DE316473C - - Google Patents
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- DE316473C DE316473C DENDAT316473D DE316473DA DE316473C DE 316473 C DE316473 C DE 316473C DE NDAT316473 D DENDAT316473 D DE NDAT316473D DE 316473D A DE316473D A DE 316473DA DE 316473 C DE316473 C DE 316473C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62M—RIDER PROPULSION OF WHEELED VEHICLES OR SLEDGES; POWERED PROPULSION OF SLEDGES OR SINGLE-TRACK CYCLES; TRANSMISSIONS SPECIALLY ADAPTED FOR SUCH VEHICLES
- B62M1/00—Rider propulsion of wheeled vehicles
- B62M1/24—Rider propulsion of wheeled vehicles with reciprocating levers, e.g. foot levers
- B62M1/32—Rider propulsion of wheeled vehicles with reciprocating levers, e.g. foot levers characterised by directly driving the wheel axle, e.g. by using a ratchet wheel
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Mechanical Operated Clutches (AREA)
Description
AUSGEGEBEN
AM 28. NOVEMBER 1919
AM 28. NOVEMBER 1919
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Antrieb für Fahrräder, insbesondere Bergräder,
mit schwingenden ■ Fußhebeln in Verbindung mit einseitig wirkenden Freilaufkupplungen.
Der Zweck der Erfindung besteht darin, bei der genannten Art von Fahrrädern'Je
nach Erfordernis, die Rückwärtsbewegung des Rades verhindern oder freigeben zu können. Im ersten Falle wird es
ίο hierdurch ermöglicht, das Rad bei Bergfahrt
nach dem Besteigen am Rücklauf zu hindern, während der zAveite Fall das Rückwärtsschieben
des Rades ermöglicht.
Um den erwähnten Zweck zu erreichen, wird der an sich bekannte in der Freilaufkupplung
angeordnete Mitnehmerring, der als Korb für Kugeln, Rollen, Klinken usw. ausgebildet
ist, gemäß vorliegender Erfindung in der höchsten Stellung des Fußhebels durch
Anschlag oder Reibung verhindert, beim Zurückschieben des Rades die Kupplung in Eingriff
zu bringen. Es geschieht dies beispielsweise durch ein am Mitnehmerring angebrachtes
federndes Bogenstück, dessen Wirksamkeit in folgendem an Hand der Zeichnung erläutert werden soll.
Der Antrieb ist in den. Fig. 1 und 2 der Zeichnung in Aufriß und Grundriß in einer
Ausführungsform dargestellt. In Fig. 3 und 4 ist die Kupplung für sich allein in aus- und
eingerücktem Zustande in einer Ausführungsform, in Fig. S und 6 ebenso in einer anderen
Ausführungsform veranschaulicht.
Der auf jeder Seite des Fahrrades angeordnete schwingende Fußhebel α (Fig. ι
und 2) ist in der Nähe der anzutreibenden • Welle b des Hinterrades mittels der Achse c
in einem staubdichten Gehäuse d gelagert. Die Aufwärtsbewegung des Fußhebels geschieht
selbsttätig durch eine Spiralfeder e. Auf derselben Achse ist ein Zahnbogen / befestigt,
an dem sich Schrauben oder Stifte 0 befinden, die in seiner höchsten und tiefsten
Stellung mit dem Gehäuse d in Berührung kommen und dadurch die Hubbegrenzung des
Fußhebels bewirken. Der Zahnbogen / greift mit seiner Innenverzahnung in das auf der
Hinterradwelle b drehbar angeordnete Ritzel g ein. Die Freilaufkupplung des Ritzels g
mit der Nabe h des Hinterrades erfolgt durch eine Kupplung i, die auf der verlängerten
Nabe k des Ritzels sitzt. Diese Einrichtung ist für jeden der beiden Fußhebel besonders
und unabhängig vom anderen angeordnet. Um die auf beiden Seiten des Fahrrades befindliehen
Gehäuse d in fester Entfernung voneinander zu halten, kann die Welle b des Hinterrades
hohl ausgebildet werden und durch sie hindurch eine Achse u gesteckt werden,
deren Enden an den beiden Gehäusen d befestigt sind. Auf der Nabe h des Hinterrades
ist die Bremse t angeordnet, die als Konus- (wie angedeutet), Backen- oder Bandbremse
ausgebildet und durch eine Drahtschnur bedient wird. . · ■
In Fig. 3 und 4 ist die Einrichtung und Wirkungsweise -der Kupplung i in vergrössertem
Maßstabe veranschaulicht. Bei dieser Ausführungsform ist eine Rollenkupplung
angewendet. Die Rollen I laufen lose in den entsprechenden Ausschnitten eines Mitnehmerringes
m. Der um den Kupplungsteil i
lose drehbar angeordnete Mitnehmerring 111 liegt mit schwachen Federn n, die an seinem
Außenumfang befestigt sind, an dem Innenumfang des mitzunehmenden Teiles, also der
Nabe h des Hinterrades, an. Infolgedessen sucht der Mitnehmerring m vermittels der
Federn stets an der Drehung des Hinterrades im einen oder anderen Sinne teilzunehmen.
ίο Dreht sich beispielsweise das Hinterrad
und mit ihm der Mitnehmerring m vorwärts im Sinne des Pfeiles ν oder auch, was dasselbe
sagt, der Kupplungsteil i rückwärts (Aufgang des Fußhebels), bis sich die
Rollen / gegen die Zähne des Kupplungsteiles i anlehnen (Fig. 3), so bleibt der Mitnehmerring
m relativ zum Kupplungsteil stehen, bzw. dreht sich dann mit dem Kupp-,
lungsteil i rückwärts; eine Yerkupplung zwischen der Nabe h und der Kupplung i
tritt nicht ein: das Fahrrad befindet sich im Freilauf.
Dreht sich aber das Hinterrad und mit ihm der Mitnehmerring m rückwärts im
Sinne des Pfeiles r, oder, auch der Kupplungsteil i vorwärts (Niedergang des Fußhebels),
so klemmen sich die Rollen / zwischen den Kupplungsteil i und die Nabe h (Fig. 4): das
Rad ist gekuppelt.
Wird aber im letzteren Falle der Mitnehmerring m durch ein noch zu erläuterndes
Mittel verhindert, an der Rückwärtsbewegung des Hinterrades mit teilzunehmen, bleiben
also die Rollen / an den Zähnen des Kupplungsteiles i liegen (Fig. 3), dann kann eine
Yerkupplung nicht eintreten: das Hinterrad bleibt auch bei der Rückwärtsbewegung im
Freilauf.
Um nun die Rückwärtsbewegung des Mitnehmerringes m nach Belieben zu verhindern
oder zu gestatten, hat der Zahnbogen / einen Ansatz q (Fig. 1, 3 und 4) und der Mitnehmerring
m an der Stirnseite ein federndes Bogenstück p (Fig. 2, 3 und 4). Bringt man
im Freilauf, bei dem die Rollen / an den Zähnen des Kupplungsteiles ί anliegen
(Fig. 3), den Fußhebel in seine höchste, d. h. den Zahnbogen in seine tiefste Stellung, so
legt sich der Ansatz q des Zahnbogens / vor das in der Zeichnung obere Ende des federnden
Bogenstückes p, wodurch der Mitnehmerring in jetzt an der Rückwärtsbewegung des
Hinterrades teilzunehmen verhindert wird: das Rad bleibt im Freilaufe und kann also
rückwärts geschoben werden.
Bringt man jedoch in der Verkupplung, bei der die Rollen I die in Fig. 4 angedeutete
Stellung einnehmen,, d. h. bei der der Mitnehmerring m um einen gewissen Winkel
gegen die Freilauf stellung (Fig. 3) verdreht steht, den Zahnbogen / in seine tiefste Stellung,
so legt sich der Ansatz q des Zahnbogens / nicht vor, sondern auf das federnde
Ende des Bogenstückes p, indem er es niederdrückt: das Rad bleibt in Verkupplung und
kann sich nicht rückwärts bewegen, da die tiefste Stellung des Zahnbogens / ein weiteres
Zurückdrehen nicht gestattet, was. für die Anfahrt beim Bergauffahren wichtig ist.
Die Rückwärtsbewegung" des Mitnehmerringes-
m kann man auch durch andere Mittel verhindern, z.B. dadurch, daß man das federnde Bogenstück nicht mit seinem in der
Zeichnung oberen Ende gegen den Ansatz q anstoßen läßt, sondern es über dieses Ende
hinaus so weit verlängert, daß der Ansatz q das Bogenstück in der tiefsten Stellung des
Zahnbogens /' direkt niederdrückt. Infolgedessen wird der Mitnehmerring m durch
künstlich erzeugte Reibung an einer nicht gewollten Drehung verhindert. Doch ist diese
Einrichtung wegen des Kantens des losen Mitnehmerringes m nicht zu empfehlen.. .
■ In Fig. 5 und 6 ist eine andere Ausführungsform der Kupplung dargestellt. An Stelle der, Rollenkupplung ist hier eine Sperrkupplung gewählt. Fig. 5 zeigt den Freilauf, Fig. 6 die verkuppelte Stellung. Auch bei dieser Sperradkupplung ist wieder ein den Kupplungsteil i frei beweglich umgebender Mitnehmerring m angedeutet, der durch schwache Federn η an dem von der Kupplung mitzunehmenden Teil h (Nabe des Hinterrades) anliegt. Dieser Mitnehmerring m umfaßt die im Kupplungsteil i gelagerten Sperrklinken .?. Dreht sich die Nabe des Hinterrades schneller als der Küppelteil i (Drehrichtung ν in Fig. 5), so werden die Sperrklinken s durch den Mitnehmerring m aus den Sperradzähnen ausgerückt: Freilauf. Wenn dagegen das Hinterrad gegenüber dem Kuppelteil i relath^ zurückbleibt (Drehrichtung r in Fig. 6), d.h. wenn der Küppelteil ϊ sich schneller dreht, oder, was dasselbe sagt, wenn das Hinterrad und mit ihm der Mitnehmerring m zurückgedreht wird, dann rückt dieser selbsttätig die Sperrklinken ein. Die Anordnung besonderer Federn zum Einrücken der Sperrklinken fällt also fort.
■ In Fig. 5 und 6 ist eine andere Ausführungsform der Kupplung dargestellt. An Stelle der, Rollenkupplung ist hier eine Sperrkupplung gewählt. Fig. 5 zeigt den Freilauf, Fig. 6 die verkuppelte Stellung. Auch bei dieser Sperradkupplung ist wieder ein den Kupplungsteil i frei beweglich umgebender Mitnehmerring m angedeutet, der durch schwache Federn η an dem von der Kupplung mitzunehmenden Teil h (Nabe des Hinterrades) anliegt. Dieser Mitnehmerring m umfaßt die im Kupplungsteil i gelagerten Sperrklinken .?. Dreht sich die Nabe des Hinterrades schneller als der Küppelteil i (Drehrichtung ν in Fig. 5), so werden die Sperrklinken s durch den Mitnehmerring m aus den Sperradzähnen ausgerückt: Freilauf. Wenn dagegen das Hinterrad gegenüber dem Kuppelteil i relath^ zurückbleibt (Drehrichtung r in Fig. 6), d.h. wenn der Küppelteil ϊ sich schneller dreht, oder, was dasselbe sagt, wenn das Hinterrad und mit ihm der Mitnehmerring m zurückgedreht wird, dann rückt dieser selbsttätig die Sperrklinken ein. Die Anordnung besonderer Federn zum Einrücken der Sperrklinken fällt also fort.
Wird hier genau wie bei der -Rollenkupplung ein Zurückdrehen des Mitnehmerringes m
beim Rücklauf des Hinterrades verhindert, so unterbleibt also auch hier die Verkupplung:
der Freilauf bleibt bestehen.
An dem erwähnten Mitnehmerring m ist zu diesem Zwecke wieder das federnde Bogenstück p angebracht, das in derselben Weise,
wie vorhin beschrieben, mit dem Anschlag q des Zahnbogens / zusammenwirkt.
Der Vollständigkeit halber sei noch gesagt, daß man auch die Rollen / bzw. Klinken λ-statt
auf dem Kuppelteil i in der Nabe h ver-
lagern kann, wobei dann der Mitnehmerring m mit seinen Federn η und dem Bogenstück
p sinngemäß umgekehrt werden muß.
Claims (3)
1. Antrieb für Fahrräder, insbesondere Bergräder, mit Schwingenden Fußhebeln
in Verbindung mit einseitig wirkenden
ίο Freilaufkupplungen, deren Sperrkörper (I
bzw. s) durch einen Mitnehmerring (m)
geführt' werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmerring in der höchsten
Stellung des Fußhebels (α) durch Anschlag oder Reibung verhindert wird, beim Zurückschieben des Rades die Kupplung
in Eingriff zu bringen.
2. Eine Ausführungsform des Fahrradantriebes nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, <■ daß am Mitnehmerring (m) ein federndes Bogenstück (/>)
angebracht ist, welches bei der' höchsten · Stellung des Fußhebels (α) gegen einen
am Zahnbogen (/) des letzteren sitzenden Vorsprung (q) anschlägt und hierdurch
beim Zurückschieben des Fahrrades die Kupplung außer Eingriff hält.
3. Eine Ausführungsform des Fahrradantriebes nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß bei Bergfahrt nach dem Besteigen des Rades, wenn das letztere etwas zurückgeht, der Vorsprung
(q) des Zahnbogens sich auf das federnde Bogenstück (p) des Mitnehmerringes
auflegt, so daß die Kupplung in Eingriff bleibt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE316473C true DE316473C (de) |
Family
ID=569176
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT316473D Active DE316473C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE316473C (de) |
-
0
- DE DENDAT316473D patent/DE316473C/de active Active
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