DE3014693A1 - Gesteinsbohrer - Google Patents
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Description
DIPL.-ING. SCHWAßE UR. DR. SANDMAIR
PATENTANWÄLTE Postfach 860245 · 8000 München
Anwaltsakte: 30 857 "^- 16. April 1980
HILTI AG Schaan / Fürstentum Liechtenstein
Gesteinsbohrer
ORIGINAL INSPECTED
130043/0330
t (089) 98 82 72 Telegramme: Bankkonten: Hypo-Bank MUnchen 4410122
988273 BERGSTAPFPATENT München (BLZ 70020011) SwiaCode: HYPO DE MM
988274 TELEX: Bayer Vereinsbank München 453100(BLZ 70020270) 983310 0524560BERGd Postscheck MUnchen 65343-808 (BLZ 70010080)
HILTI AKTIENGESELLSCHAFT IN SCHAAN Fürstentum Liechtenstein
Gesteinsbohrer
Die Erfindung betrifft einen Gesteinsbohrer mit Bohrkopf, Schaft und rückseitigem Einsteckende, wobei der Schaft für
das Ableiten des Bohrkleins aus dem Bohrloch eine oder mehrere zwischen Bohrkopf und Einsteckende wendelartig
verlaufende Abfuhrnuten mit parallel zur Bohrerachse verlaufendem Nutengrund und im wesentlichen normal zur Bohrerachse
gerichteter bohrkopfnaher Flanke aufweist.
130043/0330
Bekannte Gesteinsbohrer, deren Schaft eine oder gegebenenfalls mehrere wendelförmig verlaufende Abfuhrnuten aufweist,
leiten beim Bohrvorgang das Bohrklein - analog einer Förderschnecke - aus dem Bohrlochtiefsten nach aussen. Weitgehend
problemlos geht dies bei horizontaler oder senkrecht nach oben verlaufender Bohrrichtung vonstatten. Hingegen führt
der Abtransport des Bohrkleins beim Bohren senkrecht nach unten vielfach zu Schwierigkeiten.
Das Ableiten von Bohrklein nach dem Prinzip der Förderschnecke ist nur möglich, wenn zwischen dem in der Abfuhrnut
befindlichen Bohrklein und der Wandung des Bohrloches ein grösserer Reibungswiderstand als zwischen Bohrklein und der
Oberfläche der Abfuhrnut besteht, um diese ReibungsVerhältnisse
zu erreichen, ist die Oberfläche der Abfuhrnut in der Regel glatt beschaffen. Nur unter dieser Voraussetzung kann
die Abfuhrnut das sich an der Wandung des Bohrloches abstützende Bohrklein mit Hilfe der zur Bohrerachse geneigten,
sich drehenden Gänge aus dem Bohrlochtiefsten zum Auslauf der Bohrung schieben.
Stimmen die besagten Reibungsverhältnisse nicht, dh ist der Kontakt zwischen dem Bohrklein und der Wandung des Bohrloches
zu gering, bleibt das Bohrklein im Bereich der Abfuhrnut liegen und wird lediglich im Bohrloch mit der Drehung
des Bohrers im Kreise bewegt. Ein Abtransport dieses Bohrkleins kommt allenfalls dadurch zustande, dass vom Bohrkopf
her weiteres fortan abgetragenes Bohrklein in der Abfuhrnut nachdrängt, das dabei stark verdichtet und langsam entlang
der Abfuhrnut in Richtung Auslauf des Bohrloches geschoben wird. Hierbei handelt es sich also nicht um ein Ableiten
nach dem Prinzip der Förderschnecke. Diese Art der Bohrkleinbewegung führt zu den bekannten Erscheinungen des Verklemmens
des Bohrers im Bohrloch, was letztlich eine starke Verminderung des Bohrfortschrittes zur Folge hat.
Nebst der ausreichenden Querschnittsgrösse der Abfuhrnut ist zur Erzielung des Abtransports des Bohrkleins nach dem
vorteilhaften Prinzip der Förderschnecke von massgeblicher
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Bedeutung, dass der Nutengrund, wie bekannt, parallel zur Bohrerachse verläuft« Bei ausreichend mit Bohrklein gefüllter
Abfuhrnut bewirkt der Nutengrund so ein rechtwinkeliges Andrücken des Bohrkleins gegen die Wandung des Bohrloches, so
dass das Bohrklein aufgrund des erwähnten grösseren Reibungswiderstandes gegenüber der Wandung des Bohrloches in gewünschter
Weise abtransportiert wird»
Bei einem bekannten Bohrer weist die Abfuhrnut, im Längsschnitt des Bohrers betrachtet, im wesentlichen die Form
einer rechteckigen Nische auf. Bei dieser Ausgestaltung zeigt sich, dass die Abfuhrnut, je nach Bohrklein-Anfall sei
es aufgrund unterschiedlicher Festigkeit des Bohrgutes oder sich ändernder Schneidgüte des Bohrers - entweder zu
klein oder zu gross dimensioniert ist,, Ist der Querschnitt der Abfuhrnut in Relation zum Bohrklein-Anfall zu klein
dimensioniert, wie dies in der Regel bei im Durchmesser kleinen Bohrern aus Festigkeitsgründen der Fall ist, so wird
die Abfuhrnut unweigerlich verstopft, und es kommt allenfalls zu einem Abtransport des Bohrkleins unter der bereits
geschilderten, mit Nachteilen behafteten Druckausübung. Ist die Abfuhrnut hingegen zu gross dimensioniert, so füllt das
Bohrklein den Nutquerschnitt nicht auf und liegt so als lose Schüttung in der Abfuhrnut„ Da es also, wenn überhaut, nur
zu einem unzureichenden Andrücken des Bohrkleins gegen die Wandung des Bohrloches kommt, erfolgt dieserart auch nur
ein unbefriedigendes Ableiten des Bohrkleins aus dem Bohrloch.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gesteinsbohrer mit guter Ableitung des Bohrkleins und hoher Festigkeit
auch bei kleinen Durchmessergrössen zu schaffen.
Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass der
Nutengrund wenigstens über einen Teil der Nutenlänge in axiale Abschnitte unterschiedlicher Tiefe unterteilt ist,
wobei die Nuttiefe abschnittsweise stufenartig gegen das Einsteckende abnimmt <,
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Die Abfuhrnut mit gestuftem Nutengrund schliesst entweder direkt oder indirekt, unter Zwischenschaltung eines Nutabschnittes
mit ungestuftem Nutengrund, an den Bohrkopf an. Der ungestufte Nutabschnitt sollte sich maximal über eine
dem fünffachen Durchmesser des Bohrers entsprechende axiale Länge erstrecken. Unabhängig davon, ob ein ungestufter
Nutabschnitt vorhanden ist, erstreckt sich die gestufte Abfuhrnut bis zum Beginn des rückwärtigen Einsteckendes.
Das vom Bohrkopf bzw vom ungestuften Nutabschnitt in die gestufte Abfuhrnut gelangende Bohrklein sammelt sich zuerst in
dem dem Bohrkopf nächsten Abschnitt mit grösster Tiefe und wird diesen Abschnitt bei durchschnittlichem Bohrklein-Anfall
anfüllen, so dass der diesem Abschnitt zugeordnete Nutengrund das hier befindliche Bohrklein gegen die Wandung
des Bohrloches drückt. Fällt mehr Bohrklein an, so füllt sich auch der nächste Abschnitt mit etwas geringerer Tiefe
mit Bohrklein, das wiederum von dem parallel zur Bohrerachse verlaufenden Nutengrund-Abschnitt gegen die Wandung des
Bohrloches gedrückt wird. Es lässt sich so also bei unterschiedlichem Bohrklein-Anfall jeweils das für das vorteilhafte
Ableiten nach dem Prinzip der Förderschnecke erforderliche Andrücken des Bohrkleins gegen die Wandung des Bohrloches
erzielen, so dass ein wirkungsvoller Abtransport stattfindet.
Ein gutes Ableitvermögen des Bohrers, verbunden mit einfacher
Herstellbarkeit, wird erreicht, wenn der Nutengrund in zwei Abschnitte mit unterschiedlicher Tiefe unterteilt ist. Diese
Ausbildung eignet sich vor allem dann, wenn der Bohrer für ein bestimmtes Bohrgut mit wenig ändernder Materialfestigkeit
vorgesehen ist. Hingegen ist es für Bohrer, die für verschiedenstes Bohrgut eingesetzt werden, von Vorteil, den
Nutengrund in drei axiale Abschnitte unterschiedlicher Tiefe zu unterteilen. Dadurch wird der Bohrer, dank der weitgehenden
Anpassung der Abtransportbedingungen an die vom Bohrkopf geförderte Bohrkleinmenge, universell einsetzbar, ohne dass
die wirtschaftliche Fertigung des Bohrers in Frage gestellt ist.
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Im Hinblick auf maximales Ableitvermögen und hohe Festigkeit des Bohrers auch bei kleinen Durchmessern wird eine optimale
Form der Abfuhrnut erreicht, wenn, nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung, deren grösste Tiefe zu deren axial
gemessener Breite ein Verhältnis zwischen 1 : 2 und 1 : 10, vorzugsweise 1 : 3 bis 1:5, aufweist.
Aus Festigkeitsgründen sind die Uebergänge der Stufen zweckmässig
durch Radien gebildet, wobei die Radien die Länge der achsparalell verlaufenden Nutengrund-Abschnitte nicht nennenswert
kürzen dürfen. Lediglich der Uebergang vom Abschnitt mit kleinster Tiefe zur Mantelfläche des Schaftes kann mit
Vorteil durch eine konkave Krümmung mit grösserem Radius gebildet sein.
Die Erfindung soll nunmehr anhand einer sie beispielsweise wiedergebenden Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 einen Gesteinsbohrer in gekürzter Ansicht,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch den in Fig. 1 dargestellten Gesteinsbohrer, gemäss Schnittverlauf
H-II.
Der in Fig. 1 dargestellte Gesteinsbohrer besteht im wesentlichen aus einem gesamthaft mit 1 bezeichneten Bohrkopf,
einem daran anschliessenden, gesamthaft mit 2 bezeichneten Schaft und einem diesen nach hinten verlängernden Einsteckende
3.
Der Bohrkopf 1 trägt eine Hartmetallschneide 4. In den Bohrkopf 1 mündet eine gesamthaft mit 5 bezeichnete Abfuhrnut,
die entlang des Schaftes 2 wendelartig verläuft.
Wie der Fig. 2 zu entnehmen ist, beträgt die Breite B der Abfuhrnut 5 in Längsschnittbetrachtung des Bohrers cirka das
3,5-fache der grössten Tiefe T. Die Abfuhrnut 5 ist in axiale Abschnitte 6, 7, 8 mit in dieser Reihenfolge abnehmender
Tiefe unterteilt. Der jedem Abschnitt 6, 7, 8 zuge-
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ordnete Nutengrund 6' , 7', 8' verläuft parallel zur Bohrerachse.
Die bohrkopfnahe Flanke 9 der Abfuhrnut 5 ist normal zur Bohrerachse gerichtet.
Die Stufung der Abschnitte 6, 7, 8 muss weder in axialer
noch in radialer Hinsicht gleichmässig erfolgen. So kann es insbesondere für Bohrer, die vorzugsweise zum Einsatz in
weichem Bohrgut vorgesehen sind, zweckmässig sein, den Abschnitt 6 gegenüber den anderen Abschnitten 7, 8 axial zu
verlängern, so dass durch den Abschnitt 6 ein relativ grosser Aufnahmeraum für das Bohrklein gegeben ist.
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Claims (1)
- Anwaltsakte: 30 85 7 ' O R. B g R G D 1 P L. - I N G. S T A P FDiPL.-lÄG. GCHWABE DR. DR. SANDMAIRPATENTANWÄLTEPatentansprüche 8 München eo · mauerkircherstr.45Ι» Gesteinsbohrer mit Bohrkopf, Schaft und rückseitigem Einsteckende, wobei der Schaft für das Ableiten des Bohrkleins aus dem Bohrloch eine oder mehrere zwischen Bohrkopf und Einsteckende wendelartig verlaufende Abfuhrnuten mit parallel zur Bohrerachse verlaufendem Nutengrund und im wesentlichen normal zur Bohrerachse gerichteter bohrkopfnaher Flanke aufweist, dadurch gekennzeichnet , dass der Nutengrund (6", 7", 8') wenigstens über einen Teil der Nutenlänge in axiale Abschnitte (6, I1 8) unterschiedlicher Tiefe unterteilt ist, wobei die Nuttiefe abschnittsweise stufenartig gegen das Einsteckende (3) abnimmt»2„ Gesteinsbohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutengrund in zwei axiale Abschnitte unterschiedlicher Tiefe unterteilt ist.3„ Gesteinsbohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutengrund (61, 7°, 8') in drei axiale Abschnitte (6, 7, 8) unterschiedlicher Tiefe unterteilt ist.4» Gesteinsbohrer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfuhrnut (5) ein Verhältnis von grösster Tiefe (T) zu axial gemessener Breite (B) zwischen 1 : 2 und 1 : 10, vorzugsweise 1 : 3 bis 1 : 5, aufweist.130043/0330 ORIGINAL INSPECTED
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