DE2115229B2 - Vorrichtung zum Abbau bzw. zur Verhinderung des Entstehens von elektrostatischen Aufladungen von Schallplatten - Google Patents
Vorrichtung zum Abbau bzw. zur Verhinderung des Entstehens von elektrostatischen Aufladungen von SchallplattenInfo
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- G11B3/00—Recording by mechanical cutting, deforming or pressing, e.g. of grooves or pits; Reproducing by mechanical sensing; Record carriers therefor
- G11B3/58—Cleaning record carriers or styli, e.g. removing shavings or dust or electrostatic charges
- G11B3/5809—Cleaning record carriers or styli, e.g. removing shavings or dust or electrostatic charges during transducing operation
- G11B3/5818—Cleaning record carriers or styli, e.g. removing shavings or dust or electrostatic charges during transducing operation for record carriers
- G11B3/5827—Cleaning record carriers or styli, e.g. removing shavings or dust or electrostatic charges during transducing operation for record carriers using means contacting the record carrier
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abbau oder zum Verhindern des Entstehens von elektrostatischen
Aufladungen von Schallplatten gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Beim Abspielen von Schallplatten tritt als Ursache unangenehmer Störungen die bekannte elektrostatische
Aufladung der Plattenoberfläche durch Reibung auf. Diese elektrostatische Aufladung kann beispielsweise
beim Herausziehen der Platte aus, der Tasche, beim Reinigen der Oberfläche von Staub mittels eines
Tuches oder einer anderen geeigneten Vorrichtung sowie beim automatischen Entfernen des Staubes aus den
Schallrillen während des Abspielvorganges mit Hilfe eines Plattenbesens auftreten.
Es hat sich gezeigt, daß diese elektrostatischen Aufladungen durch Übersprünge von Funken von der Plattenoberfläche
zum nächstliegenden metallischen Punkt des Tonabnehmers, der im allgemeinen der Nadelträeer
ist zu störenden Entladungen führen. Bei Abtasinadeln
die aus mit Metall ummantelten Diamamensteinen oder Saphiren bestehen springen die Funken bis zu
dieser Metallhülse, die leitend mit dem Nadelträger
ί verbunden ist. · >,, ,
Der Funke hat zwar nur eine kleine Wegstrecke zu überbrücken und bleibt dementsprechend schwach. Die
Folge solcher schwachen Funkenentladungen äußerst sich aber in Spannungsstößen in den Spulen des Tc.nab-
,o nehmers, die im Verstärker verstärkt und über die
Lautsprecher als Knacken und Knistern hörbar sind.
Bei anderen Tonabnehmern besteht die Nadel aus Diamanten, die aus natürlich gewachsenen Oktaedern
geschliffen und nicht mit Metallfassungen ummantelt
,s sind Bei diesen müssen die Funken eine größere Weg.
" strecke bis zum Nadelträger durchschlagen, i>ie können
daher erst überspringen, wenn die Potentialdifferen/
einen höheren Wert erreicht hat und sind dann entsprechend kräftiger. Diese Funken führen zu sehr stark hör-
ίο baren Funkenentladungen.
Diese störenden Endladungsgerauscne werden msbe
sonaere bei den modernen HiFi-Anlagen, mit denen eine praktisch naiurgetr ue Tonwiedergabe er/ielt
werden soll, als äußerst... md empfunden.
In dem deutschen Gebrauchsmuster 17 6b 291 ist bereits
eine Vorrichtung zur Entfernung von Staub. Schmutz und sonstigen Verunreinigungen aus der Tonspur
bzw. den Schallrillen von Schallplatten oder ahnlichen
Schallaufzeichnungsträgern bekanntgeworden.
welche ebenfalls dazu dienen soll, die elektrostatische
Ladung zu beseitigen, weiche beim Abspielen einer Schallplatte auf derselben entsteht, um das Anziehen
von Staubteilchen zu vermeiden. Die vorbekannie Vorrichtung
besteht im wesentlichen aus einer an einem
Tragarm befestigten Bürste aus einem Material, welches in die Schallrillen eingreifen und längs derselben
spuren kann, sowie aus einem Kissen aus einem geeigneten Fasermaterial, welches elektrisch mit dem Tragarm
verbunden und geeignet ist, die Oberfläche der Schallplatte abzukehren. Um nun dieses Kissen und gegebenenfalls
auch die Bürste leitend zu machen, müssen diese mit einer Flüssigkeit, beispielsweise mit Wasser,
befeuchtet werden. Eine derartige Maßnahme hat aber den Nachteil, daß zur wirkungsvollen Anwendung der
Vorrichtung immer eine geeignete Flüssigkeit vorhanden sein muß und daß die Anwendung einer Flüssigkeit
verhältnismäßig umständlich ist, wobei nicht ausgeschlossen werden kann, daß zuviel Flüssigkeit auf den
Träger gelangt und ein nicht erwünschtes Verschmie-
ren der Plattenoberfläche eintritt. Bei der vorbekannten
Vorrichtung handelt es sich also in erster Linie um eine Reinigungsvorrichtung von Schallplatten, deren
Kissen zur Ableitung der statischen Aufladung mit einer Flüssigkeit leitend gemacht wird.
Die vorliegende Erfindung hat sich demgegenüber zur Aufgabe gestellt, das Entstehen von elektrostatischen
Aufladungen von Schallplatten, insbesondere eine Potentialdifferenz zwischen der Schalllille am Ort
der Abtastung und dem Tonabnehmer, zu verhindern.
um störende Geräusche durch Überspringen von Funken
zwischen der Plattenoberfläche und den leitenden Teilen des Nadelträgers zu vermeiden, wobei davon
ausgegangen werden kann, daß die Platte in einem sauberen und staubfreien Zustand aufgelegt wird und bei
welcher kein Befeuchtungsmittel erforderlich ist.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch I angegebene Erfindung gelöst.
Durch die Vorrichtung gemäß der Erfindung wird
der wesentliche Voneil erreicht, daß die Plattenober-Bache
während des Abtastvorgangs und vor dem Wiedereintaschen entladen ist, wodurch Störungen
durch Funkenentladungen verrreden werden. Außerdem unterbleiben die mechanisch durch den Staub in
den Rillen ausgelösten Störungen, weil die Plattcnoberfläche
infolge ihrer Entladung keiner. Staub mehr anlieht.
An Hand der Zeichnung soll am Beispiel einer bevorlugten
Ausführungsform der Gegenstand der Erfindung naher erläutert werden. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 ein? Draufsicht auf einen Plattenspieler im
Prinzip mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung.
F i g. 2 eine Seitenansicht des Plattenspielers gemäß
Fig. 1.
Γ i g. 3 eine vergrößerte Seitenansicht des Antistatikbesens.
Wie sich aus der Zeichnung ergibt, besieht der Plattenspieler
aus einem Gehäuse 1, in welchem die Antriebs- und Steuereinrichtungen untergebracht sind.
Aus der Oberseite des Gehäuses 1 ragt die mit dem Plattenteller 2 verbundene Plattenteller 3 heraus. Der
Tonarm 4 ist üblicherweise an einem Drehpunkt 5 schwenkbar gelagert und weist an der Vorderseite das
Tonabnehmersystem 6 auf.
An einem Stiel 7 aus Metall oder Kunststoff, der auf einem schweren Fuß 8 drehbar gelagert ist, ist eine leitende
Bürste 9 befestigt. Diese Bürste ist, wie sich insbesondere aus F i g. 3 ergibt, in einem leitenden Bürstenhalter
10 befestigt. Der Stiel 7 ist auf einem Stift 11 drehbar gelagert, der in einer Führung 12 des Fußes 8
in der Höhe verstellbar ist und durch eine Feststellschraube 1.3 festgeklemmt werden kann. Der aus Metall
bestehende Stiel 7 ist ferner über ein Kabel 14 mit dem
Metallfuß 8 verbunden, in welchem sich ein Loch lä für
d?n Kabelstecker 16 befindet. Der Fuü 8 ist ferner übjr
ein Kabel 17 mit einem Massen- oder Erdpu/ikt verbunden.
In dem Metallstiel 7 können ferner mehrere Löcher
18 vorgesehen sein, um den Abstand zwischen dem Fuß 8 und der Bürste 9 zu verändern.
Ferner kann am Stiel 7 noch ein Metallgriff 19 vorgesehen
sein. Gemäß einer besonderen Ausführungsform ist am Stiel 7 ferner eine Rolle 20 aus einem geeigneten
weichen Material als Staubfänger vorgesehen.
Es ist selbstverständlich möglich, den Pinsel oder die
Bürste 9 durch ein geeignetes Tuch, beispielsweise mit einem eingewebten Metallfaden oder durch eine Rolle
aus einem lei'end gemachten Plüschstoff oder Schaumstoff, zu ersetzen.
Es ist ferner möglich, den Pinsel oder die Bürsie 9
oder eine andere geeignete ieiiende Einrichtung an einer bestimmten Stelle des Tonarmes 4 anzubringen,
jedoch sollte er sich im Bereich des Tonabnehmers 6 befinden und mit diesem so von außen nach innen über
die Platte 10 geführt werden, daß die Platte zumindest im Bereich der Abtastung von elektrostatischen Aufladungen
befreit ist. ohne daß dadurch die Abtastung der Schallrille durch den Tonabnehmer gestört wird.
Ferner kann auch am Einschub des Tonabnehmers 6 ein kleiner Pinsel befestigt werden, der auf den Rillen
aufliegt. Die Borsten dieses Pinsels bestehen aus leitendem Material und sind in geeigneter Weise mit dem
Massen- oder Erdpunkt des Tonabnehmers leitend verbunden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Abbau oder zum Verhindern des Entstehens von elektrostatischen Aufladungen
von Schallplatten während des Abspielvorgangs durch eine weiche auf der Plattenoberfläche im Bereich
des Tonabnehmers schleifende und/oder rollende elektrisch leitende Einrichtung, die mit dem
Massenpotential des Abspielgerätes oder mit dem Erdpotential des Tonabnehmers in elektrisch leitender
Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrisch leitende Einrichtung (9, 10) aus einem Material besteht, welches ganz
oder teilweise mit einem Muallwerkstoff durchsetzt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch !,dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrisch leitende Einrichiung (9, 10) an einem eigenen Halter (7) befestigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2. dadurch
gekennzeichnet, daß die elektrisch leitende Einrichtung aus einem Besen oder Pinsel (9) aus Kunststoff
besteht, der mit feinen Metallfäden durchsetzt ist, wobei die Metallfäden mit einer elektrisch ieitenden
Besenhalterung (10) verbunden sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch leitende Einrichtung
aus einem Besen oder Pinsel (9) besteht, der metallisierte künstliche oder natürliche Borsten aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch leitende Einrichtung
aus metallischen Schleifern besteht, die zwischen Tonabnehmer und Plattenoberfläche angeordnet
sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch leitende Einrichtung
aus einem Tuch besteht, welches durch einen miteingewebten Metallfaden elektrisch leitend gemacht
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch leitende Einrichtung
aus einer Rolle aus Schaumstoff, Plüsch od. dgl. besteht, welche mit feinen Metallfäden durchsetzt
ist.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19712166823 DE2166823B2 (de) | 1971-03-30 | 1971-03-30 | Schallplattenwischer zur beseitigung von elektrostatischen aufladungen einer schallplatte vor dem abspielvorgang |
| DE2115229A DE2115229B2 (de) | 1971-03-30 | 1971-03-30 | Vorrichtung zum Abbau bzw. zur Verhinderung des Entstehens von elektrostatischen Aufladungen von Schallplatten |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE2115229A DE2115229B2 (de) | 1971-03-30 | 1971-03-30 | Vorrichtung zum Abbau bzw. zur Verhinderung des Entstehens von elektrostatischen Aufladungen von Schallplatten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2115229A1 DE2115229A1 (de) | 1972-10-12 |
| DE2115229B2 true DE2115229B2 (de) | 1976-01-02 |
Family
ID=5803157
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2115229A Ceased DE2115229B2 (de) | 1971-03-30 | 1971-03-30 | Vorrichtung zum Abbau bzw. zur Verhinderung des Entstehens von elektrostatischen Aufladungen von Schallplatten |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2115229B2 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3010772A1 (de) * | 1979-03-24 | 1980-09-25 | Olympus Optical Co | Magnetband-kassette |
| DE3007841A1 (de) * | 1980-02-29 | 1981-09-10 | Agfa-Gevaert Ag, 5090 Leverkusen | Einrichtung zum reinigen von datentraegern |
| DE3033823A1 (de) * | 1980-02-29 | 1982-04-15 | Agfa-Gevaert Ag, 5090 Leverkusen | Einrichtung zum reinigen von datentraegern |
| DE3319794A1 (de) * | 1983-06-01 | 1984-12-06 | Hoechst Ag, 6230 Frankfurt | Fluessiges schallplattenpflegemittel mit siliconoel und dessen verwendung |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2410332A1 (fr) * | 1977-11-28 | 1979-06-22 | Vincent Pierre Felix | Bras depoussiereur pour disque |
| US4134594A (en) * | 1977-12-07 | 1979-01-16 | Robins Industries Corporation | Antistatic record cleaner |
-
1971
- 1971-03-30 DE DE2115229A patent/DE2115229B2/de not_active Ceased
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2115229A1 (de) | 1972-10-12 |
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