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Fahrbare Förderbrücke
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Fahrbare Förderbrücken, in welchen ein Förderband vom Aufgabeende
zum Abwurfende geführt ist und welche um eine an einer Stelle zwischen Aufgabeende
und Abwurfende angeordnete horizontale Querachse schwenkbar auf einem Fahrgestell
abgestützt sind, sind bekannt. Solche Förderbrücken können zum jeweiligen Verwendungsort
verfahren und dort in Betrieb genommen werden. Die bekannten Förderbrücken dieser
Art dienen dazu, Schüttmaterial, welches am Auf-gabeende aufgegeben wird, auf einer
Halde abzusetzen oder gegebenenfalls von einem Förderband zu einem anderen zu transportieren.
Solche Förderbrücken weisen daher eine verhältnismäßig große Länge und damit ein
verhältnismäßig großes Gewicht auf. Das Verfahren solcher Förderbrücken von einer
Einsatzstelle zur anderen mußte daher in der Weise erfolgen, daß das Aufgabeende
mittels eines Hilfsfahrzeuges angehoben wurde und die Förderbrücke mittels des Fahrgestelles,
auf welchem sie schwenkbar gelagert war und des Hilfsfahrzeuges zur Einsatzstelle
transportiert wurde. In diesem Falle waren somit zwei Fahrzeuge bei einer Veränderung
des Einsatzortes erforderlich. Es sind auch fahrbare Förderbrücken bekannt (DE-OS
2 635 969), welche in der Transportstellung ungefähr im Bereich ihres Schwerpunktes
am Fahrgestell abgestützt sind, wobei in der Betriebsstellung die Abstützung durch
das Fahrgestell an einer Stelle zwischen dem Aufgabeende und dem Schwerpunkt erfolgt,
um eine größere Ausladung des Abwurfendes zu erreichen. Hiebei muß in der Betriebsstellung
das
Aufgabeende durch ein gesondertverfahrbares Gegengewicht belastet werden. In der
Transportstellung ist die Förderbrücke in ihrer Längsrichtung verschwenkbar gelagert.
Hiebei hat die Förderbrücke ein leichtes Übergewicht zum Aufgabeende und liegt am
Boden auf, um das Gegengewicht am Aufgabeende anhängen zu können. Die Lagerung der
Förderbrücke in der Transportstellung ist somit labil und das Aufgabeende muß in
der Transportstellung händisch angehoben werden. Eine solche Ausbildung ist daher
nur für leichte Förderbrücken möglich.
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Die Erfindung bezieht sich nun auf eine fahrbare Förderbrücke, in
welcher ein Förderband vom Aufgabeende zum Abwurfende geführt ist, auf welcher ein
Antriebsaggregat für das Förderband angeordnet ist und welche um eine an einer Stelle
zwischen Aufgabeende und Abwurfende angeordnete- horizontale quer liegende Schwenkachse
von der Betriebsstellung in eine ungefähr horizontale Transportstellung schwenkbar
auf einem Fahrgestell abgestUtzt ist, wobei die Querachse zur Erreichung der Transportstellung
absenkbar ist und die Förderbrücke in der Transportstellung ungefähr im Bereich
ihres Schwerpunktes am Fahrgestell abgestützt ist. Aufgabe der Erfindung ist es,
das Verfahren schwerer Förderbrücken mittels eines einzigen Fahrgestelles in einfacher
Weise zu ermöglichen. Die Erfindung besteht hiebei im wesentlichen darin, daß die
Schwenkachse vom Schwerpunkt der Förderbrücke in Richtung zum Abwurfende versetzt
an der Förderbrücke angeordnet ist und beim Absenken in die Transportstellung relativ
zum Fahrgestell in Richtung zum Abwurfende verlagerbar ist und daß am Fahrgestell
eine Hilfsabstützung vorgesehen ist, welche in der abgesenkten Transportstellung
der Förderbrücke mit einer Stelle derselben zusammenwirkt, welche in Richtung zum
Aufgabeende in Abstand vom Schwerpunkt liegt.
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In der Transportstellung ist somit die Förderbrücke zu.beiden Seiten
ihres Schwerpunktes abgestützt, und daher in einer stabilen Lage gehalten. Auf diese
Weise
wird auch bei schweren Förderbrücken das Verfahren von einer
Einsatzstelle zur anderen in einfacher Weise ermöglicht. Beim Absenken legt sich
die Förderbrücke auf die Hilfsabstützung auf, wodurch automatisch das Aufgabeende
angehoben wird, und in ihrer Stellung, in welcher sie den Boden nicht berührt, gehalten
wird, ohne daß es eines Hilfsfahrzeuges bedarf. Dadurch, daß die Schwenkachse an
der Förderbrücke in Richtung zum Abwurfende versetzt angelenkt ist, wird erreicht,
daß das Aufgabeende der Förderbrücke in der Betriebsstellung am Boden sicher aufliegt,
und daß in der Transportstellung die Anlenkachse und die Hilfsabstützung zwei Auflagestellen
am Fahrgestell darstellen, zwischen welchen der Schwerpunkt der Förderbrücke liegt.
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Die erfindungsgemäße Förderbrücke kann auch als Bandwagen verwendet
werden, wobei durch eine Anzahl solcher Bandwagen eine Förderstraße gebildet werden
kann. Es ist in diesem Falle lediglich erforderlich, die Aufgabestelle in eine solche
Hõhe vom Boden zu heben, daß sie dem vorgelagerten Fördermittel, d.h. also beispielsweise
der Abwurfstelle des vorgelagerten Bandwagens, angepaßt ist.
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Gemäß der Erfindung ist zweckmäßig die Hilfsabstützung von wenigstens
einer Rolle gebildet, deren Achse ungefähr parallel zur Schwenkachse liegt. Damit
wird dem Umstand Rechnung getragen, daß die Schwenkachse leicht verlagert werden
kann, auch wenn die Förderbrücke bereits auf der Hilfsabstützung abgestützt ist.
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Bei einer konstruktiv einfachen Ausführungsform ist die Anordnung
zweckmäßig so getroffen, daß die Schwenkachse an wenigstens einem Lenker gehaltert
ist, der am Fahrgestell an der dem Aufgabeende zugewendeten Seite desselben angelenkt
ist. Auf diese Weise kann der Lenker verhältnismäßig lang bemessen werden, wodurch
eine große Hubhöhe erreicht wird, ohne daß die Schwenkachse in der Transportstellung
zu weit vomvFahrgestell ausladet. Hiebei ist gemäß der Erfindung zweckmäßig die
Schwenkachse durch ein hydraulisches Kolben-Zylinder-Aggregat gegen das Fahrgestell
abgestützt,
welches in Richtung zum Abwurfende in Abstand von der
Anlenkstelle des Lenkers am Fahrgestell angelenkt ist.
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Gemäß der Erfindung bildet das hydraulische Kolben-Zylinder-Aggregat
mit dem Lenker ein Lenkerdreieck, in dessen oberem Gelenkpunkt die Schwenkachse
angeordnet ist. Hiebei ist vorzugsweise gemäß der Erfindung das Kolben-Zylinder-Aggregat
in der Fahrgestellmitte angeordnet und in der Betriebsstellung der Förderbrücke
gegen das Abwurfende zu geneigt.
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Durch die mittige Abstützung des Kolben-Zylinder-Aggregates am Fahrgestell
wird der Abstand der Anlenkstelle des Kolben-Zylinder-Aggregates am Fahrgestell
von der Schwenkachse in der Transportstellung vergrößert. Die Differenz zwischen
der Länge des Kolben-Zylinder-Aggregates in der Betriebsstellung und der Länge desselben
in der Transportstellung wird somit verringert und es kann der Hub des Kolben-Zylinder-Aggregates
besser ausgenützt werden.
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In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles
schematisch erläutert.
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Fig. 1 zeigt eine Gesamtansicht der Förderbrücke mit Fahrgestell,
Fig. 2 zeigt in größerem Maßstab das Fahrgestell mit der Anlenkstelle der Brücke,
Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf das Fahrgestell bei abgenommener Brücke.
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In der Brücke 1 ist das Förderband 2 über Umlenkrollen 3 und 4 geführt.
5 ist das Auf gabeende der Förderbrücke und 6 das Abwurfende. In der Förderbrücke
ist auch der Antriebsmotor 7 für das Förderband 2 angeordnet. 8 ist ein an der Förderbrücke
angeordnetes Ponton, welches im Betrieb am Boden aufliegt und das Aufgabeende abstützt.
Die Bodenlinie ist mit 9 bezeichnet. Der Schwerpunkt bzw. die Quer-Schwerachse der
Förderbrücke 1 liegt ungefähr an der mit einem X bezeichneten Stelle 12. 10 ist
ein Fahrgestell, welches auf Raupen 11 verfahrb.ar ist.
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Am Fahrgestell 10 ist um eine Achse 13 schwenkbar ein Lenkerpaar
14 angelenkt, an dessen freien Enden die von Achsstummeln gebildete Schwenkachse
15 angeordnet ist, welche in Lagerstellen der Förderbrücke 1 gelagert ist. Die Schwenkachse
15
ist gegen das Fahrgestell mittels eines hydraulischen Zylnder-Kolben-Aggregates
16 abgestützt, welches einerseits bei 17 am Fahrgestell schwenkbar angelenkt ist
und anderseits mittels eines Bolzens 18 an der Förderbrücke angelenkt ist.
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Die Schwenkachse ist in Richtung zur Abwurfstelle 6 aus dem Schwerpunkt
12 der Brücke verlagert und liegt in einem Abstand a von diesem Schwerpunkt. In
der in Fig. 1 dargestellten Betriebs stellung liegt somit das Aufgabeende 5 sicher
am Boden auf. Durch Verkürzung des hydraulischen Zylinder-Kolben-Aggregates 16 wird
das Schwenkhebelpaar 14 nach rechts geschwenkt. Im Zuge dieser Verschwenkung gelangt
die Förderbrücke 1 zur Auflage auf eine Hilfsabstützung 19, welche von zwei Rollen
20 gebildet ist, deren Achsen parallel zur Schwenkachse 15 liegen. Bei einer weiteren
Verschwenkung wird das Aufgabeende 5 vom Boden abgehoben, wobei die Förderbrücke
bis in eine ungefähr horizontale Lage verschwenkt werden kann, in welcher sie frei
vom Boden liegt und mittels des Fahrgestells 10 transportiert werden kann. In dieser
Stellung liegt der Schwerpunkt 12 der Förderbrücke zwischen der Schwenkachse 15
und der Hilfsabstützung 19 ungefähr in der Mitte zwischen den Raupen 11 des Fahrgestells
10. In Fig. 1 ist die Transportstellung 1' der Förderbrücke in strichpunktierten
Linien angedeutet Hiebei gelangen die Lenker 14 in die Stellung 14' und die Schwenkachse
15 gelangt in die Stellung 15'.
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Sobald die Förderbrücke zur AuflAge auf die Hilfsabstützung gelangt,
sind auch von der Horizontalen abweichende stabile Zwischenstellungen der Förderbrücke
möglich, welche durch den relativen Höhenunterschied zwischen der Hilfsabstützung
19 und der Schwenkachse 15 bestimmt sind.
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In solchen Zwischenstellungen kann das von Förderbrücke und Fahrgestell
gebildete Aggregat auch als Bandlagen verwendet werden.
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Eine solche Förderbrücke kann verhältnismäßig lang bemessen sein.
Die Länge von der Aufgabestelle 5 bis zur Abwurfstelle 6 kann ungefähr 30 m betragen
und das Gewicht des von Förderbrücke und Fahrgestell gebildeten Aggregates kann
etwa 30 t betragen.
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