-
Die
Erfindung betrifft ein Anschlagmittel mit einem Ankerteil, das mit
einer zur bewegenden Last verbindbar oder verbunden ist, und mit
einem Anlageteil mit mindestens einer Übertragungsfläche
für den Angriff eines Lasthebemittels.
-
Anschlagmittel
dieser Art sind bekannt. Die
DE 197 31 41 U1 offenbart beispielsweise
ein Anschlagmittel dieser Art, das in ein zu transportierendes Betonfertigteil
eingebettet ist. Ein Vorteil derartiger Anschlagmittel besteht darin,
dass sich die Handhabung einfach und bequem gestaltet, weil die
Verhakung für das Anhängen des Lasthebemittels
durch Umgreifen der am Anschlagmittel befindlichen Übertragungsfläche
durch eine konkave Trägerfläche des Lasthebemittels
gebildet wird. Maßnahmen wie das Betätigen von
Verschraubungen oder dergleichen entfallen. Somit lassen sich Verhakung
und Enthakung auf ähnlich bequeme Weise bewerkstelligen, wie
dies beim Anhängen oder Aushängen der Lasthaken
von Kränen oder ähnlichen Hebezeugen an Anhängeösen
der zu manipulierenden Lasten der Fall ist.
-
Die
bekannten Anschlagmittel dieser Art sind jedoch auf spezielle Einsatzzwecke
ausgelegt, wie dies bei der Handhabung von Betonfertigteilen der Fall
ist, wo die Wirkungslinie der Zugkraft zwischen Anschlagmittel und
Lasthebemittel einer vorgegebenen Zugrichtung entspricht, bei der
sich für den Angriff der Trägerfläche
des Lasthebemittels an der Übertragungsfläche
des Anschlagmittels eine bestimmte Angriffsstelle ergibt, so dass
bei der gegebenen Konkavität keine Gefahr der Enthakung
besteht.
-
Ausgehend
von diesem Stand der Technik stellt sich die Erfindung die Aufgabe,
ein Anschlagmittel dahingehend zu verbessern, dass unter Beibehaltung
der Vorteile der bequemen Bedienbarkeit eine betriebssichere Benutzung
auch für universellere Einsatzzwecke möglich ist,
insbesondere bei von Fall zu Fall unterschiedlichen Zugrichtungen
von am Anschlagmittel angreifenden Zugkräften.
-
Erfindungsgemäß ist
diese Aufgabe durch ein Anschlagmittel gelöst, das die
Merkmale des Patentanspruches 1 in seiner Gesamtheit aufweist.
-
Danach
besteht eine wesentliche Besonderheit der Erfindung darin, dass
die Übertragungsfläche zumindest teilweise konvex
gekrümmt ausgebildet oder durch Flächenareale
gebildet ist, die am Anlageteil von einer konvex gekrümmten
Einhüllenden umschrieben sind. Durch die Zusammenwirkung
mit einer zugeordneten Konkavität einer Trägerfläche des
Lasthebemittels erfolgt die Lastübertragung daher über
eine kugelgelenkartige Verbindung, die bei unterschiedlichen Zugrichtungen
im Wesentlichen querkraftfrei ist. Das Übergreifen der Übertragungsfläche
am Anschlagmittel durch eine die Trägerfläche definierende
Konkavität am Lasthebemittel bietet somit Sicherheit gegen
Enthaken, ungeachtet, an welcher Stelle die Wirkungslinie der Zugkraft
die gewölbte Übertragungsfläche am Anschlagmittel
schneidet.
-
Zur
Realisierung dieser Gestaltung kann das Anlageteil in der Art eines
Sphäroides ausgebildet sein. Unter dem Begriff „Art
eines Sphäroides” ist im vorliegenden Zusammenhang
nicht nur ein im strengen Sinne sphärischer Körper,
wie eine glatte Kugel oder Halbkugel, zu verstehen, sondern jeder
kugelähnliche gewölbte Körper, möglicherweise
auch mit in Teilbereichen ovalem Querschnitt, oder in Form eines
kugelähnlichen Körpers, der an seiner Oberfläche
konturiert ist, beispielsweise gerippt oder gerillt, wobei die Gipfelbereiche
von einer konvex gekrümmten Einhüllenden umschriebene
Flächenareale bilden.
-
Die Übertragungsfläche
kann insbesondere auch eine einen Teil eines Kugelkörpers
bildende Kugelfläche sein, die mit einer Art Kugelhaken
am Lasthebemittel zusammenwirken kann, an dem die Trägerfläche
durch Teile einer Kugelkalotte gebildet ist.
-
Bei
besonders vorteilhaften Ausführungsbeispielen ist die Kugelfläche
an einem das Anlageteil bildenden Kugelteil gebildet, das über
das Ankerteil mit der Last verbindbar ist. Ebenso kann jedoch bei Bauteilen,
die von vornherein für die Handhabung mit einem erfindungsgemäßen
Anschlagmittel vorgesehen sind, dessen Ankerteil unmittelbar an
der Last angeformt sein.
-
Die
Anordnung kann auch so getroffen sein, dass die die Übertragungsfläche
bildenden, von einer konvex gekrümmten Einhüllenden
umschriebenen Flächenareale voneinander durch im Anlageteil
zurückgenommene Flächenareale voneinander abgesetzt
sind. Der Angriff der Trägerfläche des Lasthebemittels
erfolgt somit an Flächenarealen am Anlageteil, zwischen
denen sich vertiefte Bereiche befinden. Diese Bereiche können
bei einem Einsatz des Anschlagmittels unter ungünstigen
Umgebungsbedingungen, insbesondere wenn eine starke Verschmutzungsgefahr
besteht, Aufnahmeräume für Partikel, wie Sand,
Ruß, Späne oder dergleichen bilden.
-
Diesbezüglich
kann die Anordnung so getroffen sein, dass voneinander abgesetzte
Flächenareale am Anlageteil durch Ringrippen gebildet sind,
die, bezogen auf die Achse des Ankerteiles, in Radialebenen im Abstand
voneinander verlaufen, und/oder durch Ringabschnitte bildende Rippen
gebil det sein, die vom Ankerteil ausgehend zueinander divergierend
verlaufen und durch Vertiefungen voneinander getrennt sind. Es kann
auch ein Muster aus Rippen und Vertiefungen vorgesehen sein, beispielsweise
indem in Radialebenen verlaufende Rippen durch Vertiefungen unterbrochen
sind, die vom Schaftteil ausgehend zueinander divergierend verlaufen
und die Rippen unter rechtem Winkel schneiden.
-
Bei
Ausführungsbeispielen, bei denen das Anlageteil über
ein Ankerteil mit der Last verbindbar ist, ist als Ankerteil vorzugsweise
ein an einer Außenfläche der mit ihm verbundenen
Last vorstehendes Schaftteil vorgesehen, an das sich endseitig das
mit ihm einstückig verbundene Kugelteil anschließt.
Bei an der Außenfläche der Last vorstehendem Kugelteil, sei
es dass das Kugelteil endseitig an ein Schaftteil anschließt
oder an der Last unmittelbar angeformt ist, eröffnet sich
die Möglichkeit eine Last auch seitlich anzuschlagen, d.
h. mit einer parallel zur Außenfläche der Last
verlaufenden Zugrichtung. Die Erfindung zeichnet sich durch besonders
vielfältige Einsatzmöglichkeiten aus.
-
Bei
vorteilhaften Ausführungsbeispielen endet das Schaftteil
in einem mit der Last verschraubbaren Gewindezapfen. Das Anschlagmittel
ist dadurch besonders einfach und sicher an zu transportierenden
Lasten anbringbar und nach Beendigung der Transportmaßnahmen
von der Last bequem abnehmbar, so dass es gegebenenfalls für
eine Wiederverwendung zur Verfügung steht.
-
Bei
besonders vorteilhaften Ausführungsbeispielen weist das
Schaftteil an dem dem Kugelteil benachbarten Ende des Gewindezapfens
eine Erweiterung in Form eines Bundes auf, dessen Durchmesser größer
ist als derjenige des Gewindezapfens und der eine Abstützfläche
für die Anlage an der Außenseite der mit dem Gewindezapfen
verschraubten Last bildet. Dadurch ist das Schaftteil gegen Biegemomente wirksam
abgestützt, die auftreten, wenn Lastkräfte mit
Zugrichtungen angreifen, die zur Achse des Schaftteiles im Winkel
geneigt sind. Wie bereits erwähnt, eignet sich die Erfindung
für die Übertragung von Lastkräften,
die sogar 90 Grad zur Achse des Schaftteiles des Anschlagmittels
gerichtet sein können.
-
Vorzugsweise
hat der Durchmesser des Bundes etwa die doppelte Größe
des Durchmessers des Gewindezapfens, und der Durchmesser des Kugelkörpers
des Kugelteiles hat vorzugsweise ebenfalls etwa die doppelte Größe
des Durchmessers des Gewindezapfens.
-
Das
erfindungsgemäße Anschlagmittel kann auch, ohne
dass es mit einer Last in unmittelbarer Verbindung ist, zum Einsatz
kommen. Diesbezüglich kann die Anordnung so getroffen sein,
dass das Schaftteil des Anschlagmittels mit einem Lasthaken verbunden
ist, wie er üblicherweise an Kranseilen oder -ketten angebracht
ist und zum Anhängen von Lastgeschirren oder dergleichen
dient.
-
Gegenstand
der Erfindung ist auch ein Lasthebesystem für die Benutzung
mit einem erfindungsgemäßen Anschlagmittel, wobei
das Lasthebesystem die Merkmale des Patentanspruches 12 in seiner Gesamtheit
aufweist. Danach weist das System als Besonderheit einen am Lasthebemittel
vorgesehenen Kugelhaken mit einem Kugelträgergehäuse
auf, in dem die Trägerfläche durch Teile einer
Kugelkalotte gebildet ist.
-
Bei
besonders vorteilhaften Ausführungsbeispielen kann das
Kugelträgergehäuse einen Aufnahmeraum aufweisen,
der beim Zustand der Verhakung mit dem Anschlagmittel das Kugelteil
und das angrenzende Schaftteil umgibt.
-
Ein
derartiges Gehäuse kann glockenartig mit einem dem Bodenteil
entgegengesetzten Oberteil gestaltet sein, an dem sich eine Angriffsstelle
für die vom Lasthebemittel erzeugte Zugkraft, beispielsweise
in Form einer Kette oder eines Seiles, befindet, wobei die Wirkungslinie
der Zugkraft eine von Bodenteil zu Oberteil verlaufende Hauptachse
des Kugelträgergehäuses definiert. Hierbei kann
die Anordnung so getroffen sein, dass Aussparungen für
Bewegungen des Anschlagmittels ins Innere des Kugelträgergehäuses
sowie aus diesem heraus eine zur Hauptachse senkrechte Bewegungsrichtung
vorschreiben. Dadurch ist ein Kugelhaken gebildet, bei dem die Verhakung
durch eine zur Hauptachse des Kugelträgergehäuses
quer verlaufende Bewegung relativ zum Anschlagmittel zustande kommt.
-
Die
hierfür vorgesehenen Aussparungen im Kugelträgergehäuse
können durch einen Schlitz im Bodenteil mit einer den Durchtritt
des Schaftteiles des Anschlagmittels ermöglichenden Breite
und einen sich an den Schlitz anschließenden Durchbruch in
der Seitenwand gebildet sein, der den Durchtritt des Kugelteiles
des Anschlagmittels ermöglicht.
-
Während
unter Last ein Austritt des Kugelteiles aus dem Kugelträgergehäuse
aufgrund der Formgebung der zusammenwirkenden Flächen ausgeschlossen
ist, kann Vorsorge dafür getroffen sein, dass beim Zustand
fehlender Lastkraft keine ungewollte Enthakung stattfindet. Hierfür
kann bei besonders vorteilhaften Ausführungsbeispielen
am Oberteil des Kugelträgergehäuses eine um eine
zur Hauptachse und zur Längsrichtung des Schlitzes senkrechte
Achse schwenkbare Klappe vorgesehen sein, die in eine den Durchbruch
teilweise sperrende Stellung zur Sicherung des Verhakungszustandes
oder in eine den Durchbruch freigebende Stellung bewegbar ist, wobei
vorzugsweise die Klappe in die sperrende Stellung vorgespannt ist.
-
Bei
weiter abgewandelten Ausführungsbeispielen ist das Kugelträgergehäuse
nicht als einheitlicher Glockenkörper gebildet, sondern
die Anordnung ist so getroffen, dass das Oberteil des Kugelträgergehäuses
eine mit der Angriffsstelle für die vom Lasthebemittel
erzeugte Zugkraft verbundene Schwenklagerung für zwei schalenförmige
Gehäusehälften bildet, die zwischen einer auseinandergeklappten
Enthakungsposition und einer aneinander angeklappten Verhakungsposition
schwenkbar sind, bei der der Aufnahmeraum gebildet ist, der beim
Zustand der Verhakung das Kugelteil des Anschlagmittels unter Freilassung
lediglich des an das Kugelteil angrenzenden Schaftabschnittes umgibt.
Bei einem solchen Ausführungsbeispiel sind zur Bildung
der Trägerfläche an den Innenseiten der Schalenkörper Kugelkalottenteile
für die Zusammenwirkung mit der Übertragungsfläche
des im Aufnahmeraum befindlichen Anschlagmittels ausgebildet.
-
Nachstehend
ist die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen im
Einzelnen erläutert. Es zeigen:
-
1 eine
gegenüber einer praktischen Ausführungsform leicht
verkleinert dargestellte, perspektivische Schrägansicht
eines ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Anschlagmittels benutzenden Lasthebesystems, wobei der Zustand der Verhakung
dargestellt ist;
-
2 eine
gegenüber einer praktischen Ausführungsform leicht
vergrößert gezeichnete Seitenansicht lediglich
des Anschlagmittels;
-
3 eine
in perspektivischer Schrägansicht und mittig längs
aufgeschnitten gezeichnete Darstellung des in 1 gezeigten
Verhakungszustandes, wobei die Schnittebene in Längsrichtung
eines Schlitzes verläuft, der im Bodenteil eines Kugelträgergehäuses
ausgebildet ist;
-
4 eine
der 1 ähnliche Darstellung des Verhakungszustandes,
wobei das Anschlagmittel an einer Seitenwand einer Last zugänglich
ist;
-
5 eine
perspektivische Schrägansicht eines unter Benutzung des
Ausführungsbeispieles des Anschlagmittels gebildeten Gehänges;
-
6 eine
gegenüber 5 in größerem Maßstab
gezeichnete Teildarstellung lediglich des in 5 mit IV
bezeichneten Bezirks;
-
7 eine
annähernd in natürlicher Größe gezeichnete
Seitenansicht des Anschlagmittels gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Er findung, angebracht
an einem für die Zusammenwirkung mit einer Last vorgesehenen
Lasthaken;
-
8 eine
der 1 ähnliche Darstellung des Verhakungszustandes,
wobei ein abgewandeltes Beispiel eines Kugelträgergehäuses
in perspektivischer Schrägansicht dargestellt ist;
-
9 einen
halbseitigen Längsschnitt des in 8 dargestellten
Verhakungszustandes;
-
10 einen
stark vergrößert gezeichneten Teilausschnitt des
in 9 mit X bezeichneten Bezirks;
-
11 eine
perspektivische Schrägansicht lediglich einer abgewandelten
Ausführungsform eines Kugelträgergehäuses;
-
12 einen
der 9 ähnlichen, halbseitigen Längsschnitt
des Verhakungszustandes des Kugelträgergehäuses
von 11 und des verhakten Anschlagmittels;
-
13 eine
stark vergrößerte Teildarstellung lediglich des
in 11 mit XIII bezeichneten Bezirkes;
-
14 eine
Seitenansicht einer weiter abgewandelten Ausführungsform
eines Kugelträgergehäuses in teilweise geöffnetem
Zustand vor der endgültigen Verhakung mit dem erfindungsgemäßen
Anschlagmittel;
-
15 den
Zustand der vollständigen Verhakung des Kugelträgergehäuses
von 14 mit dem Anschlagmittel und
-
16 bis 18 perspektivische
Schrägansichten dreier weiterer Ausführungsbeispiele
des Anschlagmittels.
-
Ein
in 1 als Ganzes mit 1 bezeichnetes Lasthebemittel
weist ein metallisches Kugelträgergehäuse 3 auf,
das am oberen Ende durch ein Oberteil 5 geschlossen ist,
das mit dem übrigen Gehäuse einstückig
als kreisrunde Deckelplatte geformt ist, die im Abstand voneinander
nach oben vorspringende schenkelartige Ansätze 7 aufweist,
zwischen denen eine Angriffsstelle für eine als Zugmittel
dienende Stahlkette 9 gebildet ist. Vom runden Oberteil 5 erstreckt
sich eine eine Art Glockenmantel bildende Seitenwand 11 zu
einem Bodenteil 13 des Kugelträgergehäuses 3 hin.
Innerhalb der Seitenwand 11 ist zwischen Oberteil 5 und
Bodenteil 13 ein Aufnahmeraum 15 gebildet, der
sich vom Oberteil 5 gegen das Bodenteil 13 hin
näherungsweise kreiszylindrisch erstreckt, wobei die Kreiszylinderform
jedoch vor der Innenseite des Bodenteils 13 endet. Von
diesem unteren Ende der Kreiszylinderform ausgehend, bildet das
Innere des Bodenteiles 13 die konkave Trägerfläche
für die Zusammenwirkung mit der konvexen Übertragungsfläche
eines zugeordneten Anschlagmittels 17, worauf unten, mit
besonderem Bezug auf 2 und 3, näher
eingegangen wird. Die 2 zeigt in gesonderter Darstellung
das als Ganzes mit 17 bezeichnete Anschlagmittel gemäß dem
hier zu beschreibenden Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das
Anschlagmittel 17 ist ein einstückiges, rotationssymmetrisches
Metallteil und weist drei Hauptteile auf, nämlich einen
kreisrunden Schaftteil 19 mit einem sich am in der Zeichnung
oben liegenden Ende anschließenden Kugelteil 21 und
einem sich am anderen, unten liegenden Ende anschließenden
Gewindezapfen 23.
-
Am Übergang
des Schaftteiles 19 in den Gewindezapfen 23 befindet
sich ein einen kreisrunden Ringflansch bildender Bund 25,
dessen Durchmesser beim gezeigten Beispiel größer
ist als der Durchmesser des Kugelteiles 21 und etwa doppelt
so groß ist wie der Durchmesser des Gewindezapfens 23.
An seiner dem Gewindezapfen 23 zugekehrten Unterseite bildet
der Bund 25 eine ebene Ringfläche, auf deren Funktion
unten eingegangen wird. Der Kugelteil 21 bildet, bezogen
auf einen auf der Hochachse 29 gelegenen Krümmungsmittelpunkt 31,
einen Teil eines Kugelkörpers 33, der sich, vom
Ende des Schaftteiles 19 ausgehend, bis zu einem Ringbereich 35 erstreckt,
wo die Krümmung gegenüber dem seitherigen Kugelradius
in einen Krümmungsradius übergeht, der beim gezeigten
Beispiel um den Faktor 2,5 kleiner ist als der Radius des Kugelkörpers 33. Am
Ende dieses stärker gekrümmten Teiles 37 schließt
sich eine ebene Abflachung 39 als Endfläche des
Kugelteiles 21 an.
-
3 zeigt
den Zustand der Verhakung des Lasthebemittels 1 mit dem
Anschlagmittel 17, das mittels seines Gewindezapfens 23 mit
einer Last 41 so verschraubt ist, dass das Schaftteil 19 an
der ebenen Außenseite 43 der Last 41 vorsteht.
Wie aus 1 und 3 ersichtlich
ist, liegt hierbei die Ringfläche 27 am Bund 25,
der eine Erweiterung des Schaftes 19 bildet, an der Außenseite 43 der
Last 41 als Abstützfläche an. Zur Bildung
der Verschraubung zwischen Gewindezapfen 23 und Last 41 weist
der Bund 25 beim gezeigten Beispiel zwei diametral gegenüberliegende
Abflachungen 45 auf, die das Festdrehen der Verschraubung
mittels eines Drehwerkzeuges, beispielsweise Gabelschlüssels,
ermöglichen. Alternativ könnte an der kopfseitigen
Abflachung 39 ein Innen- oder Außensechskant vorgesehen
sein.
-
Die
Gestaltung der Innenseite des Bodenteils 13 des Kugelträgergehäuses 3 ist
aus 1 und 3 erkennbar. Wie ersichtlich,
befindet sich im Bodenteil 13 ein zentraler, durchgehender
gerader Schlitz 47, dessen Weite geringfügig größer
als der Durchmesser des Schaftteiles 19 des Anschlagmittels 17 ist.
Der Schlitz 47 bildet so eine Einführbahn, längs
deren das Anschlagmittel 17 ins Innere des Aufnahmeraumes 15 einführbar
ist. Damit dies möglich ist, schließt sich an
dem einen Eingangsbereich bildenden Ende 49 des Schlitzes 47 ein
in der Seitenwand 11 des Kugelträgergehäuses 3 ausgebildeter Durchbruch 51 an,
der eine Art rundes Fenster bildet, das sich bis in die Nähe
des Oberteiles 5 erstreckt. Die Fenstergröße
dieses Durchbruchs 51 ist so gewählt, dass, wenn
der Schaft 19 des Anschlagmittels 17 entlang des
Schlitzes 47 eingeführt wird, der Kugelteil 21 durch
den Durchbruch 51 hindurch in den Aufnahmeraum 15 eintreten
kann.
-
Wie
bereits erwähnt, ist die Innenseite des Bodenteiles 13 so
geformt, dass konkave Flächenteile vorhanden sind, die
für die Anlage der konvexen Übertragungsfläche 34 des
Anschlagmittels 17 eine Trägerfläche
zur Zugkraftübertragung bilden. Zu diesem Zweck schließen
sich zu beiden Seiten des Schlitzes 47 an diesen jeweils
Teile einer Kugelkalotte 53 an, die an die Übertragungsfläche 34 am
Kugelkörper 21 des Anschlagmittels 17 so
angepasst sind, dass unter Last eine Kupplungsverbindung in der
Art einer Kugelgelenkanordnung zwischen Kugelteil 21 des
Anschlagmittels 17 und dem Kugelträgergehäuse 3 gebildet
ist. Das Zusammenwirken der Konvexität am Anschlagmittel 1 mit
der Konkavität am Kugelträgergehäuse 3 ermöglicht
nicht nur die sichere Kraftübertragung bei beliebigen Drehstellungen
des Kugelträgergehäuses 3 relativ zum
Anschlagmittel 17, sondern auch bei unterschiedlichen Neigungswinkeln
zwischen Hauptachse des Kugelträgergehäuses 3 und
der Achse 29 des Anschlagmittels 17, wobei sich
dessen Schaft 19 innerhalb des Schlitzes 47 des
Kugelträgergehäuses 3 bewegt. Diese Zusammenwirkung
von Kugelteil 21 und Kugelkalottenflächen 53 verhindert
unter Last ein Enthaken durch das formschlüssige Umfassen
der wirksamen Fläche des Kugelkörpers 33,
und zwar bis zu Neigungswinkeln von über 90 Grad, so dass
eine betreffende Last 41 bei Bedarf auch seitlich in der
Weise angeschlagen werden kann, wie dies in 4 dargestellt
ist.
-
Um
ein ungewolltes Austreten des Anschlagmittels 17 aus dem
Kugelträgergehäuse 3 zu vermeiden, was
bei fehlender Lastkraft möglich wäre, ist beim
vorliegenden Beispiel eine Art Hakensicherung vorgesehen, die eine
Sperrklappe 55 vorsieht, die um eine Achse 57 schwenkbar
gelagert ist, die sich innerhalb einer Ausnehmung 59 im
Oberteil 5 senkrecht zur Hauptachse des Kugelträgergehäuses 3 und
senkrecht zur Längsrichtung des Schlitzes 47 im Bodenteil 13 erstreckt.
Die so gelagerte Klappe 55 ist in eine den Durchbruch 51 teilweise
verschließende Sperrstellung, wie sie in 1 und 3 gezeigt
ist, schwenkbar. Das Ausfahren des Anschlagmittels 17 ist
in dieser Position nicht möglich, weil bei der Ausfahrbewegung
entlang der Kalottenflächen 53 eine Relativbewegung
des Kugelteiles 21 im Aufnahmeraum 15 nach oben
hin erfolgt, so dass das Kugelteil 21 an der Klappe 55 anläuft.
Andererseits ist der Austritt dann möglich, wenn die Klappe 55 aus
der gezeigten Sperrstellung ins Innere des Aufnahmeraumes 15 hin verschwenkt
wird. Beim vorliegenden Beispiel ist die Klappe 55 in die
gezeigte Sperrstellung federnd vorgespannt. Eine im Inneren der
Ausnehmung 59 befindliche, und daher in den Fig. nicht sichtbare
Drehfeder befindet sich zu diesem Zweck auf der Achse 57.
Die 1, 4 und 6 zeigen einen
aus einer Schlitzöffnung im Oberteil 5 nach außen
vorstehenden, mit der Klappe 55 verbundenen Betätigungshebel 61,
mittels dessen die Klappe 55 gegen die Federkraft schwenkbar
ist, so das die Enthakung durchgeführt werden kann.
-
Die
Möglichkeit, Lasten 41 unter beliebiger Drehstellung
und unterschiedlicher Neigungswinkel des Kugelträgergehäuses 3 anzuschlagen,
eröffnet nicht nur die Möglichkeit, eine betreffende
Last 41 seitlich anzuschlagen, wie es in 4 gezeigt
ist, sondern ermöglicht auch die Bildung beliebiger Gehänge,
um eine betreffende Last 41, wenn es gewünscht
und/oder zweckmäßig ist, an mehreren Punkten anzuschlagen,
wie dies in 5 und 6 verdeutlicht
ist. Wie gezeigt, erfolgt der Anschlag an einer Last 41 in
Form eines Trägers oder Balkens an zwei Anschlagmitteln 17,
die an entgegengesetzten Enden der Last 41 positioniert
sind, wobei mit einem nicht gezeigten Hebezeug zwei Kugelträgergehäuse 3 über
je eine Lastkette 9 mit dem gemeinsamen Hebezeug verbunden
sind, wobei sich die Ketten 9 zueinander und zur Last 41 in
schrägem Verlauf erstrecken. Die 6 zeigt
auch eine Besonderheit gegenüber der Darstellung von 1 und 4,
nämlich dass sich zu beiden Seiten der am Oberteil 5 des
Kugelträgergehäuses 3 befindlichen Schenkel 7 ein
Betätigungshebel 61 befindet, so dass die Betätigung der
Klappe 55 von beiden Seiten her besonders bequem durchführbar
ist.
-
7 zeigt
eine Variante, bei der das Anschlagmittel 17 nicht unmittelbar
mit einer betreffenden Last zusammenwirkt, sondern mit seinem Schaftteil 19 an
einem Lasthaken 63 üblicher Bauweise befestigt
ist. Das erfindungsgemäße Lasthebesystem läßt
sich somit auch in Fällen zum Einsatz bringen, bei denen
eine betreffende Last bereits mit Mitteln wie Ösen, Schlaufen
oder dergleichen versehen ist, die an sich für einen Transport
mit normalen Kranhaken gedacht sind.
-
Während
bei dem in 1 sowie 3 bis 6 gezeigten
Kugelträgergehäuse 3 die Übertragungsfläche 53 jeweils
durch Teile der Kugelkalotte 53 selbst gebildet ist, so
dass eine großflächige Anlage an der Übertragungsfläche 34 am
Kugelkörper 21 des Anschlagmittels 17 unter
Last zustande kommt, unterscheidet sich das in 8 bis 10 gezeigte Beispiel
des Kugelträgergehäuses 3 vom zuvor beschriebenen
Beispiel dadurch, dass an den Kugelkalottenteilen 53 ein
radial nach innen vorspringendes Wellenprofil 65 ausgebildet
ist, wobei die Wellenberge 67, siehe 10,
Teilen von Kreisringen bilden, die eine Hohlkugelform umschreiben,
wobei Kreisringflächenteile die Trägerfläche
bilden, die an die die Übertragungsfläche am Anschlagmittel 17 bildende Kugelfläche 34 angepaßt
ist.
-
Die 11 bis 13 verdeutlichen
ein weiteres Ausführungsbeispiel des Kugelträgergehäuses 3,
das im Wesentlichen dem Beispiel von 8 bis 10 entspricht,
wobei jedoch anstelle des Wellenprofiles 65 aus den Kalottelflächenteilen 53 Höcker
in Form von Teilkugeln 69 vorspringen, die, wie insbesondere
aus 13 zu ersehen ist, in einem unregelmäßigen
Muster verteilt in der Fläche der Kalottenteile 53 am
Bodenteil 13 verteilt sind und mit ihren Köpfen
eine die Trägerfläche bildende Kugelfläche
umschreiben und beim Zustand der Verhakung Anlagepunkte an der Kugelfläche 34 des
Kugelteiles 21 des Anschlagmittels 17 bilden.
-
14 und 15 zeigen
ein weiter abgewandeltes Ausführungsbeispiel des Kugelträgergehäuses 3.
Anders als bei den zuvor besprochenen Beispielen ist das Kugelträgergehäuse 3 zweiteilig gestaltet
und weist zwei spiegelbildlich gleiche, schalenförmige
Gehäusehälften 71 und 73 auf.
Diese sind an einer Schwenklagerung 75 schwenkbar gelagert, die
am Gehäuseoberteil 5 in der Nähe der
die Anhängestelle für eine Kette 9 bildenden
Ansätze 7 angeordnet ist und eine Schwenkachse
definiert, die zur Hauptachse des Kugelträgergehäuses 3 senkrecht verläuft.
Der Vergleich der 14 und 15 zeigt, dass
die Gehäusehälften 71 und 73 zwischen
einer auseinander geklappten Enthakungsposition und einer aneinander
angeklappten Verhakungsposition schwenkbar sind. Der Zustand der
Verhakungsposition ist in 15 gezeigt,
wobei das Kugelteil 21 des erfindungsgemäßen
Anschlagmittels 17 im Inneren des zwischen aneinander angeklappten
Gehäusehälften 71 und 73 gebildeten
Aufnahmeraumes aufgenommen ist. 14 zeigt
den Zustand der teilweisen Verhakung, bei dem eine Gehäusehälfte 71 bereits
in die Verhakungsposition geschwenkt ist, während sich
die andere Gehäusehälfte 73 noch in der der
Enthakungsposition entsprechenden Schwenkstellung befindet. Anders
als bei den zuvor beschriebenen Beispielen, bei denen für
die Verhakung und die Enthakung eine Relativbewegung quer zur Hauptachse
erfolgen muss, um das Kugelteil 21 in den Aufnahmeraum 5 von
der Seite her einzuschieben oder heraus zu bewegen, ermöglicht
es das Beispiel von 14 und 15, dass
ein unmittelbares Übergreifen des Kugelteiles 21 von
oben her stattfinden kann, ohne dass eine Querbewegung erforderlich
ist.
-
Die
an die Bodenteile 13 angrenzende Innenseite der Gehäusehälften 71 und 73,
die die Trägerfläche für die Zusammenwirkung
mit der Übertragungsfläche 34 am Kugelteil 21 bildet,
kann durch Kugelkalottenflächen für eine flächige
Anlage an der Übertragungsfläche 34 gebildet
oder in gleicher Weise mit Kugelflächenteile umschreibenden
Vorsprüngen versehen sein, wie dies bei den Beispielen
von 8 bis 13 der Fall ist.
-
Um
die Gehäusehälften 71, 73 in
der Verhakungsposition zu sichern, ist ein metallischer Sicherungsring 77 vorgesehen,
der in 14 in einer angehobenen Freigabeposition
dargestellt ist. Bei aneinander angeklappten Gehäusehälften 71, 73 ist
der Sicherungsring 77 auf eine an der Außenseite
der Gehäusehälften 71, 73 in
aneinander angeklappter Position gebildete Zylindermantelfläche 79 verschiebbar,
wo er in einer Sicherungsposition an einem Ringwulst 81 zur
Anlage kommt.
-
Die 16 verdeutlicht
ein weiteres Ausführungsbeispiel des Anschlagmittels 17,
das sich gegenüber dem Beispiel von 2 insofern
unterscheidet, als die Übertragungsfläche für
den Angriff des Lasthebemittels am Anlageteil 21 nicht
durch eine kontinuierliche Fläche gebildet ist, wie dies
beim Beispiel von 2 in Form der Kugelfläche 34 der
Fall ist, sondern dass bei 16 am
Anlageteil 21 eine Konturierung vorgesehen ist. Beim Beispiel
von 16 sind diesbezüglich Ringrippen 85 vorgesehen,
die sich, bezogen auf die Achse 29 des Anschlagmittels 17,
in Radialebenen im Abstand voneinander erstrecken und durch Vertiefungen 89 voneinander
abgesetzt sind. Die Gipfelbereiche der Ringrippen 85 sind
von einer konvex gekrümmten Einhüllenden umschrieben,
wobei diese Einhüllende eine Kugelfläche, also
eine Sphäre, definieren kann, jedoch auch eine gewölbte,
von der Kugelform abweichende Fläche in der Art eines Sphäroides
definieren kann.
-
Das
in 17 gezeigte weitere Beispiel des Anschlagmittels 17 weist
anstelle der geschlossenen Ringrippen 85 Rippenabschnitte 87 auf,
die vom Schaftteil 19 ausgehend leicht zueinander divergierend
verlaufen und von schmäleren Vertiefungen 89 voneinander
getrennt sind. Wiederum sind die äußeren Bereiche
der Rippen 87 durch eine Einhüllende umschrieben,
die eine konvexe Krümmung aufweist.
-
Das
in 18 gezeigte weitere Ausführungsbeispiel
weist am Anlageteil 21 ein Muster aus in Radialebenen verlaufenden
Rippen 85 sowie Vertiefungen 89 auf, wobei letztere
die Rippen 85 unter im wesentlichen rechtem Winkel schneiden,
so dass ein Muster aus voneinander abgeteilten Gipfel bereichen,
die sich in Radialebenen erstrecken, gebildet ist, die von einer
konvexen Einhüllenden umschrieben sind.
-
Bei
den Ausführungsbeispielen 16 bis 18 bilden
die Vertiefungen 89 jeweils Aufnahmeräume, in denen
gegebenenfalls beim Einsatz des Anschlagmittels anfallende Verschmutzungen
aufgenommen werden können, die ansonsten hinsichtlich der
Geometrie des Zusammenwirkens zwischen Übertragungsfläche
und Trägerfläche des Lasthebemittels störend
sein könnten.
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-