DE3015635A1 - Amide von acylcarnitinen, verfahren zu deren herstellung und diese enthaltende arzneimittel - Google Patents
Amide von acylcarnitinen, verfahren zu deren herstellung und diese enthaltende arzneimittelInfo
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Description
R1 Acetyl, Halogen-substituiertes Acetyl, wie Chloracetyl,
Dichlor-acetyl, Brom-acetyl und dgl.; Propionyl; Halogen-substituiertes Propionyl, z.B. Brompropionyl;
Butyryl; Halogen-substituiertes Butyryl, z.B. Chlorbutyryl; Isobutyryl; ß-Hydroxy-butyryl; Aceto-acetyl,
Linoleyl und Pantothenyl bed.eutet;
R" Amino, sofern R1 nicht Acetyl ist, 2-Sulfonylethylamino,
(2-Hydroxy-3-carbethoxy-propyl)amino,
(1-Carbomethoxy-2-methy1-propy1)amino, (1-Carbomethoxy-3-methyl-n-butyl)amino,
(1-Carbomethoxy-2-methyl-nbutyl)amino, (1,2-Dicarbomethoxy-ethyl)amino, (1,3-Dicarbomethoxypropyl)amino,
(α-Carbethoxy-benzyl)amino,
030046/0708
(4-Carbethoxy-phenyl)amino, (2-Mercapto-T-carbomethoxyethyl)amino,
2-Mercaptoethylamino, (5-Trimethylammoniumchlorid-1-carbethoxypentyl)amino,
(Carbethoxymethyl)-amino, (Carbethoxyethyl)amino und Trifluorethylamino
bedeutet,
X , sofern dies vorhanden ist, ein Halogenanion, vorzugsweise
Cl~, darstellt.
Im Falle, daß R", wie z.B. im Falle der Gruppierung 2-Sulfonylethylamino
oder auch gegebenenfalls R' eine negative Ladung trägt, ist im Regelfall X nicht vorhanden.
In einem solchen Fall liegen auch die pharmazeutisch annehmbaren Säureadditionssalze . solcher innerer Salzstrukturen
im Rahmen der vorliegenden Erfindung.
Es ist gefunden worden, daß die erfindungsgemäßen Verbindungen interessante pharmakologische Eigenschaften aufweisen
und sich daher für therapeutische Anwendungszwecke besonders
eignen.
Die Amide der Formel (I) besitzen eine für das Zentralnervensystem
stimulierende Aktivität und wirken sich in einer Erniedrigung der Kampfschwelle aus.
Die Verbindungen lassen sich somit therapeutisch einsetzen:
a) bei der Behandlung funktioneller oder auch sekundärer Rhythmusstörungen, die auf Myocard-skierotische Krankheiten
zurückführbar sind, die nicht durch eine ungenügende Mycocardkontraktibilität begleitet sind;
b) bei der Behandlung depressiver Erkrankungen, als cerebrale
Psychostimulantia und als Antagonisten bei Barbituratinduzierten Depressionen.
Gemäß der Erfindung werden die Amide der Formel (I) durch die folgenden zwei Synthesewege hergestellt, in Abhängigkeit
030046/0706
davon, ob das Acyl-Derivat des Carnitins halogeniert ist,
wobei es in "das entsprechende Säurehalogenid übergeführt und diese Verbindung sodann mit dem gewünschten Amin oder
der Aminosäure kondensiert wird (Verfahren A), oder das Carnitinacyl-Derivat mit dem Amin oder der Aminosäure
in Gegenwart eines geeigneten Kondensationsmittels direkt kondensiert wird (Verfahren B).
Das Verfahren A umfaßt die folgenden Schritte:
(a) Zu einer Lösung von Carnitin in einem Lösungsmittel, das unter organischen Säuren und deren Anhydriden ausgewählt
ist, wird ein Acy!halogenid der Formel R1X,
worin R1 die vorstehende Bedeutung besitzt und X ein Halogenatom darstellt, hinzugegeben, wobei die Temperatur
des hierdurch erhaltenen Gemisches bei etwa 15 bis 60 C während etwa 4 bis 48 h gehalten wird, wodurch
das entsprechende Acyl-Derivat von Carnitin anfällt;
(b) Isolierung des Acyl-Derivates des Carnitins durch Zufügung
eines Fällungsmittels zu dem gemäß Stufe (a) erhaltenen Gemisch und Reinigung durch wiederholte
Kristallisation; und
(c) Umsetzung des Acyl-Derivates des Carnitins gemäß Stufe (b) mit einem Überschuß eines Halogenierungsmittels
bei etwa 25 bis 600C während etwa 0,3 bis 24 h und Entfernung des Überschusses des Halogenierungsmittels,
wodurch das entsprechende Säurehalogenid des Acyl-Derivates des Carnitins anfällt;
(d) Auflösung des Säurehalogenids des Acyl-Derivates des Carnitins gemäß Stufe (c) in einem wasserfreien inerten
Lösungsmittel;
(e) Kondensation des Säurehalogenides des Acyl-Derivates des Carnitins mit einer organischen Base, die unter
Estern von Aminosäuren mit niedrigen aliphatischen Alkoholen mit 1 bis 4 C-Atomen und Aminen ausgewählt
ist, die die Formel R11H aufweisen, wobei R" die vor-
03004B/0706
stehende Bedeutung besitzt, aufgelöst in einem wasserfreien inerten Lösungsmittel, Halten des resultierenden
Gemisches unter Rühren bei Raumtemperatur während etwa 6 bis 48 h, wodurch das Amid der Formel
(I) anfällt und
(f) Gewinnung des Amides der Formel (I) durch Konzentration des Gemisches gemäß Stufe (e) und Reinigung durch
wiederholte Kristallisation.
Der Aminosäureester gemäß Stufe (e) wird durch Veresterung der Aminosäure vorzugsweise mit Methanol, Ethanol oder Isopropanol
in Gegenwart von gasförmigem HCl hergestellt. Der Ester wird sodann als Esterhydrochlorid isoliert. Hiernach
:
(i) wird das Esterhydrochlorid in Wasser aufgelöst, der pH-Wert mit einer gesättigten basischen Lösung, z.B. einer
Na2CO3-Lösung ins Neutrale gebracht, die hierdurch
erhaltene Lösung wiederholt mit Methylenchlorid oder Chloroform oder Ethylether extrahiert, die organische
Phase konzentriert und der Aminosäureester als freie Base isoliert, wobei er als solcher für die Reaktion
mit dem Halogenid des Carnitinacyl-Derivates herangezogen v/erden kann; in alternativer Weise
(ii) wird das Esterhydrochlorid in Ethylether suspendiert, wobei eine äquimolare Menge an Triethylamin und Pyridin
bei 0 C hinzugefügt wird; das hierdurch gebildete Triethylamin- oder Pyridin-Hydrochlorid wird abfiltriert,
die Etherlösung konzentriert und der Aminosäureester als freie Base isoliert, die als solche für die Reaktion
mit dem Halogenid des Carnitinacyl-Derivates herangezogen werden kann.
Ü300A P/0706
Nach Verfahren B gemäß den vorstehend angegebenen Stufen (a) und (b) werden die folgenden Verfahrensstufen ausgeführt,
die umfassen:
(c1) Kondensation des Acyl-Derivates des Carnitins gemäß
Stufe (b) in wässriger Lösung mit einer organischen Base, die unter Estern von Aminosäuren mit niedrigen
aliphatischen Alkoholen mit 1 bis 4 C-Atomen und den Aminen der Formel R11X ausgewählt ist, worin R"
die vorstehende Bedeutung besitzt/ in einer Lösung organischer Lösungsmittel in Gegenwart einer'Lösung von
Dicyclohexylcarbodiimid in einem organischen Lösungsmittel, Halten des hierdurch erhaltenen Gemisches unter
Rühren bei Raumtemperatur während 2 bis 24 h, wodurch das Amid der Formel (I) und ein Niederschlag von Dicyclohexylharnstof
f erhalten wird; und
(d')Filtration des Dicyclohexylharnstoff-Niederschlages
und Isolierung des Amides der Formel (I) durch Konzentration des Filtrates, Trocknung und wiederholte
Kristallisation aus organischem Lösungsmittel.
In Stufe (d1) stellt das organische Lösungsmittel vorzugsweise
Aceton dar. Das molare Verhältnis Carnitinacyl-Derivat : Amin (oder Aminosäure) : Dicyclohexylcarbodiimid
beträgt vorzugsweise 1:1:2.
Die Verfahren A und B zur Herstellung der Amide der Formel (I) sind durch das folgende Syntheseschema veranschaulicht:
030046/0708
CH,
CH,
CH —N-CH -CH-CH^CCOH
CH0 Cl OH
Acylierungs-
stufen (a),(b) -> CH—N-CH -CH-CH COX
CH0 Cl OR1 3
CH,
+ Halogenierungs-CH--Ji~CH„-CK-CHÄCOOH
^
stufe (c)
CH3Cl
OR'
.Kondensation mit Aminosäureester (oder Amin) und Gewinnung
CH,
CH —N-CH -CH-CK COR"
3 S c.
Cl OR
Ö30(Hß/07QS
Die folgenden, nicht beschränkenden Beispiele veranschaulichen die Herstellung einiger der erfindungsgemäßen Amide.
Herstellung des Acetylcarnitinamid mit Taurin
(Verfahren A)
Darstellung des Hydrochlorids des Acetylcarnitinchlorids: Einer Suspension von Acetylcarnitinchlorid, die wie vorstehend
beschrieben hergestellt worden ist (2 g; 0,01 Mol in 30 cm3 wasserfreiem Methylenchlorid CH9Cl7) werden 2,1 g (0,01 Mol)
PCl1- zugesetzt. Das erhaltene Gemisch wird bei Umgebungstemperatur
und unter magnetischer Agitation 4 Stunden lang (der zum Lösen des Acetylcarnitins benötigten Zeit) in Reaktion
gehalten. Dann wird das Lösungsmittel verdampft, der Rückstand wird dreimal mit kleinen Volumina (von 3 0 cm3) Ethylether
gewaschen und bis zum Verschwinden des Lösungsmittels unter Vakuum gehalten. Der Rückstand wird als solcher für die
nachfolgende Umsetzung verwendet.
Darstellung des Amids von Acetylcarnitin mit Taurin: Einer auf 0 bis 5°C abgekühlten Taurinlösung (2,5 g; 0,02 Mol)
in Wasser/Aceton 100/150 cm3 mit 5 g (0,06 Mol) NaHCO3) wird
tropfenweise die Lösung des zuvor hergestellten Hydrochlorids in 10 cm3 wasserfreiem Aceton zugesetzt. Dann wird die Reaktion
bei Umgebungstemperatur 2 Stunden lang ablaufen gelassen. An diesem Punkt wird dann das Aceton abgedampft. Die wässige
Lösung wird mit verdünnter Salzsäure auf einen pH-Wert von 2,5 bis 3 eingestellt und unter Vakuum bis zur Trockne konzentriert.
Der Rückstand wird mit wasserfreiem Methanol aufgenommen.
Der unlösliche Rückstand wird abfiltriert, und das Filtrat wird mit Aceton ausgefällt. Das ausgefällte Produkt
0300/t R/07 Π
stellt das reine Amid dar, welches aus Ethanol auskristallisiert wird.
Ausbeute : 70 %
F.P. 290 - 295 0C
Analyse : C11H2N2OgS
Ausbeute : 70 %
F.P. 290 - 295 0C
Analyse : C11H2N2OgS
| %C | sich | %H | %S | |
| Berechnet: | 42,56 | 7,14 | 10,53 | |
| Gefunden : | 42,00 | 6,79 | 10,16 | |
| Aus der Abwesenheit von Chlor | ergibt | eine | typische in- | |
| terne Salzstruktur: : | ||||
CH, N-CH0-CH-CHnCONH-CH0CH0SO,-
3^"* 2. \ λ 2 2. J
CH^ OCOCH3 NMR; 6 8,0 (in, 1H, CONH) ; 5,5 (m,1H,CH); 3,7 (d,2H, ^N-
0C0 CH /CH3
3,3 (m,2H-NH-CH0); 3,1 (s,9H,N —CH,) ; 2,9(m,2H,-CHo-S0,);
2,5 (d,2H,-CH2CO-); DMSO
Herstellung von Propionylcarnitinamid des Leucinmethylesters
Darstellung von Propionylcarnitin:
Carnitinhydrochlorid (1 ,98 g; 0,01 Mol) wird in 5 cm3 Trifluoressigsäure
aufgelöst, der Lösung wird 1 cm3 (0,01 Mol) Propionylchlorid zugesetzt, und die erhaltene Lösung wird eine
Nacht über auf 40 - 45 0C gehalten. Das Gemisch wird auf Umgebungstemperatur
abgekühlt, es wird 50 cm3 Aceton zugesetzt, und das Gemisch wird 2 Stunden lang unter Agitation gehalten.
Der Niederschlag (Carnitin) wird abfiltriert, es werden etwa 30 cm3 Ethy]ether zugesetzt, und das Gemisch v/ird bei einer
Temperatur von 0 0C unter Agitation gehalten. Der Niederschlag
wird abfiltriert und mit Ethanol-Aceton-ethylether auskristallisiert.
F.P. : 158 - 160 0C
F.P. : 158 - 160 0C
030046/0708
Analyse : cioH2
%C %H %N Berechnet: 47,34 7,94 5,52 13,97 Gefunden : 47,22 8,09 5,50 13,71
NMR:.0 5,69 (m, 1H7-CH-) ; 3,78 (d,2H,^N-CH2) ;3 ,27 (s ,9H ,N--CH3) ;
O CH3
2,92 (d,2H,-CH2-CO); 2,71 (q,2H,OCOCH2);
1,11 (t,3H,-CH9-CH7); D9O
Darstellung von Propionylcarnitinamid des Leucinmethylesters:
1,82 g (0,01 Mol) Methylchlorhydratleucinat werden 0,8 cm3 (0,01 Mol) PYridin in 15 cm3 Aceton zugesetzt. Es fällt das
Pyridinchlorhydrat aus, welches abfiltriert wird. Dem Methylester der freien Leucinbase wird eine wässrige Lösung von 2,54 g
(0,01 Mol) Propionylcarnitin in 3,5 cm3 Wasser zugesetzt. Der Lösung wird dann langsam und unter Agitation 4,12 g Dicyclohexyl-carbodiimid
in 5 cm3 Aceton gelöst zugesetzt. Es bildet sich ein Dicyclohexyl-Harnstoff-Niederschlag, der nach etwa
16 Stunden durch Filtrieren entfernt wird. Die Mutterlauge wird unter Vakuum konzentriert. Das erhaltene Rohprodukt wird
aus Methanol-Aceton auskristallisiert, wobei ein sehr stark hygroskopisches, festes Produkt erhalten wird.
Ausbeute : 75 %
Analyse : C17H33OcN9Cl
Analyse : C17H33OcN9Cl
%C %H %N %C1 Berechnet: 53,59 8,75 7,37 9,31
Gefunden : 53,63 8,71 7,33 9,36 NMR: S 5,69 (m,-CH-) ; 3,78 (d,"^N+-CH -) ; 3,78 (3,-COOCH3);
O /CH3
3,27 (s, N+-CHO; 2,92 (d,-CH9CO); 2,71 (d,-
\, J CH-,
CH 1,52 (m,-CH9-CH); 1,11 (t,-CH,) ; o,95 (d,C <ΡΗ3!
3 4,52 (m,N-CH-); D9O
030CH6/07Q8
Herstellung von Acetylcarnitinamid des PhenyIgIycinethylesters
(Verfahren A)
10 g PhenyIglycin werden 150 ml absolutes Ethanol zugesetzt.
Durch das erhaltene Gemisch wird gasförmige HCl bei Umgebungstemperatur und unter Agitation durchgeleitet bis sich das
gesamte PhenyIglycin auflöst. Die erhaltene Lösung wird über
Nacht unter Rückfluß gehalten, dann abgekühlt und unter Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird wiederum in Wasser gelöst und
mit NaHCOg neutralisiert. Die freie PhenyIglycinethylesterbase
wird mit Methylenchlorid CH2Cl2 extrahiert.
Einer Lösung von 1,8 g (10 mMol) freier PhenyIglycinethylesterbase,
die in 10 ml CH2Cl2 gelöst ist, wird eine Lösung von
Acetylcarnitinchlorid (10 mMol in CH2Cl2) zugesetzt. Das
Gemisch wird über Nacht bei 50 0C unter Agitation gehalten,
dann abgekühlt und mit 50 ml Ethylether versetzt, unter Ausbildung
eines Öls. Das gebildete öl wird in einem Ethanol-Aceton-Gemisch
(5:1) aufgelöst und mit Ether erneut ausgefällt. NMR (DMSO): S = 1 ,1 (t,-CH0-CH-,); 2,0 (s,-CO-CH-J;
2,8 (d, -CH2-COO-); 3,2 (s,-(CH3)3~N);
3,5 (d, -N-CH2); 4,0 (q, -CH2-CH3);
5,4 (s, -CH
7,5 (s,
); 5,5 (m, -CH0-CH-CH0-);
); 9,2 (d, CO-NH-)
Analyse:
| . %C | 92 | %H | 29 | %N | 99 | % | Cl | |
| Berechnet: | 56, | 84 | 7, | 31 | 6, | 89 | 8 | ,84 |
| Gefunden : | 56, | 7, | 6, | 8 | ,72 | |||
H3C H3C H3C
N-CH0-CH-CH0CONh-CH0-C
2 I 2 2
Cl
OCOCH
F F F
030046/07 0*6
Einer Lösung von 2,7 g (0,02 Mol) 2,2,2-Trifluorethylaminchlorhydrat
in 150 ml Tetrahydrofuran und 2,8 ml (0,02 Mol) Triethylamin
werden 4,8 g (0,02 Mol) Acetylcarnitinchlorid in 10 ml Wasser und schließlich 4,2 g (0,02 Mol) in 50 ml Tetrahydrofuran
gelöstes N,N'-Dicyclohexyl-carbodiimid zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wird einen Tag lang bei Umgebungstemperatur
unter heftiger Agitation sich umsetzen gelassen. Es bildet sich ein Niederschlag. Der Niederschlag, welcher aus Dicyclohexyl-Harnstoff
besteht, wird abfiltriert, und das Filtrat wird bis zur völligen Abscheidung des Tetrahydrofurans konzentriert.
Die wässrige Rückstandslösung wird mit CHCl3 (2 Mal 50 ml)
gewaschen und dann bis zur Trockne eingedampft. Der Rohfeststoff wird mit (30 ml CH3CN aufgenommen, wobei das erhaltene
Gemisch 2 Stunden lang bei 0 - 5 0C gehalten wird. Nach Abfiltrieren
von ggf. nicht umgesetztem Acetylcarnitin aus der Filtratlösung wird durch Zusetzen von Ethylacetat-EthyIe ther
das sehr stark hygroskopische Feststoffprodukt auskristallisiert, welches unter Stickstoff und in wasserfreier Umgebung
aufbewahrt wird.
NMR: S (D0): 2,06 (3H,sf -OCOCH,,); 2,66 (2H,d, -CH 9 ,d-CH „CONH- );
NMR: S (D0): 2,06 (3H,sf -OCOCH,,); 2,66 (2H,d, -CH 9 ,d-CH „CONH- );
^ PH Δ έ
3,16 (9H,s, CH--N-) ; 3,61-4,18 (2H,m,
F CH^
2H,m, F-C-CH2); 5,48 (iH,m,-CH- );
2H,m, F-C-CH2); 5,48 (iH,m,-CH- );
F' OCOCH3
9,21 (1H, d, -CONH-)
Analyse: C11H2
Analyse: C11H2
%C %H %C1 %F %N Berechnet: 41,36 6,70 11,12 17,68 8,65
Gefunden : 41,19 6,59 11,05 17,77 8>73
030046/0708
Die pharmakologische Aktivität der erfindungsgemäßen Verbindungen wurde nach den nachstehend angegebenen Verfahren
untersucht:
a) Akute Toxizität 50
Dazu wurde die von Weil CS. in "Tables for Convenient
Calculation of Median-Effective Dose (LDgQ or ED^n) and
Instructions in their Use", Biometrics, 249-263, 1952
beschriebene Methode benutzt.
Die Tolerabilität der erfindungsgemäßen Substanzen wurde
nach Verabreichung auf endoperitonealem Wege oder oral bei der Maus untersucht. Die erhaltenen Ergebnisse zeigen, daß
die erfindungsgemäßen Substanzen optimal toleriert werden (siehe Tabelle I).
b) Inotrope Wirkung
Isolierte Kaninchenherzen nach Langendorff wurden mit einer oxygenierten Ringer-Lösung bei 38,2 0C gewaschen (Perfusion)
Die isometrischen Kontraktionen, das Elektrokardiogramm und der Herzdurchsatz wurden vermittels eines Polygraphgeräts
vom Typ "Battaglia-Rangoni" aufgezeichnet. Durch Ausscheidung des Sauerstoffs aus der Perfusionsflüssigkeit
wurde dann ein metabolischer Schaden im Herzmuskel induziert bis zu einer 80 %-igen Reduktion der Kontraktionskraft.
Unter diesen Bedingungen der prolongierten Anoxie waren die aeroben Glykolysen des Myokards verlangsamt, mit Anhäufung
von sauren Stoffwechselprodukten, was zurückzuführen war entweder auf Stockung der Brenztraubensäure oder auf deren
Umwandlung in Milchsäure, welche aufgrund der Depression der pyridinischen Enzyme wie Milchsäurehydrogenase nicht
benutzt werden kann. Das hat wiederum Rückwirkungen auf die anaeroben Glykolysen im Hinblick auf eine laufend zunehmende
Anzahl von Enzymen, mit einem fortschreitenden und laufend
030048/0706
kritischeren Erschöpfen des Miokards. Auf diese Weise wird
eine ganze Reihe von Ermüdungsgraden des Herzmuskels durchlaufen, welche sich zeigen anhand des Verlaufs der gemessenen
Parameter, nämlich der Kontraktionskraft, der koronaren Aufnahmefähigkeit, der Herzfrequenz, des Herzrhythmus.
Erst wenn die Kontraktionskraft um 80 % verringert worden ist, wird die Perfusionsflüssigkeit ohne Zusatz ande-.
rer Substanzen (Kontrolle) oder mit Zusatz der erfindungsgemäßen Substanzen in unterschiedlichen Konzentrationen von
neuem oxygeniert.
Bei Untersuchung der Herzkontraktionskraft wurde eine positive
inotrope Wirkung 10 Minuten nach Unterbrechen der Anoxieperiode (Wiedererstarken des Myokards) festgestellt.
Die Ergebnisse mit dem "t"-Versuch von Student haben gezeigt, daß die erfindungsgemäßen Substanzen einen statistisch signifikanten
positiven inotropen Effekt in bezug auf die Kontrollsubstanzen induzieren. In Tabelle I
sind die prozentualen Steigerungswerte in bezug auf die Kontrollgruppe angegeben.
c) Antiarhythmische Wirkung
Zur Untersuchung der antiarhythmischen Wirkung der verschiedenen
untersuchten Carnitinderivate im Versuch in vivo zusätzlich und im Vergleich zu den normalerweise ausgeführten
Versuchen in vitro wurde die von Nwangwu u.a., Arch. Int. Pharmacodyn., 19 77, 229, 219 beschriebene Methode verwendet.
Bei dieser Methode wird in die Kaudalvene der Maus eine Aconitinlösung eingeflößt und die Zeit des Verschwindens
der Arhythmie und Tachycardie von 2 bis 60 Minuten nach Verabreichung der untersuchten Substanzen gemessen.
Die antiarhythmische Wirkung, welche berechnet wurde aus
der Steigerung der Latenzzeit für das Auftreten der Arhythmie der behandelten Tiere in bezug auf die der Kontrollgruppe
ist in Tabelle * angegeben.
030046/0706
- 1 ο -
d) Adrenalinantagonisierende Wirkung
Männliche schweizer Alb inomäuse mit einem Körpergewicht
von 12 - 22 g, die in Gruppen von jeweils 10 Tieren unterteilt waren, wurden mit den untersuchten Substanzen oder
einer Salzlösung (Kontrollgruppe) auf endoperitonealem Wege und nach 30 Minuten mit (behandeltem) Adrenalin in einer
Dosierung behandelt, welche ausreichte, den Tod bei 100 % der Tiere der Kontrollgruppe durch Ventrikularfibrillation
und Herzschädigung aufgrund von Steigerung der Frequenz, des Drucks und des Sauerstoffverbrauchs von selten des Myokards
hervorzurufen.
Die Sterblichkeit wurde über 36 Stunden kontrolliert und die Wirksamkeit der Pharmaka in Prozent der überlebenden
Tiere in bezug auf die behandelten Tiere ausgedrückt. Die Ergebnisse sind in Tabelle I angegeben.
e) Antagonismus gegen Cardiazol
Weibliche Albinoratten von der Art Wistar mit einem Körpergewicht von 120 - 150 g, welche in Einzelkäfigen gehalten
wurden, erhielten die untersuchten Substanzen (mg kg oral) und nach 30 Minuten 100 mg/2ml/kg Cardiazol·.
Der Prozentsatz der vor dem Krampftod bewahrten Tiere in bezug auf die der Kontrollgruppe im Verlaufe von 5 Stunden
nach Verabreichung ist in Tabelle II angegeben.
f) Wechselwirkung mit Barbituraten
Männliche schweizer Albinomäuse mit einem Körpergewicht von
18 - 22 g, die in Gruppen von jeweils 10 Tieren unterteilt waren, erhielten die untersuchten Substanzen (mg kg oral)
oder den Trägerstoff (Kontrollgruppe) und nach 30 Minuten 75 mg kg endoperitoneal Evipan.
Es wurde die Anstiegszeit des Gleichrichtungsrückflusses
gemessen, und die in Prozentwerten berechnete Differenz zur Kontrollgruppe ist in Tabe^e II angegeben.
030046/0706
g) Wirkung auf die spontane Motilität
Männliche .schweizer Albinomäuse mit einem Körpergewicht von
18 - 22 g, die in zwei Gruppen von jeweils 5 Tieren unterteilt waren, wurden über wenigstens 1 Woche im Käfig gehalten,
wonach eine Gruppe die untersuchten Substanzen oder den Trägerstoff (Kontrollgruppe) erhielt und in ihrem Käfig
verblieb, wobei sie mit ANIMEX (Farad-Schweden) untersucht wurden, indem die Bewegungen während zwei Perioden von jeweils
30 Minuten, beginnend 5 Minuten nach Verabreichung der Verbindungen, registriert wurden.
Die als prozentuale Variation der Anzahl der spontanen Bewegungen ausgedrückten Ergebnisse, welche sich beziehen
auf die behandelten Tiere in bezug auf die Tiere der Kontrollgruppe, sind in Tabelle II angegeben.
030046/0706
to ο
CD'
σ>
ο
eft
Pharmakologische Aktivität einiger Carnitinamide
DL5Q auf endoperitonealem und oralem Wege bei der Maus, antifibriilatorische Wirkung bei der Maus, adrenalinantagonisierende
Wirkung bei der Maus und inotrope Wirkung auf das isolierte Kaninchenherz
|
CH
CH CH |
3~ N+-CH2-CH-CH2-COOR11
ζ Χ" OR' |
DL50 endop. |
(mg kg"1)
oral |
Antifibril!at.
Wirkung _, (Dosis mg kg e.v.) % Verringerung |
Antiadrenalin- wirkung _. (Dosis mg kg e.p.) % Verring.Sterblich keit |
Inotrope
Wirkung m, , , Dosis 10 °gI 1 % der Kontron gruppe |
| R1 | = -COCH3 | |||||
| R" | = 2-Sulfonyl ethyl amino | 1500 | 4000 | 70 (300) | 65 (450) | + 62 |
| 2-Hydroxy-3-ca'rbethoxi-propyl- amino |
450 | 1300 | 65 (50) | 60 (70) | + 53 | |
| 1-Carbomethoxy-2-methyl- propyl-amino 1-Carbomethoxy-3-methyl- butyl-amino |
600 1000 |
2400 3500 |
. 100 (50) 70 (50) |
80 (50) 75 (50) |
+ 70 + 45 |
|
| 1-Carbomethoxy-2-methyl- butyl-amino |
500 | . 1200 | 65 (40) | 50 (100) | + 45 | |
| (1,2-Dicarboxy-ethyl)amino (1,3-Dicarboiiiethoxy-propyi )amino |
1500 1000 |
4200 3600 |
80 (75). 65 (20) |
55 (300) 40 (150) . |
+ 48 + 40 |
|
| R1 | = 0-CO-CH2-CH3 | |||||
| R" | = 2-Sulfonyl-ethyl ami no 1-Carbomethoxy-2-methyl-propyl- amino |
1500 500 |
4000 1350 |
95 (150) 60 (35) ' ' |
70 (300) 40 (50) |
+ 50 + 65 |
| " " 3-methyl-butyl-amino Il Il Ο " " " 1,2-Dicarbmethoxyethylamino 1,3- " propylamino |
600 750 590 400 |
2350 2500 ' 1800 1200 |
75 (50) 65 (50) 70 (40) 60 (10) |
70 (100) 50 (100) 70 (100) 40 (70) |
+ 45 + 65 + 50 + 45 |
|
| R· | = 0-C0-CH2-CH?-CH3 | • | ||||
| R1 | = 2-Sulfonyl ethyl ami no | 1500 | 4000 | 60 (50) | 50 (300) | + 40 · |
to
OO O
cn CD
TABELLE II
Phannakdiogische Aktivität einiger Carnitinamide
Cardiazol-Antagonismus bei der Ratte, Wechselwirkung mit Barbituraten bei der Maus, Wirkung auf die spontane
Motilität bei der Maus
| CH | \ + „—-^N -CH0-CH-CH^-COOR " |
< | Cardiazol- | ■Antagonismus | Wechselwirkung mit | Spontane motorische |
| CH | 3 Λ L2 LH LH2 | (Dosis mg | kg"1 e.p.) | Barbiturat (Dosis | Aktivität (Dosis | |
| 3 ^ 0R1 | % vor Tod | bewahrt | mg kg"1 e.p.) | mg kg"' e.p.) | ||
| CH | % verl.Verr. d. | % Steigerung in bezug | ||||
| = -COCH3 | Glr.-rückflusses*) | auf Kontrollgr (a) | ||||
| R1 | = 2-Sulfonyl ethyl ami no | |||||
| R" | 2-Hydroxy-3-carbethoxy-propylamino | 65 | (150) | 30 (100) | + 25 (50) | |
| i-Carbomethoxy-2-methyl- " " | 70 | (150) | 25 (50) | + 30 (50) | ||
| 1 " -3 " butyl " | 84 | (100) | 40 (50) | + 50 (35) | ||
| 1 Il _p I! Il Il | 60 | (150) | 35 (50) | + 28 (25) | ||
| (1,2-Dicarboxy-ethyl)amino | 53 | (100) | 35 (40) | + 34 (25) | ||
| (1,3-Dicarbomethoxy-propyl)amino | 75 | (100) | 20 (75) | + 60 (50) | ||
| = 0-CO-CH2-CH3 | 70 | (50) | 40 (20) | + 19 (25) | ||
| R1 | = 2-Sulfonyl-ethyl-ami no | |||||
| R" | 40 | (150) | 60 (100) | + 40 (50) | ||
| 1-Carbomethoxy-2-methyl-propyl-amino | 38 | (35) | 58 (50) | + 75 (25) | ||
| -3- " butyl " | 32 | (50) | 31 (100) | + 62 (50) | ||
| H _o_ Ii Ii « | 39 | (50) | 27 (100) | + 35 (100) | ||
| 1,2-Dicarbomethoxy-ethyl-amino | 51 | (40) | 25 (100) | + 59 (25) | ||
| R1 | = 0-CO-CH2-CH2-CH3 | |||||
| R" | = 2-Sulfonyl-ethyl-ami no | 58 | (50) | 70 (50) | + 43 (50) | |
*) Glr.-reflex .= Gleichrichtungsreflex, -Mittelwert der Kontrollzeit: 48 min.
(a) = Wert bei der Kontrollgruppe: 850 + 65 in 30 Min Versuchszeit (5 Mäuse χ Käfig)
(a) = Wert bei der Kontrollgruppe: 850 + 65 in 30 Min Versuchszeit (5 Mäuse χ Käfig)
Die erfindungsgemäß vorgeschlagenen.Verbindungen werden .oral
oder parenteral in einer der üblichen pharmazeutischen Formen, welche vermittels herkömmlicher und dem Fachmann geläufiger
Verfahren hergestellt worden waren, verabreicht. Diese Formen umfassen rein orale Dosierungsformen in fester oder flüssiger
Form wie z.B. Pastillen, Kapseln, Lösungen, Sirups und dgl., sowie injizierbare Formen wie z.B. sterile Lösungen in Ampullen
und Fläschchen.
Für diese pharmazeutischen Formen werden die üblichen verdünnenden
Lösungsmittel und Trägerstoffe benutzt. Ggf. können Konservierungsmittel, Farbstoffe und Aromastoffe zugesetzt
werden. Für diese Stoffe seien lediglich zur Veranschaulichung genannt Carboxymethylzellulose, Polysorbat, Mannitol, Sorbitol,
Amid, Avicel, Talkum und andere, die dem Fachmann auf dem Gebiet der Pharmazeutik geläufig sind.
Die verabreichte Dosis wird vom behandelnden Arzt in Berücksichtigung
des Lebensalters, des Körpergewichts und der allgemeinen
Verfassung des Patienten auf der Basis einer gründlichen Untersuchung festgelegt. Wenngleich sich Wirkungen bereits
mit Dosierungsmengen von 5 bis 8 mg pro kg Körpergewicht pro Tag beobachten lassen, wird eine Dosis von etwa 10 bis ca.
mg pro kg Körpergewicht bevorzugt. Falls erforderlich, können auch höhere Dosierungen verabreicht werden, was auf die sehr
niedrige Toxizität der erfxndungsgemäßen Verbindungen zurückzuführen ist.
Entsprechend der jeweiligen pharmazeutischen Verabreichungsform sind folgende Dosierungen, jedoch ohne Beschränkung auf
die angegebenen Werte, vorgesehen:
Fläschchen : 5 bis 500 mg Kapseln : 15 bis 50 mg
Tabletten : 15 bis 500 mg Orale Lösungen : 15 bis 50 mg
030046/070$
Claims (6)
- Patentansprüche 1.' Amide von Acylcarnitinen der allgemeinen Formel (I)R' Acetyl; Halogen-substituiertes Acetyl; Propionyl; Halogen-substituiertes Propionyl; Butyryl; Halogensubstituiertes Butyryl; Isobutyryl; ß-Hydroxybutyryl; Aceto-acetyl; Pantothenyl und Linoleyl bedeutet undR" die Aminogruppe, wenn R1 nicht Acetyl ist, 2-Sulfonylethylamino, (2-Hydroxy-3-carbethoxy-propyl)amino, (i-Carbmethoxy-2-methyl-propyl)amino, (1-Carbmethoxy-3-methyl-n-butyl)amino, (1-Carbomethoxy-2-methyl-nbutyl)amino, (1,2-Dicarbomethoxy-ethyl)amino, (1,3-Dicarbomethoxypropyl) amino, (ct-Carbethoxy-benzyl) amino, (4-Carbethoxy-phenyl)amino, (2-Mercapto-i-carbomethoxyethyl)amino, 2-Mercaphoethylamino, (5-Trimethyl-030ΠΑ6/0706ammoniumchlorid-1-carbethoxypentyl)amino, (Carbethoxymethyl) amino, (Carbethoxyethy.l) amino und Trifluorethylaminorest bedeutet undX ein Halogenanion darstellt, aber dann nicht vorhanden sein muß, wenn zumindest einer der Reste R" und/oder R' eine negative Ladung trägt.
- 2. Amide nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das Halogen-substituierte Acetyl Chlor-acetyl, Dichlor-acetyl oder Brom-acetyl darstellt; das Halogen-substituierte Propionyl Brompropionyl ist und das Halogensubstituierte Butyryl Chlorbutyryl, jeweils unabhängig voneinander, bedeuten.
- 3. Verfahren zur Herstellung der Amide nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch(a) Zufügung eines Acylhalogenids der Formel R1X, worinR1 die vorstehende Bedeutung besitzt und X ein Halogenatom bedeutet, zu einer Lösung von Carnitin in einem Lösungsmittel, das unter organischen Säuren und deren Anhydriden ausgewählt ist, Halten des hierdurch erhaltenen Gemisches bei etwa 15 bis 600C während etwa 4 bis 48 h, wodurch das entsprechende Acyl-Derivat von Carnitin erhalten wird;(b) Isolierung des Acyl-Derivates des Carnitins durch Zufügung eines Ausfällungsagens zu dem Gemisch gemäß Stufe(a) und Reinigung durch wiederholte Kristallisationen;(c) Umsetzung des Acyl-Derivates des Carnitins gemäß Stufe(b) mit einem Überschuß eines Halogenierungsagens bei etwa 25 bis 60°C während etwa 0,3 bis 24 h und Entfernung des Überschusses des Halogenierungsmittels, wodurch die entsprechenden Säurehalogenide des Acyl-Derivates von Carnitin erhalten werden;(d) Auflösung des Säurehalogenids des Acyl-Derivates des Carnitins gemäß Stufe (c) in einem wasserfreien inerten0300-46/0706Lösungsmittel;(e) Kondensation des Säurehalogenides und des Acyl-Derivates des Carnitins mit einer organischen Base, die unter Estern von Aminosäuren mit niedrigen aliphatischen Alkoholen mit 1 bis 4 C-Atomen und Aminen der Formel R11H ausgewählt sind, worin R" die vorstehende Bedeutung besitzt, aufgelöst in einem wasserfreien inerten Lösungsmittel, Halten des resultierenden Gemisches unter Rühren bei Raumtemperatur während etwa 6 bis 48 h, wodurch das Amid der Formel (I) erhalten wird; und(f) Gewinnung des Amides der Formel (I) durch Konzentration des Gemisches der Stufe (e) und dessen Reinigung durch wiederholte Kristallisation.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in Stufe (e) als niedriger aliphatischer Alkohol Methyl-, Ethyl- oder Isopropy!alkohol verwendet wird.
- 5. Verfahren zur Herstellung der Amide nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verfahrensstufen (a1) der Zufügung eines Acylhalogenides der Formel R1X, worin R1 die vorstehende Bedeutung besitzt und X ein Halogenatom ist, zu einer Carnitinlösung in einem Lösungsmittel, das unter organischen Säuren und entsprechenden Anhydriden ausgewählt ist, und Halten des hierdurch erhaltenen Gemisches auf einer Temperatur von etwa 15 bis 6 00C während etwa 4 bis 48 h, wodurch das entsprechende Acyl-Derivat von Carnitin erhalten wird;(b') Isolierung des Acyl-Derivates von Carnitin durch Zufügung eines Ausfällungsagens zu dem Gemisch gemäß Stufe (a1) und Reinigung durch wiederholte Kristallisation;(c1) Kondensation des Acyl-Derivates von Carnitin gemäß Stufe (b1) in einer wässrigen Lösung mit einer organischen Base, die unter Estern von Aminosäuren mit0300 Aß/0706niedrigen aliphatischen Alkoholen mit 1 bis 4 C-Atomen und.Aminen der Formel R11X, worin R" die vorstehende Bedeutung besitzt, ausgewählt ist, in einer Lösung organischer Lösungsmittel in Gegenwart einer Lösung von Dicyclohexylcarbodiimid in einem organischen Lösungsmittel, Halten des hierdurch erhaltenen Gemisches unter Rühren bei Raumtemperatur während 2 bis 24 h, wodurch das Amid gemäß Formel (I) und ein Niederschlag aus Dicyclohexylharnstoff anfällt; und(d1) Abfiltration des Dicyclohexylharnstoff-NiederSchlages und Isolierung des Amides gemäß Formel (I) durch Konzentration des Filtrates, Trocknung und wiederholte Kristallisation aus organischen Lösungsmitteln.
- 6. Arzneimittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt zumindest einer Verbindung nach einem der Ansprüche 1 oder 2 nebst üblichen Hilfs- und Trägerstoffen.0046/0706
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