DE3010772A1 - Magnetband-kassette - Google Patents
Magnetband-kassetteInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Magnetband-Kassette, insbesondere
eine Kassette, deren Magnetband eine magnetisierbare Oberfläche in Form eines dünnen Metallfilmes hat.
Es sind bereits verschiedene Arten neuer Magnetbänder
bekannt, die meistens als Metallbänder bezeichnet werden und zur Verwendung in magnetischen Aufnahme- und Wiedergabegeräten
bestimmt sind, beispielsweise in Bandaufnahaegeräten,
Videobandaufnahmegeräten (VTR) und dgl., um eine hohe Aufnahme dichte zu erzielen. Dabei kann, um ein Beispiel zu nennen, ein
dünner Metallfilm auf einer Kunststoffolie durch Aufsprühen von Kobalt-Chrom (Co-Cr) zur Verwendung als magnetisierbare
Oberfläche des Magnetbandes aufgebracht sein. Solche Bänder werden bereits verwendet. Auch ein Magnetband mit einer
magnetisierbaren Oberfläche in Form eines aufgedampften magnetischen
Filmes einer Kobaltlegierung ist bereits auf dem Markt.
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Da ein solcher dünner Metallfilm, der die magnetisierbare Oberfläche des Magnetbandes darstellt, ein guter Leiter
ist, bleibt die beim Transport des Magnetbandes im Gerät erzeugte Triboelektrizität nicht an der Stelle ihres Ursprungs
sondern wird über die ganze Bandlänge verteilt. Wenn das auf diese Weise elektrostatisch aufgeladene Magnetband ein hohes
elektrisches Potential erreicht, wird zwischen der magnetisierbaren Oberfläche und jeglichem in der Nähe des Bandes angeordneten
metallischen Element eine elektrische Entladung hervorgerufen, was Knistern verursacht.
Es ist allgemein bekannt, daß eine Bandkassette, die eine bestimmte Länge eines Magnetbandes enthält, eine obere und
eine untere aus Kunststoff geformte Piassettenhälfte aufweist,
wobei die beiden Enden des Bandes an links bzw. rechts angeordneten Naben befestigt und tun diese gewickelt sind. In der
Vorderseite der Kassette sind Schlitze oder Fenster ausgebildet, in die ein Magnetkopf, eine Andrückwalze bzw. -rolle oder
dgl. hineinbewegt werden kann, und an denen das Band in Berührung mit Führungsstiften, Führungsrollen oder Bandpolstern
in straffgespanntem Zustand entlangläuft. Ein Weg für die Entladung
der durch die triboelektrische Wirkung erzeugten elektrostatischen Aufladung des Magnetbandes befindet sich in demjenigen
Teil des Aufnahme- und Wiedergabegeräts, in dem die Kassette angeordnet ist, und kann die Andrückwalze, die Bandantriebsachse
und den Magnetkopf einschließen. Allerdings weist die Andrückwalze normalerweise Isoliermaterial, wie
Gummi auf, und kann folglich keinen Entladungsweg für die Aufladung bilden. Da außerdem die Bandantriebsachse in Anlage
an der nicht magnetischen Oberfläche des Magnetbandes angeordnet ist, wird wiederum das Entladen der Ladung an die Bandantriebsachse
verhindert. Ein Magnetkopf, der Ferritmaterial aufweist, ist nicht elektrisch leitend, während ein Magnetkopf,
der ein Permalloymaterial aufweist mit einem elektrisch nicht leitenden Harz beschichtet ist, was beides das Entladen
der elektrostatischen Aufladung an den Kopf selbst verhindert.
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Allerdings ist der Magnetkopf in einem abgeschirmten Metallgehäuse
angeordnet, welches meistens mit einer integralen Bandführung versehen ist. Polglich wird die elektrostatische
Aufladung des Bandes an die Bandführung entladen.
Die elektrostatische Aufladung kann an die Bandführung ohne jegliche Schwierigkeit entladen werden, wenn zwischen dem
Band und der Führung auf zuverlässige Weise Kontakt besteht. Sprungartige Bewegungen des Bandes während des Bandtransportes
bewirken jedoch unregelmäßigen und wiederholten Kontakt zwischen dem Band und der Bandführung und verursachen Knistern
während des Entladungsvorganges, was vom Kopf als Rauschen
aufgenommen werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, die oben genannte Schwie- '
rigkeit des Standes der Technik durch Schaffung einer Bandkassette zu vermeiden, bei der die Entladung auf einfache Weise
sichergestellt ist.
Erfindungsgemäß enthält eine Bandkassette für ein Magnetband mit einer magnetisierbaren Oberfläche in Form eines dünnen
Metallfilms ein Erdanschiußglied, welches in Anlage an der magnetisierbaren Oberfläche gehalten ist, um die darauf erzeugte
elektrostatische Aufladung durch das Erdanschlußglied an ein magnetisches Aufnahme- und Wiedergabegerät zu entladen,
wenn die Kassette im Gerät angeordnet ist.
Gemäß der Erfindung macht es die Anordnung eines Erdanschlußgliedes
möglich, jegliche elektrostatische Aufladung,, die auf dem dünnen Metallfilm erzeugt wurde, welcher die
magnetisierbare Schicht des Magnetbandes bildet, während der
ganzen Zeit zu entladen, während der die Bandkassette in Gebrauch ist. Dadurch kann kein Rauschen als Folge unregelmäßiger
Entladung einer solchen Aufladung entstehen«
Aus ge st altlingen des Erdanschlußgliedes ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Es sei noch erwähnt, daß keine besondere Einrichtung am zugehörigen magnetischen Aufnahme- und Wiedergabegerät nötig
ist, da allein das Anordnen des Erdanschlußgliedes an der Bandkassette, welches mit der Erde des Gerätes in Eingriff
treten und diese berühren kann, für die nötige Erdung sorgt. Polglich läßt sich die Magnetbandkassette gemäß der Erfindung
unmittelbar in jedem herkömmlichen magnetischen Aufnahme- und Wiedergabegerät verwenden.
Die Bandkassette enthält ein Magnetband mit einer magnetisierbaren
Oberfläche, die von einem dünnen Metallfilm gebildet ist. Die Kassette hat einen Erdanschluß, der an einem Element
eines magnetischen Aufnahme- und Wiedergabegeräts zur Anlage kommt, welches ein Erdpotential des Geräts darstellt,
wenn die Kassette in das Gerät eingegeben ist, so d!aß die möglicherweise
auf der magnetisierbaren Oberfläche entstandene elektrostatische Aufladung entladen wird.
Im folgenden ist die Erfindung mit weiteren vorteilhaften Einzelheiten anhand schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:
Pig. 1 eine Draufsicht auf eine Magnetband-Kassette gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung nach dem Entfernen
einer oberen Kassettenhälfte;
Pig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Erdanschlußglieds der Kassette gemäß Pig. 1;
Pig» 3 eine Draufsicht auf eine Magnetband-Kassette gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung nach Abnahme
einer oberen Kassettenhälfte;
Pig. 4 eine perspektivische Ansicht eines Erdanschlußgliedes der Kassette gemäß Pig. 3;
Pig. 5 eine Draufsicht auf eine Magnetband-Kassette gemäß
einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung nach dem Entfernen einer oberen Kassettenhälfte;
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Fig. 6 eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines Erdanschlußgliedes der Kassette gemäß Fig. 5|
Pig. 7 eine Draufsicht auf eine Magnetband-Kassette gemäß
noch einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung nach der Abnahme einer oberen Kassettenhälfte;
Pig. 8 eine perspektivische Ansicht eines abgewandelten Erdanschlußgliedes gemäß Fig. 2.
Figo 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Magnetband-Kassette gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung in
Draufsicht nach der Abnahme einer oberen Kassettenhälfte. Die gezeigte Kassette 1 ist eine sogenannte Kompaktkassette und
ist ähnlich aufgebaut "wie herkömmliche Kassetten dieser Art, außer daß im Innern ein elektrisch leitfähiger Hebel 15 vorgesehen
ist, der als Entladungs- oder Erdanschlußglied dient. Im einzelnen weist die Kassette 1 eine hier nicht gezeigte obere
und eine untere Kassettenhälfte 2 auf, die miteinander fluchten und aneinander anliegen und ein Gehäuse bilden. An
im wesentlichen mit einer Mittellinie ausgerichteten Stellen in symmetrischen Abständen von der Mitte der Kassette in Längsrichtung
sind in beiden Kassettenhälften hier nicht gezeigte Bohrungen ausgebildet, in denen Haben J, 4 für die Bänder drehbar
aufgenommen sind. Eine Länge eines Magnetbandes 5 ist an beiden Enden an den beiden Naben 3, 4 verankert und in Rollen
auf den Naben vorgesehen. Das Magnetband 5 erstreckt sich längs der Stirnseite der Kassette 1 in straffgespanntem Zustand,
der dadurch beibehalten wird, daß das Magnetband um Führungsstifte 6a, 6b und Führungsrollen 7a, 7b läuft. Das
Magnetband 5 weist eine Folienbasis aus einem Kunststoff auf, an dessen einer Oberfläche eine magnetisierbare Schicht in
Form eines dünnen Metallfilmes ausgebildet ist, der beispielsweise durch Beschichten, Aufdampfen oder Aufsprühen erzeugt
ist. Das Band ist so angeordnet, daß die magnetisierbare Schicht zur Anlage am Magnetkopf und an der Andrückrolle gelangt.
In der Stirnseite der Kassette 1 ist ein Schlitz oder Fenster 8 ausgebildet, in welches der hier nicht gezeigte
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Magnetkopf eines magnetischen Aufnahme- und Wiedergabegeräts
beweglich ist, außerdem sind Fenster 9a, 9b vorgesehen, in die hier nicht gezeigte Andrückrollen bewegbar sind. Zur Stirnwand
der Kassette 1 hin sind in der oberen und unteren Kassettenhälfte Öffnungen 10a, 10b und Öffnungen 12a, 12b zur Lagebestimmung
der Kassette ausgebildet, mit denen hier nicht gezeigte Bandantriebsachsen bzw. Stifte 11a, 11b des magnetischen
Aufnahme- und Wiedergabegeräts zur Lagebestimmung der
Kassette in Eingriff treten. In der Nähe des mittleren Bereichs der Stirnwand der Kassette 1 ist ein Ba.ndpolster 14 zur Anlage
an der Filiagrundseite des Magnetbandes 5 angeordnet und von
einer Blattfeder 13 abgestützt, die an einer der Kassettenhälften
angebracht ist.
Gemäß der Erfindung ist ein leitfähiger Hebel 15 auf einem Stift 16 in der Nähe der Vorderseite und zur linken Seite
der Kassette 1 hin schwenkbar angebracht, der als Entladungsoder ErdanschluSglied dient. Ein Arm des leitfähigen Hebels
ragt bis zu einer Stelle zwischen dem linken Führungsstift 6a und der Führungsrolle 7a für das Magnetband, wobei am freien
Ende des Hebels ein Kontaktstift 17 fest angebracht ist, der als leitfähiger Kontakt dient, welcher an der magnetisierbaren
Oberfläche des Magnetbandes 5 anliegt. Wie Fig. 2 zeigt, ist auf dem Stift 16 eine Torsionsfeder 18 angeordnet, deren eines
Ende mit einem Federanschlagsstift 19 in Eingriff steht, welcher
an der Kassettenhälfte 2 fest angebracht ist, während das andere Ende mit einem anderen Federanschlag 20 in Eingriff
steht, welcher als ein vom anderen Arm des leitfähigen Hebels 15 nach oben stehendes Stück ausgebildet ist, um den Hebel 15
im Uhrzeigersinn vorzuspannen. Die daraus resultierende Bewegung des Hebels 15 ist durch die Anlage des Hebels an einem
an der Kassettenhälfte 2 fest angebrachten Anschlagstift 21 begrenzt, wenn die Kassette 1 nicht im Aufnahme- und Wiedergabegerät
angeordnet ist. Wird jedoch die Kassette 1 in ein solches Gerät eingegeben, so schwenkt das freie Ende des der
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Lagebestimmung der Kassette dienenden Stiftes 11a, der eine
abgeschrägte Oberfläche hat, den leitfähigen Hebel 15 geringfügig
entgegen dem Uhrzeigersinn, wenn der Stift in die Öffnung 12a zur LagebeStimmung der Kassette eintritt. Beide Stifte
11a, 1 Tb sind aus leitfähigem Metall hergestellt und mechanisch an einem Metallkörper, "beispielsweise dem Chassis des
Geräts befestigt, so daß sie eine Erdung des Geräts darstellen.
Wenn bei Benutzung eine Kassette 1 in das Aufnahme- und Wiedergabegerät eingelegt xirird, treten die metallischen Stifte
11a, die zur Lagebestimmung der Kassette dienen und in die Aufnahmekammer des Gerätes für die Kassette hineinragen, mit
den öffnungen 12a zur LagebeStimmung der Kassette in Eingriff,
so daß die Kassette 1 ihre Stellung innerhalb des Gerätes einnimmt,
wobei die abgeschrägte Oberfläche am freien Ende des Stiftes 11a bewirkt, daß der leitfähige Hebel 15 geringfügig
entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird, wobei eine Berührung zwischen dem Hebel 15 und dem Stift 11a eingehalten wird. Hierbei
wird der an einem Ende des leitfähigen Hebels 15 fest angebrachte Kontaktstift 17 in positive Anlage an die magnetisierbare
Oberfläche des Magnetbandes 5 gebracht. Da das andere Ende des Hebels mit dem Stift 11a in Eingriff steht, ist ein
vollständiger elektrischer Entladungsweg für die elektrostatische Aufladung der magnetisierbaren Oberfläche des Magnetbandes
5 gebildet, der den Kontaktstift 17, den leitfähigen Hebel 15> den zur Lagebestimmung der Kassette dienenden Stift 11a
und das Chassis des Gerätes einschließt. Da derjenige Bereich des Magnetbandes 5, der am Magnetkopf vorbeibewegt wird, keine
elektrostatische Ladung enthält, wird folglich auch kein Knistern erzeugt, wenn das Magnetband 5 von den metallischen
Bandführungen weg und wieder mit ihnen in Berührung bewegt wird, so daß kein Rauschen auf dem Magnetband aufgezeichnet
wird.
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In Pig. 3 ist ein weiteres Aueführungsbeispiel der Erfindung
gezeigt, bei dem eine Kassette 31 mit einer elektrisch leitfähigen Blattfeder 32 versehen ist, die als Entladungsbzw. Erdanschlußglied dient. Wie auB Fig· 3 und 4 hervorgeht,
weist die Blattfeder 32 einen federnd nachgiebigen Metallstreifen
auf, der zu umgekehrter L-förmiger Gestalt gebogen ist und in der Mitte eine Biegung 32a hat, die zylindrisch geformt ist.
Die zylindrische Biegung 32a paßt auf einen ortsfesten Stift 33» welcher in der Kassettenhälfte 2 in der Nähe der linken hinteren
Ecke fest angebracht ist. Die Blattfeder 32 hat einen Arm, der sich nach vorn zur Stirnseite der Kassette 31 erstreckt,
wobei sein freies Ende zu V-förmiger Gestalt umgebogen ist, die nach rechts vorsteht. Der Scheitel des V-förmigen Abschnitts
ist in Anlage an der magnetisierbaren Oberfläche des Magnetbandes 5 angeordnet, welches sich straff um den Führungsstift
6a und die Führungsrolle 7a erstreckt. Auf diese Weise ist ein Kontakt 32b gebildet, der mit der magnetisierbaren Oberfläche
elektrisch in Berührung steht. Der andere Arm der Blattfeder 32 erstreckt sich längs der rückwärtigen Wand der Kassette
31 und ist an seinem freien Ende zu umgekehrt-V-förmiger Gestalt
umgebogen. Der Scheitel des umgekehrt V-förmigen Abschnitts bildet einen Kontakt 32c, welcher durch eine quadratische
Öffnung 34 in der Mitte der Rückwand der Kassette 31 vorsteht. Aufgrund seiner eigenen federnden Nachgiebigkeit
kann der Kontakt 32c an einer innerhalb der Kassettenaufnahmekammer des Gerätes angeordneten Blattfeder 35 zum Festhalten
der Kassette anliegen, wenn die Kassette 31 in das Gerät eingegeben ist. Die Blattfeder 35 ist aus federnd nachgiebigem
Metall geformt und an einem Metallchassis des Gerätes oder dgl. beispielsweise mittels einer Stellschraube angebracht, so
daß sie mit der Erdung des Geräts verbunden ist.
im übrigen ähnelt das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3
dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel, und einander entsprechende Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen ohne
Wiederholung der Beschreibung versehen. Bei Benutzung wird
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die Kassette 31 in das Aufnahme- und Wiedergabegerät gelegt, wobei der an der Blattfeder 32 ausgebildete Kontakt 32c an
der Blattfeder 35 zum Festhalten der Kassette zur Anlage kommt, welche im Gerät so angeordnet ist, daß sie an der
Rückseite der Kassette 31 anliegt, wodurch ein Entladungsweg von der magnetisierbaren Oberfläche des Magnetbandes 5 zum
Chassis des Gerätes gebildet wird, der die Blattfedern 32 und 35 einschließt. Folglich kann jegliche durch triboelektrische
Wirkung beim Transport des Bandes auf der magnetisierbaren Oberfläche des Magnetbandes 5 erzeugte elektrostatische Aufladung
über den Entladungsweg an das Gerät entladen werden, ohne daß es zur Erzeugung eines Funkens vom Band zu den Band-'führungen
kommt.
Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung zur Anwendung in einer Mikrokassette (Warenzeichen
der Anmelderin). Die Größe der hier gezeigten Kassette 41 entspricht nur einem Viertel der Größe der bereits beschriebenen
Kompaktkassette, während die Kassette im übrigen allgemein den gleichen Aufbau hat. So weist die Kassette eine
hier nicht gezeigte obere Hälfte und eine untere Kassettenhälfte 42 auf, die miteinander ausgerichtet sind und aneinander
anliegen und ein Gehäuse bilden. In beiden Kass-ettenhälften
sind Bohrungen gebildet, die mit der Mittellinie der Kassette in Längsrichtung fluchten und längs dieser einen Abstand
voneinander haben, und in denen zwei Naben 43, 44 für das Band drehbar angeordnet sind. Eine Länge eines Magnetbandes 45 ist
mit beiden Enden an den entsprechenden Naben 43, 44 verankert, wobei auf jeder Nabe eine entsprechende Bandrolle gebildet
ist. Das Magnetband 45 ist um Führungsstifte 46a1, 46a2,
46b1, 46b2, 56a, 56b und Führungsrollen 47a, 47b geführt, wobei
es sich straff längs der Stirnseite der Kassette 41 erstreckt. Es sei noch erwähnt, daß das Magnetband 45 auch wieder
eine magnetisierbare Oberfläche in Form eines dünnen Metallfilms hat, der auf eine Fläche einer Folienbasis aus
Kunststoff durch Beschichten, Aufdampfen oder Aufsprühen
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aufgebracht ist, wobei die magnetisierbar Oberfläche so angeordnet
ist, daß sie an einem Magnetkopf zur Anlage kommt.
In der Stirnwand der Kassette 1 sind Fenster 48a1, 48b1
ausgebildet, in die ein hier nicht gezeigter Aufnahme-/Wiedergabekopf
des Gerätes bewegbar ist, ferner Fenster 48a2, 48b2, in die ein hier nicht gezeigter Löschkopf bewegbar ist, ebenso
wie ein Fenster 49» in die eine hier nicht gezeigte Andrückrolle
bewegbar ist. In der Nähe der Stirnwand der Kassette 41 ist in der Mitte der Kassettenhälfte 42 eine Öffnung 50 ausgebildet,
die die hier nicht gezeigte Bandantriebsachse aufnimmt, ferner ein Paar Öffnungen 52a, 52b zur LagebeStimmung
der Kassette an den beiden Seiten der Öffnung 50, welche Stifte 51a» 51b zur Lagebestimmung der Kassette aufnehmen. In der
Nähe der Stirnwand der Kassette 41 ist eine Blattfeder 53 an
der Kassettenhälfte 42 fest angebracht, welche in der Nähe
ihrer beiden Enden fest angebrachte Polster 54a, 54b trägt, die an der Filmbasis des Magnetbandes 45 zur Anlage kommen.
Es sei noch erwähnt, daß die federnde Nachgiebigkeit der Blattfeder 53 durch die Anlage ihrer beiden Enden an Haltestiften
55a, 55b eingestellt ist, welche als Bandführungen für den Bandbereich längs der Stirnwand dienen, und zwar gemeinsam
mit Bandführungsstiften 56a, 56b, die an den entgegengesetzten
Seiten der Öffnung 50 angeordnet sind.
Gemäß der Erfindung ist ein leitfähiger Hebel 57 von umgekehrt L-förmiger Gestalt auf einem Stift 58 (siehe Fig.
6) schwenkbar angebracht, der in der Nähe der linken vorderen Ecke der Kassette 41 an der Kassettenhälfte 42 fest angebracht
ist. Der Hebel 57 hat die Funktion eines Entladungs- bzw« Erdanschlußgliedes. Der Hebel 57 hat einen Arm, welcher
sich in einen Raum zwischen den linken Führungsstiften 46a1,
46a2 des Magnetbandes erstreckt, wobei am freien Ende des Hebels ein Kontaktstift 59 fest angebracht ist, der als ein leitfähiger
Kontakt dient. Der Kontaktstift 59 gelangt zur Anlage an der der Filmbasis entgegengesetzten Oberfläche, nämlich an
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der magnetisierbaren Oberfläche des Magnetbandes 45. Der andere
Arm des leitfähigen Hebels 57 erstreckt sich zur linken Seite der zur Lagebestimmung -vorgesehenen öffnung 52a, wobei
von der rechten Kante dieses Armes am freien Ende ein Kontakt 57a vorsteht, der mit dem Stift 51a in Eingriff tritt, welcher
in die Öffnung 52a paßt. Die Spannung des Magnetbandes 45 während des Bandtransports erzeugt ausreichenden Druck, um den
Kontakt 57a in Anlage am Stift 51a für die Lagebestimmung zu
halten.
Wenn bei Benutzung die Kassette 41 in das Aufnahme- und
Wiedergabegerät gelegt wird, wird der metallische, zur Lagebestimmung der Kassette dienende Stift 51a, der in die Kassettenaufnahmekammer
ragt, in die zur Lagebestimmung der Kassette ausgebildete Öffnung 52a bewegt und tritt mit dem Kontakt
57a am leitfähigen Hebel 57 in Eingriff. Obwohl der leitfähige Hebel 57 in keiner Weise gedrängt wird sondern frei ist, wenn
das Gerät nicht in Betrieb ist, bewirkt die Spannung im Magnetband 45, daß der leitfähige Hebel 57 in solche Richtung geschwenkt
wird, daß der Kontakt 57a zur Anlage am Stift 51a kommt, um so immer dann auf zuverlässige Weise Kontakt zwischen
beiden aufrechtzuerhalten, wenn das Gerät in Betrieb ist. Folglich kann jegliche elektrostatische Aufladung, die
möglicherweise während des Transportes des Magnetbandes 45 erzeugt wurde, an das Gerät durch den Hebel 57 und den Stift
51a entladen werden, wobei Funken und infolgedessen Knistern zwischen dem Kopf und der Bandführung vermieden werden.
Pig. 7 zeigt noch ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem eine Kassette 61 mit einer leitfähigen
Blattfeder 62 versehen ist, wie die Kassette 31 gemäß Fig. 3.
Die Blattfeder 62 weist einen federnd nachgiebigen Metallstreifen auf, der zu umgekehrt L-förmiger Gestalt gebogen
ist und eine mittlere zylindrische Biegung 62a hat, die auf einen ortsfesten Stift 63 paßt, welcher an der Kassettenhälfte
42 in der Nähe der linken hinteren Ecke derselben fest ange-
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"bracht ist, insgesamt so wie "bereits in Pig. 3 gezeigt. Auch
hier ist ein Ende der Blattfeder 62 zu einem V-förmigen Kontakt 62"b ausgebildet, welcher mit der magnetisierbaren Oberfläche
des Magnefbandes 45 in Eingriff bringbar ist, während
das andere Ende zu einem Kontakt 62c geformt ist, der umgekehrt V-förmige Gestalt hat und durch eine öffnung 64 ragt,
die in der Mitte der hinteren Wand der Kassette 61 ausgebildet ist, so daß er an einer zum Pesthalten der Kassette dienenden
Blattfeder 65 des Gerätes anliegt.
Im übrigen ist diese Kassette 61 ähnlich aufgetaut wie
die Kassette 41 gemäß Pig. 5, und entsprechende Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen, ohne daß deren Beschreibung
wiederholt wird.
Es ist klar, daß mit der Kassette 61 infolgedessen die gleiche Wirkung und Punktion erzielt wird wie mit der Kassette
31 gemäß-Pig. 3.
Obwohl hier nur ein einziges Entladungs- und Erdanschlußglied
in der Magnetband-Kassette der einzelnen Ausführungsbeispiele
vorgesehen ist, liegt auf der Hand, daß auch zwei solche Glieder beispielsweise entlang entgegengesetzter
Seiten der Bandkassette angeordnet sein können. Während der Kontakt zwischen einem der leitfähigen Hebel und dem Kassettenführungsstift
je nach der Bewegungsrichtung des Magnet-
bandes unterbrochen werden kann, wie das bei den Anordnungen gemäß Pig. 1 und 5 geschehen kann, wird bei diesem Aufbau
Kontakt zwischen dem anderen leitfähigen Hebel und dem Kassettenführungsstift beibehalten, so daß eine zuverlässige Verbindung
zwischen der magnetisierbaren Oberfläche des Magnetbandes und Erde sichergestellt ist.
Statt zwei Erdanschlußglieder längs beider Seiten der Magnetband-Kassette vorzusehen, kann auch das Ausführungsbeispiel
gemäß Pig. 1 so abgewandelt werden, daß am leitfähigen
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Hebel in einem Bereich, in dem dieser am Stift 11a für die Lagebestimmung der Kassette anliegt, ein nach oben stehendes
Stück 15a von umgekehrt L-förmiger Gestalt ausgebildet wird, wie Pig. 8 zeigt. Auf ähnliche Weise kann das Ausführungsbeispiel
gemäß Pig. 5 abgewandelt werden, indem der leitfähige
Hebel mit einem aufrechtstehenden Stück ausgebildet wird, welches umgekehrt L-förmige Gestalt hat, so daß ein leitfähiger
Kontakt entsteht. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß das eine oder andere der aufrechtstehenden Stücke auf zuverlässige
Weise in Anlage an dem Lagebestimmungsstift für die Kassette
gehalten ist, gleichgültig in welcher Richtung das Magnetband transportiert wird. Polglich wird die Zuverlässigkeit, daß.
die magnetisierbar Oberfläche des Magnetbandes an Erde liegt, noch erhöht.
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Claims (8)
- WUESTHOFF-ν.PFCHMA-NN - V.EHRENS-GOETZ »:.-,.-, ·.-... -.w,- ·.. pC.s (:^i :,-dW!L.;.l'!'..rv.L.!r.n<i:H VC1N ti 0.1! J.! .'.N N PROFESSIONAL REPRESENTATIVES BEFORE THE EUROPEAN PATENT OFFICE DR.-ING. DIETER BEHRENSMANDATAIRES AGREES PRES l'oFFICE EUROPEEN DES BREVETS DIPL.-ING.; D1PL.--WIRTSCH.-ING. RUPERT GOETZ3010772 D-8000 MÜNCHEN 90SCHWEIGERSTRASSE 2telefon: (089) 662OJI telegramm! protectpatent Telex: 5240701A- 53 179Ansprüche'. 1. Magnetband-Kassette, deren Magnetband eine magnetisierbar Oberfläche in Form eines dünnen Metallfilms hat, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Kassette (1;31;41;61) ein Ent ladung s- und Erdanschlußglie'd (15;32;57;62) angeordnet ist, welches einen leitfähigen Kontakt (17;32b;59;62b) hat, der so angeordnet ist, daß er zur Anlage an der magnetisierbaren Oberfläche des Magnetbandes (5;45) gelangt, und daß das Entladungs- und Erdanschlußglied (15;32;57;62) beim Einlegen der Kassette (1;31;41;61) in ein magnetisches Aufnahme- und Wiedergabegerät mit einem Element (11a;35;51a;65) des Geräts, welches das Erdpotential desselben darstellt, in elektrische Berührung bringbar ist.
- 2. Kassette nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß das Entladungsund Erdanschlußglied einen schwenkbaren, lextfähigen Hebel (15;57) aufweist, der an einem Ende eines Armes einen fest angebrachten Kontaktstift (17;59) trägt, welcher den lextfähigen Kontakt darstellt, wobei das Ende des anderen Armes des Hebels so angeordnet ist, daß es mit einem zur Lagebestimmung der Kassette dienenden Stift (11a;51a) in Eingriff bringbar ist, welcher im Gerät vorgesehen ist und dessen Erdpotential darstellt.G30039/0871
- 3. Kassette nach Anspruch. 2,dadurch gekennzeichnet, daß der leitfähige Hebel (15) federnd nachgiebig in eine Richtung gedrängt ist, wobei das Ende des anderen Armes an dem zur Lagebestimmung der Kassette dienenden Stift (11a) anliegt.
- 4. Kassette nach Anspruch 2,dadurch gekennzeichne t, daß der leitfähige Hebel (57) durch die Spannung des Magnetbandes (45) während des Bandtransportes so gedrängt ist, daß das Ende des anderen Arms zur Anlage an dem zur Lagebestimmung der Kassette dienenden Stift (51a) kommt.
- 5. Kassette nach Anspruch 1,dadurch gekennze i chn'et, daß das Entladungsund Erdanschlußglied eine elektrisch leitfähige Blattfeder (32;62) aufweist, die an einem Ende zu einem gebogenen Kontakt (32b;62b), welcher als leitfähiger Kontakt dient, und am anderen Ende zu einem weiteren gebogenen Kontakt (32c;62c) ausgebildet ist, wobei der andere gebogene * Kontakt (32c;62c) sich durch eine in der hinteren Wand der Kassette (31;61) ausgebildete Öffnung (34;64) erstreckt und an einer zum Festhalten der Kassette dienenden Blattfeder (35;65) anliegt, die an diesem Teil des Gerätes vorgesehen ist und dessen Erdpotential darstellt.*- —
- 6. Kassette nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß der leitfähige Kontakt (17;32b) an der magnetisierbaren Oberfläche eines Abschnitts des Magnetbandes (5) anliegt, welcher sich in straffem Zustand um einen JPührungsstift (6a) und eine Führungsrolle (7a) für das Magnetband (5) erstreckt.·
- 7. Kassette nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß der leitfähige030039/0871- :■ - 301077?Kontakt (59;62b) an der magnetisierbaren Oberfläche eines Abschnitts des Magnetbandes (45) anliegt, welcher sich in straffem Zustand über ein Paar Pührungsstifte (46a1,46a2) für das Magnetband (45) erstreckt.
- 8. Kassette nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß ein Paar Entladungs- und Erdanschlußglieder (15;32;57;62) mit seitlichem Abstand innerhalb der Kassette (1;51;41;61) angeordnet ist.030039/0871
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