DE4027852A1 - Seitenzug-mechanik fuer rollos - Google Patents
Seitenzug-mechanik fuer rollosInfo
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- Operating, Guiding And Securing Of Roll- Type Closing Members (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft eine Seitenzug-Mechanik für
die Aufwickelwelle von Rollos welche an der durch die
Mechanik zu betätigenden Seite drehbar auf einem sei
nerseits drehfest in einem am Untergrund befestigbaren
Halterungsbeschlag gehalterten Lagerzapfen gelagert ist
und durch eine drehfest mit ihr verbundene Seilscheibe
über welche ein Zugseil oder eine Kette geführt ist, in
Auf- und Abwickelrichtung drehbar ist, wobei zwischen
der Aufwickelwelle und dem Lagerzapfen eine die Aufwic
kelwelle abbremsende Reibungsbremse vorgesehen ist.
Bei diesen Rollos ist keine selbstaufwickelnde und in
beliebigen Auszugsstellungen arretierende Feder-Rück
zugsmechanik vorgesehen, sondern an einer Seite der
Aufwickelrolle ist eine Seilscheibe angeordnet, über
deren Umfangsfläche ein Seil oder eine Kette gelegt
ist. Das Seil oder die Kette ist in gleichmäßigen Ab
ständen mit Verdickungen versehen. Die Kettenglieder
oder die Verdickungen des Seils greifen im Umfang der
Seilscheibe in entsprechende Ausnehmungen ein. Durch
Ziehen an dem einen oder dem anderen Trum der geschlos
senen Seilschleife bzw. Kettenschleife kann die Seil
scheibe in die eine oder die andere Richtung gedreht
werden. Diese Drehung wird auf die Aufwickelrolle des
Rollos übertragen und der auf der Aufwickelrolle be
findliche Stoff wird auf- bzw. abgewickelt.
Um zu vermeiden, daß sich diese Rollos selbst abwickeln,
bzw. um zu erreichen, daß diese Rollos in der gewünsch
ten Höhe stehen bleiben, ist bei den bekannten Seiten
zug-Mechaniken innerhalb des hohlen Aufwickelrohrs eine
Bremse angeordnet, die zwischen Aufwickelrolle und dreh
fester Halterung des Rollos wirkt. Um diese drehfeste
Halterung herzustellen, ist ein an dem Rollo seitlich
vorstehender Zapfen undrehbar in einem Wand- oder
Deckenhalter aufgenommen. Normalerweise sind die Rollos
nur auf der Seite drehfest gelagert, auf der auch die
Bremsmechanik angeordnet ist, die andere Seite ist
drehbar.
Die Bremse dieser Rollos muß so ausgelegt werden, daß
sie auch noch nach Verschleißerscheinungen der Einrich
tung das Moment sicher halten kann, das maximal vom
Gewicht des Rollo-Materials ausgehen kann, einschließ
lich etwaiger Beschwerungen am unteren Rand des Rollos.
Da diese Rollos gegen die Wirkung der Bremse aufgewic
kelt werden, bedeutet das, daß ein entsprechend großes
Moment auch jedesmal beim Aufwickeln des Rollos zusätz
lich überwunden werden muß zu dem sowieso anfallenden
Aufwickelmoment aus dem noch nicht aufgewickelten Rol
lo-Gewicht.
Das wird als unbequem empfunden, besonders bei großen
und schweren Rollos. Man ordnet deshalb möglichst große
Seilscheiben an dem Rollo an, weil dann dieser unange
nehme Effekt weniger stark spürbar ist. Durch das Be
dürfnis, Rollos möglichst nahe an Wand oder Decke anzu
bringen, sind dieser Maßnahme jedoch Grenzen gesetzt,
große Seilscheiben würden solche Anbringungen nicht
zulassen. Bei Anbringung zweier Rollos nebeneinander,
von denen das eine - weil es beispielsweise für eine
breite Fensterfront bestimmt ist - relativ schwer und
das andere - beispielsweise für eine danebenliegende
Balkontür bestimmte - demgegenüber relativ leicht ist,
stört es die Benutzer gefühlsmäßig, daß beim Abwickeln
das leichte Rollo wegen der durch das geringere Stoff
gewicht weniger entlasteten Bremse eine vergleichsweise
höhere Abwickelkraft erfordert.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Seitenzug-Mechanik für Rollos zur Verfügung zu
stellen, die besser auf die Bedürfnisse während des
Einsatzes der Mechanik abgestimmt ist.
Ausgehend von einer Seitenzug-Mechanik der eingangs
erwähnten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß da
durch gelöst, daß zwischen der Aufwickelwelle und dem
drehfest gehalterten Lagerzapfen des Rollos ein Mit
nehmerteil vorgesehen ist, das durch einen Freilauf je
nach Drehrichtung drehfest bzw. drehbar zu einem Nach
barteil gehaltert ist.
Hierdurch wird erreicht, daß die Reibungsbremse nicht
mehr in beiden Richtungen auf das Rollo wirkt. Außer
der Reibungsbremse ist durch diese Maßnahme zwischen
der Aufwickelwelle und dem drehfesten Lagerzapfen noch
ein Mitnehmerteil und ein Freilauf angeordnet. Der
Freilauf hebt in einer Richtung die Reibungsbremse auf,
in der anderen Richtung bleibt sie wirksam. Die Rollo
welle ist in eine Richtung frei drehbar, in der anderen
wird sie durch die Reibungsbremse gebremst. Das Rollo
läß sich somit leicht aufwickeln, aber es wickelt sich
nicht von selbst ab, d. h. es bleibt auf der eingestell
ten Höhe stehen. Die Handhabung ist nicht mehr unbe
quem. Es können größere und schwerere Rollos ausgeführt
werden, da die Schwierigkeit der sich addierenden Mo
mente beim Aufwickeln beseitigt wurde. Aus dem gleichen
Grund kann die Auslegung des Bremsmomentes der Rei
bungsbremse jeweils etwas großzügiger gehandhabt wer
den. Beim Abwickeln spürt der Benutzer nur noch ein
Restmoment, nämlich das Bremsmoment abzüglich des au
genblicklich wirkenden Abwickelmoments.
Vorteilhafterweise kann dabei im Verlauf der Momenten
übertragung zwischen der Aufwickelwelle und dem dreh
festen Lagerzapfen das Mitnehmerteil zwischen der Rei
bungsbremse und dem Freilauf liegen, wobei die Rei
bungsbremse zwischen der Aufwickelwelle und dem Mit
nehmerteil und der Freilauf zwischen dem Mitnehmerteil
und dem drehfesten Lagerzapfen angeordnet ist.
Dadurch, daß im Freilauf wenigstens eine Sperrklinke
angeordnet ist und die Sperrklinke(n) durch Schwerkraft
in ihre Sperrposition fällt bzw. fallen, ist die Funk
tion des Freilaufs lageabhängig, d. h. der Freilauf kann
durch Veränderung seiner Lage ein- und ausgeschaltet
werden. Es handelt sich um eine sehr einfache Schaltung
der Funktion, die von außen vorgenommen werden kann und
die ganz ohne Schaltelemente und Betätigungselemente
auskommt. Eine Schaltung des Freilaufs ermöglicht es,
auf die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten einer Sei
tenzug-Mechanik im Rollo zu reagieren. Die Seitenzug-
Mechanik kann rechts oder links am Rollo sitzen, der
Rollo-Stoff kann vor oder hinter der Aufwickelwelle
ablaufen. Diese Anwendungsfälle erfordern jeweils eine
andere Freilaufrichtung.
Dadurch, daß die Sperrklinke(n) in oder an dem drehfest
gehalterten Lagerzapfen gelagert ist bzw. sind, kann
die Ein- und Ausschaltung des Freilaufs besonders ein
fach durch Veränderung der Lage des drehfesten Lager
zapfens erreicht werden.
Wenn die Sperrklinke(n) von jeweils einem in einer
Bohrung gelagerten Stift gebildet wird bzw. werden, ist
bzw. sind sie besonders einfach herzustellen und zu
montieren.
Eine besonders einfache Bauweise wird erreicht, wenn
das Mitnehmerteil in seinem Inneren den Freilauf auf
nimmt und auf dem drehfesten Lagerzapfen gelagert ist.
Dadurch, daß das Mitnehmerteil längs geteilt ist und
aus zwei im wesentlichen identischen Hälften besteht,
in denen wenigstens eine Sperrkontur für den Freilauf
ausgebildet ist und es radial und axial auf dem Zapfen
gelagert ist, wird eine weiter vereinfachte Bauweise
erreicht. Die Bauteile sind als gespritzte Kunststoff
teile herstellbar, ohne spanabhebende Bearbeitung.
Dabei entstehen wenig Werkzeugkosten, wenig Lager- und
Handhabungskosten und eine einfache Montage.
Wenn der drehfeste Lagerzapfen des Rollos in zwei um
180° verdrehten Lagen in den zugehörigen Halterungsbe
schlag einsetzbar ist und zwei gegenläufige, mit
Schwerkraft arbeitende Freilaufanordnungen vorgesehen
sind, die ebenfalls um 180° verdreht angebracht sind,
ist die Drehrichtung des Freilaufs (Rechts- oder Links
lauf) einfach durch Umsetzen des Rollos im Halterungs
beschlag frei wählbar. Das Rollo wird allen Einsatz
formen gerecht, d. h. die Seitenzug-Mechanik kann rechts
oder links an der Rollowelle angebracht werden und der
Stoff kann vor oder hinter der Rollowelle ablaufen.
Dadurch, daß das Bremsmoment der zwischen Aufwickel
welle und dem drehfesten Lagerzapfen angeordneten Rei
bungsbremse in verschiedene Stärken einstellbar ist,
wird ein und dieselbe Bauform der Seitenzug-Mechanik
flexibel auf die verschiedensten Stoff-Gewichte,
-Breiten und -Längen einstellbar.
Geringer Platzbedarf in der Aufwickelwelle wird bei
trotzdem großer Bremsfläche wird erhalten, wenn die
Reibungsbremse durch eine senkrecht zur Achse des Rol
los angeordnete Bremsscheibe gebildet wird, auf die
wenigstens eine federbelastete Bremsbacke wirkt.
Wenn die Bremsscheibe drehfest mit der Aufwickelwelle
verbunden ist und mindestens eine Bremsbacke drehfest
mit dem Mitnehmerteil verbunden ist, kann ein kompakter
topfförmiger Hohlstopfen in der Aufwickelwelle vorge
sehen werden, dessen Boden die Bremsscheibe bildet und
der in sich das Mitnehmerteil aufnimmt.
Das Merkmal, daß das Bremsmoment durch eine auf eine
längs der Achse des Rollos verlaufenden Spindel ver
schaubbare Mutter verstellt werden kann, wobei die
verstellbare Mutter das Gegenlager für eine auf die
Bremsbacken wirkende Feder bildet, ergibt wenig Platz
bedarf radial in der Aufwickelrolle, nützt aber den
axial ohne Beschränkung vorhandenen Platz aus.
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung eines
Ausführungsbeispieles in Verbindung mit den Zeichnungen
näher erläutert, und zwar zeigt:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine in der erfindungs
gemäßen Weise ausgebildete Seitenzug-Mechanik;
Fig. 2 eine Ansicht eines Lagerzapfens der Seitenzug-
Mechanik;
Fig. 3 eine um 90 Grad gedrehte und teilweise aufge
brochene Ansicht des Lagerzapfens gemäß Fig. 2;
Fig. 4 eine weitere Ansicht des Lagerzapfens gesehen in
Richtung des Pfeils 4 in Fig. 2;
Fig. 5 einen Querschnitt durch ein Mitnehmerteil in der
durch die Richtung der Pfeile 5-5 in Fig. 1 gege
benen Schnittebene;
Fig. 6 einen Querschnitt durch das Mitnehmerteil in der
durch die Pfeile 6-6 in Fig. 1 angegebenen
Schnittebene; und
Fig. 7 einen Querschnitt durch eine zur Veränderung des
Bremsmomentes der Reibungsbremse der Seitenzug-
Mechanik vorgesehene Mutter.
In Fig. 1 ist im Schnitt eine Seitenzug-Mechanik 22
dargestellt. Mit 10 ist in diesem Querschnitt ein topf
förmiger Hohlstopfen bezeichnet. Der Hohlstopfen 10
wird in ein nicht gezeigtes Rohr eingetrieben, das die
Aufwickelwelle eines Seitenzug-Rollos bildet. Der Hohl
stopfen 10 ist dann drehfest mit der Aufwickelwelle des
Rollos verbunden.
Der Hohlstopfen 10 hat ein offenes und ein geschlosse
nes Ende. Am offenen Ende des Hohlstopfens 10 ist eine
Seilscheibe 12 an ihm angeformt. Um die Umfangsfläche
der Seilscheibe 12 wird ein nicht gezeigtes Seil oder
eine Kette gelegt. Das Seil oder die Kette ist in
gleichmäßigen Abständen mit Verdickungen versehen. Die
Kettenglieder oder die Verdickungen des Seils greifen
im Umfang der Seilscheibe in entsprechende Ausnehmungen
14 ein. Durch Ziehen an dem einen oder dem anderen Trum
der geschlossenen Seilschleife bzw. Kettenschleife kann
die Seilscheibe in die eine oder die andere Richtung
gedreht werden. Diese Drehung wird auf die Aufwickel
welle des Rollos übertragen und der auf der Aufwickel
welle befindliche Stoff wird auf- bzw. abgewickelt.
Uber die Seilscheibe 12 ist eine Abdeckung 16 gestülpt
und mit Rastvorsprüngen 18 gehalten. An der Unterseite
der Abdeckung 16 sind Öffnungen 20 vorgesehen, um das
Seil bzw. die Kette durchzulassen.
Aus der Seitenzug-Mechanik 22 ragt seitlich ein Lager
zapfen 24 heraus, der zur Lagerung der Rollowelle des
Rollos dient. Wie aus Fig. 2 bis 4 ersichtlich, besitzt
der Zapfen 24 an seinem aus der Seitenzug-Mechanik 22
herausragenden Ende Anflächungen 26. Diese Anflächungen
26 ermöglichen in einer entsprechenden Aufnahme eines
(nicht gezeigten) Halterungsbeschlags eine drehfeste
Halterung des Zapfen 24. Wenn beispielsweise die Auf
nahme an der Wand oder der Decke wie bei Rollos üblich,
die Form eines hochkant stehenden Rechtecks hat, dann
sind die Anflächungen 26 in dieser Aufnahme drehfest
senkrecht gehalten. Die Aufnahme und die Anflächungen
26 lassen dabei zwei um 180 Grad verdrehte Lagerungen
zu.
Der Zapfen 24 durchstößt mit den Anflächungen 26 die
Abdeckung 16 und hält mit den Anflächungen 26 die Ab
deckung 16 drehfest.
Die Seitenzug-Mechanik 22 und damit die Rollowelle ist
auf zwei Lagerflächen 28 und 30 auf dem Zapfen 24 ge
lagert. Schultern 32 und 34 sichern den Zapfen in
axialer Richtung in der Seitenzug-Mechanik 22.
Der Zapfen 24 ist dabei im Hohlstopfen 10 in einem
Mitnehmerteil 36 aufgenommen. Das Mitnehmerteil 36 ist
längs geteilt und aus zwei im wesentlichen identischen
Hälften 36a und 36b hergestellt, um ohne aufwendige
Montage den Zapfen 24 in sich aufnehmen zu können. Die
beiden Mitnehmerteil-Hälften 36a und 36b werden zu
sammen mit 36 bezeichnet. Durch die Aufnahme des Mit
nehmerteils 36 zwischen Hohlstopfen 10 und Zapfen 24
ist das Mitnehmerteil 36 auch zwischen Aufwickelwelle
und drehfesten Lagerzapfen 24 angeordnet. Die beiden
Hälften des Mitnehmerteils werden durch die Überwurf
hülsen 38 und 40 zusammengehalten. Gleichzeitig dienen
die Außenseiten der Überwurfhülsen 38 und 40 als Lager
flächen zur Lagerung der gesamten Baugruppe im Hohl
stopfen 10.
Die Lagerung des Mitnehmerteils 36 auf dem Zapfen 24
durch die Flächen 30 und 28 ist an sich drehbar,
zwischen den beiden Lagerflächen 30 und 28 sind jedoch
zwei Freilaufanordnungen 42 und 44 vorgesehen, die
zwischen Mitnehmerteil 36 und dem außen drehfest gela
gerten Zapfen 24 wirken. Von diesen beiden Freilaufan
ordnungen 42 und 44 ist jedoch immer nur eine Anordnung
in Betrieb.
Die Freiläufe 42 und 44 bestehen beide aus je einem
Sperrstift 46 bzw. 48 und aus einer Sperrkontur 50 bzw.
52. Die Sperrstifte 46 und 48 sind im außerhalb der
Mechanik drehfest gelagerten Zapfen 24 in ein Sackloch
54 bzw. 56 leicht beweglich eingeschoben. Die Mittelli
nien der Sacklöcher 54 und 56 verlaufen parallel zuein
ander und rechtwinklig durch die Achse des Zapfens 24.
Dabei sind sie parallel zu den Anflächungen 26 ausge
richtet. Die offenen Mündungen der Sacklöcher 54 und 56
weisen jedoch in entgegengesetzte Richtungen.
Wenn die Anflächungen 26 des Zapfens 24 in einer Wand
halterung also senkrecht gehalten werden, weist immer
ein Sackloch 54 bzw. 56 nach unten und das andere nach
oben. In dem in der Fig. 1 nach oben weisenden Sackloch
54 bleibt der lose eingelegte Sperrstift 48 auf dem
Boden des Sacklochs 54 liegen. Bei dem nach unten wei
senden Sackloch 56 fällt der eingelegte Sperrstift 46
durch die auf ihn wirkende Schwerkraft nach unten und
ragt - soweit möglich - heraus.
Im Mitnehmerteil 36 sind an dieser Stelle zwischen den
Lagerflächen 28 und 30 in Ausrichtung zu jeweils einem
der beiden Sacklöcher 54 und 56 zwei Sperrkonturen 50
und 52 ausgeformt. Fig. 5 und Fig. 6 sind Querschnitte
gemäß den Schnittlinien 5-5, bzw. 6-6 durch das Mit
nehmerteil 36 im Bereich der Sperrkonturen 50 und 52.
Der Zapfen 24 mit den Sperrstiften 46 und 48 ist in
diesen Querschnitten weggelassen. Die Sperrkonturen 50
und 52 sind in ihrem Verlauf mit Stufen 58 versehen.
Der aus dem Sackloch 54 bzw. 56 nach unten herausfal
lende Sperrstift 46 bzw. 48 kann je nach Laufrichtung
ohne Behinderung über die Stufen 58 hinweggleiten, oder
die Bewegung wird gehemmt, sobald der Stift 58 die
erste Stufe 58 erreicht.
Auf diese Weise wird eine Freilaufanordnung zwischen
dem feststehenden Zapfen 24 und dem umlaufenden Mit
nehmer 36 hergestellt. In einer Drehrichtung wird das
Mitnehmerteil 36 drehfest gegenüber seinem Nachbarteil,
dem Zapfen 24, gehalten, in der anderen Drehrichtung
dreht das Mitnehmerteil 36 frei. Das Mitnehmerteil
nimmt also in seinem Inneren die Freiläufe 42 und 44
auf und lagert zugleich den drehfest im zugehörigen
Halterungsbeschlag zu halternden Zapfen 24.
Von den beiden nebeneinander angeordneten Freiläufen 42
und 44 ist dabei immer derjenige in Betrieb, bei dem
das Sackloch 54 bzw. 56 mit dem eingeschobenen Sperr
stift 46 bzw. 48 nach unten offen ist. Wie aus den Fig.
5 und 6 ersichtlich ist, sind die Sperrkonturen 50 und
52 gegenläufig ausgeführt. Die beiden Freiläufe 42 und
44 wirken daher jeweils in der entgegengesetzten Rich
tung, sie sind gegenläufig und sind um 180 Grad ver
dreht angebracht. Welche der beiden Freilaufrichtungen
im Seitenzug-Rollo wirksam wird, wird durch die Art der
Montage der Anflächungen 26 in einem nicht gezeigten
Wandhalter bestimmt. Die Anflächungen 26 müssen auf
jeden Fall senkrecht gehalten werden. Welche der Seiten
der Anflächungen 26 beispielsweise nach vorne weist,
legt fest, welches der Sacklöcher 54 bzw. 56 nach unten
weist und legt damit fest, welche Freilaufrichtung
eingestellt ist.
Der Boden des topfförmigen Hohlstopfens 10, in dem das
Mitnehmerteil 36 gelagert ist, wird als senkrecht zur
Achse des Rollos angeordnete Bremsscheibe 60 benutzt,
um die Reibungsbremse des Seitenzug-Rollos zu formen.
Der Boden des Hohlstopfens 10 ist dafür innen mit einer
eingelegten Metallplatte 62 gegen Verschleiß verstärkt.
Die Bremsscheibe 60 ist einstückig mit dem Hohlstopfen
10 und damit drehfest mit ihm verbunden, die Metall
platte ist gegen Verdrehung im Hohlstopfen 10 gesi
chert; beide sind damit drehfest mit der Aufwickelrolle
verbunden.
Die Bremsscheibe 60 wird von beiden Seiten von Brems
backen beaufschlagt. Auf der einen Seite wird die
Bremsbacke von der Stirnseite der Überwurfhülse 38
gebildet. Die Stirnseite der Überwurfmutter 38 ist zu
diesem Zweck mit einem Reibbelag 64 belegt, die Über
wurfmutter ist drehfest mit dem Mitnehmerteil 36 ver
bunden.
Auf der anderen Seite liegt als Bremsbacke ein Ring 66
am äußeren Boden des Hohlstopfens 10 an.
Beide Bremsbacken, der Ring 66 und die Stirnseite der
Überwurfmutter 38 müssen gegeneinandergepreßt werden
gegen die zwischen ihnen liegende Bremsscheibe 60, um
eine wirksame Reibungsbremse zu bilden. Dazu erstreckt
sich das Mitnehmerteil 36 durch den Boden des topfför
migen Hohlstopfens 10, d. h. durch die Bremsscheibe 60
hindurch. Auf der anderen Seite, außerhalb des Hohl
stopfens 10 bildet dieser Fortsatz des Mitnehmerteils
36 eine Spindel 68. Die Spindel 68 verläuft längs der
Achse der Rollowelle und trägt eine Mutter 70, die auf
der Spindel 68 verstellbar ist. Über die Spindel 68 ist
außerdem eine Druckfeder 72 geschoben. Die Druckfeder
72 liegt an der einen Bremsbacke, nämlich am Ring 66
an. Als Gegenlager für die Feder 72 wirkt die verstell
bare Mutter 70.
Damit wirkt die Reibungsbremse auf der einen Seite
zwischen dem Hohlstopfen 10, an dem die Bremsscheibe 60
angeformt ist und dem Mitnehmerteil 36 auf der anderen
Seite, an dem die Überwurfhülse 38 drehfest befestigt
ist. Die Reibungsbremse wirkt daher je nach Drehrich
tung und Schaltung der Freiläufe 42 und 44 auch
zwischen der mit dem Hohlstopfen drehfest verbundenen
Aufwickelwelle und dem die Rollowelle lagernden Zapfen
24. Bedingt durch die Freiläufe 42 und 44 wirkt die
Reibungsbremse immer nur in einer Drehrichtung, in der
anderen Drehrichtung dreht das Rollo frei. Im Verlauf
der Momentenübertragung zwischen Aufwickelrolle und
drehfestem Lager liegt das Mitnehmerteil zwischen Rei
bungsbremse und den Freiläufen 42 und 44 und die Rei
bungsbremse wirkt zwischen der Aufwickelwelle und dem
Mitnehmerteil 36, die Freiläufe 42 und 44 wirken
zwischen dem Mitnehmerteil und dem drehfest zu haltern
den Lagerzapfen.
Durch die verstellbare Mutter 70 ist die Bremskraft der
Reibungsbremse genau auf die verschiedenen Bedürfnisse
einstellbar. Durch Eindrehen der Mutter 70 wird die
Feder 72 zusammengedrückt, die Anpreßkraft der Brems
backen auf die Bremsscheibe 60 wird erhöht und die
Bremskraft, die das freie Durchdrehen der Aufwickel
welle verhindert, wird erhöht und kann so höheren Ge
wichten des auf der Rollowelle aufzuwickelnden Rollos
angepaßt werden.
Um die Mutter 70 auf der Spindel 68 in ihrer Lage fest
zusetzen, sind in der Spindel 68 zwei Nuten 74 vorgese
hen. Eine an der Kunststoffmutter 70 mit einem Film
scharnier 76 angespritzte Sicherung 78 greift in eine
der Nuten 74 ein und verrastet mit einem Zapfen 80 an
der Mutter 70. Die Sicherung 78 ist in Fig. 7 in ausge
klapptem Zustand sichtbar.
Claims (13)
1. Seitenzug-Mechanik für die Aufwickelwelle von Rollos
welche an der durch die Mechanik zu betätigenden Seite
drehbar auf einem seinerseits drehfest in einem am
Untergrund befestigbaren Halterungsbeschlag gehalterten
Lagerzapfen gelagert ist und durch eine drehfest mit
ihr verbundene Seilscheibe über welche ein Zugseil oder
eine Kette geführt ist, in Auf- und Abwickelrichtung
drehbar ist, wobei zwischen der Aufwickelwelle und dem
Lagerzapfen eine die Aufwickelwelle abbremsende Rei
bungsbremse vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Aufwickelwelle und dem drehfest gehal
terten Lagerzapfen (24) des Rollos ein Mitnehmerteil
(36) vorgesehen ist, das durch einen Freilauf (42, 44)
je nach Drehrichtung drehfest bzw. drehbar zu einem
Nachbarteil gehaltert ist.
2. Seitenzug-Mechanik nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß im Verlauf der Momentenübertragung
zwischen der Aufwickelwelle und dem drehfesten Lager
zapfen (24), das Mitnehmerteil (36) zwischen der Rei
bungsbremse und dem Freilauf (42, 44) angeordnet ist.
3. Seitenzug-Mechanik nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Reibungsbremse zwischen der Aufwic
kelwelle und dem Mitnehmerteil (36) und der Freilauf
(42, 44) zwischen dem Mitnehmerteil (36) und dem dreh
festen Lagerzapfen (24) angeordnet ist.
4. Seitenzug-Mechanik nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß im Freilauf (42, 44) wenig
stens eine Sperrklinke angeordnet ist, die durch
Schwerkraft in ihre Sperrposition gedrängt ist, bzw.
sind.
5. Seitenzug-Mechanik nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Sperrklinke(n) in oder an dem dreh
fest gehalterten Lagerzapfen (24) vorgesehen ist bzw.
sind.
6. Seitenzug-Mechanik nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sperrklinke(n) von jeweils
einem in einer Bohrung (54, 56) gelagerten Stift (46,
48) gebildet wird bzw. werden.
7. Seitenzug-Mechanik nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Mitnehmerteil (36) in
seinem Inneren den Freilauf (42, 44) aufnimmt und auf
dem drehfesten Lagerzapfen (24) gelagert ist.
8. Seitenzug-Mechanik nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Mitnehmerteil (36)
längs geteilt ist und aus zwei im wesentlichen identi
schen Hälften (36a, 36b) besteht, in denen wenigstens
eine Sperrkontur (50, 52) für den Freilauf ausgebildet,
und daß das Mitnehmerteil (36) radial und axial auf dem
Lagerzapfen (24) gelagert ist.
9. Seitenzug-Mechanik nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der drehfeste Lagerzapfen
(24) in zwei um 180° verdrehten Lagerstellungen in der
zugeordneten Halterung einsetzbar ist und zwei gegen
läufige, mit Schwerkraft arbeitende Freilaufanordnungen
(42, 44) vorgesehen sind, die ebenfalls um 180° ver
dreht angebracht sind.
10. Seitenzug-Mechanik nach einem der Ansprüche 1 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremsmoment der
zwischen Aufwickelwelle und dem drehfesten Lagerzapfen
angeordneten Reibungsbremse in verschiedene Stärken
einstellbar ist.
11. Seitenzug-Mechanik nach einem der Ansprüche 1 bis
10, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibungsbremse von
einer senkrecht zur Achse des Rollos angeordnete Brems
scheibe (60) gebildet wird, auf die wenigstens eine
federbelastete Bremsbacke (38, 66) wirkt.
12. Seitenzug-Mechanik nach Anspruch 10 oder 11, da
durch gekennzeichnet, daß die Bremsscheibe (60) dreh
fest mit der Aufwickelwelle verbunden und mindestens
eine Bremsbacke (38) drehfest mit dem Mitnehmerteil
(36) verbunden ist.
13. Seitenzug-Mechanik nach einem der Ansprüche 10 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremsmoment durch
eine auf einer sich in Längsrichtung der Achse des
Rollos erstreckenden Spindel (68) verschraubbare Mutter
(70) verstellbar ist, wobei die verstellbare Mutter das
Gegenlager für eine auf die Bremsbacke(n) (38, 66)
wirkende Feder (72) bildet.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904027852 DE4027852A1 (de) | 1990-09-03 | 1990-09-03 | Seitenzug-mechanik fuer rollos |
| DK91114639T DK0474134T3 (da) | 1990-09-03 | 1991-08-30 | Sidetrækmekanisme for rullegardiner |
| EP19910114639 EP0474134B1 (de) | 1990-09-03 | 1991-08-30 | Seitenzug-Mechanik für Rollos |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904027852 DE4027852A1 (de) | 1990-09-03 | 1990-09-03 | Seitenzug-mechanik fuer rollos |
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| DE4027852C2 DE4027852C2 (de) | 1993-02-18 |
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ID=6413470
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| CN104839125A (zh) * | 2015-06-04 | 2015-08-19 | 张国山 | 一种适用于捕虫机的防自转滚筒结构 |
| CN104839127A (zh) * | 2015-06-04 | 2015-08-19 | 张国山 | 一种自动化虫情测报设备的传动装置 |
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Also Published As
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| EP0474134B1 (de) | 1993-09-22 |
| DK0474134T3 (da) | 1994-02-21 |
| DE4027852C2 (de) | 1993-02-18 |
| EP0474134A1 (de) | 1992-03-11 |
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