DE2936089A1 - Waermehaertbare harzzusammensetzungen und die gehaerteten produkte derselben - Google Patents
Waermehaertbare harzzusammensetzungen und die gehaerteten produkte derselbenInfo
- Publication number
- DE2936089A1 DE2936089A1 DE19792936089 DE2936089A DE2936089A1 DE 2936089 A1 DE2936089 A1 DE 2936089A1 DE 19792936089 DE19792936089 DE 19792936089 DE 2936089 A DE2936089 A DE 2936089A DE 2936089 A1 DE2936089 A1 DE 2936089A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- epoxy resins
- isopropenylphenol
- compositions
- linear polymers
- linear
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
- C08L63/00—Compositions of epoxy resins; Compositions of derivatives of epoxy resins
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10T—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
- Y10T428/00—Stock material or miscellaneous articles
- Y10T428/31504—Composite [nonstructural laminate]
- Y10T428/31511—Of epoxy ether
- Y10T428/31515—As intermediate layer
- Y10T428/31518—Next to glass or quartz
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Epoxy Resins (AREA)
- Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
Description
MITSUI TOATSU CHEMICALS, INCORPORATED, Tokio / Japan
Wärmehärtbare Harzzusanunensetzungeii und die gehärteten Produkte
derselben
Die Erfindung betrifft heue wärmehärtbare Harzzusammensetzungen,
die aus linearen Polymeren von Isopropenylphenol und Epoxyharzen zusammengesetzt sind, und die aus diesen erhaltenen gehärteten
Produkte.
Wärmehärtbare Harzzusammensetzungen, die aus mindestens zwei Epoxygruppen in einem Molekül enthaltenden hochmolekularen
Verbindungen zusammengesetzt sind, d.h. Epoxyharzen und Phenolverbindungen,
sind gut bekannt und sie finden ihre Verwendbarkeit in den Gebieten von Farben, Preßkörpern und Laminaten.
Die wärmehärtbaren Harzzusammensetzungen, die aus linearen Isopropenylphenolpolymeren und Epoxyharzen zusammengesetzt sind,
und die daraus erhaltenen gehärteten Produkte waren jedoch bisher unbekannt.
Ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es, neue Zusammensetzungen
zu schaffen, die beim Wärmehärten gehärtete Produkte mit ausgezeichneter Hitzewiderstandsfähigkeit und
chemischer Widerstandsfähigkeit ergeben, und auch solche gehärtete Produkte. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist es,
neue Zusammensetzungen zu schaffen, deren Härtungsgeschwindigkeit über einen außerordentlich breiten Bereich je nach der in
Frage kommenden Verwendung veränderlich ist, und auch die gehärteten Produkte derselben.
Die Erfindung ergibt demgemäß neue wärmehärtbare Zusammensetzungen,
die aus linearen Isopropenylphenolpolymeren und Epoxyharzen zusammengesetzt sind,und die daraus entstehenden gehärteten
Produkte.
030012/0847
Die gemäß der Erfindung zu verwendenden linearen Isopropenylphenolpolymeren
sind die linearen Polymeren von Ortho- und/oder Meta- und/oder Para-isopropenylphenol der folgenden Formel (1)
und/oder (2) und/oder (3):
CH2 = c — <
OH
CH3 - C = CH
OH
CH.
C-CH.
OH
CH.
C- CH.
C-CH
OH
C-CH.
Oi1
CH.
CH — C-CH = C-CH--Ji
2
OH
OH
C-CH.
OH
OH
(2)
CH.
C-CH3 (3)
(worin m und η Null oder positive Zahlen von 1 bis 10000 sind).
Erfindungsgemäß können die linearen Isopropenylphenolpolymeren
bis zu 20 Gew.-% des cyclischen Dimeren von Isopropenylphenol
der Formel (4):
H ,C CH.
OH
(4)
CH.
030012/0847
xind die ringsubstituierten Verbindungen derselben, wie sie durch
die Formeln (1), (2), (3) und (4) wiedergegeben werden, enthalten.
Als mit den linearen Isopropenylphenolpolymeren zu vermischende Epoxyharze kann jede der als "Epoxyharz" bekannte Verbindung
verwendet werden, die mindestens zwei Epoxygruppen in einem Molekül enthält. Beispiele solcher Verbindungen schließen bisphenolische
Epoxyharze, halogenierte bisphenolische Epoxyharze, Epoxyharze vom Novolak-Typ, polyphenolische Epoxyharze, FoIyhydroxybenzolepoxyharze,
Polyglykolepoxyharze, aromatische Carbonsäureepoxyharze, alicyclische Epoxyharze und Stickstoff
oder Metall enthaltende Epoxyharze ein. Die Epoxyäquivalente dieser Epoxyharze sind nicht besonders beschränkt, aber der
geeignete Bereich beträgt von 100 bis 1000.
Als bisphenolische Epoxyharze kann z.B. das Reaktionsprodukt von Bisphenol A mit Epichlorhydrin cenannt werden, was durch
die allgemeine Formel (5) wiedergegeben wird:
- CH- CH„— O
— O
0-CH0- CH-CH0
2 , 2
OH
— C (O>— O— CH-,- CH-CH
und das geeigneterweise ein Molekulargewicht von 300 bis 10000 besitzt.
Weiterhin schließt dieser Typ von Epoxyharzen solche ein, die durch die folgenden Formeln (6) und (7) wiedergegeben werden.
030012/0847
H0C-CH-CH0- O -4-
■0 — CH0—CH-CH0-
I 2
OH
Z- C
CH.
CH-CH0
\ / 2
\ / 2
ί-3
C —<
CH.
CH
I
I
)-0-CH2-C-CH2
OH
CH.
-(U)-O-CH0-C CH
vy 2 /
CH-
Beispiele für die halogenierten Bisphenolepoxyharze sind die
Verbindungen der obigen Formeln (5)» (6) und (7)i die Halogensubstituenten
an den aromatischen Ringen aufweisen.
Beispiele für Epoxyharze vom Novolak-Typ schließen das Eeaktionsprodukt
von Phenol-Pormaldehyd-Novolak mit Epichlorhydrin
ein, das durch die Formel (8) wiedergegeben wird:
CHr
CH-CH
CH0—CH-CH0
I 2 \ / 2
CH.
CH.
CH2-CH-CH2
Als Polyglykolepoxyharze können z.B. die genannt werden, die
durch die allgemeinen Formeln (9), (10), (11) und (12) wiedergegeben werden. (In der Formel (9) bedeutet B Wasserstoff oder
eine Alkylgruppe.)
030012/0847
.0
0- CH- CH„— O
CH-CH0- O 4- CH- CH- 0-CH0-CH-CH0 (9)
CH2-CH-CH2-O-(CH2)- 0-CH2-CH-CH2
O 0
CHO— 0-CH0-CH-CH0
,2 2 N /2
HC-OH
(ID
2- 0- CH2-CH-
CH0- 0-CH0 CH-CH
2 2 N0^ 2
HC-O- CH-—CH-CH
2 X/2
^—0- CHO— CH-CH0
2 2 ^0/2
(12)
Als alicyclische Epoxyharze können z.B. die verwandt werden, die durch die allgemeinen Formeln (15) bis (18) wiedergegeben
werden:
C-O- CH0- CH—CH_
2 \ /
C— 0 —CH0—CH-CH0
Il 2 \ / Δ
0 Ό
CH0
CHO— CH- CH-- O
CH (13)
0-CH2- CH-CH2
O
(14)
o CiH.
XII2-O-Cn
^CH-
Hj:° (15)
030012/0847
CH-CU
(16) (17)
Il
c—o
cQH
-CH.
ο- c—
OH
c—o
HO
-CH,
Auch die polyphenolischen Epoxyharze, z.B. die Verbindungen der
allgemeinen Formeln (19) und (20) können verwendet werden:
CH9—CH-CH9—0
C -(OVo-CH2—CH-CH2
H3C
O- CH9- CH-CH-s / 2
CH9-CH-CH9
I ^ 2
I ^ 2
2- CH- CH
CH— CH
I CHr—CH-CH9 CH9—CH—CH.
2 \/2 2 V
(19)
Beispiele der vorteilhaften Polyhydroxybenzolepoxyharze sind diejenigen der Formeln (21) und (22):
030012/0847
O—CH^-
/0X
CH CH2
2- CH-CH2
O
(21)
0-CH2-CH-CH2
Ο—CHO—CH-CH
Δ \ /
CH2-CH—CH2
(22)
Als Epoxyharze vom aromatischen Carbonsäuretyp können z.B. die Verbindungen der Formel (23) verwendet werden:
Il C-O
2- CH-CH
(23)
C-O- CH5- CH- CH
5
2
Il O
Als Stickstoff enthaltende Epoxyharze können z.B. die Verbindungen
der Formeln (24) und (25) verwendet «erden:
O
CH-—CH—CHa—N-CH —CH-CH
(24)
-CH-CH2-N N-CH2- C—CH2-N N~ CH 2—CH-CH3 (25)
Ii c*w I ·
O , 2
CH
030012/08A7
(in der Formel (24-) bedeutet R ein Wasserstoffatom oder eine
Methylgruppe; in der Formel (25) bedeuten R^ und R5 Wasserstoffatome
oder Methylgruppen und R2 bedeutet eine Isopropyl-
oder Methygruppe).
Die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung werden durch
homogenes Mischen der linearen Isopropenylphenolpolymeren mit Epoxyharzen bei verschiedenen Verhältnissen gemäß dem Verwendungszweck
hergestellt. Wenn das Verhältnis zwischen der Zahl der Hydroxylgruppen der linearen Isopropenylphenolpolymeren
und der Zahl der Epoxygruppen des Epoxyharzes in einer Zusammensetzung (das Verhältnis wird nachfolgend abgekürzt als R, d.h.
R = Hydroxylgruppen/Epoxygruppen) jedoch zu hoch ist, wird die Vernetzungsdichte zu klein. Wenn andererseits R zu niedrig ist,
ergibt die Zusammensetzung ein gehärtetes thermoplastisches Produkt. So werden in diesen Fällen die Verbesserungen in den
physikalischen Eigenschaften der gehärteten Produkte nur schwer erreicht. Ee ist daher wünschenswert, daß das R der
Zusammensetzung innerhalb des Bereichs von 0,2 bis 5, vorzugsweise
von 0,5 bis 2,liegt. Die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können verschiedene Formen annehmen bei Einhaltung
von R innerhalb des vorausgehend angegebenen Bereichs. Es kann also die Zusammensetzung flüssig oder fest sein, je
nach den Formen des als Ausgangsmaterial verwendeten linearen Isopropenylphenolpolymeren und Epoxyharzes. Die Zusammensetzung
kann durch Zugabe eines organischen Lösungsmittels flüssig gemacht werden, das das lineare Isopropenylphenolpolymere
und das Epoxyharz lösen kann, aber nicht mit diesem reagiert, wie ein Keton, z.B. Aceton oder Methyläthylketon; Ester,
z.B. Methylacetat oder Äthylacetat; oder Vinylmonomere wie Styrol oder Methylmethacrylat. Weiterhin können auch andere
Additive wie ein Farbstoff, Pigment, Weichmacher, Verstärkungsmaterial, Füllstoff und dergl. in die Zusammensetzung eingemischt
werden.
Die Härtung der Zusammensetzungen nach der Erfindung wird durch Erhitzen derselben bei einer Temperatur nicht unter 100 C
innerhalb 30 Min. bis 10 Stdn. bewirkt. Das Erhitzen bei 150 bis
030012/0847
25O°C wird zur Abkürzung der Härtungszeit und dem Erhalt der
charakteristischen Eigenschaften der gehärteten Produkte bevorzugt. Wenngleich die Zusammensetzungen nach der Erfindung
durch Erhitzen allein härtbar sind, ohne die gleichzeitige Verwendung eines Härtungsbeschleunigers, kann die Härtung durch
vorherige Zugabe zu den Zusammensetzungen von Härtungsbeschleunigern beschleunigt werden, die üblicherweise für die
Härtung von Epoxyd-Phenolzusammensetzungen verwendet werden, z.B. tertiären Aminen oder Verbindungen, die eine Lewissäure
enthalten.
Unter den für die vorliegende Erfindung vorteilhaften linearen Isopropenylphenolpolymeren können die linearen Dimeren der
allgemeinen Formeln (1) und (2), in denen m gleich Null ist und die Hydroxylgruppen in den Para-Stellungen aufweisen, durch Erhitzen
einer Mischung von p-Isopropenylphenololigomeren, die
nicht mehr als 10 Ge-w.-% Phenol enthalten, auf 80 bis 1500C erhalten
werden. Die Ausgangsmischung kann weiterhin durch Abdestillieren des Phenols von dem Reaktionsprodukt einer basenkatalysierten
Spaltungsreaktion von Bisphenol A erhalten werden, welches aus Phenol, p-Isopropenylphenol und den Oligomeren davon
zusammengesetzt· ist (japanische Patentpublikation Nr.
10869/77)· Die linearen Dimeren können auch durch Erhitzen und
Dimerisieren eines Isopropenylphenolmonomeren erhalten werden (veröffentlichte japanische Patentanmeldung Nr. 63360/78).
Die Verbindungen der allgemeinen Formeln (1), (2) und (3)» in
denen η = 1 ist, können durch Polymerisation eines Isopropenylphenolmonomeren
und/oder des linearen Dimeren davon in Gegenwart eines sauren Katalysators erhalten werden. Insbesondere
können die linearen Polymeren von p-Isopropenylphenol durch gleichzeitige Verwendung der gut bekannten und per se verwendeten
kationischen Polymerisationskatalysatoren und Lösungsmitteln hergestellt werden. Als ein solcher Katalysator zeigt
Zinntetrachlorid oder Bortrifluorid-Ätherkomplex eine ausgezeichnete Wirkung und als Lösungsmittel gibt Acetonitril
günstige Resultate. Ein lineares Polymeres von p-Isopropenylphenol
mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 5000
030012/0847
bis 1OOOOO kann mit einem solchen Polymerisationssystem bei
einer Temperatur von -50 bis O0C und einer Polymerisationsdauer
von 15 bis 60 Min. erhalten werden. Wenn andererseits ein
Acetat von p-Isopropenylphenol in Methylenchlorid in Gegenwart
eines BF^OEtp-Katalysators bei -200C 60 Min. lang polymerisiert
und dann das Produkt hydrolysiert wird, kann ein PoIy-(p-isopropenylphenol)
mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 10000 erhalten werden. Im folgenden werden einige
genauere Beispiele für die Polymerenherstellung gegeben.
Herstellung von linearem p-Isopropenylphenolpolymerem: 1
17,1 g p-Isopropenylphenol wurden in 200 ml Acetonitril gelöst,
das mit einem Molekularsieb 4A entwässert worden war, und die Lösung wurde auf -25°C gekühlt. Dann wurden 0,5 Mol-% SnCl^
mit einer Spritze zugegeben, um die Polymerisation innerhalb 60 Min. zu bewirken. Danach wurde die Reaktionsmischung in
eine große Menge Wasser geschüttet und der sich ergebende Niederschlag wurde gewonnen und getrocknet. Das trockene Produkt wog
13,3 g· Sein Molekulargewicht wurde durch GPC bestimmt. Das
durchschnittliche Molekulargewicht betrug 56000 und das maximale Molekulargewicht betrug 300000.
Herstellung von linearem p-Isopropenylphenolpolymerem: 2 50 g eines Acetats von p-Isopropenylphenol wurde in 100 ml
Methylenchlorid gelöst und die Lösung wurde auf -50°C gekühlt*
Eine 40 %ige ätherische Lösung von BF,.OEt2 wurde hierzu mittels
einer Spritze gegeben, wobei das Molverhältnis von BF,-OEt2 zu
p-Isopropenylphenolmonomerem 0,5 % betrug. Nach 60 Min. wurde
die Reaktionsmischung mit 10 %igem wäßrigem Ammoniak neutralisiert.
Das Methylenchlorid wurde entfernt und das verbleibende Produkt wurde in Aceton gelöst und in Wasser geschüttet. So
wurde ein weißes Polymeres erhalten, das mit einer 10 %igen wäßrigen Lösung von Natriumhydroxyd bei 90°C innerhalb 24 Stdn.
hydrolysiert wurde, worauf eine Neutralisation mit 10 %iger HCl folgte. Das so ausgefällte weiße Polymere wurde mittels
Filtrieren gesammelt und sein Gewicht betrug 30,2 g. Die GPC-Analyse des Polymeren zeigte, daß sein durchschnittliches Molekulargewicht
14000 und das maximale Molekulargewicht 200000 be-
030012/0847
trug.
Wie vorausgehend erwähnt, sind die nach der vorliegenden Erfindung
verwendeten linearen Isopropenylphenolpolymeren solche der allgemeinen Formeln (1), (2) und (5)» in denen m oder η Null
bis 10000 beträgt, wobei die Oligomeren dieser Formeln, in denen m = 8 und η = 7 ist, besonders bevorzugt sind.
Ein anderes unerwartetes vorteilhaftes Merkmal der betreffenden Zusammensetzungen liegt darin, daß ihre Härtungsbedingungen
einen weiten Auswahlbereich betreffen. Z.B. sind die Zusammensetzungen nach der Erfindung beim Erhitzen auf eine Temperatur
nicht unter 1000C innerhalb 30 Min. bis 10 Stdn. wie vorausgehend
erwähnt härtbar, aber die Härtungszeit kann durch die gleichzeitige Verwendung eines Härtungsbeschleunigers drastisch
verkürzt werden. Eine solche Wirkung der Härtungsbeschleuniger ist überraschend groß und konnte niemals aus der Wirkung der
gleichen Beschleuniger bei der Härtung von Bisphenol A vorausgesagt werden, das eine chemische Struktur analog zu derjenigen
der Verbindungen (1) und/oder (2) der vorliegenden Erfindung besaß. Dieser neue Befund ermöglicht die Verwendung der betreffenden
Zusammensetzungen auf neuen Anwendungsgebieten. Spezielle Beispiele für Härtungsbeschleuniger, die zur Abkürzung
der Härtungszeit der betreffenden Zusammensetzungen wertvoll sind, schließen tertiäre Amine wie Trimethylamin, Triäthylamin,
Tri-n-propylamin, Tri-n-butylamin, N,N-Dimethylbenzylamin
und Ν,Ν-Dimethylanilin ein; weiterhin Stickstoff enthaltende
heterocyclische Verbindungen wie Pyridin und Imidazol; Komplexe von Bortrifluorid mit Anilin, Äthylamin, Diäthylamin,
Triäthylamin, Pyridin und Imidazol; und Salze von Lewissäuren mit Amin.
Ersichtlicherweise können primäre und sekundäre Amine auch verwendet
werden. Bei der gleichzeitigen Verwendung solcher Beschleuniger kann die Härtungszeit um ein Drittel bis ein Zehntel
gesenkt werden.
Die Zusammensetzungen nach der vorliegenden Erfindung haben einen
030012/0847
breiten Anwendungsbereich, wie als Überzüge, Preßlinge, Laminate und andere zusammengesetzte Materialien,und können in zahlreichen
Formen verwendet werden. Z.B. kann eine Zusammensetzung nach der vorliegenden Erfindung in einem geeigneten Lösungsmittel
gelöst und auf einem Substrat überzogen, getrocknet und erhitzt werden, wobei ein glatter Überzugsfilm auf diesem Substrat
gebildet wird. Ein äquivalenter Effekt kann erzielt werden, indem man eine pulverförmige Zusammensetzung nach der Erfindung
zusammenpreßt, auf einem Substrat anbringt und,erhitzt.
Es können auch nach dem Schmelzen der Zusammensetzung bei einer Temperatur, bei der die Zusammensetzung nicht härtet, Gießen
der geschmolzenen Zusammensetzung in eine Form und Erhitzen derselben bei Härtungstemperaturen gegossene Artikel erhalten werden.
Zusammengesetzte Materialien können auch aus den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen erhalten werden. Z.B. kann eine
Zusammensetzung nach der Erfindung bei Temperaturen unter dem Härtungspunkt geschmolzen oder in einem organischen Lösungsmittel
gelöst werden und dadurch eine Imprägnierung auf einem Verstärkungsmaterial wie organischen Fasern, Graphitfasern,
Asbest, Glasfasern,gewebtem oder nichtgewebtem Glasfabrikat
oder Schlackenwolle verursacht werden^ und wenn es in Lösungsform verwendet wird, wird das organische Lösungsmittel abgedampft
, um die imprägnierten Produkte wie eine Blockpreßlingzusammensetzung, Scheibenpreßlingzusammensetzung, Prepreg
(vorimprägniertes Glasfasermaterial) und dergl. zu liefern, die
keine Klebrigkeit bei Eaumtemperatur,aber ausgezeichnete Lagerungsstabilität aufweisen und leicht zu behandeln sind. Das
imprägnierte Produkt wird dann in eine Form nach der für seine Formung geeigneten Methode gegeben und unter erhöhtem Druck
durch Erhitzen gehärtet. So wird ein durch das Verstärkungsmaterial gefestigtes Produkt erhalten. Weiterhin können kupferplattierte
Laminatplatten für gedruckte Schaltungen erhalten werden, indem mehrere Prepregs übereinander gelegt und erhitzt
und mit einer Kupferfolie zusammengedrückt werden. Die Erhitzungstemperatur kann in diesem Fall diejenige für die Härtung
der Zusammensetzung nach der Erfindung sein, aber vorzugsweise wird die Erhitzung bei 150 bis 200°C während 1 bis 2 Stdn. unter
einem erhöhten Druck und dann bei 180 bis 2500C während 2 bis 4·
030012/0847
Stdn. für die Nachhärtung bewirkt. Es ist klar, daß anorganische
Füllstoffe oder dergl. gleichzeitig bei der Herstellung der zusammengesetzten Materialien, ähnlich wie für die üblichen
verstärkten Kunststoffe, verwendet werden können.
Bei den Zusammensetzungen nach der vorliegenden Erfindung können die olefinischen Doppelbindungen in den Verbindungen der allgemeinen
Formeln (1), (2) und (3), insbesondere den Oligomeren, bei denen η = 8 ist, noch wirksamer für bestimmte spezielle
Zwecke verwendet werden. D.h., eine Härtungsreaktion unter Verwendung der olefinischen Doppelbindung oder eine Vernetzungsreaktion durch Copolymerisation mit einer olefinischen Verbindung
oder Verbindungen kann gleichzeitig mit der Härtung der Epoxyharze mit den phenolischen Hydroxylgruppen eingeleitet
werden. Solche Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung können durch homogenes Mischen des linearen Isopropenylphenolpolymeren,
insbesondere der linearen Oligomeren, eines Epoxyharzes und einer Verbindung, die freie Radikale oder Säure
nach Erhitzen, Lichtbestrahlung oder Bestrahlung mit Strahlen bildet, hergestellt werden.
Die Verbindungen, welche freie Radikale oder Säuren in Freiheit setzen, sind die bekannten Initiatoren für radikalische Polymerisation
und die Salze oder Komplexe von Lewissäuren. Beispiele für die Verbindungen, die freie Radikale in Freiheit
setzen, schließen im einzelnen Azobis-isobutyronitril, Azobiscyclohexannitril,
Benzoylperoxyd, Di-tert.-butylperoxyd und tert.-Butylhydroperoxyd ein. Als Verbindungen, die Säuren in
Freiheit setzen,können Bortrifluorid-äthylamin-Komplex, Bortrif
luorid-di-sekundär-butylamin-Komplex, Bortrifluorid-diäthylamin-Komplex,
Bortrifluorid-I^N-dimethylanilin-Komplex,
Bortrifluorid-pyridin-Komplex, Bortrifluorid-Imidazol-Komplex,
Bortrifluorid-piperazin-Komplex, Imidazol-Essigsäure-Komplex,
Anilin-bortrifluorid-Komplex, Triäthylamin-bortrifluorid-Komplex, Magnesiumhydroxyd und Zinkchlorid genannt
werden. Es ist möglich, mehr als eine der vorausgehend genannten Verbindungen gleichzeitig zu verwenden. Es wird weiter
bevorzugt, daß die Verbindungen, die Säuren nach Erhitzen,
030012/0847
Lichtbestrahlung oder Bestrahlung mit Strahlen in Freiheit
setzen, gemischt werden. Von diesen Verbindungen wiederum, die Säure in Freiheit setzen, wirkt Bortrifluorid-amin-Komplex
auch als Härtungsbeschleuniger bei der Härtung des Epoxyharzes über die phenolische Hydroxylgruppe wie vorausgehend
erwähnt.
In einer Ausführungsform der in Frage stehenden Zusammensetzungen
werden zuerst ein lineares Isopropenylphenolpolymeres und ein Epoxyharz unter Erhitzen gemischt, um eine teilweise Eeaktion
zwischen den beiden Verbindungen zu bewirken, und danach z.B. der Bortrifluorid-amin-Komplex homogen in die resultierende
Mischung eingemischt.
Wenn das vorausgehend erwähnte E der in Frage stehenden Zusammensetzung
zu klein ist, v.'ird ein gehärtetes thermoplastisches Produkt erhalten und die charakteristischen Merkmale
nach der Erfindung v.'erdtn nicht erzielt. Umgekehrt ergibt ein
übermäßig hohes R keine günstigen Resultate. Die Zusammensetzung
nach der Erfindung besitzt daher wünschensv.rerterv:eise
ein R innerhalb des Bereichs von 0,2 bis 5 und enthält 0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 5 Gew.-%, einer Verbindung oder
von Verbindungen, die freie Radikale oder Säuren nach Erhitzen, Lichtbestrahlung oder Bestrahlung mit Strahlen erzeugen.
Der Härtungsmechanismus der in Frage stehenden Zusammensetzungen ist noch nicht vollständig geklärt, aber wahrscheinlich ergibt
sich, da die aktiven Doppelbindungen in den aliphatischen Ketten in den Verbindungen der allgemeinen Formeln (1), (2) und (3)
leicht in Carbeniumkationen umgewandelt werden, eine Teilnehme
an der Aufspaltung der Epoxyringe. Tatsächlich wurde gefunden, daß ein Infrarotabsorptionsspektrum des durch den Bortrifluoridamin-Komplex
gehärteten Produkts zeigt, daß sein Doppelbindungsgehalt drastisch reduziert ist.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung eingehender unter Bezugnahme auf die Arbeitsbeispiele. Die Teile sind Gew.-Teile.
030012/0847
40 Teile eines linearen p-Isopropenylphenolpolymeren (durchschnittliches
Molekulargewicht 2500) und 60 Teile Epikote 828 (ein bisphenolisches Epoxyharz, hergestellt von Shell International
Chemicals, Corp., mit einem Epoxyäquivalent von 190) wurden unter Erhitzen auf 60 bis 80 C gemischt, um eine Zusammensetzung
zu ergeben. Das R dieser Zusammensetzungen war 0,93.
Die Zusammensetzung wurde in eine Siliconkautschukform gegossen
und auf 150°C während 1 Std. und auf 18O0C während weiteren
2 Stdn. erhitzt. Somit wurde ein leicht rötlichbraunes und transparentes gehärtetes Produkt erhalten.
Zu 40 Teilen eines linearen Polymeren von p-Isopropenylphenol
(durchschnittliches Kolekulargevicht 2500) vurden 90 Teile
Epikote 828 und 1 Teil eines Bortrifluorid-piperidin-Komplexes,
gelöst in einem kleineren Anteil an Aceton, zugegeben und unter Erhitzen auf 60 bis' 800C gemischt. Die entstehende Zusammensetzung
hatte ein R von 0,62.
Die Zusammensetzung wurde in eine Siliconkautschukform gegossen
und auf 1500C $0 Min. lang und auf 1800C 1 Std. lang erhitzt,
wobei ein gehärtetes Produkt,ähnlich zu dem nach Beispiel 1
erhaltenen,erhalten wurde.
40 Teile eines linearen Trimeren von p-Isopropenylphenol (99 %
Reinheit) und 80 Teile Epikote 828 wurde unter Rühren bei 130 bis 150 C etwa 1 Std. lang gemischt. So wurde eine homogene und
transparente Zusammensetzung erhalten, die ein R von 0,70 und ein Epoxyäquivalent von 280 besaß. Wenn 50 Teile dieser Zusammensetzung
homogen mit 1 Teil eines Imidazol-Essigsäure-Komplexes
gemischt und auf 150°C erhitzt wurden, wurde die
030012/0 847
Wenn der vorausgehende Komplex durch 0,2 Teile Triethylamin
ersetzt wurde und bei 15O°C erhitzt wurde, härtete die Mischung
in 1 bis 3 Min.
Eine Mischung von p-Isopropenylphenol und seinem Oligomeren,
zusammengesetzt aus 72 % eines linearen p-Isopropenylphenoldimeren, 2,5 % des Monomeren, 4,3 % des linearen Trimeren,
2,1 % seines linearen Tetrameren, 0,9 % seines linearen Pentameren,
1,5 c/° seines linearen Hexameren und Oli-omeren höherer
Ordnung und 16,7 % anderen Komponenten wurde als Polymeren komponente verwendet - die Prozentsätze beziehen sich auf das
Gev.'icht - welches Produkt im Handel als "Parmanol 200" (herge
stellt von Mitsui To'atsu Chemicals, Inc., Japan) erhältlich ist.
Dieses Parmanol 200 und Epikote 828 wurde bei 1000C bei verschiedenen
Verhältnissen gemischt, wodurch Zusammensetzungen mit
einem R von 0,5 bzw. 1,0 brv. 1,5 erzielt wurden. Zu jeder
dieser Zusammensetzungen wurde Dicyandiamid in einer Menge von 5 Gew.-%, bezogen auf den Anteil an Epikote 828, zugegeben.
Ihre Gelierungszeit auf einer heißen Platte, die bei 160°C gehalten wurde, wurde gemessen (gezeigt in Tabelle 1).
Beispiel 4 wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß Parmanol
durch Bisphenol A ersetzt wurde,und die Gelierungszeit der entstandenen Zusammensetzungen wurde gemessen (siehe auch
Tabelle 1).
030012/0847
| Parmanol 200 (Teile) |
Bisphenol A (Teile) |
Epikote 828 (Teile) |
. R |
Dicyandiamid
(Teile) |
Gelierungs- zeit (Min.) |
|
| — | — | 100 | — | 5 | 75 | |
| Beispiel 4- |
42
84 125 |
100 100 100 |
0,5
l',5 |
5 5 5 |
15 8 5 |
|
| Vergleichs- beispiel 1 |
— | 30 60 90 |
100 100 100 |
Ui O Ui | 5 5 5 |
25 14 10 |
O OO CO
Wie aus Tabelle 1 ersehen werden kann, wird die zur Härtung erforderliche
Zeit mit den Zusammensetzungen nach der vorliegenden Erfindung im Vergleich mit den Resultaten des Vergleichsbeispiels
1 merklich verkürzt.
Ein lineares Polymeres von p-Isopropenylphenol mit einem durchschnittlichen
Molekulargewicht von 2^00 (A), ein lineares
Trimeres von p-Isopropenylphenol (B), Parmanol 200 (C) und
Bisphenol A (D) wurden alle mit Epikote 828 in solchen Verhältnissen gemischt, daß das H der Zusammensetzung 1,0 betrug.
Unter Verwendung von 1 Gew.-% Bortrifluorid-piperidin-Komplex
wurden die Zusammensetzungen in der gleichen V/eise wie in Beispiel 2 gehärtet. Die Teststücke wurden als Proben von den so
erhaltenen gehärteten Produkten genommen und ihre HDT (Heat Distortion Temperature [HitzezerstörungEtemperatur], siehe
JIS K-7207) wurde gemessen. Die Resultate sind in Tabelle 2 angegeben,
aus der gesehen werden kann, daß die Zusammensetzungen
nach der vorliegenden Erfindung (A, B und C) eine beträchtlich verbesserte Wärmefestigkeit verglichen mit dem Vergleich (D)
zeigten.
Tabelle 2 HDT der gehärteten Produkte
| tiärtungsmittel (Teile) |
36 | Epikote 828 (Teile) |
R | BF3 Piperidin (Teile) |
HDT (0C) |
| Λ | 36 | 50 | 0,9 | 185 | |
| B | 42 | 50 | 1,0 | 0,9 | 145 |
| C | 30 | 50 | 0,9 | 135 | |
| D | 50 | 1,° | 0,8 | 120 |
030012/0847
100 Teile an linearen p-Isopropenylphenolpolymeren (durchschnittliches
Molekulargewicht 4500), 400 Teile Epikote 1004
(ein Bisphenolepoxyharz, hergestellt von Shell International Chemicals, Corp., mit einem Epoxyäquivalent von 940) und 110
Teile Epikote 828 wurden in Aceton zur Bildung einer 50 %igen
Lösung gelöst (Flüssigkeit A).
Getrennt wurden 20 Teile Parmanol 200 und 3 Teile Bortrifluorid-piperidin-Komplex
in Aceton zur Bildung einer 60 %igen Lösung gelöst (Flüssigkeit B).
Ein Glasgespinst (ein satingewobenes Mikroglas [Atlasbindung] ES-21NH, hergestellt von Nihon Glass Co., Japan) wurde in der
Flüssigkeit B eingetaucht, auf etwa 60 bis 70 % Aufnahme ausgedrückt
und luftgetfocknet. Das gleiche Gespinst vairde dann
in die Flüssigkeit A eingetaucht, auf etva 100 bis 120 % Aufnahme ausgedrückt, luf tgetrocknet, veiter bei (.00C 10 Min. lang
und bei 80°C 5 Min. lang getrocknet, ue. ein Prepreg zu ergeben.
10 Scheiben dieses Prepreggespinsts wurden aufeinander gelegt und unter normalem Druck bei 1800C 30 Min. lang und weiter
unter einem Druck von 20 kg/cm 30 Min. lang gepreßt. Die so
heißgepreßten Prepregs wurden 3 Stdn. bei 180°C nachgehärtet, um ein Laminat zu ergeben (Laminat I).
Unter Verwendung einer 50:50 (Gewicht) Mischung der Flüssigkeiten A und B (Flüssigkeit C) und des gleichen Glasgespinstes wurde
ein Laminat durch identische Verfahrensweisen wie die vorausgehend beschriebenen erhalten mit der Ausnahme, daß die Flüssigkeitsaufnahme
auf 140 bis 160 % gebracht wurde (Laminat II).
Probenstücke wurden aus dem Laminat geschnitten und ihre fiückhaltungsfestigkeit
(Retentionsfestigkeit) wurde gemessen (gezeigt in Tabelle 3).
030012/0847
| Laminat | I | Normalzustand | Biegefestigkeit * | % | Biegemodul * | — |
| II | 200°c/100 Stda. Hitze behandlung |
kg/mm2 | 100 | kg/mm2 | 100 | |
| Normalzustand | 40,0 | 91 | 1720 | 75 | ||
| 200°C/100 Stdn. Hitzebehandlung |
3^,4 | 100 | 1280 | 100 | ||
| 39,3 | 89 | 1700 | 73 | |||
| 35,0 | 1240 |
* Beide Eigenschaften wurden in Übereinstimmung mit JIS K-6911
gemessen.
100 Teile cr.r nach Beispiel 3 hergestellten Zusammensetzung und
5 Teile Bortrifluorid-piperidin-Komplex wurden als 50 %ige
Acetonlösung verwendet, die auf eine zinkphosphatbehandelte
Stahlplatte aufgebracht, bei Raumtemperatur getrocknet und
bei 150 C 15 Min. lang gebacken wurde, um einen überzogenen
Film zu erhalten. Die so erhaltene überzogene Platte wurde entweder in Methylethylketon 24- Stdn. lang eingetaucht oder in
Methylethylketon unter Rückfluß 3 Stdn. lang gelassen, um den Härtungsgrad des überzogenen Films zu ermitteln. In allen
Fällen war der Härtungsgrad des überzogenen Films zufriedenstellend. Der Bleistifthärtetest (JIS K-5400) des Films ergab
H bis HB, und der Gittertest (checkers test) 96/100. Übrigens
wurde der Gittertest (checkers test) wie folgt durchgeführt.
ρ
Eine Zone von 1 cm auf der gehärteten, überzogenen Filmoberfläche wurde in 100 1mm weite Gitter geschnitten (checkers) und aus der umgekehrten Seite mit dem Erichsen-Tester extrudiert. Ein Cellotape (einseitiger Klebestreifen, hergestellt von Nichiban Co., Japan) wurde dicht auf die Gitter mit der Hand aufgebracht und das Cellotape (Klebestreifen) wurde abgezogen. Der Zähler in dem Testresultat ist die Zahl an Gittern,
Eine Zone von 1 cm auf der gehärteten, überzogenen Filmoberfläche wurde in 100 1mm weite Gitter geschnitten (checkers) und aus der umgekehrten Seite mit dem Erichsen-Tester extrudiert. Ein Cellotape (einseitiger Klebestreifen, hergestellt von Nichiban Co., Japan) wurde dicht auf die Gitter mit der Hand aufgebracht und das Cellotape (Klebestreifen) wurde abgezogen. Der Zähler in dem Testresultat ist die Zahl an Gittern,
030012/0847
die verblieben, nachdem der Klebestreifen entfernt wurde, da
sie nicht mit dem Streifen abgezogen werden konnten.
Epikote 828 wurde mit linearen Polymeren von p-Isopropenylphenol
mit verschiedenen Molekulargewichten unter Erhitzen bei 10O0C gemischt, jedes bei einem solchen Verhältnis, daß man
ein R von 1,0 erhielt. Zu jeder der Mischungen wurden 5 Gew.-%
des Epikote 828 eines Imidazol-Essigsäure-Komplexes zugegeben und die Zusammensetzungen wurden bei 180 C 3 Stdn. lang hitzegehärtet.
Die HDTs der so erhaltenen gehärteten Produkte werden in Tabelle 4 gezeigt.
| Kr. | Molekulargewicht des p-Isopropenyl- phenolpolymeren |
R | HDT (0C) |
| 1 | 268 | li° | 136 |
| 2 | 402 | 1T0 | 142 |
| 3 | 1 050 | 152 | |
| 4 | 2 500 | 183 | |
| 5 | 4 500 | 1C2 | |
| 6 | 14 000 | i,° | 190 |
| 7 | 56 000 | i,° | 189 |
Ein lineares Trimeres von p-Isopropenylphenol (Molekulargewicht
402) wurde bei 10O0C mit verschiedenen Epoxyharzen wie in Tabelle
5 angegeben gemischt, jeweils bei einem solchen Verhältnis, daß man ein R von 1,0 bekam. Weiterhin wurde zu jeder
dieser Mischungen ein Teil eines Imidazol-Essigsäure-Komplexes pro 100 Teile des verwendeten Epoxyharzes als Härtungsbeschleu-
030012/0847
niger zugegeben und homogen gemischt. Bei Erhitzen der Zusammensetzungen
bei 17O0C 2 Stdn. lang unter erhöhtem Druck wurden gehärtete Produkte erhalten.
Tabelle
3
Mischungsverhältnis in den Zusammensetzungen
| Bei spiel Kr. |
Typ des Epoxyharzes | |Ep oxy äquiva lent des Harzes |
Anteil an p-Iso- propenylphenol- trimeren (Teile/ 100 Teile an Ep oxyharz) |
| 9 | Novolak-Typ (Anmerkung Λ ) | 180 | 75 |
| 10 | 3alogenierter Bisphenol- Typ (Anmerkung 2) |
360 | 37 |
| 11 | Alicyclischer Typ (An merkung J) |
138 | 96 |
| 12 | Polyglyi:ol-Typ (Anmer kung 4) |
260 | 50 |
(Anmerkung 1) L1:.;, R-rz hatte die Struktur der Formel (8),
vclches das Reaktionsprodukt eines Pnenol-Formaldehyd-Novolaks
mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von ungefähr 7OO mit Epichlorhydrin
ist.
(Anmerkung 2)
O - CH2 - CH - CH2
CH2 - CH - CH2O ~<O
(Anmerkung 3) Warennamen: CX-221, ein Produkt von Chisso Co.,
Japan
030012/08A7
(Anmerkung
- CH2 - O - CH - CH2 -
CH9 - CH - O - CH2 -
CH - CH2
CH3
I
CH3
CH3
03001 2/0847
Claims (13)
1. Wärmehärtbare Harzzusammensetzungen, dadurch
gekennzeichnet, daß sie im wesentlichen aus linearen Polymeren von Isopropenylphenol und Epoxyharzen
zusammengesetzt sind.
2. Zusammensetzungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die linearen Polymeren von Isopropenylphenol diejenigen von p-Isopropenylphenol sind.
3. Zusammensetzungen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die linearen Polymeren von p-Isopropenylphenol die Oligomeren vom Dimeren bis zum
Deliameren sind.
4. Zusammensetzungen nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch
gekennze ichnet, daß die Epoxyharze Bisphenolepoxyharze sind.
5. Zusammensetzungen nach Anspruch 1, 2 oder 3» dadurch
gekennzeichnet, daß die Epoxyharze halogenierte Bisphenolepoxyharze sind.
6. Zusammensetzungen nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Epoxyharze Epoxyharze von Novolak-Typ sind.
030012/0847
~2~ 2336039
7. Zusammensetzlingen nach Anspruch 1, 2 oder 3> dadurch
gekennzeichnet, daß die Epoxyharze Polyglykolepoxyharze
sind.
8. Zusammensetzungen nach Anspruch 1,2 oder 3» dadurch gekennzeichnet, daß die Epoxyharze alicyclische
Epoxyharze sind.
9. Wärmehärtbare Harzzusammensetzungen, dadurch gekennzeichnet, daß sie im wesentlichen aus linearen
Polymeren von Isopropenylphenol, Epoxyharzen und Härtungsbeschleunigern zusammengesetzt sind.
10. Gehärtete Produkte, dadurch gekennzeichnet, daß sie durch Wärmehärten von Zusammensetzungen
hergestellt werden, die im wesentlichen aus linearen Polymeren von Isopropenylphenol und Epoxyharzen zusammengesetzt
sind.
11. Gehärtete Produkte, dadurch gekennzeichnet, daß sie durch Wärmehärten von Zusammensetzungen
hergestellt werden, die im wesentlichen aus linearen Polymeren von Isopropenylphenol, Epoxyharzen und Härtungsbeschleunigern
zusammengesetzt sind.
12. Harzzusammensetzungen, dadurch gekennzeichnet, daß sie im wesentlichen aus linearen Polymeren
von Isopropenylphenol, Epoxyharzen und Verbindungen zusammengesetzt sind, die freie Radikale oder Säuren unter Erwärmen,
Lichtbestrahlung oder Bestrahlung mit Strahlen erzeugen.
13. Gehärtete Produkte, dadurch gekennzeichnet,
daß sie durch Wärmehärten der Zusammensetzungen hergestellt werden, die im wesentlichen aus linearen Polymeren
von Isopropenylphenol, Epoxyharzen und Verbindungen zusammengesetzt sind, die freie Radikale oder Säuren nach Erhitzen
ergeben.
030012/0847
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP10851378A JPS5536212A (en) | 1978-09-06 | 1978-09-06 | Thermosetting resin composition |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2936089A1 true DE2936089A1 (de) | 1980-03-20 |
Family
ID=14486681
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19792936089 Withdrawn DE2936089A1 (de) | 1978-09-06 | 1979-09-06 | Waermehaertbare harzzusammensetzungen und die gehaerteten produkte derselben |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4273889A (de) |
| JP (1) | JPS5536212A (de) |
| DE (1) | DE2936089A1 (de) |
| FR (1) | FR2435492A1 (de) |
| GB (1) | GB2031898A (de) |
Families Citing this family (24)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS57209923A (en) * | 1981-06-19 | 1982-12-23 | Mitsui Toatsu Chem Inc | Thermosetting resin composition |
| JPS5949225A (ja) * | 1982-09-16 | 1984-03-21 | Hitachi Ltd | 耐熱性難燃性樹脂組成物 |
| US4477629A (en) * | 1983-07-27 | 1984-10-16 | The Dow Chemical Company | Cyanate-containing polymers |
| DE3666442D1 (en) * | 1985-04-02 | 1989-11-23 | Ciba Geigy Ag | Curable compositions |
| US4623578A (en) * | 1985-04-04 | 1986-11-18 | Westinghouse Electric Corp. | Epoxy crosslinked copolymers of polyanhydrides and laminates therefrom |
| US5300380A (en) * | 1986-08-06 | 1994-04-05 | Ciba-Geigy Corporation | Process for the production of relief structures using a negative photoresist based on polyphenols and epoxy compounds or vinyl ethers |
| EP0255989B1 (de) * | 1986-08-06 | 1990-11-22 | Ciba-Geigy Ag | Negativ-Photoresist auf Basis von Polyphenolen und Epoxidverbindungen oder Vinylethern |
| GB8622998D0 (en) * | 1986-09-24 | 1986-10-29 | Ciba Geigy Ag | Curable compositions |
| JPS63172523A (ja) * | 1987-01-12 | 1988-07-16 | Hioki Denki Kk | 二重積分形a/dコンバ−タ |
| US4994346A (en) * | 1987-07-28 | 1991-02-19 | Ciba-Geigy Corporation | Negative photoresist based on polyphenols and selected epoxy or vinyl ether compounds |
| US4923928A (en) * | 1988-02-18 | 1990-05-08 | Basf Aktiengesellschaft | Thermosetting bismaleimide resin composition containing an adduct of a propenylphenol and an epoxy compound |
| US4902778A (en) * | 1988-02-18 | 1990-02-20 | Basf Aktiengesellschaft | Propenylphenoxy-terminated oligomeric tougheners and their use in toughening thermosetting bismaleimide resin compositions |
| DK1015225T3 (da) | 1996-01-10 | 2002-12-30 | Procter & Gamble | Fremgangsmåde til fremstilling af et materiale, der har et stof beskyttet af deformerbare afstandsstykker |
| US5662758A (en) * | 1996-01-10 | 1997-09-02 | The Procter & Gamble Company | Composite material releasably sealable to a target surface when pressed thereagainst and method of making |
| US5965235A (en) | 1996-11-08 | 1999-10-12 | The Procter & Gamble Co. | Three-dimensional, amorphous-patterned, nesting-resistant sheet materials and method and apparatus for making same |
| US5968633A (en) * | 1997-06-06 | 1999-10-19 | The Procter & Gamble Company | Selectively-activatible sheet material for dispensing and dispersing a substance onto a target surface |
| US6099940A (en) * | 1997-07-16 | 2000-08-08 | The Procter & Gamble Company | Selectively-activatible three-dimensional sheet material having multi-stage progressive activation to deliver a substance to a target surface |
| US6421052B1 (en) | 1999-04-09 | 2002-07-16 | The Procter & Gamble Company | Method of seaming and expanding amorphous patterns |
| US6193918B1 (en) | 1999-04-09 | 2001-02-27 | The Procter & Gamble Company | High speed embossing and adhesive printing process and apparatus |
| US6872342B2 (en) | 1999-04-09 | 2005-03-29 | The Procter & Gamble Company | Embossing and adhesive printing process |
| US6148496A (en) * | 1999-04-09 | 2000-11-21 | The Procter & Gamble Company | Method for making a seamless apertured metal belt |
| US6881471B2 (en) * | 2001-10-25 | 2005-04-19 | The Procter & Gamble Company | High speed embossing and adhesive printing process and apparatus |
| US20070178262A1 (en) * | 2006-01-27 | 2007-08-02 | The Procter & Gamble Company | Storage wrap material |
| JP5467720B2 (ja) * | 2007-12-28 | 2014-04-09 | リンテック株式会社 | 粘接着剤組成物、粘接着シートおよび半導体装置の製造方法 |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1495793C3 (de) * | 1964-04-17 | 1974-04-11 | Bayer Ag | Verfahren zum Herstellen von Epoxidpolyaddukten |
| JPS5125596A (ja) * | 1974-08-28 | 1976-03-02 | Sumitomo Bakelite Co | Ehokishijushisoseibutsu no seizohoho |
| CH621810A5 (de) * | 1976-06-17 | 1981-02-27 | Ciba Geigy Ag |
-
1978
- 1978-09-06 JP JP10851378A patent/JPS5536212A/ja active Pending
-
1979
- 1979-08-29 US US06/070,613 patent/US4273889A/en not_active Expired - Lifetime
- 1979-09-05 FR FR7922179A patent/FR2435492A1/fr not_active Withdrawn
- 1979-09-05 GB GB7930825A patent/GB2031898A/en not_active Withdrawn
- 1979-09-06 DE DE19792936089 patent/DE2936089A1/de not_active Withdrawn
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2435492A1 (fr) | 1980-04-04 |
| JPS5536212A (en) | 1980-03-13 |
| US4273889A (en) | 1981-06-16 |
| GB2031898A (en) | 1980-04-30 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2936089A1 (de) | Waermehaertbare harzzusammensetzungen und die gehaerteten produkte derselben | |
| DE2952440C2 (de) | Quervernetzbare Harzzusammensetzung und deren Verwendung zur Herstellung eines Laminats | |
| DE69934969T2 (de) | Verfahren zur herstellung von polyarylethersulphonen | |
| DE2452109C2 (de) | Ausgehärtetes Polyimid-Kunstharz und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE69014708T2 (de) | Schwerentflammbare Polycyanatestermischungen. | |
| DE69724169T2 (de) | Wärmehärtbare Harzmischung, gehärtetes Produkt, mit Metall bedeckter Schichtstoff und Leiterplatte | |
| DE3111403C2 (de) | Härtbare Polyphenylenätherharzmasse | |
| DE60116777T2 (de) | Zur kettenverknüpfung geeignete zusammensetzungen | |
| DE1543884A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Hydroxyaethern durch Reaktion von Epoxyverbindungen mit Phenolen in Gegenwart eines Katalysators | |
| DE3114677A1 (de) | Waermehaertbare epoxyharzmischung | |
| EP1028144A2 (de) | Cyanatharze und Epoxidverbindungen enthaltende härtbare Mischungen | |
| DE69004902T2 (de) | Chemisch verankertes interpenetrierendes Netzwerk. | |
| DE3779449T2 (de) | Waermehaertbare harzzusammensetzung. | |
| EP0327498B1 (de) | Polyethersulfon- oder Polyetherketon-Copolymere | |
| DE69720014T2 (de) | Wärmehärtbare harzzusammensetzung | |
| DE2719305C2 (de) | Silan-Endgruppen aufweisende Polyarylen-Polyäther, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung | |
| DE69031819T2 (de) | Polymer-Zusammensetzung | |
| DE2743657A1 (de) | Hitzehaertbare harzmasse | |
| DE3842881A1 (de) | Harzmasse fuer laminierte folien | |
| DE69318665T2 (de) | Polyphenylenether/Polyepoxid Harzzusammensetzungen | |
| DE3886866T2 (de) | Wärmehärtbare Harzzusammensetzung. | |
| DE1960199A1 (de) | Vinylester-Kunstharzmischungen | |
| DE69017699T2 (de) | Polyimidharzlaminate. | |
| DE2116874C3 (de) | Warmhärtbare Masse auf Basis von Butadienpolymerisaten und ihre Verwendung | |
| DE69024550T2 (de) | Polymere aus aromatischen Propargyläthern |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |