DE3006719A1 - Acylierte dihydropyrido eckige klammer auf 3,4-e eckige klammer zu -as-triazinderivate, verfahren zu ihrer herstellung und diese verbindungen enthaltende arzneimittel - Google Patents
Acylierte dihydropyrido eckige klammer auf 3,4-e eckige klammer zu -as-triazinderivate, verfahren zu ihrer herstellung und diese verbindungen enthaltende arzneimittelInfo
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Description
DR. STEPHAN G. BESZgDES PATENTANWALT
ZUGELASSENER VERTRETER AUCH BErM EUROPÄISCHEN PATENTAMT
PROFESSIONAL REPRESENTATIVE ALSO BEFORE THE EUROPEAN PATENT OFFICE
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Konto-Nr. 1368 71
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(VIA Bayerische Landesbank Girozentrale, München)
p 1 315
zur Patentanmeldung
EGYT GYOGYSZERVEGYESZETI GYAR
Bud ap e s t, Ungarn
betreffend
Acylierte DihydropyridoC^^-e]-as-triazinderivate, Verfahren zu ihrer Herstellung
und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel
Oie Erfindung betrifft neue acylierte B
P2rrido[35^-s]-as-triazinderivate, ein Verfahren zu ihrer
Herstellung und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel, insbesondere solche mit entzündungshemmenden
(sntiinflammatorischen) und schmerzstillenden (analgetisclv.
030036/0781
BAD ORIGINAL
3006713
Wirkungen sowie sonstigen Wirkungen auf das Zentralnervensystem.
Es wurden bereits Dihydropyrido[31 /*— e]-as-triazinderivate,
die keine Acylgruppen aufweisen, in den ungarischen Patentschriften 164 03I und 168 502 beschrieben. Diese
bekannten Verbindungen haben nur eine Wirkung gegen Mikroben beziehungsweise antimikrobielle Wirkung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, überlegene pharmakologische Wirkungen aufweisende neue acylierte
Dihydropyrido[3,4-e]-as-triazinderivate mit breitem Wirkungsspektrum,
ein Verfahren zur Herstellung derselben und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel zu schaffen.
Das Obige wurde überraschenderweise durch die Erfindung erreicht.
Es wurde nämlich überraschenderweise festgestellt, daß durch Einführung von 1 oder mehreren Acylgruppen in
Dihydropyrido[3i4-e]-as-triazinderivate deren Wirkung sich
verändert und sich besonders wesentliche entzündungshemmende Eigenschaften ergeben und auch die Wirkung auf
das Zentralnervensystem in den Vordergrund tritt.
Gegenstand der Erfindung sind acylierte Dihydropyrido[3,4-e]-as-triazinderivate
der allgemeinen Formel
- 3 030036/0761
worm
R/] für einen Alkylrest mit
1 bis 20 Kohlenstoffatomen, einen Alkoxyrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
einen Halogenalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und 1 oder mehr Halogenatomen,
einen Furylrest, einen Pyridylrest oder einen, gegebenenfalls durch 1 bis
Halogenatom(e), Trifluormethylrest(e), Nitrogruppe(n) Hydroxygruppe(n), Alkylrest
(e) mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und/oder Alkoxyrest (e) mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
in einer Gesamtzahl von 1 bis 3 bei identischer oder verschiedener
Substitution im Falle
- 4 — 030036/0761
von mehr als 1 Substituenten
substituierten, Phenylrest, Phenylalkylrest mit 1 bis 4· Kohlenstoffatomen im Alkylteil
oder Phenylalkenylrest mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen
im Alkenylteil steht,
R* Wasserstoff, einen Alkylrest mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen,
einen, gegebenenfalls durch eine Hydroxygruppe oder höchstens 3 Alkoxyrest(e) mit
1 bis M- Kohlenstoffatomen substituierten, Phenylrest,
einen, gegebenenfalls hydroxysubstituierten, Faphthylrest, einen Phenylalkylrest
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylteil oder einen Pyridylrest darstellt
und
entweder Ep oder R^ Wasserstoff oder einen Rest
der allgemeinen Formel
030036/0761
R1-C- II
in weichletzterer
R^ wie oben festgelegt ist,
bedeutet und
entweder Rp und R1- zusammen
oder Rn und R1- zusammen eine chemische Bindung darstellen,
wobei dasjenige von Rp und R^ , welches an dieser
Bindung beteiligt ist, keine der obigen Bedeutungen haben kann,
sowie ihre Säureadditionssalze, insbesondere Hydrochloride.
Vorzugsweise ist beziehungsweise sind der Alkylrest, für den R>. und/oder R, stehen kann beziehungsweise können,
ein solcher beziehungsweise solche mit 1 bis 18, insbesondere 1 bis 10, ganz besonders 1 bis 4, Kohlenstoffatomen.
Es ist auch bevorzugt, daß der Alkoxyrest oder Halogenalkylrest, für den R^, stehen kann, ein solcher mit
1 oder 2 Kohlenstoffatomen ist.
Ferner ist es bevorzugt, daß der Halogenalkylrest, für
den R^ stehen kann, ein Chloralkyl- oder Fluoralkylrest,
insbesondere mit 1 bis 3 Chlor- beziehungsweise Fluoratomen, ist.
Weiterhin ist es bevorzugt, daß der Phenylalkylrest, für den R^ stehen kann, ein solcher mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen
im Alkylteil ist.
Vorzugsweise ist der Phenylalkenylrest, für den R^
stehen kann, ein solcher mit 2 oder 3 Kohlenstoffatomen im Alkenylteil.
Es ist auch bevorzugt, daß das Halogenatom beziehungs-
- 6 030036/0761
weise die Halogenatome, durch das beziehungsweise die der Phenylrest, Phenylalkylrest beziehungsweise Phenylalkenylrest,
für den R^ stehen kann, substituiert sein kann, Chlor,
Brom und/oder Fluor ist beziehungsweise sind.
Ferner ist es bevorzugt, daß der Alkylrest beziehungsweise die Alkylreste, durch den beziehungsweise die der
Phenylrest, Phenylalkylrest beziehungsweise Phenylalkenylrest, für den R^. stehen kann, substituiert sein kann, ein
solcher beziehungsweise solche mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen ist beziehungsweise sind.
Weiterhin ist es bevorzugt, daß der Alkoxyrest beziehungsweise die Alkoxyreste, durch den beziehungsweise
die der Phenylrest, Phenylalkylrest beziehungsweise Phenylalkenylrest, für den R* stehen kann, substituiert sein kann,
ein solcher beziehungsweise solche mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen ist beziehungsweise sind.
Vorzugsweise ist der Alkoxyrest beziehungsweise sind die Alkoxyreste, durch den beziehungsweise die der Phenylrest,
für den R7- stehen kann, substituiert sein kann, ein
solcher beziehungsweise solche mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen.
Es ist auch bevorzugt, daß der Phenylalkylrest, für den R5- stehen kann, ein solcher mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen
im Alkylteil ist.
Besonders bevorzugte erfindungsgemäße Verbindungen sind diejenigen, bei welchen
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B für einen Methylrest, einen
Äthylrest, einen n-Propylrest, einen Isopropylrest, einen
n-Decylrest (Caprinylrest), einen n-Octadecylrest (Stearinylrest), einen
Methoxyrest, einen Äthoxyrest, einen Chlormethylrest, einen Trifluormethylrest, einen
Benzylrest, einen Phenyläthylrest, einen Cinnamylrest (Cinnamoylrest), einen, gegebenenfalls
durch ein Chloratom, ein Bromatom, einen Trifluormethylrest, eine Hydroxygruppe oder einen
Methylrest substituierten, Phenylrest, einen Furylrest oder einen Pyridylrest steht,
R, Wasserstoff, einen Methylrest,
einen Athylrest, einen Hexylrest, einen Octylrest, einen
Nnnylrest, einen n-Octadecyl,-rest (Stearylrest), einen
Benzylrest, einen Phenylrest, einen Hydroxyphenylrest, einen Trxmethoxyphenylrest oder
einen Pyridylrest darstellt und
entweder R2 ' Wasserstoff bedeutet
oder Rj, für Wasserstoff oder einen
Rest der allgemeinen lOrmel
- 8 030036/0761
R1-C- II ,
in welchletzterer
R^ wie oben festgelegt ist, steht und
entweder Rp und R,- zusammen
oder R^ und R1- zusammen eine chemische Bindung darstellen,
wobei dasjenige von Rp und R1, , welches an dieser
Bindung beteiligt ist, keine der obigen Bedeutungen haben kann,
sowie ihre Säureadditionssalze, insbesondere Hydrochloride.
Ganz besonders bevorzugte erfindungsgemäße Verbindungen sind 1-Propionyl-3-phenyl-1,4-dihydropyrido[3?4—e]-as-
-triazin, i-Propionyl-3-phenyl-i,4—dihydropyrido[3i4~e]-
-as-triazinhydrochlorid und 1-Acetyl-3-phenyl-1,4—dihydropyrido[3,4—e]-as-triazin.
Die Säureadditionssalze der erfindungsgemäßen Verbindungen
sind zweckmäßig solche mit therapeutisch brauchbaren Säuren. Sie können solche mit anorganischen Säuren,
insbesondere Salzsäure, Schwefelsäure oder Phosphorsäure, oder organischen Säuren, insbesondere Maleinsäure, Fumarsäure,
Citronensäure oder Milchsäure, sein.
- 9 030036/0761
~.ίί·
Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen, welches dadurch
gekennzeichnet ist, daß Dihydropyrido[3,4-e]-as-
-triazinderivate der allgemeinen Formel
III ,
wie oben festgelegt
ist und
entweder R,
Wasserstoff bedeutet
oder R,
für Wasserstoff oder einen Rest der allgemeinen Formel
Il
R1-C-
in welchletzterer
R/j wie oben festgelegt ist.
- iO -
030036/0761
steht und
entweder R,- und H1- zusammen
oder R1, und R1- zusammen eine chemische Bindung
darstellen, wobei dasjenige von Rg und R^ , welches an
dieser Bindung beteiligt ist, keine der obigen Bedeutungen haben kann,
oder Säureadditionssalze derselben mit Acylierungsmitteln der allgemeinen Formel
Il
R1-C-X IV ,
worin X für eine austretende Gruppe steht und R^, wie oben
festgelegt ist, umgesetzt werden, worauf in an sich bekannter Weise gegebenenfalls die erhaltenen acylierten
Dihydropyrido[3,4--e]-as-triazinderivate der allgemeinen
Formel I in Säureadditionssalze überführt werden beziehungsweise gegebenenfalls die erhaltenen Säureadditionssalze
der acylierten Dihydropyrido[3i4~e]-as-triazinderivate
der allgemeinen Formel I in die freien acylierten Dihydropyrido[3?4--e]-as-triazinderivate
der allgemeinen Formel I oder in andere Säureadditionssalze überführt werden.
Als Acylierungsmittel der allgemeinen Formel IY können
sämtliche zur Acylierung von sekundären Aminen geeignete Carbonsäuren und Carbonsäurederivate verwendet werden. Die
Carbonsäureanhydride, Carbonsäurehalogenide und Carbonsäureester· haben sich als besonders vorteilhaft erwiesen.
Ganz besonders bevorzugt werden als Acylierungsmittel der
- 11 030036/0761
3Ό06719
allgemeinen Formel IV solche, "bei welchen X für Halogen,
insbesondere Chlor, oder einen Rest der allgemeinen Formel
R1-C- II ,
in weichletzterer R^, wie oben festgelegt ist, steht, verwendet.
Im Falle daß R, für Wasserstoff steht, werden, wenn
Ro und R1- zusammen eine chemische Bindung darstellen, im
allgemeinen 1,4-Diacyl-dihydropyrido[3»/*— e]-as-triazinderivate
und, wenn R^, und R,- zusammen eine chemische Bindung
darstellen, im allgemeinen 1,2-Diacyl-dihydropyrido[3i4--e]-
-as-triazinderivate erhalten. Im Falle daß R-, von Wasserstoff
verschieden ist, werden dagegen im allgemeinen Monoacyl-dihydropyrido[3i^-e]-as-triazinderivate, insbesondere
1-Monoacyl-dihydropyrido[ 3,4--e] -as-triazinderivate
erhalten.
Als inerte organische Lösungsmittel können zum Beispiel aliphatische Halogenkohlenwasserstoffe, wie Chloroform
und Tetrachlorkohlenstoff, aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol und Xylol, Carbonsäuredialkylamide,
wie .Dimethylformamid, Dialkylsulfoxyde, wie Dimethylsulfdxyd, Äther, wie Liäthyläther, Dioxan und
Tetrahydrofuran, aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Hexan und Benzin, und Gemische von solchen eingesetzt werden.
Es können auch solche Lösungsmittelgemische, deren Bestandteile mit Wasser teilweise mischbar sind, verwendet
werden.
Die Acylierung kann in Abhängigkeit von der Reaktionsfähigkeit
der Eeaktionsteilnehmer bei Temperaturen von
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-if- 3006713
•as.
1O°C bis zum Siedepunkt des Reaktionsgemisches durchgeführt
werden.
Die bei der Umsetzung der Verbindungen der allgemeinen Formeln III und IV im Falle der Verwendung von Carbonsäurehalogeniden
oder Carbonsäureanhydriden als Acylierungsmitteln der allgemeinen Formel IV freigewordene Säure kann
durch das erhaltene basische Reaktionsprodukt gebunden werden; in diesem Falle wird unmittelbar das entsprechende
Säureadditionssalz des acylierten Dihydropyrido[3,4--e]-as-
-triazinderivates der allgemeinen Formel I erhalten. Im
Falle das die acylierten Dihydropyrido[3,4~e]-as-triazinderivate der allgemeinen -Formel I in Form der freien Basen
erhalten werden sollen, wird die Acylierung bei Verwendung von Carbonsäurehalogeniden oder Carbonsäureanhydriden als
Acylierungsmitteln der allgemeinen Formel IV in Gegenwart von säurebindenden Mitteln durchgeführt. Als säurebindende
Mittel können anorganische und organische Basen, zum Beispiel Alkalimetallhydroxyde, wie Hatriumhydroxyd und
Kaliumhydroxyd, Erdalkylimetallhydroxyde, wie Calciumhydroxyd, Alkalimetallcarbonate, wie Natriumcarbonat und
Kaliumcarbonat, Alkalimetallbicarbonate, wie Ratriumbicarbonat,
tertiäre Amine, wie Pyridin oder Trialkylamine, beispielsweise Triäthylamin, eingesetzt werden.
Selbstverständlich kann auch bei Verwendung von Carbonsäurehalogeniden oder Carbonsäureanhydriden als
Acylierungsmitteln der allgemeinen Formel IV, wenn das acylierte Dihydropyrido[3,4—e]-as-triazinderivat der allgemeinen
Formel I in Form der freien Base gewünscht wird, auch in der Weise verfahren werden, daß das als Ausgangsstoff
verwendete Dihydropyrido[3,4--e]-as-triazinderivat
der allgemeinen Formel III in Abwesenheit eines säurebindenden Mittels acyliert und aus dem erhaltenen Säureadditionssalz
die acylierte Dihydropyrido[3,4—e]-as-triazinderivatbase
der allgemeinen Formel I mit einer Base freige-
- 13 -
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3Q06719
setzt wird. Als Basen können hierfür zum Beispiel die bei den säurebindenden Mitteln aufgezählten Verbindungen verwendet
werden.
Das gegebenenfalls erfolgende Überführen der acylierten Dihydropyrido[3,4-ej-as-triazinderivatbasen der allgemeinen
Formel I in Säureadditionssalze kann mit anorganischen oder organischen Säuren durchgeführt werden.
Die im erfindungsgemäßen Verfahren als Ausgangsstoffe verwendeten keine Acylgruppe aufweisenden Dihydropyrido[3i4—e]-as-triazinderivate
der allgemeinen Formel III können nach den in den ungarischen Patentschriften 164 03I
und 168 502 beschriebenen Verfahren hergestellt worden sein.
Die im erfindungsgemäßen Verfahren als Ausgangsstoffe verwendeten Dihydropyrido[3>,4—e]-as-triazinderivate der
allgemeinen Formel III, welche eine Acylgruppe aufweisen, können durch Acylierung der entsprechenden Dihydropyrido[3,4~e]-as-triazinderivate
der allgemeinen Formel III, die keine Acylgruppe aufweisen, hergestellt worden sein. Die
Acylierung kann in der oben beschriebenen Weise durchgeführt worden sein.
Die im erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Acylierungsmittel der allgemeinen Formel IV sind allgemein bekannte
Verbindungen beziehungsweise nach bekannten Verfahren herstellbar (Houben-Weyl: Methoden der organischen
Chemie 11/2, Seiten 10 bis 14, 16 bis 19 und 3I bis
Ferner sind erfindungsgemäß Arzneimittel, welche 1 oder mehr der erfindungsgemäßen Verbindungen als Wirkstoff
beziehungsweise Wirkstoffe, gegebenenfalls zusammen mit 1 oder mehr inerten flüssigen oder festen Trägern,
enthalten, vorgesehen.
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Die erfindungsgemäßen Verbindungen- haben nämlich, wie
bereits erwähnt wertvolle pharmakologische Wirkungen, insbesondere entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkungen
sowie sonstige Wirkungen auf das Zentralnervensystem.
Zunächst wurde die akute Toxizität von erfindungsgemäßen
Verbindungen und der Vergleichssubstanzen 4—n-Butyl-
-1,2-diphenylpyrazolidin-3,5-dion [Phenylbutazon],
2-Methyl-2-n-propyl-1,3-propandioldicarbamat [Meprobamat]
und 5-(3'-Dimethylaminopropyliden)-dibenz-[a,d]-1,4-
-cycloheptadien [Amitryptilin] an Mäusen bei peroraler Verabreichung ermittelt. Die erhaltenen LD^Q-Werte sind
in der folgenden Tabelle I zusammengestellt.
Bezeichnung
Verbindung
Peroraler LD50-Wert
in
mg/kg
mg/kg
,4-Eiacetyl-1,4-dihydropyrido[3,4-e]-as-triazin 360
O O CO
ο -J cn
i-Propionyl-3-methyl-i,4-dihydropyrido[3,4-e]-as-triazin
11
500
1-Piopionyl-3-phenyl-1,4-dihydropyrido[3>4-e]-as-triazinhydrochlorid
(HCl)
2 000
1-Acetyl-.3-pnenyl-1,4-dihydropyrido[3,4-e]-as-triazin
1 400
1,4-Dipropionyl-i,4-dihydropyrido[3,4-e]-as-triazin
16
450
1-Butyryl-3-phenyl-1,4-dihydropyrido[3,4-e]-as-triazin
17
1 500
1-Propionyl-3-phenyl-1,4-dihydropyrido[3,4-e]-as-triazin
12
>2 000
4-n-Butyl-1,2-diphenylpyrazolidin-3,5-dion [Phenylbutazon]
Vergleichssubstanz A
1 000
2-Methyl-2-n-propyl-1,3-propandioldicarbamat [Meprobamat]
Vergleichssubstanz B
1 100
5-(3'-Dimethylaminopropyliden)-dibenz-[a,d]-1,4-
-cycloheptadien [Amitryptilin] Vergleichssubstanz C
225'
- 16 - CD
Die schmerzstillende beziehungsweise analgetische Wirkung
von erfindungsgemäßen Verbindungen und der anerkannt
gut wirksamen Vergleichssubstanz 4—n-Butyl-1,2-diphenylpyrazolidin-3,5-dion
[Phenylbutazon] gleicher Wirkungsrichtung wurde mit Hilfe des Essigsäure-"Schmerzkrümmungs"-
-Versuches (Essigsäure-"Writhing"-Versuches) an Mäusen untersucht. Die Schmerzkrümmungs-Reaktionen wurden
5 bis 10 Minuten nach intr aper it one al er Verabreichung von 0,4- cnr einer 0,5%-igen Essigsäurelösung gezählt. Nach der
Behandlung wurde die innerhalb 5 Minuten festgestellte Zahl der ßchmerzkrümmungen als Prozente der entsprechenden
Blindversuchs- beziehungsweise Kontrollwerte ausgedrückt. Die Tiere wurden jeweils 1 Stunde vor der Verabreichung der
Essigsäure mit der zu untersuchenden Verbindung beziehungsweise dem keinen Wirkstoff enthaltenden Träger peroral behandelt.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle II, in welcher sowohl die EDj-o-Werte als auch die
therapeutischen Indices angegeben sind, zusammengestellt.
- 17 030036/0761
Bezeichnung
: ■ Acetyl-3-ph.enyl-i 94-diliydro-
»^—e]-as-triazin
Verbindung
15
Peroraler
ED,-0-Wert
in mg/kg
23
Therapeutischer Index
60,9
i,4-Dipropionyl-i,4~dihydropyrido[3,^-e]-as-triaz
in 16
75
1-Butyry1-3-pheny1-1,4-dihydro-/t—
e]-as-triazin 17
75
20
i-Propionyl-3-phenyl-i,4-dihydroi.yx%ido[3,/»~e]-as--triazin
12
50
4-n-Butyl-1,2-diphenylpyrazolidin-3,5-dion
[Phenylbutazon] Vergleichssubstanz A
65
15,4
- 18 -
Die entzündungshemmende Wirkung von erfindungsgemäßen Verbindungen und der anerkannt gut wirksamen Vergiezehssubstanz
4~n-Butyl-1 ^-diplienylpyrazolidin-^^-dion
[Phenylbutazon] gleicher Wirkungsrichtung wurde an Ratten nach der Verfahrensweise von Winter (J. Pharmacol, Exp*
Ther. 141 [1963], 369) bestimmt. Es wurde 0,1 cm^ ein^r
1%-igen Carraghenin-Suspension jeweils in die Fußsohle
eines der Hinterglieder der Tiere injiziert. Das Volumen der Sohle wurde vor der Verabreichung der Entzündungen
hervorrufenden Suspension und 3 Stunden danach mit Hilfe eines Quecksxlberplethysmometers gemessen. Die zu untersuchende
Verbindung wurde den Tieren jeweils peroral verabreicht. In der folgenden Tabelle III sind die eine
30%-ige Hemmung hervorrufenden Dosen (signifikant hemmende Dosen) und die dem therapeutischen Index proportionalen
Werte zusammengestellt.
- 19 030036/0761
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030036/0761
Fortsetzung der Tabelle III
| Verbind Bezeichnung |
ung Beispiel |
30%-ige Hemmung hervorrufende perorale Dosis in mg/kg |
LD50-Wert | |
| 1-Butyryl-3-phenyl-1,4- -dihydropyrido[3,4-e]-as- -triazin |
17 | 13 | yr/o-igp Hemmung hervoirufejde psroralß Dosis | |
| 03003 | 1-Propionyl-3-phenyl-1,4- -dihydropyrido[3,4-e]-as- -triazin . |
12 | 26 | 115,4 |
| 6/0761 | 4-n-Butyl-1,2-diphenyl- pyrazolidin-3,5-dion [Phenylbutazon] |
Vergleichs substanz A |
90 | >76,9 |
| 11,1 |
-ζτ- 3006713
Die auf den orientierenden Reflex ausgeübte Wirkung von erfindungsgemäßen Verbindungen und der anerkannt gut
wirksamen Vergleichssubstanz 2-Methyl-2-n-propyl-1,3-
-propandioldicarbamat [Meprobamat] gleicher Wirkungsrichtung wurde an weißen Mäusen in einem 8-kanaligen Dews-Apparat
nach der Verfahrensweise von Borsy und Mitarbeitern (Arch. Int. Pharmacodyn. 124- [1960], Λ bis 2) bestimmt.
Nach einer Vorbehandlung von 30 Minuten wurde die Zahl der durch die Bewegung der Tiere verursachten Lichtunterbrechungen
registriert; die Versuchsgruppen umfaßten je 3 Mäuse.
Die bei der Bestimmung der Motilitätshemmung erhaltenen EDcQ-Werte und die therapeutischen Indices sind in der
folgenden Tabelle IV zusammengestellt.
- 22 -
030036/0761
CD CO O CD CO CD ■n»
CD •»3 CO
| Ver Bezeichnung |
bindung Beispiel' |
Peroraler EDcQ-Wert in mg/kg |
Therapeutischer Index LDcO-Wert ED-o'-Wert |
| i-Propionyl-3-phenyl-i,4-dihydro- pyrido[3,4-e]-as-triazinhydrochlorid |
12 (HCl) | 50 | 40 |
| 1-Acetyl-3-phenyl-1,4-dihydro- pyrido[3,4~ e]-as-triazin |
15 | 30 | 46,7 |
| 1-Butyryl-3-phenyl-1,4-dihydro- pyrido[3j^-e]-as-triazin |
V | 90 | 16,7 |
| 1-Propionyl-3-phenyl-1,4~dihydro- pyrido[3»4~e]-as-t:riazin |
12 | 35 | >57,1 |
| 2-Methyl-2-n-propyl-1,3-propandioldicarbamat [Meprobamat] |
Vergleichssubstanz B | 270 | 4,1 |
O-»
- 23 -
€3 O CD
CD
Die Tetrabenazin entgegenwirkende Wirkung von erfindungsgemäßen
Verbindungen und der anerkannt gut wirksamen Vergleichssubstanz 5-(3'-Dimethylaminopropyliden)—
-dibenz-[a,d]-1,4—cycloheptadien [Amitryptilin] gleicher
Wirkungsrichtung wurde an Mäusen untersucht. Die Versuchsgruppen umfaßten je 3 Tiere. Die Tiere der Blindversuchs- beziehungsweise
Kontrollgruppe erhielten eine 0,9%-ige wäßrige Hatriumchloridlösung in einer Dosis von
20 cnr/kg peroral; den weiteren Mäusen wurde eine Lösung
der jeweiligen zu untersuchenden Verbindung peroral verabreicht. Nach 30 Minuten wurden den Mäusen je 50 mg/kg
3-Isobutyl-9, IO-dimethoxy-1,2,3,4,6, 7-hexahydrobenzo[a]chinolizin—2—on
|Tetrabenazin$ verabreicht. Die Zahl der Tiere mit geschlossenen Augenlidspalten wurde
nach 3Of 60, 90 und 120 Minuten festgestellt. Die Angaben
der einzelnen Meßzeitpunkte wurden addiert und die auf den Blind- beziehungsweise Eontrollversuch bezogene Hemmung
wurde berechnet. Die bei dieser Bestimmung erhaltenen ED,-Q-Werte und die therapeutischen Indices sind in der
folgenden Tabelle V zusammengestellt.
- 24 030036/0761
- 2* -Tabelle V
| Vi Bezeichnung |
srbindung Beispiel |
Peroraler EDcO-Wert in mg/kg |
Therapeutischer Index LDcO-Wert ED50-Wert |
| 1-Propiony1-3-pheny1-1,4-dihydro- pyrido[5,4-e]-as-triazinhydrochlorid |
12 (HCl) | 40 | 50 |
| 1-Acety1-3-pheny1-1,4-dihydro- pyrido[3,4-e]-as-triazin |
15 | 56 | 25 |
| 1-Butyryl-3-phenyl-1,4-dihydro- pyridotS»^-e]-as-triazin |
17 | 20 | 75 |
| 5-(3'-Dimethylaminopropyliden)- -dibenz-[a,d]-1,4-cycloheptadien [Amitryptilin] |
Vergleichs, sub stanz C | 12 | 18,8 |
Die mit 5-(1'-Cyclohexenyl)-1 ,5-dimethylbarbitursäure
[Hexobarbital] hervorgerufene narkosepotenzierende Wirkung von erfindungsgemäßen Verbindungen und der anerkannt gut
wirksamen Vergleichssubstanz 2-Methyl-2-n-propyl-1-,3-
-propandioldicarbamat [Meprobamat] gleicher Wirkungsrichtung wurde nach der Verfahrensweise von Kaergaard und Mitarbeitern
(Arch. Int. Pharmacodyn. 2 [1967], 170) untersucht. Die zu untersuchenden Verbindungen wurden den Mäusen peroral verabreicht
(die Versuchsgruppen bestanden aus je 6 Tieren); die Tiere der Blindversuchs- beziehungsweise Kontrollgruppe
erhielten 20 mg/kg einer 0,9%-igen Natriumchloridlösung. Danach wurde den Mäusen je eine Dosis von 40 mg/kg
5-(1'-Cyclohexenyl)-1,5-dimethylbarbitursäure [Hexobarbital]
intravenös verabreicht. Es wurden diejenigen Tiere als positiv reagierend bewertet, deren Schlafdauer den durchschnittlichen
Wert der Blindversuchs- beziehungsweise Kontrolltiere um 150% übertraf. Die Zahl der Tiere mit
positiver Reaktion wurde mit der Zahl sämtlicher behandelten Tiere verglichen. Die berechneten EDj-Q-Werte und die
therapeutischen Indices sind in der folgenden Tabelle VI zusammengestellt.
- 26 -
030036/0761
Co
O
O
C*>
| Verbir Bezeichnung |
idung Beispiel |
Peroraler ED50-Wert in mg/kg |
Therapeutischer Index LL50-Vert EDcQ-Wert |
6 4 |
| 1,4-Diacetyl-1,4-dihydropyrido[3,4—e]-as- -triazin |
1 | 25 | 11,4 | |
| i-Propionyl^-methyl-i^-dihydro- pyrido[3»4-e]-as-triazin |
11 | 20 | 25 | |
| 1-Propionyl-3-phenyl-1,4-dihydro- pyrido[3»4-e]-as-triazinhydrochlorid |
12 (HGl) | 10 | 200 | |
| 1-Acetyl-3-phenyl-1,4-dihydro- pyrido[3,4-e]-as-triazin |
15 | 35 | 40 | |
| 1-Butyryl-3-pb.enyl-1,4-dihydro- pyrido[3 »4-e]-as-triazin |
17 | 150 | 10 | |
| 1-Propionyl-3-phenyl-i,4-dihydro- pyrido[3ι4-e]-as-triazin |
12 | 62 | 32,3 | |
| 2-Methyl-2-n-propyl-1,3-propandioldicarbamat [Meprobamat] |
Vergleiche- substanz B |
270 | 4,1 | |
Aus den obigen Tabelle I bis VI geht eindeutig die therapeutische Überlegenheit der erfindungsgemäßen Verbindungen
gegenüber den Vergleichssubstanzen hervor.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können in der Therapie in erster Linie zur Entzündungshemmung und zum
Schmerzstillen verwendet werden.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können in Form von
Arzneimittelpräparaten vorliegen. Diese können nach an sich bekannten Verfahren der pharmazeutischen Industrie
bereitet worden sein.
Die erfindungsgemäßen Arzneimittelpräparate können vorteilhaft in. Form von peroral zu verabreichenden Zube—
reitungsformen, zum Beispiel Tabletten, Kapseln, Dragees, Losungen oder Suspensionen, oder parenteral zu verabreichenden
Zubereitungsformen, zum Beispiel sterilen Lösungen oder
Suspensionen, vorliegen.
Die peroral zu verabreichenden Arzneimittelpräparate
können als Träger verschiedene übliche Bindemittel, zum
Beispiel Gelatine, Sorbit und/oder Polyvinylpyrrolidon, Füllstoffe, zum Beispiel Milchzucker, Rohrzucker, Stärke
und/oder Calciumrphosphat, Eilfsstoffe, zum Beispiel
Kagnesiumstearait, Talk, Polyäthylenglykole und/oder
Siliciumdioxyd, und/oder Vernetzungsmittel, zum Beispiel
Watriuialaurylsulfat, enthalten.
Die flüssigen Arzneimittelpräparate können als Träger
verschiedene Suspendiermittel, zum Beispiel Sorbit, Bohrzuckerlösung, Gelatine und/oder Carboxymethylcellulose,
Emulgiermittel, zum Beispiel Öle, ölige Ester, Glycerin, Propylenglykol und/oder Äthanol, und/oder Konservierungsmittel,
zum Beispiel p-Hydroxybenzoesäuremethylester
- 28 030036/0761
und/oder p-Hydroxybenzoesäurepropylester, enthalten.
Die erfindungsgemäßen Arzneimittelpräparate können auch an sich bekannte Geschmackskorrigentien und Farbstoffe enthalten.
Die zweckmäßige Dosis der erfindungsgemäßen Verbindungen ist täglich 25 bis 900 mg je Körpergewicht von erwachsenen
Menschen.
Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beispiele
näher erläutert.
Es wurden 6,8 g (0,04 Mol) 1,4-Dihydropyrido[3,4-e]-as-
-triazinhydrochlorid in 140 cm^ Essigsäureanhydrid zum Sieden
erhitzt. Die Umsetzung wurde 4 Stunden lang durchgeführt. Danach wurde der Überschuß des auch als Lösungsmittel
dienenden Essigsäureanhydrides abdestilliert. So wurden 6,8 Ε (78,2% der Theorie) 1,4-Diacetyl-1,4-dihydropyrido[3»4—e]—
as—triazin mit einem Schmelzpunkt von 211 bis 212°C erhalten.
Es wurden 3,8 g (0,015 Mol) 3-Phenyl-1,4-dihydropyrido[3»4—e]-as-triazinhydrochlorid
mit 45 cnr Chloracetylchlorid
1 Stunde lang bei 25°C und danach 10 Stunden lang bei 85 bis 900C umgesetzt. Hach dem Aufarbeiten des
Reaktionsgemisches wurden 4,05 g (81, ^ der Theorie) 1 -Chloracetyl-3-phenyl-i ,4-dihydropyrido[ 314-e] -as-triazinhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 260 bis 2610C
- 29 030036/0761
3QQ6719
.39-
erhalten
Die obige Verfahrensweise konnte auch mit 3 cm* Chloracetylchlorid
in Gegenwart von 50 cnr Benzol oder Chloroform durchgeführt werden.
Es wurden 3,8 g (0,015 Mol) 3-Phenyl-1,4-dihydropyrido[354-e]-as-triazinhydrochlorid
mit 32,6 g (0,3 Mol) Chlorameisensäureäthylester beziehungsweise Äthylchlorformisc
6 Stunden lang sum Sieden erhitzt. Nach dem Aufarbeiten
des Reaktionsgemisches wurden 4,18 g (85,8% der Theorie) 1-Carbäthoxy-3-phenyl-1,4-dihydropyrido[3,4-e]-as-
-triazinhydrochlorid mit einem Schmelzpunkt von 213°C erhalten.
Es wurden 3,7 g (0,02 Mol) 3-Methyl-1,4-dihydropyrido[3»4-e]-as-triazinhydrochlorid
in 100 cnr Trifluoressigsäure gelöst und 2 Stunden lang bei Zimmertemperatur
und nach Zugabe von 22,4 cnr (0,16 Mol) Trifluoressigsäureanhydrid
noch 3 Stunden bei 20 bis 30°C stehengelassen. Nach dem Aufarbeiten des Reaktionsgemisches wurden
5,4 g (76% der Theorie) 1-Trifluoracetyl-3-methyl-1,4- -dihydropyrido[3,4-e]-as-triazintrifluoracetat mit einem
Schmelzpunkt von 208 bis 2O9°C erhalten.
Es wurden 3,7 g (0,02 Mol) 3-Methyl-1,4-dihydropyrido[5,^-e]-as-ti"--äzinhydrochlorid
in einem Überschuß
- 30 -
Q30036/0761
— If/I
-Ui-
TEXT"' MtS Sift-
TEXT FE^
3006713
•Η-
Es wurde aus 3-I)lienyl-1,4-dihydropyrido[3,4— e]-as-
-triazin und Essigsäureanhydrid analog der Verfahrensweise des Beispieles 1 1-Acetyl-3-pbenyl-1,4-dihydropyrido[3,4--e]-as-triazin
mit einem Schmelzpunkt von 208 bis 209°C in einer Ausbeute von 76% der Theorie
hergestellt.
Es wurde aus 1,4-Dihydropyrido[354--e]-as-triazinhydrochlorid
und Propionsäureanhydrid analog der Verfahrensweise des Beispieles 1 1,4-Dipropionyl-1,4-dihydropyrido[3?4—e]-as-triazin
mü; einem Schmelzpunkt von 130 bis 1310C in einer Ausbeute von 85% der Theorie hergestellt.
Es wurde aus 3-Pbenyl-i ,4-dihydropyrido[3i4~e]-as-
-triazin und Butyrylchlorid beziehungsweise Buttersäurechlorid analog der Verfahrensweise des Beispieles 2
1-Butyryl-3-phenyl-1,4-dihydropyrido[3,4-e]-as-triazin
mit einem Schmelzpunkt von 225 bis 226°C in einer Ausbeute von 78% der Theorie hergestellt.
Es wurden 6 g (0,02 Mol) 3-n-Nonyl-i,2-dihydropyrido^^-ej-as-triazinhydrochlorid
mit 80 cnr
- 35 030036/0761
3OQ6719
Essigsäureanhydrid 2 Stunden lang bei 80° umgesetzt. Nach
dem Abkühlen des Reaktionsgemisches schied sich als Nieder schlag 5 g (73% der Theorie) i-Acetyl-3-n-nonyl-i,2-dihydropyrido[3»4—
e]-as-triazinbydrochlorid mit einem Schmelzpunkt von 209 bis 21O0C aus.
Es wurde aus 3-n-Hexyl-1, 2-dihydropyrido[3J4-- e]-as-
-,triazinhydrochlorid mit Essigsäureanhydrid analog der
Verfahrensweise des Beispieles 18 i-Acetyl-3-n-hexyl-
-1,2-dihydropyrido[3,4-e]-as-triazinhydrochlorid mit einem
Schmelzpunkt von 215 bis 216°C in einer Ausbeute von 73%
der Theorie hergestellt.
Es wurde aus 3-(3' »4·1 i5' -Trimethoxyphenyl)-1,2-dihydropyrido[3»4-e]-as-triazinhydrochlorid
mit Essigsäureanhydrid analog der Verfahrensweise des Beispieles 18 1-Acetyl-3-(3',4',5'-trimethoxyphenyl)-1,2-dihydropyrido[3»4—
e]-as-triazinhydrochlorid mit einem Schmelzpunkt von 271 bis 272OC in einer Ausbeute von 85% der
Theorie hergestellt.
Es wurde aus 3,93 g (0,01 Mol) 3-n-0ctadecyl-1,2- -dihydropyrido[314-e]-as-triazinhydrochlorid beziehungsweise
3-Stearyl-1,2-dihydropyrido[3i^-e]-as-triazinhydrochlorid
und Stearinsäurechlorid analog der Verfahrensweise
- 36 030036/0761
- 36 -
des Beispieles 2 i-Stearoyl-3-n-octadecyl-i,2-dihydropyrido[
314-e ] -as-triazinhydrochlorid beziehungsweise
1-Stearoyl-3-stearyl-1,2-dihydropyrido[3»4-e]-as-triazinhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 79 bis 800C in
einer Ausbeute von 87% der Theorie hergestellt.
Es wurden 2,75 g (0,011 Mol) 3-(p-Hydroxyphenyl)-1,2-
-dihydropyrido[3i^-e]-as-triazinhydrochlorid mit
ß-Pyridincarbonsäurechlorid analog der Verfahrensweise
des Beispieles 2 umgesetzt. So wurde 1-Nicotinoy1-3-
-(p-hydroxyphenyl) -1,2-dihydropyrido[ 3 5 4-e] -as-triazinhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 212 bis 213°C in
einer Ausbeute von 79% der Theorie hergestellt.
Es wurde aus 2,75 g (0,011 Mol) 3-(o-Hydroxyphenyl)-
-1,2-dihydropyrido[3,4~e]-as-triazinhydrochlorid und
Toluylsäurechlorid analog der Verfahrensweise des Beispieles 2 1-(p-Toluoyl)-3-(o-hydroxyphenyl)-1,2-dihydropyrido[3»4-e]-as-triazinhydrochlorid
mit einem Schmelzpunkt von 202 bis 203°C in einer Ausbeute von 73% der
Theorie hergestellt.
Es wurden 2,46 g (0,01 Mol) 3-(Pyrid-2'-yl)-1,2-
-dihydropyrido[ 3^-G]-as-triazinhydrochlorid und Salicylsäurechlorid
analog der Verfahrensweise des Beispieles 2
- 37 030036/0761
umgesetzt. So wurde 1-(o-Hydroxybenzoyl)-3-(pyrid-2'-yl)-
-1,2-dihydropyrido[3»^~e]-as-triazinhydrochlorid mit
einem Schmelzpunkt von 219 bis 220°C in einer Ausbeute
von 78% der Theorie erhalten.
Patentansprüche 030036/0761
Claims (1)
- Patentansprüchefür einen Alkylrest mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, einen Alkoxyrest mit 1 bis 4· Kohlenstoffatomen, einen Halogenalkylrest mit 1 bis 4- Kohlenstoffatomen und 1 oder mehr Halogenatomen, einen Furylrest, einen- 39 -030036/0761Pyridylrest oder einen, gegebenenfalls durch.1 bis 3 Halogenatom(e) , TrifluormethylrestCe), Nitrogruppe(n), Hydroxygruppe(n), Alkylrest(e) mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und/oder Alkoxyrest(e) mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in einer Gesamtzahl von 1 bis 3 bei identischer oder verschiedener Substitution im Falle von mehr als 1 Substituenten substituierten, Phenylrest, Phenylalkylreät mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylteil oder Phenylalkenylrest mit2 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkenylteil steht,Wasserstoff, einen Alkylrest mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, einen, gegebenenfalls durch eine Hydroxygruppe oder höchstens 3 Alkoxyrest(e) mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituierten, Phenylrest, einen, gegebenenfalls hydroxysubstituierten, Naphthylrest, einen Phenylalkyl- - 40 -030036/0761rest mit 1 "bis 4· Kohlenstoffatomen im Alkylteil oder einen Pyridylrest darstellt undentwederoderWasserstoff oder einen Rest der allgemeinen FormelIlR1-C-in weichletztererRy, wie oben festgelegt ist,bedeutetund
entweder B R5 zusammen eine chemische Bindung oder H zusammen darstellen, wobei dasjenige von R0 •2 und ^ und und R,welches andieser Bindung beteiligt ist, keine der obigen Bedeutungen haben kann,sowie ihre Säureadditionssalze.2.) Dihydropyrido[3T4-e]-as-triazinderivate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Alkylrest, für den R1 und/oder R7. stehen kann beziehungsweise können, ein030036/0761solcher beziehungsweise solche mit 1 bis 18, insbesondere 1 bis 10, ganz besonders 1 bis 4, Kohlenstoffatomen ist beziehungsweise sind.3.) Dihydropyrido[3?4~e]-as-triazinderivate nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Alkoxyrest oder Halogenalkylrest, für den R^ stehen kann, ein solcher mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen ist.4.) Dihydropyrido[354~e]-as-triazinderivate nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß der Halogenalkylrest, für den R^ stehen kann, ein Chloralkyl- oder Fluoralkylrest, insbesondere mit 1 bis Chlor- beziehungsweise ITuoratomen, ist.5.) Dihydropyrido[3,^~e]-as-triazinderivate nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Phenylalkylrest, für den R,- stehen kann, ein solcher mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen im Alkylteil ist.6.) Dihydropyrido[3,4~e]-as-triazinderivate nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Phenylalkenylrest, für den R* stehen kann, ein solcher mit 2 oder 3 Kohlenstoffatomen im Alkenylteil ist.7o) Dihydropyrido[3,4~e]-as-triazinderivate nach Anspruch 1, 2, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Halogenatom beziehungsweise die Halogenatome9 durch das "beziehungsweise die der Phenylrest, Phenylalkylrest beziehungsweise Phenylalkenylrest, für den R^ stehen kam:., substituiert sein kann, Chlor, Brom und/oder Fluor ist beziehungsweise sind»80 Dihydropyrido[3?2i~e3-as-triazinderivate nach Anspruch 1, 2 oder 5 "bis 1% dadurch gekennzeichnet,- 42 030036/0761daß der Alkylrest beziehungsweise die Alkylreste, durch den beziehungsweise die der Phenylrest, Phenylalkylrest beziehungsweise Phenylalkenylrest, für den E^ stehen kann, substituiert sein kann, ein solcher beziehungsweise solche mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen ist beziehungsweise sind.9.) Dihydropyrido[3i4--e]-as-triazinderivate nach Anspruch 1, 2 oder 5 Dis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Alkoxyrest beziehungsweise die Alkoxyreste, durch den beziehungsweise die der Phenylrest, Phenylalkylrest beziehungsweise Phenylalkenylrest, für den E^ stehen kann, substituiert sein kann, ein solcher beziehungsweise solche mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen ist beziehungsweise sind.10.) Dihydropyrido[5»4—e]-as-triazinderivate nach Anspruch 1 bis 9» dadurch gekennzeichnet, daß der Alkoxyrest beziehungsweise die Alkoxyreste, durch den beziehungsweise die der Phenylrest, für den E, stehen kann, substituiert sein kann, ein solcher beziehungsweise solche mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen ist beziehungsweise sind.H.) Dihydropyrido[3»4--e]-as-triazinderivate nach Anspruch 1 bis 9» dadurch gekennzeichnet, daß der Phenyl alkylrest, für den E-, stehen kann, ein solcher mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen im Alkylteil ist.12.) Dihydcopyrido[3»4-e]-as-triazinderivate nach Anspruch 1 bis 8, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß bei ihnen030036/0761für einen Methylrest, einen Äthylrest, einen n-Propylrest, einen Is opropyIre st, e inen n-Decylrest, einen n-Octadecylrest, einen Methoxyrest, einen Äthoxyrest, einen Chlormethylrest, einen Trifluormethylrest, einen Benzylrest, einen Phenyläthylrest, einen Cinnamylrest, einen, gegebenenfalls durch ein Chloratom., ein Bromatom, einen Trifluormethylrest, eine Hydroxygruppe oder einen Methylrest substituierten, Phenylrest, einen Furylrest oder einen Pyridylrest steht,Wasserstoff, einen Methylrest, einen Äthylrest, einen Hexylrest, einen Octylrest, einen Nonylrest, einen n-0ctadecylre3t, einen Benzylrest, einen Phenylrest, einen Hydroxyphenylrest, einen Trimethoxyphenylrest oder einen030036/0761Pyridylrest darstellt undentweder Rp Wasserstoff bedeutetoder Rn für Wasserstoff odereinen Rest der allgemeinen FormelR1-C- II, in welchletztererR1 wie oben festgelegt ist,steht undentweder Rp und R1- zusammenoder R^ und R1- zusammen eine chemische Bindungdarstellen,wobei dasjenige von R^ und Ru , welches an dieser Bindung beteiligt ist, keine-der obiger. Bedeutungen haben kann,sowie ihre Säureadditionssalze.13.) 1-Propionyl-3-phenyl-1 ,^-dihydropyridofj^i—ej-as« -triazin.. 45 030036/0761■ϊ·14.) 1-Propionyl-3-phenyl-1,4-dihydropyrido[3*4-e]-as- -triazinhydrochlorid.15·) 1-Acetyl-3-phenyl-1,4-dihydropyrido[3i4-e}-as-triazin.16.) Verfahren zur Herstellung der Verbindungen nach Anspruch 1 bis 15» dadurch gekennzeichnet, daß man Dihydropyrido[3i4— e]-as-triazinderivate der allgemeinen FormelIII ,worinwie im Anspruch Ί, 2, 10, 11 oder 12 festgelegt ist undentweder R,Wasserstoff bedeutetoderfür Wasserstoff oder einen Rest der allgemeinen Formel- 46 -030036/0761IlR1-C- II in weichletztererR1 wie in den Ansprüchen 1 "bis 9 fest gelegt ist,steht undentweder Rg und R1- zusammenoder R^, und R1- zusammen eine chemische Bindung darstellen, wobei dasjenige von Rg und R1, , welches an dieser Bindung beteiligt ist, keine der obigen Bedeutungen haben kann,oder Säureadditionssalze derselben mit Acylierungsmitteln der allgemeinen FormelIlR1-C-X IV ,worin X für eine austretende Gruppe steht und R1 wie in den Ansprüchen 1 bis 9 festgelegt ist, umsetzt, worauf man in an sich bekannter Weise gegebenenfalls- 47 0 0 36/0761die erhaltenen acylierten Dihydropyrido[3,4— e]-as- -triazinderivate der allgemeinen Formel I in Säureadditionssalze überführt beziehungsweise gegebenenfalls die erhaltenen Säureadditionssalze der acylierten Dihydropyrido[3,^-e]-as-triazinderivate der allgemeinen Formel I in die freien acylierten Dihydropyrido[3,4— e]-as-triazinderivate der allgemeinen Formel I oder in andere Säureadditionssalze überführt.17.) Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß man als Acylierungsmittel der allgemeinen Formel IV solche, bei welchen X für Halogen, insbesondere Chlor, oder einen Rest der allgemeinen FormelR1-C- IIin weichletzterer R^ wie in den Ansprüchen 1 bis 9 festgelegt ist, steht, verwendet.18.) Arzneimittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an 1 oder mehr Verbindungen nach Anspruch 1 bis I5 als Wirkstoff(en), gegebenenfalls zusammen mit 1 oder mehr inerten flüssigen oder festen Trägern.030036/0761
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