DE3128975A1 - Kraftstoffeinspritzpumpe - Google Patents
KraftstoffeinspritzpumpeInfo
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Description
ε. 717 8
7.7.19&1 Bö/Kc
ROBERT BOSCH GMBH, 7OOO Stuttgart. 1
Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einer Kraftstoffeinspritzpumpe
nach der Gattung des Hauptanspruchs. Bei einer bekannten Kraftstoffeinspritzpumpe dieser Art (DE-PS 1 303 637)
wird der Verteiler zur Mengenbestimmung axial durch einen mechanischen Drehzahlregler verschoben und für die Spritzbeginnverstellung
relativ zur Antriebswelle bei seiner Längsverschiebung verdreht. Diese verhältnismäßige aufwendige
Regelung hat den Nachteil, daß infolge der starren Zuordnung der Regel- bzw. Steuergrößen eine Anpassung an
die Forderungen der Brennkraftmaschinenhersteller unter anderem in der Verminderung von Geräusch, Kraftstoffverbrauch
und Giftanteil- des Abgases nicht erfüllbar sind.
Vorteile der Erfindung
Die erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzpumpe mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber
den Vorteil, die Grundlage für eine äußerst flexible Einspritzpumpenregelung zu bilden. In Ausgestaltung
dieser Grundlage sind nahezu sämtliche Forderungen der Brennkraftmaschinenhersteller in der Berück-
* f> * * η ■
sichtigung von Motorkenngrößen wie Verbrauch, Temperatur, Abgas usw. erfüllbar. Der hierzu erforderliche Regelaufwand
ist verhältnismäßig gering und äußerst flexibel.
Durch das gleichzeitige Steuern der Steuerpunkte der Steuernut und des der Zumessung dienenden Schaltventils ist es
vorteilhaft möglich, die Phasen der Kraftstoffeinspritzung
beliebig und unabhängig von Drehzahl und Einspritzmenge
innerhalb des Förderhubbereiches des bzw. der Pumpenkolben
vorzusehen. Die zur Steuerung vorgesehene elektrische Stellvorrichtung und das elektrische Schaltventil sind
dabei nicht dem Einspritzdruck ausgesetzt. Durch die Kombination
Schaltventil und pumpendrehzahlsynchron geführte Steuerkanten der Steuernut kann bei äußerst vielseitigen
Einflußmöglichkeiten auf die Einspritzung ein nachteiliger
unkontrollierter Einfluß der Drehzahl auf die Kraftstoffzumessung, wie das wegen den konstanten Schaltzeiten bei
mit Magnetventilen gesteuerten Kraftstoffeinspritzpumpen
der Fall ist, im wesentlichen vermieden werden.
Zeichnung
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der Zeichnung vereinfacht dargestellt und im folgenden
näher beschrieben. Es zeigen Figur 1 eine erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzpumpe im Längsschnitt und Figur 2 in
den Darstellungen A, B, C, D und E fünf verschiedene Arbeitsstellungen jeweils gezeigt an den Querschnitten gemäß
den Linien I, II und III in Figur 1.
Beschreibung des Erfindungsbeispiels
In dem Gehäuse 1 einer Kraftstoffeinspritzpumpe ist eine
Verteilerwelle 2 sowie radial angeordnete Pumpenkolben 3 gelagert. Die Pumpenkolben 3 werden über einen Nockenring k
angetrieben, der topfförmig die Kolben umgreift und mit
der nicht dargestellten Antriebswelle der Kraftstoffeinspritzpumpe
fest verbunden ist. Über eine nicht dargestellte Kupplung wird die Verteilerwelle 2 durch, die Antriebswelle
mitgenommen, wobei jedoch die Verteilerwelle 2 im Gehäuse axial verschiebbar ist. Auf der Mantelfläche der Verteilerwelle
2 ist eine Ringnut 5 angeordnet, die mit den Kolben 3 die Pumpenarbeitsräume β begrenzt. Mit dieser Ringnut
sind Längsnuten verbunden, von denen eine Längsnut 7 als Verteilernut mit den Förderleitungen 8 zusammenwirkt, die
zu den Kraftstoffeinspritzdüsen 9 an der Brennkraftmaschine
führen und nacheinander durch die Verteilernut T aufgesteuert werden. Die Verteilernut 7 kann dabei als
eine von der Ringnut 5 abzweigenden lange Längsnut ausgeführt
sein oder kurzer ausgeführt über einen Längskanal 21 und zwei Radialkanäle 22, 23 der Verteilerwelle mit der
Ringnut 5 verbunden sein (in. Fig.r 1 gestrichelt dargestellt). Außerdem sind auf der Mantelfläche der Verteilerwelle
2 Steuernuten 10 angeordnet, die mit der Ringnut verbunden sind und bezogen auf eine Mantellinie der'Verteilerwelle
2 leicht schräg verlaufen. Diese Steuernuten steuern eine Kraftstoffzuführöffnung 139'die in den die Verteilerwelle
2 führenden Zylinder 1U mündet und das Ende eines Druckkanals
11 darstellt, der von einer Kraftstofförderpumpe
12 mit Kraftstoff versorgt wird. In dem Druckkanal ist ein elektrisch betätigbares Schaltvent.il 16 angeordnet, das
vorzugsweise als Ventilschließglied einen Schieber aufweist
und somit druckausgeglichen ist. Insbesondere soll dieses Ventil jedoch von einer Bauart sein, die schnelle
Schaltvorgänge ausführen kann. Der Förderdruck der Kraftstoff örderpumpe wird mit Hilfe eines Druckregelventils
auf einem konstanten Wert gehalten.
• · - m m M
Wie bereits erwähnt ist die Verteilervelle 2 längs "verschiebbar, was mit Hilfe einer elektrischen Stellvorrichtung
18 erfolgt. Diese Vorrichtung ist in der Zeichnung nur schematisch wiedergegeben und wirkt über eine punktförmige
Berührungsfläche auf die rotierende Verteilerwelle. Bei der Verschiebung der Verteilerwelle entgegen
der Kraft einer Feder 19 ändert sich die Lage der Steuernut 10 bezogen auf die Kraftstoffzuführöffnung 13 bei
einer konstant angenommenen Drehstellung der Antriebswelle und somit ändert sich auch die Steuerzeiten, bei
denen die Kraftstoffzuführöffnung 13 geöffnet ist.
Zur näheren Erläuterung der Funktion sind in Figur 2 fünf verschiedene Drehstellungen A, Bs C, D und E dargestellt,
von denen jede in schematischer Nebeneinanderordnung die Drehstellungen in den Schnittebenen I, II und III der Kraftstoff
einspritzpumpe gemäß Figur 1 wiedergibt. Beim Schnitt
1 wird, die Verteilerwelle 2 im Bereich der Pumpenkolben
geschnitten. Die Schnittebene II geht durch die Kraftstoffzuführöffnung
13 und die Schnittebene III liegt in der Einmündungsebene der Förderleitungen 8. Beim Schnitt I ist
weiterhin auch ein Nocken 2k des Nockenrings k in seiner
Zuordnung zum Pumpenkolben 3 gezeigt, wobei zwischen dem Pumpenkolben 3 und dem Nocken 2k in bekannter Weise eine
Rolle 25 geschaltet ist.
Die Darstellung A zeigt die Drehstellung der Verteilerwelle
2 bei Beginn des Auffüllens der Pumpenarbeitsräume 6 mit
Kraftstoff. Die Rolle 25 hat zu diesem Zeitpunkt die höchste Erhebung des Nockens 2k erreicht und ist im Begriff der abfallenden
Flanke des Nockens zu folgen. Dabei wird der Pumpenkolben nach außen bewegt und der Pumpenarbeitsraum 6 vergrößert,
Ii ι
Das Schaltventil 16 "befindet sich zu diesem Zeitpunkt in der
geöffneten Stellung und die Steuernut 10 hat gerade die Verbindung zum Druckkanal 11 geöffnet. Somit kann Kraftstoff
über die Steuernut 10 in die Ringnut 5 und von dort in die Pumpenarbeitsräume 6 gelangen. Der Kraftstoffdruck sorgt dafür,
daß die Rollen 25 in Anlage an den Nocken 2k bleiben.
Bei der Darstellung B ist der Moment erfaßt, bei der das
Schaltventil \6 geschlossen wird. Obwohl die Steuernut 10 noch in Verbindung mit dem Druckkanal 11 ist, wird ab
diesem Zeitpunkt die Zufuhr von Kraftstoff gestopt, so daß die Pumpenkolben 3, die in diesem Zeitpunkt eingenommene
Stellung beibehält und vom Nocken abhebt. Damit ist das Ende der Zumessung erreicht.
Bei der Darstellung C ist die Verbindung zwischen Steuernut
10 und Druckkanal 11 unterbrochen. Ab diesem Zeitpunkt kann
bereits wieder das Schaltventil 16 geöffnet werden, so daß
keine Schaltverlustzeiten durch die endliche Schaltzeit des Magnetventils und kein durcTi die Schaltzeit des Magnetventils
erzeugter Drehzahl-Einfluß auf die Kraftstoffmenge
auftreten kann. Der Nocken 2k hat sich gegenüber dem Pumpenkolben bzw. der Rolle 25 weiterbewegt und die Pumpenkolben
3 befinden sich noch immer in der bei der Darstellung B fixierten Stellung.
Bei der Darstellung D hat nun der nächste Nocken 2k' die Rolle
25 erreicht, die im Laufe der Weiterbewegung des Nocken 2k1 die
Pumpenkolben 3 einwärts bewegt. Die Pumpenkolben 3 führen nun den Förderhub aus und drücken den Kraftstoff über den
Längskanal 21 und den Radialkanal 22 in die Längsnut 1J, die
nunmehr in Verbindung mit einer der Förderleitungen 8 steht. In diese wird der geförderte Kraftstoff gepreßt und zur Einspritzstelle
bei der Brennkraftmaschine gebracht. Der Druck-
kanal 11 ist weiterhin durch die Verteilerwelle gesperrt und
das Schaltventil 16 ist geöffnet.
Die Darstellung E zeigt das Ende der Einspritzung, das dann erreicht ist, wenn die Steuernut 10 wieder in Verbindung
mit dem Druckkanal 11 gebracht wird. Obwohl die Verteilernut 7 noch in Verbindung mit der Förderleitung 8 steht,
wird jetzt die Kraftstofförderung unterbrochen, da der
restliche vom Pumpenkolben 3 geförderte Kraftstoff über den Druckkanal zur Kraftstoffversorgungsseite abfließen kann. Zur Verbesserung der Absteuerung kann ein weiterer Kanal 26 vorgesehen werden, der das Schaltventil 16 umgeht und ein Rückschlagventil 27 enthält. Auf diese Weise wird der. Absteuerquerschnitt vergrößert und es wird gewährleistet, daß die Einspritzung schlagartig beendet
wird. An diese letzte Phase schließt sich dann danach
wieder die Phase A an und der oben beschriebene Vorgang wiederholt sich. Wie man dieser Beschreibung entnehmen
kann, kann die Kraftstoffeinspritzmenge pro Hub allein
durch das Schaltventil 16 bestimmt werden. Dabei wird die Zumeßphase einerseits durch das Öffnen der Druckleitung 11 mit einer drehzahlsynchron geführten Steuerkante der Steuernut 10 bestimmt und andererseits durch das Schließen des Schaltventils 16. Es kommt somit nur einmal der Drehzahleinfluß bei der Kraftstoffzumessung zum Tragen aufgrund der konstanten Schaltzeit des Schaltventils 16. Diese
Steuerungsart führt bei variabler Einspritzmenge zu sich ändernden Spritzbeginnzeiten. Das Spritzende kann dagegen konstant gehalten werden.
restliche vom Pumpenkolben 3 geförderte Kraftstoff über den Druckkanal zur Kraftstoffversorgungsseite abfließen kann. Zur Verbesserung der Absteuerung kann ein weiterer Kanal 26 vorgesehen werden, der das Schaltventil 16 umgeht und ein Rückschlagventil 27 enthält. Auf diese Weise wird der. Absteuerquerschnitt vergrößert und es wird gewährleistet, daß die Einspritzung schlagartig beendet
wird. An diese letzte Phase schließt sich dann danach
wieder die Phase A an und der oben beschriebene Vorgang wiederholt sich. Wie man dieser Beschreibung entnehmen
kann, kann die Kraftstoffeinspritzmenge pro Hub allein
durch das Schaltventil 16 bestimmt werden. Dabei wird die Zumeßphase einerseits durch das Öffnen der Druckleitung 11 mit einer drehzahlsynchron geführten Steuerkante der Steuernut 10 bestimmt und andererseits durch das Schließen des Schaltventils 16. Es kommt somit nur einmal der Drehzahleinfluß bei der Kraftstoffzumessung zum Tragen aufgrund der konstanten Schaltzeit des Schaltventils 16. Diese
Steuerungsart führt bei variabler Einspritzmenge zu sich ändernden Spritzbeginnzeiten. Das Spritzende kann dagegen konstant gehalten werden.
Eine andere Steuerungsmöglichkeit ist die, daß über das Schaltventil 16 ständig eine gleich große Kraftstoffmenge
zugemessen wird, wodurch ein konstanter Einspritzzeitpunkt erzielt wird und daß zur Variation der Kraftstoffeinspritz-
/to
7ί
χ-
menge die Verteilerwelle 2 verschoben wird. Durch die Verschiebung
ändert sich der Punkt, bei dem die Steuernut 10 am Ende der Einspritzphase wieder mit der Druckleitung 11
verbunden wird. Die Lage des Einspritzendes .ist somit veränderlich.
Diese Steuerung hat weiterhin den Vorteil, daß die Zumessung nicht von den Schaltzeiten des Schaltventils
abhängig ist. Durch Kombination von sowohl Verteilerwellenverschiebung als auch variabler Öffnungszeiten des
Schaltventils 16 kann eine beliebige Kraftstoffmenge innerhalb
eines beliebigen Bereiches des möglichen Förderhubs der Pumpenkolben 3 zur Einspritzung gelangen. Mit einer
entsprechend ausgestalteten Steuereinrichtung lassen sich hier beliebige Spritzzeitpunkte und Spritzdauern in Abhängigkeit
von Temperaturlast, Drehzahl und anderen Parametern der Brennkraftmaschinen erzielen.
Leerseite
Claims (5)
- T.T.1981 Bö/KcROBERT BOSCH GMBH5 7OOO Stuttgart 1AnsprücheKraftstoffeinspritzpumpe mit wenigstens einem von einem Pumpenkolben in einem Zylinder eingeschlossenen Pumpenarbeitsraum, der mit einer Verteileröffnung^&n einer in einem Zylinder rotierenden Verteilerwelle in ständiger Verbindung, steht und durch diese bei der Drehung der Verteilerwelle nacheinander während des Förderhubs des Pumpenkolbens mit einer der am Umfang des Zylinders verteilt angeordneten, vom Zylinder zur Kraftstoffeinspritzstelle führenden Förderleitungen verbindbar ist und daß der Pumpenarbeitsraum weiterhin mit einer Steuernut in der Mantelfläche der Verteilerwelle in ständiger Verbindung steht, wobei die Steuernut mit einer in den Zylinder mündenden Kraftstoffzuführöffnung zusammenwirkt und die Verteilerwelle axial verschiebbar und damit die Drehlage der Steuernut in bezug auf die Kraftstoffzuführöffnung und den Antrieb der Verteilerwelle änderbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftstoffzuführöffnung (13) über ein elektrisch betätigbares Schaltventil (.16) mit einer Kraftstoffversorgungsq_uelle ver-bindbar ist und das Schaltventil von einer elektrischen Steuereinrichtung so steuerbar ist, daß das Schaltventil geöffnet wird, nachdem; die Kraftstoff zuführt» ohrung (13) durch die nachlaufende Begrenzungskante der Steuernut (10) geschlossen ist und zu einem Zeitpunkt geschlossen wird, wenn die vorlaufende Steuerkante der Steuernut (10) die Kraftstoffzufuhröffnung (13) wieder geöffnet hat und daß die Verteilerwelle (2) durch eine elektrische Stellvorrichtung (18) verschiebbar ist.
- 2. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck der Krafts.toffversorgungsqiuelle mittels eines Druckreglers (17) konstant einstellbar ist.
- 3. Kraftstoff einspritzpumpe nach Anspruch 1', dadurch gekennzeichnet, daß die Steuernut (10) gegenüber der Achsrichtung der Verteilerwelle (2) geneigt ist.
- k. Kraftstoffeinspritzpumpe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltventil' (16) als Schließglied'einen Schieber aufweist.
- 5. Kraftstoffeinspritzpumpe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zum Schaltventil (16) eine Entlastungsleitung (26) vorgesehen ist,7 1 7 ■* - 3 - 'die ein zur Kraftstoffversorgungsquelle hin öffnendes Rückschlagventil (27) enthält.
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
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| US06/397,712 US4501246A (en) | 1981-07-22 | 1982-07-13 | Fuel injection pump |
| EP82106523A EP0070558B1 (de) | 1981-07-22 | 1982-07-20 | Kraftstoffeinspritzpumpe |
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