DE3010639A1 - Hydraulisches bremssystem mit einer antiblockierregelanlage - Google Patents
Hydraulisches bremssystem mit einer antiblockierregelanlageInfo
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Description
ALFRED TEVES GMBH ^ 14. Februar 198ο
Frankfurt am Main ZL/Ri/be
P 487o J. Belari: ~ 151
Hydraulisches Bremssystem mit einer Antiblockierregelanlage
Die Erfindung betrifft ein hydraulisches Bremssystem
mit einer Antblockierregelanlage, mit einem Hauptzylinder
und wenigstens einem Radzylinderr wobei der
Radzylinder über Antiblockierregelventile mit dem Hauptzylinder oder einem Druckmittelauslaß verbindbar
ist.
Derartige. Bremssysteme sind z.B. aus der Zeitschrift. Automobil-Technik vom 3o. Oktober 1978, Seiten 28 bis 3o,
und aus der Automobi!technischen Zeitschrift 81 (1979) 5,
Seiten 2o1 bis 2o8 bekannt. Es v/erden dort Bremssysteme beschrieben, bei denen eine. Rück förderpumpe das abgelassene
Druckmittel unter hohem 'Druck dem Druckraum des Hauptzylinders wieder zuführt. Dies hat zur Folge, ist
der Radzylinder einmal vom Hauptzylinder getrennt, daß das rückgeförderte Volumen an Druckmittel im Hauptzylinder
eine Volumenvergrößerung der Druckkammer bewirkt. Durch
diese Vergrößerung der Druckkammer wird der Hauptzylinder™
kolben zurückgestellt, das Bremspedal macht, einen Weg entgegen seiner Betätigungsrichtung. Dieses pulsierende
Bremspedal wird vom Fahrer als sehr unangenehm empfunden.,
es stört erheblich das Pedalfeeling und wirkt störend bei der Bremsdruckdosierung.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, bei einem konventionellen
Bremssystem dem Hauptzylinder während einer Antiblockierregelung benötigtes Druckmittel derart zuzuführen,
daß sich das Volumen des Druckrauras im Hauptzylinder
nicht ändert,
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Frankfurt am Maii>- --
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß über eine Ventilanordnung der Volumenstrom einer vom
Druckmittelauslaß fördernden Druckmittelquelle dem Hauptzylinder über ein gegen den Druck des Hauptzylinders
öffnendes Rückschlagventil zuführbar ist, wobei die Ventilanordnung von einem Kolben gesteuert ist,
dessen erste Stirnseite vom Druck des Hauptzylinders im
Sinne eines öffnens der Ventilanordnung und dessen zweite Stirnseite vom Druck des dem Hauptzylinder zuzuführenden
Druckmittels im Sinne eines Schließens der Ventilanordnung druckbeaufschlagt ist. Diese Anordnung hat zur Folge,
daß immer dann, wenn nach einer Antiblockierregelung zum Zwecke des erneuten Druckaufbaues in einem Radzylinder
ein erhebliches Volumen nachgeführt werden muß, dieses Volumen nicht aus dem Hauptzylinder abgezogen wird,
sondern daß der Volumenstrom über das Rückschlagventil die erforderliche Menge an Druckmittel zuführt. Durch die
Steuerung der Ventilanordnung von einem hydraulisch druckbeaufschlagten Kolben wird erreicht, daß der an dem
Rückschlagventil anstehende Kolben des Volumenstroms dem Druck im Hauptzylinder angepaßt ist. Bei normaler Bremsbetätigung
wird daher der am Rückschlagventil anstehende Druck des Volumenstroms, bedingt durch den druckbeaufschlagten
Kolben, dem Druck im Hauptzylinder nachgeführt. Erst wenn der Druck im Hauptzylinder absinkt, kann das
Rückschlagventil Öffnen und der benötigte Volumenstrom direkt dem Hauptzylinder zugeführt werden. Der Druckabbau
des am Rückschlagventil anstehenden Volumenstroms erfolgt über den Hauptzylinder.
Um eine möglichst große Energieeinsparung zu erzielen, wird die Druckmittelguelle nur bei Betätigung des Hauptzylinders
Druckmittel"fördern. Derartige Schaltelemente können elektrisch und/oder mechanisch ein Abschalten
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JT fa des Antriebs für die Druckmittelquelle bewirken.
Indem die Druckmittelquelle ein Druckmittelspeicher ist, dessen Volumenstrom zur Ventilanordnung durch ein Ventil
geführt ist, das bei Beginn einer Bremsung öffnet und bei Beendigung einer Bremsung schließt, ist ein unter konstantem^
Druck stehendes Volumen an Druckmittel jederzeit von dem Bremssystem abrufbar. Über ein günstig gestaltetes Ventil,
in dem der Kolben.als Schieberventil arbeitet, wobei der
im Gehäuse angeordnete Einlaß des Volumenstroms durch ein Kanalsystem im Kolben dem Auslaß der Ventilanordnung
zuführbar oder der Einlaß durch den Kolben verschließbar ist, ist bei einfacher Ventilfunktion der Volumenstrom
dem Bremssystem druckreguliert zuführbar.
■Eine besonders günstig Ausgestaltung ist dadurch gegeben,
daß der durch die zweite Stirnseite des Kolbens und das Gehäuse begrenzte Druckraum über einen Kanal im Kolben
mit dem Auslaß der Ventilanordnung in Verbindung steht. Eine externe Druckleitung kann somit eingespart werden.
Indem der Druckraum als Auslaßraum angeordnet ist, wird der als Auslaßraum zusätzlich geschaffene Raum überflüssig,
die Ventilanordnung wird in sich einfacher und somit kostengünstiger.
Indem der Kolben in Offenstellung der Ventilanordnung
eine Druckmittelverbindung zu einem drucklosen Paum verschließt, die bei geschlossener Ventilanordnung geöffnet
wird, ist eine weitgehend fehlerlose Druckanpassung an den Druck im Hauptzylinder möglich. Der bei einem Druckabbau
über den Hauptzylinder verbleibende Restdruck, bedingt durch die Rückschlagventile, kann nun unabhängig vom
Hauptzylinder vollständig abgebaut werden. Dieser Druckabbau kann nun erheblich rascher erfolgen cils bei einem
Druckabbau über den Hauptzylinder.
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Frank fur. I: am Μα j 'Γ"--""« „*"."" '"..".
Es ist vorteilhaft, das Rückschlagventil im Kolben anzuordnen, so daß eine externe Druckmittelleitung eingespart
werden kann, die Anordnung somit auch platzsparender wird.
Technisch sinnvoll ist es weiterhin, daß der Verschiebeweg des Kolbens durch axiale Abschläge begrenzt ist, so
daß bei plötzlichem Druckwechsel in extremen Situationen der Ventilanordnung eine definierte Stellung zuzuordnen
ist, in der die Funktionsfähigkeit gewährleistet ist. Weiterhin ist es vorteilhaft, daß der Kolben in seiner
Offcnstcjllung am Anschlag derart anliegt, daß der Einlaß
des Volumenstroms nur teilweise geöffnet ist. Auf diese Weise wird eine Drosselwirkung erzielt, so daß
ein Hochdruckspeicher benutzbar wird, da nun eine seichte Druckangleichung möglich ist. Durch die Benutzung eines
derartigen Hochdruckspeichers können die Füllzyklen desselben relativ lange Pausen aufweisen, der Pumpenantrieb
muß nicht so häufig eingeschaltet werden.
Vorteilhaft ist es auch, daß der Volumenstrom durch ein Ventil der Ventilanordnung zugeführt ist, wobei das
Ventil elektromagnetisch und/oder hydraulisch gesteuert ist. Sieht man ein Ventil vor, das durch einen elektrischen
Impuls aufsteuerbar ist und bei bestimmten hydraulischen Bedingungen wieder in seinen Schließzustand zurückfällt,
so kann dieses Ventil durch ein Steuerungssignal der Antiblockierregelanlage geöffnet und bei drucklosem
Hauptzylinder wieder geschlossen werden. Bei einer derartigen Volumenstromsteuerung wird erreicht, daß die
Ventilanordnung erst bei Bedarf in Betrieb gesetzt wird, ein Volumenverlust in der Ventilanordnung bei nicht benötigtem
Volumenstrom also ausgeschlossen ist. So kann es bei Betrieb eines derartigen Bremssystems durchaus möglich
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sein, daß das Pumpensystern bei Fahrtantritt den Druckspeicher
auffüllt, danach jedoch nur die sehr geringfügigen Verluste des Druckspeichers ausgleichen muß.
Hierdurch wird der Pumpenantrieb relativ selten eingeschaltet, was eine Energieeinsparung zur Folge hat.
Erfindungsgemäße Ausführungen sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 ein hilfskraftbetätigtes, hydraulisches
Bremssystem,
Fig. 2 eine Ventilanordnung für ein hydraulisches Bremssystem nach Fig. 1.
In Fig. 1 ist mit 1 ein Hauptzylinder, mit 2 ein dem Hauptzylinder vorgeschalteter Vakuumbremskraftverstärker
bezeichnet. Über einen Anschluß 4 steht der Vakuumbremskraftverstärker
mit einer die Hilfskraft erzeugenden Vakuumquelle in Verbindung, über ein Pedal 3 wird die
Anordnung aus Vakuumbremskraftverstärker und nachgeschaltetem Hauptzylinder 1 gesteuert. Auf dem Hauptzylinder
ist ein Druckmittelreservoir 5 angeordnet, das über nicht dargestellte Schnüffellochbohrungen mit den Druckkammern
6 und 7 des Hauptzylinders verbunden ist.
Das Druckmittelreservoir 5 ist vorteilhafterweise in drei Kammern 8,9,1o eingeteilt, wobei die Kammern durch Überläufe
miteinander in Verbindung stehen. Die Kammer 8 ist hierbei über eine Schnüffellochbohrung der Druckkammer 6
zugeordnet, die Kammer 9 über eine Schnüffellochbohrung
der Kammer 7, die Kammer 1o dient als Sumpf über eine das Druckmittel in einen Druckspeicher 11 fördernde Pumpe
12.
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Die Kammern der Hauptzylinder sind mit den Brernsbetätigungsorganen
17 bis 2o der Fahrzeugräder 13 bis 16 verbunden. Hierbei speist die Druckkammer 6 über eine
Druckleitung 21 und ein stromlos offenes Ventil 22 die Radzylinder 19,2o der Hinterräder 15,16. Die Druckkammer
7 speist über die Leitung 23 und die stromlos offenen Ventile 24 und 25 die Bremsbetätigungsorgane 17 und 18
der Vorderräder 13 und 14. Den Bremsbetätigungsorganen 19,2o der Hinterräder 15,16 ist ein stromlos geschlossenes
Elektromagnetventil 26 zugeordnet, das bei einem gewünschten Druckabbau an den Bremsbetätigungsorganen 19,2o
diese mit einer drucklosen Sammelleitung 27 verbindet, die über eine Rücklaufleitung 28 mit einem Anschluß 29
des Druckmittelreservoirs 5 in Verbindung steht. Ebenso sind die Bremsbetätigungsorgane 17, 18 der Vorderräder
13,14, hier jedoch getrennt'voneinander, jeweils über
ein stromlos geschlossenes Elektromagnetventil 3o,31 an die Sammelleitung 27 angeschlossen. Somit ist es möglich,
in den Bremsbetätigungsvorrichtungen 17,18 der Vorderräder
getrennt voneinander unterschiedlichen Druck auf- bzw. abzubauen, während in den Bremsbetätigungsvorrichtungon
19,2o der Hinterräder der Druck nur gemeinsam verändert werden kann.
Die Elektromagnetventile 22, 24 bis 26,3o,31, sind durch eine nicht dargestellte Äntiblockierregelanlage gesteuert,
die ihre Informationen von Sensoren erhalten, die den Rädern zugeordnet sind. Die Äntiblockierregelanlage wird
frühzeitig ein drohendes Blockieren eines Rades registrieren und die entsprechenden Elektromagnetventile betätigen,
um der zugeordneten Bremsbetätigungsvorrichtung Druckmittel abzuziehen und somit den Druck zu senken. Das Rad
wird aufgrund des verringerten Bremsmomentes wieder beschleunigen und aus der Blockiergefahr herauslaufen. Die
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Antiblockierregelanlage kann nun einen erneuten Druckaufbau in der entsprechenden Bremsbetätigungsvorrichtung
vornehmen..
Da die stromlos offenen Ventile 22,24,25 technisch meist
so gebaut sind, daß im geöffneten Zustand nur eine Flußrichtung erlaubt ist bzw. nur eine Flußrichtung bevorzugt
benutzt werden sollte, ist ihnen jeweils ein gegen den Druck der Druckkammer 6,7 öffnendes Rückschlagventil
32 parallel geschaltet. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß nach Beendigung einer Bremsung sich der Druck
in den Radzylindern 17 bis 2o über die entsprechenden
Rückschlagventile 32 über die Druckkammern G,7 und die
Schnüffelbohrungen abbauen kann.
Dem bisher beschriebenen Bremssystem ist weiterhin ein Druckspeicher 11 zugeordnet, der über ein Rückschlagventil
33 von einer Pumpe 12 gespeist wird. Die Pumpe steht mit ihrem Sauganschluß 34 mit der Kammer 1o des
Druckmittelreservoxrs in Verbindung. Um evetuell in der Druckflüssigkeit vorhandene Fremdkörper auszufiltern,
ist in den Sauganschluß 34 ein Filter 35 geschaltet. Weiterhin ist es möglich, in dem Sauganschluß ein in
Richtung auf die Pumpe öffnendes Rückschlagventil vorzusehen, um eine Förderrichtung zum Druckmittelreservoir
5 zu unterbinden.
Der Volumenstrom von der Pumpe 12 zum Druckspeicher 11
ist ebenfalls über eine Ventilanordnung 37 geführt, die als überdruckventil ausgebildet ist und bei gefülltem
Druckspeicher eventuell noch gefördertes Druckmittel über die Leitung 38 dem Rücklauf 23 zuführt.
Um sicher zu stellen, daß sich eventuell noch unter Druck stehendes Druckmittel aus der Leitung 38 nicht zur Leitung
27 fortpflanzen kann und eventuell die Ventilfunktionen
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stören könnte, ist zwischen Sammelleitung 27 und Rücklauf
28 ein zum Rücklauf 28 öffnendes Rückschlagventil 39 vorgesehen.
Als Antrieb 4o der Pumpe 12 könnte z.B. der Motor des Kraftfahrzeuges vorgesehen sein. Zu diesem Zwecke ist
es vorteilhaft, die Pumpe 12 direkt an sich drehende Teile des Motors anzuflanschen. Sehr vorteilhaft ist
es auch, als Antrieb 4o für die Pumpe 12 einen Elektromotor vorzusehen, der in Abhängigkeit vom anstehenden
Druck im Druckspeicher 11 geschaltet wird. Hierzu wird
über eine Steuerleitung 42 der Momentandruck des Druckspeichers 11 einem Druckschalter 41 gemeldet, der über
eine elektrische Steuerleitung 43 den Elektromotor des Antriebs 4o einschaltet. Hierbei ist zu beachten, daß
für den Druckschalter eine Hysterese vorhanden ist, die Druckschwankungen im Druckspeicher von ca. 3o Bar möglich
machen. So könnte der Minimaldruck für den Druckspeicher
auf 14o Bar ausgelegt sein, der Maxirnaldruck z.B. mit 17o Bar bestimmt werden.
Der Druckspeicher 11 steht über eine Druckleitung 44 und ein stromlos geschlossenes Ventil 46 mit dem Zufluß
47 einer Ventilanordnung 45 in Verbindung. Das stromlos geschlossene Ventil 46 ist über eine hydraulische Steuerleitung
48 mi.t dem Auslaß 49 der Ventilanordnung 45 verbunden. Das stromlos geschlossene Ventil 46 wird durch
elektrische Ansteuerung geöffnet, schließt jedoch erst, wenn der Auslaß 49 drucklos ist und dieses über die hydraulische
Steuerleitung 48 dem offenen Ventil 46 mitgeteilt
ist.
Die Ventilanordnung 45 besteht im wesentlichen aus einem Kolben 5o, der als hydraulisch betätigtes Ventilglied im
Sinne einer Druckminderung zwischen Einlaß 47 und Aus-
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laß 49 wirkt. In der gezeigten Ausführungsform ist der
Kolben 5o ein Stufenkolben, dessen erste Stirnseite 51
vom Druck der.Druckkammer 7 druckbeaufschlagt ist. Da
der Kolben 5o im Gehäuse der Ventilanordnung 45 dicht gleitet, bildet sich an der Stufe 53 zwischen Kolben
50 und dem Gehäuse der Ventilanordnung 45 der Auslaß 4 9,
der über Rückschlagventile 55,56 mit den Druckleitungen 21 bzw. 23 und somit mit den Druckkammern 6,7, in Verbindung
steht. Hierbei sind die Rückschlagventile 55,56 so angeordnet, daß sie gegen den Druck der Druckkammern
6,7,' zu öffnen sind.
Der Auslaß 49 steht über einen Kanal 67 mit dem durch das Gehäuse der Ventilanordnung und den Kolben 5o begrenzten
Druckraum in Verbindung, so daß die zweite Stirnseite 52 des Kolbens 5o vom Druck des Auslaßes 49 beaufschlagt
ist. Über einen radialen Kanal 68, der je nach Kolbenstellung den Einlaß 47 überlappt, gelangt
Druckmittel vom Einlaß 47 zum Auslaß 49 und in den Druckraum 57. Entsprechend der Kolbenstellung wird sich die
radiale Bohrung 68 und der Einlaß 4 7 mehr oder weniger überdecken, so daß in Abhängigkeit der Kolbenstellung
sich ein Druck im Auslaß 49 aufbauen wird, der, ausgehend von Null, bis zum Speicherdruck des Druckspeichers 11
ansteigen kann.
Im Druckraum 57 ist ein Anschlag 58 vorgesehen, der die Öffnungsstellung des Kolben 5o begrenzt, also eine
definierte öffnung der Regelstrecke bezweckt. Ebenfalls ist es sinnvoll, im Druckraum 59, der durch die Stirnseite
51 des Kolbens 5o begrenzt ist, einen Anschlag 6o vorzusehen, um die Schließstellung des Kolbens begrenzen zu
können.
Frankfurt am Main, „„ *„ ,^
Kurz vor dem Anschlag 58 ist ein Druckauslaß 61 vorgesehen
r der über die Leitung 62, die Leitung 38 und den
Rücklauf 28 mit dem drucklosen Druckmittelreservoir verbunden ist. Dieser Druckauslaß 61 ist in Offenstellung
des Kolbens 5o, d.h., bei Anlage des Kolbens 5o am Anschlag 58 durch den Kolben selbst verschlossen. Der
Kolben wirkt als Schieber für den Druckauslaß 61.
Die Funktionsweise der Anordnung ist wie folgt:
Bei. Betätigung des Bremspedals 3 wird der Vakuumbremskraftverstärker
2 in Betrieb genommen, seine Ausgangskraft wird auf den Hauptzylinder übertragen. In den
Druckräumen 6,7 wird sich ein Druck aufbauen, der sich über die Leitungen 21 und 23 auf die Bremsbetätigungsvorrichtung
17 bis 2o fortpflanzt. Stellt die nicht dargestellte Antiblockierregelanlage während eines Bremsvorejanges
ein drohendes Blockieren eines Rades fesb, so wird sie das entsprechende Druckeinlaßventil (stromlos
offen) 22,24,25 schließen und, entsprechend dem Raddrehverhalten ,das dazugehörige Druckauslaßventil (stromlos
geschlossen) 26,3o,31- öffnen. Der Druck im entsprechenden Radzylinder wird abfallen, das Rad kann wieder beschleunigen
und aus der Blockiergefahr herauslaufen.
Der bei Beginn der Bremsung aufgebaute Druck in der Dnickkammer 7 wird sich im Druckraum 59 ausbreiten
und auf die Stirnseite 51 des Kolbens 5o wirken und diesen in der gezeichneten Stellung am Anschlag 58
halten. Da das stromlos geschlossene Ventil 46 jedoch bei normaler Bremsbetätigung geschlossen ist, wird
Einlaß 47 sowie Auslaß 49 drucklos bleiben. Erst wenn die Antiblockierregelanlage ein drohendes Blockieren feststellt,
und ein entsprechendes Druckauslaßventil 26,3o,31
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öffnet, wird mit diesen Öffnungssignal gleichzeitig
das stromlos geschlossene Ventil 46 geöffnet, der volle Speicherdruck des Druckspeichers 11 steht über
die Leitung 44 am Einlaß 47 der Ventilanordnung 45 an. Da der Kolben 5o in Offenstellung steht, wird sich der
Druck sofort im Druckraum 57 sowie im Auslaß 4 9 einstellen, wobei jedoch bei Erreichen des in der Druckkammer
7 anstehenden Druckes der Kolben 5o in einen druckausgeglichenen Zustand verfällt, da der anstehende
Druck auf der Stirnseite 51 gleich dem anstehenden Druck auf der Ringfläche 54 im Auslaß 49 sowie auf der Stirnseite
52 ist. Jeder weitere, geringfügige Druckaufbau wird den Kolben 5o sofort nach links verschieben, den
radialen Kanal 68 also unter dem Einlaß 4 7 wegbewegen, so daß der Einlaß 47 durch den Kolben 5o verschlossen
wird. Sollte der Druckaufbau größer gewesen sein als der anstehende Druck in der Druckkammer 7, so wird der
Kolben 5o soweit verschoben, daß der überschüssige Druck durch den Druckauslaß 61 entweichen kann, der
Kolben also bei konstantem Druck in der Druckkammer 7 eine definierte Stellung einnehmen wird. Der so in den
Auslaß 49 eingesteuerte Druck entspricht dem Druck in der Druckkammer 7 und steht über die Rückschlagventile
55,56 direkt an den entsprechenden Druckkammern an.
Die Antiblockierregelanlage, die nun feststellt, daß das entsprechende Rad sich weitgehend erholt hat, wird
das zugeordnete Auslaßventil nun wieder schließen und das entsprechende Druckeinlaßventil 22,24,25 öffnen.
Dies hat in der dazugehörigen Druckleitung zur Folge, daß ein erheblicher Volumenstrom nachgefördert werden
muß, um die entsprechenden Bremsbetätigungsvorrichtung dem Druck der anderen Bremsbetätigungsvorrichtungen
anzugleichen. Dieser Vo lumen strom wird aber, bedingt
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Frankfurt am Maiu, .. „Λ „„„„
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durch die Anordnung der Rückschlagventile 55,56, nicht
aus der entsprechenden Druckkammer 6,7 des Hauptzylinders abgezogen, sondern fließt über das Rückschlagventil 55,56
in den zugehörigen Bremskreis ein. Der Fahrer, der das Bremspedal 3 betätigt, wird diesen Volumenstrom, in dem
entsprechenden Bremskreis im Pedalfeeling kaum oder garnicht wahrnehmen können. Auf diese Weise ist aber
sichergestellt, daß, unabhängig von der Anzahl der durgeführten Regelphasen, sich das Volumen des Hauptzylinders
nicht erschöpfen kann.
Auch nach der Beendigung einer Antiblockierregelphase wird das stromlos geschlossene Ventil 46 geöffnet bleiben,
da es erst in den geschlossenen Zustand zurückfallen kann, wenn der Auslaß 49 drucklos ist. Dieses wird aber erst
geschehen, wenn der Fahrer das Bremspedal 3 löst und die Bremsung beendet ist. In diesem Falle wird der Druck auf
die Stirnfläche 51 des Kolbens 5o auf Null abfallen und der auf die Stirnseite 52 und die Ringfläche 54 wirkende
Druck wird den Kolben sofort nach links verschieben, den ICinlaß 4 7 verschließen und den Druckauslaß 61 ganz öffnen.
Es erfolgt somit ein sofortiger Druckabbau im Auslaß Dieses wird über die hydraulische Steuerleitung 48 dem
Ventil 46 mitgeteilt, so daß es wieder in seinen geschlossenen Ruhezustand zurückfällt.
Die bisher beschriebene Ventilfunktion ist selbstverständlich
stark vereinfacht dargestellt, um die Verständlichkeit der Anordnung zu erhöhen. In Wirklichkeit
wird es so sein, daß, nach einem öffnen des stromlos geschlossenen
Ventils 46, der Kolben 5o in dauernder Bewegung stehen wird, um die jeweiligen DruckSchwankungen
bzw. auch um einen konstanten Ausgangsdruck aufrecht zu erhalten. Bei Fehlerbedingungen arbeitet diese Anlage
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Anlage ähnlich wie bereits bekannte Ausführungen.
Die Antiblockierregelanlage wird abgeschaltet, eine normale Bremsung der Anordnung wird ermöglicht. Ist
die Anitblockierregelanlage aber abgeschaltet, so ist auch sichergestellt, daß das stromlos geschlossene
Ventil 46 bei weiterem Betrieb des Bremssystems nicht öffnen kann.
In Fig. 2 ist eine Ventilanordnung 45 in einer noch günstigeren Ausführungsform gezeigt. Ein einfacher
Kolben So1 gleitet in einem Gehäuse der Ventilanordnung
45', die Stirnseiten 51 und 52 sind wieder entsprechend der vorstehenden Beschreibung druckbeaufschlagt. Der
Druckauslaß 49 ist hier in den Druckraum 57 gelegt, der über den Kanal 57 und 58 mit dem Einl.aß verbindbar ist.
Vorteilhafterweise ist das Rückschlagventil 56 in einer
in die Stirnseite 51 eingebrachte, erweiterte Bohrung 6 3 eingesetzt , wobei die Bohrung 63 mit dem Kanal 6 7
in Verbindung steht. Eine einfache Ausführungsform ist
dadurch gegeben, daß eine Feder 64, die sich gegen einen in der erweiterten Bohrung 63 eingebrachten Sicherungsring
65 abstützt, eine Kugel 66 gegen die als Ventilsitz ausgebildete Kanalmündung in der Bohrung 6 3 dichtend
in Anlage hält. Diese Ausführung spart gegenüber der Fig. 1 ein extern angebrachtes Rückschlagventil, so daß
zusätzliche Druckmittelanschlüsse vermieden werden, die eventuell als Fehlerquellen einen Ausfall der Anlage zur
Folge haben können. Weiterhin ist diese Ventilanordnung besonders klein und daher raumsparend auszubilden, was
den Einsatz in sehr raumaufwendigen Antiblockierregelsystemen vorteilhaft begünstigt.
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Leerseite
Claims (1)
- ALFKED TEVES GMBH 14. März 198οFrankfurt am Main ZL/Ri/beP 487o J. Beiart - 151Patentansprüche1. hydraulisches Bremssystem mit einer Antiblockier-■·'' rege."Umlage, mit einem Hauptzylinder und wenigstens einem Radzylinder, wobei der Radzylinder über Antiblockierregelventile mit dem Hauptzylinder oder einem Druckmittelauslaß verbindbar ist, dadurch •gekennzeichnet, daß über eine Ventilanordnung (45) der Volumenstrom einer vom Druckmittelauslaß (1o) förderndenDruckmxttelquelle dem Hauptzylinder (1) über ein gegen den Druck des Hauptzylinders öffnodes Rückschlagventil (55,56) zuführbar ist, wobei die Ventilanordnung (45) von einem Kolben (5o) gesteuert ist, dessen erste Stirnseite (51) vom Druck des Hauptzylinders im Sinne eines öffnens der Ventilanordnung und dessen zweite Stirnseite (52) vom Druck des dem Hauptzylinder zuzuführenden Druckmittels im Sinne eines Schließens der Ventilanordnung (45) druckbeaufschlagt ist.2. Hydraulisches Bremssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennze ichnet, daß die Druckmittelquelle (12) nur bei Betätigung des Hauptzylinders (1) Druckmittel fördert.3. Hydraulisches Bremssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmittelquelle einen Druckmittelspeieher (11) speist, dessen Volumenstrom zur Ventilanordnung (45) durch ein Ventil (46) geführt ist, das bei Beginn einer Bremsung öffnet und bei Beendigung einer Bremsung schließt./2130039/07S8Frankfurt am Main"* 2 —4. Hydraulisches Bremssystem nach einem vorhergehenden •Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (5o) als Schieberventil arbeitet, wobei der im Gehäuse angeordnete Einlaß (47) des Volumcn-. Stroms durch ein Kanalsystem (67,68) im Kolben (5o) dem Auslaß (49) der Ventilanordnung zuführbar oder der Einlaß (47) durch den Kolben (5o) verschließbar ist.'5. Hydraulisches, bremssystem nach Anspruch 4, dadurch ■gekenn ζ ei chne t, daß der durch die zweite Stirnseite (52) des Kolbens (5o) und das Gehäuse begrenzte Druckj-aum (57) über einen Kanal (67) im Kolben (5o) mit dem Auslaß (49) der Ventilanordnung in verbindung steht.6. Hydraulisches Bremssystem nach Anspruch 5, dadurch gekenn zeichnet, daß der Druckraum (5 7) als Äuslaßraum (49) angeordnet ist.7. Hydraulisches Bremssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (5o) in Offenstellung der Ventilanordnung (45) eine Druckmittelverbindutig (61,62,38,28,29,1ο) zu einem drucklosen Raum (1o"j verschließt, die bei geschlossener Ventilanordnung (45) geöffnet wird.8. Hydraulisches Bremssys tem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückschlagventil (56) im Kolben angeordnet ist,9. Hydraulische Bremssystem nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschiebeweg des Kolbens durch axiale Anschläge (58,6o) begrenzt ist./3130039/0708ORIGINAL INSPECTEDFranki'urt om Mei.in». ... ». .,*» .„ ».-Βίο. Hydraulisches Bremssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (5o) in seiner Qffenstellung am Anschlag (5B) derart anliegt, daß der Einlaß (47) des Volumenstroms nur teilweise geöffnet ist.11. Hydraulisches Bremssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (46) elektromagnetisch und/oder hydraulisch gesteuert ist.12. Hydraulisches Bremssystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (46) durch ein Steuersignal der Antiblockierregelanlage geöffnet und bei drucklosem Hauptzylinder geschlossen wird.130039/0763
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