DE3018551C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf eine
Vorrichtung zum Herstellen von Garn durch Verziehen und
Umwinden
entsprechend den Oberbegriffen
der Ansprüche 1 bzw. 2, vgl. DE-OS 24 07 357.
Als Stand der Technik ist es bereits bekannt, an Umwinde
spinnvorrichtungen einen in Faserlaufrichtung durch die
Hohlspindel verlaufenden Luftstrom zu erzeugen, durch den
die Fasern des Faserstranges ungedreht bleiben und allge
mein ihre parallele Lage beibehalten (DE-OS 24 07 357).
Durch diesen Luftstrom, dem die Fasern ausgesetzt werden,
nachdem sie von den letzten Walzen des Streckwerkes abgegeben
worden sind, sollen auch alle lockeren Faserteile gesammelt
und abgeführt werden, die sich vom Faserstrang lösen.
Wenn, wie beabsichtigt, die Fasern des Faserstranges pa
rallel gehalten werden, muß der Abstand zwischen Klemmlinie
des Auslaufwalzenpaares und Umwindepunkt gleich oder kleiner
sein als die verarbeitete Stapellänge. Um dies zu erreichen,
muß die Einlauföffnung der Hohlspindel sehr dicht an das
Auslaufwalzenpaar herangeführt werden.
Dadurch wird jedoch das Anbringen einer Fadenbruchabsaugung
sehr erschwert. Der durch die Hohlspindel verlaufende Luft
strom, der im Falle eines Fadenbruchs die weitergeliefer
ten Fasern absaugt, kann hierzu nicht verwendet werden,
da zum Beheben des Fadenbruchs die Umwindespindel angeschwenkt
werden muß und dabei die absaugende Eintrittsöffnung der
Hohlspindel vom Ausgangswalzenpaar wegbewegt wird.
Aus der DE-AS 16 85 881 ist eine Ausführungsform einer Um
windespinnvorrichtung bekannt, bei der zwischen dem Ausgangs
walzenpaar des Streckwerkes und der Einlauföffnung der Hohl
spindel ein konisch ausgebildetes Zuführrohr angeordnet
ist, in das in der Nähe des Ausgangswalzenpaares Druckluft einge
speist wird. Durch die rotierende und gegen die Austritts
öffnung gerichtete Luftströmung im Zuführrohr soll die Ein
führung des verzogenen und falschgedrehten Faserbündels
in die Einlauföffnung der Hohlspindel erleichtert und einem
Aufbauschen des Faserbündels entgegengewirkt werden. Eine
Fadenbruchabsaugung ist nicht vorgesehen und auch nur schwer
anzubringen, da die Eintrittsöffnung des Zuführrohres in
unmittelbarer Nähe des Ausgangswalzenpaares angeordnet ist.
Als Stand der Technik ist es weiterhin bereits bekannt,
an einer Spinnmaschine eine Absaugvorrichtung anzubringen,
welche aus eine Kappe besteht, die über gabelförmige Ver
längerungen an der Oberwalze eines Ausgangswalzenpaares
angeordnet ist (DE-PS 12 73 391). Diese Kappe ist mit einer
Öffnung zur Verbindung mit dem Saugrohr versehen.
Für eine Umwindespinnvorrichtung ist diese bekannte Vor
richtung nicht geeignet, da die den Faden führende Kappe
unmittelbar hinter dem Saugrohr endet und somit der Faser
strang ungeführt bis zum Einlauf in den oberen Bereich der
Hohlspindel verbleibt. Damit würde sich eine Qualitätsmin
derung des fertigen Umwindegarns ergeben.
Aus dem gleichen Grund kann sich eine Minderung der Garnquali
tät bei einer Umwindespinnvorrichtung ergeben, bei der der
Abstand zwischen dem Ausgangswalzenpaar und der Einlauf
öffnung der Hohlspindel so groß gewählt wird, daß dem Aus
gangswalzenpaar ein Saugrohr zum Absaugen der Fasern bei
einem Fadenbruch zugeordnet werden kann (DE-OS 27 53 349).
Es ist ferner bekannt, zum Umspinnen eines Stapelfaserstran
ges mit Stapelfasern in einem Doppelriemchen-Streckwerk
Außenfasern vom Faserstrang abzutrennen und sie anschließend
mit dem falschgedrehten Strang wieder zu vereinigen, um
den sie sich dann beim Aufdrehen herumwickeln und ihn ver
festigen (US-PS 39 78 648). Als Vereinigungsmittel ist unter
anderem ein Saugrohr offenbart, das auch zum Absaugen der
Fasern bei einem Fadenbruch verwendet werden kann. Hinweise
für die Herstellung eines Umwindegarnes mit Bindefaden werden
nicht gegeben.
Sie finden sich auch nicht bei einem Vorschlag zum Herstel
len eines Kerngarnes (DE-AS 17 85 630), dem gemäß aus einem
Streckwerk austretende Fasern einer dem Ausgangswalzenpaar
nachgeordneten Saugkammer zugeführt und in dieser im freien
Flug zu einem Punkt gefördert werden, in dem sie in Faden
stränge eingebunden und nach Passieren des Flaschdrallgebers
durch Drallübertragung um die Fadenstränge herumgewickelt
werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren
und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art effektiver
zu gestalten bezüglich der Einbindung lockerer Faserteile,
wobei gleichzeitig im Falle eines Fadenbruches eine Absau
gung ermöglicht werden soll.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
verzogene Faserstrang in Laufrichtung vor dem Herumlegen
des Bindefadens zwei entgegengesetzt gerichteten Luftströmen
ausgesetzt wird. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß
durch einen Luftstrom austretende Randfasern, welche sonst
als Faserflug abgehen würden, an den Faserverband angelegt
und durch den zwischen der Klemmlinie des Ausgangswalzen
paares und dem Umwindepunkt vorhandenen Falschdrall einge
dreht werden. Durch den entgegengesetzt gerichteten Luft
strom werden Fasern, die nicht in ihrer vollen Länge einge
dreht sind und infolge der beim Drehen des Faserverbandes
auftretenden Zentrifugalkraft radial abstehen würden, längs
gerichtet und durch den Bindefaden angebunden. Im Falle
eines Fadenbruches dient die Absaugleitung im Zusammenwir
ken mit den Luftströmen zur Fadenbruchansaugung.
Bei einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, mit
einem Streckwerk und einer eine Hohlspindel mit einem Binde
faden aufweisenden Umwindestation für den vom Streckwerk
kommenden, einen Luftstrom ausgesetzten Faserstrang ist erfindungsgemäß zwischen dem Aus
gangswalzenpaar des Streckwerks und dem oberen Bereich der
Hohlspindel mindestens ein den Faserstrang in Laufrichtung
überdeckendes Rohr angeordnet, und mit einer quer zur Lauf
richtung des Faserstranges liegenden Absaugleitung verbunden,
wobei die Absaugleitung zur Erzeugung von gegenläufigen
Luftströmen etwa im Mittelbereich des Rohres angeordnet ist.
Der Luftstrom im oberen Rohrteil dient hier vorteilhafterwei
se dazu, aus dem Ausgangswalzenpaar austretende Randfasern an
den Faserverband anzulegen und durch den vorhandenen Falsch
drall einzudrehen. Der Luftstrom im unteren Teil des Rohres
hat die Funktion, Fasern welche nicht in ihrer vollen Länge
eingesponnen sind, längs auszurichten, wonach sie durch den
Bindefaden angebunden werden. Im Falle eines Fadenbruches
dient die Absaugleitung im Zusammenwirken mit dem Rohr zur
Fadenbruchabsaugung.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung kann das Rohr zwei
teilig ausgebildet und im Mittelbereich an eine mit der
Absaugleitung verbundene Kammer angeschlossen sein. Gegebenen
falls kann das Rohr einstückig ausgebildet werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann der dem Streck
werk zugewandte Bereich des Rohres einen anderen Durchmesser
als der der Hohlspindel zugewandte Bereich des Rohres auf
weisen. Hierdurch können vorteilhafterweise in den beiden
Rohrteilen unterschiedlich wählbare Luftströme erzeugt wer
den.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann der dem Streck
werk zugewandte Bereich des Rohres einen größeren Durchmesser
als der der Hohlspindel zugewandte Bereich des Rohres auf
weisen, wodurch vorteilhafterweise der obere Bereich des
Rohres eine stärkere Luftströmung erhält und somit eine
Doppelfunktion ausübt: Anlegen der Randfasern zum besseren
Eindrehen durch den durch das Umwinden auftretenden Falsch
drall und im Falle eines Fadenbruches Fadenbruchabsaugung.
Der untere Teil der Rohres, d. h. der der Hohlspindel zuge
wandte Teil, dient dazu, Fasern, welche nicht in ihrer vollen
Länge eingesponnen sind, axial an den Faserverband anzu
legen, damit diese dann durch den Bindefaden angebunden
werden können.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die Eintritts
öffnung des Rohres einen länglich abgerundeten Querschnitt
aufweisen, dessen Größe dem Querschnitt des nachfolgenden
runden Rohrteils gleicht und dessen größere Achse zur Achse
der Lieferwalze parallel liegt. Hierdurch ist vorteilhafter
weise die Eintrittsöffnung des Rohrteiles in Richtung der
Walzenachsen mindestens so breit ausgebildet, daß die Chan
gierung der austretenden Lunte überdeckt wird. Nach einer
weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann das Rohr mit einem Ein
fädelschlitz versehen sein.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann das Rohr orts
fest angeordnet werden. Es besteht andererseits auch die
Möglichkeit, daß die Einmündung der Absaugleitung in das
Rohr gegen dessen Längsmittelachse geneigt ist. Weiterhin
kann die Absaugleitung neigbar oder in unterschiedlicher
Höhe gegenüber dem Rohr anordenbar sein.
Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung kann das Rohr an
der Innenwandung mindestens einen Vorsprung aufweisen. Hier
durch wird das Einbinden der Fasern, insbesondere der frei
fliegenden Fasern, erheblich verbessert. Der Fadenkanal
ist damit vorteilhafterweise so ausgeführt, daß mindestens
eine "Beinahe-Berührungsstelle" vorhanden ist, welche be
wirkt, daß freischwebende sowie nur locker eingebundene
Fasern an den falsch gedrehten Faserverband angelegt wer
den. Dieser Vorsprung kann beispielsweise durch eine spi
ralförmig ausgebildete Innenwandung oder durch eine wasch
brettartige Form gebildet werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann der obere Be
reich des Rohres an die Wölbung der Walzen des Ausgangs
walzenpaares angepaßt sein. Die Absaugleitung kann außer
dem über einen Absaugkanal mit einer Faserdeponie verbunden
werden.
Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung kann die Absaug
leitung ein Ventil oder eine verstellbare Drosselblende
aufweisen zur Drosselung des Luftdurchsatzes. Hier wird
vorteilhafterweise ein ständiges Ansaugen von Luft vermieden,
was den Betrieb der Maschine verteuern würde. Es wird vor
teilhafterweise eine Veränderung des Ansaugluftstromes zur
Optimierung der Einbindung bzw. Verringerung des Faserver
lustes bei gleichzeitig ausreichender Reinigungswirkung
geschaffen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann im Falle eines
Fadenbruches das Ventil bzw. die Drosselblende selbsttätig
öffenbar und der Saugluftstrom auf die zur Absaugung des
Fadenbruchs erforderliche Größe zu erhöhen sein. Damit er
gibt sich eine Veränderung des Ansaugstromes bei Fadenbruch,
was insbesondere bei groben Teppichgarnen oder bei sehr
hoher Liefergeschwindigkeit von Vorteil ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben. In
der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Umwinde
spinnvorrichtung;
Fig. 2 eine erste Ausführungsform eines Rohres
zwischen Ausgangswalzenpaar und Hohlspinde;
Fig. 3 eine Vorderansicht eines Rohres zwischen
Ausgangswalzenpaar und Hohlspindel, im
Schnitt;
Fig. 4 eine Ausführungsform nach Fig. 3, in Seiten
ansicht;
Fig. 5, 6, 7 weitere Ausführungsmöglichkeiten des Rohres.
Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Umwindespinnvorrich
tung besteht im wesentlichen aus einem Streckwerk 1 und
einer Umwindestation 5 für einen Faserstrang 10. Bei dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 weist das Streckwerk drei
Walzenpaare 2, 3 und 4 auf. Die Umwindestation 5 besteht
aus einer Hohlspindel 7, welche eine Bindefadenspule 6
zentrisch durchdringt. Die Umwindestation 5 ist über eine
Lagerung 8 an einem Maschinengestell 11 befestigt. Nach
Herstellung des Umwindegarns 26 durchläuft dieses ein Wal
zenpaar 14 sowie eine Nuttrommel 13, durch deren Wirkung
das Umwindegarn 26 auf einer Garnspule 15 aufgewickelt wird.
Zwischen dem Ausgangswalzenpaar 4 des Streckwerks 1 und
einem Wölbungsteil 9 auf der Oberseite der Hohlspindel 7
ist ein Rohr 16 angeordnet, welches den von einer Faser
strangspule und dem Streckwerk 1 kommenden Faserstrang 10
in Laufrichtung überdeckt. Dieses Rohr 16 ist mit einer Ab
saugleitung 17 verbunden, welche quer zur Laufrichtung des
Faserstranges liegt. Die Absaugleitung 17 kann mit einem
Absaugkanal 18, welcher zu einer nicht näher dargestellten
Faserdeponie führt, verbunden sein.
Das in Fig. 3 im Schnitt von der Vorderseite näher darge
stellte Rohr 16 hat bezüglich des Faserstranges 10 folgen
de Wirkung: Durch die Wirkung der Absaugleitung 17 wird ein
Sog erzeugt, wodurch sich im oberen Bereich des Rohres 16
eine Luftströmung in Pfeilrichtung I ergibt, wohingegen
im unteren Bereich das Rohr 16 eine Luftströmung in Pfeil
richtung II aufweist. Hierbei weist die Eintrittsöffnung
des Rohres 16 einen längslich runden Querschnitt auf, dessen
Größe dem Querschnitt des nachfolgenden runden Rohrteils
gleicht, wodurch eine gute Einführung der austretenden Lunte
gewährleistet ist. Durch die Luftströmung I werden die ab
der Klemmlinie 25 der Unterwalze 24 des Ausgangswalzen
paares 4 ungeführten Randfasern an den Faserverband ange
legt und durch den Falschdrall eingedreht.
Durch den Luftstrom II im unteren Bereich des Rohres 16
werden Fasern, welche nicht in ihrer vollen Länge einge
dreht sind, und infolge der beim Drehen des Faserverbandes
auftretenden Zentrifugalkräfte radial abstehen würden, längs
gerichtet axial an den Faserverband angebunden. Als End
resultat entsteht dann nach dem Durchlaufen des Wölbungs
teils 9 und der Hohlspindel 7 das Umwindegarn 26.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist das Rohr 16
zweiteilig ausgebildet und weist das obere Teil 19 sowie
das untere Teil 20 auf. Die beiden Teile 19 und 20 sind
an eine mit der Absaugleitung 17 verbundenen Kammer 21
angeschlossen. Wie ersichtlich, wird durch Wirkung der
Absaugleitung 17 wiederum ein Luftstrom I im oberen Teil
19 sowie ein Luftstrom II im unteren Teil 20 des Rohres
16 erzielt, wobei beide Luftströme gegeneinander gerichtet
sind und ein Anbinden abstehender Fasern bewirken, so daß
über die Absaugleitung 17 wenig Fasern verlorengehen.
Bei dieser Ausführungsform kann der obere Teil 19 des
Rohres 16 einen größeren Durchmesser als der unterhalb der
Kammer 21 liegende Teil aufweisen. Im Falle eines Faden
bruches wirkt der obere Teil 19 als Fadenbruchabsaugung,
wobei der gebrochene Faden über die Absaugleitung 17 ab
geführt werden kann. Hierbei weist der obere Teil 19 des
Rohres 16 einen so großen Durchmesser auf, daß alle im
Falle eines Fadenbruchs austretenden Fasern abgesaugt wer
den können.
Es besteht auch die Möglichkeit, daß der obere Teil 19
des Rohres 16 einen anderen Durchmesser als der unterhalb
der Kammer 21 liegende Teil 20 besitzt. Dadurch können in
den beiden Rohrteilen unterschiedliche Luftgeschwindigkei
ten erzeugt werden. Weiterhin kann der Durchmesser der
Absaugleitung 17 größer sein als der Abstand der Rohrteile
19 und 20 voneinander.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 und 4 ist das Rohr
16 einstückig ausgebildet, wobei gem. Fig. 4 die Einmün
dung 31 der Absaugleitung 17 in das Rohr 16 gegen dessen
Längsmittelachse um den Winkel α geneigt ist. Auch hier
durch ergibt sich vorteilhafterweise die Wirkung, daß
unterschiedliche Luftströmungen I und II erzielt werden,
wobei der Luftstrom I im Hinblick auf seine Doppelfunktion
stärker ausgelegt ist. Es ist möglich, die Absaugleitung
neigbar oder in unterschiedlicher Höhe gegenüber dem Rohr
16 anzubringen, so daß beispielsweise ein Verrücken der
Absaugleitung 17 aus dem Mittelbereich 30 des Rohres 16
durchgeführt werden kann.
Wie ersichtlich, kann das Rohr 16 in seinem oberen Bereich
27 an die Wölbung der Walzen 23 und 24 des Ausgangswalzen
paares 4 angepaßt sein, wodurch eine besonders gute Ein
wirkung des Luftstromes I auf die abstehenden Randfasern
erreicht wird. Hierdurch wird eine Verbesserung des
Heranführens der außerhalb des Spinndreiecks liegenden Fa
sern an den Faserverband bewirkt.
Nach Fig. 5 ist es zur Verbesserung des Einbindeeffektes
auch möglich, daß zwischen dem Anlagebereich 32 der Unter
walze 24 des Walzenpaars 4 und der Einmündung 31 in die
Absaugleitung 17 der Faserstrang 10 ein Stück freie Länge
F aufweist. Hierdurch wird vorteilhafterweise der Bereich,
in dem die Luftströmung I abstehende Randfasern anlegt,
verlängert und damit die Wahrscheinlichkeit des Einbindens
der Randfasern erhöht und ihre Einbindung verbessert. Das
Vordringen des Falschdralles bis zum Spinndreieck wird
wenig behindert und die Einbindung der durch die Luftströ
mung angelegten Randfasern begünstigt.
Nach Fig. 6 besteht die Möglichkeit, daß das Rohr 16 einen
längs des Rohres verlaufenden Einfädelschlitz 28 aufweist,
welcher seitlich und im oberen und unteren Bereich mit
Kantenrundungen versehen ist. Durch diesen Einfädelschlitz
ergeben sich im Zusammwirken mit einem nicht näher dar
gestellten Fadenleitbügel beim Anspinnen keine Probleme.
Das Anspinnen wird daher durch den Einsatz des Rohres in
keiner Weise behindert.
Es ist möglich, eine Veränderung des Ansaugluftstromes zur
Optimierung der Einbindung bzw. Verringerung des Faden
verlustes bei gleichzeitig ausreichender Reinigungswirkung
vorzunehmen. Um diese Wirkung zu erreichen, kann in der
Absaugleitung 17 ein Ventil oder eine verstellbare Drossel
blende eingebaut werden, mit welcher der Luftdurchsatz auf
einen bestimmten Wert gedrosselt werden kann. Es ergibt
sich damit eine Veränderung des Ansaugluftstromes.
Im Falle eines Fadenbruches, welcher durch einen Faden
wächter beliebiger Art festgestellt werden kann, wird dann
das Ventil bzw. die Drosselblende selbsttätig geöffnet
und damit der Saugluftstrom auf die zur Absaugung des
Fadenbruches notwendige Größe erhöht. Dies ist von beson
derem Vorteil bei groben Teppichgarnen oder bei sehr hoher
Liefergeschwindigkeit.
Nach Fig. 7 besteht die Möglichkeit, die Innenwandung 39
des Rohrs 16 mit mindestens einem Vorsprung 40 zu verse
hen. Das Einbinden der Fasern, insbesondere der freiflie
genden Fasern an den Faserverband 10 wird damit erheblich
verbessert. Die Fasern werden durch den Vorsprung 14 nahe
an den Faserverband herangeführt. Die Innenwandung 39 kann
hierbei auch mehrere Vorsprünge aufweisen, wobei sich
wiederum die Wirkung ergibt, daß freischwebende sowie nur
locker eingebundene Fasern an den falsch gedrehten Faser
verband angelegt werden. Die Vorsprünge können durch eine
spiralförmig ausgebildete Rohrinnenwandung 39 oder durch
eine waschbrettförmige Form gestaltet sein.
Es besteht auch die Möglichkeit, zwischen dem Rotor 16 und
der Faserdeponie ein Meßelement beispielsweise in Form
eines Fadenspeichers einzuschalten, um die Menge der ab
gesaugten Fasern zu erfassen und dementsprechend den Luft
durchsatz durch die Rohre 16, 17, 19 und 20 optimal ein
zustellen. Dieser optimale Wert ist unter anderem abhängig
vom verbreiteten Fasermaterial und der Verarbeitungsge
schwindigkeit. Der Faserspeicher kann aus einem Sieb im
Absaugrohr bestehen, auf dem die Ansammlung abgesaugter
Fasern visuell beobachtet oder auf andere Weise gemessen
wird. Je nach dem gewünschten, im allgemeinen möglichst
geringen Faserabgang, kann dann das Rohr 16 hinsichtlich
seines Durchmessers oder seines Fluchtdurchsatzes best
möglich eingestellt werden.
Insgesamt wird durch das Rohr 16 zwischen dem Wölbungsteil
9 der Hohlspindel 7 und dem Klemmpunkt 25 des Ausgangswal
zenpaares im Zusammenwirken mit einer Absaugleitung 17 so
wohl eine gute Einbindung abstehender Randfasern als auch
im Falle eines Fadenbruches eine Fadenbruchabsaugung be
wirkt.
Claims (16)
1. Verfahren zum Herstellen von Garn durch Verziehen und
Umwinden, bei dem ein Strang von im wesentlichen pa
rallel Textilfasern zwischen den Walzen eines Streck
werks hindurchgeführt, nach dem Austritt aus dem Streck
werk einem Luftstrom ausgesetzt und ein
Bindefaden um den verzogenen Faserstrang herumgelegt
wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der verzogene Faserstrang in Laufrichtung vor dem
Herumlegen des Bindefadens zwei entgegengesetzt gerich
teten Luftströmen ausgesetzt wird.
2. Umwindespinnvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 1, mit einem Streckwerk und einer eine
Hohlspindel mit einem Bindefaden aufweisenden Umwinde
station für den vom Steckwerk kommenden, einen Luftstrom ausgesetzten Faserstrang,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem Ausgangswalzenpaar (4) des Streckwerks
(1) und dem oberen Bereich der Hohlspindel (7) min
destens ein den Faserstrang (10) in Laufrichtung über
deckendes Rohr (16) angeordnet und mit einer quer zur
Laufrichtung des Faserstranges (10) liegenden Absaug
leitung (17) verbunden ist und daß die Absaugleitung
(17) zur Erzeugung von gegenläufigen Luftströmen (I,
II) etwa im Mittelbereich des Rohres (16) angeordnet
ist.
3. Umwindespinnvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Rohr (16) zwei
teilig (19, 20) ausgebildet und im Mittelbereich (30)
an eine mit der Absaugleitung (17) verbundende Kammer
(21) angeschlossen ist.
4. Umwindespinnvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Rohr (16) ein
stückig ausgebildet ist (Fig. 4 bis 6).
5. Umwindespinnvorrichtung nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der dem Streckwerk zugewandte
Bereich (19) des Rohres (16) einen anderen Durchmesser
als der der Hohlspindel zugewandte Bereich (20) des
Rohres (16) aufweist.
6. Umwindespinnvorrichtung nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der dem Streckwerk zugewandte
Bereich (19) des Rohres (16) einen größeren Durchmesser
als der der Hohlspindel zugewandte Bereich (20) des
Rohres (16) aufweist (Fig. 2).
7. Umwindespinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Eintrittsöffnung des Rohres (16) einen
länglich abgerundeten Querschnitt aufweist, dessen Größe
dem Querschnitt des nachfolgenden runden Rohrteils
gleicht und dessen größere Achse zur Achse der Liefer
walze parallel liegt.
8. Umwindespinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß das Rohr (16) mit einem Einfädelschlitz
(28) versehen ist.
9. Umwindespinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß das Rohr (16) ortsfest angeordnet ist.
10. Umwindespinnvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einmündung (31)
der Absaugleitung (17) in das Rohr (16) gegen dessen
Längs-Mittelachse geneigt ist.
11. Umwindespinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Absaugleitung (17) neigbar oder in
unterschiedlicher Höhe gegenüber dem Rohr (16) anorden
bar ist.
12. Umwindespinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß das Rohr (16) an der Innenwandung (39)
mindestens einen Vorsprung (40) aufweist (Fig. 7).
13. Umwindespinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß der obere Bereich (27) des Rohres (16)
an die Wölbung der Walzen (23, 24) des Ausgangswalzen
paares (4) angepaßt ist.
14. Umwindespinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Absaugleitung (17) über einen Absaug
kanal (18) mit einer Faserdeponie verbunden ist.
15. Umwindespinnvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Absaugleitung (17) ein Ventil oder
eine verstellbare Drosselblende zur Drosselung des Luft
durchsatzes aufweist.
16. Umwindespinnvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch
gekennzeichnet, daß im Falle eines Faden
bruches das Ventil bzw. die Drosselblende selbsttätig
öffenbar und der Saugluftstrom auf die zur Absaugung
des Fadenbruchs erforderliche Größe zu erhöhen ist.
Priority Applications (10)
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ID=6102453
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Legal Events
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SCHUBERT & SALZER MASCHINENFABRIK AG, 8070 INGOLST |
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