DE3037697A1 - Stromwandler fuer eine hochspannungsanlage - Google Patents
Stromwandler fuer eine hochspannungsanlageInfo
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Description
6. Qkt. 1980
STROMWANDLER FÜR EINE HOCHSPANNUNGSAKLAGE
Die. Erfindung bezieht sich auf einen Stromwandler für Hochspannungsanlagen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
Gewöhnlich ist der Primärkreis für die Dauerbetriebs-SDannung
und für noch höhere Testspannungen von der Erde isoliert angelegt, während eine Klemme des Sekundärkreises im allgemeinen
geerdet ist. Der Magnetkreis ist entweder geerdet oder auf das Hochspannungspotential· gebracht, je nachdem, ob die Isolierung
zwischen Primärkreis und Sekundärkreis die Primärwicklung oder die Sekundärwicklung(-en) betrifft.
Bei geerdetem Magnetkreis sind dieser selbst und der
Sekundärkreis in einem festen Isolierstoff eingegossen oder in
einem mit einem flüssigen oder gasförmigen Isoliermaterial gefüllten Behälter untergebracht. Diese Behälter besitzen zur
Aufnahme der Magnetkreise ein großes Volumen und erfordern für die Sekundärkreisklemmen schwierig herzustellende und kostenintensive,
völlig dichte Durchführungen. Außerdem sind die Magnetkreise unzugänglich.
Die zwischen Spannung führenden Teilen und der Erde verwendeten festen Isolierstoffe werden dielektrisch hoch beansprucht
und können altern. Dagegen führen in Hochspannungsanlagen eingesetzte Stromwandler im allgemeinen einen hohen
Nennstrom, und deshalb weist der Primärkreis nur eine einzige Windung auf. Unter diesen Umständen bleibt selbst bei auftretendem
Kurzschluß oder Blitzschlag die Spannung an den Klemmen des Primärkreises stets sehr niedrig.
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Es ist daher vorteilhaft, zwischen dem Primärleiter und der Erde den organischen Isolierstoff wegfallen zu lassen,
während das Vorhandensein des organischen Isolierstoffs zwischon
verschiedenen Teilen des Primärleiters keinen wirklichen Nachteil darstellt. Die Erfindung zielt auf einen Stromwandler
ab, bei dem die Anordnung seiner Bestandteile eine vereinfachte Isolierung und bessere Zugänglichkeit gestattet. Dieses Ziel
wird durch den im Anspruch 1 gekennzeichneten Wandler erreicht. Bezüglich von Merkmalen bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung
wird auf die Unteransprüche verwiesen.
Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels rithilfe zweier Figuren näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Wandlers.
Fig. 2 zeigt im einzelnen die Verbindung zwischen den koaxialen Leitern und der Primärwicklung des Wandlers aus
Fig. 1.
Die Eingangsklemme 1 des Pr_t.märkreises eines Stromwandler
ist über einen vertikalen Zentralleiter 2 an das Ende einer als Primärwicklung des Wandlers wirkenden ringförmigen
Schleife 6 angeschlossen. Das andere Ende der Primärwicklung ist durch ein äußeres koaxiales leitendes Rohr 3 mit der Ausgangsklemme
4 des Primärkreises verbunden. Die Klemme 1 und der Zentralleiter 2 werden von der Klemme 4 und dem koaxialen
Rohr 3 durch einen Isolierring 5 isoliert.
Die Schleife 6 ist in einem dichten, mit einem dielektrischen
Gas wie beispielsweise Schwefelhexafluorid gefüllten
Behälter untergebracht.
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Zum dichten Behälter gehört ein oberer vertikaler Teil, der aus übereinandergeschichteten rohrförmigen Isolatoren
9 und 17 besteht, deren Durchmesser stufenweise von oben nach unten zunimmt und die zu je nach Isolierspannung kombinierbaren
Moduln zusammengesetzt sein können.
Auf die Isolatorenden sind Ringflansche 8, 18, 19,
20 aufgeschmolzen. Davon haben die Zwischenflansche wie z.B. 18 und 19 unterschiedliche Durchmesser und sind auf einer
Zwischenplatte 21 befestigt. An der Platte 21 befestigte Schutzringe 22 sind innen in Höhe der Platte angeordnet und sorgen
für die Verteilung des elektrischen Feldes.
Die zueinander koaxialen Leiter 2 und 3 sind in der Achse der Isolatoren 9 und 17 senkrecht aufgehängt und
durchqueren dabei eine auf dem oberen Flansch des Isolators 9 befestigte Endplatte 7.
Der untere Teil des dichten Behälters besteht aus einem torusförmigen Metallkessel T6, in dessen Innenachse die
Primärwicklung 6 angeordnet ist. Der Metallbehälter besteht aus mehreren Abschnitten 33, 34, 35 und 36. Der obere Abschnitt
33 weist eine obere, über eine Platte 32 mit dem unteren Flansch 20 des untersten Isolators 17 verbundene Öffnung 20 und eine
untere, durch eine Zugangsplatte verschlossene Öffnung 26 auf.
Die Enden des oberen Abschnitts 33 sind mit je einem seitlichen Abschnitt 34 und 35 verbunden, die ihrerseits an
den unteren horizontalen Abschnitt 36 angeschlossen sind. Zwischen den Abschnitten 34 und 36 liegt ein Isolierring 24.
Die Abdichtung zwischen den verschiedenen Behälterabschnitten
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erfolgt auf herkömmliche Weise mit Dichtungen, und der untere Kesselabschnitt 36 ist mit einem Füllstutzen 25 für das dielektrische
Gas und mit einem Drucküberwachungsgerät (nicht dargestellt) versehen.
Die rohrförmige Primärwicklung 6 besitzt an ihren
Enden kegelstumpfartige Muffen 41 und 42, die an ihren Spitzen mit zylindrischen Anschlüssen 43 und 44 verschweißt sind.
Das koaxiale Rohr 3 ist an seinem unteren Ende auch mit einer kegelstumpfförmigen Muffe 10 versehen, deren Spitze in ein
zylindrisches Anschlußrohr Il übergeht. Dieses Rohr ist mit seiner Peripherie mit dem Anschluß 44 verbunden. Das untere
Ende des Zentralleiters 2 weist innerhalb des Rohrs 11 eine
zylindrische Schulter 12 auf, die vom Rohr 11 durch ein Isolierrohr 14 elektrisch isoliert ist.
Das Rohr 11 und das Isolierrohr 14 besitzen auf ihrer dem Anschluß 44 gegenüberliegenden Seitenfläche eine
seitliche Öffnung, in der ein Isolierrohr 15 sitzt, durch das der Anschluß 43 verläuft, dessen Ende über eine Schraube 13
mit der Schulter 12 verschraubt ist.
Das äußere koaxiale Rohr 3 kann sehr steif sein und beispielsweise aus einem ziemlich dicken Rohr aus einer
Aluminiumlegierung oder sogar Stahl bestehen.Die koaxiale Anordnung der Leiter führt praktisch zur Annulierung des entstehenden
Magnetfeldes.
Der Sekundärkreis des Stromwandlers ist außerhalb des dichten Behälters 16 um den unteren Abschnitt 36 herum angeordnet.
Er besitzt einen Magnetkreis 27, der an die Sekundär-
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wicklung 28 anliegt. Um den Sekundärkreis herum angeordnete
äquipotentiale leitende Verbindungen wie beispielsweise 2S
verbinden das an die Isolierdichtung 24 angrenzende Ende des seitlichen Abschnitts 34 mit dem von der Dichtung 24 abgewandten
Ende des unteren Abschnitts 36.
Da in Bezug auf das Potential zwischen Primärleiter und Masse die Spannung zwischen den Klemmen i und 2 der Primärwicklung
stets gering ist, brauchen der Isolierring 5 und die kurzen Isolierrohre 14 und 15 nur kleinen dielektrischen Beanspruchungen
zu genügen, so daß für diese Teile eventuell organische Isolierstoffe in Frage kommen.
Die Befestigung des Stromwandlers innerhalb der Hochspannungsanlage erfolgt mithilfe eines mit Füßen 30 ausgestatteten
Chassis 31, auf dem die Platte 32 ruht. Der Behälter 16 ist also im Chassis 31 hängend angeordnet, wodurch
Verformungen vermieden werden,und das Chassis trägt die Isolatoren
9 und 17, an deren oberem Teil die Primärwicklung aufgehängt ist.
Ein derartiger Stromwandler kann als Stützisolator für ein Trennschalter eingesetzt werden.
Durch die Öffnung 26 läßt sich während der Montage geeignetes Werkzeug zur möglichst genauen Zentrierung der innerhalb
des an Masse liegenden Behälters Spannung führenden Teile einführen. Nach erfolgter Positionierung und Fixierung des
Primärkreises wird das Werkzeug entfernt und die Öffnung 26 verschlossen.
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ϋ J / ο a 7
Da die Isolierung zwischen der Primärwicklung 2, 3, 6 und dem an Masse liegenden Behälter 1.6 lediglich
durch das Isoliergas erfolgt, ist die einzige Kriechstrecke zwischen spannungsführenden Teilen und der Masse entlang den
Keramikisolatoren 9 und 17 sehr lang.
Ein organischer Isolierstoff, der die hohe zwischen
Primärkreis und Masse herrschende Spannung aushalten müßte, ist hier nicht vorhanden. Der Behälter 16 besitzt ein nicht
dargestelltes Ventil und/oder eine Membran zur Begrenzung eventuell infolge Lichtbogenausbildung im Inneren des Behälters
auftretender Überdrücke, so daß keine Explosion zu befürchten ist.
Der erfindungsgemäße Stromwandler weist zahlreiche
Vorteile auf :
- Dank der Verwendung einer an zwei koaxiale Leiter angeschlossenen, in einem gasgefüllten Behälter aufgehängten
und nur am Aufhängepunkt mit massiven Teilen in Berührung stehenden Primärwicklung wirkt die Hochspannung zwischen Primärwicklung
und Masse nur durch ein Gas oder über eine sehr lange Kriechstrecke entlang eines Keramikisolators.
- Der Beanspruchung durch die sehr hohe Spannung ist kein organischer Isolierstoff ausgesetzt.
- Aufgrund der Verwendung von außerhalb des das Isoliergas enthaltenden Behälters angeordneten Sekundärwicklungen
ist es möglich, das Gasvolumen auf ein Minimum zu beschränken, da die Dicke der Gasschicht an allen Punkten der
dielektrischen Festigkeit zwischen Oberflächen mit großem
3 0 017/0 B
Krümmungsradius entspricht. Ferner wird bei der Verbindung
zwischen dem koaxialen Rohr und der Primärwicklung jegliche Di3kontinuität vermieden, die eine örtliche Erhöhung des
elektrischen Feldes hervorrufen würde.
- Die Montage der Sekundärwicklungen und eventuelle Änderungen an ihnen sind leicht durchzuführen.
- Dank einer außerhalb des Magnetkreises und der Sekundärwicklungen liegenden elektrischen Verbindung ist die
elektrische Kontinuität des Behälters ohne nachteilige Beeinflussung
der Eigenschaften des Magnetkreises zu erreichen.
- Die Zentrierung der koaxialen Leiter und der
Primärwicklung kann durch die Öffnung 26 hindurch erleichtert werden.
- Durch Verwendung von zylindrischen Isolatoren mit stufenweise verändertem Durchmesser, die je nach Isolierspannung
kombinierbare Moduln bilden, werden die Fertigungskosten bei den Herstellern gesenkt, die Geräte für mehrere
Kenn-spannungen bauen.
- Der Stromwandler gestattet den zusätzlichen Anbau
eines Trennschalters, so daß dieselben Stützisolatoren gleichzeitig
für den Wandler und für den Trennschalter verwendet werden können.
- Wird ein derartiger Wandler anstelle eines Isolierträgers auf einem Trennschalter eingesetzt, so läßt sich
ein Isolierträger einsparen.
Die Schleife 6 wird wie dargestellt als ovaler oder auch als kreisförmiger Torus ausgebildet, der gegenüber elektro-
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dynamischen Kräften besonders anempfindlich int, so daß
bei auftretenden Kürzten Imßströmen die Wicklung keinen Beqnsnruchungen
oder Verformungen mehr ausgesetzt ist.
χ χ
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Claims (1)
- Fo Il 795 D6. O.Hi 1980ALSTHOM-AT LANTIQUE 3 U O / O 9 /38, avenue Kleber
75784 PARIS CEDEX 16
FrankreichSTROMfANDLER FÜR EINE HOCHSPANNUNGSANLAGEPATENTANSPRÜCHE/ 1 ή Stromwandler für Hochspannungsanlagen mit einer Primärwicklung, einer Sekundärwicklung und einem Magnetkreis, wobei die Primärwicklung aus einer an zwei zueinander koaxialen Leitern in einem ein Dielektrikum aufweisenden isolierten Behälter aufgehängten Schleife besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Sekundärwicklung (28) und der Magnetkreis (27) außerhalb des Behälters um die Primärwicklung (6) herum angeordnet sind, daß der Behälter (16) torusförmig die Schleife umgibt und aus mehreren metallischen Rohrabschnitten (33, 34, 35, 36) besteht, daß der Magnetkreis (27) sowie die Sekundärwicklung (28) auf einen dieser Abschnitte (36), der von einem der angrenzenden Abschnitte (34) durch eine Isolierdichtung (24) elektrisch getrennt ist, angeordnet ist, wobei die elektrische Kontinuität des Behälters (16) durch eine elektrische Verbindung (29) hergestellt wird, die um den Magnetkreis und die Sekundärwicklung herum den isoliert angrenzenden Abschnitt (34) mit dem dem anderen angrenzenden Abschnitt (35) benachbarten Ende des die Sekundärwicklung (28) tragenden Abschnitts (36) verbindet.130017/06852 - Stromwandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das im Isolierbehälter enthaltene Dielektrikum ein Gas ist.3 - Stromwandler nach einem der Ansprüche 1 bis 2,dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierung(9,17) des Behälters (16) mithilfe von Isolatoren/erfolg:, die einen von unten nach oben abnehmenden Durchmesser aufweisen, wobei die koaxialen Leiter (2, 3) auf dem oberen Ende des obersten Isolators (9) ruhen.4 - Stromwandler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das äußere koaxiale Rohr (3) aus einem mechanisch hochsteifen Röhr besteht.5 - Stromwandler nach Anspruch 4, dadurch gekennze ichnet, daß das äußere koaxiale Rohr mindestens zum Teil aus Stahl ist.6 - Stromwandler nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärwicklung (6) an ihren Enden jeweils mit einer konischen Muffe (41, 42) versehen ist, deren Spitze einen zylindrischen Anschluß (43, 44) aufweist, wobei einer dieser Anschlüsse mit einem am Ende einer konischen Muffe (10) des äußeren koaxialen Rohrs (3) sitzenden zylindrischen Anschluß (11) und der andere Anschluß (43) durch den zylindrischen Anschluß (11) des äußeren koaxialen Rohrs/mit dem inneren koaxialen Leiter (2) verbunden ist.1 30017/068S7 - Stromwandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (16) senkrecht unter der Verbindung der Primärwicklung (6) mit den koaxialen Leitern (2, 3) eine verschließbare Zugangsöffnung (26) aufweist.8 - Stromwandler nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärwicklung (6) torisch ist.130017/0685
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |