DE3000977A1 - Kraftstoffeinspritzeinrichtung fuer brennkraftmaschinen, insbesondere fuer dieselmotoren - Google Patents
Kraftstoffeinspritzeinrichtung fuer brennkraftmaschinen, insbesondere fuer dieselmotorenInfo
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Description
R. 5974
11.1.1980 Ks/Kö
11.1.1980 Ks/Kö
Kraftstoffeinspritzeinrichtung für Brennkraftmaschinen, insbesondere für Dieselmotoren
Die Erfindung geht aus von einer Kraftstoffeinspritzeinrichtung
gemäß dem gattungsbildenden Oberbegriff des Hauptanspruchs. Es ist bereits eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung
dieser Bauart bekannt (US-PS 3 486 493), bei
der die Einspritzpumpe als Pumpe-Düse ausgebildet ist und die Kraftstoffeinspritzmenge durch einen in einen
überströmkanal eingesetzten hydraulisch angetriebenen Steuerschieber bestimmt wird. Dieser Steuerschieber bestimmt
den wirksamen Förderhub und damit die Kraftstoffeinsprit
zmenge der Einspritzpumpe durch Sperrung des Rückflusses aus dem Pumpenarbeitsraum; und die Einspritzung
ist beendet, wenn dieser Steuerschieber den überströmkanal Öffnet und der Einspritzdruck sich entlasten kann. Bei
dieser bekannten Kraftstoffeinspritzeinrichtung besteht die für alle Einspritzpumpen gemeinsame Steuereinrichtung
aus einem synchron zur Motornockenwelle angetriebenen mechanischen Drehverteiler, der sowohl den Beginn als auch
das Ende der Kraftstoffeinspritzung bestimmt3 über eine
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mechanisch von Fliehgewichten verschiebbare Steuerhülse eine drehzahlabhängige Pörderbeginnänderung steuert und
zugleich als Verteilereinrichtung dient, durch die der Steuerkraftstoff den jeweiligen Druckräumen der Steuerschieber
zugeführt wird. Eine solche, mechanisch angetriebene Steuereinrichtung weist eine starke Drehzahlabhängigkeit
auf, d.h. die eingespritzte Kraftstoffmenge ändert sich bei wechselnden Drehzahlen trotz unveränderter Einstellung der
Stellglieder. Dies begrenzt die Einsatzmöglichkeit bei schnellaufenden Motoren. Als weiterer Nachteil ist zu
nennen, daß die Steuerdruckleitung auch als Pülleitung dient, womit negative Rückwirkungen auf die Mengensteuerung
und Steuerzeiten zu erwarten sind.
Des weiteren ist durch die US-PS 3 465 737 eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung
nahezu gleicher Bauart bekannt, bei der jedoch der Steuerschieber vom Steuerdruck einer als
Steuerpumpe dienenden separaten und zugleich mit der Pumpe-Düse angetriebenen Einspritzpumpe betätigt wird. Zur Änderung
des Spritzbeginns ist in den Antrieb der Steuerpumpe ein bekannter, das Antriebsdrehmoment übertragender Spritzversteller
eingebaut, so daß der gesamte Aufwand für die Einrichtung sehr groß ist.
Es sind auch Kraftstoffeinspritzeinrichtungen mit magnetventilgesteuerten
Pumpe-Düsen bekannt, bei denen der in den Überströmkanal eingesetzte Steuerschieber vom Ventilglied
einer Magnetventilanordnung gebildet ist. Bei diesen Einrichtungen ist jeder Pumpe-Düse ein direkt vom Einspritzdruck
beaufschlagtes Magnetventil zugeordnet, so daß unvermeidbare Exemplarstreuungen und die am Ventilglied angreifenden
Druckkräfte bei Verwendung der Pumpe-Düsen an Mehrzylindermotoren eine gleiche Fördermenge jeder Pumpe-Düse
verhindert.
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R.
Ziel der Erfindung ist es, unter weitgehender Ausschaltung
mechanischer Steuerungsteile bei geringem Bauaufwand eine kompakte und über einen weiten Drehzahlbereich eine genaue
Mengenzumessung und Spritzbeginnkorrektur gewährleistende Einspritzeinrichtung zu erhalten, die bei schnellaufenden
Dieselmotoren eingesetzt werden kann.
Bei der erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzeinrichtung
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs wird sowohl der Einspritzbeginn als auch die Einspritzdauer
von einer elektronisch ansteuerbaren Magnetventilanordnung bestimmt, wodurch eine genaue und zeitgerechte Kraftstoffeinspritzung
erreichbar ist, denn mit den heute gebräuchlichen elektronischen Steuereinrichtungen werden auch die
für die Dieseleinspritzung benötigten, extrem kurzen Steuerzeiten unter Einbeziehung der Drehzahlsignale elektrischer
Drehzahlsensoren mit der erforderlichen Genauigkeit erzielt.
Durch die Trennung der die Druckbeaufschlagung steuernden Ventilanordnung von der Verteilereinrichtung können die benötigten
Leitungen und Steuerzeiten optimal ausgelegt werden, und der Steuerdruck wird nicht ungünstig durch die beim
Füllen und Absteuern der Pumpenarbeitsräume auftretenden Druckstöße beeinflußt.
Durch die in den weiteren Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind konstruktive Ausgestaltungen und Verbesserungen
sowie vorteilhafte Weiterbildungen der im Hauptanspruch angegebenen Kraftstoffeinspritzeinrichtung möglich.
Beliebig kurze Schaltzeiten werden mit zur Zeit zur Verfügung stehenden Magnetventilen durch die Anordnung gemäß
Anspruch 2 erreicht.
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Durch die kennzeichnenden Merkmale' der Ansprüche 3 bis 5
sind verschiedene mögliche Magnetventilkombinationen festgelegt, von denen die gemäß Anspruch 3 oder 4 gewählten
Merkmalskombinationen durch die Verwendung des in die Verbindung zwischen Steuerdruckleitung und Niederdruckleitung
eingesetzten 3/2-Wegeventils eine klare Trennung zwischen Steuerdruck und Versorgungsdruck ermöglicht und
somit eine genügend schnelle Hubbewegung des Steuerschiebers erzielt. Gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
5 werden die in ihrem Aufbau sehr einfachen 2/2-Wegeventile verwendet, was eine einfache Leitungsführung
ermöglicht, und entsprechend Anspruch 6 wird eine schnelle Entlastung der Steuerdruckleitung sichergestellt.
Die Merkmale des Kennzeichenteils von Anspruch 7 gewährleisten eine schnelle Betätigung des jeweils den Einspritzbeginn
oder das Spritzende steuernden Magnetventils, und bei Stromausfall kann keine Einspritzung stattfinden,
womit den Sicherheitsanforderungen Rechnung getragen wird.
Eine vereinfachte Leitungsführung wird durch die Merkmale des Anspruchs 8 erreicht, wobei außerdem noch die bei der
Umsteuerung der Steuerschieber auftretenden Entlastungsstöße und damit die Umschaltbewegungen dieser Steuerschieber
durch den als Gegendruck wirkenden Versorgungsdruck gedämpft werden.
Bei einer Kraftstoffeinrichtung der gattungsgemäßen Bauart mit einem zentralen, als Verteilereinrichtung dienenden
Drehverteiler, der synchron zu den Einspritzpumpen angetrieben ist und zur Betätigung der Steuerschieber nacheinander
im Takt der Einspritzungen die Verbindung der
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einzelnen Steuerleitungen mit der Steuerdruckleitung herstellt und unterbricht, wird die erforderliche Verteilerfunktion
durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 9 erzielt. Da dieser Drehverteiler nur eine Verteilerfunktion
auszuüben hat, sind an die Präzision dieses Bauteils nur geringe Anforderungen gestellt.
Gemäß den Ansprüchen 10 und 11 ist durch die von je einer Steuerstelle an jedem Pumpenkolben gebildete Verteilereinrichtung
eine zwangsläufige Verbindung der Steuerdruckleitung mit den jeweils unter Steuerdruck zu stehenden Druckräumen
auf einfachste Weise möglichs die Länge der Steuerleitung
kann in vorteilhafter Weise äußerst kurz gehalten werden, wodurch die Toträume der Steuerleitungen verringert
werden, und ein sonst notwendiger Antrieb der Verteilereinrichtung
entfällt.
Zeichnung
Vier Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Kraftstoffeinsprit
zeinrichtung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen: Figur 1
eine vereinfachte Darstellung des ersten Ausführungsbeispiels mit vier im Querschnitt dargestellten, als Pumpe-Düsen
ausgebildeten Einspritzpumpen, Figur 2 das zweite Ausführungsbeispiel mit einer aus zwei 3/2-Wegeventilen
bestehenden Magnetventilanordnung und einer von einem Drehverteiler gebildeten Verteilereinrichtung, Figur 3
einen Ausschnitt aus dem dritten, ansonsten entsprechend Figur 1 ausgebildeten Ausführungsbeispiel mit einer vereinfachten
Magnetventilanordnung, Figur 4 das vierte Ausführungsbeispiel und Figur 5 ein Steuerdiagramm zu den in
den Figuren 1 bis 4 dargestellten Magnetventilanordnungen.
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Bei der in Figur 1 dargestellten Kraftstoffeinspritzeinrichtung sind mit 10a bis 1Od vier mechanisch angetriebene
Pumpe-Düsen bezeichnet, die im wesentlichen aus einer von je einem Antriebsnocken lla bis lld einer Motornockenwelle
11 angetriebenen, als Kolbenpumpe ausgebildeten Einspritzpumpe 12a bis 12d und einer mit dieser zusammengebauten,
als druckgesteuertes Einspritzventil ausgebildeten Einspritzdüse 13 besteht. Als Einspritzdüse kann je
nach den Erfordernissen des Motors jedes der bekannten, vom Kraftstoffdruck gesteuerten und als nach außen oder
innen öffnende Ventile ausgebildeten Einspritzventile verwendet werden. Die mit 14a, l4b, l4c und I1Id bezeichneten
Pumpkolben tauchen bei ihren entgegen einer Stößelfeder 15 von den Antriebsnocken lla bis lld erzeugten und über
Rollenstößel 16 übertragenen Druckhüben in je einen von einem Teil einer Zylinderbohrung 17 der Pumpkolben l4a
bis l4d gebildeten Pumpenarbeitsraum 18 ein. Diese Pumpenarbeitsräume
18 werden über an eine für alle Pumpe-Düsen 10a bis 1Od gemeinsame, unter dem Versorgungsdruck p„ stehende
Versorgungsleitung 19 angeschlossene Fülleitungen mit Kraftstoff gefüllt, die zugleich auch als Verlängerung
der mit 22 bezeichneten, an die Tumpenarbeitsräume 18 angeschlossenen
Überströmkanäle anzusehen sind. Da beim dargestellten Ausführungsbeispiel keine separaten Fülleitungen
in die Pumpenarbeitsräume 18 münden, sind die Überströmleitungen 22 zugleich auch als ein Teil der Fülleitungen
21 anzusehen. In die Verbindung jedes Überströmkanals 22 mit der Fülleitung 21 ist ein entgegen der Kraft einer Rückstellfeder
23 betätigbarer Steuerschieber 24 eingesetzt, der bei der Pumpe-Düse 10a in einer zur Einleitung der Einspritzung
den überströmkanal 22 verschließenden Lage, bei den anderen Pumpe-Düsen 10b bis 1Od jedoch in seiner
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den Pumpenarbeitsraum l8 mit den Fülleitungen 21 und damit
mit der als Niederdruckleitung dienenden Versorgungsleitung 19 verbindenden Ausgangsstellung an einem nicht näher dargestellten
Anschlag anliegt. Um die Leitungsfüllung zu vereinfachen, münden die Pülleitungen 21 in je einen die
Rückstellfeder 23 enthaltenden Federraum 25 des Steuerschiebers
24j und der Pederraum 25 ist über von Flächen
oder Nuten gebildete Kanäle 26 in einem Abschnitt 24a des Steuerschiebers 24 in dauernder Verbindung mit einer als
Ringnut ausgebildeten Steuerstelle 27 des Steuerschiebers 24. In der bei den Pumpe-Düsen 10b bis 1Od eingezeichneten
Ausgangslage des Steuerschiebers 24 hat die Ringnut 27 die Verbindung von der Pülleitung 21 zum überströmkanal
22 geöffnet, bei der ersten Pumpe-Düse 10a ist diese Verbindung geschlossen.
Jeder der Steuerschieber 24 ist an seinem der Rückstellfeder 23 gegenüberliegenden Ende von einem Druckraum 28
begrenzt, der seinerseits über eine Steuerleitung 29 an eine für alle Pumpe-Düsen gemeinsame Steuerdruckleitung
angeschlossen ist.
Die Steuerdruckleitung 31 kann unter den Steuerdruck p„
einer Steuerkraftstoffquelle 32 gesetzt werden, wenn der
von einer Förderpumpe 33 aus einem Tank 34 in die Steuerdruckleitung
31 geförderte Kraftstoff in seiner Druckhöhe von einem ersten Druckbegrenzungsventil 35 bestimmt wird.
Dies ist dann der Fall, wenn der sich in der Steuerdruckleitung 31 befindende Steuerkraftstoff durch eine für alle
Pumpe-Düsen 10a bis 1Od zentrale Magnetventilanordnung 48 daran gehindert ist, in eine unter wesentlich niedrigerem
Druck stehende Niederdruckleitung abzufließen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel dient die Versorgungsleitung
19 als Niederdruckleitung, in der im vorliegenden Fall dann
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der Versorgungsdruck pv herrscht. Zur Steuerung dieses
Versorgungsdrucks pv ist dem ersten Druckbegrenzungsventil
35 ein zweites Druckbegrenzungsventil 37 nachgeschaltet.
Die Steuerkraftstoffquelle 32 ist somit von der vorzugsweise als Konstantmengenpumpe ausgebildeten Förderpumpe
und dem ersten Druckbegrenzungsventil 35 gebildet, und der bei gesperrtem Rücklauf in der Steuerdruckleitung
herrschende Steuerdruck ps ist um ein Mehrfaches höher
als der in der Versorgungsleitung 19 und den Fülleitungen 21 herrschende Versorgungsdruck p„. Günstige Werte ergeben
sich bei p„ = 6 bar und p„ = 30 bis 80 bar.
Figur 1 zeigt die Spritzbeginnstellung für die erste Pumpe-Düse 10a, da der im Pumpenarbeitsraum 18 befindliche Kraftstoff
durch den den überströmkanal 22 absperrenden Steuerschieber 24 daran gehindert wird, in die Niederdruckleitung
19 abzufließen. Beim weiteren Abwärtshub des Pumpkolbens 14a wird danach der im Pumpenarbeitsraum 18 komprimierte
Kraftstoff über die Einspritzdüse 13 in den zugehörigen Motorzylinder eingespritzt. Bei den übrigen nichtbetätigten
Pumpe-Düsen 10b bis 1Od ist entweder in der unteren oder oberen Totpunktlage des zugehörigen Antriebsnockens
11b bis lld die Verbindung von d-^r Steuerdruckleitung 31
zum Druckraum 28 des Steuerschiebers 24 durch die entsprechende Lage je einer als Verteilereinrichtung dienenden
Ringnut 43 an den Pumpkolben l4b bis l4d gesperrt. Die von den vier Ringnuten 43 an den Pumpkolben l4a bis
l4d gebildete Verteilereinrichtung und die zentrale Ventilanordnung 48 bilden zusammen die den Förderbeginn und
das Förderende der entsprechenden Pumpe-Düsen 10a bis 1Od steuernde Steuereinrichtung.
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Die Magnetventilanordnung 48 bestehts wie aus der vereinfachten
Darstellung in Figur 1 zu entnehmen ist, aus den zwei hydraulisch parallel geschalteten Magnetventilen
und 47, durch die bei entsprechender Überschneidung der
Steuersignale extrem kurze, mit einem einzigen Magnetventil nicht erzielbare Steuerzeiten erreichbar sind.
Das erste Magnetventil 46 ist in eine die Steuerdruckleitung
31 mit der Versorgungsleitung 19 verbindende Leitung
42 eingesetzt, als 2/2-Wegeventil ausgebildet und in seiner
betätigten, d.h. vom zugehörigen erregten Elektromagneten verschobenen zweiten Schaltstellung gezeichnet, in
der es die Verbindung von der Steuerdruckleitung 31 zur Versorgungsleitung 19 sperrt. Das zweite Magnetventil
ist ein 3/2-Wegeventil und verbindet in seiner entregten,
in Figur 1 eingezeichneten ersten Schaltstellung einen zur Verteilereinrichtung 43 führenden Teil 31a der Steuerdruckleitung
31 mit dem anderen mit der Steuerkraftstoffquelle
32 verbundenen Teil 31b. Zur Beendigung der Einspritzung
und Entlastung der Steuerdruckleitung 31 schaltet dieses zweite Magnetventil 47 bei erregtem Elektromagneten
in seine zweite, den Teil 31a der Steuerdruckleitung 31
mit der Versorgungsleitung 19 verbindende Schaltstellung um. Vor Einleitung des nächsten Einspritzvorgangs kehrt
dann das erste Magnetventil 46 bei entregtem Elektromagneten in seine im Schaltsymbol eingezeichnete erste Schaltstellung
zurück und das zweite Magnetventil 47 wird wieder in die gezeichnete erste Schaltstellung bei ebenfalls
entregtem Elektromagneten gebracht.
Bei der zur Steuerung des Spritzendes erfolgenden Entlastung der Steuerdruckleitung 31 wird der Druck in der
Steuerdruckleitung 31 auf den Versorgungsdruck p„ reduziert
und in dem immer noch über die Ringnut 43 und die
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Steuerleitung 29 mit der Steuerdruckleitung 31 verbundenen Druckraum 28 der ersten Pumpe-Düse 10a wird der Druck abgesenkt
und die Rückstellfeder 23 kann den Steuerschieber
24 in seine Ausgangslage verschieben. Dabei wird der Pumpenarbeit
sraum l8 über den überströmkanal 22, die Steuerstelle
27 am Steuerschieber 24, die Kanäle 26, den Pederraum
25 und die Fülleitung 21 mit der Versorgungsleitung 19 verbunden. Der dadurch bewirkte Druckabfall im Pumpenarbeitsraum
18 beendet die Einspritzung, und im Pumpenarbeitsraum 18 wird nur ein dem Versorgungsdruck pv entsprechender Standdruck
aufrechterhalten. Bis zur Beendigung des Resthubes des Pumpkolbens l4a wird der überschüssige Kraftstoff aus
dem Pumpenarbeitsraum 18 in die Versorgungsleitung 19 verdrängt und beim darauffolgenden Saughub wird dieser Pumpenarbeitsraum
18 über die Fülleitung 21 und die Überströmleitung 22 wieder gefüllt. Diese Füllung ist beendet, wenn der
Pumpkolben l4a wieder in seiner unteren Totpunktlage steht,
wie dies bei den Pumpkolben l4c und l4d der dritten.und vierten Pumpe-Düse 10c und 1Od der Fall ist.
Die Antriebsnocken 11a bis lld sind so ausgebildet, daß aowohl in der unteren als auch in der oberen Totpunktlage
eine längere Rast des Pumpkolbens l4a bis l4d stattfindet, womit sichergestellt ist, daß bei der Betätigung einer
der Steuerschieber 24 nicht ein anderer mit beeinflußt wird, denn sowohl in der unteren als auch in der oberen
Totpunktlage verschließt die Ringnut 43 an den Pumpkolben l4a bis l4d die Verbindung vom Druckraum 28 über die Steuerleitung
29 zur gemeinsamen Steuerdruckleitung 31.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel werden die einzelnen Pumpe-Düsen 10a bis 1Od direkt von den über die strichpunktiert
angedeutete, vorzugsweise von der obenliegenden
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Motornockenwelle gebildeten Nockenwelle 11 verbundenen und
angetriebenen Antriebsnocken 11a bis lld betätigt, wodurch der zur Erzeugung hoher Einspritzdrücke notwendige "steife
Antrieb" gewährleistet ist. Selbstverständlich können die Pumpkolben l4a bis l4d auch über an sich bekannte Kipphebel
von den Antriebsnocken 11a bis Hd angetrieben werden (nicht dargestellt). In vorteilhafter Weise ist auch der Drehverteiler
38 von der gleichen Motornockenwelle 11 angetrieben, und eine räumlich günstige Anordnung der gesamten Kraftstoffeinspritzeinrichtung
ergibt sich dann, wenn wie strichpunktiert an der Förderpumpe 33 angedeutet, auch diese durch die
Motornockenwelle 11 angetrieben wird.
Bei den nachfolgend zu den Figuren 2 bis 4 beschriebenen
weiteren Ausführungsbeispielen sind gleiche bzw. gleichwirkende Teile gleich bezeichnet, baulich abgewandelte
Teile erhalten einen Indexstrich und neue Teile werden neu bezeichnet.
Bei dem in Figur 2 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel werden die mit 14a' bis l4d' bezeichneten Pumpkolben
der Pumpe-Düsen 10a' bis 1Od' von gegenüber den Antriebsnocken Ha bis Hd der Figur 1 in ihrer Form abweichenden
Antriebsnocken 11a' bis Hd' angetrieben, und als Verteilereinrichtung
dient ein zentraler, synchron zu den Pumpe-Düsen 10a' bis 1Od' angetriebener Drehverteiler 53,
der ebenfalls direkt oder indirekt mit der Motornockenwelle 11 verbunden ist. Eine Mantelfläche 54 dieses Drehverteilers
53 ist mit einer dauernd mit der Steuerdruckleitung
31 verbundenen Steueröffnung 55 versehen, deren mit B bezeichnete Breite - in Umfangsrichtung gesehen für
die längstmögliche Betätigungsdauer des Steuerschiebers 24 unter Berücksichtigung der in der Praxis auftretenden
Drehzahlen ausgelegt ist. Die Steueröffnung 55 ist
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über eine Querbohrung 56 im Drehverteiler 53 und über eine
Längsbohrung 57 in dauernder Verbindung mit der Steuerdruckleitung 31, und bei der zur Ansteuerung der Pumpe-Düsen
10a' bis 1Od1 im Uhrzeigersinn erfolgenden Drehbewegung
des Drehverteilers 53 werden die einzelnen Steuerleitungen 29 nacheinander im Takt der Einspritzungen mittels
der Steueröffnung 55 mit der Steuerdruckleitung 31 verbunden. Die in die Steuerdruckleitung 31 zwischen dem
zur Verteilereinrichtung 53 führenden Teil 31a und den
von der Steuerkraftstoffquelle 32 her gespeisten Teil 31b
dieser Leitung 31 eingesetzte Magnetventilanordnung ist in
Figur 2 mit 48' bezeichnet und besteht aus zwei 3/2-Wegeventilen 46' und 47', durch die der eine dauernd mit der
Verteilereinrichtung 53 verbundene Teil 31a der Steuerdruckleitung
31 wechselweise mit dem anderen mit der Steuerkraftstoffquelle 32 verbundenen Teil 31b der Steuerdruckleitung
31 oder mit der Niederdruck- oder Versorgungsleitung
19 verbindbar ist. Das erste, zur Einleitung des Spritzbeginns betätigte Magnetventil 46' ist in seiner
den Abfluß des Kraftstoffs aus der Steuerdruckleitung 31 in die Niederdruckleitung 19 verhindernden, jedoch den
Durchfluß des Steuerkraftstoffs von der Steuerkraftstoffquelle
32 zum Drehverteiler 53 ermöglichenden Schaltstellung gezeichnet, das zweite Magnetventil 47' stand bereits
in dieser entsprechenden Schaltstellung, und (nicht eingezeichnet) zur Beendigung der Einspritzung kann dann
das zweite Magnetventil 47' in eine die Entlastung des Steuerdrucks pg in den zum Drehverteiler 53 führenden
Teil 31a der Steuerdruckleitung 31 ermöglichende Schaltstellung
umschalten. In dieser Schaltstellung ist dann eine Verbindung zu der Versorgungsleitung 19 hergestellt,
in der der gegenüber dem Steuerdruck po wesentlich niedrigere
Versorgungsdruck pv herrscht, der wie weiter vorne
zu Figur 1 bereits beschrieben, vom Druckbegrenzungsventil 37 gesteuert wird.
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Figur 3 zeigt für das dritte Ausführungsbeispiel eine schaltungstechnisch vereinfachte, anstelle der Magnetventilanordnungen
48 oder 48' in den Figuren 1 oder 2 verwendbare Magnetventilanordnung 48" die aus zwei nahezu
gleichen, als 2/2-Wegeventile ausgebildeten Magnetventilen
46" und 47" besteht. Die übrigen Bauteile der Kraftstoffeinspritzeinrichtung
können entsprechend Figur 1 oder 2 ausgeführt werden.
Beide Magnetventile 46" und 47" sind in jeweils eine die Steuerdruckleitung 31 mit der Versorgungsleitung 19 verbindende
Leitung 42' und 42" eingesetzt. Entsprechend den Schaltstellungen der Magnetventile in den Figuren 1 und
steht das erste Magnetventil 46" in seiner bei erregtem Elektromagneten die Verbindung von der Steuerdruckleitung
31 zur Niederdruckleitung 19 sperrenden zweiten Scha.ltstellung,
während das zweite, nicht erregte Magnetventil 47" bereits in seiner diese Verbindung sperrenden ersten
Schaltstellung steht.. Wie aus Figur 3 zu entnehmen ist, ist die Steuerdruckleitung 31 direkt mit der Steuerkraftstoffquelle
32 verbunden, und die Versorgungsleitung 19 zweigt zwischen den beiden Druckbegrenzungsventilen 35
und 37 ab. Zur Verbesserung der Wirkungsweise der Ventilanordnung 48" kann, wie strichpunktiert angedeutet, in
die Steuerdruckleitung 31 vor der über die Leitungen 42·
und 42" erfolgenden Verbindung zur Versorgungsleitung 19 eine Strömungsdrossel 59 eingesetzt werden. Diese Strömungsdrossel
59 muß so ausgelegt sein, daß ein den Rückhub
des Steuerschiebers 24 ermöglichender Druckabfall auf den Versorgungsdruck p„ bei durch das zweite Magnetventil
47" gesteuerter Verbindung zur Versorgungsleitung 19 in der Steuerdruckleitung 31 möglich ist, und daß auch bei
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gesperrtem Abfluß ein schneller Druckaufbau des Steuerdrucks P3 in dieser Steuerdruckleitung 31 stattfindet.
Bei dem in Figur 4 dargestellten vierten Ausführungsbeispiel sind nur drei Pumpe-Düsen 10a" bis 10c" mit den zugehörigen,
über die Motornockenwelle 11 verbundenen Antriebsnocken
lla" bis lic" eingezeichnet. Die mit l4a" bis
l4c" bezeichneten Pumpkolben, von denen jedoch nur zwei vollständig gezeichnet sind, sind als Differentialkolben
ausgebildet, wobei der im Durchmesser kleinere Abschnitt im weiteren Text und auch in der Zeichnung als Pumpkolben
14a", l4b" und der im Durchmesser größere Abschnitt als Ililfspumpkolben 6la, 6lb bezeichnet wird. Der Hilfspumpkolben
6la, 6lb kann auch aus einem separaten, zwischen Pumpkolben l4a", UiHb" und den Antriebsnocken lla", 11b"
eingefügten und wie ein Antriebsstößel wirkenden Kolben bestehen.
Der Hilfspumpkolben 61a, 6lb taucht bei seinem entgegen der Stößelfeder 15 vom Antriebsnocken 11 erzeugten Druckhub
mit einer von der Differenzfläche zwischen Hilfspumpkolben
6la, 6lb und Pumpkolben 14a", l4b" gebildeten wirksamen Arbeitsfläche 62 in eine gegenüber der Zylinderbohrung
17 des Pumpkolbens l4a", l4b" vergrößerte Hilfspumpkammer
63 ein und bildet somit eine als Steuerkraftstoffquelle
dienende Hilfspumpe 64.
Die Hilfspumpkammer 63 wird ebenso wie der vom Pumpkolben l4a", l4b" beaufschlagte Pumpenarbeitsraum 18 über Füllventile
65 bzw. 66 von der von der Förderpumpe 33 gespeisten, auch hier als Niederdruckleitung dienenen Versorgungsleitung
19 her mit Kraftstoff gefüllt, der bei
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R. 5
dem Druckhub des Hilfspumpkolbens 6las 6lb in die Steuerleitungen
29 gefördert wird.
Die für jede Pumpe-Düse 10a" bis 10c" gleich langen Steuerleitungen
29 sind durch als Teil einer Verteilereinrichtung anzusehende Rückschlagventile 67 gegenüber der Steuerdruckleitung
31 absperrbar j wenn durch die aus zwei Magnetventilen 46" und 47" bestehende, entsprechend der in Figur 3
dargestellten wirkende und deshalb auch gleich bezeichnete Magnetventilanordnung 48" die Verbindung von der Steuerdruckleitung
31 zur unter Versorgungsdruck p„ stehenden
Versorgungsleitung 19 gesperrt ist. Der Antriebsnocken 11a" hat den Pumpkolben l4a" der ersten Pumpe-Düse 10 bereits
so weit bewegt, daß dessen Hilfspumpkolben 6la den aus der
Hilfspumpkammer 63 verdrängten Kraftstoff in der Steuerleitung 29 und in der mit dieser verbundenen Steuerdruckleitung
31 auf den Steuerdruck p„ erhöht und den hier mit 24" bezeichneten Steuerschieber in die gezeichnete, die
Überströmleitung 22 sperrende Stellung verschoben hat. Durch die Rückschlagventile 67 sind die von den Magnetventilen
46" und 47" rückprallenden Druckwellen von der gerade unter Druck gesetzten Steuerleitung 26 abkoppelbar.
Zugleich sind auch die gerade nicht unter Steuerdruck stehenden Steuerleitungen 29 der beiden von den Antriebsnocken lib" und lic" angetriebenen und in ihrer unteren
Totpunktlage stehenden Pumpe-Düsen 10b" und 10c" durch die zugehörigen Rückschlagventile 67 von der durch die
eine betätigte Pumpe-Düse 10a" unter Druck gesetzten Steuerdruckleitung 31 abgetrennt. Die Magnetventilanordnung
48" besteht, wie aus der vereinfachten Darstellung in Figur 4 zu entnehmen ist, aus zwei hydraulisch parallel
geschalteten elektromagnetisch betätigten 2/2-Wegeventilen 46" und 47", durch die durch entsprechende über-
130030/018 4
BAD ORIGINAL
R. 5974
schneidung der Steuersignale extrem kurze, mit einem einzigen
Magnetventil nicht erzielbare Steuerzeiten erreichbar sind.
Die Wirkungsweise der beiden in Figur 1 in ihrer den Abfluß aus der Steuerdruckleitung 31 sperrenden Schaltstellung
eingezeichneten Magnetventile 46 und 47 und auch der zu den
Figuren 2, 3 und 4 beschriebenen Magnetventile 46' und 47'
bzw. 46" und 47" ist aus dem in Figur 5 dargestellten Diagramm zu entnehmen und nachfolgend für einen Einspritzvorgang
anhand dieses Diagramms beschrieben.
Auf der Ordinate sind die mit "zu" bezeichnete Schließstellung und die mit "auf" bezeichnete Offenstellung beider
Magnetventile 46 und 47, bzw. 46' und 47' oder 46" und 47"
über der in der Abszisse aufgetragenen Zeit t mittels zweier geringfügig zueinander in der Höhe versetzt gezeichneter
Kurven a und b aufgetragen. Der voll ausgezogene Kurvenzug a bezieht sich auf das erste Magnetventil 46,
46', 46" und der gestrichelt eingezeichnete Kurvenzug b auf das zweite Magnetventil 47, 47', 47". Wie aus dem
Kurvenzug b zu entnehmen ist, ist bei t. das zweite Magnetventil 47, 47', 47" bereits geschlossen, wenn in
tp die durch t„ gekennzeichnete Einspritzung durch Umschalten
des ersten Magnetventils 46, 46', 46" von seiner Offen- in seine Schließstellung, d.h. von "auf" nach
"zu", eingeleitet wird. Die Einspritzung ist dann beendet, wenn im Zeitpunkt t^, das zweite Magnetventil 47, 47', 47"
öffnet und von "zu" nach "auf" umschaltet. Kurz danach kann auch bei tu das erste Magnetventil 46, 46', 46"
wieder in seine Offenstellung umschalten, so daß vor Beginn der zu den Zeitpunkten t. und tp stattfindenden
Schließbewegungen beider Magnetventile beide Magnetventile
130030/0134
R. 597Ί
offen und die Steuerdruckleitung 31 zur Niederdruckleitung 19 hin entlastet ist. Durch diese sogenannte "Gegentaktschaltung"
zweier Magnetventile können auch für extrem kurze, d.h. bis auf Null verkürzte Schaltzeiten handelsübliche
druckausgeglichene Magnetventile mit einer systembedingten Mindestumschaltdauer verwendet werden.
Die allein durch den Hub des Ventilgliedes bedingten Schaltzeiten sind durch die Schräglage der entsprechenden
Kurventeile der Kurven a und b angedeutet, und mit den Kurven c und d sind die elektrischen Schaltimpulse für
die zugehörigen Elektromagneten angedeutet. Wie aus den Kurven e und d zu entnehmen ist, wird das erste Magnetventil
46, 46', 46" kurz vor t? zur Steuerung des Spritzbeginns
eingeschaltet und zu einem in weiten Grenzen festlegbaren Zeitpunkt zwischen t-, und t~ wieder ausgeschaltet.
Die gestrichelte Kurve d zeigt, daß das zweite Magnetventil 47, 47', 47" zur Steuerung des Spritzendes bei t, eingeschaltet
und vor tp z.B. bei t. oder, wie strichpunktiert
angedeutet, bei t, wieder ausgeschaltet wird.
Die als Ausführungsbeispiele beschriebenen Kraftstoffeinspritzeinrichtungen
sind ausschließlich mit Pumpe-Düsen versehen, weil mit diesen die Vorteile der erfindungsgemäßen
hydraulischen Steuerung am besten zur Geltung kommen. Das Erfindungsprinzip kann aber auch auf Einzelpumpen
und auf zu Reihenpumpen zusammengefügte Einspritzpumpen angewendet werden.
130030/0184
II.I.I98O Ks/Kö
Kraftstoffeinspritzeinrichtung für Brennkraftmaschinen, insbesondere für Dieselmotoren
Es wird eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung (Figur 1) für
Brennkraftmaschinen vorgeschlagen, bei der Einspritzbeginn
und -ende durch einen hydraulisch betätigten Steuerschieber (24) bestimmt sind. Die vorzugsweise mit einer
Einspritzdüse (13) zu einer Pumpe-Düse (10a bis lOd) zusammengebauten
Einspritzpumpen (12a bis 12d) der Einrichtung weisen eine zentrale, aus zwei hydraulisch parallel
geschalteten Magnetventilen (46, 47) bestehende Magnetventilanordnung
(48) auf, die in eine Verbindung zwischen einer von einer Steuerkraftstoffquelle (32) unter Steuerdruck
(p„) setzbaren Steuerdruckleitung und einer unter Versorgungsdruck (pv) stehenden Niederdruckleitung (19)
eingesetzt ist. Der Steuerschieber (24) wird zur Einleitung des Spritzbeginns über eine; Verteilereinrichtung (43)
von der Ventilanordnung (48) unter Steuerdruck (po) gesetzt
und verschließt einen aus dem Pumpenarbeitsraum (18) wegführenden überströmkanal (22). Zur Steuerung des Spritzendes
entlastet der Steuerschieber (24) bei seinem Rückhub diesen überströmkanal wieder zu einer Niederdruckleitung
(19). Der zur Betätigung der Hubbewegung des Steuerschiebers (24) erforderliche Steuerdruck (ρσ) in der Steuerdruckleitung
(31) wird mittels der Ventilanordnung (48) durch Sperren des Abflusses aus dieser Leitung (31) aufgebaut.
130030/0184 BAD
Leerseite
Claims (11)
- R. 5974
11.1.198Ö Ks/KöROBERT BOSCH GMBH3 7OOO Stuttgart 1AnsprücheKraftstoffeinspritzeinrichtung für Brennkraftmaschinen, insbesondere für Dieselmotoren, mit pro Arbeitszylinder je einem mechanisch angetriebenen Pumpkolben einer - vorzugsweise mit der Einspritzdüse zu einer Pumpe-Düse vereinigten - von einer Förderpumpe mit unter Versorgungsdruck stehendem Kraftstoff versorgten Einspritzpumpe, mit je einem vom Steuerdruck einer Steuerkraftstoffquelle entgegen mindestens der .Kraft einer Rückstellfeder betätigbaren Steuerschieber, der in einen dauernd mit dem Pumpenarbeitsraum verbundenen Überströmkanal eingesetzt ist und diesen Kanal zur Einleitung des Einspritzbeginns verschließt und zur Beendigung der Einspritzung wieder öffnet, und mit einer für alle Einspritzpumpen gemeinsamen Steuereinrichtung, durch die der Steuerdruck über Steuerleitungen auf die Druckräume der Steuerschieber aufschaltbar ist, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:a) die Steuereinrichtung besteht aus einer für alle Ein-130030/0184- 2 - R, 5974spritzpumpen (.12a bis 12d, 12a1 bis 12d', 12a" bis 12d") gemeinsamen, den Anfang und die Dauer der Druckbeaufschlagung der Druckräume (28) der Steuerschieber (24, 24') bestimmenden Magnetventilanordnung (48, 48', 48") und aus einer von dieser getrennten Verteilereinrichtung (43, 53, 67), durch die im Takt der Einspritzungen jeweils nur eine der an die Druckräume (28) der Steuerschieber (24, 24') angeschlossenen Steuerleitungen (29) mit einer Steuerdruckleitung (31) verbindbar ist;b) durch die Magnetventilanordnung (48, 48', 48") ist die für alle Einspritzpumpen (12a bis 12d, 12a1 bis 12d', 12a" bis 12c") gemeinsame Steuerdruckleitung (31) mit einer Niederdruckleitung (19) verbindbar -3c) der zur Betätigung der Steuerschieber (24, 24') erforderliche, über die· Verteilereinrichtung (43, 53, 67) jeweils einen der Druckräume (28) beaufschlagende Steuerdruck (ps) wird durch die den Abfluß des Steuerkraftstoffs aus der Steuerdruckleitung (3D in die Niederdruckleitung (19) sperrende Magnetventilanordnung (48, 48', 48") aufgebaut und danach für den Rückhub des Steuerschiebers (24, 24') zur Niederdruckleitung (19) hin wieder entlastet. - 2. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetventilanordnung (48, 48', 48")130030/0184- 3 - R. 5971Iaus zwei hydraulisch parallel geschalteten Magnetventilen (.46 und 47, 46« und 47', 46" und 47") besteht, von denen das erste, vor dem Einspritzbeginn zur Niederdruckleitung (19) offene Magnetventil (.46, 46', 46") durch seine Umschaltbewegung den Abfluß des Steuerkraftstoffs aus der Steuerdruckleitung (31) in die Niederdruckleitung (19) bei bereits vor Einspritzbeginn den Abfluß sperrendem zweitem Magnetventil (47, 47', 47") zur Einleitung der Einspritzung sperrt, und von denen das zweite Magnetventil (47, 47', 47") durch seine den Abfluß ermöglichende Umschaltbewegung bei noch umgeschaltetem erstem Magnetventil (46, 46', 46") das Spritzende steuert.
- 3· Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,. daß beide Magnetventile (46' und 47') als 3/2-Wegeventile ausgebildet sind, durch die der eine dauernd mit der Verteilereinrichtung (53) verbundene Teil (31a) der Steuerdruckleitung (31) wechselweise mit dem anderen mit der Steuerkraftstoffquelle (32) verbundenen Teil (31b) der Steuerdruckleitung (31) oder mit der Niederdruckleitung (19) verbindbar ist (Figur 2).
- 4. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Magnetventil (46) als 2/2~Wegeventil ausgebildet und in eine die Steuer-0 3 0 / 0 1 8 k- 4 - R. 5974druckleitung (3D mit der Niederdruckleitung (19) verbindende Leitung (42') eingesetzt ist und daß das zweite Magnetventil (47) als 3/2-Wegeventil ausgebildet ist und wechselweise den einen zur Verteilereinrichtung (43) führenden Teil (31a) der Steuerdruckleitung (31) mit dem anderen mit der Steuerkraftstoffquelle (32) verbundenen Teil (31b) der Steuerdruckleitung (31) oder mit der Niederdruckleitung (19) verbindet (Figur 1).
- 5. Kraft stoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Magnetventile (46", 47") der Magnetventilanordnung (48") als 2/2-Wegeventile ausgebildet sind, die in je eine die Steuerdruckleitung (31) mit der Niederdruckleitung (19) verbindende Leitung (42', 42") eingesetzt sind und diese Leitungen (42', 42") wechselweise öffnen oder sperren (Figuren 3 und 4).
- 6. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 5j dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Steuerkraftstoffquelle (32) und der Verbindung mit den die Magnetventile (46", 47") enthaltenden Leitungen (42·, 42") eine Strömungsdrossel(59) in die Steuerdruckleitung (3D eingesetzt ist (Figur 3).
- 7. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach einem der An-130030/0184■ - 5 - R. 5974sprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Magnetventil (46, 46', 46") für seine den Einspritzbeginn auslösende, die Verbindung von der Steuerdruckleitung (31) zur Niederdruckleitung (19) sperrende Umschaltbewegung und das zweite Magnetventil (47, 47', 47") für seine das Spritzende steuernde, die Steuerdruckleitung (3D zur Niederdruckleitung (.19) entlastende Umschaltbewegung erregbar ist.
- 8. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7.J dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpenarbeitsräume (.18) über von den Steuerleitungen (29) getrennte Fülleitungen (.21) an eine für alle Einspritzpumpen gemeinsame, unter dem Versorgungsdruck (p„) stehende Versorgungsleitung (19) angeschlossen sind, und daß die Versorgungsleitung (19) als Niederdruckleitung für den über die Magnetventilanordnung (48, 48', 48") aus der Steuerdruckleitung (31) abfließenden Kraftstoff dient,
- 9. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, mit einem zentralen, als Verteilereinrichtung dienenden Drehverteiler, der synchron zu den Einspritzpumpen angetrieben ist und zur Betätigung der Steuerschieber nacheinander im Takt der Einspritzungen die Verbindung der einzelnen Steuerleitungen mit der130030/0184- 6 - R, 5974Steuerdruckleitung herstellt und unterbricht, dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufende Mantelfläche (5*0 des Drehverteilers (53) mit einer dauernd mit der Steuerdruckleitung (31) verbundenen Steueröffnung (55) versehen ist, deren Breite (B) - in Umfangsrichtung gesehen - für die längsmögliche Betätigungsdauer des Steuerschiebers (.24) ausgelegt ist (.Figur 2),
- 10. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilereinrichtung von je einer in die Pumpkolben (14a bis l4d) jeder Einspritzpumpe (12a bis 12d) eingearbeiteten Steuerstelle (43) gebildet ist, durch die mindestens in der Ausgangs- oder unteren Totpunktlage (UT) des Pumpkolbens (14a bis l4d> die Verbindung von der zugehörigen Steuerleitung (29) zur Steuerdruckleitung (31) unterbrochen und nach einem ersten Teilhub (h.) wiederhergestellt ist (Figur 1).
- 11. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerstelle von einer in die Mantelfläche des Pumpkolbens (l4a bis l4d) eingearbeiteten Ringnut (433 gebildet ist.130030/0184BAD ORIGINAL
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