SCHIFF ν. FDNER STREHL SCHOBEL-HOPF EBBINGHAUS FINCK
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung bezieht sieh auf das Gebiet der organischen Farbstoffe, insbesondere betrifft sie neue
Verbindungen, 1,1'-Binaphthyl-4,41,5,5',8,8'-hexakarbonsäuredeiivate,
ein Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung .
Die erfindungsgemäßen Verbindungen gehören zu einer neuen Klasse wasserlöslicher Farbstoffe, welche unmittelbar auf
der Faser wasserunlösliche asymmetrische Perylentetrakarbonsäurederivate
bilden, und finden Verwendung zum Färben und Bedrucken von Textilien.
Bekannt sind symmetrische 1,1'-Binaphthy1-4,4·,5,5',8,8'-hexakarbonsäure-Derivate,
beispielsweise Diimide oder Dibenzimidazole, die man durch Kondensation von 1,1'-Binaphthy1-4,4',5,5',e^'-hexakarbonsäuredianhydrid-mit
Aminen oder ortho-Diaminen erhält (SU-PS 366 705). Die Diimide der 1,1»-
Binaphthyl-4,4',5,5',8,8·-hexakarbonsäure verleihen den textlien
Stoffen verschiedene rote Farbtönungen,während die Dibenzimidazole
der 1,1·-Binaphthyl-4,41,5,5',8,8·-hexakarbonsäure
textile Stoffe blau und blauviolett färben.
Die erhaltenen Farben besitzen hohe Beständigkeit gegen alle
Arten der Behandlungen und Licht.
Der Erfindung wurde die Aufgabe zugrundegelegt, die
Palette der Farbstoffe zu erweitern.
Die vorgeschlagenen erfindungsgemäßen 1,1'-Binaphthyl-4,41
,5,5' ,8,8 '-hexakarbonsäurederivate weisen die folgende
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allgemeine Formel auf
worin R^ für Wasserstoff, Halogen, Alkyl steht, bei X = Sauerstoff,
Y Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Aryl, welches mindestens einen Substituenten wie Halogen, Alkyl, Alkoxygruppe
enthält, bedeutet, bei X = Stickstoff, Y für
>\ U (II), worin R2 Wasserstoff, Halogen, Alkyl
bedeutet, steht, wobei Y und X miteinander verknüpft sind und einen Benzimidazolring bilden.
Vorzugsweise ist Alkyl niederes Alkyl mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen.
Cycloalkyl ist bevorzugt eine Gruppe mit 5 bis 7, insbesondere mit 6 Kohlenstoffatomen. Bei dem Ausdruck
Aryl handelt es sich hauptsächlich um den Phenylrest, d.h. um einen einkernigen Rest, wobei jedoch auch die Naphthylgruppe
ins Auge gefaßt werden kann; bevorzugt sind solche Verbindungen, die 1 bis 3 Substituenten im Phenylrest
aufweisen, insbesondere einen. Unter Halogen werden vorzugsweise Chlor und Brom verstanden, insbesondere Chlor. Die
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Alkoxygruppe ist vorzugsweise eine solche mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen.
Die Verbindungen der oben genannten Formel sind gelbe kristalline Stoffe, die bis zu einer Temperatur von 30O0C
nichtschmelzbar, in Wasser schlecht löslich sind und bei der Umsetzung mit basischen Agenzien in Wasser gut lösliche
Salze bilden. Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind Farbstoffe für Textilien und verleihen diesen verschiedene violette
Farbtönungen.
Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Herstellung von 1,1l-Binaphthyl-4,4',5,5',8,8'-hexakarbonsäure-Derivaten,
in dem man erfindungsgemäß das 1,1'-Binaph~
thyl-4,4',5,5',8,8·-hexakarbonsäureanhydrid mit Kaliumhydroxid
oder Natriumhydroxid behandelt, das erhaltene Hexakaliumsalz bzw. Hexanatriumsalz der 1,1'-Binaphthy 1-4,4'-, 5,-5',8,8'-hexakarbonsäure
unter Sieden bei einem pH-Wert von 6,3 bis 6,8, der durch Zugabe einer Mineral- oder organischen
Säure aufrechterhalten wird, mit ortho-Phenylendiaminen
der allgemeinen Formel
worin R1 für Wasserstoff, Halogen, Alkyl steht, kondensiert,
das erhaltene Benzimidazol-1,1'-binaphthy1-4,4',5,5',8,8'-hexekarbonsäureanhydrid
der allgemeinen Formel
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IV
worin R-, für Wasserstoff, Halogen, Alkyl steht, abtrennt
und mit einem Amin der allgemeinen Formel R-, - NHp, worin
R, für Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Aryl, das mindestens
einen Substituentenwie Halogen, Alkyl, Alkoxygruppe enthält, steht, oder mit ortho-Phenylendiaminen der allgemeinen Formel
worin Rp für Wasserstoff, Halogen, Alkyl steht, in einem
Überschuß an dem genannten Amin, in Wasser oder einem organischen Lösungsmittel kondensiert und anschließend das Endprodukt
isoliert.
Zur Erhöhung der Qualität des Produktes empfiehlt es sich,das Benzimidazol-1,1'-binaphthy1-4,4',5,5',8,8'-hexakarbonsäureanhydrid
der allgemeinen Formel IV durch Alkalisieren der Reaktionsmasse auf eine pH-Wert von 9,0 bis 9,5
abzutrennen.
Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung der
erfindungsgemäßen 1,1'-Binaphthyl-4,4',5,5',8,8'-hexakarbon-
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säurederivate.
Eine der Varianten der Verwendung ist der Einsatz zur Herstellung von 3,4,9,10-Perylentetrakarbonsäurederivaten,
indem man erfindungsgemäß die 1,1'-Binaphthyl-4,41,5,5*,8,8'-hexakarbonsäurederjyate
der allgemeinen Formel I mit einem Reduktionsmittel, wie Natriumhydrogensulfit oder Rongalit,
in einem alkalischen Medium behandelt unter anschließender Oxydation, wodurch man die genannten asymmetrischen Derivate
der allgemeinen Formel
VI
worin R^ für Wasserstoff, Halogen oder Alkyl steht; bei X =
Sauerstoff Y Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl oder Aryl, welches mindestens einen Substituenten wie Halogen, Alkyl- oder
die Alkoxygruppe enthält, bedeutet; bei X = Stickstoff Y für
II
worin R2 Wasserstoff, Halogen oder Alkyl bedeutet, steht, wobei
Y und X miteinander verknüpft sind und einen Benzimidazolring bilden, erhält.
Die erhaltenen 3,4,9,10-PeryIentetrakarbonsäurederivate
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ORIGINAL INSPECTED
können als Pigmente verwendet werden.
Eine weitere Variante der Verwendung der erfindungsgemäßen Derivate der allgemeinen Formel I ist zum Färben von
Textilien, indem man erfindungsgemäß das Material mit einer wässerigen alkalischen Lösung von Verbindungen der allgemeinen
Formel I in Gegenwart eines Reduktionsmittels, von Natriumhydrogensulfit oder Rongalit, durchtränkt unter anschließender
Oxydation, wodurch sich auf dem Material asymmetrische 3,4,9,10-Perylentetrakarvonsäurederivate der allgemeinen
Formel VI bilden.
Eine weitere Variante der Verwendung der 1,1'-Binaphthyl-4,4',5,5',8,8'-hexakarbonsäure-Derivate
ist ein Verfahren zum Bedrucken von Textilien, indem man erfindungsgemäß auf das Textil eine Druckpaste, die 1,1'-Binaphthyl-4,4',5,5'-8,8'-hexakarbonsäurederivate
der allgemeinen Formel I, ein alkalisches Agens, ein Reduktionsmittel, Natriumhydrogensulfilt
oder Rongalit, enthält, aufbringt, dann einer Wärmebehandlung unterwirft und anschließend oxydiert, wobei sich
auf dem Textil asymmetrische 3»4,9,10-Perylentetrakarbonsäurederivate
der Formel VI bilden.
Das Verfahren zur Herstellung von erfindungsgemäßen 1,1'-Binaphthyl-4,4',5,5',StS'-hexakarbonsäurederivaten
wird wie folgt durchgeführt.
Das Verfahren wird in zwei Stufen durchgeführt. In der ersten Stufe erhält man Benzimidazol-1,1'-binaphthy1-4,4'-5,5',8,8'-hexakarbonsaureanhydrid
der allgemeinen Formel IV. In der zweiten Stufe kondensiert man die erhaltene Verbindung
mit Aminen oder o-Phenylendiaminen, die von den in der
ersten Stufe verwendeten verschieden sind.
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Die erste Stufe des Verfahrens wird wie folgt durchgeführt.
Das 1,1f-Binaphthy1-4,4',5 1 5·,8,8 % -hexakarbonsäure anhydrid
wird durch Auflösen in wässeriger Alkalilösung in das Hexanatriumsalz beziehungsweise Hexakaliumsalz übergeführt,
das mit o-PhenyIendiaminen der allgemeinen Formel III bei
einem pH-Wert von 6,3 bis 6,8 kondensiert wird. Bei einem
pH-Wert von unterhalb 6,3 steigt stark die Ausbeute an den
entsprechenden Dibenzimidazol-1,1 l-binaphthyl-4,4f ,5,5* |8»
8*-hexakarbonsäuren, während bei einem oberhalb von 6,8 liegenden
pH-Wert die Reaktion äußerst langsam vor sich geht.
Die Reaktion ist nach 15 Minuten beim Siedepunkt (10? bis 108°C) praktisch zu Ende. Der genannte pH-Wert wird
durch Zugabe einer Mineral- oder organischen Säure aufrechterhalten.
Die Zugabe von Salzen (NaCl oder KCl) bewirkt ein Ausfallen
der Benzimidazol-1,1*-binaphthyl-4,4l,5»5l»8»8f-hexakarbonsäure
oder deren Derivate zum Niederschlag, was zu einer Steigerung der Ausbeute an Produkt führt. Beim Alkalisieren
der Reaktionsmasse auf einen pH-Wert von 9,0 bis 9,5 geht die Benzimidazol-1,1'-binaphthyl-4,4·,5,5·,8,8•-hexakarbonsäure
in Lösung, während die Dibenzimidazol-1,1'-binaphthyl-4l4t,5»5li8|8'~nexakarbonsäure
(Nebenprodukt) in dem Niederschlag verbleibt und durch Filtration abgetrennt werden
kann. Aus dem Filtrat trennt man durch Ansäuren Benzimid*·
azol-1,1 '-binaphthyl-4,4*,5,5',8,8 * -hexakarbonsäure enhydr id
der allgemeinen Formel IV ab.
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In der zweiten Stufe kondensiert man die jeweils abgetrennte Verbindung der allgemeinen Formel IV mit einen
Amin der allgemeinen Formel R^ - NHp, worin B^ für Wasserstoff,
Alkyl, Cycloalkyl, Aryl, welches mindestens einen Substituenten wie Halogen, Alkyl, Alkoxygruppe enthält,
steht, oder mit o-Phenylendiaminen der allgemeinen Formel V in einem Überschuß an dem genannten Amin, in Wasser oder
einem organischen Lösungsmittel, beispielsweise Essigsäure, Dimethylformamid, Trichlorbenzol.
Die erhaltenen Farbstoffe trennt man aus der Reaktionsmasse in an sich bekannter Weise, beispielsweise durch
Filtration, ab.
Das Färben von Textilien, beispielsweise Baumwolle-, Lein-, Viskose-, Zellwolle, Azetat-, Polyamidfaserstoffen,
mit den erfindungsgemäßen Farbstoffen erfolgt in einem alkalischen Medium bei der Einwirkung von Reduktionsmitteln
- Natriumhydrogensulfit oder Rongalit - unter anschließender Oxydation, wobei sich die 1,1 '-Binaphthyl-4,41-5»5'»8»8'-hexakarbonsäurederivate
in die entsprechenden asymmetrischen 3|4,9>10-Perylentetrakarbonsäure-Derivate
unter Bildung rotvioletter, violetter und blauvioletter Farbe verschiedener Farbtönungen umwandeln.
Man bedrückt mit den erfindungsgemäßen Farbstoffen Stoffe, indem man auf den Stoff eine Druckfarbe, die Derivate
der allgemeinen Formel I, ein alkalisches Agent,
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ein Verdickungsmittel, ein Reduktionsmittel wie Natriumhydrogensulfit oder Rongalit enthält, aufbringt, dann den
Stoff trocknet, in der Atmosphäre des gesättigten Dampfes bei einer Temperatur von 101 bis 105°0 hält und oxydiert.
Die entsprechenden asymmetrischen 3,4,9,10-Perylen-■ueurakarbonsäurederivate
können aus den erfindungsgemäßen Farbstoffen nicht nur auf den Fasern, sondern auch in einem
Reaktionsapparat erhalten und selbständig, beispielsweise als Pigmente, verwendet werden· Es soll festgestellt
werden, daß die sich bildenden asymmetrischen 3,4,9»10-Perylentetrakarbonsäurederivate
neue Produkte darstellen, die in der Literatur nicht beschrieben sind. Ihre Herstellung aus
dem 3,4,9,10-Perylentetrakarbonsäuredianhydrid ist äußerst
schwierig.
Die erfindungsgemäßen Farbstoffe besitzen eine Reihe
von Vorteilen gegenüber den im Sortiment vorhandenen violetten Küpenfarbstoffen, beispielsweise vat Violet 9 (O.I.
60005) und vat Violet 1 (CI. 60010)· Die Löslichkeit der
errindungsgemaßen Farbstoffe erleichtern bedeutend ihre
Verwendung, ermöglicht es, unegale Färbungen zu vermeiden. Außerdem sinkt bei der Verwendung dieser Farbstoffe bedeutend
(um das 2 bis 6fache) der Verbrauch der alkalischen und der reduzierenden Agenzien gegenüber den Küpenfarbstoffen·
Bs entfällt die Notwendigkeit, spezielle Handelsformen zuzubereiten, wie sie für die Küpenfarbstoffe üblich sind. Es sei auch bemerkt, daß die erfindungsgemäßen
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.Farbstoffe Färbungen erzeugen, die wasseriropienunempi'indlich
sind.
Zum besseren Verstehen der vorliegenden Erlindung werden
nachstehend folgende konkrete Beispiele für ihre Durchführung angeführt.
Beispiel 1.
12,05 g (0,023 Mol) Anhydrid der 92%igen 1,1f-Binaphthyl-4,4',5,5',ö,8'-hexakarbonsäure
und 8 g Ätznatron löst man in 75 ml Wasser auf, erhitzt auf Rückfluß und hält 30
Minuten. Man gibt 17,5 g Natriumchlorid und 2,7 g (0,025 Mol) o-Phenylendiamin zu. Man säuert mit 15%iger Salzsäure
auf einen pH-Wert von 6,3 an und hält 15 Stunden bei einer Temperatur von 1080C und einem pH-Wert von 6,3 bis 6,8. Der
pH-Wert wird durch Zugabe einer 15?6-igen Salzsäurelösung aufrechterhalten.
Dann stellt man auf einen pH-Wert von 9»0 ein
filtriert die Dibenzimidazol-1,1'-binaphthyl-4,4·,5*5*»8,8«-
hexakarbonsäure ab. Aus dem Filtrat trennt man durch Ansäuren mit Essigsäure Benzimidazol-1,1'-binaphthyl-4,4',5,5f-8,8'-hexakarbonsäureanhydrid
in einer Menge von 6,41 g (46,3 Gewichtsprozent) ab. Nach UmkristalIisation aus Essig
säure anhydr id erhält man 6,00 g (43,3 Gewichtsprozent) Produkt.
Gefunden,^: G 69,50? 69,4O5 H 2,57; 2,5ö; N 5,23? 5.05,
Berechnet,%: C 69,32; H 2,55} N 5,05·
Dann bringt man 6,00 g (0,0108 Mol) Benzimidazol-1,1'-binaphthyl-4,4',5,5',8,8'-hexakarbonsäureanhydrid
in 75 ml
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Cyclohexylamin ein. Man erhitzt auf Bückfluß 3 Stunden.
Die Eeaktionsmasse kühlt man ab und gießt auf 15O ml 15%ige
Salzsäure. Den ausgefallenen Niederschlag filtriert man ab, wäscht mit Wasser und trocknet. Man erhält 6,48 g (94 Gewichtsprozent ) Benzimidazol-1 ~, 1 '-binaphthyl-4,4', 5»5'»ö»8fhexakarbonsäure-N-cyclohexylimid.
Es wird aus Dimethylformamid umkristallisiert.
Gefunden, %% N 6,25; 6,50; G32H25N3O7.
Berechnet, ^: 6,61.
Dann nimmt man 0,2 g des erhaltenen Benzimidazol-1,I1-binaphthyl-4,
4', 5,5f»8,8'-hexakarbonsäure-N-cyclohexyIimids,
löst in 100 ml 1%iger Itznatronlösung auf, bringt 1 g
Natriumhydrogensulfit ein und taucht eine Baumwollegewebeprobe von 5 g Gewicht ein. Man erhitzt auf eine Temperatur von
800C und hält ca. 1 Stunde. Dann wäscht man die Gewebeprobe mit Kaltwasser bis zur. Bildung auf einer brillant violetten
Farbe. .
Ein Gemisch, bestehend aus 1,00 g Benzimidazol-1,1fb
inaphthyl-4,4f, 5,5f, 8,8'-hexakarbonsäure-ir-Cyclohexylimid,
4,0 g Glyzerin# 30 g Stärke-Tragant-Verdickungsmittel, 5,0 g
Kaliumkarbonat, 5,0 g Rongalit und 5 &1 Wasser, bringt man
auf ein Baumwollegewebe auf und trocknet.
Das getrocknete Gewebe hält man in der Atmosphäre des gesättigten Dampfes bei einer Temperatur von 101 bis 105°0
5 Minuten, oxydiert danach das Gewebe, spült sorgfältig mit
Wasser und aviviert nach dem Typ der, Küpenstoffe. Es hinter-
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bleibt auf dem Gewebe eine brillant violette Färbung.
Einer Lösung von 4,00 g Benzimidazol-1,1 '-binaphthyl-4,4f,5»5l»8,8l-hexakarbonsäure-N-cyclotiexylimid
in 100 ml 5%iger Itznatronlösung gibt man 2 bis 3 g Natriumhydrogensulfit
zu und hält bei einer Temperatur von 800G zirka 1 Stunde.
Die Lösung der Leukoverbindung oxydiert man, indem man durch diese Luft innerhalb von etwa zwei Stunden hindurchbläst.
Der Niederschlag wird abfiltriert, mit 1%iger Sodalösung, dann mit Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält
2,62 g (76,2 Gewichtsprozent) Benzimidazol-3,4,9,1O-perylentetrakarbonsäure-N-cyclohexylimid.
Gefunden, %: N 7,85; 7,70. G36H23N3O3.
Berechnet, %: N 7,72.
Beispiel 2»
2,00 g (0,0036 Mol) des nach Beispiel 1 erhaltenen Benzimidazol-1,1'-binaphthy1-4,4',5,5',8,8'-hexakarbonsäureanhydride
suspendiert man in 15 ml Dimethylformamid, gibt 7,00 g p-Bromanilin zu und erhitzt auf Rückfluß bei einer
Temperatur von 153°C zwei Stunden. Nach der Abkühlung gibt man 5 nil Wasser zu, filtriert den Neiderschlag ab, wäscht
mit 60%-igem wässerigem.Dimethylformamid und trocknet.
Man erhält 2,00 g (78,2 Gewichtsprozent) Benzimidazol-1,1f-binaphthyl-4,4',5,5',8,8
f-hexakarbonsäure-N-(4-bromphenyl)imid. Es wird aus Essigsäureanhydrid kristallisiert.
Gefunden, %: Br 11,00; 11,28.
Berechnet, %: Br 11,28.
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Die erhaltene Verbindung verwendet man zum Färben und
Bedrucken von textilen Stoffen analog dem in Beispiel 1 beschriebenen«
Man erhält Benzimidazol-3»4,9»1O-perylentetrakarbonsäure-N-(4-bromphenyl)imid
analog dem in Beispiel 1 beschriebenen in einer Ausbeute von 70 Gewichtsprozent.
Gefunden, %: Κ 6,85; 6,90. C36H10BrIi3O-.
Berechnet, %: N 6,80.
Beispiel 3»
In 40 ml Eisessig bringt man 2,00 g (0,0036 Mol) Benzimidazol-1,1f-binaphthyl-4,4·,5»5'»8,8'-hexakarbonsäure
anhydrid, erhalten nach Beispiel 1, und 1,50 g (0,0105 ωοΐ)
4-Chlor-1,2-phenylendiamin ein und erhitzt auf Bückfluß 6
Stunden, kühlt ab, filtriert den Niederschlag ab, wäscht mit Wasser und trocknet· Man erhält 2,03 g (83,3 Gewichtsprozent)
5n(6H)-Ghlordibenzimidazol-1f1'-binaphthyl-4,4l,5f5t-8,8'-hexakarbonsäure.
Die erhaltene Verbindung kristallisiert man aus 1%iger:. Natriumhydrogenkarbonatlösung·
Gefunden, %: Cl 5,30; 5,27; N 8,28; 8,50.
Berechnet, %i Cl 5,36; N 8,48.
Das Färben und Bedrucken unter Verwendung der erhaltenen Verbindungen erfolgt analog zu Beispiel 1.
Analog dem in Beispiel 1 beschriebenen erhält man
5 ·« ( 6f · )-Chlor dibenzimidazol-3,4,9,10-perylente tr akarb onsäure
in einer Ausbeute von 75 Gewichtsprozent.
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Gefunden, %% Cl 6,25; 6,30; N 9,75} 9,80.
Berechnet,%x Cl 6,21; N 9,81.
Beispiel 4.
In 40 ml 25%ige wässerige Ammoniaklösung gibt man 2,00 g (0,0036 Mol) Benzimidazol-i^'-binaphthyl^^1^^1-d?8'-hexakarbonsäureanhydrid,
erhalten nach Beispiel 1, ein, erhitzt auf Rückfluß, hält zwei Stunden, filtriert
ab, trocknet und erhält 1,50 g (75 Gewichtsprozent) Benzimidazol-1,1
'-binaphthyl-4,41,5*5' ,ö^'-hexakarbonsäureimid.
Die erhaltene Verbindung wird aus Dimethylformamid kristallisiert·
Gefunden, %: N 7»63; 7,68. C32H15N3O7.
Berechnet, %: N 7,59.
Das Färben und Bedrucken unter Verwendung der erhaltenen Verbindung erfolgt analog zu Beispiel 1.
Analog dem in Beispiel 1 beschriebenen erhält man Benzimidazol-3»4,9»10-perylentetrakarbonsäureimid
in einer Ausbeute von 96,0 Gewichtsprozent·
Gefunden, %i Έ 9,00; 9,10. C30H13N3O3.
Berechnet, %i N 9,07·
Beispiel 5»
Einer wässerigen Suspension von 5»57 g (0,01 Mol) Benzimidazol-1,1»-binaphthyl-4,41,5,5*,8,8f-hexakarbonsäureanhydrid,
erhalten nach Beispiel"1, gibt man 1,3 ml (0,012 Mol)
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m-Toluidin zu und hält 10 Stunden. Der Niederschlag wird
abfiltriert, in 30 ml 1%iger Alkalilösung gelöst, dann mit
konzentrierter Salzsäure angesäuert» Man erhält 4,50 g
(70 Gewichtsprozent) Benzimidazol - 1,1'-binaphthyl-4,41»
5,5',8,8l-hexakarbonsäure-N-(3-tolyl)imid. Es wird aus Essigsäureanhydrid kristallisiert.
Gefunden, %i N 6,42; 6,45. G^E2/\S3°7'
Berechnet, %: N 6,52*
Das Färben und Bedrucken unter Verwendung der erhaltenen Verbindung erfolgt analog zu Beispiel 1.
Analog dem in Beispiel 1 beschriebenen erhält man Benzimidazol-3,4,9»10-perylen-tetrakarbonsäure-N-(3-tolyl)imid
in einer Ausbeute von 87»1 Gewichtsprozent.
Gefunden, %: N 7,07; 6,79. C-oH^oNq0*-
Berechnet, %: N 7»59*
Beispiel 6.
Einer Suspension von 5,57 S (0,01 Mol) Benzimidazol-1,1l-binaphthyl-4f4l,5»5l»8,8l-hexakarbonsäureanhydrid,
erhalten nach Beispiel 1, in Wasser gibt man bei einer Temperatur von 200C 1,48 g (0,012 Mol) p-Xylidin zu und erhitzt
auf Bückfluß 10 Stunden. Den Niederschlag filtriert
man ab, löst in 30 ml 1%iger Lösung von Natriumhydroxid auf,
säuert mit konzentrierter Salzsäure an. Den Niederschlag filtriert man ab, wäscht mit Wasser und trocknet.
Man erhält 4,28 g (65 Gewichtsprozent) Benzimidazol-
-1,1'-binaphthyl-4,4♦,5,5 *,8,8»-hexakarbonsäure-N-(2,4-dimethylphenyl)imid,
das aus Dimethylformamid kristallisiert wird·
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ORIGINAL INSPECTED
Gefunden, %t N 6,28; 6,30. C40H2-N3O7.
Berechnet, %: N 6,38.
Analog dem in Beispiel 1 beschriebenen erhält man Benzimidazol-3,4,9i1O-perylentetrakarbonsäure-N-(2,4-dimethylphenyl)imid
in einer Ausbeute von 85,0 Gewichtsprozent.
Gefunden, %t N 7,45; 7,35- C30H21N3O3.
Berechnet, %: N 7,40.
Beispiel 7»
12,05 g (0,023 Mol) 92%ige 1,1'-Binaphthyl-4,4',5,5',ö,
8'-hexakarbonsäure und 11,2 g Ätzkali löst man in 75 ml Wasser
auf, erhitzr bis zum Sieden und hält 30 Minuten.
Man gibt 17,5 g Natriumchlorid, 3,56 g (0,025 Mol) 4-
-Chlor-12-phenylendiamin zu, säuert mit 30%iger wässeriger
üssigsäurelösung auf einen pH-Wert von 6,5 an, hält 15 Stunden
bei 108°C und einem pH-Wert 6,5 bis 6,8. lter pH-Wert wird
durch Zugabe von 15%iger Salzsäure aufrechterhalten. Danach alkalisiert man auf einen pH-Wert von 9,3, filtriert
die Dichlordibenaiaidaaol-1,1'-binaphthyl-4,4',5,5',8,8f-hexakarbonsäure
ab und trennt aus dem Filtrat durch Ansäuern mit Essigsäure das 5"-Chlorbenzimidazol-1,1'-binaphthyl-4,4·,5,
5',8»8t-nexakarbonsäureanhydrid in einer Menge von 4,88 g
(35 Gewichtsprozent) ab.
Gefunden,%% C 64,77; 64,89; H 2,66; 2,66; N 4,75; 4,90.
C32H13ClN2O0.
Berechnetes C 65,53; H 2,23; N 4,76.
Gefunden, %i Cl 6,09; 6,10. Berechnet,%; 6,09.
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In 34 ml Butylamin bringt man 4,68 g (0,00334 Mol)
5"-Chlorbenzimidazol-1,1'-binaphthyl-4,4·,5,5·,Ö,ö'-hexakarbonsäureanhydrid
ein, erhitzt auf Rückfluß und hält 3 Stunden. Darm kühlt man die Reaktionsmasse ab und gießt auf
73 inl 15%ige? Salzsäure. Den ausgefallenen Niederschlag
filtriert man ab, trocknet und erhält .4,90 g (93%) 5"(6M)-
-Chlorbenzimidazol-1,1 '-binaphthyl-4,4', 5»5' ♦ β, ü '-hexakarbonsäure-N-butylimid.
Nach der Umkristallisation aus Dimethylformamid:
Gefunden, %: N 5,47; 5,50. O36H22GlN3O7
Berechnet, %; N 5,38.
Das Farben und Bedrucken unter Verwendung der erhaltenen
Verbindung erfolgt analog zu Beispiel 1.
Analog dem in Beispiel 1 beschriebenen erhält man 5"(6")-Chlorbenzimidazol-3,4,9,1O-perylentetrakarbonsäure-
-N-bitylimid in einer Ausbeute von 95 Gewichtsprozent.
Gefunden, %: N 7,60; 7,65. Gl 6,42; 6,45.
G38H20GlN3O3.
Berechnet, %: N 7,58; Cl 6,40.
Beispiel 8.
In 14 ml Butylamin bringt man 2,00 g (0,0036 Mol)
Benzimidazol-1,1f-binaphthyl-4,4* ,5,5* ^,S'-hexakarbonsäureanhydrid,
erhalten nach Beispiel 1, ein und erhitzt auf Rückfluß 3 Stunden. Man kühlt die Reaktionsmasse ab und
gießt auf 30 dlL 15%ig er Salzsäure. Den ausgefallenen Niederschlag
filtriert man ab, trocknet und erhält 2,55 g
Q30047/0885
(95 Gewichtsprozent) Benzimidazol-1,1 '-binaphtliyl-4,4',5,51-8,8'-hexakarbon6äure-N-butyliiiiid.
Es wird aus Dimethylformamid umtrr ist allisiert.
Gefunden, %t 5,70; 5,62. C35H2-N O7.
Berechnet, %: K 5,64.
Das Färben und Bedrucken unter Verwendung der erhaltenen Verbindung erfolgt analog zu Beispiel 1.
Analog dem in Beispiel 1 beschriebenen erhält man Benzimidazol-3,4,9»10-perylentetrakarbonsäure-N-butylimid
in einer Ausbeute von 95 Gewichtsprozent.
Gefunden, %t N 7,79; ö,10. C34H21N2O3.
Berechnet, %% N 8,09.
Beispiel 9«
12,05 g (0,023 Mol) 92%ige 1,1'-Binaphthyl-4,4«,5,5'-8,8'-hexakarbonsäure
und 8 g Ätznatron löst man in 75 ml Wasser auf, erhitzt auf Rückfluß und hält 30 Minuten. Man gibt
17»5 6 Natriumchlorid und 3,05 g ^-Methyl-i^-phenylendiamin
zu, säuert mit 15%iger Salzsäure auf einen pH-Wert von 6,8 an, hält 15 Stunden bei 1080C und pH 6,8. Der pH-Wert wird
durch Zugabe 15%iger Salzsäure aufrechterhalten. Dann alkalisiert
man auf einen pH-Wert von 9,5, filtriert Dimethyldibenzimidazol-1,1
'-binaphthyl-4,41,5*5* |8,8'-hexakarbon säure
ab und trennt aus dem Filtrat durch Ansäuern mit Essigsäure 5lf(6H)-Methylbenzimidazol-1,1 f-binaphthyl-4,4« ,5,5*-
8,8'-hexakarbonsäureanhydrid In einer Menge von 5»49 g
(37»3 Gewichtsprozent) ab·
Q30 047/0885
Gefunden, %i C 69,52; 69,60; H 2t?7i 2,70; N 4,90;
4,97. G3^16If2O8
Berechnet, %: G 69i72; H 2,84; N 4,93·
Dann bringt man 5,49 g (O,O9Ö3 Mol) 5"(6")-Metliylbenzimidazol-1,1
'-binaplithyl-4,41 ,3*5* ,8,8f-hexakarbonsäureanhydrid
in 28 ml p-Phenetidin ein, hält bei einer Temperatur von 15O°C zwei Stunden, kühlt ab und gießt auf 85
ml 15%igerSalzsäure. Den ausgefallenen Niederschlag filtriert
man, wäscht mit Wasser und trocknet. Man erhält 6,73 S (91 Gewichtsprozent) 5"(6M)-Methylbenzimidazol-1,1f-binaphthyl-4
»4f,5»5'»8,8'-hexakarbonsäure-N(4-äthoxyphenyl)-imid,
das aus Essigsäureanhydrid kristallisiert wird·
Gefunden, %·. N 6,03; 6,15. C41H25N3O0.
Berechnet, %: N 6,11.
Das Färben und Bedrucken unter Verwendung der erhaltenen Verbindung erfolgt analog zu Beispiel 1.
Analog dem in Beispiel 1 beschriebenen erhält man 5"(6")-Methylbenzimidazol-3,4,9,1O-perylentetrakarbonsäure-
-N-4-äthoxyphenylimid in einer Ausbeute von 80 Gewichtsprozent.
Gefunden, %: N 6,85; 7»00; C3UH23N3O4.
Berechnet, %: N 7,.03·
Beispiel 10.
Der Prozeß wird analog zu Beispiel 9 durchgeführt, man
führt jedoch die erste Kondensation mit 4-Ä'thyl-1,2-phenylendiamin
durch.
0300-47/088
Man erhält 5"(6")~Äthylbenzimidazol-1,1 '-binaphthyl-
-4,4*,5,5'»Ö,8f-hexakarbonsäure-N-(4-äthoxyphenyl)imid·
Gefundenes N 6,05; 6,01· O42H27N3Og.
Berechnet, %s N 5*99·
Das Färben und Bedrucken erfolgt analog zu Beispiel 1.
Analog zu Beispiel 1 erhält man 5lf(6")-Äthylbenzimidazol-3,4,9»
1O-perylentetrakarbonsäure-N-(4-äthoxyphenyl )-imid
in einer Ausbeute von 80 Gewichtsprozent· Gefunden, %t N 6,90; 6,95· ^ο^Λ0/^
Berechnet, %s N 6,87.
Beispiel 11«
Der Prozeß wird analog zu Beispiel 7 durchgeführt, man
führt jedoch die erste Kondensation mit 4-Brom-1,2-phenylendiamin
durch.
Das Färben und Bedrucken erfolgt analog zu Beispiel 1,
Man erhält analog zu Beispiel 1 5"(6")~Brombenzimidazol-3i4»9i10-perylen-tetrakarbonsäurebutylimid
in einer Ausbeute von 90,0 Gewichtsprozent.
Gefunden, %t N 7,25; 7,115; Br 13,25; 13,30. C34H20BrN3O3.
Berechnet, %; N 7,02; Br 13,35.
Beispiel 12.
In 40 ml 25%iger wässeriger Lösung von Methylamin bringt
man 2,00 g (0,0036 Mol) Benzimidazole,1«-binaphthyl-4,41-5,5',8,8'-hexakarbonsäureanhydrid,
erhalten nach Beispiel 1, ein, erhitzt auf Rückfluß, hält zwei Stunden, filtriert ab
und trocknet. Man erhält 1,64 g (80%) Benzimidazol-1,1f-bi-
Q300A7/0885
naphthyl-4,4',5151JU1O1 -hexakarbonsäur e-N-methylimid. Die
erhaltene Verbindung kristallisiert man aus Essigsäureanhydrid.
Gerunden, %i N 7,35; 7,40. C33H17N3O7.
Berechnet, %s ET 7,40.
Das Färben und Bedrucken erfolgt analog zu Beispiel 1.
Analog zu Beispiel 1 erhält man Benzimidazol-3,4,9,10-
-perylentetrakarbonsäure-N-methylimid in einer Ausbeute von
97,0 Gewichtsprozent.
Gefunden, %t N 8,9Oj 8,85. G31H15N3O3.
Berechnet, %: Ή 8,81.
- /' 0 30047/0885