DE3151129C2 - Photographische Kamera mit einer einen Belichtungsmesser aufweisenden Belichtungssteuerschaltung - Google Patents
Photographische Kamera mit einer einen Belichtungsmesser aufweisenden BelichtungssteuerschaltungInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer photographischen Kamera mit
einer einen Belichtungsmesser aufweisenden Belichtungssteuer
schaltung zur Steuerung eines Blendenverschlusses und zur Zün
dung eines Elektronenblitzes
- a) deren Blendenverschluß mindestens eine Verschlußlamelle besitzt, die eine Primärblendenöffnung zur Bildung einer Aufnah meblendenöffnung bei der Belichtung und verschiedene Sekundär blendenöffnungen zur Bildung mehrerer Photozellenblendenöffnun gen bei der Belichtungsmessung aufweist,
- b) bei deren Belichtungsmesser in einem von Aufnahmestrahlen gang getrennten Meßstrahlengang hinter den Photozellenblenden öffnungen eine Photozelle und vor den Photozellenblendenöffnun gen eine Photometerlinse zur Abbildung der Aufnahmeszene auf der lichtempfindlichen Oberfläche der Photozelle angeordnet sind und
- c) deren Belichtungssteuerschaltung den Belichtungszyklus be endet, wenn eine genügende Lichtmenge eingefallen ist.
Die US-PS-4 147 418 beschreibt eine Kamera mit einem
Blendenverschluß, bei dem die beiden gegenläufig gelagerten
Verschlußblendenlamellen außer den einander überlappenden
Belichtungsblendenöffnungen noch zwei Satz von Photometerblen
denöffnungen aufweisen, die die Lichtmenge bestimmen, die auf
einen Photodetektor auftrifft, welche in einem Integrationskreis
liegt, und bei einer vorbestimmten Lichtmenge den Verschluß
schließt. Ein Satz der Photometerblendenöffnungen ist für
Blitzbetrieb bestimmt und der zweite Satz für Aufnahmen bei
Umgebungshelligkeit. Die Photometerblendenöffnungen sind in den
Verschlußblendenlamellen übereinanderliegend derart angeordnet,
daß der Photodetektor unter unterschiedlichen Winkeln getroffen
wird, in Abhängigkeit davon, welcher der beiden Photometerblen
densätze wirksam ist. Die Umschaltung von Tageslichtbetrieb auf
Blitzlichtbetrieb erfolgt auch hier mechanisch beim Einstecken
einer Blitzleiste in die am Photoapparat vorgesehene Fassung.
Über einen beim Einstecken bewirkten Hebel wird ein mit den
Verschlußblendenlamellen zusammenwirkender Abdeckschieber in der
Weise verschoben, daß der jeweils benötigte Satz von Photome
terblendenöffnungen wirksam wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kamera dieser
Bauart so auszubilden, daß ohne die Notwendigkeit einer manuel
len Betätigung automatisch eine Anpassung der Photometerschal
tung auf die jeweils herrschenden Aufnahmebedingungen erfolgt,
wobei für die jeweiligen Aufnahmesituationen aus dem Bildfeld
bildwichtige Abschnitte bevorzugt für die Belichtungsregelung im
Sinne einer optimalen Gesamtbelichtung herangezogen werden.
Gelöst wird die gestellte Aufgabe durch die Gesamtheit der im
Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale a) bis e2).
Durch die Erfindung wird erreicht, daß die Photometerschaltung
zunächst den vorhandenen Tageslichtanteil berücksichtigt und
dann je nach der herrschenden Beleuchtung einen Aufhellblitz
oder einen für die Gesamtbelichtung notwendigen Blitz wirksam
werden läßt, wobei vom Aufnahmegegenstand reflektierte sichtbare
Strahlung und Infrarotstrahlung in einem bestimmten abgewogenen
optimalen Verhältnis zur Belichtungssteuerung herangezogen
werden.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den
Ansprüchen 2-5.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand
der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine teilweise auf gebrochene perspektivische
Ansicht einer erfindungsgemäß ausgebildeten
photographischen Kamera,
Fig. 2 in größerem Maßstab eine auseinandergezogene
perspektivische Darstellung des Blendenver
schlusses der Kamera gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine graphische Darstellung der normalisierten
Blendenöffnungsfläche von Belichtungsblenden
öffnung und Photozellenblendenöffnungen während
des Verschlußablaufs,
Fig. 4 eine schematische perspektivische Darstellung
der Kamera gemäß Fig. 1, aufgebaut vor einer
Ebene, in der eine Lichtquelle systematisch
bewegt werden kann, um das Winkelrichtanspre
chen und das Sichtfeld des Detektors des Be
lichtungsreglers zu messen.
Fig. 5 u. 6 Schnittansichten nach der Linie 5-5 gemäß Fig.
1 in größerem Maßstab, woraus das Winkelricht
ansprechen des Detektors erkennbar wird,
Fig. 7 u. 8 graphische Darstellungen, die die Winkelricht
ansprechkurven nach der Erfindung erkennen las
sen, wie sie in Fig. 5 veranschaulicht sind und
zwar gemessen in zwei verschiedenen Richtungen,
Fig. 9 eine graphische Darstellung, die den Bereich
einer photographischen Aufnahmeszene erkennen
läßt, von dem die erfindungsgemäße Vorrichtung
Strahlung empfängt, wenn die Lichtbedingung ge
mäß Fig. 5 erfüllt ist.
Fig. 10 und 11 grafische Darstellungen, welche die Win
kelrichtansprechkurven erkennen lassen, wenn die
Lichtbedingungen gemäß Fig. 6 erfüllt sind, ge
messen jeweils wieder in zwei unterschiedlichen
Richtungen,
Fig. 12 eine grafische Darstellung, aus der der Bereich
einer fotografischen Szene erkennbar ist, von
welcher die erfindungsgemäße Vorrichtung Strah
lung empfängt, wenn die Strahlungsbedingungen
gemäß Fig. 6 erfüllt sind.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kamera mit einem Lichtde
tektor.
Gemäß der bevorzugten Ausführungsform
bindet der Lichtdetektor Anwendung bei einer
vollautomatisch arbeitenden Kamera der Selbstentwickler
bauart, die in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 10 versehen
ist. Die Erfindung ist jedoch nicht beschränkt in ihrer
Anwendung auf jene fotografische Kamera der Selbstent
wicklerbauart.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, weist die Kamera 10 ein Elek
tronenblitzgerät 12 vorzugsweise mit Blitzlöschung auf,
das an dem starren Kameragehäuse 14 beweglich zwischen
einer entfalteten Stellung gemäß Fig. 1 und einer
nicht dargestellten Faltstellung beweglich ist. Das
Kameragehäuse 14 weist ein prismatisch ge
staltetes Hauptgehäuse 16 und ein allgemein L-förmig
gestaltetes Frontgehäuse 18 sowie eine rechteckige Film
einlegeklappe 20 auf.
In dem prismatischen Gehäuseteil 16 ist eine
Filmkassettenaufnahmekammer 23 angeordnet. Die Kammer 23
nimmt eine Kassette 22 auf. Die Kassette 22 weist ein
flaches rechteckiges Gehäuse 25 mit einer nach oben wei
senden Wand 27 auf, welche eine rechteckige Bildfeldbe
grenzungsöffnung 29 aufweist. Mehrere Selbstentwickler
filmeinheiten 26 sind auf die Öffnung 29 ausgerichtet und
gegen diese vorgespannt.
Unter den gestapelten
Filmeinheiten 26 befindet sich eine flache dünne Batterie
24, die
die verschiedenen elektrischen Verbraucher der Kamera 10
speist.
In der vertikalen Vorderwand 30 des L-förmigen Gehäuses
18 befinden sich mehrere Öffnungen 32, 34 und 36. In der
Öffnung 32 ist das Objektiv 40 mit der optischen Achse OA
vor einer Öffnung in einer opaken Belichtungskammer ange
ordnet (nicht dargestellt), die in bekannter Weise
innerhalb des prismatischen Gehäuseteils 16 liegt und
ebenfalls eine prismatische Gestalt hat, die der Innenge
stalt des Gehäuses 16 komplementär ist. Die Eintritts
blendenöffnung in die Belichtungskammer ist schematisch
bei 66 in Fig. 2 dargestellt.
In der Belichtungskammer befindet sich ein trapezförmig
gestalteter Spiegel (nicht dargestellt), der in einem
vorbestimmten Winkel gegenüber der optischen Achse OA und
gegenüber der Filmebene angestellt ist, um einen geknick
ten Lichtpfad vorbestimmter Länge dazwischen zu bilden,
wobei die Bilderzeugungslichtstrahlen vom Objektiv 40
nach dem Film innerhalb der Kassetten 22 gelangen, wäh
rend die Kamera die Belichtung durchführt.
Das Objektiv 40 und die Um
fangsränder der Filmkassettenöffnung 29 wirken zusammen,
um das Sichtfeld der Kamera 10 zu bilden.
Auf die Öffnung 34 ausgerichtet ist eine Konkavlinse 42,
die Teil eines Suchers ist, der in bekannter Weise als
umgekehrt es Galileisches Fernrohr ausgebildet ist und ein
Sichtfeld liefert, welches mit dem Sicht
feld der Kamera 10 zusammenfällt.
Die Öffnung 36 unter dem Suchereintrittsfenster 34 stellt
den Eingang eines konischen Tunnels 48 (Fig. 5 und 6)
dar, der längs einer optischen Achse OAr angeordnet und
so ausgebildet ist, daß Strahlung von einer Szene in das
Innere des Kameragehäuses 14 gelangt. Hinter einer Ein
trittsblendenöffnung 50 des Tunnels 48 befindet sich ein
optisches Element 44, hinter welchem ein Fotodetektor 46,
angeordnet ist. Beide liegen längs der optischen Achse OAr, wie aus
den Fig. 2, 5 und 6 ersichtlich.
Das optische Element 44 ist integral in eine zweiteilige
Plastiklinsenplatte 52 eingeformt und besteht aus einem
oberen Teil 45, der nur Strahlung im sichtbaren Bereich
des Spektrums hindurchtreten läßt, und einem unteren Teil
47, der nur Strahlung in der Nähe des infraroten Bereichs
des Spektrums hindurchtreten läßt. Sowohl der obere als
auch der untere Teil 45 bzw. 47 ist mit nach vorn konver
gierenden Oberflächen 49 bzw. 51 versehen und mit nach
hinten weisenden Keilflächen 53. Die konvergierenden Flä
chen 49 und 51 sind in bekannter Weise so korrigiert, daß
sphärische Aberrationen vermieden werden und das optische
Element 44 eine vorbestimmte Brennweite erhält.
Der Fotodetektor 46 ist auf einer gelochten Innenwand 54
der Kamera 10 montiert und seine lichtempfindliche Fläche
vorbestimmter Ausdehnung besitzt eine zentrale Achse CA.
Die zentrale Achse CA ist gegenüber der optischen Achse
OAr versetzt, wie am besten aus Fig. 5 und 6 ersichtlich,
und der Fotodetektor 46 liegt im Abstand hinter dem opti
schen Element 44 in einer Entfernung, die gleich der
Brennweite des optischen Elementes 44 ist.
Der Tunnel 48 und das optische Element 44 definieren Mit
tel, die mit der lichtempfindlichen
Oberfläche des Fotodetektors 46 zusammenwirken, um ein
Fotometer zu bilden, dessen optischer Pfad ein Winkel
sichtfeld besitzt, über das die Strahlungsenergie einer
fotografischen Szene durch optische Mittel gesammelt und
auf die lichtempfindliche Oberfläche des Fotodetektors 46
gerichtet werden kann, wodurch der Fotodetektor 46 veran
laßt wird, ein Ausgangssignal zu erzeugen.
Ein Verschluß 60 (Fig. 2) arbeitet in noch zu beschrei
bender Weise, um selektiv unterschiedliche Abschnitte des
optischen Pfades nach dein Fotodetektor 46 freizugeben, so
daß während eines Belichtungsintervalls der Fotodetektor
46 Strahlung von unterschiedlichen Bereichen einer Szene
empfängt. Wie später erläutert wird, ist der Verschluß 60
auch teilweise dafür verantwortlich, das Ausgangssignal
vom Fotodetektor 46 mit einer Charakteristik zu liefern,
durch die sich das Ausgangssignal in direkter Abhängig
keit von dem Einfluß der Strahlung von Gegenständen än
dert, die an unterschiedlichen Stellen der Szene angeord
net sind.
Die Belichtung der Filmeinheiten 26 wird
durch ein Belichtungsregelsystem bewirkt, wie dies
beispielsweise in der US-PS 4 023 187 beschrieben ist.
Dabei kann das Ausgangssignal des Fotodetektors benutzt
werden, um das Zünden des Elektronenblitzes 12 derart zu
steuern, daß automatisch ein proportionaler Ausfüllblitz
unter Bedingungen erzeugt wird, unter denen die Tages
lichtbeleuchtung eine hohe Intensität besitzt, wobei
außerdem das Zünden des Elektronenblitzes 12 auch unter
Bedingungen mit vernachlässigbarem Tageslicht gesteuert
werden kann, und der Anteil der Belichtung, für die das
Blitzlicht des Elektronenblitzes 12 verantwortlich ist,
automatisch mit dem Absinken der Tageslichthelligkeit an
steigt. Zu diesem Zweck, weist der Verschluß der Kamera 10 zwei
durch einen Elektromagneten betätigte
einander überlappende opake Verschluß
lamellen 62 und 64 auf die hin- und hergehend durch einen
schwenkbar gelagerten Schwinghebel 59 angetrieben werden.
An dem Schwinghebel 59 sind
die Lamellen 62 und 64 über Stifte an
gelenkt sind. Am Schwinghebel 59 greift außerdem ein
Elektromagnet 55 an, der die Lamellen 62 und 64 bei Erre
gung in ihre Schließstellung gemäß Fig. 2 überführt. Wenn
der Elektromagnet 55 nicht erregt ist, dann spannt eine
Feder 56 die Lamellen 62 und 64 in die nicht dargestellte
Öffnungsstellung vor. Die Lamellen 62 und 64 werden
in Schließstellung gegen die Vorspannung der
Feder 56 durch mechanische Verriegelungsmittel
gehalten.
Jede Lamelle 62 und 64 besitzt Primär-Blendenöffnungen 66
bzw. 68, die einander überlappen, wenn sie den optischen
Pfad der Kamera 10 überqueren, nachdem die Lamellen 62
und 64 aus der Schließstellung ablaufen. Die Primär-Blen
denöffnungen 66 und 68 sind so gestaltet, daß bei ihrer
Überlappung während der entgegengesetzt gerichteten Bewe
gung der Lamellen 62 und 64 von ihnen eine wirksame Be
lichtungsblendenöffnung über der Eintrittsöffnung 66 der
Belichtungskammer gebildet wird. Die Belichtungsblenden
öffnung vergrößert sich bis zu einem maximalen Wert wäh
rend einer vorbestimmten Zeitdauer, wie dies in der Kurve
70 in Fig. 3 angegeben ist.
Die Lamellen 62 und 64 sind außerdem mit mehreren Sekun
där-Blendenöffnungen 72 und 72′ bzw. 74 und 74′ versehen,
die das Szenenlicht auf den Fotodetektor 46 auftreffen
lassen, während das Szenenlicht während der Bewegung der
Lamellen 62 und 64 auf den Film auftrifft und eine Be
lichtung durchgeführt wird. Das Fotodetektorausgangssig
nal wird einer Integrationsschaltung zugeführt, die beim
Erreichen eines Integrationspegels, der einem gewünschten
Belichtungspegel entspricht, das Belichtungsintervall da
durch beendet, daß die Verschlußlamellen 62 und 64 in ih
re Schließstellung zurückgeführt werden.
Die Lichtdurchlaßbereiche längs des optischen Pfades nach
dem Fotodetektor 46, die durch die Blendenöffnungen 72
und 74 bestimmt werden, sind auch in Fig. 3 dargestellt,
woraus ersichtlich ist, daß die oberen Blendenöffnungen
72 und 74 den Bereich liefern, der durch die Kurve 76 de
finiert wird, während die unteren Blendenöffnungen 72′
und 74′ jenen Flächenbereich liefern, der durch die Kurve
73 bestimmt ist. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind es die
Blendenöffnungen 72 und 74, die zuerst zur Überlappung
kommen, wenn die Lamellen 62 und 64 sich aus ihrer
Schließstellung herauszubewegen beginnen. Infolgedessen
werden die oberen Blendenöffnungen 72 und 74 auf den obe
ren Teil 45 des optischen Elementes 44 ausgerichtet, wie
aus Fig. 5 ersichtlich ist, und danach erfolgt eine wei
tere Öffnung auf den größten Wert, wie durch die Kurve 76
charakterisiert ist. Nach Erreichung dieses höchstmögli
chen Blendenwertes verkleinern sich die oberen Blenden
öffnungen 72 und 74 in ihrer Überlappungsfläche über dem
Teil 45 des optischen Elementes 44 und danach erfolgt
wiederum eine Zunahme,um wiederum eine größere Fläche
über dem oberen Teil 45 des optischen Elementes 44 frei
zugeben. Dies ist auch aus Fig. 5 ersichtlich. Die Mitte
und die unteren Ränder der oberen Öffnungen 72 und 74
liegen auch über der optischen Achse OAr. Die vertikale
Höhe der oberen Blendenöffnungen 72 und 74 ist kleiner
als die vertikale Höhe der unteren Blendenöffnungen 72′
und 74′ (vgl. Fig. 2, 5 und 6).
Nachdem die Lamellen 62 und 64 eine vorbestimmte Stellung
längs ihres Bewegungspfades erreicht haben, beginnen die
unteren Blendenöffnungen 72′ und 74′ einander zu überlap
pen, und zwar ausgerichtet auf den unteren Teil 47 des
optischen Elementes 44, und wenn die Lamellen 62 und 64
ihre Bewegung fortsetzen, dann wird der Bereich der Öff
nung, die durch Überlappung der unteren Blendenöffnungen
72′ und 74′ geliefert wird, größer und steigt auf einen
Spitzenwert an und danach wird die Öffnung wieder klei
ner, wie durch die Kurve 72 in Fig. 3 und die schemati
sche Darstellung in Fig. 6 dargestellt. Zu verschiedenen
Zeiten während der Bewegung der Verschlußlamellen 62 und
64 können, wie aus Fig. 2 ersichtlich, unterschiedliche
Abschnitte des optischen Elementes 44 Licht nach dem
Fotodetektor 46 hindurchtreten lassen.
Die Fotozellenblendenöffnungen 72 und 72′, 74 und 74′
sind in der vorbeschriebenen Weise so angeordnet, daß un
terschiedliche Abschnitte des optischen Elementes 44
Licht nach dem Fotodetektor 46 zu verschiedenen Zeiten
während des Ablaufs der Verschlußlamellen 62 und 64 hin
durchtreten lassen. Die unterschiedlichen Abschnitte des
optischen Elementes 44 sind mit unterschiedlicher spektra
ler Durchlaßcharakteristik ausgestattet, so daß zu den
jeweiligen Zeiten während eines Belichtungszyklus mit
Blitzbelichtung die Steuerung vorherrschend durch Infra
rotlicht erfolgt, welches von der Szene zurückgeworfen
wird, während bei Tageslichtbetrieb die Belichtung vor
herrschend durch sichtbare Strahlung gesteuert wird, die
von der Szene zurückgeworfen wird. Die Steuerung der Zün
dung des Elektronenblitzgerätes 12 erfolgt zu einer vor
bestimmten Zeit nach Einleitung der Belichtung und ent
sprechend den unteren Blendenöffnungen 72 und 74, die
über dem unteren Teil 47 des optischen Elementes 44 vor
beilaufen, wie aus Fig. 3 ersichtlich.
Die Szenenbereiche, von denen der Fotodetektor 46 die
Strahlung empfängt, wenn die oberen und unteren Blenden
öffnungen 72, 72′ und 74, 74′ jeweils optisch auf die
oberen und unteren Teile 45 bzw. 47 des optischen Elemen
tes 44 ausgerichtet sind, lassen sich am besten unter Be
zugnahme auf Fig. 4 erkennen. In Fig. 4 ist eine Anord
nung dargestellt, durch die sowohl das Winkelrichtanspre
chen als auch das Sichtfeld gemäß der Erfindung in
zweckmäßiger Weise gemessen werden kann. Um das Sichtfeld
und das Winkelrichtansprechen zu bestimmen, wird die
Kamera 10 vor einer Ebene (X-Y) aufgestellt, die senk
recht zur optischen Achse OA des Kameraobjektivs 40 ver
läuft. Eine kleine Lichtquelle S konstanten Lichtaus
gangs, die nur einen kleinen Winkelprozentsatz des Ge
samtsichtfeldes der Kamera 10 einnimmt, wird dann auf der
Ebene in systematischer Weise bewegt, und es werden Mes
sungen des Ausgangs des Fotodetektors 46 in bekannter
Weise für jede Lage der Lichtquelle S durchgeführt, wobei
das Sichtfeld der Kamera im übrigen dunkel gehalten wird
und die Lamellen des Verschlusses 60 in unterschiedlichen
Stellungen gehalten werden. Die Größe des Ausgangssignals
für jede Stelle der Lichtquelle S wird dann durch die
Spitzenamplitude geteilt, die bei allen Messungen aufge
zeichnet wurde, und das Ergebnis wird als Funktion der
Lage der Lichtquelle S aufgezeichnet. Dies kann in ir
gendeinem zweckmäßigen Koordinatensystem erfolgen, bei
spielsweise einem solchen wie in Fig. 4 dargestellt, wo
die Lage der Lichtquelle durch einen Azimutwinkel Ra und
in einem Höhenwinkel Re festgelegt wird, wobei die
X-Achse der Vertikalen und die X-Achse der Horizontalen
entspricht. Das Winkelrichtansprechen für den Fall, daß
der Verschluß in der in Fig. 5 dargestellten Stellung be
findlich ist und in der beschriebenen Weise normalisiert
ist, bei Änderung der Azimutlage der Lichtquelle S jedoch
einer Konstanthaltung der Höhenlage Re bei 0°, ist in
Fig. 7 dargestellt. Ein positiver Ra-Wert entspricht
Stellungen der Lichtquelle S rechts der vertikalen
Y-Achse, während negative Winkel jene links der Vertikal
achse sind. Der Ausgang des Fotodetektors 46 repräsen
tiert das relative Ansprechen auf die Lichtquelle S, ba
sierend auf der Feldstellung wegen der Art und Weise der
durchgeführten Berechnungen. Fig. 8 liefert das
Winkelrichtungsansprechen bei Änderungen des Höhenwinkels
Re der Lichtquelle S, wobei der Azimutwinkel Ra auf 0°
konstant gehalten wird. Das Sichtfeld der Erfindung ent
spricht einfach jenen extremen Winkeln, bei denen der Fo
todetektor 46 gerade noch auf die Lichtquelle S an
spricht, und demgemäß liegt das Sichtfeld in Fig. 7 zwi
schen etwa +20° und -20° mit der X-Achse in der Mitte.
Aus Fig. 8 ergibt sich, daß das Sichtfeld etwa ±20° um
die horizontale X-Achse verläuft, wobei über einem Wert
von Re ≅ 7° ein sehr geringes Ansprechen erfolgt.
Wenn das Winkelrichtungsansprechen in dieser Weise bei
anderen Azimutwinkeln gemessen wird, während die Höhen
winkel konstant gehalten werden, ist es möglich, all jene
Positionen der Lichtquelle S zu erhalten, wo das relative
Ansprechen gleich ist. Dies wurde durchgeführt, wie in
Fig. 5 dargestellt, und die Linien von 25% und 50% re
lativen Ansprechens sind in Fig. 9 überlagert dem Sicht
feld der Kamera 10, d. h. über dem Bereich, wo sonst die
Aufnahmeszene erscheint. Wie aus Fig. 9 ersichtlich,
liegt jener Bereich der Szene, von dem der Fotodetektor
46 Strahlung empfängt, wenn der Verschluß 60 in einer
Stellung befindlich ist, die einer Tageslichtbedingung
entspricht, etwas unter der Horizontalachse und zen
triert um die Vertikalachse. Dieser Bereich ist zu bevor
zugen, wenn der Aufnahmegegenstand mit Tageslicht be
leuchtet werden soll.
Das horizontale Winkelrichtansprechen für den Fall, daß
sich der Verschluß 60 in der Stellung gemäß Fig. 6 befin
det, ist durch die Kurve in Fig. 10 charakterisiert, wäh
rend das vertikale Winkelrichtansprechen für diesen
Verschluß durch die Kurve in Fig. 11 charakterisiert
ist. Derjenige Bereich einer Szene, von dem der Fotode
tektor 46 Strahlung empfängt (25% oder 50% Ansprechen),
während der Verschluß 60 in der Stellung gemäß Fig. 6
befindlich ist, ergibt sich aus Fig. 12. Fig. 12 zeigt,
daß der Bereich, von welchem der Fotodetektor 46 Strah
lung empfängt, nachdem der Elektronenblitz 12 gezündet
ist, um den Ursprung der X-X-Achsen zentriert ist.
Die Art und Weise, gemäß welcher die erfindungsgemäße
Einrichtung arbeitet, um Strahlung von unterschiedlichen
Bereichen einer Szene aufzufangen, wenn der Verschluß 60
in der aus Fig. 5 bzw. 6 ersichtlichen Stellung befind
lich ist, läßt sich am besten dadurch verständlich ma
chen, daß Lichtstrahlen von den äußersten Rändern des Fo
todetektorfensters durch das optische Element 44 und den
Tunnel 48 gezogen und in Bereichen einer Szene beobachtet
werden, von denen diese Strahlen austreten müßten, um
diese gewählten Pfade zu durchlaufen. Dies ist zulässig,
da der Pfad, über den die Lichtstrahlen verlaufen, beim
Eintritt und beim Verlassen eines optischen Systems iden
tisch ist, d. h. das optische System hat ein reversibles
Verhalten.
In Fig. 5 stellen die Lichtstrahlen 80 und 82 die extre
men Strahlen dar, die eine Szene vom Oberrand des Fotode
tektors 46 durch die oberen Blendenöffnungen 72 und 74
erreichen können. Die Strahlen 84 und 86 repräsentieren
die extremen Strahlen, die eine Szene vom unteren Rand
des Fotodetektors 46 erreichen können. Es ist ersicht
lich, daß die Strahlen 80 und 82 von einem Bereich der
gleichen Szene ausgehen, der unter der Horizontalen
liegt, während die Strahlen 84 und 86 aus einem Bereich
über der Horizontalen ausgehen. Es muß dabei berücksich
tigt werden, daß die unteren Ränder der oberen Blenden
öffnungen 72 und 74 den Winkel bilden, unter welchem der
Strahl 86 das optische System verläßt, während die Ränder
des Tunnels 48 den Winkel bestimmen, mit dem der Strahl
84 das optische System verläßt. Die oberen Flächen des
Fotodetektors 46 empfangen einen relativ größeren Anteil
von Energie von Abschnitten der Szene unter der optischen
Achse OAr verglichen mit den unteren Flächen des Fotode
tektors 46, die Licht von der Szene über der optischen
Achse OAr empfangen, weil der Festwinkel, der durch die
Strahlen 80 und 82 ausgespannt wird, größer ist als der
Winkel, der durch die Strahlen 84 und 86 aufgespannt
wird.
Der Festwinkel ist bekannt und ein Maß der örtlichen Mög
lichkeit, Strahlungsenergie von der Szene zu sammeln und
in diesem Fall eine Veränderung von einem relativ großen
Winkel für den oberen Bereich des Fotodetektors 46 auf
einen relativ kleineren Winkel im unteren Bereich durch
zuführen. Dies erklärt das relative Winkelrichtansprechen
mit den vertikalen Spitzenwerten um -8° herum, wie in
Fig. 8 dargestellt, und dies ist eine Folge der asymme
trischen Anordnung der oberen Blendenöffnungen 74 und 76
gegenüber der optischen Achse OAr, der Zentralachse CA
des Fotodetektors 46 und der Lage und dem Aufbau des op
tischen Elementes 44 und des Tunnels 48.
Fig. 6 veranschaulicht die extremen Lichtpfade für den
Fall, daß die unteren Blendenöffnungen 72 und 74 auf den
unteren Teil 47 des optischen Elementes 44 ausgerichtet
sind. Die Strahlen 88 und 90 repräsentieren jene Strah
len, die die Szene vom oberen Rand des Fotodetektors 46
erreichen, und die Strahlen 92 und 94 repräsentieren jene
Strahlen, die die Szene vom unteren Rand des Fotodetek
tors 46 erreichen können. Es kann jedoch gezeigt werden,
daß der Festwinkel, der durch den unteren Rand des Foto
detektors 46 zwischen den Strahlen 92 und 94 aufgespannt
wird, relativ größer ist als jener, der durch den oberen
Rand zwischen den Strahlen 88 und 90 aufgespannt wird.
Infolgedessen empfangen die unteren Bereiche des Fotode
tektors 46 relativ mehr Energie von den oberen Abschnit
ten der Szene als die oberen Bereiche des Fotodetektors
46 von dem unteren Abschnitt der Szene, und zwar aus
Gründen, die vorstehend diskutiert wurden, und dies trägt
dazu bei, daß das vertikale relative Richtungsansprechen
gemäß der Kurve in Fig. 11 verläuft.
Das horizontale Winkelrichtansprechen bei beiden Anord
nungen nach den Fig. 5 und 6 ist im wesentlichen symme
trisch um die Vertikalachse, weil sowohl die oberen als
auch die unteren Blendenöffnungen 72 und 74 symmetrisch
um die Vertikalachse bei beiden Ausführungen nach den
Fig. 5 und 6 angeordnet sind.
Es können gewisse Abwandlungen vorgenommen werden, ohne
den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise
könnte die Ebene, in der der Verschluß 60 beweglich ist,
geändert werden, und der Verschluß kann sogar vor dem
optischen Element 44 liegen. Im letzteren Fall würden je
doch die Vignettierungswirkungen der Ränder der Blenden
öffnungen 72 und 74 in Kombination mit den Wandoberflä
chen des Tunnels 48 vermindert. Auch kann der relative
Abstand zwischen optischem Element 44 und Fotodetektor 46
in Kombination mit Änderungen der Lage und Größe der
Blendenöffnung verändert werden.
Claims (5)
1. Photographische Kamera mit einer einen Belichtungsmesser
aufweisenden Belichtungssteuerschaltung zur Steuerung eines
Blendenverschlusses und zur Zündung eines Elektronenblitzes
- a) deren Blendenverschluß (60) mindestens eine Verschlußla melle (62; 64) besitzt, die eine Primärblendenöffnung (66; 68) zur Bildung einer Aufnahmeblendenöffnung (66a) bei der Belichtung und verschiedene Sekundärblendenöffnungen (72, 74, 72′, 74′) zur Bildung mehrerer Photozellenblendenöffnungen bei der Belich tungsmessung aufweist,
- b) bei deren Belichtungsmesser in einem vom Aufnahmestrahlen gang getrennten Meßstrahlengang hinter den Photozellenblenden öffnungen eine Photozelle (46) und vor den Photozellenblenden öffnungen eine Photometerlinse (44) zur Abbildung der Aufnahme szene auf der lichtempfindlichen Oberfläche der Photozelle (46) angeordnet sind und
- c) deren Belichtungssteuerschaltung den Belichtungszyklus beendet, wenn eine genügende Lichtmenge eingefallen ist, dadurch gekennzeichnet,
- d) daß deren Belichtungssteuerschaltung ein Zündsignal für den Elektronenblitz zu einer vorbestimmten Zeit nach Einleiten der Belichtung und Erreichen der vollen Blendenöffnung liefert und
- e) daß die verschiedenen Sekundärblendenöffnungen (72, 74, 72′,
74′) derart relativ zur Primärblendenöffnung (66; 68) auf der
Verschlußlamelle (62; 64) angeordnet sind, daß im Verlaufe der
Bewegung der Verschlußlamelle (62; 64) während der Belichtung
- e1) vor der Blitzzündung durch eine erste Photozellenblenden öffnung ein Meßstrahlengang aus einem ersten Teilbereich in der Mitte der Aufnahmeszene auf die Photozelle (46) zur Messung im sichtbaren Spektralbereich und
- e2) nach der Blitzzündung durch eine zweite Photozellen blendenöffnung ein Meßstrahlengang aus einem zweiten Teilbereich der Aufnahmeszene mit einem aus deren Mitte versetzten Zentrum auf die Photozelle zur Messung im infraroten Spektralbereich während der Blitzlichtemission geöffnet werden.
2. Kamera nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sekundärblendenöffnungen (72, 74;
72′, 74′) um unterschiedliche Abstände gegenüber der optischen
Achse (OA) versetzt sind, gemessen in Richtung senkrecht zu der
Lamellenbewegung.
3. Kamera nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Photometerlinse (44) eine asphä
rische Oberfläche besitzt.
4. Kamera nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die optische Achse (OAr) der Photo
meterlinse (44) und die Mittelachse (CA) des Belichtungsmessers
versetzt zueinander liegen.
5. Kamera nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Photometerlinse (44) einen
Linsentubus (48) besitzt, der die äußeren Lichtstrahlenbündel
begrenzt, die von der Photometerlinse auf die lichtemp
findliche Oberfläche des Photodetektors gerichtet werden.
Applications Claiming Priority (1)
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