DE3034236C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
eines photographischen Silberhalogenidmaterials (im nachfolgenden
als "Photopapier" bezeichnet), bei dem für die
Herstellung des Papiersubstrates eine spezielle Pulpe
verwendet wird.
Bei einem Photopapier besteht bei der Lagerung,
insbesondere beim Lagern bei höheren Temperaturen, die
Gefahr, daß sich die photographischen Eigenschaften,
wie die Gradation oder die Empfindlichkeit, verändern. Es
kann auch eine Schleierbildung eintreten.
Um solche unerwünschten Veränderungen zu verhindern,
hat man bereits eine Reihe von Maßnahmen getroffen.
Zum Beispiel hat man Stabilisatoren in die Emulsionsschicht
eingearbeitet. Dadurch kann allerdings eine
Verringerung der Empfindlichkeit, eine Gradationsverflachung
eine Abnahme der Bilddichte und eine Verschlechterung
der Entwickelbarkeit eintreten. Insbesondere
können sich bei der Verwendung eines Stabilisators in
einem vielschichtigen, farbphotographischen Photopapier,
das z. B. eine blauempfindliche, eine grünempfindliche
und eine rotempfindliche Emulsionsschicht enthält,
die Nachteile der Stabilisatoren bis zur untersten
Emulsionsschicht, die auf dem Substrat liegt, auswirken.
Man hat hydroxy-substituierte Triazolpyrimidinverbindungen
und Mercapto-triazolverbindungen mit Acylaminogruppen als
Stabilisatoren vorgeschlagen. Diese Verbindungen sollen
geringere Nachteile besitzen oder sollen als Antischleiermittel
verwendet werden. Weiterhin wurden Abbauprodukte
von Nucleinsäuren und Dihydroxbenzolverbindungen
als Mittel zur Verbesserung der Eigenschaften von
photographischen Silberhalogenidemulsionen vorgeschlagen,
die hergestellt werden, indem man eine wasserlösliche
Rhodiumverbindung zum Zeitpunkt der Herstellung und der
Disperion oder zum Zeitpunkt des physikalischen Alterns
der Silberhalogenidteilchen einarbeitet. Jedoch treten,
selbst wenn ein solcher Stabilisator oder ein solches Antischleiermittel
vorhanden sind, Nachteile auf. Gibt man zu der Emulsion mindestens
eine wasserlösliche Rhodiumverbindung oder eine wasserlösliche
Iridiumverbindung zum Zeitpunkt der Bildung und Dispersion
oder zum Zeitpunkt der physikalischen Alterung der
Silberhalogenide zur Verbesserung der photographischen Eigenschaften,
oder enthält die Emulsion wasserlösliche Goldverbindungen
zur Erhöhung der Empfindlichkeit, so verschlechtern
sich bei einem Photopapier, bei dem ein Bahnmaterial als
Substrat mit einem Polymeren beschichtet worden
ist, sogar die photographischen Eigenschaften, und auch durch die Einarbeitung
von Stabilisatoren erhält man keine verbessernde
Wirkung hinsichtlich der Qualität des photographischen
Materials, insbesondere hinsichtlich der Gradation und
der Empfindlichkeit.
In der JA-OS 1 02 330/1974 wird ein Substrat beschrieben,
das in der Polyolefinharz-Schicht ein Hydroxy-substr. triazolpyrimidin
enthält. Dadurch soll eine Verschleierung verhindert
werden, ohne daß die Eigenschaften der photographischen
Silberhalogenidemulsion beeinflußt werden. Diese Maßnahme
ist jedoch hinsichtlich der Beseitigung der nachteiligen
Wirkungen der Stabilisatoren ungenügend.
In der JA-OS 65 423/1977 wird ein Photopapier
beschrieben, gemäß dem die nachteiligen
Wirkungen auf die photographischen Eigenschaften durch einen
kationischen, hochmolekularen Elektrolyten beseitigt werden.
Die Lagerungsstabilität von diesem Photopapier, bei
dem ein mit einem Polymeren beschichtetes Bahnmaterial als
Substrat vorliegt, ist jedoch sehr schlecht.
Bei einem Photopapier, bei dem ein mit einem Polymeren beschichtetes
Bahnmaterial als Substrat vorliegt, scheint
eine Zwischenwirkung zwischen dem mit Polymeren beschichteten
Bahnmaterial und der photographischen Silberhalogenidemulsionsschicht
einzutreten. Bisher hat man angenommen,
daß eine Wechselwirkung zwischen der photographischen Silberhalogenidemulsion
und dem Papier bei einem mit Polymeren beschichteten Bahnmaterial
aus hauptsächlich Papier, das aus natürlicher Pulpe hergestellt
wurde, verhältnismäßig gering ist, weil die
Polymerschicht chemisch inert ist und sehr gute Isoliereigenschaften
aufweist.
Es wurde jedoch festgestellt, daß bei einem Papiersubstrat, das hauptsächlich
aus natürlicher Pulpe besteht eine zwischen
der Emulsionsschicht und dem Papier angeordnete Polymerschicht
noch nicht in jedem Fall ausreicht, um eine Veränderung
der Eigenschaften der photographischen Silberhalogenidemulsionsschicht
bei der Lagerung, insbesondere in
der Wärme zu verhindern. Dabei wurde beobachtet, daß
beim Einarbeiten einer wasserlöslichen Rhodiumverbindung
oder Iridiumverbindung zum Zeitpunkt der Herstellung und
Dispergierung oder zum Zeitpunkt des physikalischen Alterns
des Silberhalogenids oder wenn die Silberhalogenidemulsionsschicht
eine wasserlösliche Goldverbindung enthält,
die Lagerstabilität hinsichtlich der Gradation
und der Empfindlichkeit sich häufig wesentlich verschlechtert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur Herstellung eines photographischen Silberhalogenidmaterials
zur Verfügung zu stellen, welches ein photographisches
Silberhalogenidmaterial mit guter Lagerstabilität
enthält, wobei das photographische Silberhalogenidmaterial
erhalten wird durch
- (1) Herstellen eines Papiersubstrates aus im wesentlichen natürlicher Pulpe oder einem Gemisch aus zwei oder mehreren Arten von natürlicher Pulpe,
- (2) Beschichten des Papiersubstrates mit ein Pigment enthaltenden Homopolymeren von α-Olefinen, Copolymeren von zwei oder mehreren α-Olefinen oder aus Copolymeren von α-Olefinen als Hauptkomponente mit anderen damit copolymerisierbaren Monomeren, und
- (3) Auftragen einer Silberhalogenidemulsionsschicht, in welche zum Zeitpunkt der Herstellung und Dispersion des Silberhalogenids oder zum Zeitpunkt des physikalischen Alterns eine wasserlösliche Rhodium- oder Iridiumverbindung eingearbeitet worden ist oder die eine wasserlösliche Goldverbindung enthält, auf die Polyolefinbeschichtung.
Diese Aufgabe wird durch das Verfahren gemäß dem Patentanspruch
gelöst. Erfindungsgemäß wird für die Herstellung
des Papiersubstrates eine Pulpe verwendet,
die im alkalischen Zustand in einer Endbleichstufe nach
einer an sich bekannten Pulpenbleichbehandlung mit einem
Peroxid oder mit einer Borhydridverbindung gebleicht worden
ist und die eine PC-Zahl von 2,0 oder weniger aufweist,
wobei die PC-Zahl durch die folgende Formel
definiert wird, worin Ro die Helligkeit (%) vor der Vergilbungsbehandlung
×10-2 und R die Helligkeit (%) nach
18stündiger Vergilbungsbehandlung bei 85°C und 95% relativer
Feuchtigkeit ×10-2, jeweils gemessen bei einer Wellenlänge
von 4570 m-10, bedeutet und P die Nachvergilbungs-(PC)-Zahl
bedeutet, die den Grad (dimensionslose
Zahl) der Vergilbung angibt.
Die PC-Zahl ist die Nachverfärbungszahl, wobei sich
dieser Ausdruck von "post color number" ableitet. Die PC-Zahl
ist eine Möglichkeit zum Ausdrücken der Vergilbungseigenschaften
natürlicher Pulpen und wird von dem Helligkeits-
bzw. Weißheitsgrad vor und nach dem Alterungstest
bestimmt.
Bei der vorliegenden Erfindung wird die PC-Zahl berechnet, indem man
die Helligkeit bzw. den Weißgrad der Pulpe vor und nach dem
Verblassen entsprechend dem JIS-Verfahren (Japanese Industrial
Standard) P-8 123 (Hunter's Helligkeitstestverfahren für
Papier und und Pulpe) bestimmt. Der Wärmealterungstest der Pulpe
wird bei 85°C und 95% relativer Feuchtigkeit in einem Wärmehygrostat
während einer Zeit von 18 Stunden durchgeführt.
Als natürliche Pulpe kann man bei der vorliegenden Erfindung
bevorzugt Holzpulpe verwenden, wie Koniferenpulpe,
Hartholzpulpe oder Gemische davon. Es ist weiterhin möglich,
Kraftpulpe, Sulfitpulpe oder Sodapulpe zu verwenden.
Bei der vorliegenden Erfindung muß das Pulpenmaterial
eine PC-Zahl von weniger als 2,0, bevorzugt weniger
als 1,5, aufweisen. Wird ein Gemisch aus zwei oder mehreren
unterschiedlichen Arten von natürlicher Pulpe verwendet, so
ist es nur erforderlich, daß die PC-Zahl des Gemisches unter
2,0, insbesondere unter 1,5, liegt, und es ist möglich,
eine Pulpe mit einer PC-Zahl über 2,0 als Teil eines Gemisches
aus zwei oder mehreren unterschiedlichen Arten von
natürlicher Pulpe zu verwenden.
Für die Durchführung der alkalischen
Bleichbehandlung mit einem Peroxid kann man irgendein verfügbares
System verwenden, bei dem ein Peroxid auf natürliche
Pulpe in alkalischem Zustand einwirkt oder damit reagiert,
z. B. ein System, bei dem eine alkalische Peroxidlösung
auf ein sich bewegendes Pulpenbahnmaterial angewendet
oder gesprüht wird, oder ein System, bei dem natürliche
Pulpe unter Verwendung eines Peroxids in alkalischem
wäßrigem Medium in einem Reaktor oder Reaktionsturm gebleicht
wird.
Die Endbleichstufe im alkalischen Zustand mit einem
Peroxid oder mit einer Borhydridverbindung erfolgt
nach einer an sich bekannten Pulpenbleichbehandlung.
Es erfolgt somit zunächst eine Pulpendigestion, Chlor-
oder Alkalibehandlung, Extraktions- oder Raffinierbehandlung,
Hypochloridbleichung, Chloridoxidbleichung
oder eine kombinierte vielstufige Bleichbehandlung.
Unter den vielstufigen natürlichen Pulpen-Bleichbehandlungssystemen, die mit
Vorteil bei der Durchführung der vorliegenden Erfindung
verwendet werden, ist es besonders bevorzugt, ein System
zu verwenden, das eine Chlorbehandlungsstufe (die im folgenden
mit dem Symbol "C" bezeichnet wird) als erste Stufe,
eine Alkalibehandlungs- oder Extraktionsstufe (die im folgenden
mit dem Symbol "E" bezeichnet wird) als zweite Stufe,
eine Hypochlorit-Bleichstufe (die im folgenden mit dem
Symbol "H" bezeichnet wird) oder eine Chlordioxid-Bleichstufe
(die im folgenden mit dem Symbol "D" bezeichnet wird)
als dritte Stufe und eine Peroxid-Bleichstufe (die im folgenden
mit dem Symbol "P" bezeichnet wird) in einem alkalischen
wäßrigen Medium oder eine Bleichstufe mit einer Borhydridverbindung
(die im folgenden mit dem Symbol "B" bezeichnet
wird) als vierte und folgende Stufen zu verwenden.
Beispielsweise ist es im Falle einer Sulfitpulpe bevorzugt,
das "CEHP"-, "CEHDP"- oder "CEHDB"-System zu verwenden,
und im Falle einer Kraftpulpe ist es bevorzugt, das
"CEHDP"-, "CEHDEDP"-, "CEDEDP"-, "CEHDEDB"- oder "CEDEDB"-System
zu verwenden.
Als Bleichchemikalien für natürliche Pulpe können zunächst
Chlorgas oder Chlorwasser für die Chlorbleichung
verwendet werden, während Natriumhydroxid bevorzugt für
die alkalische Behandlung oder Extraktion eingesetzt wird.
Es ist ebenfalls möglich, Calciumhydroxid, Ammoniak oder
ihre Gemisch zu verwenden. Für das Hypochlorit-Bleichen
kann man bevorzugt ein Bleichpulver verwenden, das man
herstellt, indem man festen und pulverförmigen Löschkalk
auf eine Chlor- oder Hypochlorit-Bleichflüssigkeit, wie
eine Calcium-Bleichflüssigkeit oder eine Natrium-hypo-Bleichflüssigkeit,
einwirken läßt, wobei diese durch Einblasen
von Chlor in Kalkmilch oder verdünnte Natriumhydroxidlösung
erhalten worden sind. Solche Bleichflüssigkeit
wird bevorzugt für die industrielle Verwendung eingesetzt.
Für die Bleichbehandlung, die unter Verwendung eines Peroxids
in einem alkalischen Zustand durchgeführt wird, kann
man z. B. Wasserstoffperoxid, Natriumperoxid, Peroxidbleichflüssigkeit
(eine gemischte Lösung aus Wasserstoffperoxid,
Natriumperoxid und gegebenenfalls Magnesiumsulfat)
als anorganisches Peroxid; Peroxidsäure, t-Butylhydroperoxid,
ihre Gemische usw. als organisches Peroxid;
und Alkalihydroxide, wie NaOH, KOH, NH₄OH, Mg(OH)₂,
Erdalkalihydroxide, wie Calciumhydroxid und ihre Gemische,
als Alkalien verwenden. Für das Bleichen mit einer Borhydridverbindung
ist Natriumborhydrid bevorzugt.
Die erfindungsgemäße Bleichbehandlung von natürlicher Pulpe
kann unter den verschiedenen Bedingungen durchgeführt
werden, wie sie z. B. in "Pulp Treatments and Bleaching",
herausgegeben von der Association of Paper and Pulp
Technology, beschrieben werden. Beispielsweise kann die
Bleichbehandlung von Holzkraftpulpe entsprechend dem
"CEHDED"-System bei den in der folgenden Tabelle aufgeführten
Bedingungen durchgeführt werden.
Die bei der Stufe H zugegebene Menge an Chemikalien ist
die wirksame Menge an Chlor.
Bei der Peroxid-Bleichbehandlung unter alkalischen Bedingungen
beträgt die Menge an Peroxid 0,02 bis 10 Gew.-%,
bevorzugt 0,08 bis 2 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der
natürlichen Pulpe (Trockengewicht), und die Menge an
Alkali beträgt 0,03 bis 6 Gew.-%, bevorzugt 0,1 bis 3 Gew.-%
an natürlicher Pulpe (Trockengewicht).
Bei der Peroxid-Bleichbehandlung in
einem alkalischen wäßrigen Medium, die bei der vorliegenden
Erfindung besonders bevorzugt wird, beträgt die Pulpenkonzentration
in der Pulpensuspension mehr als 2 Gew.-%, bevorzugt
8 bis 16 Gew.-%, und die Reaktionstemperatur liegt im Bereich von
35°C bis zum Siedepunkt der Pulpensuspension, während die
Reaktionszeit zwischen 15 Minuten und 3 Stunden liegt.
Die bevorzugten Bedingungen für die Bleichbehandlung der
natürlichen Pulpe unter Verwendung eines Peroxids in einem
alkalischen wäßrigen Medium und für die
Bleichbehandlung unter Verwendung einer Borhydridverbindung
in einem alkalischen wäßrigen Medium sind in der folgenden
Tabelle aufgeführt.
Die Bleichbehandlung unter Verwendung von Peroxid in alkalischem
wäßrigem Medium wird bevorzugt in Anwesenheit eines
Stabilisators, z. B. einer organischen Säure, wie Äthylendiamin-tetraessigsäure
oder Diäthylentriamin-pentaessigsäure
oder einem ihrer Salze, einem Magnesiumsalz, wie Magnesiumchlorid,
Magnesiumsilikat, Magnesiumsulfat, Magnesiumoxid,
oder einem Calciumsalz, wie Calciumchlorid, Calciumcarbonat
oder Calciumsilikat, durchgeführt.
Bei der Herstellung des Substrats,
welches hauptsächlich aus natürlicher Pulpe
besteht und das erfindungsgemäß verwendet wird, ist es bevorzugt,
verschiedene Arten von Zusatzstoffen einzuarbeiten,
einschließlich von beispielsweise einem Mittel zur Verstärkung
der Festigkeit von trockenem Papier, wie kationisierte
Stärke, kationisiertes Polyacrylamid, anionisiertes Polyacrylamid,
carboxy-modifizierter Polyvinylalkohol, ein
Schlichtemittel, wie Salze von Fettsäuren, Kolophonium,
Kolophoniumderivate, wie mit Maleinsäure umgesetztes Kolophonium,
Dialkylketendimeremulsion, ein Füllstoff,
wie Ton, Kaolin, Calciumcarbonat, Bariumsulfat, Titanoxid,
Aluminiumhydroxid oder Magnesiumhydroxid, ein Verstärkungsmittel
für die Festigkeit des nassen Papiers, wie
ein Melaminharz, Harnstoffharz oder epoxidiertes Polyamidharz,
ein Fixiermittel einschließlich mehrwertiger Metallsalze,
wie Aluminiumsulfat, Aluminiumchlorid usw., kationische
Polymere, wie kationisierte Stärke usw., und ein
pH-Einstellungsmittel, wie Natriumhydroxid oder Natriumcarbonat.
Es ist weiterhin bevorzugt, einen Farbstoff oder ein
fluoreszierendes Helligkeitsmittel
einzuarbeiten. Bei der Herstellung des Bahnenmaterials
kann man eine manuelle Papiermaschine oder andere
häufig verwendete Arten von Papiermaschinen, wie eine Drahtpapiermaschine
oder eine Zylinderpapiermaschine, verwenden.
Hinsichtlich der Art und Dicke des bei der vorliegenden
Erfindung verwendeten Papiersubtrats gibt es keine
besonderen Beschränkungen. Es ist bevorzugt, ein Bahnenmaterial
mit ebener und glatter Oberfläche zu verwenden, das
z. B. aufgearbeitet wird, indem man das Bahnenmaterial in
einem Kalander verfestigt. Ein solches Papiersubstrat
wiegt bevorzugt 50 bis 250 g/m².
Das Papiersubstrat wird mit einem Pigment enthaltenden
Homopolymeren von α-Olefinen, wie Äthylen oder Propylen,
oder Copolymeren aus 2 oder mehr α-Olefinen, wie Äthylen
oder Propylen, oder Copolymeren von a-Olefinen als Hauptkomponente
mit anderen damit copolymerisierbaren Monomeren,
nachfolgend als Polyolefinbeschichtung bezeichnet, überzogen.
Als Pigment ist in der Polyolefinbeschichtung beispielsweise
ein weißes Pigment, wie Titandioxid, Zinkoxid, Talk, Calciumcarbonat
oder Aluminiumoxid, oder ein gefärbtes Pigment, wie
Ruß, Phthalocyanin-Pigment, Chromgelb, Titangelb, Rotoxid
oder Ultramarinblau, enthalten. Außerdem können auch faserförmige
Füllstoffe, wie Glasfasern, Asbest oder Whisker,
und andere normalerweise verwendete Zusatzstoffe einschließlich
Stabilisatoren, Antioxidantien, Antistatika, Weichmacher,
Dispersionsmittel, Schmiermittel und fluoreszierende
Mittel, enthalten sein.
Das mit dem Polyolefin beschichtete Papiersubstrat
wird im allgemeinen nach dem sogenannten Extrudierbeschichtungsverfahren
hergestellt, bei dem erhitztes
und geschmolzenes Polyolefin auf der Grundbahnmaterial
gegossen wird und bei dem beide Seiten des
Bahnmaterials mit dem Polyolefin beschichtet werden. Bevorzugt
wird das Grundbahnmaterial einer Aktivierbehandlung, wie
einer Koronaentladungsbehandlung oder Flammenbehandlung,
vor dem Auftragen des Polyolefins unterworfen. Die Emulsionsseite
des mit Polyolefin beschichteten Bahnmaterials kann eine
glänzende Oberfläche, matte Oberfläche, seidige Oberfläche
entsprechend dem Verwendungszweck aufweisen, während
die Unterseite im allgemeinen eine nichtglänzende Oberfläche
ist. Die Vorderseite und gegebenenfalls beide Seiten,
d. h. die Vorder- und die Unterseite, können einer Aktivierungsbehandlung,
wie einer Koronatentladungsbehandlung
oder Flammenbehandlung, unterworfen werden. Die Dicke der
Polyolefinschicht unterliegt keinen Beschränkungen. Eine
durch Extrusionsbeschichtung erzeugte Polyolefinschicht
von etwa 5 bis 50 µm wird bevorzugt.
Als wasserlösliche Rhodiumverbindung kommen beispielsweise
Rhodiumdichlorid, Rhodiumtrichlorid
oder Rhodiumhexahalogenid in Frage.
Die optimale Menge an einer solchen Verbindung, die man
für die Herstellung einer photographischen Silberhalogenidemulsion
mit steiler Gradation zugegeben hat, wenn diese Verbindung
zum Zeitpunkt der Bildung und Dispersion oder zum
Zeitpunkt des physikalischen Alterns des Silberhalogenids
zugegeben wird, liegt im Bereich von 10-9 bis 10-5 Mol/1 Mol
Silberhalogenid.
Die wasserlösliche Iridiumverbindung, umfaßt die Hexahalogen-Komplexsalze,
wie Iridium(III)-hexahalogenid, Iridium(IV)-hexahalogenid,
und Iridiumhalogenide, wie Iridium(III)-chlorid,
Iridium(IV)-chlorid, Iridium(III)-bromid und Iridium(IV)-bromid.
Die optimale Menge einer solchen Verbindung,
die zugegeben wird, um eine photographische Silberhalogenidemulsion
mit steiler Gradation mit verbesserten
photographischen Eigenschaften herzustellen, beträgt, wenn
die Verbindung zum Zeitpunkt der Bildung und Dispersion
oder zum Zeitpunkt der physikalischen Alterung der Silberhalogenidemulsion
zugegeben wird, 10-8 bis 10-4 Mol/1 Mol
Silberhalogenid. Es ist bereits bekannt, daß photographische
Silberhalogenidemulsionen mit steiler Gradation und anderen
unterschiedlichen, verbesserten photographischen Eigenschaften
hergestellt werden können, indem man eine wasserlösliche
Iridiumverbindung zum Zeitpunkt der Bildung
und Dispersion oder zum Zeitpunkt der physikalischen Alterung
des Silberhalogenids einarbeitet (vergl. JA-ASen
4 933/1968 und 33 781/1974). Dort wird die Herstellung von
Silberhalogenidemulsionen mit steiler Gradation mit verbesserten
Blitzbelichtungseigenschaften beschrieben.
Als Beispiele von wasserlöslichen Goldverbindungen, die
bei der vorliegenden Erfindung verwendet werden können,
kann man erwähnen: Goldhalogenide, wie Gold(I)-chlorid,
Gold(III)-chlorid, Gold(I)-jodid und Gold(III)-jodid,
Aurate, wie Kaliumaurit, Kaliumaurat usw., Halogenogoldsäuren,
wie Chlorgold(I)-säure, Chlorgold(III)-säure,
Brombold(I)-säure oder Bromgold(III)-säure, Halogenogoldsalze,
wie Kaliumchloraurit, Kaliumchloraurat, Natriumchloraurat,
Kaliumbromaurit, Kaliumbromaurat oder Natriumbromaurat,
Kaliumgold(III)-cyanid, Kaliumgold(III)-rhodanid
oder Äthylendiamin-bis-goldchlorid.
Für die Einarbeitung solcher wasserlöslichen
Goldverbindungen in die photographische Silberhalogenidemulsionsschicht
kann die Verbindung zu der Emulsion
zum Zeitpunkt der Bildung und Dispersion oder zum
Zeitpunkt der physikalischen Alterung des Silberhalogenids
oder vor, während oder nach der chemischen Alterung (Alterung
der zweiten Stufe) der photographischen Silberhalogenidemulsion
zugegeben werden.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Papier wird hergestellt, wobei die folgende Konifer-Kraftpulpe
verwendet wird.
Pulpe 1 (Vergleich, nicht erfindungsgemäß:
Konifer-Kraftpulpe, mit der eine "CEHDED"-Bleichbehandlung unter den zuvor beschriebenen Bedingungen durchgeführt wurde. Die PC-Zahl dieser Pulpe, wie sie in der Beschreibung definiert wurde, beträgt 3,7. Alle im folgenden aufgeführten PC-Zahlen entsprechen den Definitionen der vorliegenden Anmeldung.
Konifer-Kraftpulpe, mit der eine "CEHDED"-Bleichbehandlung unter den zuvor beschriebenen Bedingungen durchgeführt wurde. Die PC-Zahl dieser Pulpe, wie sie in der Beschreibung definiert wurde, beträgt 3,7. Alle im folgenden aufgeführten PC-Zahlen entsprechen den Definitionen der vorliegenden Anmeldung.
Pulpe 2:
Konifer-Kraftpulpe mit einer PC-Zahl von 1,3, die man erhält, indem man die Pulpe 1 einer Wasserstoffperoxid-Bleichbehandlung in einem alkalischen wäßrigen Medium bei den folgenden Bedingungen unterwirft: Menge an Wasserstoffperoxid, die zum Bleich zugegeben wird =0,4 Gew.-%, bezogen auf das absolute Trockengewicht der Pulpe; Menge an zugegebenem Natriumhydroxid =0,6 Gew.-%, bezogen auf das absolute Trockengewicht der Pulpe; Pulpenkonzentration =11%; Reaktionstemperatur =60°C; Reaktionszeit =2 h; pH = über 10,9.
Konifer-Kraftpulpe mit einer PC-Zahl von 1,3, die man erhält, indem man die Pulpe 1 einer Wasserstoffperoxid-Bleichbehandlung in einem alkalischen wäßrigen Medium bei den folgenden Bedingungen unterwirft: Menge an Wasserstoffperoxid, die zum Bleich zugegeben wird =0,4 Gew.-%, bezogen auf das absolute Trockengewicht der Pulpe; Menge an zugegebenem Natriumhydroxid =0,6 Gew.-%, bezogen auf das absolute Trockengewicht der Pulpe; Pulpenkonzentration =11%; Reaktionstemperatur =60°C; Reaktionszeit =2 h; pH = über 10,9.
Pulpe 3:
Konifer-Kraftpulpe mit einer PC-Zahl von 2,0, die erhalten wurde, indem man die gleichen Behandlungen wie bei der Pulpe 2 durchführt, jedoch Wasserstoffperoxid und Natriumhydroxid in Mengen von 0,2 Gew.-% bzw. 0,3 Gew.-%, jeweils bezogen auf das absolute Trockengewicht der Pulpe, verwendet.
Pulpe 4:
Konifer-Kraftpulpe mit einer PC-Zahl von 1,2, die man erhält, indem man die Pulpe 1 einer Natriumborhydrid-Bleichbehandlung in alkalischem wäßrigem Medium bei den folgenden Bedingungen unterwirft: Menge an Natriumborhydrid, die zum Bleichen zugegeben wird =0,3 Gew.-%, bezogen auf das absolute Trockengewicht der Pulpe; Menge an Natriumhydroxid =0,1 Gew.-%, bezogen auf das absolute Trockengewicht der Pulpe; Pulpenkonzentration =4%; Reaktionstemperatur =40 bis 70°C; Reaktionszeit =30 min; pH =8 bis 10.
Konifer-Kraftpulpe mit einer PC-Zahl von 2,0, die erhalten wurde, indem man die gleichen Behandlungen wie bei der Pulpe 2 durchführt, jedoch Wasserstoffperoxid und Natriumhydroxid in Mengen von 0,2 Gew.-% bzw. 0,3 Gew.-%, jeweils bezogen auf das absolute Trockengewicht der Pulpe, verwendet.
Pulpe 4:
Konifer-Kraftpulpe mit einer PC-Zahl von 1,2, die man erhält, indem man die Pulpe 1 einer Natriumborhydrid-Bleichbehandlung in alkalischem wäßrigem Medium bei den folgenden Bedingungen unterwirft: Menge an Natriumborhydrid, die zum Bleichen zugegeben wird =0,3 Gew.-%, bezogen auf das absolute Trockengewicht der Pulpe; Menge an Natriumhydroxid =0,1 Gew.-%, bezogen auf das absolute Trockengewicht der Pulpe; Pulpenkonzentration =4%; Reaktionstemperatur =40 bis 70°C; Reaktionszeit =30 min; pH =8 bis 10.
Das Material, das 100 Gew.-Teile der jeweiligen Konifer-Kraftpulpe
enthält, wird bis zu einem Grad (Canadian Standard
Freeness) von 310 ml geschlagen, und ein Bahnenmaterial
von 150 g/m² wird aus dem folgenden Gemisch hergestellt.
(Die numerischen Werte in dem Gemisch gegen Gewichtsteile
an.)
Gemisch
Pulpe100 kationisierte Stärke 2 anionisches Polyacrylamid 0,5 Natriumstearat 0,5 Aluminiumsulfat (eingestellt auf pH) 4,5 Polyamidpolyamin-Epichlorhydrinharz 0,4
Pulpe100 kationisierte Stärke 2 anionisches Polyacrylamid 0,5 Natriumstearat 0,5 Aluminiumsulfat (eingestellt auf pH) 4,5 Polyamidpolyamin-Epichlorhydrinharz 0,4
Das erhaltene nasse Gewebe wird mittels einer auf 110°C
erhitzten Platte getrocknet. Dann wird das Gewebe mit
20 g/m² Imprägnierlösung der folgenden Zusammensetzung
imprägniert und bei 120°C in einer Trocknungsvorrichtung
mit Heißluft und konstanter Temperatur getrocknet. (Die
numerischen Werte in der Zusammensetzung geben Gewichtsteile
an.)
Rezeptur
Carboxy-modifizierter Polyvinylalkohol 3 optisches Aufhellungsmittel
vom Diaminostilbendisulfonat-Typ 0,05 blauer Farbstoff 0,002 Wasser bis zu insgesamt100
Carboxy-modifizierter Polyvinylalkohol 3 optisches Aufhellungsmittel
vom Diaminostilbendisulfonat-Typ 0,05 blauer Farbstoff 0,002 Wasser bis zu insgesamt100
Das imprägnierte und getrocknete Bahnmaterial wird einer
Super-Kalanderbehandlung bei einem linearen Druck von
90 kg/cm unterworfen, wobei ein Grundbahnenmaterial für mit
Polyolefin beschichtetes Papier wie auch ein Grundbahnmaterial
für Vergleichsbarytpapier erhalten werden.
Das Grundbahnmaterial wird zuerst eine Korona-Entladungsbehandlung
auf beiden Seiten unterworfen und dann wird die
Unterseite mit einem 1 : 1 Gemisch aus hochdichtem Polyäthylen
(Dichte =0,96 g/cm²; Schmelzindex =5) und niedrigdichtem
Polyäthylen (Dichte =0,92 g/cm²; Schmelzindex =5)
in einer Dicke von 30µm bei einer Harztemperatur von 330°C
unter Verwendung einer Schmelzextrudierbeschichtungsvorrichtung
beschichtet. Die Vorderseite wird dann mit niedrigdichtem
Polyäthylen (Polyäthylen-Dichte vor der Zugabe des
Pigments =0,92; Schmelzindex =5), welches 8% Titanoxid
des Anatas-Typs enthält, bis zu einer Dicke von 30 µm bei
einer Harztemperatur von 330°C beschichtet. Die Titanoxid
enthaltende Polyäthylenoberfläche wird einer Korona-Entladungsbehandlung
unterworfen und anschließend wird mit der
im folgenden beschriebenen Emulsion beschichtet. Danach
wird getrocknet.
Eine Seite des Grundbahnmaterials wird mit 40 g/cm² Barytbeschichtungslösung
der folgenden Zusammensetzung mittels
eines Rakelsystems beschichtet und dann getrocknet. (Die
numerischen Werte in dem Gemisch geben Gewichtsteile an.)
Rezeptur
glanzartiges Baryt 50 Natriumhexametaphosphat 0,25 12%ige wäßrige Formalinlösung 1,5 Gelatine 4 Wasser bis zu insgesamt100
glanzartiges Baryt 50 Natriumhexametaphosphat 0,25 12%ige wäßrige Formalinlösung 1,5 Gelatine 4 Wasser bis zu insgesamt100
Das Bahnmaterial wird dann mit den folgenden Emulsionen
beschichtet und getrocknet.
Eine photographische Silberhalogenidemulsion des Neutralisationsverfahrens-Typs,
die im wesentlichen [1,0,0] Ebenen
enthält, schwefelsensibilisiert bis zu einer optimalen
Empfindlichkeit, mit einer Halogenzusammensetzung von
AbBr/AgCl =45/55 und einer durchschnittlichen Teilchengröße
von 0,6 µm und die hergestellt wird, indem man 19,2 g
(ausgedrückt als Silbrnitrat) Silberhalogenidteilchen in
14,4 g Gelatine dispergiert, wird zu 420 g einer wäßrigen
Gelatinelösung gegeben und darin gelöst. Dann werden
6,4 ml einer 0,1%igen N,N-Dimethylformamidlösung eines Sensibilisierungsfarbstoffs
der folgenden Formel (I) zugegeben:
0,48 ml einer 1%igen Methanollösung aus 1-Phenyl-5-mercaptotetrazol
und 0,48 ml einer 1%igen Methanollösung aus 1-Benzoylamino-2-phenyl-5-mercaptotriazol
werden dann zugegeben.
Weiterhin werden 10 ml einer 10%igen Natriumdodexylbenzolsulfonatlösung,
20 ml einer 1%igen wäßrigen Lösung eines
fluoreszierenden Aufhellers vom substituierten Diaminostilbendisulfonat-Typs
und 16 ml einer 12%igen wäßrigen Lösung
von Formalin zugesetzt. Der pH-Wert der Emulsion wird durch
Zugabe eines pH-Einstellungsmittels auf 4,6 eingestellt.
Danach wird weiter bis zu einer Gesamtmenge von 600 g Wasser
zugefügt.
Diese Emulsion wird auf gleiche Weise wie die Emulsion A
hergestellt, mit der Ausnahme, daß 19,2 g (ausgedrückt als
Silbernitrat) Silberhalogenidteilchen hergestellt und in
14,4 g Gelatine in Anwesenheit von 6×10-6 g Kaliumhexachlorrhodanid
(III) dispergiert werden.
Diese Emulsion wird auf gleiche Weise wie die Emulsion A
hergestellt, mit der Ausnahme, daß 19,2 g (ausgedrückt als
Silbernitrat) Silberhalogenidteilchen hergestellt und in
14,4 g Gelatine in Anwesenheit von 1,2×10-4 g Kaliumhexachloriridat
(III) dispergiert werden.
Diese Emulsion wird auf gleiche Weise wie die Emulsion A
hergestellt, mit der Ausnahme, 2×10-3 g Kaliumchloridaurat
(III) zum Zeitpunkt der chemischen Alterung
zu 19,2 g (ausgedrückt als Silbernitrat) Silberhalogenidemulsion
zugegeben werden und die Emulsion bis zu einem
optimalen Empfindlichkeitsgrad unter Verwendung sowohl einer
Schwefelsensibilisierung als auch einer Goldsensibilisierung
sensibilisiert wird.
Diese Emulsionen werden als Schichten bis zu einer Menge
von 75 g/m² (Naßzustand) zusammen mit den unten erwähnten
Schutzschichten auf das mit Polyäthylen beschichtete Papier,
das Barytpapier und ein Polystyrolpapier, welches einer
Korona-Entladungsbehandlung auf seiner Vorderseite unterworfen
worden ist, in den in Tabelle 1 aufgeführten Kombinationen
aufgetragen.
Eine Lösung wird hergestellt, indem man 30 g Gelatine in
100 ml Wasser löst und dazu 6,8 ml 10%iges Natriumdodecylbenzolsulfonat
und 18 ml einer 12%igen wäßrigen Formalinlösung
zugibt. Dann wird weiter Wasser zugesetzt, so daß
die Gesamtmenge insgesamt 400 g beträgt. Diese Lösung wird
auf die Emulsionsschicht als Schutzschicht bis zu einem
Beschichtungsgewicht von 40 g/m² (Naßzustand) aufgetragen.
Jede der so beschichteten und getrockneten Proben wird bei
Normaltemperatur und normaler Feuchtigkeit 2 Tage gehalten.
Dann wird 7 Tage bei 50°C und 60% relativer Feuchte
aufbewahrt und dann für die Sensitometrie 0,1 sec
belichtet, 90 sec bei 20°C mit einem Entwickler entwickelt,
fixiert, mit Wasser gewaschen und getrocknet.
Die photographischen Eigenschaften der erhaltenen
Photopapiere werden bestimmt, um ihre Lagerstabilität festzustellen.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 1
aufgeführt. Hinsichtlich der Empfindlichkeit und der Gradation
werden die relative Empfindlichkeit S und die Abstufung γ
bei einer Reflexionsdichte D von 0,5 angegeben.
Aus den Ergebnissen der Tabelle 1 folgt, daß die Lagerungsstabilität
der photographischen Silberhalogenidemulsionsschicht
auf Barytpapier oder Polystyrolpapier nicht so
schlecht ist. Eine Kombination des Grundpapiers des Vergleichsbeispiels,
das hauptsächlich natürlich Pulpe enthält
und eine PC-Zahl von 3,7 besitzt und einer spezifischen
Silberhalogenidemulsion, die auf dem mit Polyäthylen
beschichteten Papier, das das Grundbahnmaterial enthält,
vorgesehen ist, d. h. eine Emulsionsschicht, die hergestellt
wird, indem man eine wasserlösliche Rhodiumverbindung oder
eine wasserlösliche Iridiumverbindung zum Zeitpunkt der
Bildung und Dispersion der Silberhalogenide einarbeitet,
ist die Lagerungsstabilität, insbesondere hinsichtlich der
Gradation und Empfindlichkeit der Emulsionsschicht sehr schlecht,
und man beobachtet eine hohe Neigung zur Verschleierung.
Im Gegensatz dazu besitzen alle Emulsionsschichten, die auf
einem mit Polyäthylen beschichteten Papier unter Verwendung
eines Bahnmaterials, das hauptsächlich natürliche
Pulpe enthält und eine PC-Zahl unter 2,0 entsprechend der
vorliegenden Erfindung aufweist, als Substrat vorgesehen
sind, eine ausgezeichnete Lagerungsstabilität und die Erhöhung
der Empfindlichkeit und eine Gradationsverflachung wie
auch die Verschleierungsneigung sind gut kontrollierbar. Man
erhält eine bessere Lagerungsstabilität, wenn man natürliche
Pulpe mit einer PC-Zahl unter 1,5 für das Grundbahnenmaterial
verwendet.
Ein mit Polyäthylen beschichtetes Papier, welches eine Silberhalogenidemulsionsschicht
aufweist, wird auf gleiche
Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, daß
anstelle der Emulsion B ein natürliches Pulpengemisch verwendet
wird, welches 29,1 Gew.-Teile Pulpe 1 und 70,9 Gew.-Teile
Pulpe 2 enthält. Die PC-Zahl des Pulpengemisches beträgt
2,0. Die photographischen Eigenschaften dieses Papiers
werden bei den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 bestimmt.
Sie unterscheiden sich nicht wesentlich von denen,
die man unter Verwendung von Pulpe 3 in Beispiel 3 erhält,
wie im folgenden gezeigt wird.
Man verwendet als Substrat ein mit Polyäthylen beschichtetes
Papier, das als Grundmaterial ein Bahnmaterial umfaßt, das
unter Verwendung von Pulpe mit einer PC-Zahl unter 1,0 hergestellt
worden ist. Man arbeitet gemäß dem in Beispiel 1
beschriebenen Verfahren, mit der Ausnahme, daß die Emulsion
auf ähnliche Weise wie die Emulsion B hergestellt wird, daß
jedoch Kaliumhexachlorrhodanid (III) 10 min nach der Bildung
des Silberhalogenids zugesetzt wird. Man erhält ein photographisches
Silberhalogenidmaterial mit harter Tönung und
ausgezeichneter Lagerungsstabilität.
Zwei Arten von mit Polyäthylen beschichtetem Papier werden
nach dem Verfahren von Beispiel 1 hergestellt. Als Grundmaterial
werden Bahnmaterialien verwendet, welche Pulpe 1
(Vergleich) bzw. Pulpe 2 (erfindungsgemäß) enthalten. Die
Polyäthylen-Seite, die Titanoxid enthält, wird einer Korona-Entladungsbehandlung
unterworfen und dann mit den im folgenden
angegebenen Emulsionen in den in Tabelle 2 aufgeführten
Kombinationen beschichtet und anschließend getrocknet.
In 240 g einer 4%igen wäßrigen Gelatinelösung wird eine
photographische Silberhalogenidemulsion des Ammoniakverfahrens,
die mit Schwefel zu einer optimalen Empfindlichkeit
sensibilisiert worden ist, mit einer Halogenzusammensetzung
von AgBr/AgCl=95/5 und einer durchschnittlichen
Teilchengröße von 0,8 µm, die hergestellt wird, indem
man 9,6 g (ausgedrückt als Silbernitrat) Silberhalogenidteilchen
in 4,8 g Gelatine in Anwesenheit von
1,0×10-5 g Kaliumhexachloriridat (III) dispergiert, gelöst.
Dann werden 9,6 ml einer 0,1%igen N,N-Dimethylformamidlösung
eines blauempfindlichen Farbstoffs der folgenden
Formel (II)
und 1,4 ml einer 1%igen alkalischen wäßrigen Lösung von
4-Hydroxy-6-methyl-1,3,3a,7-tetraazainden zugesetzt. Das
Gemisch wird dann mit einer Dispersion versetzt, die hergestellt
wurde, indem man 8 g eines gelben Kupplers der folgenden
Formel (III)
in 16 ml Äthylacetat und 4 ml Dibutylphthalat löst, dann
diese Lösung in 140 g einer 10%igen wäßrigen Gelatinelösung,
zu der man 200 ml einer 5%igen Natriumdodecylbenzolsulfonatlösung
und 1,4 ml einer 10%igen Methanollösung einer
Verbindung der folgenden Formel (IV)
und 7 ml einer 2%igen wäßrigen Lösung einer Verbindung der
folgenden Formel (V)
zugegeben hat, dispergiert. Danach wird der pH-Wert der
Emulsion auf 6,4 eingestellt und dann wird Wasser zugesetzt,
so daß die Gesamtmenge 800 g beträgt.
Diese Emulsion wird auf gleiche Weise wie die blauempfindliche
Emulsion E hergestellt, mit der Ausnahme, daß man zusätzlich
1,4 ml einer 1%igen alkalischen wäßrigen Lösung
von 4-Hydroxy-6-methyl-1,3,3a,7-tetraazainden, das als Antiverschleierungsmittel
oder Stabilisator verwendet wird,
und ferner 0,85 ml einer 0,1%igen Methanollösung von 1-Phenyl-5-mercaptotetrazol
und 1,4 ml einer 0,1%igen Methanollösung
von 1-Äthyl-2-mercaptobenzimidazol zugibt. Diese Emulsionen
werden aufeinander bis zu einer Menge von 50 g/m²
(Naßzustand) auf das mit Polyäthylen beschichtete Papier
zusammen mit einer Schutzschicht, die wie im folgenden beschrieben
hergestellt wird, aufgetragen.
1 g 2,5-Di-tert.-octylhydrochinon wird in 2 ml Äthylacetat
und 1 ml Tricresylphosphat gelöst und dann zu 100 g einer
10%igen Gelatinelösung gegeben und darin dispergiert, zu
der man 12,5 ml einer 5%igen wäßrigen Lösung von Natriumdodecylbezolsulfonat
zugibt. Diese Dispersion wird mit
250 g einer 10%igen Gelatinelösung, dann mit 3,5 ml einer
10%igen Methanollösung der Verbindung (IV), mit 17,5 ml einer
2%igen wäßrigen Lösung der Verbindung (V) und schließlich
mit Wasser versetzt, so daß die Gesamtmenge 500 g beträgt.
Diese Lösung wird zusammen mit den blauempfindlichen
Emulsionsschichten als Schutzschicht in einer Beschichtungsmenge
von 20 g/m² angewendet (Naßzustand).
Weiterhin wird eine photographische Silberhalogenidemulsion
des Säureverfahrens hergestellt, die im wesentlichen [1,0,0]-Ebenen
aufweist und die bis zu einer optimalen Empfindlichkeit
mit Schwefel sensibilisiert worden ist, eine Halogenzusammensetzung
von AgBr/AgCl=95/5 und eine durchschnittliche
Teilchengröße von 0,4 µm besitzt. Diese Emulsion wird
hergestellt, indem man 9,6 g (ausgedrückt als Silbernitrat)
Silberhalogenidteilchen in 4,8 g Gelatine in Gegenwart
von 3×10-5 g Kaliumhexachloriridat (III) dispergiert
und diese Dispersion in 240 g einer 4%igen Gelatinelösung
löst und dann 9,6 ml einer 0,1%igen N,N-Dimethylformamidlösung
eines grünempfindlichen Farbstoffs der folgenden Formel (VI)
und 1,4 ml einer 1%igen alkalischen wäßrigen Lösung von
4-Hydroxy-6-methyl-1,3,3a,7-tetraazainden zugibt. Zu dieser
Emulsion gibt man weiter eine Dispersion, die man herstellt,
indem man 8 g Purpurkuppler der folgenden Formel (VII)
und 0,24 g 2,5-Di-tert.-oxtylhydrochinon in 16 ml Äthylacetat
und 8 ml Dibutylphthalat löst und diese Lösung in
140 g einer 10%igen Gelatinelösung dispergiert, zu der man
20 ml einer 5%igen wäßrigen Lösung von Natriumdodecylbenzolsulfat,
1,4 ml einer 10%igen Methanollösung der Verbindung
(IV) und 14 ml einer 2%igen wäßrigen Lösungen der Verbindung
(V) zugegeben hat. Dann wird der pH-Wert der Emulsion auf
6,4 eingestellt, und dann wird Wasser so zugegeben, daß die
Gesamtmenge 800 g beträgt. Diese Emulsion wird bis zu einer
Gesamtmenge von 50 g/m² (Naßzustand) auf eine blauempfindliche
Emulsionsschicht zusammen mit der folgenden Ultraviolett-Absorptionsschicht
aufgetragen.
6,4 g eines Ultraviolett-Absorptionsmittels der folgenden
Formel (VIII)
werden in 12,8 ml Äthylacetat und 6,4 ml Di-N-nonylphthalat
gelöst und dann in 140 g einer 10%igen Gelatinelösung
dispergiert, zu der man 20 ml einer 5%igen wäßrigen
Lösung von Dodecylbenzolsulfonat gegeben hatte. Diese Dispersion
gibt man zu 100 g einer 10%igen Gelatinelösung.
Dann fügt man 2,4 ml einer 10%igen Methanollösung der Verbindung
(VI) und 18 ml einer 2%igen wäßrigen Lösung der
Verbindung (V) und weiterhin Wasser in solcher Menge zu,
daß ein Gesamtgewicht von 320 g erhalten wird. Diese Lösung
wird in einem Beschichtungsgewicht von 20 g/m² (Naßzustand)
auf die blauempfindliche Emulsionsschicht zusammen mit
der grünempfindlichen Emulsionsschicht aufgetragen, so daß
die ultraviolettes Licht absorbierende Schicht über der
grünempfindlichen Emulsionsschicht vorhanden ist.
Zu einer Emulsion, die auf gleiche Weise wie die grünempfindliche
Emulsion hergestellt wurde und die chemisch gealtert
wurde, gibt man 9,6 ml einer 0,01%igen N,N-Dimethylformamidlösung
eines roten sensibilisierenden Farbstoffs
der folgenden Formel (IX)
und 1,4 ml einer 1%igen alkalischen, wäßrigen Lösung von
4-Hydroxy-6-methyl-1,3,3a,7-tetraazainden. Zu dieser Lösung
gibt man weiterhin eine Dispersion, hergestellt durch Auflösen
von 4,8 g eines blaugrünen Kupplers der folgenden
Formel (X)
und 0,24 g 2,5-Di-tert.-octylhydrochinon in 9,6 ml Äthylacetat
und 4,8 ml Dibutylphthalat. Diese Lösung wird in
140 g einer 10%igen Gelatinelösung dispergiert, zu der man
20 ml einer 5%igen wäßrigen Lösung von Natriumdodecylbenzolsulfonat,
1,4 ml einer 10%igen Methanollösung der Verbindung
(IV), eine 2%ige wäßrige Lösung der Verbindung (V) und
16 ml einer 1%igen wäßrigen Lösung eines die Schärfe verbesserenden
Mittels der folgenden Formel (XI)
zugegeben hatte. Anschließend wird der pH-Wert der Emulsion
auf 6,4 eingestellt und Wasser wird in solcher Menge zugesetzt,
daß die Gesamtmenge 800 g beträgt. Diese Emulsion
wird in einer Gesamtmenge von 50 g/m² (Naßzustand) auf die
Beschichtungsschicht der grünempfindlichen Emulsionsschicht
zusammen mit der im folgenden beschriebenen Schutzschicht
einer rotempfindlichen Emulsion aufgetragen.
12,5 ml einer 10%igen wäßrigen Lösung von Natriumdodecylbenzolsulfonat,
3,5 ml einer 10%igen Methanollösung der Verbindung
(IV) und 35 ml einer 2%igen wäßrigen Lösung der Verbindung
(V) werden zu 350 g einer 10%igen Gelatinelösung gegeben.
Dann wird Wasser in einer solchen Menge zugesetzt,
daß eine Gesamtmenge von 500 g erhalten wird. Diese Lösung
wird zusammen mit der rotempfindlichen Emulsionsschicht als
Schutzschicht mit einem Beschichtungsgewicht von 20 g/m²
(Naßzustand) aufgetragen. Das so hergestellte und getrocknete,
vielschichtige, farbphotographische Silberhalogenidmaterial
besitzt eine blauempfindliche Emulsionsschicht,
eine grünempfindliche Emulsionsschicht und eine rotempfindliche
Emulsionsschicht in dieser Reihenfolge aufwärts auf
dem als Substrat verwenden, mit Polyäthylen beschichteten
Papier.
Diese beschichteten Proben werden 3 Tage bie 35°C und normaler
Feuchtigkeit und dann 7 Tage bei 50°C und 60% RF aufbewahrt.
Sie werden dann 0,3 sec für die Sensitometrie belichtet.
Dann folgt eine Farbentwicklung (33°C, 3 min und
30 sec), Bleichen und Fixieren (1 min und 30 sec),
Waschen mit Wasser (3 min) und Trocknen. Zur Bestimmung
der Lagerungsstabilität werden die photographischen
Eigenschaften geprüft.
Die entsprechenden, verwendeten Behandlungslösungen besitzen
die folgenden Zusammensetzungen.
Farbentwickler
Natriumcarbonat (Monohydrat)46,0 g wasserfreies Natriumsulfit 2,0 g Kaliumbromid 0,5 g CD-III 4,5 g Natriumhexamethanoat 0,5 g Hydroxylaminsulfat 2,0 g fluoreszierender Aufheller 0,5 g Benzylalkohol12 ml Diäthylenglykol10 ml
Natriumcarbonat (Monohydrat)46,0 g wasserfreies Natriumsulfit 2,0 g Kaliumbromid 0,5 g CD-III 4,5 g Natriumhexamethanoat 0,5 g Hydroxylaminsulfat 2,0 g fluoreszierender Aufheller 0,5 g Benzylalkohol12 ml Diäthylenglykol10 ml
Wasser wird zugegeben, so daß die Gesamtmenge 1 l beträgt.
Mit Natriumhydroxid wird der pH-Wert der Lösung auf 10,2
eingestellt.
Bleich- und Fixierlösung
Eisen(III)-Komplexsalz von Äthylendiamintetraessigsäure56 g Dinatriumsalz von Äthylendiamin-tetraessigsäure 2 g Ammoniumthiosulfat60 g wasserfreies Natriumsulfit20 g saures Natriumsulfit 5 g Dinatriumphosphat12 g Wasser bis zu 1 l
Eisen(III)-Komplexsalz von Äthylendiamintetraessigsäure56 g Dinatriumsalz von Äthylendiamin-tetraessigsäure 2 g Ammoniumthiosulfat60 g wasserfreies Natriumsulfit20 g saures Natriumsulfit 5 g Dinatriumphosphat12 g Wasser bis zu 1 l
Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 2 und Tabelle 3
aufgeführt. Die in Tabelle 2 aufgeführten Eigenschaften
sind diejenigen der gelben Bilder nach der Farbentwicklung
und Entsilberung. Die in Tabelle 3 aufgeführten Eigenschaften
sind diejenigen der Purpurbilder und der blaugrünen
Bilder nach der Farbentwicklung und Entsilberung. Hinsichtlich
der Empfindlichkeit und der Gratation sind die relative
Empfindlichkeit S und die relative Belichtungsbreite L
(je kleiner die Zahl ist, desto härter ist die Gradation, jeder
Wert ist der logarithmische Unterschied der Belichtung,
der D =0,21 und D =0,75 ergibt) bei einer Reflexionsdichte
D von 0,5 für jedes Bild nach der Farbentwicklung und
Entsilberung angegeben.
Die Entwicklungseignung der Proben wird bewertet, indem man
die photographischen Eigenschaften der Proben, die bei einer
Standardentwicklungszeit (3 min und 30 sec) einer Farbentwicklung
unterworfen wurden, und die photographischen
Eigenschaften der Proben, die in kürzerer Zeit (2 min) einer
Farbentwicklung unterworfen wurden, vergleicht. (Tatsächlich
wird der erhaltene Wert der letzteren von der ersteren
abgezogen.)
Aus Tabelle 2 folgt, daß die blauempfindliche Emulsion,
die auf das mit Polyäthylen beschichtete Papier
aufgetragen wurde, wobei als Substrat ein Bahnmaterial
verwendet wurde, welches Pulpe mit einer PC-Zahl
von weniger als 2 aufweist, hinsichtlich der Änderung in
der Empfindlichkeit und der Tönung nach der Lagerung überraschend
begrenzt ist, ohne daß sich die Entsilberungs-
und Entwicklungsfähigkeits-Eigenschaften ändern, und daß
die Verschleierungstendenz ebenfalls stark verringert ist
und die Lagerungsstabilität ausgezeichnet ist. Andererseits
erleidet, wie aus der Tabelle folgt, die blauempfindliche
Emulsion, die auf ein mit Polyäthylen beschichtetes Papier
gemäß dem Vergleichsbeispiel aufgetragen wurde, eine bemerkenswerte
Änderung in der Empfindlichkeit und in der Tönung,
und es besteht eine große Neigung zur Verschleierung.
Wird zu der blauempfindlichen Emulsion ein Antischleiermittel
oder ein Stabilisator zugegeben, so werden, obgleich
die Verschleierung kontrolliert wird, die Entsilberungs-
und Entwicklungsfähigkeits-Eigenschaften verschlechtert.
Aus Tabelle 3 folgt, daß die grünempfindliche Emulsion und
die rotempfindliche Emulsion, die auf das erfindungsgemäße
mit Polyäthylen beschichtete Papier aufgetragen wurden, verglichen
mit der, die auf ein mit Polyäthylen beschichtetes
Papier, das als Vergleichsbeispiel dient, aufgetragen wurde,
stark hinsichtlich der Steigerung in der Empfindlichkeit
und der Gradationsverflachung kontrolliert wird und
daß die Verschleierungsgefahr verringert und die Lagerungsstabilität
verbessert wird.
Claims (2)
- Verfahren zur Herstellung eines photographischen Silberhalogenidmaterials durch
- (1) Herstellen eines Papiersubstrates aus im wesentlichen natürlicher Pulpe oder einem Gemisch aus zwei oder mehreren Arten von natürlicher Pulpe,
- (2) Beschichten des Papiersubstrates mit ein Pigment enthaltenden Homopolymeren von α-Olefinen, Copolymeren von zwei oder mehreren α-Olefinen oder aus Copolymeren von α-Olefinen als Hauptkomponente mit anderen damit copolymerisierbaren Monomeren, und
- (3) Auftragen einer Silberhalogenidemulsionsschicht, in welche zum Zeitpunkt der Herstellung und Dispersion des Silberhalogenids oder zum Zeitpunkt des physikalischen Alterns eine wasserlösliche Rhodium- oder Iridiumverbindung eingearbeitet worden ist oder die eine wasserlösliche Goldverbindung enthält, auf die Polyolefinbeschichtung,
- dadurch gekennzeichnet, daß für die Herstellung des Papiersubstrates eine Pulpe verwendet wird, die im alkalischen Zustand in einer Endbleichstufe nach einer an sich bekannten Pulpenbleichbehandlung mit einem Peroxid oder mit einer Borhydridverbindung gebleicht worden ist und die eine PC-Zahl von 2,0 oder weniger aufweist, wobei die PC-Zahl durch die folgende Formel definiert wird, worin Ro die Helligkeit (%) vor der Vergilbungsbehandlung ×10-2 und R die Helligkeit (%) nach 18stündiger Vergilbungsbehandlung bei 85°C und 95% relativer Feuchtigkeit ×10-2, jeweils gemessen bei einer Wellenlänge von 4570 m-10, bedeutet und P die Nachvergilbungs-(PC)-Zahl bedeutet, die den Grad (dimensionslose Zahl) der Vergilbung angibt.
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Legal Events
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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