DE3000207A1 - Vorrichtung zum entwaessern von material mit hohem wassergehalt - Google Patents
Vorrichtung zum entwaessern von material mit hohem wassergehaltInfo
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Description
- Vorrichtung zum Entwässern von Material mit hohem
- Wassergehalt Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, um Material mit hohem Wassergehalt, beispielsweise Torf, Faulschlamm usw., zu entwässern.
- Um Torf wie auch Faulschlamm und ähnliches Material z. B.
- als Bodenverbesserungsmittel und Bodensubstrat ausnutzen zu können, muß das Material vorher entwässert, d. h. der Wassergehalt muß sehr beträchtlich gesenkt werden. Es ist vorbekannt, hierfür Vakuumfilter oder Entwässerungspressen anzuwenden, aber keine dieser Entwässerungsvorrichtungen hat wünschenswerte Effizienz und die gewünschte hohe Leistung bewiesen.
- Die vorliegende Erfindung hat deshalb die Aufgabe, eine Entwässerungsvorrichtung für wasserdurchsetztes Material, wie z. B. Torf und Faulschlamm, zu schaffen, die den Wassergehalt des Materiales sehr effektiv senkt und hohe Leistung hat1 aber trotzdem einfach und billig in ihrer Konstruktion und gleichwohl zuverlässig im Betrieb ist.
- Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Vorrichtung gemäß vorliegender Erfindung die in den beigefügten Patentansprüchen definierten Kennzeichen gegeben wurden.
- Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben, in denen Fig. 1 eine schematische Seitanansicht der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist, Fig. 2 ein Schnitt durch in der Vorrichtung enthaltene Preßbänder längs im wesentlichen der Linie II-tI in Fig. 1 ist, Fig. 3 eine Ansicht eines in Fig. 2 von unten oder von oben gesehenen Teiles der Preßbänder ist, Fig. 4 einen vergrößerten Teil von Fig. 3 zeigt, und Fig. 5 und 6 Schnitte längs im wesentlichen der Linie V-V in Fig. 4 in nicht wirksamen, d. h. nicht pressendem, bzw.
- in betätigtem, do h. pressendem Zustand sind.
- Die Entwässerungsvorrichtung gemäß der Erfindung enthält zwei endlose Preßbänder, ein oberes 1 und ein unteres 2, die an einem Ende der Vorrichtung unter Bildung einer sich verjüngenden Eingabeöffnung 3 zusammenlaufen und am anderen Ende der Vorrichtung unter Bildung einer Abgabeöffnung 4 sich trennen. An der Abgabeöffnung läuft das obere Preßband 1 über eine Endwalze 5, und das untere Preßband 2 über eine Endwalze 6, die in Beziehung zur Preßwalze 5 des oberen Preßbandes 1 so versetzt liegt, daß das untere Preßband sich an letztgenannter Endwalze vorüber erstreckt und genannte Abgabeöffnung 4 sowie eine Aufnahme strecke 7 zur Aufnahme des vom oberen Preßband mit einem Schaber 8 abgeschabten Materiales bildet. Ein ähnlicher Schaber 8 ist auch für das untere Preßband an deren-Endwalze 6 angeordnet.
- Die beiden Endwalzen 5 und 6 sind angetrieben und laufen in entgegengesetzter Richtung, d. h. in den durch die Pfeile 9 und lo angedeuteten Richtungen, und sind somit die Triebwalzen des betreffenden Bandes.
- Zwischen der Eingabeöffnung 3 und der Abgabeöffnung 4 laufen die Preßbänder 1,2 um gemeinsame Preßwalzen gegeneinander anliegend, die von der Eingabeöffnung gerechnet der Reihe nach mit 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 und 18 bezeichnet und in Beziehung zueinander so angeordnet sind, daß der Umschliessungswinkel zwischen Preßbändern bzw. Preßwalzen so groß wie möglich ist, d. h. 1800 oder darüber beträgt. Die erste 11 und die letzte 18 dieser Preßwalzen sind sog. Einzelwalzen, während die übrigen Preßwalzen paarweise angeordnet sind. In jedem solchen Paar ist zumindest eine Preßwalze 12, 14, 16 in Beziehung zu der anderen Preßwalze 13, 15, bzw.
- 17 im Paar verschiebbar angeordnet, und zwischen den Preßwalzen in jedem solchen Paar befindet sich ein Streckmechanismus 20 zur Änderung des gegenseitigen Abstandes zwischen den im Paar enthaltenen Walzen 12, 13, 14, 15, 16, 17,und somit zur Änderung des Preßdruckes, der dadurch bewirkt wird, daß die Preßbänder 1, 2 veranlaßt werden, zusammen um die Preßwalzen zu laufen Bei der in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsform haben die Preßwalzen, von der Eingabeöffnung gerechnet, abnehmenden Durchmesser, d. h. die Walze 12 hat einen kleineren Durchmesser als die Walze 11, und die Walze 13 einen kleineren als die Walze 12, usw. Hierdurch wird ein in Richtung von der Eingabeöffnung 3 zur Abgabeöffnung 4 allmählich zunehmender Preßdruck bewirkt, wozu auch die Lage der Triebwalzen des Bandes nach der letzten Preßwalze beiträgt.
- Der Streckmechanismus 20 zwischen den Preßwalzen in jedem Paar enthält gem. Fig. 1 zwei teleskopisch angeordnete Teile 21 und 22, die hydraulich oder pneumatisch, oder durch eine selbsthemmende Schraube-Mutter-Anordnung, in Beziehung zueinander verschiebbar sind und mit ihren freien Enden mittels mit Druckrollen versehenen Wagen 23 gegen je ihre Preßwalze anliegen.
- 24 bezeichnet zwei Gelenkwalzen für das Rücklauf trumm 1a des oberen Preßbandes, und 25 bezeichnet zwei Gelenkwalzen für das Rücklauftruitirn 2a des unteren Preßbandes. Die Gelenkwalzen 24, 25 bilden die sich verjüngende Eingabeöffnung 26 für das zu entwässernde Material.
- Die zwei Preßbänder 1,2 haben gleichen Aufbau und bestehen aus elastomerem Material, z. B. Gummi. Jedes Band hat eine flache Seite 27, mit der die Bänder durch die zwischen den Eingabe- und Abgabeöffnungen 3 und 4 der Vorrichtung sich erstreckende Preßsektion gegeneinander anliegen. Auf ihrer anderen Seite sind die Bänder mit längslaufenden, parallelen Stütz- und Klemmprofilen 28 versehen.
- Diese Profile sind vorzugsweise verstärkt und bilden zugkraftaufnehmende Elemente des Bandes. Zwecks wirksamer übertragung der Triebkraft von den Triebwalzen zu den Bändern, ohne zu rutschen, sind die Triebwalzen 5, 6 mit, den genannten Profilen der Bänder sowohl hinsichtlich Anzahl als auch Querschnittsform entsprechenden, Nuten versehen, in denen somit die Profile 28 laufen. Um hierbei größtmöglichen Triebeingriff zwischen Profil und Nut zu erhalten, sollen die Profile 28, wie z. B. in Fig. 3 gezeigt, vorzugsweise eine vom Band abnehmende Breite haben, d. h.
- keil- oder keilriemenförmig wie die Nuten sein. Zur Führung der Bänder kann zumindest die eine der Gelenkwalzen 24, 25 jedes Bandes mit entsprechenden Nuten versehen, und auch die Preßwalzen können mit solchen Nuten ausgebildet sein.
- Die Nuten in den Preßwalzen sollen jedoch eine Tiefe haben, die kleiner ist als die Höh der Profile, so daß das Band mit zumindest geringem Abstand von der Mantelfläche der Preßwalzen getragen wird. Der Grund hierfür geht aus tglachstehendem und aus Fig. 6 hervor.
- Jedes Band weist zwischen den Profilen 28 relativ dicht angeordnete Querschlitze 29 von geringer Breite auf, d. h.
- die einander zugewandten Begrenzungsränder 30 der Schlitze sollen normal gegeneinander anliegen (Fig. 5), um zu verhindern, daß zwischen die Bänder eingegebenes Material während der Bewegung der gegeneinander anliegenden Bänder zwischen den Preßwalzen durch die Schlitze hinausdringt. Wenn die Preßbänder über eine Preßwalze laufen werden die Bänder von den einander direkt gegenüberliegenden Stütz- und Klemmprofilen 28 zusammengeklemmt, wodurch auch das zwischen die Bänder eingegebene Material zusammengepreßt wird.
- Gleichzeitig setzt das zwischen den Bändern befindliche Material die Randpartien 31 der Schlitze auswärts gerichteten Kräften aus, so daß diese Partien gegen die Wirkung der Elastizität des elastomeren Materiales auswärts gebogen werden Siehe Fig. 6), bis zwischen den Begrenzungsflächen 30 der Schlitze im wesentlichen nur Punkt- und/oder Linien Kontakt besteht. Der Grad der Ausbiegung der genannten Partien wird von der Elastizität des Materiales und vom Abstand zwischen den Profilen 28 bestimmt. Im auswärts gebogenen und in Fig. G gezeigten Zustand lassen die Schlitze 29 lediglich zu, daß das aus dem Material herausgepreßte Wasser hinausgedrückt wird, während das Material im übrigen zwischen den Bändern 1 und 2 zurückgehalten wird, da die Schlitze nur begrenzt öffnungsbar sind. Das hinausgedrückte Wasser wird mittels Abflußrinnen 32 abgeleitet, von denen aus Gründen der Vereinfachung nur ein Teil in Fig. 1 gezeigt ist.
- Durch die bereits erwähnte allmähliche Zunahme des Preßdruckes in Richtung zur Abgabeöffnung wird das Material gradweise entwässert, so daß die Vorrichtung gemäß vorliegender Erfindung kontinuierlich und ohne Unterbrechung, also mit hoher Leistung arbeiten kann. Es hat sich auch gezeigt, daß mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung der Wassergehalt in Torf und Faulschlamm wie auch in anderen mit Wasser durchsetzten Materialien beträchtlich gesenkt werden kann.
- Die vorliegende Erfindung ist nicht darauf beschränkt, was vorstehend beschrieben und in den Zeichnungen dargestellt ist, sondern sie kann auf mannigfach verschiedene Weise im Rahmen des in den Patentansprüchen definierten Erfindungsgedankens geändert und modifizert werden. Die schlitze der Bänder z. B. können, wenn dies auch in den Zeichnungen nicht gezeigt ist, außerphasig liegen, d.h. nicht einander direkt gegenüber, sondern zwischeneinander. Auch die Anzahl @alzen zwischen de @@@@en 11 und 16 und @ größer als auch kleiner als die in den Zeichnungen gezeigte Anzahl sein, d. h. größer oder kleiner als sechs, und diese Preßwalzen brauchen auch nicht paarweise angeordnet zu sein, um Änderung des Preßdruckes zu ermöglichen. Diese Änderung läßt sich auch dadurch bewirken, daß eine oder mehrere der Gelenkwalzen und/oder Triebwalzen verschiebbar angeordnet werden. Die gezeigte Lage der Walzen zueinander kann auch im Rahmen der Erfindung mannigfach geändert werden und z. B.
- so sein, daß die Abgabeöffnung nach unten weist.
- Hinsichtlich der Stütz- und Klemmprofile sollten diese vorzugsweise lose in Beziehung zu den Bändern und nicht einstückig mit diesen oder mit ihnen verbunden, und sie sollten unabhängig von den Bändern streckbar sein, so daß der Preßdruck ohne Beeinflussung der Schlitze des Bandes erhöht werden kann. Aber auch in diesem Fall kann ein Stütz- und Klemmprofil mit den Bändern, vorzugsweise den äußeren,verbunden sein.
Claims (9)
- Patentansprüche Vorrichtung zum Entwässern von mit Wasser durchsetztem Material, beispielsweise Torf, Faulschlamm u. dglO, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß sie zwei endlose angetriebene Bänder einschließt, die zwischen einer Eingabeöffnung für das zwischen den Bändern zu entwässernde Material und einem Abgabeende gegeneinander anliegend zwecks Herauspressung des Wassers aus dem Material über gemeinsame Preßwalzen laufen und mit wasserabgebenden Mitteln versehen sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß die wasserabgebenden Mittel normalerweise geschlossene Schlitze sind, die bei Passieren einer Preßwalze zur Abgabe des Wassers geöffnet werden.
- 3 Vorrichtung nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß die Schlitze sich quer in Beziehung zur Längsrichtung des Bandes und zwischen im Band ausgebildeten oder in Beziehung zu ihm losen längslaufenden Stütz- und Klemmprofilen erstrecken.
- 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die in Bewegungsrichtung des Bandes zwischen der Eingabeöffnung und dem Abgabeende nacheinander angeordneten Preßwalzen abnehmenden Durchmesser haben.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die in Beziehung zu den Bändern lösbar angeordneten Stütz- und Klemmprofile unabhängig von den Bändern streckbar sind.
- 6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß am Abgabeende für jedes Preßband eine Triebwalze angeordnet ist.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Triebwalzen mit den Profilen des Bandes entsprechenden Nuten für Triebeingriff mit genannten Nuten versehen sind.
- 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Preßwalzen mit den Profilen der Bänder entsprechenden Nuten versehen sind, deren Tiefe geringer als die Höhe der Profile ist.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Profile der Bänder keilförmigen oder keilriemenähnlichen Querschnitt haben.
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