DE3012278C2 - Vorrichtung zum Anhängen eines Betonfertigteiles an ein Hebezug - Google Patents
Vorrichtung zum Anhängen eines Betonfertigteiles an ein HebezugInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Anhängen eines Betonfertigteils an ein Hebezeug,
bestehend aus einem zum Einbetonieren in das Betonfertigteil eingerichteten Ankerbolzen mit Schaft
und Verbindungskopf und aus einem daran anschließbaren, balligen Anschlußstück, von dem ein Manipulierarm
vorkragt, wobei das Anschlußstück eine kreisbogenförmig geführte Schlitznut aufweist, die im Querschnitt der
Form des Verbindungskopfes angepaßt sowie an einem Ende mit einer Einführungsausnehmung für den
Verbindungskopf versehen ist, während der Schaft des Ankerbolzens in der Schlitznut geführt ist, wobei ferner
das Anschlußstück im Bereich seiner Mitte eine Gelenkbohrung aufweist, die orthogonal zur Ebene der
Schlitznut verläuft und in die ein Anhängeschäkel mit einem Anhangeauge für das Anschlagen des Hebezeugs
gelenkig eingesetzt ist, wobei endlich die Schlitznut im Bereich der Einführungsausnehmung durch einen
verstellbaren Sicherungsbolzen verschließbar ist
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (DE-AS 27 08 788) ist der Anhängeschäkel ein üblicher, im wesentlichen U-förmiger Schäkel, mit einem bogenförmigen Teilstück, welches durch die Gelenkbohrung hindurchgeführt ist, und mit zwei angeschlossenen,
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (DE-AS 27 08 788) ist der Anhängeschäkel ein üblicher, im wesentlichen U-förmiger Schäkel, mit einem bogenförmigen Teilstück, welches durch die Gelenkbohrung hindurchgeführt ist, und mit zwei angeschlossenen,
ίο gegenüber dem bogenförmigen Teilstück langen Schenkeln.
Diese sind durch ein Querstück vereinigt, an den das Hebezeug angreifen soll, wobei dieses Querstück im
allgemeinen mit den Schenkeln verschweißt ist, so daß
sich ein Anhängeauge ergibt Im einzelnen ist im übrigen bei der bekannten Vorrichtung die Anordnung so
getroffen, daß das Anschlußstück eine zentrale Gelenkbohrung aufweist, die orthogonal zur Ebene der
Schlitznut und durch deren Krümmungsmittelpunkt verläuft und in die der Anhängeschäkel für das
Anschlagen des Hebezeugs gelenkig eingesetzt ist. Der im Bereich der Einführungsausnehmung angeordnete
heb- und senkbare Sicherungsbolzen ist in einer als Sekan'.e an der Gelenkbohrung vorbeilaufenden Sicherungsbolzenausnehmung
des Anschlußstückes geführt, wobei das nach oben vorstehende Ende des Sicherungsbolzens mittelbar oder unmittelbar an ein Zugmittel
angeschlossen ist Der Manipulierarm ist als Einstellhebelarm für die Einführungsausnehmung der Schltznut
ausgebildet, er erstreckt sich etwa orthogonal zur Achse des Sicherungsbolzens und ist durch den Anhängcschäkel
hindurchbewegbar. Die bekannte Ausführungsform hat sich an sich bewährt. Insbesondere genügt sie bei
ordnungsgemäßem Gebrauch allen Anforderungen. Bei unsachgemäßem Gebrauch im Zusammenhang mii dem
Aufnehmen oder Absetzen eines Betonfertigteils kann es jedoch vorkommen, daß sich der Anhängeschäkel
gegenüber dem Anschlußstück, welches den Verbindungskopf eines Ankerbolzens aufgenommen hat,
unkontrolliert so verschiebt, daß sich in der Gelenkbohrung
nicht das zugeordnete Teilstück des Schakeis, sondern einer der Schenkel befindet. Außerdem besteht
die Gefahr, daß die Seilschlaufe od. dgl. des Hebezeugs sehr weit nach unten rutscht und sich der Manipuliorarm
usw. mit der Seilschlaufe verhakt. Wird dann das Hebezeug betätigt und das Betonfertigteil aufgenommen,
so kann es an Bauteilen der Vorrichtung zu Beanspruchungen kommen, für die die Vorrichtung
insgesamt bzw. bezüglich der einzelnen Bauteile nicht ausgelegt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art so weiter
auszubilden, daß bei Betätigung der Vorrichtung eine unkontrollierte Verschiebung des Anhängescliäkels
gegenüber dem Anschlußstück nicht auftreten kann und zugleich eine kompakte Bauweise erreicht wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Anhängeschäkel als Stegschäkel ausgeführt ist, dessen
Steg ein Gelenkauge und das Anhängeauge trennt, daß der Manipulierarm im wesentlichen tangential an das
Anschlußstück angeformt und aus zwei Manipulierarmwangen aufgebaut ist, daß der Sicherungsbolzen
bogenförmig ausgeführt und im Anschlußstück in eine bogenförmige Ausnehmung geführt sowie bi■■ der
Entsicherungsbewegung zwischen die Manipulkrarmwangen einführbar ist und daß die einzelnen Teile so
dimensioniert sind, daß das Anschlußstück mit seinem Manipulierarm und dem oberen Ende des Sicherungsbolzens durch das Gelenkauge hindurchschwenkbar ist.
In Gegensatz zu der bekannten Ausführungsform,
bei der der Sicherungsbolzen als gerader Bolzen ausgeführt ist, der in Entsicherungsstellung vorkragt,
wird bei dieser Ausführungsform der Erfindung erreicht,
daß der Sicherungsbolzen in entsicherter Stellung gleichsam zwischen den Manipulienrmwangen verschwunden
ist Im Ergebnis kann also mit einem im Durchmesser sehr kleinen Gelenkauge gearbeitet
werden. Damit so ausgebildeter Sicherungsbolzen nicht verkantet, weist die bogenförmige Ausnehmung zur
Führung des Sicherungsbolzens nach einer vorteilhaften Weiterbildung, der Erfindung einen parallel zur
Schwenkachse des Sicberungsbolzens langgestreckten, ζ. B. ovalen Querschnitt auf, wobei der Sicherungsbolzen
entsprechend geformt oder aus zwei parallelen Sicherungsbolzenbögen zusammengesetzt ist Gerade
die Ausführungsform aus zwei Sicherungsbolzenbögen bringt einen weiteren Vorteil, weil die Enden dieser
Sicherungsbolzenbögen in Sicherungsstellurg im Seitenbereich
des Verbindungskopfes des Ankerbolzens liegen und dort besonders sicherungswirksam sind.
Nach einer weiteren Ausgestaltung ist der Sicherungsbolzen seinerseits zumindest in gesicherter Stellung
arretierbar.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung ausführlicher erläutert Es zeigt
F i g. 1 die Ansicht einer erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung mit zugeordnetem Ankerbolzen in
Laststellung,
Fig.2 einen Schnitt in Richtung A-A durch den
Gegenstand nach Fig. 1,
F i g. 3 ausschnittsweise eine andere Ausführungsform des Gegenstandes der Fig. 1, teilweise aufgebrochen,
und
F i g. 4, 5 und 6 den Gegenstand der F i g. 1 und 2 in verschiedenen Funktionsstellungen.
Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung dient zum Anhängen eines Betonfertigteils an ein Hebezeug.
Sie besteht in ihrem grundsätzlichen Aufbau aus einem zum Einbetonieren in das Betonfertigteil eingerichteten
Ankerbolzen 1 mit Schaft 2 und Verbindungskopf 3 und aus einem daran anschließbaren, balligen Anschlußstück
4. Von dem balligen Anschlußstück 4 kragt ein Manipulierarm 5 vor (Fig.2). Das Anschlußstück 4
bestilzt fernerhin eine kreisbogenförmig geführte Schlitznut 6, welche im Querschnitt der Form des
Verbindungskopfes 3 angepaßt ist Sie ist an einem Ende mit einer Einführungsausnehmung 7 für den Verbindungskopf
3 versehen, während der Schaft 2 des Ankerbolzens 1 in der Schlitznut 6 geführt ist. Das
Anschlußstück 4 weist im Bereich seiner Mitte eine Gelenkbohrung 8 auf. Diese verläuft orthogonal zur
Ebene der Schlitznut 6. In die Gelenkbohrung S ist ein als Stegschäkel 9 ausgebildeter Anhängeschäkel 9 für
das Anschlagen des schon erwähnten Hebezeugs gelenkig eingesetzt Die Einführungsausnehmung 7 ist
durch einen verschiebbaren Sicherungsbolzen 10 verschließbar.
Der Stegschäkel 9 weist einen Steg 11, ein Gelenkauge 12 und ein Anhängeauge 13 auf. Aus einer
vergleichenden Betrachtung der Fig.4 bis 6 wird deutlich, daß das Anschlußstück 4 mit seinem Manipujierarm
5 durch das Gelenkauge 12 hindurrhschwenkbar ist Das Gelenkauge 12 besitzt im Ausführungsbeispiel
ίο einen Durchmesser D, der etwa dem des balligen
Anschlußstückes 4 entspricht Dieser Durchmesser D kann deshalb besonders klein sein, weil der Sicherungsbolzen
10 bogenförmig ausgeführt und im Anschlußstück 4 in einer bogenförmigen Ausnehmung 14 geführt
ist sowie bei seiner Entsicherungsbewegung zwischen Manipulierarmwangen 15 einführbar ist die einen
Hebelarm definieren, der im wesentlichen tangential an das Anschiußstück 4 angeformt ist Die bogenförmige
Ausnehmung 14 zur Führung des Sicherungsbolzens 10 kann parallel zur Schwenkachse des Sicherungsbolzens
10 einen langgestreckten, z.B. ovalen Querschnitt aufweisen und folglich einen entsprechend geformten
Sicherungsbolzen 10 führen. Dieser ist gemäß F i g. 3 aus zwei parallelen Sicherungsbolzenbögen 10a, lOözusammengesetzt
— Arretierungseinrichtungen für den Sicherungsbolzen 10 sind zweckmäßig, wurden aber
nicht gezeichnet.
In den F i g. 4, 5 und 6 entspricht die F i g. 4 praktisch der F i g. 2. Sie zeigt die erfindungsgemäß ausgebildete
Vorrichtung mit aufgenommener Last in Form eines Betonfertigteils. Fig.5 erläutert die Zusammenhänge
nach Absetzen der Last. Über geeignete Zugmittel wird einerseits der Manipulierarm 5 und damit das
angeformte Anschlußstück 4 in Richtung des zugehörigen Pfeiles bewegt, andererseits der Sicherungsbolzen
10 gezogen, der jedenfalls zwischen den Manipulierarmwangen 15 gleichsam verschwindet und folglich die
Schwenkbewegung des Anschlußstückes 4, bei der sich der Manipulierarm 5 durch das Gelenkauge 12
hindurchbewegt nicht beeinträchtigen kann. Fig.6 zeigt die Verhältnisse unmittelbar nach Abnehmen des
Anschlußstückes 4 vom Verbindungskopf 3 des Ankerbolzens 1. Betrachtet man die Fig.4, 5 und 6 in
umgekehrter Reihenfolge, so erkennt man die Zusammenhänge, die zum Aufsetzen des Anschlußstückes 4
auf den Verbindungskopf 3 eines Ankerbolzens 1 erforderlich sind.
In Fig.2 ist die Ausnehmung 14 zur Führung des
Sicherungsbolzens 10 mit einer Vertiefung 16 versehen. Auf der anderen Seite ist ein Höcker 17 vorgesehen. Die
Anordnung ist insgesamt so getroffen, daß der Sicherungsbolzen 10 mit seiner Kante 18 in der
Vertiefung 16 gehalten ist und angehoben werden muß, um gelöst zu werden. Entsprechend läßt sich die
Ausführungsform nach F i g. 3 einrichten.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Anhängen eines Betonfertigteils an ein Hebezeug, bestehend aus einem zum
Einbetonieren in das Betonfertigteil eingerichteten Ankerbolzen mit Schaft und Verbindungskopf und
aus einem daran anschließbaren, balligen Anschlußstück, von dem ein Manipulierarm vorkragt, wobei
das Anschlußstück eine lcreisbogenförmig geführte Schlitznut aufweist, die im Querschnitt der Form des
Verbindungskopfes angepaßt sowie an einem Ende mit einer Einführungsausnehmung für den Verbindungskopf
versehen ist, während der Schaft des Ankerbolzens in der Schlitznut geführt ist, wobei
ferner das Anschlußstück im Bereich seiner Mitte eine Geleckbohrung aufweist die orthogonal zur
Ebene der Schlitznut verläuft und in die ein Anhängeschäkel mit einem Anhängeauge für das
Anschlagen des Hebezeugs gelenkig eingesetzt ist, wobei endlich die Schlitznut im Bereich der
Einführungsausnehmung durch einen verstellbaren Sicherungsbolzen verschließbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Anhängeschäkel als Stegschäkel (9) ausgeführt ist, dessen Steg (11) ein
Gelenkauge (12) und das Anhängeauge (13) trennt, daß der Manipulierarm (5) im wesentlichen tangential
an das Anschlußstück angeformt und aus zwei Manipulierarmwangen (15) aufgebaut ist, daß der
Sicherungsbolzen (10) bogenförmig ausgeführt und im Anschlußstück (4) in einer bogenförmigen
Ausnehmung (14) geführt sowie bei der Entsicherungsbewegung zwischen die Manipulierarmwangen
(15) einführbar ist und daß die einzelnen Teile so dimensioniert sind, daß das Anschlußstück (4) mit
seinem Manipulierarm (5) und dem oberen Ende des Sicherungsbolzens (10) durch das Gelenkauge (12)
hindurchschwenkbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bogenförmige Ausnehmung (14)
zur Führung des Sicherungsbolzens (10) einen parallel zur Schwenkachse des Sicherungsbolzens
(10) langgestreckten, z. B. ovalen Querschnitt aufweist und der Sicherungsbolzen (10) entsprechend
geformt oder aus zwei parallelen Sicherungsbolzenbögen (10a, iOb) zusammengesetzt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sicherungsbolzen (10)
seinerseits zumindest in gesicherter Stellung arretierbar ist.
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| DE19803012278 DE3012278C2 (de) | 1980-03-29 | 1980-03-29 | Vorrichtung zum Anhängen eines Betonfertigteiles an ein Hebezug |
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