Synthesedruck von 50-80 bar verdichtet, um mit diesem Druck in der Syntheseanlage 33 katalytisch zu Methanol umgesetzt zu werden. Bei der eingangs angegebenen Koksofengasmenge beträgt die Methanolausbeute 45 Tonnen pro Stunde. Dieses Methanol kann über die Leitung 34 aus dem Verfahren abgezogen werden.
Die im Sammelbehälter 15 vereinigten wässerigen Kondensate und Abwässer werden über die Leitung 35 kontinuierlich oder diskontinuierlich in den Abtreiber 36 eingeleitet, in dem H₂S und/oder NH₃ bei einer Temperatur von 100-120°C aus der Flüssigkeit abgetrieben werden. Die hierbei anfallenden H₂S- und/oder NH₃-Brüden werden durch die Leitung 37 abgezogen und in ihrer Gesamtheit dem Koksofengas zwischen dem Sauger 9 und dem Vergaser 10 zugesetzt, so daß sie an der Partialoxidation des Koksofengases mit teilnehmen. Die von H₂S und/oder NH₃ befreiten Abwässer fließen über die Leitung 38 zur Abwasserbehandlungseinrichtung 39, aus der sie nach entsprechender Aufarbeitung über die Leitung 40 in den Vorfluter abgelassen werden können.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Fließ-Schema ist der Verfahrensablauf grundsätzlich der gleiche wie beim Fließ-Schema gemäß Fig. 1. Übereinstimmende Bezugszeichen haben deshalb auch in beiden Fließ- Schemata die gleiche Bedeutung. Beim Verfahren nach Fig. 2 wird ebenfalls von einer Koksofengasmenge von 75 000 Nm³ pro Stunde ausgegangen. Da in diesem Falle jedoch die Unterfeuerung der Koksöfen 1 mit Koksofengas betrieben werden soll, wird aus der Sammelleitung 4 zwischen dem Vorkühler 8 und dem Sauger 9 ein Teilstrom von 28 500 Nm³/h Koksofengas abgezweigt und über die Leitung 42 abgezogen. Bevor dieser Teilstrom jedoch zur Unterfeuerung der Koksöfen 1 herangezogen werden kann, muß er im erforderlichen Umfange gereinigt werden. Deshalb sind im Verlaufe der Leitung 42 die elektrostatische Gasreinigung mit Naphthalinabscheidung 43, die H₂S-Wäsche 44 und die NH₃-Wäsche 45 vorgesehen. Erst nachdem das Koksofengas diese Einrichtungen in der Leitung 42 passiert hat, kann es den Unterfeuerungsbrennern der Koksöfen 1 zugeführt werden. Der Sauger 46 dient der erforderlichen Verdichtung des Gasstromes vor dem Eintritt in die H₂S-Wäsche 44. Die H₂S-Wäsche 44 und die NH₃-Wäsche 45 werden in diesem Falle als ammoniakalische Kreislaufwäsche ausgeführt, wobei die aus dem Koksofengas entfernten Begleitstoffe - im wesentlichen H₂S und NH₃ - ebenfalls dem Koksofengas vor dem Vergaser 10 zugesetzt werden.
Aus dem Abtreiber 36 wird hierbei ein Teil der ablaufenden Flüssigkeit über die Leitung 47 als Waschflüssigkeit auf die NH₃-Wäsche 45 aufgegeben. Die aus der NH₃-Wäsche 45 ablaufende ammoniakalische Lösung wird anschließend über die Leitung 48 der H₂S-Wäsche 44 zugeführt und dort als Waschflüssigkeit verwendet. Die aus der H₂S- Wäsche 44 ablaufende Flüssigkeit enthält sodann sowohl das aus dem Koksofengas aufgenommene H₂S als auch das NH₃ und gelangt über die Leitung 49 in den Abtreiber 36 zurück, in dem die weitere Aufarbeitung in der bereits weiter oben beschriebenen Art und Weise erfolgt.
Bei der vorstehend beschriebenen Verfahrensvariante gelangt natürlich entsprechend weniger Gas in die Syntheseanlage 33, so daß die Methanolausbeute in diesem Falle nur 27,5 Tonnen pro Stunde beträgt.

Claims (6)

1. Verfahren zur Erzeugung eines Methanolsynthesegases, bei dem rohes Koksofengas unter weitgehender Teerabscheidung abgekühlt und dann in Gegenwart von reinem Sauerstoff einer Partialoxidation unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, daß man das bis auf eine Temperatur von 20 bis 70°C vorgekühlte Koksofengas bei einer Temperatur von 1100 bis 1600°C sowie einem Druck von 1 bis 2 bar der Partialoxidation unterwirft, wobei pro Nm³ Koksofengas bis 0,3 Nm³ Sauerstoff zugesetzt werden und daß das bei der Partialoxidation anfallende Gas von staubförmigen Verunreinigungen befreit sowie entschwefelt wird und anschließend nach Verdichtung ohne weitere Nachbehandlung der Methanolsyntheseanlage zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Abhängigkeit von dem Gehalt an Kohlenoxiden (CO+CO₂) des bei der Partialoxidation erzeugten Gases dem Koksofengas während der Partialoxidation Teer in einer Menge bis zu 0,1 kg pro Nm³ Koksofengas zugesetzt werden kann.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Koksofengas während der Partialoxidation Wasserdampf in einer Menge bis zu 0,4 kg pro Nm³ Koksofengas zugesetzt wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das bei der Partialoxidation anfallende Gas bis auf einen Schwefelgehalt von <1 ppm entschwefelt wird.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die in den einzelnen Gasbehandlungsstufen anfallenden Kondensate und/oder Abwässer gesammelt und einem gemeinsamen H₂S- und/ oder NH₃-Abtrieb unterworfen werden, wobei die hierbei anfallenden H₂S- und/oder NH₃-haltigen Brüden dem Koksofengas vor der Partialoxidation zugesetzt werden.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines Teilstromes des Koksofengases zur Unterfeuerung der Koksöfen die für die H₂S- und NH₃-Wäsche dieses Teilstromes erforderliche Waschflüssigkeit dem gemeinsamen Abtreiber entnommen wird, wobei die beladene Waschflüssigkeit zwecks Regenerierung in den Abtreiber zurückgeleitet wird, wobei die hierbei anfallenden Brüden ebenfalls dem Koksofengas vor der Partialoxidation zugesetzt werden.
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