DE3021859A1 - Verfahren zum hydrieren von kohle - Google Patents
Verfahren zum hydrieren von kohleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfchren zum Hydrieren von Kohle,
bei dem die feingemahlene Kohle mit einem Anreiböl zu einem
Brei verrührt, auf Druck gepumpt, zunächst im Wärmetausch mit Hydrierprodukten vom Kopf des Heißabscheiders und dann durch
Zufuhr von Femdwärme auf die Anspringtemperatur der Hydrierung
erhitzt und anschließend in Gegenwart von Wasserstoff der katalytisch beschleunitgten Hydrierung unterzogen v/ird und bei
dem das Hydrierprodukt in mindestens einem Hei3abscheider in ein dampfförmiges Kopfprodukt und ein flüssiges, schwere Destillatöle,
nicht destillierbare Bestandteile und Feststoffe enthaltendes Sumpfprodukt zerlegt wird.
Bei der Hydrierung von Kohle nach einem Verfahren der eingangs genannten Art u/ird das Kopfprodukt des Heißabscheiders, das neben
den kohlestämmigen Kohlenu/asserstoffdämpfen bis hin zum
Mittelölbereich unter anderem noch den unverbrauchten Wasserstoff sowie Wasserdampf enthält, vor seiner Aufbereitung in
mehreren Destillierstufen zunächst im Wärmetausch mit dem
frischen, zu hydrierenden Kohlebrei abgekühlt. Auf diese Weise kann ein erheblicher Teil der bei der Hydrierung anfallenden
exothermen Reaktionswärme unmittelbar zum Aufheizen des Kohlebreis herangezogen werden. Je größer diese Wärmemenge ist, um
so geringer ist die zusätzliche noch benötigte Fremdwärme, das heißt, um so wirtschaftlicher ist das Hydrierverfahren.
130 Q 5 Vf 0261
-'f
Die gröQte Wirtschaftlichkeit ware erreicht, wenn der Hei'"
abscheider unmittelbar bei der Temperatur des Hydrierreaktc. "■·
(et\i/a 475° C) gefahren würde, da in diesem Felle die größte
Menge Kopfprodukt bei der höchsten Temperatur für den V/drmetausch
mit dem frische- Kohlebrei zur Verfügung stünde.
Ls hat sich jedoch gezeigt, daß bei den Temperaturen des Hvorierreaktors
an der Innenu&nd des Heißabscheiders, inbeaondere
im Bereich des Sumpfes, unerwünschte Verkokungen und Anbackungen auftreten, die nach kurzer Zeit die Funktionsweise
des Heißabscheiders stark beeinträchtigen bzw. ganz unterbinden
.
Zur Vermeidung dieser Schwierigkeiten im Heißabscheider ist es bekannt geworden, das den Hydrierreaktor verlassende Hydrierprodukt
vor der Einleitung in den Heißabscheider in einem zusätzlichen Wärmetauscher auf eine Temperatur abzukühlen, be1 dc.·
Verkokungen und somit Ablagerungen nicht mehr auftreten. Vergleiche hierzu "Compendium 76/77; DGMK-Vorträge der 4. Gemeanschaftstagung
Ö'GEW/DGHK vom 4.-6- Oktober 1976 in Salzburg;
Industrieverlag von Herrenhausen KG; 1976; Seiten 373-383".
Als Nachteil einer solchen Zwischenkühlung ergibt sich jedoch, daß aufgrund der Kühlung den Hydrierreaktor zunächst dampfförmig
verlassende Destillatöle auskondensieren und sich zusammen mit den höhersiedenden Destillatölen,dem nichtdestillierbaren
Hydrierrückstand und den Feststoffen, wie unverbrauchte Kohle, Asche, Katalysatorteilchen, im Sumpf des Heißabschexders
sammeln. Die erneute Abtrennung dieser schweren Destillat-Öle aus dem Sumpfprodukt erweist sich dann verhältnismäßig aufwendig.
Auch verringert sich die für den Wärmetausch mit dem frischen Kohlebrei zur Verfügung stehende Menge an Heißabscheider-Kopfprodukt
um den durch die Kühlung auskondensierten Anteil, sodaO für den Wärmetausch mit dem frischen Kohlebrei
eine geringere Menge Kopfprodukt bei niedrigerer Temperatur zur Verfügung steht.
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8*D ORIQiNAL
Hinzu kommt, daß der Wärmetauscher für die K.jhui,.·· cits >
Produktes, da er von der gesamten riydrierp. οι;·,κ t m·: ·.,.,· ju: ■
strömt wird, sehr aufuendij ist, Zusätzlic'.e f.jiken im Bc ui
ergeben sich, da ai.:c'.· in ciesem Wär^etauschur berrus l'srku
kungen und somit Abisgerungen auftreten können.
Oer Lrfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahrer zun, 'Iy
drieren von Kohle zu entwickeln, das es auf einfache Wgilü -·. !■!Öglicht,
eine möglichst große Menge der im Hydrierreaktor erzeugten
exothermen Reaktionswärme zum Aufheizen des fricchen
Kohlebreis zur Verfügurg zu stellen.
Bei einem Verfahren der eingangs genannten Art uird diesp Aufgabe
erfindungsgemäO dadurch gelöst, daß zumindest ein Teil '.irr
aus dem Sumpfprodukt abgetrennten Destillatole in den HüjUiI
scheider zurückgeführt uird.
Die in den Heiüi-bscneider zurückgeführten Der t illtitüle führen
zu einer Verdünnung des Heißabscheidersumpfeü, so daß in diesem
auch bei höherer Temperaturen keine Verkokungen auftreten. Dabei erweist es sich als zweckmäßig, nur Destillate zurückzuführen,
deren Siedepunkt oberhalb der Sumpftemperatur liegt,
um eine Verdampfung der Destillate und somit erneute Eindikkung
des Sumpfes zu verhindern. Die Erfindung sieht deshalb gemäß einem weiteren Merkmal vor, daß die Abtrennung der Destillatöle
aus dem Sumpfprodukt durch Vakuumdestillation erfolgt, daß die dabei anfallenden Vakuumöldämpfe einer fraktionierten
Kondensation in mindestens zwei Stufen unterzogen uerden
und daß zumindest ein Teil der schwereren Destillatölfraktion
ohne weitere Abkühlung in den Heißabscheider zurückgeführt
wird.
Es erweist sich als besonders vorteilhaft, wenn die rückgeführten Destillatöle gleichmäßig auf die Innenwand des Heißabscheiders
verteilt werden. Im oberen Teil des Heißabscheiders
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8AD ORIGINAL
entsteht auf sen Ir-ieruaic ε·ϊη dünner Schutz- dzb. .. .
guhgsfilm durcH des an der /am. -ach unten ablaufend: es:
öl, uährer.d im Wardbereich ocs Su/p^ea eine soq^Oa nt? £· r-c. 7
verdünrungszone erzeugt wir=:'. Film und Vecäüniiunnczorr .>· u
ken, wie sich üoerrascnencierueise gezeigt hat, d.iP an jn3 '.ar·.
selbst auch bex höheren Temperaturen keine Anbackungen b?i/.
Verkokungen auftreten.
Die Rückführung der Destill.tdle und deren Verteilung kann mi
tels einer im oberen Bereich des HeiQabscheiders vorgesehenen
Ringleitung, die gleichmäßig verteilte Öffnungen aufweist, erreicht
werden.
Aufgrund des erfindungsgemäßen Verfahrens kann somit auf exne
Kühlung des Hydrierproduktes vor Eintritt in den HeiG^bsc ;"idr
verzichtet werden, d.h. dieser kann dampfseitig bei der voller·
Temperatur des Hydrierreaktors (ca. 475 C) gefahren i/erden. Damit
steht für den Wärmetausch zwischen Kopfprodukt und frischem Kohlebrei zur Aufheizung des Breies eine maximale Menge Kopfprodukt
bei der höchstmöglichen Temperatur zur Verfügung. D'e
zur Aufheizurig des Kohlebreis zusätzlich noch benötigte Freinduärme
reduziert sich auf ein Minimum. Die Uärmebilanz des Gesamtverfahrens
wird daher erheblich verbessert.
Weitere Eiläuterungen zu der Erfindung sind dem in der Figur
schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel zu entnehmen.
Die Figur zeigt ein Verfahren zum Hydrieren von Kohle, bei dem die feingemahlene Kohle über eine Leitung 1, ein Eisenoxidkatalysator
über eine Leitung 2 und Anreiböl über eine Leitung 5 einem Behälter 4 zugeführt und dort innig zu einem Brei verrü.irt
u/erden. Mittels einer Pumpe 5 wird der Brei auf den Druck der Hydrierung von etwa 300 bar gefördert und zunächst in einen Wärmetauscher
18 im Wärmetausch mit heißem Hydrierprodukt auf eine Temperatur von etwa 400° C und dann in einem fremdbeheizten
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BAD ORIGUNAL
Röhrofen 7 auf 1\~ 'nsprinc, temperatur der Hydrierung \ολ
430° C erhitzt. Der benötigte
über eine Leitung 6 zugeführt
über eine Leitung 6 zugeführt
430° C erhitzt. Der benötigte Wasserstoff wird dem
Im Reaktionsraum 8 erfolgt die Hydrierung der Kohle bei c.--r
mittleren Temperatur von etua 475 C. Das erzeugte Hydrie »r·.
dukt gelangt in einen Heißabscheider 9, aus dem bei ca. i\~.'-K' l
überkopf die Dämpfe abgezogen und über eine Leitung 10 dem
Wärmetauscher 18 zugeführt werden. Der im Sumpf des Heißab t'\ id2rs
9 anfallende Abschlamrn aus schweren Destillatölen, nicht
u'estillierbaren flüssigen Bestandteilen und Feststoffen wir)
iber ein Entspannungsventil 11 einer Vakuumdestillationsstuie
12 zugeführt. Vakuumrückstand und Destillate werden über Leitungen
13 und 14 zur u/eiteren Verwendung aus der Destillationsnr.laabgezogen.
L r f i ndungsgemä'fl wird dabei ein Teil der anfallenden schweren
jestillatölmenge ohne weitere Abkühlung mittels einer Pumpe l'j
auf den Druck des Heißabscheiders 9 gepumpt und über eine LeJ-tung
16 sowie eine im oberen Bereich des Heißabscheiders angeordnete Ringleitung 17 erneut in diesen eingespeist. Die Ein
speisung erfolgt so, daß das Destillatöl entlang der Innenwand de.; Heißabscheiders herabläuft. Auf diese Weise entsteht auf
der Wand im oberen Bereich des Heißabscheiders ein dünner cchutzfilm und im Bereich des Sumpfes eine; AtschlammverdunnuiUjt'
zone, wodurch Anbackungen bzw. Verkokungen auf der Innenwand verhindert werden. Der Heißabscheider 9 kann somit dampfseitig
bei der gleichen Temperatur wie der Reaktor 8, also bei etwa 475° C, gefahren werden, wodurch eine maximale Menge an Kor;fnro
dukt bei der höchsten Temperatur des Verfahrens über die Leitung 10 dem Wärmetauscher 18 zuströmt.
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~6AD ORIGINAL
Leerseite
Claims (4)
1. Verfahren zum Hydrieren von Kohle, bei dem die feinge-
■:. jhlene Kohle mit einen ^nreibül zu einem Drei verrührt :
-tu f Druck gepumpt, zunächst, irr: Wärme tausch mit Hydrierprodukten
vom Kopf des HsiCsabscheiders und dann durch Zufuhr
von Fremdüärme auf die Anspringtemperatur der Hydrierung
erhitzt und anschließend in Gegenwart von Wasserstoff
de-r katalytisch beschleunigten Hydrierung unterzogen wird
und bei dem das Hy drierprcdukt in mindestens einem Heißabscheider
in ein dampfförmiges Kopfprodukt und ein flüssiges,
schwere Destilla^öle, nicht destillierbare Bestandteile
und Feststoffe enthaltendes Sumpfprodukt zerlegt vird, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil der
aus dem Sunpfprodukt des HeiQabscheiders abgetrennten Destillatöle
in den HeiGacscheider zurückgeführt v/ird.
2. Verfahren nach Anspruch I, ü3durch gekennzeichnet, daß die
Abtrennung der Destillatöle aus den Surnpfprodukt durch Vakuumdestillation
erfolgt, dafl die dabei anfallenden Vakuumöldämpfe
einer fraktionierten Kondensation in mindestens zuei Stufen unterzöge^ uerden und daß zumindest ein Teil
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BAD ORIGINAL
der schvariP ,eatill-... fr£i· ion oh'.e ?:'-i:ü a.LküMlL
in den HeiÜabscheidex z· L vJ -k ;~ ~ uhrt uirci.
3. U ar fahr en nach den Anspruchs i oder 2, c a durch ^ekt.. * i ι .inet,
daß die zutuck gc füh "t er i'esLilla tölt. glt.-ichn.auic; .·;■ ·
die Innenwand des Heiß jLkici ei di»ro verte It werden.
4. l/erfahren nach Anspruch 3. dadurch yekennzeichnet, d.-ιΰ cue
Verteilung der DäsUUatoie über ein im oberen Ijercich de ■
Heiüabscheiders (9) angeordnete, mit Öffnungen versehc-nr
Ringleitung (17) erfolgt.
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