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Vertikaljalousie (900-Schwenkung)
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Die Erfindung betrifft Vertikaljalousien mit horizontal befestigbarer
Tragschiene und mit darin seitlich fahrbar geführten Lamellenwagen für hängend angeordnete,
mit einem durch Anschläge begrenzten einseitigen Freigang von I8,0° um ihre lotrechte
Achse schwenkbare Lamellen, deren im Lamellenwagen gelagerter Schwenkzapfen mit
dem Ritzel eines im Lamellenwagen angeordneten, von einer wahlweise antreibbaren
Schwenkwelle axial verschiebbar durchgriffenen Schwenkgetriebes verbunden ist und
eine Rutschkupplung aufweist, deren durch eine Feder gegeneinander gedrückte Kupplungsflächen
beiderseits von auf I80 Teilung angeordneten Anschlägen als Rampen mit axial einander
entgegengesetzter Steigung ausgebildet sind.
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Die Lamellenwagen sind außerdem mit einem Fåhrantrieb kuppelbar, so
daß die Lamellen aus ihrer ausgebreiteten Vorilanqstellung mit gleichmäßig verteilten
Lamellen bis in eine Staustellung an einer oder an zwei Seiten
fahrbar
sind und dabei auch beliebige Zwischenstellungen einnehmen können. Für die Staulage
ist eine Schwenkstellung der Lamellen um ihre lotrechte Achse erforderlich, in der
die Lamellen in ebenen quer zur seitlichen 0 Fahrrichtung, d.h. in einem Winkel
von 90° zur Fahrrichtung bzw. zur Ebene der Vorhangfläche liegen. In der totalen
Vurhangstellung sind die Lamellen horizontal parallel zueinander ausgerichtet, wobei
die Ränder benachbarter Lamellen sich gegenseitig Uberlappen. Je nach qewünschter
Lichtwirkung und je nach Sonnenstand sind zwischen diesen beiden extremen Schwenkstellungen
beliebige Zwischenstellungen stufenlos erreichbar.
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Wegen der Oberlappung der Lamellen in der totalen Vorhangstellung
ist der Schwenkzapfen mit einer über etwa 1800 wirksamen Freigangmechanik ausgerüstet,
so daß die Lamellen immer nur entgegen der Oberlappung geschwenkt werden können.
In Richtung der Oberlappung ist die Freigangmechanik wirksam.
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Bekannt sind Vertikaljalousien mit einem Bedienungsorgan für die Fahrbewegung
und einem weiteren Bedienunr3sorgan f(ir die Schwenkbeweqt Es ist; iist jedoch t
ben a 1 1 -kannt, die Bedienungsorgane für die Fahrbewegung und für die Schwenkbewegung
zusammenzufassen (DE-PS 16 83 610).
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Im letzteren Falle bewirkt das Bedienungsorgan zunächst eine Schwenkung
der Lamellen in die 900-Querstellung bevor die Lamellenwagen seitlich fahren können
und das Schwenkgetriebe vom Bedienungsorgan entkuppelt wird.
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Bei der Fahrbewegung können die Lamellen, welche teils aus empfindlichen
Material hergestellt sind, etwaigen Hihdernissen ausweichen, weil sie in einer Hängeldqe
am Schwenkzapfen befestigt sind. Zur Vermeidung von Beschäd i q ungen der Lamellen
bei der Schwenkung 5 sind
die Schwenkzapfen bekannter Ausführungen
mit einer federbelasteten Rutschkupplung ausgebildet, so daß bei einem Hindernis
in der Bewegungsbahn einer schwenkenden Lamelle die durch die Feder hervorgerufene
Reibung zwischen zwei Flächen der Rutschkupplung überwunden wird, und die in der
Bewegung behinderte Lamelle die Schwenkbewegung nicht mitmac-ht solange das Hindernis
vorhanden ist (US-PS 30 28 910 und GB-PS 15 00 438).
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Bei einer weiterentwickelten bekannten Ausführungsform kehren die
Lamellen nach der Beseitigung des Hindernisses oder nach dessen Oberwindung selbsttätig
in die zueinander ausgerichtete Parallellage zurück. Dies wird dadurch erreicht,
daß die durch die Feder zusammengedrückten Kupplunqflächen als Rampen auf einer
kreisförmigen Schulter ausgebildet sind und daß. diese Rampen zwei diametral entgegengesetzte
Vorsprünge sowie zwei diametral entgegengesetzte Vertiefungt der Vorsprünge aufweist,
die zwischen den Vorp angeordnet sind und gegen diese um 900 versetzt sind (DE-OS
24 01 748). Bei dieser Ausbildung wird erreicht, daß eine aus der Federbelastung
abgeleitete tangential zur lotrechten Lamellenachse wirksame Kraftkomponente die
Lamelle infolge der Rampenneigung in der einen oder anderen Richtung schwenkt, bis
ein Vorsprung an der einen Kupplungsfläche in die ihn zugeordnete 4usnehmung an
der anderen Kupplungsfläche eingreift.
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Ein solcher Flechanislnus muß in beiden Schwenkrichtungen gleicherlllaßerl
wirksam sein, so daß wegen der erforderlichen endlichen Abmessungen der Vorsprünge
und Verausnehmungen eine exakte Parallellage der Lamellen nach der Oberwindung eines
Hindernisses nicht zu erreichen ist. Darunter leidet das äußere Bild der Jalousie
in der Vorhangstellunq. Bei Jalousien für sehr breite Uffnungen kommt es außerdem
zu elastischen Verformungen
der relativ langen Schwenkwelle, so
daß bei Anderurig der Schwenkstellung unterschiedliche Schwenklagen der einzelnen
Lamellen unvermeidlich sind.
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Bei Vertikaljalousien für große Vorhangbreiten ist daher zu beobachten,
daß der Schwenkwinkel der einzelnen Lamellen von der Seite der Anordnung des Antriebes
zur gegenüberliegenden Seite hin sich ändert. Exakte Paralltllagen der einzelnen
Lamellen in allen Schwenkstellungen sind aber unerläßlich für hohe 4nforderungen
an das äußere Bild der Jalousie.
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Aufgabe der Erfindung ist daher eine Ausbildung der Vertikaljalousie
in der Weise, daß unabhängig von der Vorhangbreite und unabhängig von einer eventuellen
Behinderung einzelner Lamellen während der Schwenkbewegung eine genaue Parallellage
aller Lamellen in jeder beliebigen Schwenksteilung einstelliar ist.
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Dementsprechend besteht der wesentliche Lösunqsgeclarlkc nach der
Erfindung darin, daß bei einer Vertikaljalousie mit den eingangs genannten Merkmalen
die Rutschkupplung für jede der beiden Drehrichtungen eine nur in der einen Drehrrichtung
wirksame Rampe mit asymmetrischer Steigung und einem Steigungsmaximum vor Erreichung
der 900 Schwenkstellung aufweist, wobei sich in Drehrrichtung ein Bereich höherer
Steigung über weniger als 900 vor dem Steigungsmaximum und ein Bereich geringerer
Steigung über mehr als 900 hinter dem Steigungsmaximum erstreckt.
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Die Rampen sind vorteilhaft an kreisförmigei Ringschultern in an sich
bekannter Weise ausgebildet. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Rutschkupplung
als Doppelkupplung mit Kupplungsflächen in zwei unterschiedlichen Trennebenen ausgebildet,
wobei die Kupplungsflächen der einen Trennebcne in der einen Drehrichtung und die
Kupplungsflächen der anderen Trenn-
ebene in der entgegengesetzten
Drehrichtung eine Auflaufsperre aufweisen. Während bei bekannten Ausbildungen mit
Vorsprüngen und Nocken in einer 900-Teilung auf den ringförmigen Rampen der Kupplungsflächen
nur Schwenkwege von weniger als 900 zulassen, kann durch die erfindungsgellläße
Ausbildung für die durch die tangeniale Komponente aus der Federkraft hervorgerufene
Rückschwenkbewegung der Lamelle ein Weg von mehr als 900 zugelassen werden. Das
Uffnen der Rutschkupplung gegen die Wirkung der Feder erfolgt demgemäß mit einem
Schwenkwinkel von weniger als 900. Durch die vor den Auflauframpen angeordneten
Auflaufsperren wird sichergestellt, daß je nach Schwenkrichtung immer nur die Rampenteile
mit höherer Steigung und kleinerem Winkelbereich wirksam werden können. Sobald die
Rutschkupplung bei der Uffnung das Steigungsmaximum überschritten hat, schwenkt
die Lamelle mit einem Winkel vom mehr als 900 in die gewollte 900 Querstellung.
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Dies erqibt den Vorteil, daß die Lamellen nach dem Aubreiten des Vorhangs
in eine der beiden Parallelendstellungen geschwenkt werden können, in der die Lamellen
eine totale Vorhangstellung einnehmen. Wird dann der Sch-wenkantrieb weiter betätigt,
tritt die Rutschkupplung in Aktion/ und nach überschreiten des Steigungsmaximums
der wirksam gewordenen Rampe schwenken alle Lamellen in eine exakte parallele 900
Querstellung, und zwar unabhängig davon, ob bei breiten Jalousien eine elastische
Verformung einer relativ langen Schwenkwelle stattgefunden hat oder nicht. Auf die
gleiche Weise kann auch eine genaue Parallelstellung der Lamel ei ndch Verschwenkung
einzelner Lamellen infolge Beriihruncj oder infolge Berührung mit einem Hindernis
erreicht werden.
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Für die konstruktive Ausbildung sieht eine weitere Ausgestaltung der
Erfindung eine Rutschkupplung vor, bei
der ein Zwischenring angeordnet
ist, dessen Stirnflächen die Schu.ltern mit den Gegenrampen bilden.
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Korrespondierende Rampen sind andererseits am Ritzel des Schwenkgetriebes
sowie am Tragzapfen ausgebildet.
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Die Rampen der beiden Trennebenen der Rutschkupplung sind spiegelbildlich
symmetrisch zueinander, so daß die Rampe der einen Trennebene in der einen Drehrichtung
und die Rampe in der anderen Trennebene bei der entgegengesetzten Drehrichtung wirksam
werden. Die Auflaufsperr der Rampen bestehen nach einem weiteren Gestaltungsgedanken
aus radialen Anschlagflächen, die mit den Rampenteilen größerer Steigung einen offenen
Winkel einschließen, wie sich dies später aus der Darstellung eines Ausführungsbeispieles
besser erkennen läßt. Besondere Anforderungen stellt die Erfindung an die Anordnung
und Ausbildung der Anschläge für die 9¢g°-Querstellung der Laniellen, weil der in
einer Schwenkrichtung wirksame Anschlag die Bewegung in der entgegengesetzten Schwenkrichtung
nicht behindern darf und weil die den beiden Schwenkrichtungen zugeordneten Anschläge
andererseits auch nicht den Frei gang der Lamellenaufhängung beeinträchtigen dürfen.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Anschläge für die Lamellenstellung quer
zur Fahrtrichtung an einer Wippe angeordnet sind, die bei geschlossener Rutschkupplllng
in der Ruhelage fixiert ist und die bei öffnung der Rutschkupplung in Abhängigkeit
von der Urellrichtllng des Ritzels kippt, so daß entweder der eine oder der andere
an der Wippe angeordnete Anschlag wirksam werden kann. Diese Wippe ist bei einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel innerhalb des hohl ausgebildeten Tragzapfens angeordnet
und durchgreift dessen Wandung mit den beiden sich diametral gegenüberliegend angeordneten
Anschlägen. Beide Anschläge weisen Gleitflächen auf, welche sich auf den Stufen
der Ringflächen der An-
schläge für die Lamellenstellung parallel
zur Fahrrichtung abstützen. Wirkt die Rutschkupplung, kann die Wippe nur in einer
Richtung kippen, nämlich in Richtung des Anschlages, der in die Stufeniücke der
Ringfläche der Anschläge für die Lamellenstellung parallel zur Fahrrichtung hineinragt.
Zum wesentlichen Merkmal der Fortschrittlichkeit des Erfindungsgegenstandes gehört
es, dal es mit der erfindungsgemäßen Ausbildung erstmals möglich ist exakte Paralleilagen
der einzelnen Lamellen in der 900 -Querstellung unabhängig von Behinderungen einzelner
Lamellen und völlig unabhängig von der Vorhangbreite selbst bei extremen Vorhangbreiten
zu erreichen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist auf der Zeichnung teils
schematisch dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer
Vertikaljalousie, Ti. 2 ei ien ve rgröF3er ten Querschnitt durch die Tragschiene
und durch einen Lamellenwagen, Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch das untere
Ende eines Schwenkzapfens, an dem eine Lamelle aufgehängt ist, Fig. 4 einen Querschnitt
nach der Linie IV - IV der Fig. 3, Fig. 5 eine Abwicklung der Rampenausbildung in
einer der beiden Trennebenen der Rutschkupplung, Fig. 6 eine Symbolisierung der
Anschlagstellungen bei verschiedenen Schwenkstellungen der Lamellen.
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Fig. 7 eine Explosionsdarstellung der Teile der Rutschkupplung und
des Schwenkzapfens.
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Bei dem Ausführungsbeispiel entsprechend Fig 1 ist eine horizontal
an einer Wand oder dgl. befestigbare Tragschiene 1 vorgesehen, welche im Querschnitt
ein nach unten offenes Kastenprofil darstellt. In dieser Tragschiene sind Lamellenwagen
2 seitlich fahrbar, wobei sie sich mit Laufrollen 3 oder dgl. in Fiihrungen an der
Innenseite der Tragschiene 1 bewegen. Zur Erreichung eines gleichbleibenden Abstandes
bei der Ausbreitung der an der Laufwagen 2 in Schwenkzapfen 4 bei beweglich aufgehängten
Lamellen 5 dienen an sich bekannte Abstandshalter 6. Für den Antrieb sind in der
Tragschiene 1 Antriebswellen 7 und 8 vorgesehen, von denen'die eine Welle 7 den
Schwenktrieb für die Bewegung er Lamellen um deren lotrechte Achse und die andere
Welle 8 für den Fahrantrieb vorgesehen sind. Die Wellen 7 und 8 durchgreifen jeden
der Lamellenwagen 2 und sind in einem seitlich angeordneten Getriebe 9 zusamlllengeführt,
so daß sie durch ein einziges Betätigungsorgan 10 in Umdrehung versetzt werden können.
4nstelle der dargestellten Kugelkette für den Antrieb eignen sich auch Kurbeln oder
motorische Antriebsmittel. Das untere freihängende Ende der Lamellen 5 ist mit Beschwerungseinlagen
versehen und durch Kugel ketten 11 oder dgl.
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in einem Abstand miteinander verbunden, der dem durch die Abstandshalter
6 vorgegebenen Abstand entspricht.
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In jedem Lamellenwagen 2 ist ein Schwenkgetriebe vorgesehen, welches
aus einer auf der Welle 8 angeordneten Schnecke 12 und einem Ritzel 13 besteht,
welches koaxial mit dem Schwenkzapfen 4 verbunden ist, dessen unteres Ende eine
Hakenausbildung 13 zur Befestigung der Lamelle 5 trägt. Der Schwenkzapfen 4 ist
in dem Ge-
FldUSe des Lamel lenwagens 2 um eine vertikale Achse
drehbar gelagert und mit dem Ritzel 12 mittels einer Rutschkupplung verbunden, die
durch die Schraubenfeder 14 zusaniniengehalten wird. Die Rutschkupplung ist als
Doppelkupplung mit Kupplungsflächen in zwei Trennebenen 15 und 16 (Fig. 2) in der
Weise ausgebildet, daß die Kupplungsflächen in der einen Trennebene 15 der einen
Drehrichtung und die Kupplungsflächen in der anderen Trennebene 16 der entgegengesetzten
Drehrichtung zugeordnet sind. In der jeweiligen Gegenrichtung ist die Wirksamkeit
der Kupplungsflächen durch eine Auflaufsperre blockiert. Bei dem Ausführungsbeispiel
ist zur Herstellung der Doppelkupplung ein Zwischenring 17 vorgesehen, der an seiner
einen Stirnfläche die Gegenrampen 18 für am Körper des Ritzels 12 angeordnete Rampen
19 und an der anderen Stirnfläche die Gegenrampen 20 für Rampen 21 an einem Kupplungskörper
22, der mittels einer Freigangmechanik für einen Schwenkwinkel von mehr als 1800
mit dem Schwenkzapfen 4 zusammenwirkt. Die Rampen jeder Trennebene erstrecken sich
in einem Bereich größerer Steigung über weniger als 900 bis zu einem Steigungsmaximum
und fallen dann in einem Bereich geringerer Steigung über mehr als 900 hinter dem
Steigungsmaximum ab. Diese Ausbildung wiederholt sich in jeder Trennebene im Bereich
der gegenüberliegenden 1800 spieqelbildlich. Zwischen diesen spiegelbildlichen Ausbildungen
sind sich diametral gegenüberliegend radiale Anschlagflächen 23 vorgesehen, die
jeweils mit dem Rampen flächen größerer Steigung einen offenen Winkel einschließen
und die 4uflaufsperre für die Rampenteile mit geringerer Steigung bilden. Die Ausbildung
der Rampen in den beiden Trennebenen der Doppelkupplung ist um 1800 versetzt, so
daß in jeder Drehrrichtung nur eine der beiden Kupplungsteile wirksam werden kann.
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Durch die Anordnung der als Auflaufsperre wirkenden
Radialflächen
23 wird erreicht, daß bei weiterer Betätigung des Schwenkantriebes in einer der
beiden Endlagen der Lamellen parallel zur Vorhangebene diejenige Kupplungshälfte
geöffnet wird, bei der die Rampen stärkerer Steigung in Drehrichtung des Schwenkantriebes
liegen. Sobald das Steigungsmaximum dieser Rampen überschritten wird, springt die
Lamelle in die 90°-Querstellung, wobei die Rampen geringerer Steigung dieses Kupplungsteiles
aufeinandergleiten, bis die Anschlagflächen 23 wieder gegeneinandertreffen. In der
Gegenrichtung erfolgt der gleiche Vorgang in dem anderen Kupplungsteile. Die exakte
90°-Querstellung der Lamellen wird dabei durch Anschläge 24 und 25 gewährleistet,
von denen je einer einer der beiden Drehrichtungen zugeordnet ist und die beide
an einer Wippe 26 angeordnet sind. Diese Wippe 26 mit den Anschlägen 24 und 25 ist
innerhalb des wschenringes 17 und teilweise innerhalb des Kupplungskörpers 22 angeordnet,
wobei die beiden Anschläge 24 und 25 sich diametral gegenüberliegend Gehäuseausnehmungen
27 und 28 des Kupplungskörpers ?2 durchgreifen. Jeder-Anschlag 24 bzw. 25 weist
eine untere Gleitfläche auf, die sich auf den Stufen der Ringsegmente 30 und 31
für die 180° -Freigangsmechanik aus diesen Ringsegmenten und dem Mitnahinedaumen
32 an dem Kupplungskdrper 22 stützen. Bei geöffneter Rutschkupplung kann demnach
immer nur ein Anschlag 24 oder 25 in die tiefere Stufe 31 einfallen, während der
andere Anschlag auf der höheren Stufe 30 gleitet und somit unwirksam bleibt. Nur
der in die tiefere Stufe 31 eingreifende Anschlag bewirkt eine 90° -Querstel lungsarretierung.
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In der Schließstellung der Rutschkupplung wird die Wippe 26 in einer
mittleren Ruhelage arretiert. Dazu dient ein . an dem Ritzel körper 12 angeordneter
Stift 33, der eine dachförmige Unterseite aufweist, die sich auf einen spiegelbildlich
ausgebildeten Nocken 34 an der
Wippe 26 abstützt. Alsbald nach
dem Uffnen eines der beiden Kupplungsteile wird die Wippe 26 von dem Stift 33 freigegeben.
us der Darstellung der aus den Rampen 18 und 19 gebildeten Kupplungstrennebene 15
bzw. der aus den Rampen 20 und 21 gebildeten Kupplungstrennebene i in der Fig. 2
wird deutlich, daß in jeder der beiden Drehrichtung'n nur diejenige Kupplung wirksam
werden kann, bei der in Drehrichtung die Auflauframpen mit einer relativ gegenüber
dem anderen Teil größeren Steigung beginnen. Diese Steigung erstreckt sich über
weniger als 90°, so daß nach dem Steigungsmaximum ein abfallender Rampenbereich
über mehr als 900 entsteht.
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Dieser verlängerte Rampenbereich ermöglicht die materialmäßige Unterbringung
der für die exakte Querschwenkstellung erforderlichen Bauteile. DieAusbildung gewährleistet,
daß dies in jeder der beiden Drehrichtungen möglich ist. Deutlich wird dieser Vorteil
aus der schematischen Darstellung in Fig. 6, die zeigt, daß ein Anschlagzapfen über
einen 180.0 -Schwenkbereich hinaus Bewegungsfreiheit haben muß, um eine Schwenkbewegung
der Lamelle von exakt 1800 zu erreichen.