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DE8010468U1 - Gesteinsbohrer - Google Patents

Gesteinsbohrer

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Publication number
DE8010468U1
DE8010468U1 DE19808010468 DE8010468U DE8010468U1 DE 8010468 U1 DE8010468 U1 DE 8010468U1 DE 19808010468 DE19808010468 DE 19808010468 DE 8010468 U DE8010468 U DE 8010468U DE 8010468 U1 DE8010468 U1 DE 8010468U1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drill
groove
cuttings
borehole
rock drill
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19808010468
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hilti AG
Original Assignee
Hilti AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hilti AG filed Critical Hilti AG
Priority to DE19808010468 priority Critical patent/DE8010468U1/de
Publication of DE8010468U1 publication Critical patent/DE8010468U1/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

HILTI AKTIENGESELLSCHAFT IN SCHAAN Fürstentum Liechtenstein
Gesteinsbohrer
Die Erfindung betrifft einen Gesteinsbohrer mit Bohrkopf, Schaft und rückseitigem Einsteckende, wobei der Schaft für das Ableiten des Bohrkleins aus dem Bohrloch eine oder mehrere zwischen Bohrkopf und Einsteckende wendelartig verlaufende Abfuhrnuten mit parallel zur Bohrerachse verlaufendem Nutengrund und im wesentlichen normal zur Bohrerachse gerichteter bohrkopfnaher Flanke aufweist.
Bekannte Gesteinsbohrer, deren Schaft eine oder gegebenenfalls mehrere wendelförmig verlaufende Abfuhrnuten aufweist, leiten beim Bohrvorgang das Bohrklein - analog einer Förderschnecke - aus dem Bohrlochtiefsten nach aussen. Weitgehend problemlos geht dies bei horizontaler oder senkrecht nach oben verlaufender Bohrrichtung vonstatten. Hingegen führt der Abtransport des Bohrkleins beim Bohren senkrecht nach unten vielfach zu Schwierigkeiten.
Das Ableiten von Bohrklein nach dem Prinzip der Förder- I
schnecke ist nur möglich, wenn zwischen dem in der Abfuhrnut f befindlichen Bohrklein und der Wandung des Bohrloches ein ;
grösserer Reibungswiderstand als zwischen Bohrklein und der έ Oberfläche der Abfuhrnut besteht, um diese Reibungsverhält- ξ nisse zu erreichen, ist die Oberfläche der Abfuhrnut in der | Regel glatt beschaffen. Nur unter dieser Voraussetzung kann | die Abfuhrnut das sich an der Wandung des Bohrloches abstützende Bohrklein mit Hilfe der zur Bohrerachse geneigten, sich drehenden Gänge aus dem Bohrlochtiefsten zum Auslauf der Bohrung schieben.
Stimmen die besagten Reibungsverhältnisse nicht, dh ist der Kontakt zwischen dem Bohrklein und der Wandung des Bohrloches zu gering, bleibt das Bohrklein im Bereich der Abfuhrnut liegen und wird lediglich im Bohrloch mit der Drehung des Bohrers im Kreise bewegt. Ein Abtransport dieses Bohrkleins kommt allenfalls dadurch zustande, dass vom Bohrkopf her weiteres fortan abgetragenes Bohrklein in der Abfuhrnut nachdrängt, das dabei stark verdichtet und langsam entlang der Abfuhrnut in Richtung Auslauf des Bohrloches geschoben wird. Hierbei handelt es sich also nicht um ein Ableiten nach dem Prinzip der Förderschnecke. Diese Art der Bohrkleinbewegung führt zu den bekannten Erscheinungen des Verklemmens des Bohrers im Bohrloch, was letztlich eine starke Verminderung des Bohrfortschrittes zur Folge hat.
Nebst der ausreichenden Querschnittsgrösse der Abfuhrnut ist zur Erzielung des Abtransports des Bohrkleins nach dem vorteilhaften Prinzip.der Förderschnecke von massgeblicher
Bedeutung, dass der Nutengrund, wie bekannt, parallel zur Bohrerachse verläuft. Bei ausreichend mit Bohrklein gefüllter Abfuhrnut bewirkt der Nutengrund so ein rechtwinkeliges Andrücken des Bohrkleins gegen die Wandung des Bohrloches, so dass das Bohrklein aufgrund des erwähnten grösseren Reibungswiderstandes gegenüber der Wandung des Bohrloches in gewünschter Weise abtransportiert wird.
Bei einem bekannten Bohrer weist die Abfuhrnut, im Längsschnitt des Bohrers betrachtet, im wesentlichen die Form einer rechteckigen Nische auf. Bei dieser Ausgestaltung zeigt sich, dass die Abfuhrnut,, je nach Bohrklein-Anfall sei es aufgrund unterschiedlicher Festigkeit des Bohrgutes oder sich ändernder Schneidgüte des Bohrers - entweder zu klein oder zu gross dimensioniert ist. Ist der Querschnitt der Abfuhrnut in Relation zum Bohrklein-Anfall zu klein dimensioniert, wie dies in der Regel bei im Durchmesser kleinen Bohrern aus Festigkeitsgründen der Fall ist, so wird die Abfuhrnut unweigerlich verstopft, und es kommt allenfalls zu einem Abtransport des Bohrkleins unter der bereits geschilderten, mit Nachteilen behafteten Druckausübung. Ist die Abfuhrnut hingegen zu gross dimensioniert, so füllt das Bohrklein den Nutquerschnitt nicht auf und liegt so als lose Schüttung in der Abfuhrnut. Da es also, wenn überhaut, nur .zu einem unzureichenden Andrücken des Bohrkleins gegen die Wandung des Bohrloches kommt, erfolgt dieserart auch nur ein unbefriedigendes Ableiten des Bohrkleins aus dem Bohrloch.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gesteinsbohrer mit guter Ableitung des Bohrkleins und hoher Festigkeit auch bei kleinen Durchmessergrössen zu schaffen.
Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass der Nutengrund wenigstens über einen Teil der Nutenlänge in axiale Abschnitte unterschiedlicher Tiefe unterteilt ist, wobei die Nuttiefe abschnittsweise stufenartig gegen das Einsteckende abnimmt.
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Die Abfuhrnut mit gestuftem Nutengrund schliesst entweder direkt oder indirekt, unter Zwischenschaltung eines Nutabschnittes mit ungestuftem Nutengrund, an den Bohrkopf an. Der ungestufte Nutabschnitt sollte sich maximal über eine dem fünffachen Durchmesser des Bohrers entsprechende axiale Länge erstrecken. Unabhängig davon, ob ein ungestufter Nutabschnitt vorhanden ist, erstreckt sich die gestufte Abfuhrnut bis zum Beginn des rückwärtigen Einsteckendes.
Das vom Bohrkopf bzw vom ungestuften Nutabschnitt in die gestufte Abfuhrnut gelangende Bohrklein sammelt sich zuerst in dem dem Bohrkopf nächsten Abschnitt mit grösster Tiefe und wird diesen Abschnitt bei durchschnittlichem Bohrklein-Anfall anfüllen, so dass der diesem Abschnitt zugeordnete Nutengrund das hier befindliche Bohrklein gegen die Wandung des Bohrloches drückt. Fällt mehr Bohrklein an, so füllt sich auch der nächste Abschnitt mit etwas geringerer Tiefe mit Bohrklein, das wiederum von dem parallel zur Bohrerachse verlaufenden Nutengrund-Abschnitt gegen die Wandung des Bohrloches gedrückt wird. Es lässt sich so also bei unterschiedlichem Bohrklein-Anfall jeweils das für das vorteilhafte Ableiten nach dem Prinzip der Förderschnecke erforderliche Andrücken des Bohrkleins gegen die Wandung des Bohrloches erzielen, so dass ein wirkungsvoller Abtransport stattfindet.
Ein gutes Ableitvermögen des Bohrers, verbunden mit einfacher Herstellbarkeit, wird erreicht, wenn der Nutengrund in zwei Abschnitte mit unterschiedlicher Tiefe unterteilt ist. Diese Ausbildung eignet sich vor allem dann, wenn der Bohrer für ein bestimmtes Bohrgut mit wenig ändernder Materialfestigkeit vorgesehen ist. Hingegen ist es für Bohrer, die für verschiedenstes Bohrgut eingesetzt werden, von Vorteil, den Nutengrund in drei axiale Abschnitte unterschiedlicher Tiefe zu unterteilen. Dadurch wird der Bohrer, dank der weitgehenden Anpassung der Abtransportbedingungen an die vom Bohrkopf geförderte Bohrkleinmenge, universell einsetzbar, ohne dass die wirtschaftliche Fertigung des Bohrers in Frage gestellt ist.
-; Im Hinblick auf maximales Ableitvermögen und hohe Festigkeit des Bohrers auch bei kleinen Durchmessern wird eine optimale Form der Abfuhrnut erreicht, wenn, nach einem weiteren
■; Vorschlag der Erfindung, deren grösste Tiefe zu deren axial gemessener Breite ein Verhältnis zwischen 1:2 und 1 : 10, vorzugsweise 1 : 3 bis 1:5, aufweist.
Aus Festigkeitsgründen sind die üebergänge der Stufen zweckmassig durch Radien gebildet, wobei die Radien die Länge der achsparalell verlaufenden Nutengrund-Abschnitte nicht nennenswert kürzen dürfen. Lediglich der Uebergang vom Abschnitt mit kleinster Tiefe zur Mantelfläche des Schaftes kann mit Vorteil durch eine konkave Krümmung mit grösserem Radius gebildet sein.
Die Erfindung soll nunmehr anhand einer sie beispielsweise wiedergebenden Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen:
'j Fig. 1 einen Gesteinsbohrer in gekürzter Ansicht,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch den in Fig. 1 dargestellten Gesteinsbohrer, gemäss Schnittver-
lauf II-II.
.Der in Fig. 1 dargestellte Gesteinsbohrer besteht im wesent-
liehen aus einem gesamthaft mit 1 bezeichneten Bohrkopf, einem daran anschliessenden, gesamthaft mit 2 bezeichneten Schaft und einem diesen nach hinten verlängernden Einsteckende 3.
Der Bohrkopf 1 trägt eine Hartmetallschneide 4. In den Bohrkopf 1 mündet eine gesamthaft mit 5 bezeichnete Abfuhrnut, die entlang des Schaftes 2 wendelartig verläuft.
Wie der Fig. 2 zu entnehmen ist, beträgt die Breite B der Abfuhrnut 5 in Längsschnittbetrachtung des Bohrers cirka das 3,5-fache der grössten Tiefe T. Die Abfuhrnut 5 ist in < axiale Abschnitte 6, 7, 8 mit in dieser Reihenfolge abneh-' mender Tiefe unterteilt. Der jedem Abschnitt 6, 7, 8 züge-
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ordnete Nutengrund 6' , 7', 8' verläuft parallel zur Bohrerachse. Die bohrkopfnahe Flanke 9 der Abfuhrnut 5 ist normal zur Bohrerachse gerichtet.
Die Stufung der Abschnitte 6, 7, 8 muss weder in axialer noch in radialer Hinsicht gleichmässig erfolgen. So kann es insbesondere für Bohrer, die vorzugsweise zum Einsatz in weichem Bohrgut vorgesehen sind, zweckmässig sein, den Abschnitt 6 gegenüber den anderen Abschnitten 7, 8 axial zu verlängern, so dass durch den Abschnitt 6 ein relativ grosser Aufnahmeraum für das Bohrklein gegeben ist.

Claims (4)

if.-. DIPL.-ING. SCHWABE DR.DR. SANDMAIR ga4*HytAnsprüche bmONCHEN βο" Maubr κ irc herst r. »β
1. Gesteinsbohrer mit Bohrkopf, Schaft und rückseitigem Einsteckende, wobei der Schaft für das Ableiten des Bohrkleins aus dem Bohrloch eine oder mehrere zwischen Bohrkopf und Einsteckende wendelartig verlaufende Abfuhrnuten mit parallel zur Bohrerachse verlaufendem Nutengrund und im wesentlichen normal zur Bohrerachse gerichteter bohrkopfnaher Planke aufweist, dadurch gekennzeichnet , dass der Nutengrund (61, 71, 8') wenigstens über einen Teil der Nutenlänge in axiale Abschnitte (6, 7, 8) unterschiedlicher Tiefe unterteilt ist, wobei die Nuttiefe abschnittsweise stufenartig gegen das Einsteckende (3) abnimmt.
2. Gesteinsbohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutengrund in zwei axiale Abschnitte unterschiedlicher Tiefe unterteilt ist.
3. Gesteinsbohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutengrund (61, 7', 81) in drei axiale Abschnitte (6, 7, 8) unterschiedlicher Tiefe unterteilt ist.
4. Gesteinsbohrer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfuhrnut (5) ein Verhältnis von grösster Tiefe (T) zu axial gemessener Breite (B) zwischen 1 : 2 und 1 : 10, vorzugsweise 1:3 bis 1 : 5, aufweist.
DE19808010468 1980-04-16 1980-04-16 Gesteinsbohrer Expired DE8010468U1 (de)

Priority Applications (1)

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DE19808010468 DE8010468U1 (de) 1980-04-16 1980-04-16 Gesteinsbohrer

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE8010468U1 true DE8010468U1 (de) 1982-01-21

Family

ID=6714772

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19808010468 Expired DE8010468U1 (de) 1980-04-16 1980-04-16 Gesteinsbohrer

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DE (1) DE8010468U1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7137461B2 (en) 2002-10-03 2006-11-21 Black & Decker, Inc. Masonry drilling tool

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US7137461B2 (en) 2002-10-03 2006-11-21 Black & Decker, Inc. Masonry drilling tool

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