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Sicherheitsfahne zur Befestigung an Fahrrädern
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Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsfahne gemäss dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Die Sicherheitsfahne soll horizontal am Fahrrad so befestigt werden,
dass der Schaft der Sicherheitsfahne sich zur Strassenseite des Fahrrads erstreckt,
d.h. auf die linke Seite des Fahrrads in Ländern mit Rechtsverkehr und auf die rechte
Seite des Fahrrads in Ländern mit Linksverkehr. Die Sicherheitsfahne hat die Aufgabe,
die Fahrzeugführer vor den Fahrradfahrern zu warnen und konkret zu verhindern, dass
ein Fahrzeug in die unmittelbare Nähe des Fahrrads geraten kann.
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Wenn sich die Sicherheitsfahne auf die Seite des Fahrrads z.. 30 -cm
von dem Fahrrad entfernt erstreckt, biegt sich die Sichcrllci tfnhrlc,, wenn sie
an ein Hindernis anstösst, oder sie schwenkt sich nach hinten, wenn die Befestigungsmittel
nachgeben. Dabei ist es schwer, die Sicherheitsfahne zu erkennen und sie erfüllt
nicht ihre Aufgaben. Wenn die Sicherheitsfahne durch eine Reibungsverbindung an
den Befestigungsmitteln
befestigt ist, wird sich dieses mit der
Zeit lockern, wenn die Sicherheitsfahne wiederholt verschwenkt werden muss.
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In Bezug auf die Montage der Sicherheitsfahne ist es im wesentlichen
wichtig, dass die Sicherheitsfahne auf die Seite des Fahrrads senkrecht zur Fahrtrichtung
des Fahrrads unabhängig von dem Befestigungspunkt am Fahrrad angebracht werden kann.
Da der Befestigungspunkt am Fahrrad bei verschiedenen Fahrrädern unterschiedlich
liegt, werden an der Sicherheitsfahne und an deren Befestigungsmittel .Forderungen
gestellt, dass die Sicherheitsfahne trotz der Montage der Befestigungsmittel schräg
zur Fahrtrichtung immer'senkrecht zur Fahrtrichtung verschwenkt werden kann, und
gleichzeitig, dass sie in-dieserStellung nach der Montage verriegelt werden kann.
Die Verriegelung soll jedoch so sein, dass die Sicherheitsfahne nicht zerbricht,
wenn sie an ein Hinder nis anstösst, sondern dass sie ausweicht und unmittelbar
mit der Hand wieder in die ursprüngliche Stellung verschwenkt werden kann. Weiterhin
soll die Sicherheitsfahne bei Bedarf z.B. für die Zeit der Abspeicherung des Fahrrads
weg von der üblichen Stellungverschwenkt und wieder nach Wunsch zu der ursprünglichen
Stellung zurückgeste-llt werden können. Die Verschwenkung der Sicherheitsfahne zurück
in die richtige Stellung soll leicht und rasch mit der Hand ohne irgendwelche Werkzeuge
und so durchgeführt werden können, dass die Sicherheitsfahne genau ihre -ursprüngliche
Stellung wieder einnimmt.
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Die Erfindung hat die Aufgabe, eine Sicherheitsfahne zu schaffen,
die die oben genannten Nachteile eliminiert und die obigen an die Sicherheitsfahne
gestellten Forderungen erfüllt. Ferner hat die Erfindung die Aufgabe, eine Sicherheitsfahne
zu schaffen, die in einem gewünschten Drehwinkel zu der parallel zum Schaft der
Fahne verlaufenden Achse bei der Montage verriegelt werden kann.
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Die die Erfindung kennzeichnenden Merkmale sind in Ansprüchen angegeben.
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Ein AusfUhrungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand beigefügter
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Vorderansicht einer erfindungsgemässen
Sicherheitsfahne, Fig. 2 in perspektivisEher Explosionsdarstellung die Befestigungsmittel
der Sicherheitsfahne gemäss Fig. 1, und Fig. 3 eine Ansicht des Verbindungsstückes
der Sicherheitsfahne, gesehen in Richtung der Drehachse vom Befestigungsglied aus.
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Die in den Fig. 1 bis 3 gezeigte Sicherheitsfahne weist einen langgestreckten,
im wesentlichen stabförmigen Schaft 1 auf, an dessen äusseres Ende ein Reflektor
2 und an dessen anderes Ende Befestigungsmittel 3 montiert sind. Die Befestigungsmittel
3 umfassen ein Befestigungsglied 4 zur Befestigung am Fahrrad. Der Schaft 1 ist
an den Befestigungsmitteln 3 mittels einer-Schwenkachse 6 angelenkt, wobei die Schwenk
achse 6 im wesentlichen senkrecht zu dem Schaft liegt und die Vel^schwenkung des
Schaftes in einer parallel zum Schaft, im wesentlichen senkrecht zum Reflektor liegenden
Ebene erlaubt.
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Erfindungsgemäss gehört zu dem Schaft 1 ein Stützteil 11, das mindestens
zwei im wesentlichen gerade Stützflächen 16 an dem auf der Seite der Schwenkachse
6 liegenden Schaftende bildet. Die Stützflächen sind in konstantem Abstand von der
Schwenkachse 6, parallel zu ihrer Tangente und im Abstand einer Phasenverschiebung
voneinpnder. Di.c Ucfestigungsmittel 3 bilden einen Anschlag 17, aiif den sich f
Stützfläche 16 stützt. In der dargestellten Ausführung sind das Stätzteit 11 niL
seinen Stützflächenl6 und der Anschlag aus einem elastischen Material, wie Kunststoff,
Polyäthylen, Polyacetal usw. so hergestellt, dass der
Schaft 1 verschwenkt
und in Bezug auf die Befestigungsmittel undrehbar in einem gewünschten Winkel verriegelt
werden kann. Das Stützteil 11 bildet somit z.B. den Seiten einer Mutter entsprechende
Stützflächen 16, von denen sich eine auf die zu den Befestigungsmitteln gehörende
Anschlagfläche 17 stützt. Wenn der Schaft 1 oder der Reflektor 2 an ein Hindernis
anstossen und sich der Schaft verschwenkt oder wenn der Schaft in der von der Schwenkachse
6 zugelassenen Richtung verschwenkt wird, gibt die Stützfläche 16' des aus Polyäthylen
hergestellten Stützteiles 11 nach und das Stützteil lässt die Verschwenkung des
Schaftes z.B. so zu, dass sich die Stützfläche -16" auf den flächenartigen Anschlag
17 stützt und weiterhin sogar so, dass sich die Stützfläche 16"' auf den genannten
Anschlag stützt. Bei der Montage der Sicherheitsfahne wird das Befestigungsglied
4 an den Befestigungspunkt befestigt und die Sicherheitsfahne wird mit der Hand
so verschwenkt, dass der Reflektor 2 im wesentlichen in einem senkrechten Winkel
zur Fahrtrichtung des Fahrrads oder in einer von dem Stützteil 11 zugelassenen vorzugsweise
der senkrechten Richtung entsprechenden Stellung schief nach hinten liegt. Bei der
in Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführung bildet das Stützteil 11 fünf Stützflächen
16 im Abstand einer Phasenverschiebung von 450 voneinander, von denen zwei im wesentlichen
parallel zum Schaft 1 und eine senkrecht zum Schaft liegen.
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Dank des erfindungsgemässen Stützteiles 11 und des Anschlags 17 der
Befestigungsmittel 3 kann der Schaft 1 mit seinem Reflektor 2 verschwenkt und in
einenngewünschten Winkel in Bezug auf die Befestigungsmittel und somit den Befestigungspunkt
verriegelt werden. Wenn sich die Sicherheitsfahne in einen anderen Schwenkwinkel
verschwenkt oder sie verschwenkt wird, kann die Fahne nach Wunsch unmittelbar und
rasch in den ursprünglichen Schwenkwinkel ohne irgenwelche Werkzeuge z.B. durch
Verschwenken mit der Hand gebracht werden. Die Konstruktion ist kompakt und wird
sich nicht in demselben Masse wie z,B. übliche Reibungsverbindungen
lösen.
Ausserdem ist die Konstruktion sehr preisgünstig, die Stützflächen des Stützteiles
werden beim Pressgiessen des Schaftes der Sicherheitsfahne z.B. mit einer Strangpressmaschine
geformt, wobei die betreffende Konstruktion keine zusätzlichen Kosten ausser der
Formarbeit verursachen wird.
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Bei der in Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführung umfassen die Befestigungsmittel
3 ausser dem Befestigungsglied 4 ein Verbindungsstück 7, das an dem Befestigungsglied
drehbar mit Hilfe einer Drehachse 5 befestigt ist und an dem der Schaft 1 mit Hilfe
der Schwenkachse 6 angelenkt ist. Die Schwenkachse 6 ist im wesentlichen senkrecht
zum Schaft und parallel zu dem flächenartigen Reflektor 2 und kreuzt im wesentlichen
die Drehachse 5. Das Befestigungsglied 4 besteht aus einem aus doppelt elastischem
Material, wie aus Kunststoff hergestellten bandartigen Stück, dessen aufeinander
gefalteten Teile 13, 13' mit Offnungen 15 für die Drehachse 5 versehen sind. Das
Teil 13 des Befestigungsgliedes bildet ein mit dem Verbindungsstück zusammenwirkendes
Gegenteil sowie eine in Bezug auf die Drehachse 5 zentrale Lagerfläche, d.h. Gegenfläche
1.9, an die die in Bezug auf die Drehachse S.zentrale Gegenfläche 18 des Verbindungsstückes
mit Hilfe der genannten l)rehachse angeschlossen ist. Eine der Gegenflächen 18,
19 (bei der dareiestellten Ausführungsform die zu dem Befestigungsglied 4 gehörende
Ge-Gegenfläche) ist mit einem in Bezug auf die Drehachse 5 zentralen, sich in Richtung
gegen die andere Gegenfläche erstreckenden Verriegelungsglied 20 in Form eines regelmässigen
Vielecks, eines Sechsecks (d.h.
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einer Mutter) versehen. Die andere der Gegenflächen, d.h. die zu dem
Verbindungsstück gehörende Gegenfläche 18 ist mit einer in Bezug auf die Drehachse
5 zentralen Verriegelungsvertiefung 21 versehen, der das Verriegelungsglied angepasst
ist. Das Verbindungsstück 7 ist. 111 <I.lb Befestigungsglied 4 mit einer Schraubenbefestigung,
d.h. mi.t einer
Schraube angeschlossen, die die Drehachse 5 bildet.
Die Schraube 5 ist durch die Verriegelungsvertiefung 21 des Verbindungsstückes und
die Verriegelungsglieder 20 des Befestigungsgliedes 4 sowie durch die aufeinander
gefalteten Teile 13, 13' des Verriegelungsgliedes zu dem bei dem letzteren gebildeten
Befestigungspunkt 14 hindurchgeführt, an der die Schraubeangezogen ist. Bei der
Montage der Sicherheitsfahne wird die Schraube 5 gelockert, das bandartige Befestigungsglied
4 wird um den Befestigungspunkt, wie um das Roht des Gepäckträgers eines Fahrrads
geschoben, das Verbindungsstück 7 wird gegen das Befestigungsglied mit den Gegenflächen
gegeneinander so gelegt, dass der reil 7 des Verbindungsstückes, an dem der Schaft
mit Hilfe der Schwenkachse 6 angelenkt ist, in einem gewünschten Winkel zur Horizontalen
liegt, und die Schraube 5 wird festgeschraubt, um das Verbindungsstück an das Befestigungsglied
zu verriegeln. Das Verriegelungsglied 20 und die Verriegelungsvertiefung 21 verriegeln
dabei das Verbindungsstück 7, d.h. den Schaft 1 mit seinem Reflektor 2 undrehbar
an das Befestigungsglied und somit an den Befestigungspunkt.
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In anderen Teilen entspricht die Sicherheitsfahne konstruktionsmässig
im wesentlichen der in der deutschen Patentanmeldung P 29 47 604.8 dargestellten
Sicherheitsfahne.
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Das-Ausführungsbeispiel soll nur die Erfindung veranschaulichen und
diese keineswegs begrenzen.