DE3100643A1 - Umschaltventileinheit fuer ein lenksystem mit lenkkraftverstaerkung - Google Patents
Umschaltventileinheit fuer ein lenksystem mit lenkkraftverstaerkungInfo
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Description
D Dipl.-lng. H. Tiedtke
- rELLMANN Dipl.-Chem. G. Bühiing
Dipl.-lng. R. Kinne 5 -3100643 Dipl.-lng. R Grupe
Dipl.-lng. B. Pellmann
Bavariaring 4, Postfach 202403 8000 München 2
Tel.: 089-539653
Telex: 5-24845 tipat
cable: Germaniapatent München
12. Januar 1981 DE 0950/cäse GP-95
Toyota Jidosha Kogyo Kabushiki Kaisha Toyota-shi, Japan
Umschaltventileinheit für ein Lenksystem mit Lenkkraftverstärkung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Lenksystem mit Lenkkraftverstärkung
für Radfahrzeuge und insbesondere auf eine verbesserte Umschaltventileinheit für ein solches Lenksystem,
die ein kolbenschieberförmiges Ventilelement zur Steuerung der Zufuhr von Fluid zu einem hydraulischen Zylinder aufweist,
der zum Lenksystem gehört.
Bei einer herkömmlichen Umschaltventileinheit für ein solches Lenksystem mit Lenkkraftverstärkung, bei dem es sich beispielsweise
um ein Lenksystem mit Zahnstange und Ritzel handeln kann, ist ein zylindrisches, kolbenschieberförmiges Ventilelement
konzentrisch zu einer Eingangswelle angeordnet, die koaxial mit einer Ausgangswelle verbunden ist, wobei zwischen
dem Ventilelement und der Eingangswelle eine Relativdrehung
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stattfinden kann, die durch die vom Fahrer auf das Lenkrad
ausgeübte Lenkkraft hervorgerufen wird. Das kolbenschieberförmige Ventilelement wird aufgrund einer Relativdrehung
zwischen der Eingangswelle und der Ausgangswelle in Axialrichtung nach oben oder nach unten verschoben, damit auf
diese Weise die Strömung unter Druck stehenden Fluids zwischen einem zum Lenksystem gehörenden hydraulischen Zylinder
und einer Druckfluidquelle in Form einer Fluidpumpe umgeschaltet wird. Der Verschiebe- bzw. Verlagerungsmechanismus
für das kolbenschieberförmige Ventilelement umfaßt öchraubenlinienförmige
Führungsrillen, die auf der Außenseite des inneren Endes der Eingangswelle ausgebildet sind und in denen
drehbar Stahlkugeln sitzen, die derart in Eingriff mit einem Abschnitt des kolbenschieberförmigen Ventilelementes stehen,
daß dieses proportional zum relativen Drehwinkel zwischen der Eingangswelle und der Ausgangswelle verlagert bzw. verschoben
wird. Bei diesem Verlagerungsmechanismus ist es notwendig, daß die Stahlkugeln von einem Haltering oder einer
Schulter drehbar abgestützt werden und dabei ein gewisses Spiel in den Führungsrillen beibehalten wird, damit sich die
Stahlkugeln entlang den Führungsrillen leicht und ohne grössere Widerstände bewegen können. Aus diesem Grund tritt
zwangsläufig zwischen den Stahlkugeln und den Führungsrillen ein Zwischenraum auf. Dies führt zu einer Verstärkung der
Hysterese in der Steuerungscharakteristik der Umschaltventileinheit, wie dies durch strichpunktierte Kurven in Figur
1 gezeigt ist. Dies bedeutet, daß ein glatter und stoßfreier Rückstellvorgang des Lenkrades nicht erwartet werden kann.
Ferner ist festgestellt worden, daß das kolbenschieberförmige Ventilelement aufgrund von Schwankungen des Fluiddrucks,
die durch Pulsationeh der Fluidpumpe hervorgerufen werden, axiale Vibrationen bzw. Schwingungen ausführt und daß der
Fahrer durch störende Geräusche belästigt wird, die durch die axialen Vibrationen des kolbenschieberförmigen Ventil-
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elementes hervorgerufen werden. Um diesen Nachteil zu beheben,
ist eine als Schraubenfeder ausgebildete Druckfeder zwischen einem Ende des kolbenschieberförmigen Ventilemementes und einem
Lager der Eingangswelle eingesetzt, die die Stahlkugeln elastisch gegen eine Seitenwand der jeweils zugeordneten
Führungsrillen drücken, um auf diese Weise die Vibrationen des kolbenschieberförmigen Ventilelementes zu unterdrücken.
Wenn die Kraft der Druckfeder gering ist, kann allerdings die gewünschte Wirkung nicht erwartet werden; wenn dagegen
die Kraft der Druckfeder bei einer Verlagerung des kolbenschieberförmigen Ventilelementes zu stark wird, leidet das
Lenkgefühl beim Betätigen des Lenkrades.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Umschaltventileinheit zu schaffen, bei der zuverlässig
axiale Vibrationen bzw. Schwingungen des kolbenschieberförmigen Ventilelementes unterdrückt und dadurch störende Geräusche
beseitigt sind, während gleichzeitig gutes Lenkgefühl erhalten bleiben soll. Erfindungsgemäß ist außer der
Druckfeder vorgesehen, daß durch das Innere des kolbenschieberförmigen Ventilelementes eine Fluidströmung derart erfolgt,
daß eine Art öldämpfer besteht, der es erlaubt, die Kraft der Druckfeder zu verringern.
Die genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein
Umschaltventil für ein Lenksystem mit Lenkkraftverstärkung mit einem getriebenen Element, das funktional mit einem gelenkten
Rad eines Radfahrzeugs verbunden ist und von einem hydraulischen Zylinder unterstützt wird, wobei die Umschaltventileinheit
umfaßt ein Gehäuse mit einem Fluideinlaß, der an eine Quelle unter Druck stehenden Fluids anschließbar
ist, und mit einem Fluidauslaß, der an den hydraulischen Zylinder anschließbar ist, eine Eingangswelle und eine Ausgangswelle,
die im Gehäuse auf miteinander fluchtenden Achsen relativ zueinander drehbar angeordnet sind, wobei die
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Ausgangswelle funktional mit dem getriebenen Element verbunden ist, ein elastisches Element, das die Eingangswelle und
die Ausgangswelle miteinander verbindet, dabei aber eine Relativdrehung der beiden Wellen zuläßt, ein kolbenschieberförmiges
Ventilelement, das die Eingangswelle umgibt und bei einer Relativdrehung zwischen den Wellen zur Steuerung der
Fluidströraung zwischen dem Fluideinlaß und dem Fluidauslaß in Axialrichtung verlagerbar ist, und einen Verlagerungsmechanismus
zum Bewirken der axialen Verlagerung des Ventilelementes bei einer Relativdrehung zwischen den beiden Wellen.
Die erfindungsgemäße Verbesserung umfaßt ein ringförmiges Element, das in Eingriff mit einem Ende des kolbenschieberförmigen
Ventilelementes steht und eine vom Inneren des kol-
benschieberförmigen Ventilelementes getrennte ölkammer bildet,
eine elastische Einrichtung, die auf das kolbenschieberförmige
Ventilelement eine Kraft in Axialrichtung ausübt, und eine Durchflußeinrichtung, die die Fluidströmung zwischen der
ölkammer und dem Inneren des kolbenschieberförmigen Ventilelementes
drosselt. Im Betrieb wirkt die Fluidströmung zwisehen der ölkammer und dem Inneren des kolbenschieberförmigen
Ventilelementes durch die Durchflußeinrichtung derart, daß jegliche Vibrationen des kolbenschieberförmigen Ventilelementes
absorbiert werden.
Vorzugsweise ist vorgesehen, daß das ringförmige Element als ringförmiges Halteelement ausgebildet ist, das mit einem Ende
des kolbenschieberförmigen Ventilelementes fluiddicht verbunden ist, daß die elastische Einrichtung eine als Schraubenfeder
ausgebildete Druckfeder ist, die in die ölkammer eingesetzt ist und an ihrem einen Ende auf dem Halteelement
und an ihrem anderen Ende an der Innenwand der ölkammer sitzt, und daß die Durchflußeinrichtung als ringförmige
Durchflußöffnung zwischen der Innenseite des Haltelementes
und der Außenseite der Eingangswelle ausgebildet ist.
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Vieitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der folgenden ausführlichen Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen. Es zeigen:
5
5
Figur 1 ein Diagramm, das Steuerkennlinien eines herkömmlichen Lenksystems mit Hysterese wiedergibt;
Figur 2 eine Schnittdarstellung einer erfindungsgemäß
ausgebildeten Umschaltventileinheit, wobei der Schnitt gemäß II-II in Figur 3 geführt ist;
Figur 3 eine Schnittdarstellung gemäß III-III in Figur
2; und
Figur 4 eine vergrößerte, ausschnittsweise Darstellung eines Bereiches von Figur 2, die einen Vibrationsunterdrückungsmechanismus
der Umschaltventileinheit zeigt.
Im folgenden wird auf die Figuren 2 und 3 eingegangen, die eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Umschaltventileinheit
10 für ein Lenksystem mit Lenkkraftver-Stärkung zeigen. Die Umschaltventileinheit 10 umfaßt ein Gehäuse
12, das fluiddicht an einem Getriebegehäuse 11 angebracht ist. Das Gehäuse 12 trägt zwei Kugellager 13 und 14,
mittels derer eine Eingangswelle 20 und eine Ausgangswelle 30 koaxial gelagert sind. Innerhalb .des Gehäuses 12 sind
ein zylindrisches, kolbenschieberförmiges Ventilelement 40 sowie ein hülsenförmiges Ventilgehäuse 50 konzentrisch zur
Eingangswelle 20 angeordnet. Die Eingangswelle 20 ist an ihrem unteren Ende mittels eines Nadellagers 15 abgestützt, das
in das obere Ende der Ausgangswelle 30 eingebaut ist. Ein Torsionsstab 21 ist an seinem einen Ende mittels eines Stif-
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tes 22 mit dem oberen Ende der Eingangswelle 20 und an seinem anderen Ende mittels eines Stiftes 23 mit der Ausgangswelle
30 verbunden. Wie Figur 3 deutlich zeigt, sind auf der Außenseite der Eingangswelle 20 an deren unterem Ende zwei
schraubenlinienförmige Führungsrillen 24 sowie zwei axiale Ausnehmungen 25 ausgebildet. Jede der Führungsrillen 24 hat
ein V-förmiges Profil, und in jede Führungsrille 24 ist eine Stahlkugel 26 eingesetzt.
Am oberen Ende der Ausgangswelle 30 sind zwei axiale Vorsprünge 31 angeformt, die sich jeweils in eine der axialen
Ausnehmungen 25 der Eingangswelle 20 erstrecken. An jedem der axialen Vorsprünge 31 ist ein radial verlaufender Führungsstift
32 befestigt, wobei diese Führungsstifte 32 gleitend verschiebbar in Eingriff mit zwei axialen Führungsschlitzen
41 stehen, die am unteren Ende des kolbenschxeberförmxgen Ventilelementes 40 ausgebildet sind und einander gegenüber angeordnet
sind. Die Führungsstifte 32 führen somit aufgrund ihres gleitenden Eingriffs mit den axialen Führungsschlitzen
41 das kolbenschieberförraige Ventilelement 40 bei seiner axialen Bewegung. Jeder der axialen VorSprünge 31, der von
der Ausgangswelle 30 ausgeht, ist jeweils in seiner zugehörigen axialen Ausnehmung 25 der Eingangswelle 20 mit einem
gewissen Spiel in Umfangsrichtung angeordnet, damit eine Re-5
lativdrehung zwischen der Eingangswelle 20 und der Ausgangswelle
30 möglich ist. Die Ausgangswelle 30 ist ferner mit einem Ritzel einstückig ausgebildet oder fest verbunden, das
mit einem nicht dargestellten Zahnstangenelement kämmt und für die funktionale Verbindung mit gelenkten Rädern eines
Radfahrzeuges sorgt. Ein nicht dargestellter hydraulischer Zylinder, der zum Lenksystem gehört, sorgt für die Unterstützung
des Zahnstangenelementes, so daß Lenkkraftverstärkung erreicht wird.
5 Das kolbenschieberförmige Ventilelement 40 ist im Ventilge-
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häuse 50 in Axialrichtung verschiebbar und weist in seinem
unteren Bereich zwei radiale Bohrungen 42 auf, in denen die Stahlkugeln 26 drehbar angeordnet sind. Das Ventilelement
weist zwei Ringnuten 44 auf, die auf zueinander entgegengesetzten Seiten der Stahlkugeln 26 ausgebildet sind. Mit Hilfe
von zwei Sicherungsringen 45, die elastisch in den beiden Ringnuten 44 sitzen, wird ein Haltering 46 in seiner Einbaulage
gehalten, der wiederum die Stahlkugel 26 drehbar sichert. Auf der Innenseite des Ventilgehäuses 50 sind zwei Ringnuten
57 und 59 für das zu steuernde Fluid ausgebildet, die derart angeordnet sind, daß sie wahlweise in Verbindung mit Ringnuten
47, 48 und 49 für das zu steuernde Fluid am kolbenschieber förmigen Ventilelement 40 treten können. Die mittlere
Ringnut 48 des Ventilelementes 40 ist derart ausgebildet, daß sie ständig mit mittigen radialen Bohrungen 58 im Ventilgehäuse
50 in Verbindung steht, die in offener Verbindung mit einem Einlaß 12A des Gehäuses 12 stehen. Ferner stehen die
Ringnuten 57 und 59 in offener Verbindung mit einem Auslaß 12B bzw. 12C des Gehäuses 12.
20"
20"
Eine Druckplatte 33 ist an ihrem inneren Rand drehbar mit dem oberen Abschnitt der Ausgangswelle 30 gekoppelt. Ferner
steht sie an ihrem äußeren Rand mittels eines Sicherungsringes 34 fest in Eingriff mit dem unteren Ende des Ventilgehäuses
50. Die Ausbildung ist derart, daß die Druckplatte derart wirkt, daß sie eine Drehung der Ausgangswelle 3 0 relativ
zum Ventilgehäuse 50 zuläßt und daß sie eine Drehung des Ventilgehäuses relativ zur inneren Umfangswand des Gehäuses
12 verhindert.
30
30
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Figuren 2 und 4 ausführlich ein Vibrationsunterdrückungsmechanismus 60 für
das kolbenschieberförmige Ventilelement 40 erläutert. Der Vibrationsunterdrückungsmechanismus 60 ist erfindungsgemäß
ausgebildet und nach Art eines öldämpfers konstruiert. Der
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Vibrationsunterdrückungsmechanismus 60 umfaßt ein ringförmiges
Halteelement 61, das in Eingriff mit dem offenen, oberen Ende des Ventilelementes 40 steht und eine ringförmige ölkammer
R um die Eingangswelle 20 herum begrenzt. Ferner umfaßt der Vibrationsunterdrückungsmechanismus eine als Schraubenfeder
ausgebildete Druckfeder 63, die zwischen dem Haltelement 61 und einem inneren Laufring 13a des Kugellagers 13
sitzt und unter einer ,bestimmten Vorspannung steht. Die vom Halteteil 61 abgeteilte ölkammer R steht mit dem Inneren des
kolbenschieberförmigen Ventilelementes 40 durch eine ringförmige Durchlußöffnung 62 in Verbindung, die zwischen der Innenseite
des Halteelementes 61 und der Außenseite der Eingangswelle 20 ausgebildet ist. Während das Ventilelement 40 seine
Neutralstellung einnimmt, werden die Stahlkugeln 26 aufgrund der Vorspannkraft der Druckfeder 63 elastisch in Anlage an
einer Seitenwand der jeweiligen Führungsrille 24 gehalten. Dies sorgt zuverlässig dafür, daß axiale Vibrationen bzw.
Schwingungen der Stahlkugeln 26 in der jeweiligen schraubenlinienförmigen Führungsrille 24 verhindert werden.
Wenn die Eingangswelle 20 aufgrund eines am Lenkrad aufgebrachten Drehmomentes gedreht wird und dadurch der Torsionsstab
21 verdreht wird, wälzt sich jede Stahlkugel 26 entlang einer Seitenwand der zugehörigen schraubenlinienförmigen Führungsrille
24 ab, so daß dadurch das kolbenschieberförmige Ventilelement 40 aus seiner Neutralstellung nach oben oder
nach unten verlagert wird. Aufgrund dieser Verschiebung des kolbenschieberförmigen Ventilelementes 40 strömt das unter
Druck stehende Fluid aus dem Einlaß. 12A durch einen der Auslasse 12B und 12C in den hydraulischen Zylinder des Lenksystems,
während das vom hydraulischen Zylinder zurückströmende Fluid durch den anderen Auslaß zum Fluidreservoir zurückkehrt.
Wenn während der Betätigung der Druck der Fluidströmung
schwankt, strömt das in der ölkammer R gespeicherte Fluid durch die ringförmige Durchflußöffnung 62 in das Innere
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des kolbenschieberförmigen Ventilelementes 4 0 oder aus dessen Innerem in die ölkammer R, so daß dadurch jegliche durch
die Druckschwankung hervorgerufene Vibration des Ventilelementes 40 absorbiert wird. Selbst wenn die Kraft der Druckfeder
63 verringert ist, um deren Kraft am Ventilelement 40
zu verringern, werden aus diesem Grunde die axialen Schwingungen des kolbenschieberförmigen Ventilelementes 40 zuverlässig
unterdrückt, und zwar aufgrund der Fluidströmung zwischen der ölkammer R und dem Inneren des Ventilelementes 40,
so daß dem Auftreten störender Geräusche aufgrund von Druckschwankungen
wirkungsvoll vorgebeugt ist.
Die Erfindung ist somit auf eine Umschaltventileinheit für ein Lenksystem mit Lenkkraftverstärkung gerichtet, die eine
Eingangswelle 20 und eine Ausgangswelle 30, die relativ zueinander
drehbar auf fluchtenden Achsen angeordnet sind, einen Torsionsstab 21, der die beiden Wellen miteinander verbindet,
ein kolbenschieberförmiges Ventilelement 40, das die Eingangswelle 20 umgibt und derart angeordnet und ausgebildet
ist, daß es bei einer Relativdrehung der Wellen in Axialrichtung verlagert wird und dadurch die Zufuhr von Druckfluid
zu einem.hydraulischen Zylinder steuert, der zum Lenksystem gehört, sowie einen Verschiebemechanismus 24, 26 für
das Ventilelement aufweist. Die Umschaltventileinheit umfaßt ferner ein ringförmiges Halteelement 61, das unter Bildung
einer ölkammer R mit einem Ende des Ventilelementes 40 in
Eingriff steht, eine in die ölkammer eingesetzte Druckfeder 63, die das Ventilelement zum Verschiebemechanismus zu drükken
versucht, sowie eine ringförmige Durchflußöffnung 62,
die vom Halteelement begrenzt wird und um die Eingangswelle
herum ausgebildet ist, damit eine Fluidströraung zwischen der ölkammer und dem Inneren des kolbenschieberförmigen Ventilelementes
möglich ist.
Obwohl beim vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel die
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Durchflußöffnung 62 zwischen der Innenseite des Halteelementes
61 und der Außenseite der Eingangswelle ausgebildet ist, kann die Durchflußöffnung 62 durch eine axiale Durchflußöffnung
ersetzt sein, die von einer axialen Ausnehmung in der Eingangswelle 20 gebildet wird. In Abwandlung des beschriebenen
Ausführungsbeispiels kann ferner ein ringförmiges Dichtungselement am oberen Ende des kolben schieberförmigen
Ventilelementes 40 angeordnet sein, wobei dann das Halteelement 61 auf dem Dichtungselement sitzt, damit auf diese Weise
die ölkammer R zuverlässiger abgedichtet ist. Ferner liegt es auf der Hand, daß bei den praktischen Anwendungsfällen
der Erfindung zahlreiche Abwandlungen hinsichtlich der Zusammenbaubedingungen des Ventilelementes, der Eingangswelle
und dergleichen durchgeführt werden können.
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Leerseite
Claims (6)
- PatentansprücheUmschaltventileinheit für ein Lenksystem mit Lenkkraftverstärkung mit einem getriebenen Element, das funktional mit einem gelenkten Rad eines Radfahrzeugs verbunden ist und von einem hydraulischen Zylinder unterstützt wird, wobei die Umschaltventileinheit umfaßt ein Gehäuse mit einem Fluideinlaß, der an eine Quelle unter Druck stehenden Fluids anschließbar ist, und mit einem Fluidauslaß, der an den hydraulischen Zylinder anschließbar ist, eine Eingangswelle und eine Ausgangswelle, die im Gehäuse auf miteinander fluchtenden Achsen relativ zueinander drehbar angeordnet sind, wobei die Ausgangswelle funktional mit dem getriebenen Element verbunden ist., ein Reaktionselement, das die Eingangswelle und die Ausgangswelle miteinander verbindet, dabei aber eine Relativdrehung der beiden Wellen zuläßt, ein kolbenschieberförmxges Ventilelement, das die Eingangswelle umgibt und bei einer Relativdrehung zwischen den Wellen zur Steuerung der Fluidströmung zwischen dem Fluideinlaß und dem Fluidauslaß in Axialrichtung ver-130065/0608Deutsche Bank (München) KIo 51/61070Drmdnw Bank (Miincnan) Kto. 3039844Postscheck (München) KtO 670-43-804- 2 - DE 0950lagerbar ist, und Mittel zum Bewirken der axialen Verlagerung des Ventilelementes bei einer Relativdrehung zwischen den Wellen,
gekennzeichnet
durch ein ringförmiges Element (61), das in Eingriff mit einem Ende des kolbenschieberförmigen Ventilelementes (40) steht und eine vom Inneren des kolbenschieberförmigen Ventilelementes getrennte ölkammer (R) bildet, eine elastische Einrichtung (63), die auf das kolbenschieberförmige Ventilelement eine Kraft in Axialrichtung ausübt, und eine Durchflußeinrichtung (62), die die Fluidströmung zwischen der ölkammer und dem Inneren des kolbenschieberförmigen Ventilelementes drosselt. - 2. Umschaltventileinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Durchflußeinrichtung eine ringförmige Durchflußöffnung (62) ist, die zwischen der Innenseite des ringförmigen Elementes (61) und der Außenseite der EingangswelLe (20) ausgebildet ist.
- 3. Umschaltventileinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die elastische Einrichtung eine Druckfeder (63) ist, die in der ölkammer (R) eingebaut ist und sich mit ihrem einen Ende am ringförmigen Element (61) und mit ihrem anderen Ende an der Innenwand der ölkammer abstützt.
- 4. Umschaltventileinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Druckfeder (63) an ihrem anderen Ende auf einem inneren Laufring (13a) eines Kugellagers (13) für die Eingangswelle (20) sitzt.ί ■.
- 5. Umschaltventileinheit nach Anspruch 3,130085/0608- 3 - DE 0950dadurch gekennzeichnet,daß das ringförmige Element als ringförmiges Halteelement (61) ausgebildet ist, auf dem das eine Ende der Druckfeder (63) sitzt.
5 - 6. Umschaltventileinheit für ein Lenksystem mit Lenkkraftverstärkung mit einem getriebenen Element, das funktional mit einem gelenkten Rad eines Radfahrzeugs verbunden ist und von einem hydraulischen Zylinder unterstützt wird, wobei die Umschaltventileinheit umfaßt ein Gehäuse mit einem Fluideinlaß, der an eine Quelle unter Druck stehenden Fluids anschließbar ist, und mit einem Fluidauslaß, der an den hydraulischen Zylinder anschließbar ist, eine Eingangswelle und eine Ausgangswelle, die im Gehäuse auf miteinander fluchtenden Achsen relativ zueinander drehbar angeordnet sind, wobei die Ausgangswelle funktional mit dem getriebenen Element verbunden ist, ein als Torsionsstab ausgeführtes Reaktionselement, das die Eingangswelle und die Ausgangswelle miteinander verbindet, dabei aber eine Relativdrehung der beiden Wellen zuläßt, ein kolbenschieberförmiges Ventilelement, das die Eingangswelle umgibt und bei einer Relativdrehung zwischen den Wellen in Axialrichtung verlagerbar ist, ein Ventilgehäuse, das das innerhalb desselben angeordnete, kolbenschieberförmige Ventilelement umgibt und mit diesem zur Steuerung der Fluidströmung zwischen dem Fluideinlaß und dem Fluidauslaß zusammenwirkt, und einen Mechanismus zum Bewirken der axialen Verlagerung des Ventilelementes bei einer Relativdrehung zwischen den Wellen,gekennzeichnetdurch ein ringförmiges Halteelement (61), das in Eingriff mit einem Ende des kolbenschieberförmigen Ventilelementes (40) steht und eine vom Inneren des kolbenschieberförmigen Ventilelementes getrennte ölkammer (R) bildet, eine als Schraubenfeder ausgebildete Druckfeder (63) , die in die öl-130065/0608- 4 - DE 0950kammer eingesetzt ist und sich mit ihrem einen Ende am Halteelement und mit ihrem anderen Ende an der Innenwand der ölkammer so abstützt, daß sie auf das kolbenschieberförmige Ventilelement eine Kraft in Richtung zum Verlagerungsmechanismus (24, 26) ausübt, und eine Durchflußeinrichtung (62), die eine Strömungsverbindung zwischen der ölkammer und dem Inneren des kolbenschieberförmigen Ventilelementes bildet.130065/0608
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