DE3151129A1 - Szenenlichtdetektor fuer fotografische apparate - Google Patents
Szenenlichtdetektor fuer fotografische apparateInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf fotografische
Apparate und insbesondere auf einen Szenenlichtdetektor zur Yerxtfendung in Verbindung mit automatischen Kameras,
bei denen ein elektronisches Steuersystem ein Eingangssignal erhält und damit einen Elektronenblitz zu einem
vorbestimmten Zeitpunkt nach Einleitung eines Belichtungsintervalls zündet»
Eingebaute Lichtdetektoren, die einen integralen Bestandteil einer Kamerabelichtungsregelanordnung bilden, sind
vielfach bekannt„ Solche Lichtdetektoren bestehen im allgemeinen
aus einer oder mehreren Fotospannungszellen oder Fotowiderständen5 die einem optischen System derart zugeordnet
sind, daß Licht eines vorbestimmten Bereichs der aufzunehmenden Szene auf die lichtempfindliche Oberfläche
der Wandler gerichtet werden kann.» Ein elektrisches Ausgangssignal
zeigt die Intensität der Helligkeit der verschiedenen Objekte des vorbestimmten Bereichs der Szene
an, die vom Wandler erfaßt wird, und dieses Signal wird gewöhnlich benutzt, um die Belichtung des Films entsprechend
den sensitometrischen Eigenschaften des Films zu steuern= Das elektrische Ausgangssignal kann entweder vor
der tatsächlichen Belichtung benutzt werden, um automatisch die Belichtungseinstellung der Kamera vorzunehmen,
oder es kann nach einem bestimmten Belichtungszyklus diesen beenden, wenn eine genügende Lichtmenge eingefallen
ist ο
Die vorgewählte Fläche der Aufnahmeszene hängt von dem Empfangswinkel des Lichtdetektors ab» Unter Empfangs-
winkel soll der IPestwinkel des Lichtkonus verstanden werden,
der vom Lichtdetektor aufgenommen wird. Wenn Licht von einem bestimmten Szenenabschnitt einen Einfluß auf
die Größe des Ausgangssignals des Lichtdetektors haben
soll, dann muß dieser Teil der Aufnahmeszene innerhalb
des Empfangswinkels liegen, d. h. dieses Objekt muß von dem Detektor erkannt werden. Es ist daher klar, daß der
Empfangswinkel eines solchen Lichtdetektors benutzt werden kann, um zu steuern, wie die Belichtung erfolgen
wird, in dem Sinne, daß die Kamera auf bestimmte Bereiche der Szene zielt, die als wichtig erkannt werden und vor
anderen Teilen der Szene den Vorrang haben sollen, die als weniger wichtig erkannt sind.
Da jedoch der Empfangswinkel für eine spezielle Lichtdetektoranordnung
von der Art der Szenen abhängt, wird er wahrscheinlich zur Messung benutzt und im Hinblick auf
die Beleuchtung, die diese Szenen aufhellt. Es soll beispielsweise
eine horizontale Landschaft betrachtet werden, die durch Himmelslicht oder Sonnenlicht beleuchtet
ist. Bei einer solchen Szene und unter solchen Lichtbedingungen ist es gewöhnlich erwünscht, einen Lichtdetektor
zur Verfügung zu haben, der allgemein nach unten schaut, um den Himmel auszuschalten, dessen Einfluß, wenn
er durch den Belichtungsregler in Betracht gezogen würde, zu einer Unterbelichtung der Aufnahmegegenstände am Boden
führen würde. Als weiteres Beispiel soll eine Porträtaufnahme betrachtet werden, bei der eine künstliche
Lichtquelle Anwendung findet. In einem solchen Fall ist es gewöhnlich erwünscht, daß der Lichtdetektor streng
geradeaus schaut, um im wesentlichen sämtliches Licht zu erfassen, welches vom Mittelteil der Szene reflektiert
wird, "am die richtigen Fleischtöne wiederzugeben.
Es ist bereits die wichtige Rolle, die der Empfangswinkel
eines solchen Detektors bei der Belichtungssteuerung spielt, bekannt, und es gibt zahlreiche Lichtdetektoren,
durch die die Wichtigkeit unterschiedlicher Bereiche der Szenen erfaßt v/erden kann= Ein Beispiel stellt die US-PS
3 511 14-2 dar» Hier ist ein Belichtungsregelsystem beschrieben,
welches einen Parameter aufweist, der gemäß dem Aufstecken eines Blitzgerätes auf eine Kamera modifiziert
wird, die den Belichtungsregler aufweist» Durch Aufstecken des Blitzgerätes wird ein bewegliches Element
in seine Arbeitsstellung relativ zu vier Fotozellen derart geführt, daß das Sichtfeld (Empfangswinkel) der Fotozellen
im xtresentlichen kongruent wird, wobei jede im wesentlichen
das Winkelsichtfeld der Kamera umfaßt. Bei Tageslichtbedingungen, do ho ohne aufgestecktes Blitzgerät,
wird das bewegliche Element relativ zu den Fotozellen so angeordnet, daß jede Fotozelle mit einem kleineren Jilinpfangswinkel
ausgestattet ist, von denen jeder auf einen anderen Teil der zu fotografierenden Szene ausgerichtet
werden kanu«. Bei dieser Anordnung wird der Empfangswinkel
jeder Fotozelle von einem kleinen Festwinkel aus (dieser wird bei Tageslichtbetrieb benutzt) auf einen großen
Festwinkel geändert, der bei Blitzbetrieb benutzt wird, wodurch eine Änderung der Empfindlichkeit jeder Fotozelle
gemäß der Größe des Empfangswinkels vorgenommen wird.
Ein weiteres Beispiel ist in der US-PS 3 232 192 beschriebene Dieses Belichtungssteuersystem benutzt mehrere
Fotozellen, von denen eine die Intensität des Himmelslichtes mißt und andere, die einen unterschiedlichen
Empfangswinkel aufweisen, eine entsprechend andere Zone
der zu fotografierenden Szene betrachten. Zwei der Fotozellen sind fest auf unterschiedliche gewählte Zonen der
Szene ausgerichtet und ihre indxviduellen Empfangswinkel bedecken, wenn sie kombiniert sind, im wesentlichen die
gesamte Szene, wie sie durch das Sichtfeld der Kamera definiert ist. Es ist keine Vorsorge getroffen, um bevorzugt
verschiedene Zonen der Szene zu erfassen, indem die Winkelrichtung geändert wird, in der die Fotozellen auf
die Szene ausgerichtet werden. Statt dessen wird indxviduellen Zonen der Szene eine bevorzugte Behandlung zuteil,
indem die Fotozellen mit unterschiedlicher Empfindlichkeit arbeiten und ihre Ausgänge in einer elektrischen
Schaltung kombiniert werden, durch die ein einziger Ausgang erzeugt wird, um eine Anzeige zu liefern oder
automatisch die richtige Belichtung einzustellen.
Ein weiteres Beispiel ist in der US-PS 4 .173 400 beschrieben.
Diese Patentschrift beschreibt eine automatische Kamera mit unterschiedlichem Betrieb für Tageslicht
und Blitzaufnahmen, wobei ein Szenenlichtdetektor vorgesehen
ist, der einen vorbestimmten Empfangswinkel aufweist , der je nach der Betriebsart der Kamerabelichtimg
in unterschiedlichen Winkelrichtungen eine Szene anpeilt. Dies wird durch eine Anordnung erreicht, die auf das
Einstecken einer Kunstlichtquelle anspricht, um den Empfangswinkel
über die Horizontalachse der Kamera anzuheben.
Die bekannten Anordnungen zur Änderung des Empfangswinkels von Einzellendetektoren ist offensichtlich auf Kameras
jener Bauart beschränkt, die unterschiedliche Betriebsarten für Tageslichtbetrieb und Blitzlichtbetrieb
aufweisen und eine bestimmte Tätigkeit auf selten des
Fotografen erfordern, um die Kamera von einer Betriebsart in die andere umzuschalten und um den Empfangswinkel zu
ändern= Diese manuelle Tätigkeit umfaßt beispielsweise das Einstecken des Blitzgerätes oder eines Anschlußstekkers
oder eine Umschaltung= Es sind jedoch in jüngster Zeit Kameras bekannt geworden, die keine getrennten Betriebsarten
für Tageslichtbetrieb und Blitzbetrieb haben, die unabhängig voneinander arbeiten und auf Wunsch des
Fotografen jeweils gex-rählt xferden» Derartige Kameras werden
als "Proportionalausfüllblitz-Iiameras" bezeichnet und
sie besitzen Belichtungssteuersysteme, die in der Weise
arbeiten, daß die Zündung eines Elektronenblitzes mit Löschfunktion innerhalb eines gewissen Bereichs von Tageslichtintensitäten
erfolgt, derart, daß eine Filmbelichtung jeweils durch inteile des verfügbaren Tageslichtes
und Anteile des Kunstlichtes zustande kommt, wobei die Anteile von Tageslicht und Kunstlicht sich gemäß der
Intensität des verfügbaren Tageslichtes ändern. Beispiele solcher Proportionalausfüllblitz-Systeme sind in der
US-PS 4- 192 587 beschriebene
Da proportionale Ausfüllblitz-Kämeras nicht die Vorwahl
einer Betriebsart durch den Fotografen erfordern, ist es Aufgabe vorliegender Erfindung, bei einer solchen Kamera
einen Szenenlichtdetektor zu schaffen, der in Verbindung mit solchen Kameras benutzbar ist und einen Empfangswinkel
aufweist, der auf unterschiedliche Bereiche einer Aufnahmeszene in vorbestimmter Weise zielt.
Weiter bezweckt die Erfindung die Schaffung eines Szenenlichtdetektors
mit einem Empfangswinkel, der automatisch
auf unterschiedliche Bereiche einer Szene ausgerichtet werden kann, nachdem ein automatischer Kamerabelichtungszyklus
eingeleitet ist.
Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, einen Szenenlichtdetektor zu schaffen, der in Verbindung mit
Proportionalausfüllblitz-Systemen benutzt werden kann, um verschiedene Bereiche einer Szene anpeilen zu können, je
nachdem, ob die Filmbelichtung primär unter Verwendung von Tageslicht oder Kunstlicht hergestellt wird.
Die Erfindung bezieht sich demgemäß auf einen fotografischen Szenenlichtdetektor, der insbesondere geeignet ist
zur Benutzung in Verbindung mit einer Kamera, die ein elektronisches Steuersystem aufweist, um ein Eingangssignal
zu empfangen und die Zündung eines Elektronenblitzes zu einem vorbestimmten Zeitpunkt nach Einleitung des Belichtungsintervalls
zu steuern.
Der erfindungsgemäße Szenenlichtdetektor umfaßt wenigstens
eine lichtempfindliche Oberfläche vorbestimmter Größe mit einer hindurchgehenden Zentralachse, um ein
elektrisches Ausgangssignal zu liefern, welches als Eingangssignal
für die elektronische Steuerschaltung benutzt wird. Das Fotodetektorausgangssignal hat eine Charakteristik,
die sich gemäß dem Anteil der Lichtintensität ändert, die auf die lichtempfindliche Oberfläche einfällt.
Zusätzlich weist die erfindungsgemäße Einrichtung optische Mittel auf, deren optische Achse mit der lichtempfindlichen
Oberfläche des Fotodetektors zusammenfällt, um
einen optischen Pfad zu definieren, der ein vorbestimmtes
Sichtfeld, schafft, aus welchem Strahlungsenergie von der Aufnahmeszene auf die optische Einrichtung und von dort
auf den Fotodetektor auftreffen kann, wodurch der Fotodetektor veranlaßt wird, ein Ausgangssignal zu liefern.
Gemäß der Erfindung ist weiter ein Verschluß vorgesehen,
dessen Verschlußlamellen sich zwischen einer ersten Stellung (Schließstellung) und einer zweiten Stellung (Öffnungsstellung)
"bewegen können, wobei zwischen den beiden Stellungen progressiv sich in der Große verändernde Blendenöffnungen
geliefert x^erden» Diese sich ändernden Blendenöffnungen sind sowohl im Belichtungspfad angeordnet
als auch vor dem Fotodetektor, wobei im letzteren Falle der Aufbau derart getroffen ist, daß selektiv unterschiedliche
Abschnitte des optischen Pfades nach dem Fotodetektor während der Bewegung der Lamellen von der ersten
in die zweite Stellung freigegeben werden, so daß der Fotodetektor ©ine Szenenlichtstrahlung von unterschiedlichen
Bereichen der Szene bei unterschiedlichen Stellungen der Lamellen erhält, um eine Belichtungssteuerung
durchzuführenο Einer der Szenenbereiche entspricht
einer Zeitabtastung vor Zündung des Blitzes und ein weiterer einer Zeit nach Zündung des Blitzes.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht
die optische Einrichtung in der optischen Achse hintereinander aus einer Sammellinse, die korrigiert ist,
um eine minimale sphärische Aberration zu liefern, und einem Linsentubus, der das extreme Strahlenbündel begrenzt,
das von der Sammellinse auf die lichtempfindliche Oberfläche des Fotodetektors entworfen wird, der
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vorzugsweise im Brennpunkt der Sammellinse liegt.
Der Verschluß weist vorzugsweise zwei langgestreckte 7erschlußlamellen
auf, die in Gegenrichtung zueinander "beweglich sind, wobei jede Lamelle eine Primär-Blendenöffnung
(Belichtungsblende) vorbestimmter Gestalt und Form hat und außerdem wenigstens zwei weitere Fotozellenblendenöffnungen,
von denen jede eine vorbestimmte Größe und Gestalt hat, die in einem festen Abstand von den Primär-Blendenöffnungen
angeordnet sind, gemessen längs der Bewegungsrichtung der Lamellen. Die Lamellen sind weiter so
ausgebildet, daß dann, wenn der Verschluß in seiner ersten Stellung (Schließstellung) befindlich ist, die Primär-rrBlendenöffnungen
und die anderen Blendenöffnungen nicht aufeinander ausgerichtet sind, so daß ein Lichteintritt
verhindert ist, während sich bei Ablauf des Verschlusses in die zweite Stellung die Primärblendenöffnungen
progressiv, ausgerichtet auf den Objektivlichtpfad und die Fotozellenlichtpfade, einander überlappen und selektiv
den Fotodetektor zu verschiedenen Zeiten freigeben, derart, daß unterschiedliche Szenenbereiche zu verschiedenen
Zeiten erfaßt werden.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine teilweise aufgebrochene perspektivische Ansicht einer Kamera mit einem erfindungsgemäß
ausgebildeten Belichtungsregler,
Fig. 2 in größerem Maßstab eine auseinandergezogene
9 O rt © 3
O G & ti
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perspektivische Darstellung des Verschlusses der Kamera nach Fig» 19
FigP 3 eine grafische Darstellung, die in normalisierter
Form die Blendenöffnungsfläche des Verschlusses
nach Figo 2 in Abhängigkeit von der
Zeit erkennen läßt,
Figo M- eine schematische perspektivische Darstellung
der Kamera gemäß Fig» 1, aufgebaut vor einer
: Ebene^ in der eine Lichtquelle systematisch bewegt
werden kann, um das Winkelrichtansprechen
und das Sichtfeld des Detektors des Belichtungsreglers zu messen9
Figo 5 und 6 in größerem Maßstab einen Schnitt längs
der Linie 5-5 gemäß Fig* 1, woraus die Lichtstrahlen
bei unterschiedlichen Stellungen des Verschlusses gemäß Fig. 2 erkennbar sind,
Fig» 7 und 8 grafische Darstellungen, die die Winkelricht
ansprechkurven nach der Erfindung erkennen lassen, xfie sie in Figo 5 veranschaulicht sind,
und zwar gemessen in zwei verschiedenen Richtungen,
Fig. 9 eine grafische Darstellung, die den Bereich
einer fotografischen Aufnahmeszene erkennen läßt, von dem die erfindungsgemäße Vorrichtung
. Strahlung empfängt, wenn die Lichtbedingung gemäß Figo 5 erfüllt ist,
Fig. 10 und 11' grafische Darstellungen, welche die Winkelrichtansprechkurven
erkennen lassen, wenn die Lichtbedingungen gemäß Fig. 6 erfüllt sind, gemessen jeweils wieder in zwei unterschiedlichen
Eichtungen,
Fig. 12 eine grafische Darstellung, aus der der Bereich einer fotografischen Szene erkennbar ist, von
welcher die erfindungsgemäße Vorrichtung Strahlung empfängt, wenn die Strahlungsbedingungen
gemäß Fig. 6 erfüllt sind.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Lichtdetektor, der einen Teil eines Belichtungsreglers für eine
Kamera darstellt. Gemäß der bevorzugten Ausführungsform
findet der Lichtdetektor Anwendung bei einer tatsächlich vollautomatisch arbeitenden Kamera der. Selbstentwicklerbauart,
die in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 10 versehen ist. Die Erfindung ist jedoch nicht beschränkt in ihrer
Anwendung auf jene fotografische Kamera der Selbstentwicklerbauart. Diese Kamera 10 hat jedoch gewisse Merkmale,
die die Erfindung wenigstens teilweise besonders geeignet zur Anwendung erscheinen lassen.
Vie aus Fig. 1 ersichtlich, weist die Kamera 10 ein Elektronenblitzgerät
12 vorzugsweise mit Blitzlöschung auf, das an dem starren Kameragehäuse .14 beweglich zwischen
einer aufgerichteten Stellung gemäß Fig. 1 und einer nicht dargestellten Faltstellung beweglich ist. Das starre
Kameragehäuse 14 weist ein allgemein prismatisch gestaltetes Hauptgehäuse 16 und ein allgemein L-förmig
« O
gestaltetes Frontgehäuse 18 sowie eine rechteckige Filmeinlegeklappe
20 auf,, Diese Teile definieren zusammen das äußere Erscheinungsbild der Kamera und umschließen und
schützen die inneren Bestandteile. Die Gehäuseteile 16 und 18 und die Filmeinlegeklappe 20 sind aus opakem Plastikmaterial
geformt, um unerwünschtes Licht vom Kamerainneren abzuhalten«.
In dem prismatischen Gehäuseteil 16 ist eine bekannte Filmkassettenaufiiahmekaramer 25 angeordnet. Die Kammer ?'>
nimmt eine Kassette 22 auf» Die Kassette 22 weist ein flaches rechteckiges Gehäuse 25 mit einer nach oben weisenden
Wand 27 auf, welche eine rechteckige Bildfeldbegrenzungsöffnung 29 aufweist ο Mehrere Selbstentwicklerfilmeinheiten
26 sind auf die Öffnung 29 ausgerichtet und gegen diese vorgespannt» Jede Filmeinheit 26 weist eine
bestimmte Filmempfindlichkeit auf, die eine vorbestimmte Belichtung erfordert, welche die Kamera 10 in noch zu beschreibender
Weise durchführto Unter den gestapelten Filmeinheiten 26 befindet sich eine flache dünne Batterie
24, die elektrisch in bekannter Weise geschaltet ist, um die verschiedenen elektrischen Verbraucher der Kamera 10
zu speisen« Ein Beispiel einer solchen Filmkassette ist im einzelnen in der TJS-PS 3 872 487 beschrieben und die
Filmeinheiten sind im einzelnen in den US-PS 3 415 644,
3 594 165 und 3 761 268 beschrieben.
In der vertikalen Vorderwand 30 des L-förmigen Gehäuses
18 befinden sich mehrere Öffnungen 32, 34 und 36. In der
Öffnung 32 ist das Objektiv 40 mit der optischen Achse OA
vor einer Öffnung in einer opaken Belichtungskammer angeordnet (nicht dargestellt), die in bekannter Weise
innerhalb des prismatischen Gehäuseteils 16 liegt und
ebenfalls eine prismatische Gestalt hat, die der Innengestalt des Gehäuses 16 komplementär ist. Die Eintrittsblendenöffnung
in die Belichtungskammer ist schematisch bei 66 in Fig. 2 dargestellt.
In der Belichtungskammer befindet sich ein trapezförmig gestalteter Spiegel (nicht dargestellt), der in einem
vorbestimmten Winkel gegenüber der optischen Achse OA und gegenüber der Filmebene angestellt ist, um einen geknickten
Lichtpfad vorbestimmter Länge dazwischen zu bilden, wobei die Bilderzeugungslichtstrahlen vom Objektiv 40
nach dem Film innerhalb der Kassetten. 22 gelangen, während die Kamera die Belichtung durchführt. Die Belichtungskammer
ist von der Bauart, wie sie in der US-PS 4 057 815 beschrieben ist. Das Objektiv 40 und die TTmfangsränder
der Filmkassettenöffnung 29 wirken zusammen, um das Sichtfeld der Kamera 10 zu bilden,und dieses
Sichtfeld, welches den Aufnahmegegenstand definiert, wird
während der Belichtung aufgezeichnet.
Auf die Öffnung 34 ausgerichtet ist eine Konkavlinse 42,
die Teil eines Suchers ist, der in bekannter Weise als umgekehrtes Galileisches Fernrohr ausgebildet ist und ein
Sichtfeld liefert, welches im wesentlichen mit dem Sichtfeld der Kamera 10 zusammenfällt, damit die Kamera durch
den Sucher auf den entsprechenden Bildausschnitt ausgerichtet werden kann.
Die öffnung 36 unter dem Suchereintrittsfenster 34 stellt
den Eingang eines konischen Tunnels 48 (Fig. 5 void 6)
dar, der längs einer optischen Achse OA1, angeordnet und
so ausgebildet ist9 daß Strahlung von. einer Szene in das
Innere des Kameragehauses 14 gelangt» Hinter einer Eintrittsblendenöffnung
50 des Tunnels 48 befindet sich ein optisches Element 44, hinter welchem ein Fotodetektor 4-6-,
vorzugsweise ein fotoelektrischer Detektor, angeordnet istο Beide liegen längs der optischen Achse OA , wie aus
den Figo 2, 5 und 6 ersichtlich»
Das optische Element 44 ist integral in eine zweiteilige Plastiklinsenplatte 52 eingeformt und besteht aus einem
oberen Teil 45? der nur Strahlung im sichtbaren Bereich
des Spektrums hindurchtreten läßt, und einem unteren Teil
47j der nur Strahlung in der nähe des infraroten Bereichs
des Spektrums hindurchtreten läßt» Sowohl der obere als auch der untere Teil 45 bzw» 47 ist mit nach vorn konvergierenden
Oberflächen 49 bzw» 51 versehen und mit nach hinten weisenden Keilflächen 53= DiQ konvergierenden Flächen
49 und 51 sind in bekannter Weise so korrigiert, daß
sphärische Aberrationen vermieden werden und das optische Element 44 eine vorbestimmte Brennweite erhält»
D-er Fotodetektor 46 ist auf einer gelochten Innenwand 54
der Kamera 10 montiert und seine lichtempfindliche Fläche vorbestimmter Ausdehnung besitzt eine zentrale Achse CA.
Die zentrale Achse GA ist gegenüber der optischen Achse OA versetzt, wie am besten aus Fig» 5 uB-d 6 ersichtlich,
und der Fotodetektor 46 liegt im Abstand hinter dem optischen Element 44 in einer Entfernung, die gleich der
Brennweite des optischen Elementes 44 ist. Der Fotodetektor 46 ist vorzugsweise eine Siliciumfotodiode, die
rückwärts vorgespannt ist, um ein Ausgangssignal zu erzeugen, dessen elektrische Charakteristik sich in gegebener
Weise gemäß der einfallenden Strahlungsintensität ändert, die auf die lichtempfindliche Oberfläche auffällt.
Der Tunnel 48 und das optische Element 44 definieren Mittel, die in "bekannter Weise mit der lichtempfindlichen
Oberfläche des Fotodetektors 46 zusammenwirken, um ein !Fotometer zu bilden, dessen optischer Pfad ein Winkelsichtfeld
besitzt, über das die Strahlungsenergie einer fotografischen Szene durch optische Mittel gesammelt und
auf die lichtempfindliche Oberfläche des Fotodetektors gerichtet werden kann, wodurch der Fotodetektor 46 veranlaßt
wird, ein Ausgangssignal zu erzeugen.
Ein Verschluß 60 (Fig. 2) arbeitet in noch zu beschreibender Weise, um selektiv unterschiedliche Abschnitte des
optischen Pfades nach dem Fotodetektor 46 freizugeben, so daß während eines Belichtungsintervalls der Fotodetektor
46 Strahlung von unterschiedlichen Bereichen einer Szene empfängt. Wie später erläutert wird, ist der Verschluß
auch teilweise dafür verantwortlich, das Ausgangssignal vom Fotodetektor 46 mit einer Charakteristik zu liefern,
durch die sich das Ausgangssignal in direkter Abhängigkeit von dem Einfluß der Strahlung von Gegenständen ändert,
die an unterschiedlichen Stellen der Szene angeordnet sind.
Die Belichtung der Filmeinheiten 26 wird in bekannter
Weise durch ein Belichtungsregelsystem bewirkt, wie dies beispielsweise in der US-PS 4 023 187 beschrieben ist.
Dabei kann das Ausgangssignal des Fotodetektors benutzt werden, um das Zünden des Elektronenblitzes 12 derart zu
steuern, daß automatisch ein proportionaler Ausfüllblitz
unter Bedingungen erzeugt wird, unter denen die Tageslichtbeleuchtung
eine hohe Intensität besitzt, wobei außerdem das Zünden des Elektronenblitzes 12 auch unter
Bedingungen mit vernachlässigbarem Tageslicht gesteuert werden kann, wobei der Anteil der Belichtung, für die das
Blitzlicht des Elektronenblitzes 12 verantwortlich ist, automatisch mit dem Absinken der Tageslichthelligkeit ansteigt.
Zu diesem Zweck x^reist der Verschluß der Kamera
durch einen Elektromagneten betätigte Verschlußlamellen auf, wie dies beispielsweise in der US-PS 4 040 072 beschrieben ist. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, besitzb de.r
Verschluß 60 zwei einander überlappende opake Verschlußlamellen 62 und 64, die hin- und hergehend durch einen
schwenkbar gelagerten Schwinghebel angetrieben werden, und zwar zwischen einer Schließstellung und einer Öffnungsstellung
für das Objektiv 40 und den optischen Pfad des Fotodetektors 46« Der Schwinghebelmechanismus weist
einen schwenkbar gelagerten Schwinghebel 59 auf, an dem die Lamellen 62 und 64 in bekannter Weise über Stifte angelenkt
sind» Am Schwinghebel 59 greift außerdem ein Elektromagnet 55 an? der die Lamellen 62 und 64 bei Erregung
in ihre Schließstellung gemäß Fig. 2 überführt. Wenn der Elektromagnet 55 nicht erregt ist, dann spannt eine
Feder 56 die Lamellen 62 und 64 in die nicht dargestellte
Öffnungsstellung vor» Die Lamellen 62 und 64 werden normalerweise
in Schließstellung gegen die Vorspannung der Feder 56 durch bekannte mechanische Verriegelungsmittel
gehalten.
Jede Lamelle 62 und 64 besitzt Primär-Blendenö'ffnungen
bzw«. 68, die einander überlappen, wenn sie den optischen Pfad der Kamera 10 überqueren, nachdem die Lamellen 62
und 64 aus der Schließstellung ablaufen. Die Primär-Blendenöffnungen
66 und 68 sind so gestaltet, daß bei ihrer Überlappung während der entgegengesetzt gerichteten Bewegung
der Lamellen 62 und 64 von ihnen eine wirksame Belichtungsblendenöffnung
über der Eintrittsöffnung 66 der Belichtungskammer gebildet wird. Die Belichtungsblendenöffnung
vergrößert sich bis zu einem maximalen Vert während einer vorbestimmten Zeitdauer, wie dies in der Kurve
70 in Fig. 3 angegeben ist.
Die Lamellen 62 und 64 sind außerdem mit mehreren Sekundär-Blendenöff
nungen 72 und 72' bzw. 74 und 74' versehen,
die das Szenenlicht auf den Fotodetektor 46 auftreffen
lassen, während das Szenenlicht während der Bewegung der Lamellen 62 und 64 auf den Film auftrifft und eine Belichtung
durchgeführt wird. Das Fotodetektorausgangssignal
wird einer Integrationsschaltung zugeführt, die beim Erreichen eines Integrationspegels, der einem gewünschten
Belichtungspegel entspricht, das Belichtungsintervall dadurch beendet, daß die Verschlußlamellen 62 und 64 in ihre
Schließstellung zurückgeführt werden.
Die Lichtdurchlaßbereiche längs des optischen Pfades nach dem Fotodetektor 46, die durch die Blendenöffnungen 72
und 74 bestimmt werden, sind auch in Fig. 3 dargestellt, woraus ersichtlich ist, daß die oberen Blendenöffnungen
72 und 74 den Bereich liefern, der durch die Kurve 76 definiert
wird, während die unteren Blendenöffnungen 72'
und 74' jenen Flächenbereich liefern, der durch die Kurve
73 bestimmt ist. Wie aus Fig. 2 orsichtlich, sind es die
Blendenöffnungen 72 und 74, die -.iuerst zur Überlappung
kommen, wenn die Lamellen 62 und 64 sich aus ihrer
Schließstellung herauszubewegen beginnen. Infolgedessen werden die oberen Blendenöffnungen 72 und 74 auf den oberen
Teil 45 des optischen Elementes 44 ausgerichtet, wie aus Figo 5 ersichtlich ist, und danach erfolgt eine weitere
Öffnung auf den größten Wert, wie durch die Kurve 7b
charakterisiert ist«, Nach Erreichung dieses höchstmöglichen Blendenwertes verkleinern sich die oberen Blendenöffnungen
72 und 74 in ihrer Überlappungsfläche über dem
Teil 45 des optischen Elementes 44 und danach erfolgt
wiederum eine Zunahme,um wiederum eine größere Fläche über dem oberen Teil 45 des optischen Elementes 44 freizugeben,,
Dies ist auch aus Figo 5 ersichtlich. Die Mitte und die unteren Ränder der oberen Öffnungen 72 und 74
liegen auch über der optischen Achse OA. Die vertikale Höhe der oberen Blendenöffnungen 72 und 74 ist kleiner
als die vertikale Höhe der unteren Blendenöffnungen 72'
und 74' (vgl- Figo 2, 5 und 6)ο
Uachdem die Lamellen 62 und G4 eine vorbestimmte Stellung
längs ihres Bewsgungspfades erreicht haben, beginnen die
unteren Blendenöffnungen 72' und 7^-' einander zu überlappen,
und zwar ausgerichtet auf den unteren Teil 47 des optischen Elementes 44, und wenn die Lamellen 62 und 64
ihre Bewegung fortsetzen, dann wird der Bereich der Öffnung, die durch Überlappung der unteren Blendenöffnungen
72'und 74' geliefert wird, größer und steigt auf einen
Spitzenwert an und danach wird die Öffnung wieder kleiner, wie durch die Kurve 72 in Fig. 3 i^o-ä. die schematische
Darstellung in Figo 6 dargestellt. Zu verschiedenen Zeiten während der Bewegung der Verschlußlamellen 62 und
64 können, wie aus Figo 2 ersichtlich, unterschiedliche Abschnitte des optischen Elementes 44 Licht nach dem
Fotodetektor 46 hindurchtreten lassen.
Me Fotozellenblendenöffnungen 72 und 72' , 74 und 74"
sind in der vorbeschriebenen Weise so angeordnet, daß unterschiedliche
Abschnitte des optischen Elementes 44 Licht nach dem Fotodetektor 45 zu verschiedenen Zeiten
während des Ablaufs der Verschlußlamellen 62 und 64 hindurchtreten lassen. Die unterschiedlichen Abschnitte des
optischen Elementes 44 sind mit unterschiedlicher spektraler Durchlaßcharakteristik ausgestattet, so daß zu den
jeweiligen Zeiten während eines Belichtungszyklus mit Blitzbelichtung die Steuerung vorherrschend durch Infrarotlicht
erfolgt, welches von der Szene zurückgeworfen wird, während bei Tageslichtbetrieb die Belichtung vorherrschend
durch sichtbare Strahlung gesteuert wird, die von der Szene zurückgeworfen wird. Die Steuerung der Zündung
des Elektronenblitzgerätes 12 erfolgt zu einer vorbestimmten Zeit nach Einleitung der Belichtung und entsprechend
den unteren Blendenöffnungen 72 und 74->
die über dem unteren Teil 47 des optischen Elementes 44 vorbeilaufen,
wie aus Fig. 3 ersichtlich.
Die Szenenbereiche, von denen der Fotodetektor 46 die Strahlung empfängt, wenn die obei?en und unteren Blendenöffnungen
72, 72' und 74, 74" jeweils optisch auf die
oberen und unteren Teile 45 bzw.47 des optischen Elementes
44 ausgerichtet sind, lassen sich am besten unter Bezugnahme auf Fig. 4 erkennen. In Fig. 4 ist eine Anordnung
dargestellt, durch die sowohl das WinkeIrichtansprechen
als auch das Sichtfeld gemäß der Erfindung in zweckmäßiger Weise gemessen werden kann. Um das Sichtfeld
und das Winkelrichtansprechen zu bestimmen, wird die
Kamera 10 vor einer Ebene (X-Y) aufgestellt, die senkrecht zur optischen Achse OA des Kameraobjektivs 40 verläuft«
Eine kleine Lichtquelle S konstanten Lichtausgangs j die nur einen kleinen Winkelproζentsatζ des Gesamtsichtfeldes
der Kamera 10 einnimmt, wird dann auf der Ebene in systematischer Weise bewegt, und es werden Messungen
des Ausgangs des Fotodetektors 46 in bekannter Weise für jede Lage der Lichtquelle S durchgeführt, wobei
das Sichtfeld der Kamera im übrigen dunkel gehalten wird und die Lamellen des Verschlusses 60 in unterschiedlichen
Stellungen gehalten werden» Die Größe des Ausgangssignals
für jede Stelle der Lichtquelle S wird dann durch die Spitzenamplitude geteilt, die bei allen Messungen aufgezeichnet
wurde, und das Ergebnis wird als Funktion der Lage der Lichtquelle S aufgezeichnet. Dies kann in irgendeinem
zweckmäßigen Koordinatensystem erfolgen, beispielsweise einem solchen wie in Fig. 4- dargestellt, wo
die Lage der Lichtquelle durch einen Azimutwinkel θ und in einem Höhenwinkel θ festgelegt wird, wobei die
Y-Achse der Vertikalen und die X-Achse dex- Horizontalen,
entspricht» Das Winkelrichtansprechen für den Jb'alll, daß
dor Verschluß in der in Fig= 5 dargestellten üteJlurig befindlich
ist und in der beschriebenen Weise normalisiert ist9bei Änderung der Azimutlage der Lichtquelle S jedoch
einer Konstanthaltung der Höhenlage θ bei 0 °, ist in Fig« 7 dargestelltο Ein positiver θ -Wert entspricht
Stellungen der Lichtquelle S rechts der vertikalen Y-Achse9
während negative Winkel jene links der Vertikalachse sind. Der Ausgang des Fotodetektors 46 repräsentiert
das relative Ansprechen auf die Lichtquelle S, basierend auf der Feldstellung wegen der Art und Weise der
durchgeführten Berechnungen.. Fig.. 8 liefert das
Winkelrichtungsansprechen bei Änderungen des Höhenwinkels
θ der Lichtquelle S, wobei der Azimutwinkel θ auf 0 ° konstant gehalten wird. Das Sichtfeld der Erfindung entspricht
einfach jenen extremen Winkeln, bei denen der Fotodetektor 4-6 gerade noch auf die Lichtquelle S anspricht,
und demgemäß liegt das Sichtfeld in Fig. 7 zwischen etwa +20 ° und -20 ° mit der X-Achse in der Mitte.
Aus Fig. 8 ergibt sich, daß das Sichtfeld etwa _+20 ° um die horizontale X-Achse verläuft, wobei über einem Wert
von ΘΩ = 7 ° ein sehr geringes Ansprechen erfolgt.
Wenn das Winkelrichtungsansprechen in dieser Weise bei
anderen Azimutwinkeln gemessen wird, während die Höhenwinkel konstant gehalten werden, ist es möglich, all jene
Positionen der Lichtquelle S zu erhalten, wo das relative Ansprechen gleich ist. Dies wurde durchgeführt, wie in
Fig. 5 dargestellt, und die Linien von 25 % und 50 % relativen
Ansprechens sind in Fig. 9 überlagert dem Sichtfeld der Kamera 1.0, d. h. über dem Bereich, wo sonst die
Aufnahmesζene erscheint. Wie aus Fig. 9 ersichtlich,
liegt jener Bereich der Szene, von d.em der Fotodetektor 'Ib Strahlung empfängt, wenn der Verschluß 60 in einer
Stellung befindlich- ist, die einer Tageslichtbedingung entspricht, etwas unter der Horizontalachse und zentriert
um die Vertikalachse. Dieser Bereich ist zu bevorzugen, wenn der Aufnahmegegenstand mit Tageslicht beleuchtet
werden soll.
Das horizontale Winkelrichtansprechen für den Fall, daß sich der Verschluß 60 in der Stellung gemäß Fig. 6 befindet,
ist durch die Kurve in Fig. 10 charakterisiert, während das vertikale Winkelrichtansprechen für diesen
»»Ο α «> ο
I Verschluß durch die Kurve in Fig., 11 charakterisiert
; istο Derjenige Bereich einer Szene, von dem der Fotode-
I tektor 46 Strahlung empfängt (25 % oder 50 % Ansprechen),
I während der Verschluß 60 in der Stellung gemäß Fig. 6 ■
i befindlich ist, ergibt sich aus Fig. 12. Fig. 12 zeigt,
i daß der Bereich, von welchem der Fotodetektor 46 Strah-
I lung empfängt, nachdem der Elektronenblitz 12 gezündet
jl ist, um den Ursprung der Χ-Ύ-Achsen zentriert ist.
I Die Art und Weise, gemäß welcher die erfindungsgemäße
■$ Einrichtung arbeitet, um Strahlung von unterschiedlichen
I Bereichen einer Szene aufzufangen, wenn der Verschluß 60
ί in der aus Fig. 5 bzw«, 6 ersichtlichen Stellung befind-
Ϊ, lieh ist, läßt sich am besten dadurch verständlich ma-
\ chen, daß Lichtstrahlen von den äußersten Rändern des Fo-
.j todetektorfensters durch das optische Element 44 und den
Tunnel 48 gezogen und in Bereichen einer Szene beobachtet
; werden, von denen diese Strahlen austreten müßten, um
I diese gewählten Pfade zu durchlaufen. Dies ist zulässig,
* da der Pfad, über den die Lichtstrahlen verlaufen, beim
\ Eintritt und beim Verlassen eines optischen Systems iden-
i tisch ist, do h«, das optische System hat ein reversiblem
V Verhalten.
ί
ί
* In Fig, 5 stellen die Lichtstrahlen 80 und 82 die extre-
■ men Strahlen dar, die eine Szene vom Oberrand des Fotode-
I- tektors 46 durch die oberen Blendenöffnungen 72 und 74
; erreichen könneno Die Strahlen 84 und 86 repräsentieren
■ die extremen Strahlen, die eine Szene vom unteren Rand
des Fotodetektors 46 erreichen können» Es ist ersichtlich, daß die Strahlen 80 und 82 von einem Bereich der
j gleichen Szene ausgehen, der unter der Horizontalen
liegt, während die Strahlen 84 und 86 aus einem Bereich über der Horizontalen ausgehen. Es muß dabei berücksichtigt
werden, daß die unteren Ränder der oberen Blendenöffnungen 72 und 74- den Winkel bilden, unter welchem der
Strahl 86 das optische System verläßt, während die Ränder des Tunnels 48 den Winkel bestimmen, mit dem der Strahl
84 das optische System verläßt. Die oberen Flächen des Potodetektors 46 empfangen einen relativ größeren Anteil ■
von Energie von Abschnitten der Szene unter der optischen Achse OA verglichen mit den unteren Flächen des Fotodetektors
46,■die Licht von der Szene über der optischen Achse OA empfangen, weil der Festwinkel, der durch die
Strahlen 80 und 82 ausgespannt wird, größer ist als der
Winkel, der durch die Strahlen 84 und 86 aufgespannt wird.
Der Festwinkel ist bekannt und ein Maß der örtlichen Möglichkeit, Strahlungsenergie von der Szene zu sammeln und
in diesem Fall eine Veränderung von einem relativ großen Winkel für den oberen Bereich des Fotodetektors 46 auf
einen relativ kleineren Winkel im unteren Bereich durchzuführen. Dies erklärt das relative Winkelrichtansprechen
mit den vertikalen Spitzenwerten um -8 ° herum, wie in Fig. 8 dargestellt, und dies ist eine Folge der asymmetrischen
Anordnung der oberen Blendenöffnungen 74- und 76
gegenüber der optischen Achse OA , der Zentralachse GA des Fotodetektors 46 und der Lage und dem Aufbau des optischen
Elementes 44 und des Tunnels 48.
Fig. 6 veranschaulicht die extremen Lichtpfade für den
Fall, daß die unteren Blendenöffnungen 72 und 74- auf den
unteren Teil 47 des optischen Elementes 44 ausgerichtet
■···' — --: -:. 3151 Ί 20
- 29 -
sind» Die Strahlen 88 und 90 repräsentieren, jene Strahlen,
die die Szene vom oberen Rand des Fotodetektors 46 erreichen, und die Strahlen 92 "und 94 repräsentieren jene
Strahlen, die die Szene vom unteren Rand des Fotodetektors 46 erreichen können= Es kann jedoch gezeigt werden,
daß der Festwinkel, der durch den unteren Rand des Fotodetektors 46 zwischen den Strahlen 92 und 94 aufgespannt
wird, relativ größer ist als jener, der durch den oberen Rand zwischen den Strahlen 88 und 90 aufgespannt wird.
Infolgedessen empfangen die unteren Bereiche des Fotodetektors
46 relativ mehr Energie von den oberen Abschnitten der Szene als die oberen Bereiche des Fotodetektors
46 von dem unteren Abschnitt der Szene, und zwar aus Gründen, die vorstehend diskutiert wurden, und dies trägt
dazu bei, daß das vertikale relative Richtungsansprechen gemäß der Kurve in Figo 11 verläuft»
Das horizontale Winkelrichtansprechen bei beiden Anordnungen
nach den Fig= 5 und 6 ist im wesentlichen symmetrisch
um die Vertikalachse, weil sowohl die oberen a.l π
auch die unteren Blendenöffnungen 72 und 74 symmetrisch
um die Vertikalachse bei beiden Ausführungen nach den Fig. 5 und 6 angeordnet sind =
Es können gewisse Abwandlungen vorgenommen werden, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise
könnte die Ebene, in der der Verschluß 60 beweglich ist, geändert werden, und der Verschluß kann sogar vor dem
optischen Element 44 liegen. Im letzteren Fall wurden jedoch
die Vignettierungswirkungen der Ränder der Blendenöffnungen 72 und 74 in Kombination mit den W'andob er flächen
des Tunnels 48 vermindert= Auch kann der relative
zwischen optischem Element 44 und Fotodetektor 46 in Kombination mit Änderungen der Lage und Größe der
Blendenöffnung verändert werden.
Claims (1)
- Pateotknwätte; DJ p-Lj-lng;;. Curt Wallach '"' ** ""ÖTpl.-ingVeüntherKoch-Dipl.-Phys. Dr.Tino Haibach Dipl.-lng. Rainer FeldkampD-8000 München 2 · Kaufingerstraße 8 · Telefon (0 89) 24 02 75 · Telex 5 29 513 wakai dDatum: Z3.D8Z.Unser Zeichen: 17 340Patentansprücheii.ySaenenlichtdetektor für fotografische Apparate mit einem elektronischen Steuersystem zum Empfang eines Eingangssignals und zur Steuerung der Zündung eines Elektronenblitzes zu einem vorbestimmten Zeitpunkt nach Einleitung der Belichtung mit einer lichtempfindlichen Oberfläche vorbestimmter Bemessung zur Erzeugung eines elektrischen Eingangssignals, welches der Kameraelektronik als Eingangssignal zugeführt wird und eine Charakteristik besitzt, die sich gemäß der Henge der Strahlungsintensität ändert, die auf die lichtempfindliche Oberfläche auftrifft, und mit optischen Mitteln, die mit der lichtempfindlichen Oberfläche des Fotodetektors zusammenwirken, um ein fotometer zu bilden, das eine optische Achse und ein vorbestimmtes Sichtfeld aufweist, von dem Strahlungsenergie von der Aufnahmeszene gesammelt und auf die lichtempfindliche Oberfläche entworfen werden kann, sowie mit einem Verschluß, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß eine sich ändernde Primärblendenöffnung aufweist, die aufden Kameralichtpfad ausgerichtet ist xind sich von einem Anfangswert nach einem Endwert während der Versetzung der Verschlußlamellen von der Schließstellung in die öffnungsstellung verändert, wobei selektiv unterschiedliche Abschnitte des «optischen Pfades nach dem Fotodetektor während der Versetzung der Verschlußlamellen freigegeben werden und der Fotodetektor eine Szenenstrahlung von unterschiedlichen Bereichen der Aufnahmeszene bei unterschiedlichen Stellungen der Verschlußlamellen empfängt, um eine Belichtungsregelung durchzuführen, und daß einer der Szenenbereiche zu einem Zeitpunkt vor Zündung des Elektronenblitzes erscheint und ein anderer der Szenenbereiche zu einer Zeit nach Zündung des Elektronenblitzes.2. Detektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß der Verschluß wenigstens eine Verschlußlamelle aufweist, die hin- und hergehend gelagert ist und eine PrimärblendonÖffnung vorbestimmter Größe und Gestalt und wenigstens zwei weitere Blendenöffnungen aufweist, die ebenfalls eine vorbestimmte Gestalt und Größe aufweisen und von den Primär-Belichtungsblendenöffnungen einen vorbestimmten Absatz in Verschieberichtung aufweisen, und daß die Sekundär-Blendenöffnungen weiter so angeordnet sind, daß in Schließstellung die Lichtpfade auch nach dem Fotodetektor abgesperrt sind, so daß bei Ablauf des Verschlusses in seine Öffnungsstellung die Verschluß-Belichtungsblendenöffnungen progressiv auf den Kameralichtpfad mit sich vergrößernder Blendenöffnungausgerichtet sind, wobei der optische Pfad nach dem Fotodetektor zu -unterschiedlichen Zeiten während des Ablaufs des Verschlusses freigegeben wird, wobei Licht von unterschiedlichen Bereichen der Aufnahmeszene nach dem Fotodetektor gelangt»Detektor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Detektorblendenöffnungen um unterschiedliche Abstände gegenüber der optischen Achse versetzt sind, gemessen in Richtung senkrecht zu der Lamellenbewegung.Detektor nach Anspruch 1, dadurch g e kennz eichnet , daß die optische Vorrichtung eine Sammellinse aufweist, die eine vorbestimmte Brennweite besitzt und vom Fotodetektor in einer vorbestimmten Entfernung längs der optischen Achse angeordnet lot οDetektor nach Anspruch 4-, dadurch gekennzeichnet , daß die Sammellinse eine asphärische Oberfläche besitzt, um sphärische Aberrationen zu vermindern, und daß der vorbestimmte Abstand zwischen Sammellinse und Fotodetektor im wesentlichen gleich ist der Brennweite dieser Sammellinse ODetektor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß die optische Achse der optischen Vorrichtung und die Mittelachse desFotodetektors versetzt zueinander liegen.ο Detektor nach. Anspruch 4, dadurch g e kennzeichnet, daß die optische Einrichtung weiter e.inen Linsentubus besitzt, der einen vorbestimmten Abstand gegenüber der Sammellinse längs der optischen Achse aufweist und so konstruiert ist, daß teilweise die extremen Lichtstrahlenbündel begrenzt werden, die von der Sammellinse auf die lichtempfindliche Oberfläche des Fotodetektors geleitet werden.8. Detektor nach Anspruch 7» dadurch g e kennz eichnet , daß die Sammellinse eine asphärische Oberfläche aufweist, um sphärische Aberrationen zu vermindern, und daß der vorbestimmte Abstand, in dem die Sammellinse vom Fotodetektor entfernt liegt, im wesentlichen gleich ist der Brennweite der Sammellinse.9. Detektor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet , daß die Zentralachse der lichtempfindlichen Oberfläche des Fotodetektors und die optische Achse der optischen Vorrichtung relativ zur Zentralachse des Fotodetektors versetzt sind.10. Detektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß der Verschluß zwei Verschlußlamellen aufweist, die gegensinnig bewegbar sind und die jeweils eine Primär-Blendenöffnung undwenigstens zwei weiter© Blendenöffnungen aufweisen, die in vorbestimmten! Abstand zu den Primär-Blendenöffnungen in AbIaufrichtung angeordnet sind, daß in Schließstellung sämtliche Blendenöffnungen geschlossen sind und daß bei Ablauf der Lamellen die Primärblendenöffnungen einander progressiv überlappen, um eine sich vergrößernde Primär-Belichtungsblendenöffnung zu bilden, und wobei die übrigen Blendenlamellen über dem optischen Pfad des Fotodetektors einander zu unterschiedlichen Zeiten überlappen, so daß das Licht von unterschiedlichen Szenenabschnitten zu unterschiedlichen Zeiten auf den Fotodetektor gelangen kann»ο Detektor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet 5 daß die optischen Mittel eine Sammellinse aufweisen, die eine vorbestimmte Brennweite besitzt und vom Fotodetektor in einem vorbestimmten Abstand längs der optischen Achse angeordnet ist ο12o Detektor nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet , daß die Sammellinse eine asphärische Oberfläche besitzt, um die sphärischen Aberrationen zu vermindern, und daß der vorbestimmte Abstand zwischen Sammellinse und Fotodetektor gleich ist der Brennweite dieser Sammellinse»ο Detektor nach Anspruch 11, dadurch g e kennz eichnet , daß die lichtempfindliche Oberfläche des Fotodetektors eine Zentralachseaufweist land daß die optische Achse der optischen
Einrichtung gegenüber dieser Zentralachse des Fotodetektors versetzt ist.14-, Detektor nach Anspruch 13» dadurch g e kennz eichnet , daß die optische Einrichtung außerdem einen Linsentubus aufweist, der in
einem vorbestimmten Abstand längs der optischen Achse vor der Sammellinse liegt, und daß der Linsentubus so angeordnet und konstruiert ist, daß teilweise das extreme Lichtstrahlenbündel begrenzt wird, das von der
Sammellinse auf die lichtempfindliche Oberfläche des
Fotodetektors gerichtet wird.
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