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Kegelaufstellvorrichtung
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Die Erfindung betrifft eine Kegelaufstellvorrichtung, bei der jeder
Kege' mit einem Seil verbunden ist.
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Bei bestimmten Y.egelspielen ist es wichtig, die Position der Kugel
beim Eintreffen in das Kegelbild festzustellen bzw. wird eine bestimmte Position
vorgegeben, die dann vom Spieler eingehalten werden soll. Dies ist insbesondere
bei einem sogenannten Gassenspiel der Fall, bei dem der Spieler die Kuel wirts bzw.
rechts vom vordersten Kegel eintreffen lassen muß. Bei einem solchen Gassenspiel
hängt es bislang von der subjektiven Beurteilung ab, ob die Kugel die linke oder
rechte Gasse oder aber die Mitte des Kegelbildes getroffen hat. Diese PeurteiOung
wird besonders schwierig, wenn bei einem Kegelwurf des ganze Kegelbild umgeworfen
wird. Die Beurteilung wird dadurch erschwert, daß die Entscheidung genau in den
Bruchteilen einer Sekunde getroffen werden muß, in denen die Kugel den ersten Kegel
berührt. Gleichzeitig muß man sich in der richte T3e obachtungsstellung befinden,
damit man diesen Vorgang überhaupt; beobachten kann.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung vorzuschlagen,
mit der ohne subjektive Bourteilung zuverlassig festgestellt werden kann, an welcher
Stelle die Kugel im Kegelbila eintrifft.
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Diese Aufgabe wird nach der Erfindung bei einer Kegelaufstellvorrichtung,
bei der jeder Kegel mit einem Seil verbunden ist, dadurch gelöst, daß über wenigstens
einem Kegel eine Einrichtung zum Feststellen der Seilauslenkung bei fallendem Kegel
vorgesehen ist, die mit einer Anzeigeeinrichtung verbunden ist.
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Durch eine derartige Einrichtung kann die Fallrichtung eines Kegels
festgestellt werden, aus der die Kugelposition beir£ ,Ir1-treff~rl in das Kegelbild
zuverlässig ermi-ttelt werden kann.
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Trifft die Ktigei z.B. den vordersten Kegel genau in der Mitte,
so
wird die Kugel ihre Laufrichtung beibehalten und den Kegel in derselben Richtung
umwerfen. Trifft die Kugel aber den vordersten Kegel von der rechten Seite, so ergibt
sich eine Laufrichtung der Kugel nach rechts, während der Kegel nach links fällt.
Der Winkel von Kugellaufrichtung und Kegelfallrichtung zur Längsachse der Kegellaufbalnl
hängt dabei davon ab, wîe weit der Auftreffpunkt der Kugel von der Kegelmitte entfernt
ist. In jedem Falle wird das Seil, an dem der Kegel aufgehängt ist, zunächst in
der gleichen Richtung ausgelenkt, in der der Kegel fällt. Durch Feststellung der
Seilauslenkung und Fallrichtung des Kegels kann also zuverlässig auf die Position
der Kugel relativ zum Kegel geschlossen werden Die Einrichtung zum Feststellen der
Seilauslenkung kann ein mechanischer Fühler sein, der mit einem Abtastelement am
Seil anliegt. Vorzugsweise weist die Einrichtung zum Feststellen deX Seilauslenkung
eine oder mehrere Lichtschranken auf, die bei der Seilauslenkung in der einen oder
anderen Richtung unterbrochen werden. Hierdurch wird gegenüber einem mechanischen
Fühler die Seilbewegung in keiner Weise beeinträchtigt.
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Zweckmäßigerweise wird, in Laufrichtung der Kugel betrachtet, beiderseits
de Seils jeweils eine Lichtschranke etwa parallel zur Längsachse der Kugellaufbahn
angeordnet.
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Weitere zweckma3ige Ausgestaitungen sind in den Ansprüchen und in
der nachfolgenden Beschreibung angegeben.
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Eine beispielsweise Ausführugsform der Erfindung wird anhand der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 schematisch eine Seitenansicht einer Kegelaufstellvorrichtunz
er erfindungsgemäßen Einrichtung zum Feststellen der Fallrichtung eines Kegels,
wobei sich der Kegel in der Zentrierosition befindet;
Fig. 2 eine
entsprechende Ansicht bei auf der Kugellubahn aufgestelltem Kegel, und Fig. 3 eine
Draufsicht auf das Kegelbild und die relative Lage der Abtastelemente.
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In den Fig. 1 und 2 ist mit12 der Rahmen bzw. das Gehäuse einer an
sich bekannten Kegelaufstellvorrichtung bezeichnet, in der eine senkrecht zur Zeichenebene
sich erstreckende Zugstange 13 mittels einer nicht dargestellten AntlJebseinrichtung
auf einer Platte 14 hin- und herbewegt werden kann. An jedem der Kegel 1 bis 9,
von denen lediglich der vorderste Kegel 1 in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist, ist
ein Seil 10 befestigt, das über eine Umlenkrolle 11 geführt ist, die über jedem
Kegel in dem Rahmen 12 angeordnet ist. Von den einzelnen Umlenkrollen 11 führen
die neun Seile 10 zu Rollen, die nebeneinander auf der Zugstange 13 angeordnet sind.
Von der Zugstange 13 führt das Seil zu einer Seilrolle 15, die an einem Hebel 16
drehbar befestigt ist, welcher schwenkbar am Rahmen 12 angebracht und durch cine
Feder 17 in der dargestellten Weise beaufachlagt ist Unten am Rahmen 12 sind an
einem C-erüst 18 Zentrierg1ocken 19 über jedem einzelnen Kegel angeordnet.
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Nach einem Kegelspiel wird die Zugstange 13 in die in Fig. 1 dargestellte
Stellung bewegt, in del alle neun Kegel in den Zentrierglockeji 19 zentriert sind,
worauf die Zugstange 13 in die in Fig. 2 wiedergegebene Stellung bewegt wird, wobei
di.t Kegel sich aufgrund ihres Eigengewichts absenken und die in Fig. 3 wiedergegebene
Stellung des Kegelbildes auf der Kugellaufbahn 20 einnehmen. Wie Fig. 2 zeigt, bleibt
auf der Platte 14 ein Seilvorrat 8D' liegen, der für eine ungehinderte Bewegung
des zugeordneten Kegels beim Kegel spiel ausgelegt ist.
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Die Reibung des Seilvorrats 10' auf der Platte 14 ist ausreichend
groß, mit das Seil 10 zwischen Kegel und Umlenkrolle 11 straff gespannt gehalten
wird.
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Oberhalb des Zentrierringes 21 am unteren Ende der Zentrierglocke
19 ist auf Jeder Seite des Seiles 10 eine Lichtschranke angeordnet. Die Fig. 1 und
2 zeigen eine Lichtquelle 22 auf der einen Seite der Zentrierglocke und einen Empfänger
23 auf der anderen Seite. Etwa parallel zu dieser Lichtschranke 22, 23 ist auf der
anderen Seite des Seiles eine entsprechende Lichtschranke 24, 25 angeordnet, wie
die Fig. 3 zeigt. Die Lichtschranken werden zweckmäßigerweise an dem Gerüst 18 befestigt,
können aber auch an der Zentrierglocke 19 befestigt sein.
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Wie die Draufsicht in Fig. 3 zeigt, erstrecken sich die beiden Lichtschranken
im wesentlichen parallel zu der Längsachse der Kugellaufbahn 20, wobei sie etwa
auf dem halben Radius des Innendurchmessers der Zentrierglocke 19 beiderseits des
Seils 10 angeordnet sind. Es reicht an sich aus, eine solche Lichtschrankenanordnung
am vordersten Kegel 1 vorzusehen, es ist aber auch möglich, über mehreren oder über
allen Kegeln solche Lichtschranken anzuordnen. Bei dem Ausführungsbeispiel nach
Fig. 3 sind zusätzlich zu den beiden Lichtschranken 22, 23 und 24, 25 beiderseits
des Seils 10 am vordersten Kegel 1 Jeweils noch Lichtschranken 26, 27 und 28, 29
auf der Außenseite der Kegel 2 und 3 angeordnet.
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Anstelle von Lichtschranken können auch mechanische Abtastelemente
vorgesehen werden, die beispielsweise mittels eines Fühlers am Seil anliegen und
bei der Seilauslenkung einen elektrischen Kuntakt, beispielsweise einen Schalter
betätigen.
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Ferner ist jedem einzelnen Kegel ein nicht dargestellter Schalter
in der Kegelaufstellvorrlchtwng zugeordnet, welcher von einen fallenden Kegel über
das Seil 10 betätigt wird. Anhand dleser Schalter kann festgestellt werden, welcher
Kegel nach einem Kegelspiel gefallen ist oder nicht.
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Wird der Kegel 1 von einer Kugel, deren Laufrichtung bei 30 angedeutet
ist, getroffen, so wird sich der Kegel je nach Kugeleinwirkung in eine bestimmte
Richtung bewegen und das Seil 10 zwangsläufig mitziehen. Wird z.B. der Kegel 1 von
der Kugel rechts von seiner Mitte getroffen, so wird er sich zwangs läufig und mit
ihm das Seil 10 nach links bewegen. Das Seil 10 kann nur innerhalb der Zentrierglocke
über deren halben Innendurchmesser ausgelenkt werden, der wenigstens dem Kegeldurchnesser
entspricht. Bei einer Auslenkung des Seil es nach links wird die Lichtschranke 24,
2> unterbrochen, wodurch auch die Entscheidung für "rechte Gasse" getroffen ist.
Wenn keine der beiden Lichtschranken unterbrochen wird, so ergibt sich daraus die
Entscheidung "Mitte". Je nach Abstand der Lichtschranken 22, 23 und 24, 25 kann
eine größere oder kleinere Auslenkung nach rechts und links festgestellt werden.
Vorrangig ist immer die erste Unterbrechung einer Lichtschranke, weil ein Zurückprallen
des Kegels auch ein Unterbrechen der anderen Lichtschranke zur Folge haben kann.
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Die Lichtschranken oder entsprechende mechanische Fühler, die mit
eloktrischen Kontakten versehen sind, sind zwecka,aßigerweis über Verstärker an
Anzeigelampen angeschlossen, so daß in dem zuvor geschilderten Fall die Lampe für
"rechte Gasse7 aufleuchtet. Es ist auch möglich, die Lichtschranken an eine logische
Schaltung anzuschließen, welche die Signale nach einem vorgegebenen F:ogramm auswertet.
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Für bestimmte Anwendungen kann es erforderlich sein, zu der Erfassung
der Kegelfallrichtung als Ergänzung noch die Konstellation der Kegel nach einem
Kegelwurf in die Auswortung mit einzubeziehen. Anhand der in der Kegelaufstellvorrichtung
angeoidneten und jedem einzelnen Kegel zugeordneten Schalter kann festgestellt werden,
welche Kegel stehengeblieben und welche gefallen sind.
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Die Lichtschranken könnten auch unterhalb der Zentrierglocke
angeordnet
werden, wodurch eine größere Seilauslenkung erfaßt werden könnte, jedoch sind sie
über der Zentrierglocke besser vor Beschädigung geschützt.
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Es ist auch möglich, eine quer zur Kegellaufbahn sich erstreckende
Lichtschranke hinter einem Seil 10 anzuordnen, damit man auch dann ein Signal erhält,
wenn z.B. der Kegel 1 genau in der Mitte getroffen wird und keine der Lichtschranken
22, 23 und 24, 25 unterbrochen wird.
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Es sind verschiedene Abwandlungen der rEhler- bzw. Lichtschrankenanordnung
zum Feststellen der Richtung der Seilauslenkung möglich, beispielsweise können die
Lichtschranken auch eine zur Laufbahnachse schräge Stellung einnehmen.
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