DE3112381C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Kraftstoffeinspritzpumpe gemäß dem
gattungsbildenden Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Es ist bereits eine Kraftstoffeinspritzpumpe dieser Bauart bekannt
(US-PS 37 79 225), bei der einem Pumpkolben dieser Kraftstoffein
spritzpumpe ein als Schieberventil ausgebildetes Magnetventil als
elektrisch betätigbares Überströmventil zugeordnet ist, das durch
seine den Überströmkanal verschließende Betätigungsdauer sowohl den
Förderbeginn als auch das Förderende bestimmt. Bei dieser besonders
für die Hochdruckkraftstoffeinspritzung vorgesehenen Kraftstoffein
spritzpumpe muß jeder Pumpenarbeitsraum von einem Magnetventil
gesteuert werden, so daß bei Mehrzylinder-Brennkraftmaschinen der
technische Aufwand sehr groß wird und es schwierig wird, die
einzelnen Magnetventile auf eine gleiche Betätigungsgeschwindigkeit
und -dauer einzustellen, damit auch bei gleichen Betätigungsimpulsen
von den einzelnen Pumpelementen die gleiche Kraftstoffmenge
zur Einspritzdüse gefördert wird. Der letztgenannte Nachteil
tritt bei einer ähnlich aufgebauten Kraftstoffeinspritz
pumpe nach der FR-PS 11 76 110, Figur 8, nicht auf, weil
dort nur ein Magnetventil, aber auch nur ein Pumpkolben ver
wendet wird. Neben dem Nachteil, daß das dortige Magnet
ventil nur das Förderende steuert, ist als weiterer Nachteil
zu nennen, daß die einzelnen Einspritzdüsen dann jeweils von
einem zusätzlichen Elektromagneten angesteuert werden müssen,
da der einzige Pumpkolben in eine Verteilerleitung fördert,
an die die einzelnen Einspritzdüsen angeschlossen sind, so
daß der Vorteil des einzigen Überströmventils wieder durch
die Vielzahl der elektrisch angesteuerten Einspritzdüsen
zunichte gemacht wird. Außerdem wird durch die miteinander
verbundenen Einspritzleitungen das jeweils während der Ein
spritzung wirksame Totraumvolumen in nachteiliger Weise ver
größert. Die gleichen Nachteile weist auch eine aus der
US-PS 16 64 610 bekannte Kraftstoffeinspritzeinrichtung auf,
bei der ein einzelnes elektromagnetisch angesteuertes Saug
ventil einen veränderlichen Einspritzbeginn und damit die
Fördermenge steuert, eine Verteilung des von einem einzigen
Pumpkolben geförderten Kraftstoffs zu den einzelnen Ein
spritzdüsen geschieht über elektromagnetisch angesteuerte,
an eine Verteilerkammer angeschlossene Verteilerventile.
Auch hier ist der Aufwand sehr groß und der Pumpkolben muß
gegenüber Einzeleinspritzpumpen eine der Zylinderzahl des
Motors entsprechende Anzahl von Pumphüben pro Nockenwellen
umdrehung ausführen, was vor allem beim Einsatz in schnell
laufenden Fahrzeugmotoren zu Schwierigkeiten besonders beim
Füllen des Pumpenarbeitsraums führen muß.
Aus der US-PS 38 59 972 ist eine elektrisch gesteuerte
Kraftstoffeinspritzpumpe für Mehrzylinder-Brennkraftmaschinen
abweichender Bauart bekanntgeworden, bei der, wie bei der
gattungsgemäßen Pumpe, jedem Arbeitszylinder der Brennkraftmaschine
ein von einem Antriebsnocken einer Nockenwelle mit konstantem Hub
angetriebener und in einer Zylinderbohrung geführter Pumpkolben
zugeordnet ist, der jeweils in einem mit einem Füllkanal und einem
Überströmkanal verbundenen Pumpenarbeitsraum wirkt, wobei zur
Förderung von Kraftstoff über ein Druckventil zu einer Einspritzdüse
der zu einem Raum niederen Druckes führende Überströmkanal von einem
Ventilglied eines elektrisch betätigten Überströmventils verschließ
bar ist. Bei dieser bekannten Einspritzpumpe werden wohl jeweils
zwei benachbarte Pumpenarbeitsräume zu einer Gruppe zusammengefaßt,
sie werden aber von zwei zusammengehörigen Überströmventilen
gesteuert, wobei jeweils ein Ventil als Sperrventil wirkt, durch das
der nicht unter Einspritzdruck stehende Pumpenarbeitsraum und der
Raum niederen Druckes gegenüber dem unter Einspritzdruck gesetzten
Pumpenarbeitsraum absperrbar ist. Beide Ventile steuern abwechselnd
Förderbeginn und Förderende des einen und dann des anderen Pumpenar
beitsraumes. Da diese Einspritzpumpe eine der Anzahl der Pumpkolben
und der Arbeitszylinder der Brennkraftmaschine entsprechende Anzahl
von Magnetventilen erfordert, ist der Steuerungs- und Bauteileauf
wand extrem hoch.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, unter weitgehender
Benutzung und gleichzeitiger Vereinfachung bekannter Steuerungsteile
und mit geringem Bauteilaufwand eine kompakte Einspritzpumpe zu
erhalten, die über einen für Fahrzeugmotoren weiten Drehzahlbereich
eine genaue Mengenzumessung und eine über einen sehr großen Winkel
bereich verschiebbare Spritzbeginnkorrektur gewährleistet und
insbesondere zur Kraftstoffdirekteinspritzung bei fremdgezündeten,
mit Schichtladung arbeitenden Brennkraftmaschinen eingesetzt werden
kann. Solche Brennkraftmaschinen arbeiten mit gegenüber Diesel
motoren wesentlich geringeren Einspritzdrücken von z. B. 20 bar und
Spitzendrücken von etwa 60 bar, sie erfordern jedoch einen extrem
großen Winkelbereich von z. B. 60° Nockenwinkel für die dreh
zahl- und auch lastabhängige Spritzbeginnkorrektur, so daß sich ein
insgesamt großer Förderbereich von z. B. 110° Nockenwinkel ergibt.
Bei der erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzpumpe mit den kenn
zeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 wird sowohl der
Einspritzbeginn als auch die Einspritzdauer mindestens zweier
Pumpkolben von einem einzigen Überströmventil gesteuert, wobei der
oder die jeweils nicht unter Einspritzdruck stehenden Pumpenarbeits
räume durch das Sperrventil abgesperrt sind. Durch die angegebene
Merkmalskombination wird der Vorteil des den einzelnen Einspritz
düsen zugeordneten Pumpenkolbens beibehalten bei gleichzeitiger
Vereinfachung der elektrischen Ansteuerung für die gegenüber den
Pumpkolben mindestens auf die Hälfte reduzierte Anzahl der will
kürlich steuerbaren, elektrisch betätigten Überströmventile, so daß
sich Exemplarstreuungen der Ventile weniger auswirken, und durch die
auch noch im Kennzeichenteil angegebene Abstimmung von Nockenrast
und Förderbereich wird eine Überschneidung der Steuerzeiten der
mindestens zwei von einem Überströmventil angesteuerten Pumpkolben
vermieden, wodurch zugleich die größtmögliche von einem Überström
ventil ansteuerbare Anzahl der zu der selben Gruppe gehörenden
Pumpkolben begrenzt wird.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind
konstruktive Ausgestaltungen und Verbesserungen sowie vorteilhafte
Weiterbildungen der in Patentanspruch 1 angegebenen Kraftstoff
einspritzpumpe möglich. So wird bei einer gemäß Anspruch 2 und auch
bei einer gemäß Anspruch 4 ausgebildeten Kraftstoffeinspritzpumpe in
vorteilhafter Weise die Steuerung der von je einem Überströmventil
gesteuerten Pumpenarbeitsräume stark vereinfacht, denn durch die als
Sperrventilglied dienende und von einem Mantelflächenabschnitt am
Pumpkolben gebildete Steuerfläche fallen die Baumraum- und Dicht
probleme für ein zusätzliches Ventil weg, und durch die Sperr
stellung des Pumpkolbens in einer seiner Totpunktlagen sind keiner
lei zusätzliche Steuerungsmittel zum Sperren der jeweils nicht
wirksamen Pumpenarbeitsräume nötig.
Durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 6 wird vor allem
bei schnell laufenden Brennkraftmaschinen eine einwandfreie Füllung
des Pumpenarbeitsraums beim Saughub des Pumpkolbens unterstützt und
z. B. bei der Verwendung von Benzin als Kraftstoff die gefürchtete
Dampfblasenbildung unterbunden.
Drei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritz
pumpe sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden
näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine vereinfachte Darstellung
des ersten Ausführungsbeispiels mit zwei im Querschnitt darge
stellten, von einem gemeinsamen Überströmventil angesteuerten Pump
elementen, die
Fig. 2 und 3 je eine Schnittdarstellung durch den
erfindungswesentlichen Teil einer praktisch ausgeführten Kraftstoff
einspritzpumpe für das erste Ausführungsbeispiel,
Fig. 4 einen
Ausschnitt aus dem zweiten, ansonsten entsprechend Fig. 1 ausge
bildeten Ausführungsbeispiel mit zusätzlichem Füllventil,
Fig. 5
ein Steuerdiagramm und
Fig. 6 das dritte Ausführungsbeispiel.
Bei dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten bevorzugten ersten
Ausführungsbeispiel ist mit 10 eine Mehrzylinder-Kraftstoffein
spritzpumpe bezeichnet, von der einfachheitshalber nur zwei Pumpele
mente 11 a und 11 b dargestellt sind. Die in einem lediglich
schraffiert angedeuteten Pumpenge
häuse 12 befindlichen Pumpelemente 11 a und b bestehen im
wesentlichen aus je einem von einem Antriebsnocken 13 a bzw.
13 b einer für alle Pumpelemente gemeinsamen Nockenwelle
14 mit konstantem Hub angetriebenen und in je einer Zy
linderbohrung 15 a und 15 b geführten Pumpkolben 16 a, 16 b.
Jeder der Pumpkolben 16 a und 16 b wird vom zugehörigen An
triebsnocken 13 a, 13 b entgegen der Kraft einer Rückstell
feder 17, wahlweise unter Zwischenschaltung eines nicht
dargestellten Stößels, über einen als Federteller dienenden
Kolbenfuß 18 angetrieben und verdrängt bei seinem Druckhub
den unter Einspritzdruck gesetzten Kraftstoff aus je einem
mit 19 a und 19 b bezeichneten, vom Pumpkolben 16 a, 16 b
begrenzten Pumpenarbeitsraum über ein in eine Druckleitung
21 eingesetztes Druckventil 22 zu einer Einspritzdüse 23 a
bzw. 23 b.
Die zu einer Gruppe zusammengefaßten Pumpenarbeitsräume 19 a und 19 b werden über an eine für
alle Pumpelemente 11 a und 11 b gemeinsame, unter dem Ver
sorgungsdruck p v einer Förderpumpe 24 stehende Fülleitung
25 angeschlossene Füllkanäle 26 a und 26 b in der entsprechen
den, weiter hinten noch näher ausgeführten Stellung der
Pumpkolben 16 a und 16 b mit Kraftstoff gefüllt. Die Förder
pumpe 24 saugt den Kraftstoff aus einem Tank 27, und der
in der Fülleitung 25 herrschende Versorgungsdruck p v wird
durch ein Druckbegrenzungsventil 28 begrenzt.
An jedem Pumpenarbeitsraum 19 a und 19 b ist je ein Über
strömkanal 29 a bzw. 29 b angeschlossen, und beide Kanäle
29 a, 29 b sind über einen als Bohrungsabschnitt ausgebildeten
Steuerraum 31 eines elektromagnetisch betätigten Über
strömventils 32 miteinander verbunden. Ein von einem
Elektromagneten 33 betätigbares Ventilglied 34 sperrt in
der gezeichneten Stellung den Abfluß des Kraftstoffs aus
dem Steuerraum 31 zu einem Niederdruckraum 35, der als
Raum niederen Druckes im vorliegenden Beispiel über einen
Leitungsabschnitt 35 a an die Fülleitung 25 angeschlossen
ist und somit unter dem Versorgungsdruck p v von etwa 2 bar
steht. Diese Anordnung ermöglicht, wie weiter hinten zu
den Fig. 2 und 3 näher ausgeführt, eine stark vereinfachte
Kanalführung und verbessert bei geöffnetem Überströmventil
32 außerdem die Füllung der Pumpenarbeitsräume 19 a und 19 b.
Es wäre auch möglich, diesen Niederdruckraum 35 direkt mit
dem Tank 27 zu verbinden.
Die Pumpkolben 16 a und 16 b weisen jeweils zwei, durch eine
Ringnut 36 voneinander getrennte Mantelflächenabschnitte
auf, von denen die mit 37 a und 37 b bezeichneten Abschnitte
nachfolgend als erste Steuerflächen und die mit 38 a und 38 b
bezeichneten Abschnitte als zweite Steuerflächen bezeichnet
werden. Die erste Steuerfläche 37 a bzw. 37 b verschließt
nach einem Vorhub H v die jeweilige Einlaßöffnung 26 c bzw.
26 d der Füllkanäle 26 a und 26 b und die zweite Steuerfläche
38 a und 38 b hält in der unteren Totpunktlage (UT) der Pump
kolben 16 a und 16 b die jeweiligen Überströmöffnungen 29 c
und 29 d geschlossen und während des gesamten Förderhubes
offen. In dem in Fig. 1 dargestellten ersten Beispiel
steht der Pumpkolben 16 a in der die Einlaßöffnung 26 c ver
schließenden und die Überströmöffnung 29 c offenhaltenden
Stellung, der zweite Pumpkolben 16 b hält die Einlaßöffnung
26 d offen, während er die Überströmöffnung 29 d verschließt.
Die zwei Steuerflächen 38 a und 38 b werden aufgrund ihrer
Funktion auch als Sperrventile bezeichnet, die in vor
teilhafter Weise keinen zusätzlichen Bauraum beanspruchen
und automatisch von der Stellung der Pumpkolben gesteuert
werden.
Die Ringnuten 36 jedes Pumpkolbens 16 a und 16 b sind durch
je einen von Quer- und Längsbohrungen gebildeten Kanal
39 dauernd mit den zugehörigen Pumpenarbeitsräumen 19 a
bzw. 19 b verbunden.
Die Fig. 2 und 3 zeigen jeweils in Schnittdarstellung
die erfindungswesentlichen Merkmale des zuvor beschrie
benen ersten Ausführungsbeispiels. Fig. 2 ist ein Längs
schnitt längs der Linie II-II in Fig. 3 und Fig. 3 ein
Querschnitt längs der Linie III-III in Fig. 2 durch den
entsprechenden Abschnitt der praktisch ausgeführten
Einspritzpumpe 10. Wie aus diesen Darstellungen zu er
sehen, sind die Pumpkolben 16 a und 16 b direkt in dem, vor
zugsweise aus Gußeisen gefertigten Pumpengehäuse 12 ge
führt, die Überströmkanäle 29 a und 29 b münden in den vom
Ventilglied 34 des Überströmventils 32 verschließbaren
Steuerraum 31, und die Füllkanäle 26 a und 26 b münden in
den Niederdruckraum 35, der von einem pumpenarbeitsraum
seitigen Endabschnitt einer das Überströmventils 32 auf
nehmenden Aufnahmebohrung 41 gebildet ist und zugleich
ein Teil der Fülleitung 25 ist, die entsprechend den
Fig. 2 und 3 innerhalb des Pumpengehäuses 12 von einer
gegebenenfalls die mehreren Niederdruckräume 35 und die
zugehörigen Füllkanäle 26 a, 26 b verbindenden Längsbohrung
gebildet ist.
Die in Fig. 4 nur ausschnittsweise dargestellte Kraft
stoffeinspritzpumpe 10 des zweiten Ausführungsbeispiels unterscheidet sich von dem ersten
Ausführungsbeispiel lediglich dadurch, daß der Pumpenar
beitsraum 19 a über einen zweiten, mit einem zum Pumpenar
beitsraum 19 a hin öffnenden Rückschlagventil 45 versehenen
und vom Pumpkolben 16 a unbeeinflußbaren Füllkanal 46 mit
unter dem Versorgungsdruck p v der Förderpumpe 24 stehenden
Kraftstoff aus der zugleich den ersten Füllkanal 26 a be
dienenden Fülleitung 25 auffüllbar ist. Eine solche Maß
nahme ist vor allem bei sehr schnell laufenden Brennkraft
maschinen von Vorteil, bei denen die zuvor beschriebene
Füllung des Pumpenarbeitsraums in der zur Verfügung stehenden
Zeitspanne nicht vollständig möglich bzw. erschwert ist.
Bei dem in Fig. 5 dargestellten Steuerdiagramm ist in der
Abszisse der Nockendrehwinkel NW in Winkelgraden [°] an
gegeben und in der Ordinate der zugehörige Nockenhub H
aufgetragen, und zwar zwischen den mit UT und OT ange
gebenen unteren und oberen Totpunktlagen. Die einge
zeichneten Nockenhubkurven a und b sind für die Ver
wendung der erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzein
richtung für mit Schichtladung arbeitende fremdge
zündete Brennkraftmaschinen ausgelegt, bei denen im
Gegensatz zu Einspritzanlagen für Dieselmotoren ein
sehr großer Förderbereich von z. B. 110° Nockenwinkel
notwendig ist, da sowohl eine sehr große drehzahl- als
auch lastabhängige Spritzbeginnverschiebung von z. B.
jeweils 30° Nockenwinkel notwendig ist. Bei einer solchen
Auslegung können nur zwei Pumpelemente von jeweils einem
elektrisch betätigten Überströmventil 32 angesteuert
werden. Deshalb sind beide Nockenhubkurven, nämlich die
mit einer gestrichelten Linie dargestellte Nockenhubkurve
a und die ausgezogen dargestellte Nockenhubkurve b, je
weils 180° zueinander versetzt. In die Nockenhubkurven a
und b sind als stärker ausgezogene Strecken die jeweiligen
für kleine Drehzahlen erforderlichen längstmöglichen För
derbereiche F a und F b eingezeichnet, die bei dem frühest
möglichen Förderbeginn FB beginnen und beim spätestmög
lichen Förderende FE enden. In die Förderbereichstrecke
F b ist zusätzlich noch die Förderdauer F 1 für eine spätest
möglich beginnende und bei FE für die größtmögliche För
dermenge endende Förderdauer eingezeichnet. Bei UO wird
die Überströmöffnung 29 c aufgesteuert und bei US wieder
geschlossen, mit H v ist der Vorhub bezeichnet, und die
zugehörigen Öffnungs- und Schließzeitpunkte der Einlaß
öffnung 26 a bzw. 26 b sind mit EO und ES bezeichnet. Die
Bedeutung der einzelnen Strecken und Steuerpunkte sind
anschließend in der Funktionsbeschreibung näher erläutert.
Das dritte, in Fig. 6 dargestellte Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich von dem ersten Ausführungsbeispiel im
wesentlichen nur dadurch, daß die Antriebsnocken 13 a′′
und 13 b′′ der Einspritzpumpe 10′′ mit einer Nocken
rast für die obere Totpunktlage OT der Pumpkolben 16 a′′
und 16 b′′ ausgerüstet sind. Die mit 37 a′′′′ bzw. 37 b′′
bezeichneten Steuerflächen haben hier eine doppelte Steuer
funktion. Sie steuern nach dem Vorhub H v den Abschluß der
Einlaßöffnungen 26 c bzw. 26 d und verschließen in der oberen
Totpunktlage OT der Pumpkolben 16 a′′, 16 b′′ die Über
strömöffnungen 29 c, 29 d und dienen somit zugleich als
Sperrventile. Der Pumpkolben 16 a′′ steht in Fig. 8 in
der zuvor beschriebenen Sperrstellung, in der er den
Pumpenarbeitsraum 19 a von dem nach dem Vorhub H v bei ge
schlossenem Überströmventil 32 unter Einspritzdruck setz
baren Pumpenarbeitsraum 19 b abkoppelt. Die Ringnut 36
ist so gelegt, daß sie beim Aufwärtshub der Pumpkolben
16 a′′, 16 b′′ die Einlaßöffnungen 26 c, 26 d kurz vor
OT aufsteuert, und zwar bevor die Steuerfläche 37 a′′
bzw. 37 b′′ die zugehörige Überströmöffnung 29 c bzw. 29 d
verschließt, damit nach Abschluß des Pumpenarbeitsraumes
19 a, 19 b keine Nachförderung stattfindet. Die Steuer
fläche 37 a′′, 37 b′′ jedes Pumpkolbens ist von einem
ersten zylindrischen Mantelflächenabschnitt gebildet und
durch die Ringnut 36 von einem zweiten Mantelflächenab
schnitt 38 a′′, 38 b′′ getrennt, der keine Steuerfunk
tion hat, sondern die Ringnut 36 gegenüber einem Nocken
wellenraum 55 abdichtet.
Wegen der gegenüber den anderen Ausführungsbeispielen
kürzeren, für die Füllung zur Verfügung stehenden Zeit
kann auch hier das zu Fig. 4 beschriebene zusätzliche
Rückschlagventil 45 vorteilhaft zur Füllungsverbesserung
angewendet werden (nicht eingezeichnet).
Nachfolgend wird nun die Wirkungsweise des in den Fig.
1 bis 3 beschriebenen ersten Ausführungsbeispiels anhand
des Steuerdiagramms in Fig. 5 näher erläutert.
Ist z. B. für ein anderes Brennverfahren ein kürzerer Förderbereich
erforderlich, dann können auch mehr als zwei Pumpkolben von einem
einzigen Überströmventil 32 gesteuert werden.
Die zuvor beschriebene Wirkungsweise gilt auch für das zweite
Ausführungsbeispiel nach Fig. 4.
Beim dritten Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 wird die Nockenrast
R a , R b der Antriebsnocken 13′′, 13′′ in der oberen Totpunktlage OT
gesteuert, so daß das Steuerdiagramm, Fig. 5, nur sinngemäß für die
Beschreibung der Wirkungsweise dieses Beispiels herangezogen werden
kann. Die Steuerflächen 37 a′′ und 37 b′′ verschließen nach dem Vorhub
H v die Einlaßöffnungen 26 a, 26 b und dienen in OT zugleich als die
Überströmöffnungen 29 c, 29 d verschließende Sperrventile. Die übrigen
Funktionen entsprechen den bereits zu den Fig. 1 bis 3 beschrie
benen.
Die in den Ausführungsbeispielen dargestellten Kraftstoffeinspritz
pumpe sind, wie aus Fig. 3 zu entnehmen ist, als Teil einer Reihen
einspritzpumpe dargestellt, selbstverständlich können auch andere
bekannte Pumpenbauarten gewählt werden, wie z. B. V-Pumpen, Doppel
reiheneinspritzpumpen oder sogenannte Trommelpumpen, deren um ein
zentrales Ventil herum gruppierte Pumpkolben von einer Stirnnocken
scheibe angetrieben werden.
Claims (6)
1. Elektrisch gesteuerte Kraftstoffeinspritzpumpe für Mehr
zylinder-Brennkraftmaschinen, insbesondere zur Kraftstoffdirektein
spritzung bei fremdgezündeten Brennkraftmaschinen, bei der jedem
Arbeitszylinder der Brennkraftmaschine ein von einem Antriebsnocken
(13 a, b; 13 a′′, b′′) einer Nockenwelle (14) mit konstantem Hub ange
triebener und in einer Zylinderbohrung (15 a, b) geführter Pumpkolben
(16 a, b; 16 a′′, b′′) zugeordnet ist, der jeweils in einem mit einem
Füllkanal (26 a, b) und einem Überströmkanal (29 a, b) verbundenen
Pumpenarbeitsraum (19 a, b) wirkt,
wobei eine Einlaßöffnung (26 c, d) des unter Versorgungsdruck (Pv) einer Förderpumpe (24) stehenden Füllkanals (26 a, b) von einer Steuerfläche (37 a, b; 37 a′′, b′′) nach einem Vorhub (Hv) des Pump kolbens verschließbar ist und
wobei zur Förderung von Kraftstoff über ein Druckventil (22) zu einer Einspritzdüse (23 a, b) der zu einem Raum (35) niederen Druckes führende Überströmkanal (29 a, b) von einem Ventilglied (34) eines elektrisch betätigten Überströmventils (32) verschließbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß jeweils mindestens zwei benachbarte Pumpenarbeitsräume (19 a, b) zu einer Gruppe zusammengefaßt sind, deren Überströmkanäle (29 a, b) ständig miteinander verbunden sind, daß der Kraftstoffrückfluß aus diesen Überströmkanälen zum Raum (34) des für diese Gruppe gemeinsamen Überströmventils (32) steuerbar ist, daß die Überströmkanäle (29 a, b) in Überströmöffnungen (29 c, d) in der Wand der jeweiligen Zylinderbohrung (15 a, b) münden und durch Sperrventile (40; 40′′) verschließbar sind, die jeweils aus einer der Überströmöffnungen (29 c, d) und einer als Sperrventilglied wirkenden Steuerfläche (38 a, b; 37 a′′, b′′) am Pumpkolben (16 a, b) gebildet werden und
daß alle Antriebsnocken (13 a, b; 13 a′′, b′′) mit einer die zugehörigen Pumpkolben (16 a, b; 16 a′′, b′′) über einen vorbestimmten Nockendrehwinkel in einer ihrer Totpunkt lagen haltenden Nockenrast (Ra, Rb) versehen sind, und der dieser Nockenrast zugeordnete Nockenrastwinkel mindestens gleich dem Nockendrehwinkel ist, der dem Förderbereich (Fb, Fa) eines Pump kolbens entspricht, wobei die zu einer Gruppe gehörenden Antriebsnocken derart gegeneinander versetzt sind, daß jeweils nur ein Kolben einer Gruppe bewegt wird, so daß der eine unter Einspritzdruck gesetzte Pumpenarbeitsraum (19 b) einer Gruppe durch die Sperrventile der nicht unter Einspritz druck stehenden Pumpenarbeitsräume (19 a) gegenüber diesen abgesperrt wird.
wobei eine Einlaßöffnung (26 c, d) des unter Versorgungsdruck (Pv) einer Förderpumpe (24) stehenden Füllkanals (26 a, b) von einer Steuerfläche (37 a, b; 37 a′′, b′′) nach einem Vorhub (Hv) des Pump kolbens verschließbar ist und
wobei zur Förderung von Kraftstoff über ein Druckventil (22) zu einer Einspritzdüse (23 a, b) der zu einem Raum (35) niederen Druckes führende Überströmkanal (29 a, b) von einem Ventilglied (34) eines elektrisch betätigten Überströmventils (32) verschließbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß jeweils mindestens zwei benachbarte Pumpenarbeitsräume (19 a, b) zu einer Gruppe zusammengefaßt sind, deren Überströmkanäle (29 a, b) ständig miteinander verbunden sind, daß der Kraftstoffrückfluß aus diesen Überströmkanälen zum Raum (34) des für diese Gruppe gemeinsamen Überströmventils (32) steuerbar ist, daß die Überströmkanäle (29 a, b) in Überströmöffnungen (29 c, d) in der Wand der jeweiligen Zylinderbohrung (15 a, b) münden und durch Sperrventile (40; 40′′) verschließbar sind, die jeweils aus einer der Überströmöffnungen (29 c, d) und einer als Sperrventilglied wirkenden Steuerfläche (38 a, b; 37 a′′, b′′) am Pumpkolben (16 a, b) gebildet werden und
daß alle Antriebsnocken (13 a, b; 13 a′′, b′′) mit einer die zugehörigen Pumpkolben (16 a, b; 16 a′′, b′′) über einen vorbestimmten Nockendrehwinkel in einer ihrer Totpunkt lagen haltenden Nockenrast (Ra, Rb) versehen sind, und der dieser Nockenrast zugeordnete Nockenrastwinkel mindestens gleich dem Nockendrehwinkel ist, der dem Förderbereich (Fb, Fa) eines Pump kolbens entspricht, wobei die zu einer Gruppe gehörenden Antriebsnocken derart gegeneinander versetzt sind, daß jeweils nur ein Kolben einer Gruppe bewegt wird, so daß der eine unter Einspritzdruck gesetzte Pumpenarbeitsraum (19 b) einer Gruppe durch die Sperrventile der nicht unter Einspritz druck stehenden Pumpenarbeitsräume (19 a) gegenüber diesen abgesperrt wird.
2. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Sperrventilglied des Sperrventils (40) eine von einem
Mantelflächenabschnitt am Pumpkolben (16 a, b) gebildete zweite
Steuerfläche (28 a, b) dient, die die Überströmöffnung (29 c, d) in
der unteren Totpunktlage (UT) des Pumpkolbens (16 a, b) verschließt
(Fig. 1 bis 4).
3. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß beide Steuerflächen (37 a, b, 38 a, b) von zwei durch eine Ringnut
(36) voneinander getrennten Mantelflächenabschnitten des Pumpkolbens
(16 a, b) gebildet sind, und die Ringnut (36) über einen im Pump
kolben (16 a, b) angeordneten Kanal (39) dauernd mit dem Pumpenar
beitsraum (19 a, b) verbunden ist.
4. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Sperrventilglied des Sperrventils (40′′) eine von einem
Mantelflächenabschnitt am Pumpkolben (16 a′′, b′′) gebildete Steuer
fläche (37 a′′, b′′) dient, die die Überströmöffnung (29 c, d) in der
oberen Totpunktlage (OT) des Pumpkolbens (16 a′′, b′′) verschließt
(Fig. 6).
5. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die vom ersten Mantelflächenabschnitt des Pumpkolbens (16 a′′, b′′)
gebildete Steuerfläche (37 a′′, b′′) getrennt ist, wobei die
Ringnut (36) über einen im Pumpkolben (16 a′′, b′′) angeordneten Kanal
(39) dauernd mit dem Pumpenarbeitsraum (19 a, b) verbunden ist.
6. Kraftstoffeinspritzpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Pumpenarbeitsraum (19 a) über einen
zweiten, mit einem zum Pumpenarbeitsraum (19 a) hin öffnenden Rück
schlagventil (45) versehenen und vom Pumpkolben (16 a) unbeeinfluß
baren Füllkanal (46) mit unter dem Versorgungsdruck (p v ) der
Förderpumpe (24) stehendem Kraftstoff aus einer Fülleitung (25)
auffüllbar ist (Fig. 4).
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