DE1427424C - Obstpresse - Google Patents
ObstpresseInfo
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Description
30
Die Erfindung bezieht sich auf eine Obstpresse mit Preßstufen in Form von Stempelpressen, einer Transportvorrichtung,
die das auszupressende Gut von einer Zuteilstation schrittweise zu der Preßstufe führt
und aus einem mit Tüchern bedeckten Rostband besteht, sowie eine Einrichtung zum Umschlagen der
Ränder der Tücher im Bereich zwischen der Aufgabevorrichtung und der Preßstufe über das auszupressende
Gut.
Eine solche, aus der USA.-Patentschrift 317 313 bekannte Obstpresse ermöglicht zwar einen weitgehend
automatischen Arbeitsablauf, wie er bei dem ständigen Arbeitskräftemangel und den fortlaufend
steigenden Lohnkosten anzustreben ist, hat sich jedoch als unwirtschaftlich erwiesen, weil sie nur eine
relativ geringe Arbeitsleistung bringt und damit unverhältnismäßig große Betriebskosten bedingt. Diese
geringe Arbeitsleistung ist darauf zurückzuführen, daß die auf das aus Rostband und Tuch bestehende
Transportband aufgegebene Obstmaische eine bestimmte Höhe nicht überschreiten darf, damit einerseits
die recht dünnflüssige Obstmaische zwischen den umgeschlagenen Tuchrändern sicher gehalten wird
und andererseits die Dicke der Schicht ein einwandfreies Auspressen der Maische nicht verhindert. Der
Obstsaft muß sich beim Auspressen der Maische seinen Weg vom Inneren der Schicht nach den Außenflächen
suchen, und es ist offensichtlich, daß das Abfließen ties Saftes um so mehr erschwert wird, je dicker die
auszupressende Schicht ist. Mit zunehmender Schichtdicke nimmt infolgedessen einerseits die Ausbeute an
Saft ab und andererseits die zum Auspressen der Maiche benötigte Zeit zu, so daß das Überschreiten einer
gewissen, relativ geringen Schichtdicke keinen wirtschaftlichen Vorteil mehr bringt.
Andere bekannte Obstpressen erlauben entweder keinen vollautomatischen Betrieb oder ermöglichen
nicht ein im wesentlichen vollständiges Auspressen des in der Maische enthaltenen Saftes, so daß eine nur
ungenügende Ausbeute an Obstsaft erzielt wird. So ist aus der schweizerischen Patentschrift 219 241 eine
Obstpresse bekannt, bei der auf separaten Rosten in Tüchern einzeln von Hand abgepackte Obstmengen
zwischen sich einander nähernde Preßbänder gebracht werden. Hier ist zum Abpacken der Obstmengen
und zum Auspacken der ausgepreßten Maischekuchen noch ein erheblicher Anteil Handarbeit erfor-.
derlich, der aus den obenerwähnten Gründen vermieden werden sollte. Das gleiche gilt für die aus der
schweizerischen Patentschrift 271 472 bekannten Presse, bei der wiederum die Obstmengen auf separaten
Rosten in Tüchern einzeln von Hand abgepackt werden müssen, bevor sie mittels Ketten unter Preßstufen
geführt werden.
Zu den Pressen, die zwar automatisch arbeiten, jedoch nicht zu der gewünschten Ausbeute führen, gehören
die Pressen, wie sie aus der schweizerischen Patentschrift 113 415 und der USA.-Patentschrift
1 659 733 bekannt sind. Diese bekannten Pressen machen von Preßwalzen bzw. Preßbändern Gebrauch,
durch die die Obstmaische hindurchgeführt werden soll. Da es sich bei der Obstmaische einerseits um eine
relativ dünnflüssige Masse handelt, kann die Obstmaische durch Preßwalzen oder durch Preßbänder hindurchfließen,
ohne daß der gewünschte Druck ausgeübt wird. Andererseits führt die relativ feste Struktur
von Obstmaische dazu, daß sich die Obstmaische vor solchen Einrichtungen staut, was ebenfalls den Aufbau
eines geeigneten Preßdruckes verhindert. Außerdem sind Preßwalzen zum Auspressen von Obstsaft
deshalb ungeeignet, weil sie nur in einem sehr kurzen Bereich und damit auf eine hindurchgeführte Masse
nur sehr kurzzeitig einen Druck auszuüben vermögen. Wegen der erheblichen Dichte von Obstmaische wird
aber zum Auspressen des Saftes eine bestimmte Mindestzeit benötigt, die mit solchen Durchlaufvorrichtungen
nicht erreicht wird. Daher ist bei solchen Obstpressen die erreichbare Ausbeute außerordentlich gering,
und es kann trotzdem vorkommen, daß infolge der Ausübung eines plötzlichen hohen Druckes durch
das Preßtuch Trübstoffe mit hindurchgedrückt werden, die die Qualität des ausgepreßten Saftes erheblich
beeinträchtigen.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Obstpresse zu schaffen, die bei automatischem
Betrieb und guter Ausbeute eine verbesserte Arbeitsleistung aufweist.
Diese Aufgabe wird nach der· Erfindung bei einer Presse der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst,
daß zwei oder mehr Transportbänder durch die Preßstufe parallel zueinander und übereinanderliegend
hindurchgeführt sind.
Durch die Verwendung von mehreren übereinanderliegenden Transportbändern ist es möglich, die
Arbeitsleistimg der erfindungsgemäßen Presse gegenüber der bekannten Presse um einen Faktor zu steigern,
der im wesentlichen gleich der Anzahl der verwendeten Transportbänder ist. Diese Steigerung der
Arbeitsleistung ist bei der erfindungsgemäßen Obstpresse möglich, weil hier zwar die sich während eines
Arbeitsganges unter einer Preßstufe befindende Menge der Maische erhöht, nicht aber die Dicke der
Maischeschicht vergrößert wird, sondern die sich gleichzeitig unter einer Preßstufe befindenden Maischekuchen
durch Transportbänder voneinander ge-
trennt sind, so daß sich trotz der größeren Maischemenge keine Veränderung des Verhältnisses von Volumen
zu Oberfläche der einzelnen Preßkuchen ergibt, sondern dieses Verhältnis, das für ein einwandfreies
Auspressen des Saftes von Bedeutung ist, für jeden Preßkuchen gleich bleibt. Die durch die Transportbänder
bedingten Zwischenräume zwischen den einzelnen Preßkuchen ermöglichen das Ablaufen des
Saftes in der gleichen Weise, als ob nur ein Preßkuchen vorhanden wäre.
Damit der in den einzelnen Preßstufen ausgeübte Druck einwandfrei auf die auf den Transportbändern
übereinanderliegenden Maischemengen einwandfrei übertragen wird, ist es zweckmäßig, wenn das zweite
und jedes weitere über dem ersten Transportband liegende Transportband in Richtung des Preßdruckes federnd
ausgebildet ist. Dabei können in sich federnde Transportbänder verwendet werden. Es ist aber auch
möglich, daß die Transportbänder an Transportketten befestigte Plattenroste aufweisen und die Plattenroste
der oberen Transportbänder durch Federn mit ihren Transportketten verbunden sind.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher beschrieben und erläutert. Es zeigt as
F i g. 1 einen Querschnitt durch den unter einem Pressenstempel hindurchgeführten Abschnitt der
Transportvorrichtung einer Obstpresse nach der Erfindung mit zwei übereinander angeordneten Transportbändern,
v
F i g. 2 eine Draufsicht auf einen Abschnitt des unteren Transportbandes der in F i g. 1 dargestellten
Ausführungsform der Erfindung und
F i g. 3 eine Draufsicht auf einen Abschnitt des unteren
Transportbandes bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung.
Bei der in den F i g. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform der Erfindung weist die Transportvorrichtung
zwei übereinander angeordnete Transportbänder mit Plattenrosten S auf, auf denen Preßtücher 8 für
das auszupressende Gut befestigt sind. Die aus V2A-Stahl bestehenden Roste 5 sind auf Transportketten
2 befestigt, die über Stützrollen 3 geführt sind, und mit Löchern 6 versehen, durch die hindurch der
mit Hilfe des Pressenstempels 1 ausgepreßte Saft in ein nicht dargestelltes Sammelbecken laufen kann.
Die Roste 5 weisen hochgebogene Längsränder 5' auf, an denen sie mittels Niete, Schrauben oder sonstiger
Befestigungsmittel 7 mit der Gliederkette 2 verbunden sind. Die hochgebogenen Längsränder 5' gewährleisten,
daß der ablaufende Saft nicht mit der Gliederkette und ihrer Stützvorrichtung in Berührung kommt.
Die Preßtücher 8 sind auf den einzelnen Rosten mit Hilfe von Schrauben, Niete 9 od. dgl. befestigt. Es
ist jedoch lediglich jeweils nur der Mittelteil eines Preßtuches auf einem Rost 5 befestigt, während die
Randteile 10 lappenförmig ausgebildet sind. Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform der Erfindung
schließen sich an den mit dem Rost 5 verbundenen Mittelteil des Preßtuches 8 an allen vier Rändern abstehende
Lappen 10 an. Die Lappen 10 sind durch senkrecht zu ihrem Rand verlaufende Verstärkungsstäbe 11 verstärkt und können über die auf das Preßtuch
aufgelegte Maische umgeschlagen werden.
Die in F i g. 3 dargestellte Ausführungsform eines Transportbandes unterscheidet sich von der Ausführungsform
nach Fig.2 lediglich dadurch, daß die Preßtücher 8' nur seitliche Lappen 10' aufweisen, wogegen
die in Bewegungsrichtung des Transportbandes vorderen und hinteren Lappen fehlen. Dafür sind bei
der Ausführungsform nach F i g. 3 auf jedem der Roste 5 die Preßtücher 8' so befestigt, daß sie unmittelbar
aneinander anschließen. Bei der Ausführungsform nach F i g. 2 sind dagegen die einzelnen Preßtücher 8
im Abstand voneinander auf dem Transportband befestigt, so daß also nicht jeder Plattenrost 5 ein Preßtuch
8 trägt.
Das über dem unteren Transportband liegende obere Transportband ist in Richtung des Preßdruckes
federnd ausgebildet. Dabei kann das obere Transportband in sich federnd ausgebildet sein, oder es können
besondere Federn 18 vorgesehen sein entsprechend dem in F i g. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel. Es
versteht sich, daß die Federn statt dessen auch in einer anderen geeigneten Weise ausgebildet sein können.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das eine Ende 18' der Federn 18 mit einem Glied der Transportkette
2 und das andere Ende 18" an dem Plattenrost 5. befestigt. Die Federn 18 sind von Hülsen 19 und
20 umgeben, die die Federn vor Verunreinigung schützen.
Die dargestellte Ausführungsform der ErfFndung bietet die Möglichkeit, jeweils zwei Maischepakete
gleichzeitig auszupressen, so daß die Leistung der Obstpresse erhöht wird. Es versteht sich, daß bei Be- ·
darf auch drei oder sogar noch mehr Transportbänder übereinander angeordnet werden können, um die Leistung
der Obstpresse noch weiter zu steigern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
- Patentansprüche:I. Obstpresse mit Preßstufen in Form von Stempelpressen, einer Transportvorrichtung, die das auszupressende Gut von einer Zuteilstation schrittweise zu der Preßstufe führt und aus einem mit Tüchern bedeckten Rostband besteht, sowie einer Einrichtung zum Umschlagen der Ränder der Tücher im Bereich zwischen der Aufgabevorrichtung und der Preßstufe über das auszupres- , sende Gut, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr Transportbänder durch die Preßstufe parallel zueinander und übereinanderliegend hindurchgeführt sind.
- 2. Obstpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite und jedes weitere über dem ersten Transportband liegende weitere Transportband in Richtung des Preßdruckes federnd ausgebildet ist.
- 3. Presse nach den Ansprüchen! und2, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportbänder an Transportketten befestigte Plattenroste (5) aufweisen und die Plattenroste (5) der oberen Transportbänder durch Federn (18) mit ihren Transportketten (2) verbunden sind.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG0033033 | 1961-08-30 | ||
| DEG0033033 | 1961-08-30 | ||
| DEG0039790 | 1964-02-07 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1427424A1 DE1427424A1 (de) | 1969-04-10 |
| DE1427424C true DE1427424C (de) | 1973-04-19 |
Family
ID=
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