DE3031207C2 - Verteiler für Düngeflüssigkeit o.dgl., insbesondere zum Anbau an Vakuumfässern - Google Patents
Verteiler für Düngeflüssigkeit o.dgl., insbesondere zum Anbau an VakuumfässernInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Verteiler für Düngeflüssigkeit oder dgl., insbesondere zum Anbau an
Vakuumfässern, der als pneumatischer Werfer ausgebildet ist, welcher einen sich gegen die Austrittsöffnung für
die zu verteilende Flüssigkeit konisch verjüngenden Rohrstutzen aufweist, in dem die in Achsrichtung
eingeführte Flüssigkeit durch zugeführte Druckluftströmung beschleunigt wird.
Es kann sich bei der zu verteilenden Flüssigkeit um
z. B. Jauche, Klärschlamm usw. handeln, aber auch um
eine solche zur Unkraut- und Schädlingsbekämpfung oder um einfaches Wasser zur Beregnung.
Durch die US-PS 27 69 670 ist ein auf pneumatischer
ίο Basis arbeitender Verteiler für viskose Flüssigkeiten,
z. B. Kunststoffarbe bekannt geworden. Die Druckluftströmung wird bei diesem Verteiler durch eine
Rohrleitung zugeführt, die in einem gewissen Abstand von der Innenwandung des sich konisch verjüngenden
i) Rohrstutzens mit der Austrittsöffnung für die zu
verteilende Flüssigkeit angeordnet ist. Von diesem Rohrstutzen erstreckt sich koaxial zu der Rohrleitung
für die Druckluftzuführung und mit radialem Abstand zu dieser eine weitere Rohrleitung, und in dem Raum
zwischen diesen beiden Rohrleitungen wird die zu verteilende Flüssigkeit zugeführt. Aufgrund dieser
Konstruktion kann der bekannte Verteiler die Flüssigkeit zwar auf geringe Distanz fein verteilt abgeben,
seine Mengeleistung ist jedoch gering. Für die Ausbringung von Düngeflüssigkeit oder dgl. ist dieser
Verteiler praktisch nicht geeignet, da hier große Wurfweiten bei gleichzeitig hoher Mengenleistung
verlangt werden.
Es ist ferner bekannt, zum Transport von Abwasser
jo und Klärschlamm z. B. auf dem Kommunalsektor sowie
zum Transport und Ausbringen von Düngeflüssigkeit in der Landwirtschaft Vakuumfässer, vorzugsweise auf
eigenem Fahrgestell zu verwenden. Diese arbeiten nach folgendem Prinzip:
J5 Mittels eines von der Zugmaschine angetriebenen
Kompressors wird im Faß zum Befüllen Unterdruck und zum Entleeren Überdruck erzeugt. Das Faßvolumen
wird also wechselweise mit der Saug- und Druckseite des Kompressors verbunden. Über eine verschließbare
•to Ausgangsluke am hinteren Ende des Fasses wird bei
Druckbeaufschlagung des Faß-Innenraums der Faßinhalt nach außen getrieben, während beim Aufbau eines
Unterdrucks im Faß Flüssigkeit eingesaugt werden kann. In jedem Fall bewirkt also der Kompressor über
den Faßdruck das Füllen und Leeren. Dabei ist der Kompressor stets vor dem Faßkörper auf dem
Fahrgestell angeordnet und mit seiner Saug- und Druckseite mit dem Faß-Hohlraum verbunden. Mit
dieser bekannten Technik erreicht man jedoch beim Entleeren bzw. Verteilen auf dem Feld nur relativ
geringe Mengenleistungen und Wurfweiten. Der zum Entleeren notwendige Überdruck ist nämlich aus
Sicherheitserwägungen durch behördliche Vorschriften auf 98,1 KPa (1 atü) begrenzt. Genehmigungen für
höhere Druckwerte werden nur unter Auflagen erteilt, welche einen höheren technischen Aufwand erfordern,
der für den vorstehend geschilderten Einsatz jedoch unwirtschaftlich ist. Die relativ kurzen Wurfweiten
ergeben beim Verteilen von z. B. Düngeflüssigkeit auf dem Feld entsprechend schmale Arbeitsbreiten, was den
Nachteil mit sich bringt, daß die Fahrspuren verhältnismäßig dicht nebeneinander liegen und der Boden
unerwünscht stark verdichtet wird.
Auch bei einem anderen Einsatzzweck bringt die
Auch bei einem anderen Einsatzzweck bringt die
t>5 herkömmliche Technik große Nachteile. Vor dem
Absaugen der regelmäßig stark verschlammten Jauche müssen die Vorratsgruben durch Umrühren homogenisiert
werden. Mit anderen Worten, der Grubeninhalt
muß in Bewegung gebracht werden, um die unterschiedlichen Bestandteile (Bodenschlamm. Zwischenflüssigkeit,
Schwimmdecke) zu vermischen. Dies läßt sich aber mit dem bisher bekannten System nur zeitraubend
bewerkstelligen, und zwar entweder durch Zufuhr von Luft oder durch wiederholtes Befüllen und Entleeren
des Fasses mit Jauche aus bzw. in die Vorratsgrube. Das an zweiter Stelle genannte Verfahren ist wirksamer,
weil durch die größere Masse der in die Grube zurückentleerten Flüssigkeit mehr Bewegungsenergie
in den Grubeninhalt übertragen wird, hat aber den Nachteil, daß der Grubeninhalt nicht ständig bewegt
werden kann, sondern nur intermittierend, d. h. im Wechseltakt vom Füll- und Entleerungsvorgang. Außerdem
erfordert diese Arbeitsweise die Anwesenheit von Bedienungspersonal.
Es ist ferner bekannt, zur sogenannten Breit- oder Seilenverteilung der Düngeflüssigkeit am Faßauslaß
eine mechanisch arbeitende Pumpe bzw. Schleuderpumpe anzuordnen. Diese mechanisch arbeitenden Pumpen
bringen zwar bei der Faßentleerung auf dem Feld eine ausreichende Wurf- und Mengenleistung, sie haben aber
den Nachteil großer Verschleiß- und Korrosionsanfälligkeit, wobei zu berücksichtigen ist, daß die hier in
Frage stehenden Flüssigkeiten gegenüber Metallen sehr aggressiv sind.
Man hat auch bereits versucht, mit leistungsstärkeren Kompressoren zu arbeiten, wodurch zwar aufgrund der
größeren Saugkraft eine Verbesserung der Fülleistung erreicht werden konnte, beim Druckaufbau im Faßinneren
für den Entleerungsvorgang ist jedoch wieder die bereits eingangs erwähnte Druckgrenze von 98,1 KPa
(1 atü) maßgebend, welche nicht überschritten werden darf. Der Drucküberschuß muß daher in diesem Fall
über Sicherheitsventile nutzlos abgeblasen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen als pneumatischen Werfer ausgebildeten Verteiler für
Düngeflüssigkeit oder dgl. zu schaffen, der beim Verteilen auf dem Feld die Erzielung verhältnismäßig
großer Wurfweiten und Mengenleistungen gewährleistet sowie eine permanente Homogenisierung des
Inhalts von Vorraisgruben mittels ausgetriebener, an
kinetischer Energie reicher Flüssigkeit ermöglicht.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe bei einem Verteiler der eingangs bezeichneten Bauart dadurch
gelöst, daß die Düngeflüssigkeit oder dgl. durch mehrfach in axialen Abständen zugeführte Druckluftströmungen
fortschreitend beschleunigt wird.
Ein solcher Verteiler bzw. pneumatischer Werfer kann vorteilhaft an der Druckseite des ohnehin
vorhandenen, zur Faßfüllung erforderlichen Kompressors angeschlossen werden. Die unter geringem Druck
maximal 98,1 KPa (1 atü) in den konischen Rohrstutzen einströmende Düngeflüssigkeit wird durch die Konizität
und durch die Druckluftströmungen nacheinander über eine längere Einwirkungsstrecke beschleunigt, se daß
eine hohe Austrittsgeschwindigkeit und demzufolge große Wurfweiten bei gleichzeitiger hoher Mengenleistung
erreicht werden. Die in den konischen Rohrstutzen des pneumatischen Werfers eingeführten Luftströmungen
bewirken ferner vorteilhaft eine starke Turbulenz in der ausgesprühten Flüssigkeit und es wird
ein weit aufgefächerter, über die gesamte Wurfweite gleichmäßig verteilt abregnender Strahl erreicht. Je
mehr Druckluflströniungen hintereinander in den konischen Rohrstutzen eintreten, um so starker wird die
Düngeflüssigkeit beschleunigt. Auf diese Weise können mit Kompressoren herkömmlicher Druckleistung mehrfach
größere Wurfweiten und erheblich höhere Abgabemengenleistungen erreicht werden als beim
Stand der Technik durch Aufbau eines statischen Überdrucks im Faßkörper. Vorteilhaft können ferner
die mit dem Kompressor maximal erreichbaren Drücke in der Regel 245 KPa (2,5 atü) voll genutzt werden, denn
sie werden dort aufgebaut, wo sie leicht beherrschbar sind und Auflagen der Zulassungsbehörden kostengünstig
erfüllt werden können, nämlich im Gußgehause des
i" Kompressors selbst, das ohnehin bis 245 Kpa (2,5 atü)
belastet werden kann, im Werfer und in der Leitung zwischen Kompressor und Werfer. Die beiden zuletzt
genannten Teile, nämlich die Leitung und der V/erfer, können im Gegensatz zum Faßkörper einfach so
verstärkt werden, daß die Herstellungskosten und auch das Gewicht des gesamten Geräts kaum merklich
steigen. Insgesamt betrachtet, kommt daher der pneumatische Werfer preiswerter als die bisher
gebräuchlichen mechanischen Verteilerpumpen. Weitere Vorteile des pneumatischen Werfers bestehen darin,
daß er verschleißfrei sowie energiesparend arbeitet und verhältnismäßig einfach korrosionsfest ausgeführt werden
kann. Aufgrund der hohen Wurfweiten ermöglicht der Werfer gemäß der Erfindung ferner eine boden-
-> schonende Verteilung der Düngeflüssigkeit auf dem
Feld, da die Spuren des Gespanns entsprechend weit voneinander beabstandet werden können. Mit anderen
Worten, die Druckschäden durch Fahrspuren können so
erheblich verringert werden.
«· Schließlich bringt der pneumatische Werfer gemäß
der Erfindung den Vorteil, daß man den Inhalt von Vorratsgruben permanent homogenisieren kann und
dadurch Zeit und Personal spart. Während man mit durch den pneumatischen Werfer ausgetriebener
i' Flüssigkeit, die reich an kinetischer Energie ist, den
Grubeninhalt rührt, wird zugleich im Faßinnenraum aufgrund des sinkenden Flüssigkeitspiegels ein Vakuum
erzeugt, das über eine zweite Luke Flüssigkeit aus der Grube in das Faß zieht. Dieser Kreislauf der Flüssigkeit
■"· von der Grube über das Faß zurück in die Grube kann
über eine praktisch beliebig lange Zeitspanne aufrechterhalten werden bis der Grubeninhalt genügend
homogenisiert ist.
Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung kann die Düngeflüssigkeit in dem pneumatischen Werfer peripher eingeführt und die Druckluft umgekehrt zentrisch zugeführt werden.
Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung kann die Düngeflüssigkeit in dem pneumatischen Werfer peripher eingeführt und die Druckluft umgekehrt zentrisch zugeführt werden.
Eine alternative Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Düngeflüssigkeit in dem pneumatischen
>° Werfer zentrisch eingeführt und die Druckluft umgekehrt
peripher zugeführt wird.
Zweckmäßig erfolgt nach noch einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die Zuführung der
Druckluft über eine mehrstufige, kaskadenförmig ausgebildete Düse, die achsgleich in dem konischen
Rohrstutzen angeordnet ist. Eine solche mehrstufige Düse stellt ein verhältnismäßig preiswertes und
effektvolles Element dar, um die Druckluftströmungen nacheinander in axialen Abständen in dem konischen
M Rohrstutzen freizusetzen, so daß sie die Düngeflüssigkeit
beschleunigen können. Jc größer die Zahl der hintereinander geschalteten Treibstufen dieser Düse ist,
umso mehr kinetische Energie kann auf die Düngeflüssigkeit übertragen werden.
Mach noch einer weiteren Ausgestaltung der
Erfindung kann die Düse aus mehreren, koaxial angeordneten und gegen die Austrittsöffnung des
Rohrstut/cns stufenweise einen kleineren Durchmesser
aufweisenden Rohren bestehen, die durch dünnwandige Siege untereinander und mit dem Rohrstutzen verbunden
sind, wobei die durch diese Rohre zentrisch zugeführte Druckluft die zwischen diesen Rohren und
dem Rohrstutzen peripher eingeführte Düngeflüssigkeit beschleunigt. Bei dieser Ausführungsform wird im
zentralen Bereich des konischen Rohrstutzens über eine gewisse axiale Strecke eine Unterdruckzone ausgebildet,
die die Düngeflüssigkeit aus dem Faßkörper zieht. Da bei dieser Ausführungsform die Haltestege niindestens.fiir
das äußerste Rohr der Düse im Strömungsbereich der Düngeflüssigkeit liegen, muß der Durchtrittsquerschnitt
für die Flüssigkeit so gewählt werden, daß zwischen den Stegen genügend Durchtrittsraum für die
Flüssigkeit verbleibt. Mit zunehmender Verjüngung des Rohrstutzens steigt dann die Strömungsgeschwindigkeit
der Düngeflüssigkeit und somit deren Kraft, evtl. Verstopfungen zu beseitigen.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Düse aus mehreren,
koaxial angeordneten, trichterförmigen oder konischen Rohrabschnitten besteht, die sich gegenseitig mit
radialem Spiel überlappen und durch dünnwandige Stege mit dem Rohrstutzen verbunden sind, wobei die
im Raum zwischen diesen Rohrabschnitten und dem Rohrstutzen peripher zugeführte Druckluft die durch
diese Rohrabschnitte zentrisch eingeführte Düngeflüssigkeit beschleunigt. Diese Version hat den Vorteil, daß
die Haltestege für die Rohrabschnitte in der luftdurchströmten Zone liegen, während für den Durchtritt der
Düngeflüssigkeit der gesamte lichte Querschnitt der trichterförmigen oder konischen Rohrabschnitte zur
Verfugung steht. Dadurch ist die Gefahr, daß in dem pneumatischen Werfer Verstopfungen auftreten, praktisch
vollständig beseitigt.
Wenn nach noch einer Ausführungsform der Erfindung der mit dem Innenraum eines Fasses verbundene
Kompressor mit seiner Druckseite an dem pneumatischen Werfer angeschlossen ist, wird vorteilhaft der
ohnehin vorhandene Kompressor zugleich für den Betrieb des pneumatischen Werfers benutzt.
Der Verteiler gemäß der Erfindung kann ferner vorteilhaft auch losgelöst von Fässern zum Homogenisieren
der Flüssigkeit in einer Vorratsgrube, einem Güllesilo oder dgl. Behälter angewendet werden und zu
diesem Zweck an der Druckseite eines Kompressors angeschlossen sein. Bei dieser Betriebsweise wird der
pneumatische Werfer zweckmäßig beweglich aufgehängt und in den Inhalt des Behälters eingetaucht, damit
dieser in unterschiedlichen Richtungen aufgewirbelt und homogenisiert werden kann. Dabei ist von dem
pneumatischen Werfer lediglich eine flexible Leitung zu dem Kompressor zu führen.
Die Erfindung wird anschließend anhand der Zeichnungen von Ausführungsbeispielen erläutert Es
zeigt
F i g. 1 eine schematische Ansicht eines Vakuumfasses mit dem erfindungsgemäßen pneumatischen Werfer
und einem Kompressor, an dem das Vakuumfaß und der pneumatische Werfer angeschlossen sind:
Fig.2 einen schematischen Längsschnitt des in
F i g. 1 gezeigten pneumatischen Werfers;
Fig.3 eine Querschnittsansicht entlang der Linie
III-IIIinFig.2und
Fig.4 einen Längsschnitt einer weiteren Ausführungsform
des pneumatischen Werfers.
In F i g. 1 ist mit 10 ein Vakuumfaß gekennzeichnet, das auf einem nicht gezeigten Fahrgestell angeordnet
sein kann und an seiner vorderen Stirnwand eine Eingangsluke 11 und an der hinteren Stirnwand eine
Ausgangsluke 12 aufweist. Beide Luken sind jeweils durch einen Schieber 13 bzw. 14 verschließbar. Das
'> Vakuumfaß 10 enthält ferner einen Dom 15, durch welchen eine Rohrleitung 16 in den Innenraum des
Vakuumfasses geführt ist. Diese Rohrleitung 16 ist über einen Anschlußstutzen 17 mit einem Kompressor 18
verbunden. Mit dem Anschlußstutzen 17 ist gleichfalls in eine Rohrleitung 19 verbunden, die zu einem als
pneumatischen Werfer 20 ausgebildeten Verteiler geführt ist, welcher an der Ausgangsluke 12 in
Strömungsrichtung nach dem Schieber 14 angeordnet ist. Das Vakuumfaß 10 und der pneumatische Werfer 20
i> sind somit parallel an den Kompressor 18 angeschlossen. Bei letzterem handelt es sich um eine wahlweise auf
Druck- oder Saugbetrieb umschaltbare Ausführung.
Am oberen Ende der Rohrleitung 16 ist ein Rückschlag-Schwimmcrventil 9 angeordnet, und ferner
-1H sind in der Rohrleitung 16 vom Kompressor 18 weg ein
Druckminderventil 2, ein Absperrventil 3 und ein Sicherheitsventil 4 vorgesehen, während in der Rohrleitung
19 ein Rückschlagventil 5 angeordnet ist. Die Funktion dieser Ventile wird noch erläutert.
r> Der pneumatische Werfer 20 ist in den Fig. 2 und 3 ausführlicher gezeigt. Er weist einen an die Ausgangsluke
12 angeschlossenen Rohrstutzen 21 auf, der sich gegen die Austrittsöffnung 22 konisch verjüngt. In dem
sich konisch verjüngenden Teil des Rohrstutzens 21 ist 3d eine mehrstufige, kaskadenförmig ausgebildete Düse 23
achsgleich zum Rohrstutzen 21 angeordnet. Diese kaskadenförmige Düse 23 besteht bei der Ausführungsform nach den F i g. 1 —3 aus drei Rohren 24,25 und 26,
die gegen die Auslrittsöffnung 22 stufenweise einen kleineren Durchmesser aufweisen, wobei das Rohr 24
mit der Rohrleitung 19 verbunden ist. Zwischen den einzelnen Rohren 24, 25 und 26 ist für den Durchtritt
von Druckluft ein ausreichendes radiales Spiel vorhanden. Das Rohr 25 ist am Ende des Rohres 24 durch z. B.
■ίο zwei diametral einander gegenüberliegende, dünnwandige
Stege 27 gehalten, während das Rohr 26 in ähnlicher Weise durch zwei diametral einander
gegenüberliegende, dünnwandige Stege 28 gehalten ist, die zwischen dem Rohr 26 und dem Rohr 25 nahe dessen
Ende angeordnet sind. Das Rohr 22 ist seinerseits durch zwei gleichfalls diametral einander gegenüberliegend
angeordnete, dünnwandige Stege 29 gehalten, die zwischen dem Rohr 24 und dem Rohrstutzen 21
befestigt sind. Im Ausführungsbeispiel sind, wie Fig.3
zeigt, die Stege 27, 28 und 29 axial untereinander ausgefluchtet. Es wird ferner bemerkt, daß sich die
Rohre 25 und 26 gemeinsam um ein gleiches Ausmaß in das Rohr 2 hineinerstrecken.
Bei dem pneumatischen Werfer 20 nach den F i g. 1 bis 3 wird die zu verteilende Düngeflüssigkeit peripher
in den Rohrstutzen 21 eingeführt, wie durch die strichpunktierten Linien 30 angedeutet ist Der konische
Abschnitt des Rohrstutzens 21 bewirkt eine Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit der Düngeflüssigkeit 30
bo und die in axialen Abständen bei 31, 32 und 33 aus der
kaskadenförmigen Düse 23 austretende Druckluft bewirkt zusätzlich eine dynamische Beschleunigung der
Düngeflüssigkeitsströmung in Richtung Austrittsöffnung 22.
to Bei dem pneumatischen Werfer 200 der F i g. 4 wird
im Gegensatz zum vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel die durch strichpunktierte Linien angedeutete
Düngeflüssigkeit 30 zentrisch und die Druckluft
peripher zugeführt. Diese Ausfuhrungsform weist zu diesem Zweck im konischen Teii des Rohrstutzens 21
eine mehrstufige Düse 230 aus drei koaxial angeordneten, konischen Rohrabschnitten 24a, 25a, 26a auf, die
durch dünnwandige Stege 34 gehalten sind, die an der Innenseite des Rohrstutzens 21 befestigt sind, wobei
ihre Ausfluchtung den Stegen 22, 28 und 29 der F i g. 2 und 3 entsprechen kann. Die konischen Rohrabschnitte
verjüngen sich gegen die Ausirittsöffnung 22 hin fortschreitend, wobei die Enden kleineren Durchmessers
der Rohrabschnitte 24a und 25a in die aufgeweiteten Enden der Rohrabschnitte 25a bzw. 26a mit radialem
Spiel so hineinragen, daß die peripher im Raum zwischen den Rohrabschnitten 24a bis 26a und dem
Rohrstutzen 21 zugeführte Druckluft bei 35 und 36 nach innen gegen die Düngeflüssigkeit 30 strömen kann, um
diese zu beschleunigen. Ein weiterer ringförmiger Austrittsspalt 37 für die Druckluft ist zwischen dem
Ende kleineren Durchmessers des Rohrabschnitts 26a und dem bei 38 eingeschnürten Rohrstutzen 21
ausgebildet. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Strömungsgeschwindigkeit der Düngeflüssigkeit 30
im Werfer 200 aufgrund der Konizität der Rohrabschnitte 24a bis 26a erhöht, wobei die in axialen
Abständen bei 35, 36 und 37 zugeführte Druckluft die Düngeflüssigkeit in Richtung Austrittsöffnung 22
zusätzlich beschleunigt. Die Zuführung der Druckluft erfolgt beim pneumatischen Werfer 200 gleichfalls
durch die Rohrleitung 19 (Fig. 1) und in den ringförmigen Raum 39 zwischen Rohrstutzen 21 und
dem Rohrabschnitt 24a. Der letztere ist mit seinem rückwärtigen Ende mit der Ausgangsluke 12 verbunden.
Wenn das Vakuumfaß 10 mit Düngeflüssigkeit gefüllt werden soll, wird der umschaltbare Kompressor 18 auf
Saugbetrieb eingestellt und der Schieber 13 an der Eingangsluke 11 geöffnet, der Schieber 14 an der
Ausgangsluke 12 dagegen geschlossen. Ferner ist das Absperrventil 3 offenzuhalten. Wenn der Kompressor
nun arbeitet, schließt das Rückschlagventil 5 und über die Rohrleitung ίό und das geöffnete Rückschlag- :
Schwimmerventil 9 wird im Vakuumfaß 10 ein Unterdruck erzeugt, der über die geöffnete Eingangsluke
!1 Düngeflüssigkeit ansaugt, bis der Flüssigkeitsstand im Vakuumfaß so hoch ist, daß das Rückschlag-
■> Schwimmerventil 9 schließt. Dadurch wird der Innenraum
des Vakuumfasses 10 vom Kompressor 18 getrennt.
Wenn das Vakuumfaß 10 entleert werden soll, wird der Kompressor 18 auf »Drücken« umgeschaltet, der
e Schieber 13 an der Eingangsluke 11 geschlossen und der
Schieber 14 an der Ausgangsluke 12 geöffnet. Das Sicherheitsventil 4 stellt dabei sicher, daß die Druckgrenze
von 98,1 KPa (1 atü) im Vakuumfaß 10 nicht überschritten wird, und das Druckminderventil 2
■"> bewirkt, daß der größte Teil des vom Kompressor 18 abgegebenen Druckluftvolumens über die Rohrleitung
19 zum pneumatischen Werfer 20 abgezweigt wird. Das Rückschlagventil 5 ist bei dieser Betriebsweise geöffnet,
so daß der Faßinhalt über die Ausgangsluke 12 und dem
) pneumatischen Werfer 20 entleert werden kann. Der dabei gleichzeitig entstehende Überdruck im Vakuumfaß
10 von maximal 98,1 KPa (1 atü) verstärkt die Leistung des pneumatischen Werfers 22.
Wenn der Inhalt einer Grube »gerührt« werden soll,
Wenn der Inhalt einer Grube »gerührt« werden soll,
wird das Vakuumfaß 10 zunächst wie vorstehend beschrieben gefüllt. Anschließend wird der Schieber 14
an der Ausgangsluke 12 geöffnet und der Kompressor 18 auf »Drücken« eingestellt. Ferner wird das
Absperrventil 3 in der Rohrleitung 16 geschlossen.
> Wenn dann der Kompressor 18 arbeitet und über die Rohrleitung 19 dem pneumatischen Werfer 22 Druckluft
zuführt, wird die Flüssigkeit über das Vakuumfaß 10 nach dem Hebeprinzip fortlaufend umgewälzt und
dadurch derGrubeninhalt intensiv »gerührt«.
Der pneumatische Werfer kann aber auch vom Faß getrennt zum Homogenisieren eines Grubeninhalts
verwendet werden, wobei er im aufgehängten Zustand in den Grubeninhalt eingetaucht werden kann, bei
Verbindung über eine flexible Rohrleitung mit dem Kompressor.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
230242/632
Claims (8)
1. Verteiler für Düngeflüssigkeit oder dgl, insbesondere zum Anbau an Vakuumfässern, der als
pneumatischer Werfer ausgebildet ist, welcher einen sich gegen die Austrittsöffnung für die zu verteilende
Flüssigkeit konisch verjüngenden Rohrstutzen aufweist, in dem die in Achsrichtung eingeführte
Flüssigkeit durch zugeführte Druckluftströmung beschleunigt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Düngeflüssigkeit (30) oder dgl. durch mehrfach in axialen Abständen (bei 31, 32, 33 oder
35, 36, 37) zugeführte Druckluftströmungen fortschreitend beschleunigt wird.
2. Verteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Düngeflüsiigkeit (30) ;n dem
pneumatischen Werfer (20) peripher eingeführt und die Druckluft umgekehrt zentrisch zugeführt wird.
3. Verteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Düngeflüssigkeit (30) in dem
pneumatischen Werfer (200) zentrisch eingeführt und die Druckluft umgekehrt peripher zugeführt
wird.
4. Verteiler nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung der Druckluft
über eine mehrstufige, kaskadenförmig ausgebildete Düse (23, 230) erfolgt, die achsgleich in dem
kenischen Rohrstutzen (21) angeordnet ist.
5. Verteiler nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (23) aus mehreren,
koaxial angeordneten und gegen die Austrittsöffnung (22) des Rohrstutzens (21) stufenweise einen
kleineren Durchmesser aufweisenden Rohren (24, 25,26) besteht, die durch dünnwandige Stege (27,28,
29) untereinander und mit dem Rohrstutzen (21) verbunden sind, wobei die durch diese Rohre (24,25,
26) zentrisch zugeführte Druckluft die zwischen diesen Rohren und dem Rohrstutzen (21) peripher
eingeführte Düngeflüssigkeit (30) beschleunigt.
6. Verteiler nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (230) aus mehreren,
koaxial angeordneten, trichterförmigen oder konischen Rohrabschnitten (24a, 25a, 26a) besteht, die
sich gegenseitig mit radialem Spiel überlappen und durch dünnwandige Stege (34) mit dem Rohrstutzen
(21) verbunden sind, wobei die im Raum zwischen diesen Rohrabschnitten und dem Rohrstutzen
peripher zugeführte Druckluft die durch diese Rohrabschnitte zentrisch eingeführte Düngeflüssigkeit
(30) beschleunigt.
7. Verteiler nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Innenraum eines
Fasses (10) verbundene Kompressor (18) mit seiner Druckseite an dem pneumatischen Werfer (20, 200)
angeschlossen ist.
8. Verteiler nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß er zum Homogenisieren der
Flüssigkeit in einer Yorratsgrube, einem Giillesilo oder dgl. Behälter angewendet wird und an der
Druckseite eines Kompressors angeschlossen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803031207 DE3031207C2 (de) | 1980-08-19 | 1980-08-19 | Verteiler für Düngeflüssigkeit o.dgl., insbesondere zum Anbau an Vakuumfässern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803031207 DE3031207C2 (de) | 1980-08-19 | 1980-08-19 | Verteiler für Düngeflüssigkeit o.dgl., insbesondere zum Anbau an Vakuumfässern |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3031207A1 DE3031207A1 (de) | 1982-03-11 |
| DE3031207C2 true DE3031207C2 (de) | 1982-10-21 |
Family
ID=6109889
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803031207 Expired DE3031207C2 (de) | 1980-08-19 | 1980-08-19 | Verteiler für Düngeflüssigkeit o.dgl., insbesondere zum Anbau an Vakuumfässern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3031207C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3227216C2 (de) * | 1982-07-21 | 1985-01-17 | Perrot-Regnerbau Gmbh & Co, 7260 Calw | Vakuum-Tankwagen mit Verteilereinrichtung zur flächigen Verteilung von Medien, wie zum Beispiel Gülle |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2769670A (en) * | 1953-09-03 | 1956-11-06 | Nat Gunite Corp | Spray nozzle |
-
1980
- 1980-08-19 DE DE19803031207 patent/DE3031207C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3031207A1 (de) | 1982-03-11 |
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